Benedikt XVI.
Die Genossen fühlen sich in ihrer Deutungsmacht bedroht
Außerdem ermunterte die ‘grüne’ Genossin – wen eigentlich? – zu Debatten über die „katholische Geschlechter- und Sexualmoral“.
Benedikt XVI. in Deutschland
Benedikt XVI. in Deutschland
© Pressefoto Bistum Würzburg
(kreuz.net) Schäumende Laizisten, tobende Linke und polternde Protestanten fühlen sich durch den Besuch von Benedikt XVI. „in ihrer Deutungsmacht bedroht.“

Das schrieb der deutsche Journalist Alexander Kissler am 19. September in der katholischen Zeitung ‘Tagespost’.

Der polternde Protestant

Kissler verweist auf Bertold Höcker (53) – den protestantischen Superintendenten des Berliner „Kirchenkreises Mitte“.

Im Kundenmagazin „Gate“ der Berliner Flughäfen behauptet er, daß die im Städtischen Raum völlig marginalisierten Protestanten das Evangelium „in die Gegenwart urban lebender Menschen“ übersetzen würden.

Der Protestantismus sei „anschlußfähig wie sonst kaum etwas“ und außerdem „eine Religion für die Wissenden“ – macht sich Höcker wichtig.

Die Katholiken könnten von dem Protestantismus angeblich lernen, „daß Glaube ohne Wissen tot ist“.

Kissler ist über Höckers „kenntnisarmen Frontalangriff“ auf jene sonst als geschwisterlich bezeichnete Nachbarkonfession erstaunt.

Die Katholiken würden „nach bester deutscher Kulturkämpfermanier für tumb und töricht erklärt“.

Der Vatikan werde als Trutzburg des Obskurantismus und der Verknechtung hingestellt, „wie ihn einst die Jakobiner oder die Nationalsozialisten oder die Kommunisten verzeichneten“.

Der häßliche Deutsche

Für Kissler stellt sich in diesen Tagen die Frage „nach dem Stil, nach dem Takt, nach der Haltung“.

Seine Anfrage: „Wäre es da nicht unbeschadet aller weltanschaulichen Differenz ein Gebot der Schicklichkeit, der Courtoisie, ja der Zivilität, ein guter Gastgeber zu sein?“

Und: „Ist das Gastrecht nicht allen Religionen und Kulturen heilig?“

In Deutschland tue man sich mit der Gastfreundschaft schwer und gebe so einem Klischee Nahrung:

„Besserwisser, heißt es oft, seien die Deutschen, sie jammerten und klagten gerne und hätten keine Kinderstube.“

Der „anschwellende Bocksgesang aus laizistischer Kehle“ ist für Kissler keine gute Visitenkarte.

Ein Obskurantisten-Festvortrag für die Bundeskanzler

Der Publizist erwähnt den finsteren Gottlosen-Verein „Giordano-Bruno-Stiftung“.

Dieser verstehe sich als „Denkfabrik für Humanismus und Aufklärung“.

In Wahrheit betreibt er das Gegenteil – erklärt Kissler.

Er erinnert an einen unbeachtet gebliebenen brieflichen Wutanfall, den die Haßvereinigung an Bundeskanzlerin Angela Merkel schickte, um die Kirche zu diffamieren.

„Ob die Kanzlerin den Brief gelesen hat?“ – fragt Kissler:

„Falls ja, könnte sie ihn mit dem Hirnforscher Wolf Singer besprechen, der nicht nur den Festvortrag zu Angela Merkels 50. Geburtstag hielt und dabei einmal mehr den freien Willen zur Illusion erklärte, sondern der als Beiratsmitglied der ‘Giordano-Bruno-Stiftung’ den Inhalt des rüpelhaften, schütter informierten Briefes gewiß vollständig teilt.“

Ansonsten recht blaß

Mangelnden Stil diagnostiziert Kissler auch bei führenden Amtsprotestanten:

„Der sonst recht blasse EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider erklärte barsch: »Gott hält sich nicht an Ämter und historische Kontinuität«.“

Oder: EKD-Präses und Grünen-Politikerin, Genosse Katrin Göring-Eckardt, artikulierte „großes Verständnis“ für die Papsthaß-Abgeordneten, die vor dem Papst im Bundestag flüchteten.

Kissler fügt hinzu: „Außerdem ermunterte sie – wen eigentlich? – zu Debatten über die „katholische Geschlechter- und Sexualmoral“.“

Der Journalistin bringt die Genossin auf den neuesten Stand:

„Gab es in den zurückliegenden Jahren auch nur einen Tag, an dem mit diesem letztlich ephemeren Thema nicht eine Zeitungsspalte, ein Radiokommentar, eine Buchvorstellung gefüllt worden ist?“

Signale aus der Schattenwelt

Kissler stellt fest, daß sich die Meute der Papstfeinde „durch den Besuch des klugen alten Mannes aus Rom in ihrer Deutungsmacht bedroht“ sieht.

Für ihn sind das „Rückzugsgefechte und Signale aus der Schattenwelt.“

Er prophezeit, daß die alte Gottlosigkeit nie zur Massenbewegung wird und der „implodierende landeskirchliche Protestantismus“ nie wieder das Bündnis von Thron und Altar neu beleben wird.
      
