Kommunismus
Ein Lob auf die Heilige Inquisition
„Ein einziges Jahr der Französischen Revolution – die Terrorherrschaft von 1793 – hinterließ mehr Opfer als alle vorausgehenden Jahrhunderte mit all ihren Inquisitionen zusammen.“
Der Heilige Dominikus leitet ein Inquisitionsgericht.
Der Heilige Dominikus leitet ein Inquisitionsgericht.
(kreuz.net, Rom) Der bekannte italienische Journalist Vittorio Messori hat vor zwei Wochen einen Artikel kritisiert, der in der italienischen Tageszeitung ‘Il Manifesto’ erschienen ist.

Messori wurde durch sein Buch-Interview „Zur Lage des Glaubens“ mit Kardinal Joseph Ratzinger und durch sein im Jahr 1994 erschienenes Buch-Interview mit Papst Johannes Paul II. „Die Schwelle der Hoffnung überschreiten“ bekannt.

‘Il Manifesto’ bezeichnet sich als „kommunistische Tageszeitung“.

Es gehört damit zu den letzten Publikationen in der westlichen Welt, welche die verstorbene kommunistische Ideologie vertreten.

Der Inquisitions-Artikel stammt aus der Feder eines gewissen Adriano Petta.

Er trägt den Titel: „Die Skelette der Heiligen Inquisition“.

Die Inquisition habe Hunderttausende, gar Millionen, Menschen auf dem Gewissen, behauptet der Bericht.

Geschichtsklitterung

Messori erklärt, daß ihn die Dummheit – oder Schamlosigkeit – der Inquisitionspropaganda immer wieder erstaune.

„Aufgewärmtes“ – ist sein Kommentar zu dem Artikel.

Petta verkaufe Geschichtsklitterungen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.

Harmlose Inquisition

Um einen Vergleichsmaßstab zu besitzen, stellt Messori die Inquisition der Französischen Revolution gegenüber, die als Beginn der Moderne gilt:

„Ein einziges Jahr der Französischen Revolution – die Terrorherrschaft von 1793 – hinterließ mehr Opfer als alle vorausgehenden Jahrhunderte mit all ihren Inquisitionen zusammen.“

Auch mit den protestantischen Exzessen könne die heilige Inquisition nicht mithalten:

„Das Genf des Calvin war von den Scheiterhaufen entzunden. Das lutherische Deutschland betrieb eine Hexenjagd als wäre es ein Nationalsport.“

Messori erwähnt auch die ‘Hexenprozesse von Salem’, die in den jetzigen USA stattfanden.

Damals veranlaßten hexenjagende puritanische Pastoren noch an der Schwelle des 18. Jahrhunderts 25 Hinrichtungen und Dutzende von Verhaftungen.

Die Inquisition war ein faires Prozeßwesen

Messori erinnert an die Hunderten von Millionen Menschen, die von den kommunistischen Regimen niedergemäht wurden.

Es sei deshalb schwer, die Predigt von der Kanzel von ‘Il Manifesto’ Ernst zu nehmen.

Messori unterstreicht, daß eine solide historische Analyse der Inquisition dem Ruf der Kirche sehr förderlich ist.

Diese lasse die morschen Pfeiler der schwarzen Legenden über die Inquisition einstürzen.

Im Lichte der Geschichtswissenschaft erweise sich die Inquisition als ein Prozeßwesen, das an Genauigkeit und Fairneß seinesgleichen auch bei den Gerichtsverfahren unserer Zeit sucht.

„Todesurteile und Folter waren eine seltene Ausnahme“, erklärt Messori.

Das giftigste aller Gifte

Die typischen Vorurteile, die in den Köpfen der Leute über die Inquisition herumspuckten, entstammten der protestantischen Propaganda, welche die spanische Vormachtstellung im Atlantik zu unterminieren suchte.

Ein ernstzunehmender Historiker werde die „moralische Sünde des Anachronismus“ vermeiden:

„Die Vergangenheit muß im Kontext ihres Zeitalters betrachtet werden.“

Die modernen Politiker würden es als ihre Pflicht betrachten, ein funktionierendes Gesundheitssystem zu erhalten, erklärt Messori:

„Genauso war die Kirche davon überzeugt, daß sie Gott gegenüber Rechenschaft über das ewige Heil ihrer Kinder ablegen muß. Das Heil war vom giftigsten aller Gifte gefährdet: der Häresie.“

Das heutige Fehlen dieses geistlichen Gesundheitssystems und die daraus resultierenden grausamen Folgen beweisen für Messori, daß die Kirche so ganz nicht danebenlag.
      