71 Lesermeinungen
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#71   Rechercheur   19:43:02 | Montag, 26. September 2011
Tomás #70. Hatte ich etwas von „Freigabe“ gesagt? Sagt das Gesetz etwas von „erlaubt“? Bitte lesen Sie noch einmal und argumentieren Sie neu.
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#70   Tomás   19:31:54 | Montag, 26. September 2011
Rechercheur
#69
Zu behaupten, durch die Freigabe der Abtreibung, wird die Anzahl der Abtreibungen reduziert, ist absurd. In allen Ländern, wo der Kindermord erlaubt wurde, hat sich dieses Verbrechen multipliziert.
Ansonsten müßten wir alle Delikte enrkriminalisieren. Kein Strafrecht, keine Straftaten.
Die Abtreibung ist nicht nur eine Sünde, sondern ein Verbrechen gegen das Leben und muß – wie jedes Verbrechen – bestraft werden.
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#69   Rechercheur   19:18:14 | Montag, 26. September 2011
Tomás #68. Aus der Kombination Ihrer Zahlen mit denen der Konrad Adenauer Stiftung erlaube ich mir die folgende Schlussfolgerung: wären die Polen in Ihrer Gesetzgebung nicht der Lehrmeinung der kath. Kirche gefolgt, sondern hätten sich an das Modell des westlichen Nachbarn angelehnt, könnten möglicherweise gut 20.000 werdende Leben pro Jahr vor der Tötung im Mutterleib gerettet werden. Es liegt mir fern, die Kirche direkt für diese Tötungen verantwortlich zu machen, aber die Überlegung zeigt, dass die Formel „Sünde –> Verbot“ eine Milchmädchenrechnung ist, die mitunter die eigenen Absichten konterkariert.
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#68   Tomás   14:47:49 | Montag, 26. September 2011
clarissa colonia
#63 und 65
Laut Bayrisches Gesundheitsministerium entscheiden sich 68,7 % aller Frauen, die in den Stellen von „Donum vitae“ beraten wurden, für die Abtreibung.
Bei „Pro-Familia“ dürfte es wohl änhlich sein.
Der Grund ist, weil die Beraterin in diesen Stellen verplichtet sind „neutral“ aufzuklären („Schocktherapie“ ist strengstens verboten), d.h. beide Entschlußmöglichkeiten werden als gleichwertig dargestellt, was eine Verharmlosung des Kindesmordes ist.
Dies obwohl gemäß § 219 Abs. 1 StGB die Beratungstellen gehalten sind, die Frau dazu zu bewegen, das Kind auszutragen.
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#67   Brandenburgis   08:33:56 | Montag, 26. September 2011
Ist Kissler kirchenfeindlich?
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#66   Thomasius   08:22:57 | Montag, 26. September 2011
#25 Sycamore
Übrigens: Kissler ist Redakteur beim FOCUS
www.focus.de/…iben_aid_668993.html
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#65   clarissa colonia   00:21:30 | Montag, 26. September 2011
Na, tomas, Ihre Quellen?
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#64   Rechercheur   00:18:00 | Montag, 26. September 2011
Antonio #61. Vielen Dank. Auch Ihnen eine gesegnete Nachtruhe.
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#63   clarissa colonia   00:15:51 | Montag, 26. September 2011
„Laut Statistiken enden die meisten der Beratungen bei „Donum vitae“ mit der Abtreibung.“
.
Woher wissen’s denn das? – Lassen’s mal Ihre Quellen sehen!
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#62   Tomás   00:11:54 | Montag, 26. September 2011
Rechercheur
#60
Frauen, die „offen“ sind, lassen sich gerne beraten und wenn ihnen klar gemacht wird, was eigentliche eine Abtreibung ist, werden sie davon Abstand nehmen und die angebotene Hilfe annehmen. Frauen, die wegbleiben, weil in diesen Stellen nicht der Tötungsschein ausgestellt wird, haben schon eine vorgefertige Meinung und betrachten die Beratung nur als eine lästige Formalität. Diese Frauen kann man nicht oder nur schwer umstimmen.
Laut Statistiken enden die meisten der Beratungen bei „Donum vitae“ mit der Abtreibung.
Entscheiden ist die moralische Tatsache, daß der Zweck nicht die Mittel heiligt und man sich nicht an einem Mord beteiligen darf, um einen anderen das Leben zu retten.
Hinzu kommt nocht, daß diese Beteiligung an der Abtreibung den Widerstand gegen den Massenmord an ungeborenen Kindern in „konzilskatholischen“ Kreisen arg geschwächt hat.
Dies ist der Grund, weshalb die Modernisten, z.B. der Sozi Thierse, nicht aus diesem System austeigen wollten. Die Absicht, Abtreibungen zu verhindern, ist nur geheuchelt.
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#61   Antonio Michele Ghislieri   23:57:01 | Sonntag, 25. September 2011
@Rechercheur
Immerhin nennen Sie Sich „Rechercheur“ und nicht „Trouveur“. Auf dass Sie das finden was Sie suchen und was fast noch wichtiger ist, dass Sie das richtige suchen.
Guts Nächtle!
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#60   Rechercheur   23:43:25 | Sonntag, 25. September 2011
Antonio #59: Ich bitte um Etschuldigung. Die Beiträge haben sich überschnitten. Ich habe mit ausschließlich auf Tomás bezogen.
Zum Ihrem Beitrag #57 hätte ich gerne geschrieben (konnte aber nach dem Absenden von #58 nicht mehr): Es ist nicht „meine“ Ironie, sondern die der Situation: Wenn die Beratung durch die Kirche nicht mehr ergebnisoffen ist, was meinen Sie wohl, wieviele Frauen in Not noch den Weg dorthin suchen? Welche junge Frau in Not würe z.B. hier Hilfe suchen: www.skfbayern.caritas.de/15183.html
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#59   Antonio Michele Ghislieri   23:33:56 | Sonntag, 25. September 2011
@Rechercheur
Es entbehrt einer gewissen Ironie nicht, wenn gerade Sie den „erheblichen Rückschritt in der Diskussion“ beklagen.
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#58   Rechercheur   23:32:24 | Sonntag, 25. September 2011
Tomás #56. Sie werden mir verzeihen, dass ich auf diesen erheblichen Rückschritt in der Diskussion zu so später Stunde nicht mehr eingehen möchte. Ich wünsche Ihnen dennoch eine Gute Nacht!
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#57   Antonio Michele Ghislieri   23:30:07 | Sonntag, 25. September 2011
@Rechercheur
Ihre Ironie bezüglich des „Schwangerschaftsabbruchs“ können Sie gerne für Sich behalten. Es ist sicher auch eine ganze Heerschar von Frauen allein dadurch vom Mord an ihren Kindern abgebracht werden, weil sie sahen, das ist so schlimm, da machen sogar die geistlichen Allesversteher nicht mehr mit. Außerdem wird weiter beraten, es wird nur die Mordlizenz nicht mehr ausgestellt.
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#56   Tomás   23:25:54 | Sonntag, 25. September 2011
Rechercheur
#39
Mord ist die vorsätzliche und überlegte Tötung eines Unschuldigen. Daher ist Abtreibung Mord.
Deswegen müßten Abtreibungsärzte wie Mörder, d.h. mit dem Tod oder einer lebenslänglichen Haftstrafe, bestraft werden.
Zu der Problematik der Strafrechtsreform des Jahres 1941, Schwangerschaftabruch und Kindestötung (einen Tatbestand, den es nicht mehr gibt) hat schon Antonio Michele Ghislieri Stellung genommen.
#53
Frauen in einer Notlage werden in den „kirchlichen“ Beratungstellen nicht weggeschickt, sondern unterstützt. Es wird aber nicht der Tötungsschein ausgestellt, weil dies wäre Beihilfe zum Mord, womit der Mutter, erst recht nicht dem Kind, nicht geholfen wäre.
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#55   Rechercheur   23:21:29 | Sonntag, 25. September 2011
Antonio #54.
Den kategorische Imperativ habe ich nicht als Konkurrenz positioniert. Aber wenn Sie eine solche Positionierung wünschen, würde ich ihn keinesfalls gegen das Gotteswort positionieren. Jedenfalls nicht gegen das NT, das sich bei naheliegender Fortschreibung auf heutige Verhältnisse als in bemerkenswerter Weise kompatibel zu diesem erweist. Wenn Positionierung, dann gegen die verhärtete und verhärmte, verabsolutierte Lehrmeinung der Kirche und gewisser Sektierer.
.
Die Argumentation zum Ausstieg aus der Schwangerenberatung ist mir durchaus bekannt, verliert damit aber nicht die seltsame Ironie. Gerade durch den Ausstieg konnte der einen oder andern Frau eben keine Alternative aufgezeigt werden und der Abbruch nicht verhindert werden. Damit macht sich die Kirche konkret(!) mit schuld. Im Gegenzug wurde keine einzige Frau durch den Ausstieg von ihrem Schritt abgebracht: Die sind einfach woanders hin gegangen.
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#54   Antonio Michele Ghislieri   23:08:16 | Sonntag, 25. September 2011
@Rechercheur
Der kategorische Imperativ ist als Konkurrenz zum Gotteswort nicht wirklich geeinget.
.
Sie wissen doch genau, dass es bei dem Ausstieg aus dem staatlichen System der Schwangerenberatung darum ging, sich nicht mitschuldig am Massenmord zu machen. Es ist ein unglaublicher Skandal, dass zahlreiche Katholiken zweifelhafter Rechtgläubigkeit oder unzweifelhafter Irrgläubigkeit sich nach wie vor an dem Massenmord (Mord nach der katholischen Morallehre!) sozusagen im Rampendienst beteiligen.
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#53   Rechercheur   22:58:47 | Sonntag, 25. September 2011
Obermaier #48: Ich interpretiere Ihr „vernünftig“ als „in Übereinstimmung mit dem kategorischen Imperativ“, was Antonio #52 ins Leere laufen lässt.
.
Antonio #52: „Die „Lebenswirklichkeit“ gründet sich in weiten Bereichen eben nicht auf die Sittlichkeit,…“