21 Lesermeinungen
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#21   Laurentius2   11:29:29 | Dienstag, 28. Juni 2005
@Esoteric
… für jeden anderen …
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#20   GerdEric   07:49:38 | Freitag, 24. Juni 2005
Lieber Benedikt
Das Christentum ist angetreten um das Evangelium und damit das Reich Gottes zu verkünden.
Das kann man von anderen abrahamitischen „Konfessionen“ auch sagen
Die Verfehlungen einiger können diese Tat nicht schmälern.
Das sollte man anderen Konfessionen auch unterstellen.
Die Inquisition war schon ein Schritt zur Besserung, niemand hat behauptet, dass es der letzte Schritt war.
Wann war die Inquisition?
und dann kann man wohl nicht von 2000 Jahren christliches Abendland reden,
denn da hat man nur seinen Claim abgesteckt,
In der Aufzählung wird aber eben nur die Inquisition gezählt,
all die Entgleisungen,
die in derem Zusammenhang (zB eben persönliche Racheakte und persönlicher Missbrauch)
stattfanden,
aber ausschliesst.
aber die Fehler,
die zB im Rahmen der kommunistischen Revolution stattfanden,
aber dem Kommunismus zuschreibt.
Bei den angeblich 100.000.000 Opfern des Kommunismus.
werden eben die Opfer der Zaristen,
der Gegner des Kommunismus,
allein den Kommunisten angelastet,
als wenn von den Kommunisten niemand sterblich war…
Die Zarenzeit war eine Gewaltherrschaft,
brutal und dem Christentum abträglich.
Wie auch die ganze Zeit der Monarchen und Fürsten in Europa.
Wenn jemand über die mordenden Seldschuken schreibt,
aber die eigenen Gräul vergesse lassen will,
dann bricht er das Gebot:
„Du sollst nicht falsch Zeugnis reden!“
Herzliche Grüsse
GerdEric
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#19   Benedikt   23:48:37 | Donnerstag, 23. Juni 2005
@GerdEric
Das Christentum ist angetreten um das Evangelium und damit das Reich Gottes zu verkünden. Die Verfehlungen einiger können diese Tat nicht schmälern. Die Inquisition war schon ein Schritt zur Besserung, niemand hat behauptet, dass es der letzte Schritt war.
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#18   GerdEric   22:20:55 | Donnerstag, 23. Juni 2005
Lieber Benedikt und lieber Laurenzius
Benedikt: Mit der Inquisition hat das nichts zu tun. Zugegebenermaßen gab es natürlich auch dort Verbrechen, aber wo gibt es die nicht?
Die Inquisition sah die Anhörung des Beschuldigten vor, was damals nicht gerade Gang und Gäbe war!
Verfahrensmäßig war sie nicht nur fairer, sondern auch moderner als die übrigen Polizeimethoden jener Zeit.
Das stimmt alles, nur ist die Relativierung mit den Zeitumständen doch nur ein Herausreden, denn das Christentum ist doch angetreten in der Praxis, alles besser zu machen,
und doch hat man genauso gehandelt, wie alle Welt auch.
Im Gegensatz zu den münsterschen Täufern,
nutzten deren Richter die Folter wieder als Instrument der Rache.
Laurentius2: @Esot-Eric Falls irgendein Forumsteilnehmer außer Esot-Eric an diesen Fakten zweifelt, suche ich gerne zur allgemeinen Erkenntniserweiterung die wissenschaftlichen Quellennachweise raus …
würdest Du, lieber Laurizinus (soviel Spass muss sein ;-)), auch mir die Quellennachweise heraussuchen?
mfg
GerdEric
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#17   Benedikt   21:52:20 | Donnerstag, 23. Juni 2005
Kreuzzüge
Naja, die Kreuzzüge sind nicht gerade ein Ruhmesblatt der Kirche, genau wie die Exkommunikation Friedrichs II., weil er auf friedliche Weise Zugang zu den heiligen Stätten erreichte.
Aber: Mit der Inquisition hat das nichts zu tun. Zugegebenermaßen gab es natürlich auch dort Verbrechen, aber wo gibt es die nicht? Die Inquisition sah die Anhörung des Beschuldigten vor, was damals nicht gerade Gang und Gäbe war! Verfahrensmäßig war sie nicht nur fairer, sondern auch moderner als die übrigen Polizeimethoden jener Zeit.