Ich mag nicht auf Ihren Ton einsteigen. Also versuchen wir doch nochmal einen sachlichen Zugang: Gerade in Fragen der Abtreibung hätte ich mir von kirchlicher Seite Lösungshilfen für betroffene Frauen gewünscht. Einige Laien (z.B. Tiqua e.V.) tun da tasächlich etwas, aber was macht die Amtskirche: sie steigt aus der Schwangerenberatung aus! DAS nenne ich Lösungskompetenz. Frauen, die sich ganz offensichtlich in großer innerer Not befinden werden ausgegrenzt und weggeschickt, anstatt dass ihnen ein Hilfsangebot gemacht wird. Durch solche Weise nimmt sich die Kirche (nicht der Glaube!) allmählich selbst aus dem Rennen. Und ironischerweise produziert sie dadurch Schwangerschaftsabbrüche! Wie das endet, wenn man der Lehrmeinung auch noch Raum in der Gesetzgebung gibt, sieht man in Polen. Und kommen Sie mir jetzt nicht mit „rechtfertigt absolut unanständige Handlungen als moralisch gerechtfertigt“: Seien Sie versichert, dass jede Frau, die vor einem Abbruch steht, in großer Gewissensnot steckt und sich keineswegs auf mralisch sicherm Boden fühlt.
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#52   Antonio Michele Ghislieri   22:37:28 | Sonntag, 25. September 2011
@Obermaier
Das passt alles zusammen, der selbstgebastelte „Glaube“, der Kraftausdruck; alles Zeichen einer wenig gefestigten Persönlichkeit.
@Rechercheur
Bekanntlich bin ich erst so um 20 Uhr 30 dazu gestoßen, als Sie über Ihre a-n-gebrochenen Schwangerschaften schwafelten. Wenn ichs mir recht überlege hat es aber schon was mit dem Thema zu tun. Die „Lebenswirklichkeit“ gründet sich in weiten Bereichen eben nicht auf die Sittlichkeit, sondern rechtfertigt absolut unanständige Handlungen als moralisch gerechtfertigt. Klar, dass das mit der – ja trotz Modernismus – noch in weiten Bereichen intakten Sittenlehre der katholischen Kirche zusammenprallen muss. Mörder mögen es nicht Mörder genannt zu werden.
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#51   Rechercheur   22:28:41 | Sonntag, 25. September 2011
Antonio #43: Zur Kritik der ursprünglichen Fassung im RStGB konsultieren Sie bitte die Fachliteratur. Und mir ist auch durchaus bewusst, dass nicht alles, was die Nazidiktatur uns hinterlassen hat, das Gelbe vom Ei ist. Dennoch würde ich jetzt nicht für den Abriss der A5 plädieren und auch die „neue“ Version des §211 hat sich (ohne den ideologischen Ballast) durchaus bewährt. Wissen Sie, ich lebe im hier und jetzt. Und so wie ich Tötung nicht mehr mit „dt“ schreibe, beziehe ich mich auch nicht auf eine überholte Wortdefinition des vergangenen Jahrhunderts.
.
Und jetzt wiederhole ich schon zum dritten Mal meine Frage: Was hat das alles mit den Argumenten zu tun, die belegen, dass die Lehrmeinung der kath. Kirche mit der Lebenswirklichkeit der weitaus meisten Menschen hier und heute nichts mehr zu tun hat? Was ja von Sycamore in #25 betritten wurde…
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#50   Obermaier †   22:27:03 | Sonntag, 25. September 2011
Antonio, ich tu jetzt mal was, was ich sehr selten tue, ich benutze einen Kraftausdruck. Sie dürfen sich geehrt fühlen:
.
F****n Sie sich ins Knie.
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#49   Antonio Michele Ghislieri   22:23:27 | Sonntag, 25. September 2011
@Obermaier
#48
Die Leute die Sie hier ansprechen („Deshalb ignorieren ja auch die meisten Menschen (auch die Katholiken) die Lehrmeinung der RKK“) sind vom Glauben abgefallen, so einfach ist das.
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#48   Obermaier †   22:21:17 | Sonntag, 25. September 2011
Rechercheur: Ja, das ist eine interessante Frage. Ich würde sagen, der Einfluss _mancher_ Lehrmeinungen ist sehr gering. Kommt eben immer drauf an, ob die Menschen die spezielle Lehrmeinung auch verstandesmäßig nachvollziehen können. Deshalb ignorieren ja auch die meisten Menschen (auch die Katholiken) die Lehrmeinung der RKK – und erst recht die der mannigfaltigen Sektierer – zur Homosexualität beispielsweise oder zur Empfängnisverhütung. Weil diese Lehrmeinungen unsinn sind – zur HS weil veraltet und zur EV weil nicht nachvollziehbar und unpraktikabel.
.
Andere Lehrmeinungen werden dann wieder von vielen Katholiken akzeptiert (sogar von Nicht-Katholiken), weil diese einfach vernünftig sind.
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Als weitere Kategorie erscheinen noch die „mystischen“ Lehrmeinungen, also beispielsweise die immerwährende Jungfräulichkeit Mariens oder dgl, die das tagtägliche Leben aber ohnehin nicht berühren.
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Letztlich kann man wahrscheinlich _eher_ sagen „Nein, die LM berühren das Leben nicht.“, denn die LM, die akzeptiert werden entsprechen in der Regel dem ohnehin als Gut / vernünftig empfundenen Handeln, unabhängig der jeweiligen Religion der Menschen, also beispielsweise „Lügen ist scheisse.“ ums mal derb auszudrücken.
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#47   catholic   22:16:32 | Sonntag, 25. September 2011
und deinem geiste
gut nacht !
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#46   kristall   22:06:48 | Sonntag, 25. September 2011
du hat recht katalog !!!! im gegensatz zu dir. @ hahaha
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#45   catholic   22:05:10 | Sonntag, 25. September 2011
Die Sprache des Papstes unterscheidet sich durch Ruhe, Ausgeglichenheit und Glauben himmelhoch von den Hasstriaden der bigotter Hysteriker/innen hier.
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#44   Rechercheur   22:01:43 | Sonntag, 25. September 2011
Evelynn #42: Ja, daran muss man immer wieder erinnern. Besonders hier.
Leider hat es allerdings Antonio #31 geschafft, vom eigentlichen Thema abzulenken. Das ist schade, denn ich hätte mir eine konstruktive Diskussion darüber gewünscht, in wieweit die Lehrmeinung der kath. Kirche (oder irgendwelcher Sektierer) überhaupt noch einen direkten Einfluss auf die Lebenswirklichkeit der Menschen hat.
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#43   Antonio Michele Ghislieri   22:00:27 | Sonntag, 25. September 2011
@Rechercheur
Nun die Mordmerkmalelehre wurde bekanntlich 1941 von den Nazis eingeführt um die SS-Mörder strafffrei zu stellen. Hat ihnen bekanntlich nichts genutzt. Die katholische Sittenlehre definiert den Mord anders: Das fünfte Gebot verwirft den direkten und willentlichen Mord als schwere Sünde. Der Mörder und seine freiwilligen Helfer begehen eine himmelschreiende Sünde. „Direkt“ und „willentlich“, das läuft auf die deutsche strafgesetzliche Regelung vor 1941 hinaus, die den Mord im Einklang mit der Sittenlehre so definierte („§ 211. Wer vorsätzlich einen Menschen tödtet, wird, wenn er die Tödtung mit Überlegung ausgeführt hat, wegen Mordes mit dem Tode bestraft.“) Die Strafrabatte bei Abtreibung oder Tötung eines unehelichen Kindes gleich nach der Geburt waren nicht wirklich sachgerecht, sondern sind als staatliche pauschale Anerkennung unterstellter schwieriger Umstände zu sehen.
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#42   Evelynn van der Meer   21:51:46 | Sonntag, 25. September 2011
Rechercheur: Ja, das ist eine zentrale und wundervolle Stelle in der Schrift.
Das ganze Leben Jesu zielte auf Vergebung und Barmherzigkeit ab.
Der Heilige Vater hob Liebe und Barmherzigkeit als die wesentlichsten Elemente von Gott hervor.
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Es ist nur sehr schwer möglich, verstockte Herzen, die Andersdenkende als gottlos und hassenswert betrachten, für die Liebe zu gewinnen.
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Wer sich dem Vater des Hasses hingegeben hat, ist wie ein Alkoholiker süchtig.
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Es ist gut, dass Sie beständig darauf hinwirken, dass sich die Liebe und Barmherzigkeit Gottes bei immer mehr Menschen Bahn bricht.
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#41   Rechercheur   21:45:40 | Sonntag, 25. September 2011
Evelynn #40: Meinten Sie 1.Petrus 3,8ff ?
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„Endlich aber seid allesamt gleich gesinnt, mitleidig, brüderlich, barmherzig, demütig. Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern segnet vielmehr, weil ihr dazu berufen seid, dass ihr den Segen ererbt. Denn wer das Leben lieben und gute Tage sehen will, der hüte seine Zunge, dass sie nichts Böses rede,…“
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Eine wunderschöne Stelle der Schrift, finden Sie nicht?
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#40   Evelynn van der Meer   21:41:34 | Sonntag, 25. September 2011
Und der Text sagt, dass der Hass von Supragerechten gegen Nächste Hass gegen Gott ist.
Und Hasser lehnen den Erlöser und die Erlösung ab.
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#39   Rechercheur   21:39:34 | Sonntag, 25. September 2011
Welche Mordmerkmale sind denn bei einem Schwangerschaftsabbruch nach §218a StGB erfüllt?
.
„Mörder ist, wer aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen, heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken, einen Menschen tötet.“
–-§211(2)
.
Mordlust, Sexualdelikt, Habgier, Heimtücke, Gemeingefährlichkeit, Decken einer Straftat scheiden bei einem Schwangerschaftsabbruch gradewegs aus. Bleibt „sonst aus niedrigen Beweggründen“ oder „grausam“. $218a(1)2,3 stellen sicher, dass Grausamkeit (z.B. der Kleiderbügel in einem polnischen Hinterzimmer) nicht gegeben ist. Niedrige Beweggründe ebenfalls kommen nicht in Frage, weil die §218(2) und (3) nur ganz bestimmte, ethisch sehr sorgfältig abgewogene, Konstellationen zulassen.