Das der Begriff „finsteres Mittelalter“ kompletter Quatsch ist müsste man in einem katholischen Forum eigentlich gar nicht erklären. Die Leute sagen „finsteres Mittelalter“ und meinen den Aber- und Hexenglauben während/nach dem 30-jährigen Krieg. Zu Zeiten Karls des Großen aber stand auf Hexenglaube die Todesstrafe.
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#16   Laurentius2   08:33:52 | Donnerstag, 23. Juni 2005
@Esot-Eric
Falls irgendein Forumsteilnehmer außer Esot-Eric an diesen Fakten zweifelt, suche ich gerne zur allgemeinen Erkenntniserweiterung die wissenschaftlichen Quellennachweise raus …
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#15   GerdEric   23:46:19 | Mittwoch, 22. Juni 2005
Lieber Laurentius2
(leider darf ich nicht wie ich möchte)
1024 Die Moslems … entweihen … die Grabeskirche
Nicht nachweisbar, wird sogar bezweifelt, sicher allerdings ist die Entweihung der Moschee in Jerusalem,
und der Synagogen und der !Kirchen (-gebäude).
seit ca. 1060: … Die Seldschuk-Türken morden und plündern rücksichtslos – übrigens nicht nur Christen, Herr Esoteric…
Nun ja, soll auch schon mal vorgekommen sein, dass ein Papst keine Zeit zum Kreuzzug hatte, weil er im Krieg mit dem Kaiser lag…
Was würden wohl unsere lieben Mohammedaner machen, wenn bspw. die Juden die Jerusalemer Al-Aksa Moschee sprengen und alle Pilgerwege blockieren würden ? Ginge es nicht ein wenig brutaler zu als auf dem ersten Kreuzzug ?
Tja, ein hilfloser Versuch …
Die Al Aksa Moschee steht, wo der Tempel stand, …
ich glaube, da käme es eher zu Auseinandersetzungen unter den Juden…
Sicher gab es auch blutige Auseinandersetzungen zwischen Juden und Muslimen, jedoch kämpften sie Seite an Seite gegen die Kreuzritter, übrigens mit Christen!
Und ob es wirklich grausamer wäre?
Das abzuwägen, das überlasse ich GOTT allein, es ist schon so grausam genug, da sollte man nicht noch die „Hoffnung“ streuen, dass es anderen noch dreckiger gehen könnte (in Erwartung der Schadenfreude?).
Als die Armee des Pharao im Roten Meer ertrank, da frohlockten die Engel, doch GOTT der HERR trauerte:
Soll ich froh sein, wenn Menschen sich umbringen?
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#14   Didimus   23:07:06 | Mittwoch, 22. Juni 2005
Danke, Athanasius
Wow, jetzt kann ich sogar einmal einem Beitrag von Dir vorbehaltlos zustimmen.
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#13   Athanasius   22:59:56 | Mittwoch, 22. Juni 2005
Nuance
Konzils-„Katholiken“
Es gibt Katholiken und nicht-Katholiken. Auch die Katholiken die dem neuen Messritus folgen, oder gar verteidigen, während sie den ganzen Glauben hochzuhalten versuchen, sind Katholiken.
Es sind ja nur „wir“, die Tradis, ja.
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#12   Irenäus   22:02:02 | Mittwoch, 22. Juni 2005
Peter Godman
Habe mir gerade die amazon-Rezension über Peter Godmans Buch Die geheime Inquisition (noch ein-)mal angesehen. Ziemlich amüsierend, daß ein (angeblich) bekennender Atheist zum Apologeten der Inquisition, während bigotte Konzils-„Katholiken“ meinen, sich für die vorkonziliaren Kirche entschuldigen zu müssen.
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#11   Laurentius2   11:19:36 | Mittwoch, 22. Juni 2005
2 Fakten + 1 Frage
1.totgeschwiegener Fakt:
1024 Die Moslems unter ihrem Kalifen entweihen und zerstören die Grabeskirche
2. totgeschwiegener Fakt:
seit ca. 1060: Die christlichen Pilgerwege werden endgültig blockiert. Die Seldschuk-Türken morden und plündern rücksichtslos – übrigens nicht nur Christen, Herr Esoteric…
3. Frage:
Was würden wohl unsere lieben Mohammedaner machen, wenn bspw. die Juden die Jerusalemer Al-Aksa Moschee sprengen und alle Pilgerwege blockieren würden ? Ginge es nicht ein wenig brutaler zu als auf dem ersten Kreuzzug ?
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#10   GerdEric   09:07:13 | Mittwoch, 22. Juni 2005
Irenäus, FioreGraz und mein lieber Athanasius