.
Sollte der verschwurbelte Text, den Sie da zitert haben, tatsächlich die von ihnen genannte Aussage machen, ist er nicht nur begrifflich ungenau, sondern schlicht falsch, wenn man ihn auf Abbrüche nach §218a bezieht. Schaut man dagegen polnische Zustände an, habe ich Ihnen die goldene Brücke ja schon gebaut.
.
Dennoch trägt diese, gewiss lehrreiche, Diskussion nichts zum eigentlichen Thema bei! Daher noch einmal: In wiefern widerspricht das Gesagte meinem Argument für die Marginalität der kirchlichen Lehrmeinung bei der Entscheidungsfindung in der Lebenswirklichkeit hier und heute?
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#38   Antonio Michele Ghislieri   21:25:52 | Sonntag, 25. September 2011
@Rechercheur
Der Text besagt, wenn Sie es vielleicht nicht kapiert haben, dass eine Abtreibung Mord ist.
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#37   Rechercheur   21:22:17 | Sonntag, 25. September 2011
Antonio #36.
Ja.
Und?
.
In welcher Weise widerlegt dieser (begrifflich nicht sehr sauber ausgearbeitete) Text mein Argument dafür, dass die Lehrmeinungen der kath. Kirche die Lebenswirklichkeit er Menschen noch nicht einmal im besonders katholischen Polen (95% Bevölkerungsanteil, Heimatland von JP II.) großartig beeinflusst?
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#36   Antonio Michele Ghislieri   21:12:46 | Sonntag, 25. September 2011
@Rechercheur
Das fünfte Gebot verwirft den direkten und willentlichen Mord als schwere Sünde. Der Mörder und seine freiwilligen Helfer begehen eine himmelschreiende Sünde.
Kindesmord, Brudermord, Elternmord und Gattenmord sind wegen der natürlichen Bande, die sie zerreißen, besonders schwere Verbrechen. Rücksichten auf die Gesundheit des Erbgutes und die öffentliche Gesundheit können keinen Mord rechtfertigen, selbst wenn er von der öffentlichen Gewalt angeordnet wäre.
Das fünfte Gebot untersagt auch, etwas mit der Absicht zu tun, den Tod eines Menschen indirekt herbeizuführen. Das sittliche Gesetz verbietet, jemanden ohne schwerwiegenden Grund einer tödlichen Gefahr auszusetzen ebenso wie die Weigerung, einem Menschen in Lebensgefahr zu Hilfe zu kommen.
Dass die menschliche Gesellschaft mörderische Hungersnöte hinnimmt, ohne sich um Hilfe zu bemühen, ist ein empörendes Unrecht und eine schwere Verfehlung. Händler, die durch wucherische und profitgierige Geschäfte ihre Mitmenschen hungern und sterben lassen, begehen indirekt einen Mord
Das menschliche Leben ist vom Augenblick der Empfängnis an absolut zu achten und zu schützen. Schon im ersten Augenblick seines Daseins sind dem menschlichen Wesen die Rechte der Person zuzuerkennen, darunter das unverletzliche Recht jedes unschuldigen Wesens auf das Leben.
Katechismus der katholischen Kirche
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#35   Rechercheur   21:06:25 | Sonntag, 25. September 2011
D: §211(2) StGB
CH: Art. 112 StGB
Wer in Deutschland oder der Schweiz „Mord“ sagt, meint das was dort steht. Andere Verwendungen bedürfen der Erklärung. Oder man will verschleiern und polemisieren.
A: §75 StGB
Die Sprachregelung in Österreich ist etwas anders, dort wird der Begriff in §75 StGB für jede Tötung verwendet. Speziell Kindstötungen (z.B. §79) werden dort aber bewusst nicht als „Mord“ bezeichnet und auch mit einem geringeren Strafrahmen bewertet. Daher eignet sich auch in Österreich der Begriff „Mord“ nicht zur Beschreibung von Kindstötungen.
.
Interessante Frage übrigens. Das Argument gegen die Polemik diverser Lebensschützer werde ich gerne in den Kanon aufnehmen…
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#34   Antonio Michele Ghislieri   20:45:07 | Sonntag, 25. September 2011
@Rechercheur
…Der Begriff „Mord“ ist anders definert, als Sie ihn benützen, scheidet also für eine ernsthafte Diskussion aus…
.
Von wem definiert?
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#33   Rechercheur   20:37:01 | Sonntag, 25. September 2011
Antonio #31: Der Begriff „Mord“ ist anders definert, als Sie ihn benützen, scheidet also für eine ernsthafte Diskussion aus. Wir können uns aber gern auf die Formulierung einigen, dass im Falle einer Abtreibung werdendes Leben im Mutterleib getötet wird. Das das sogar in einem „gut katholischen“ Land wie Polen bei jeder 5. Schwangerschaft der Fall sein soll, erschreckt mich zutiefst! Fast alle diese Tötungen sind nach den lokalen Gesetzen illegal. Ohne dass mir jetzt die Phantasie durchgeht, vermute ich, dass diese Tötungenzum größten Teil von unkundigem Personal oder unter Gewinnmaximierung für den Operateur, unter grausamen hygienischen Bedingungen und mit großer Gefahr für Leben und Gesundheit der betroffenen Frau durchgeführt. Ein toller Erfolg für die stark von der Lehrmeinung der Kirche beeinflusste Gesetzgebung in Polen! Und ein deutlicher Beleg für meine These, dass die Theorien der Kirche –-sogar wenn ein Staat versucht, sie durchzusetzen-- für die Lebenswirklichkeit der Menschen hier und heute nur noch eine marginale Bedeutung haben. Und damit meine ich natürlich die Entscheidunsgrelevanz, nicht die oben auseinandergesetzten Folgen.