Irenäus: @FioreJa und!? Die Geschichte der Kreuzzüge ist eine widerwärtige Geschichte von Verbrechen und Massakern; aber bitte lassen Sie den armen Urban da aus dem Spiel! Er wollte seiner Zeit Europa doch vor den aggressiven muselmanischen Horden retten. Daß dann schließlich der Pöbel Europas sein Unwesen im nahen Osten trieb, wird man wohl kaum ihm vorwerfen können.
Irenäus,
der ist echt gut…
;-))
FioreGraz: Aber in einem haben sie recht die Kirche sollte keiner beschuldigen sondern ihre Vertreter.
dann sollte man sich eindeutig von solchen Vertretern trennen
22. Juni 2005, 08:00
Athanasius: Wenn jemand etwa die Legende des jüdischen Bolschewismus beschreibt, ist er Antisemit, man müsse doch Volk und Glaube von der Ideologie trennen.
Lieber Athanasius,
wenn der Bolschewismus für Dich jüdisch ist,
dann musst Du Dir schon gefalölen lassen,
das andere sagen,
der Faschismus sein katholisch
(immer hübsch Faschismus und Nationalssozialismus auseinander halten).
Athanasius: GerdEric, Sie sind für Schriftverdrehung und Lügen bekannt,
Lieber Athanasius,
was Du als Verdrehung betrachtest,
sehe ich als Auslegung an.
aber trotzdem … die Motivation des ersten Kreuzzugs zu untersuchen.
meinst Du den,
der der die ersten Oüpfer in „Deutschland“ forderte?
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#9   Irenäus   08:30:04 | Mittwoch, 22. Juni 2005
@Fiore
Ja und!? Die Geschichte der Kreuzzüge ist eine widerwärtige Geschichte von Verbrechen und Massakern; aber bitte lassen Sie den armen Urban da aus dem Spiel! Er wollte seiner Zeit Europa doch vor den aggressiven muselmanischen Horden retten. Daß dann schließlich der Pöbel Europas sein Unwesen im nahen Osten trieb, wird man wohl kaum ihm vorwerfen können.
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#8   FioreGraz   08:02:48 | Mittwoch, 22. Juni 2005
@Athansius
Wenn ein Urban zum Kreuzzug aufruft, hm reicht das als direkter Link? oder ist der Stuhl Petri auch nur ein Fürstentum ohne beziehung zur Kirche?
Aber in einem haben sie recht die Kirche sollte keiner beschuldigen sondern ihre Vertreter.
LG
Fiore
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#7   Athanasius   08:00:10 | Mittwoch, 22. Juni 2005
Ora pro eo.
Ist ja immer schön. Wenn jemand etwa die Legende des jüdischen Bolschewismus beschreibt, ist er Antisemit, man müsse doch Volk und Glaube von der Ideologie trennen.
Wenn es sich aber um katholische Fürsten handelt die Kriege führten, wird direkt der Link mit der Kirche gemacht. Anti-Katholik ist ja ein Kompliment heutzutage.
GerdEric, Sie sind für Schriftverdrehung und Lügen bekannt, aber trotzdem würde ich Dir fragen mal die Motivation des ersten Kreuzzugs zu untersuchen. Und ob die so „gewalttatig und anti-christlich“ war.
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#6   Sulpicius   01:27:08 | Mittwoch, 22. Juni 2005
@GerdEric
Ich bete für Deinen gequälten Geist!
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#5   GerdEric   22:55:30 | Dienstag, 21. Juni 2005
Stimmt,
die Inquisition war tatsächlich nicht so schlimm,
wie die französische Revolution,
sie war tatsächlich nicht so schlimm,
wie die deutsch Revolution,
sie war auch nicht so schlimm,
wie die Verfolgung der Tüfer,
sie war auch nicht so schlimm,
wie die Verfolgung der Salzburger Protestanten,
sie war auch nicht so schlimm,
wie die Hugenottenkreige,
sie war auch nicht so schlimm,
wie die Christianisierung der Sachsen,
sie war auch nicht so schlimm,
wie jeder einzelne Kreuzzug,
sie war auch nicht so schlimm,
wie die Zurückeroberung Spaniens,
sie war auch nicht so schlimm,
wie die Täuferherrschaft in Münster,
auch nicht so schlimm,
wie der Dreißigjährige Krieg,
auch nicht so schlimm,
wie die Unterstützung für Gewaltherrscher…
Nein,
die römisch-katholische Kirche hat sich nie an Unterdrückung und Folter und Mord und Krieg beteiligt,
sie hat auch nie Lug und Trug gefördert oder unterstützt,
oder gar selbst daran teil gehabt.
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#4   kreuzi   18:20:07 | Dienstag, 21. Juni 2005
.