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#32   Thomasius   20:31:31 | Sonntag, 25. September 2011
#25 Sycamore
In Fragen des Internet, würde ich mich auch als Auländer nicht auf den Duden beziehen wollen. Bei den Franzosen frage man früher schon: Parlez-vous franglais? Für das heutige Deutsch gilt ähnliches: Da gilt:
Umgangssprachlich wird das Wort „Homepage“ häufig für die gesamte Internetpräsenz verwendet.
Wenn jemand daher eine „private“ Hompage bastelt so stellt er sich und seine phantastischen Leistungen dar. Kissler hat daher nicht nur den bei kreuz.net verhunzten Artikel sondern – wie er stolz berichtet – auch Angriffe auf den Papst publiziert.
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#31   Antonio Michele Ghislieri   20:16:14 | Sonntag, 25. September 2011
@Rechercheur
…Das sind um die 20% der Schwangerschaften, die angebrochen werden!…
.
Die verschleiernde Redeweise ist dass Schwangerschaften abgebrochen werden (nicht a-n-gebrochen), tatsächlich sollte man allerdings sagen, dass Kinder im Mutterleib ermordet werden, das trifft die Sache besser.
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#30   Rechercheur   20:11:27 | Sonntag, 25. September 2011
#25 Sycamore:
1) 1,2 Mrd. Christen. Mag sein. Aber Der Papst ist hier in Deutschland. Die Frage muss also sein: Welche Rolle spielen die Lehraussagen der katholischen Kirche hier vor unserer Haustür?
– Kondomautomaten hängen nicht in jeder Kneipe auf der Herrentoilette, weil eine geheime Weltverschwörung uns zur Unzucht bewegen will, sondern weil eine Nachfrage besteht. Durch das Aufhängen wird Gewinn erzielt. Basisdemokratie sozusagen.
– Im so katholischen Polen schätzen seriöse Quellen die Anzahl der illegalen Abtreibungen auf ca. 70.000 im Jahr. Das sind um die 20% der Schwangerschaften, die angebrochen werden! Erschreckend.
– Die Gottesdienste in den Kirchen meiner direkten Erfahrung: Überfüllug sieht anders aus, zu bewundern z.B. Samstag abend im örtlichen Kinopalast. Das das natürlich anders wirkt, wenn Großspektakel inszeniert werden, ist klar. Aktuell z.B. sind „Zigtausende“ von weither angereist, viele aus dem Ausland.
2) Warum der Papstbesuch so überzogene Reaktionen bei einigen hervorgerufen hat? Nun, viele Aussagen speziell der kath. Kirche laufen sehr extrem der gesellschaftlichen Wirklichkeit und mühevoll erkämpften Freiheitsrechten entgegen. Da freuen sich viele nicht darüber, dass dem Vorredner solch überwundener Tendenzen ein solcher medialer Raum gegeben wird. Oder sie wollen ganz einfach an diesem medialen Raum teilhaben für ihre Sache. Oder zur eigenen Profilierung. Wer kann das sagen… Seien wir froh, dass nicht Emotionen wie in Spanien hochgekocht sind.
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#29   Goldengel   19:07:40 | Sonntag, 25. September 2011
Papst Benedikt XVI.: * Die Kirche muss sich „ent-weltlichen“ !
Somit ist Papst Benedikt gegen den Weltgeist und gesteht ein, dass die Kirche in Deutschland seit Jahrzehnten einen Rückgang der religiösen Praxis und Werte erlebe. Er meint sogar dass die RKK auf Distanz zur Gesellschaft gehen müsse.
*
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Die Erneuerung liegt in der Verkündigung des Glaubens und nicht im Ungehorsam einiger weltangepasster Priester, welche sich eine irdische Lustkirche vorstellen nach lutherischen Vorbild, wo der Mensch sich sein Ideal ist und Gott dabei ausklammert, wo ihm sein Wunsch Befehl ist und die Gebote Gottes nicht so wichtig sind, weil der Mensch sich selbst ja so absolut findet.
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Papst Benedikt wünscht sich „ein hörendes Herz“ für die Menschen.
Ein Herz also, dass gegen den Egoismus (Abtreibung, Ehebruch, Geldgier, Macht über andere ect.) der Welt schlägt und mit den christlichen Werten eines reinen Geistes und der Menschenwürde noch zu vereinbaren ist.
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Somit ist vor allem der Zölibat für den Priester ein wichtiger Schritt der RKK, um den Weltgeist von sich zu weisen und Gott ganz anzunehmen.