Der Begriff ,,Inquisition“ wird von den Feinden der Kirche so verwendet, dass man erst einmal wiederlegen muss, dass es nichts zu wiederlegen gibt. Genauso funktioniert der Kampf der Feinde der Kirche mit dem Vorwurf der pädophilen Priester. Offensichtlich kann der Vorwurf ohne jegliche Konsequenzen vollzogen werden, und die Kirche muss dann erst einmal etwas wiederlegen, was man nichts wiederlegen kann, weil es nichts zu wiederlegen gibt, aber darum geht es den Feinden der Kirche auch gar nicht. Allein schon das bischen „Pädophile“ und ,,Inquisition“ mit der Kirche im Zusammenhang bleibt, ist schon ein Erfolg, ohne das die Feinde der Kirche für ihren Rufmord zur Rechenschaft gezogen werden. Die französische Revolution war neben dem deutschen Nationalsoziallismus und den asiatischen Kommunismus einer der größten menschlichen Katastrophen. Gläubige Menschen wurden vor die Wahl gestellt zu sterben oder vom Glauben abzulassen. Vor der Inquisition hat die Welt noch nie ein Gericht gesehen, erst durch die Inquisition, hatte der Verurteilte das Recht, seine sicht zu äußern und nicht wie vorher, ohne Verteidigung an Ort und stelle einen Kopf kürzer gemacht zu werden. Auch im spanischen Bürgerkrieg haben die Feinde der Kirche, Gläubige und deren Vertreter mantratiert und getötet. Nur ging dieser Kampf zu Gunsten der Gläubigen aus.
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#3   Athanasius   17:53:04 | Dienstag, 21. Juni 2005
Nuances.
Geschichtslüge ist vollkommen integriert:
Zum Beispiel das Wort „Mittelalter“ oder gar „dunkles Mittelalter“ ist weitverbreitet.
Zahlenmäßig waren es ja in der Tat die atheistischen Régimes die Massentötung verübt haben und nicht die christlichen.
Trotzdem ist eine Öffnung der historischen Quellen zu Inquisition usw. erforderlich.
Auch die nicht schönen Perioden, etwa der Ausrottung der Katharenburgen in Südfrankreich, sollte man wissenschaftlicher untersuchen.
Selbstreflektion und -Kritik (ich bin nicht mit den Methoden einverstanden) ist nich etwas böses.
Allerdings brauchen wir und bereits die meisten Historiker, die Lügen der „Aufgeklärten“ Politikideologen nicht.
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#2   Laurentius2   17:14:44 | Dienstag, 21. Juni 2005
Geschichtslügen prägen unser „modernes“ Denken
Dieser hervorragende Artikel fügt sich nahtlos an den Artikel über den seligen Papst Pius XII. an.
Wenn katholische Intellektuelle – vielleicht gehört dazu ja doch noch der ein oder andere Bischof – dieses Deutschland geistig zurückerobern wollen, wozu uns ja in letzter Zeit vermehrt polnische bis hin zu afrikanischen Glaubensbrüdern auffordern, dann müssen sie u.a. auch hier ansetzen !
Prof. Hubertus Wolf, Münster: Umberto Eccos massenmediale Inquisitionsszenen haben so gut wie nichts (!) mit der historischen Wirklichkeit zu tun ! Jedes kleine deutsche Fürstentümlein exekutierte mehr Menschen als die römische Inquisition. Dennoch wird das Denken des modernen Menschen von diesen Zerrbildern geprägt (dem Sinn nach zitiert).
Setzt sich die Wahrheit von alleine durch, wie unser gutmütiger Papst Johannes XXIII. meinte ? Ich glaube kaum. Gefragt sind die Bischöfe, sie haben jährlich Milliarden zur Verfügung, um die Wahrheit zu verbreiten. Wollen sie nicht, können sie nicht, dürfen sie nicht ? Diese Frage raubt mir den Schlaf …
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#1   mrnka   16:45:54 | Dienstag, 21. Juni 2005
Inquisition
Nicht nur die Inquisition, das gesamte Mittelalter wird von den Demokraten und Anhängern der alleinseligmachenden Säkularreligion („Menschenrechte“) mit Erfolg schlechtgeredet („finsteres Mittelalter“). Damit lenkt man von Gulags, Völkermorden, Massenkriegen, Abtreibungen, Umweltzerstörungen etc. ab, die seit 1789 sicher notwendige Begleiterscheinungen der Moderne („Fortschritt“) geworden sind. Gegen diesen „Fortschritt“ nimmt sich die Inquisition allerdings harmlos aus.
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