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Der Ungehorsam der Priester hat nichts mit dem Kern des Christentums zu tun, sondern stellt nur die Wünsche einiger in den Vordergrund, welche sich selbst wohl sehr wichtig sind.
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Die RKK soll also laut unseres Papstes eben einerseits der Welt zugewandt, sich doch andererseits von der Welt nicht einnehmen lassen.
Denn wer sich ganz von der Welt einnehmen lässt, kann nicht in Gott sein.
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#28   Tomás   18:49:25 | Sonntag, 25. September 2011
Der Leser „Schorsche“ hat mir am heutigen Tag um 12.33 Uhr mitgeteilt, ich würde seiner Meinung nach immer den selben Unsinn schreiben.
Ich bitte den Leser „Schorsche“, in diesem Forum diese Behauptung zu begründen.
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#27   Mighty Counsellor †   17:24:37 | Sonntag, 25. September 2011
<„Der sonst recht blasse EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider erklärte barsch: »Gott hält sich nicht an Ämter und historische Kontinuität«.“>
.
Was Schneider alles weiss! Er sollte sich eher zur menschlichen Richtigkeit von Ämtern äussern …
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#26   Brandenburgis   15:28:33 | Sonntag, 25. September 2011
Dummasius dümmelt sowieso nur herum!
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#25   Sycamore   15:26:55 | Sonntag, 25. September 2011
@ Thomasius (# 13, 18, 21)
Soll ich, als Ausländer, Ihnen die deutsche Sprache beibringen?
DUDEN unter Selbstdarstellung:
„Darstellung der eigenen Person, Gruppe o.Ä. um Eindruck zu machen, seine Fähigkeiten zu zeigen.“
Daselbst unter WERBEN:
„Jemanden für etwas (bes. eine Ware, Dienstleistung) zu interessieren suchen, indem man die Vorzüge der betreffenden Sache lobend hervorhebt.“
Indem Sie die zwei Begriffe offensichtlich miteinander verwechseln, zeigen Sie nicht nur Brandenburgis sondern der geneigten Leserschaft insgesamt den Grad Ihrer Verblödung.
@Rechercheur (# 5)
Leider argumentieren Sie kontrafaktisch. Und pflegen damit Ihre Selbsttäuschung.
Wenn die katholische Religion niemanden interessiert, wie erklären Sie sich,
daß sie durch ihr bloßes Dasein breite gesellschaftlichen und politische Kreise in Rage versetzt , wie die Süddeutsche neulich herausgestellt, und die Reaktion solcher Kreise anlässlich des Papstbesuches aller Welt gezeigt hat?
Und wie erklären Sie sich, daß 1,2 milliarden Menschen ihr auf den Leim gegangen sind, unter ihnen nicht die dümmsten dieser Welt?
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#24   kristall   14:57:51 | Sonntag, 25. September 2011
thumasius ! es gibt keinen umkehrschluß !!!
sache ist !!! die katholiken müßen die kirchen wieder nützen !!!
am besten im sinne !!! der piusbrüder !!!
*
thumasius !
eh klar @ hahaha
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#23   Fundi   14:56:34 | Sonntag, 25. September 2011
Zu 8, 9,12: Die von mir genannten evangelischen Gemeinden bauen oder kaufen Kirchengebäude ja nur, weil die bisher genutzten oft voll bis übervoll sind: Die SELK München, Lustheimstr.20, So 9 Uhr 30, erweitert ihre Kirche, weil die die Besucher oft nicht mehr richtig fasst. Im übrigen sollte Herr Dr. Kissler von ihm als anti-RKK-empfundene Aussagen einzelner EKD-Geistlicher mit von anderen als anti-EKD empfundenen einzelner RKK-Geistlicher vergleichen- Balken im eigenen Auge!
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#22   Brandenburgis   14:47:36 | Sonntag, 25. September 2011
Ich bitte die Sonntagsnormen einzuhalten!
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#21   Thomasius   14:32:19 | Sonntag, 25. September 2011
#19 Brandenburgis
Sycamore hielt die Leser – also Sie besonders – zu blöd um das zu wissen. Deshalb hielt er sich für bemüßigt den dummen Foristen eine Erklärung nachzuschieben.
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#20   VanDaalen   14:28:48 | Sonntag, 25. September 2011
Da, da isser, der hässliche Deutsche! Er pöbelt herum und nennt sich Brandenburgis, ist aber ein Wahrheit nur eine braune Wurst!
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#19   Brandenburgis   14:26:12 | Sonntag, 25. September 2011
Dann kann’s Thomasius nicht wissen, denn er ist verblödet! Und ein niederträchtiger Lügner.
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#18   Thomasius   14:20:51 | Sonntag, 25. September 2011
#17 Sycamore
Homepages dienen nun mal der Selbstdarstellung – des Marketing. Das weiß jeder nicht Verblödete.
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#17   Sycamore   14:16:04 | Sonntag, 25. September 2011
@ Der Blödsinn des Rentners Thomasius (# 13)
Im Gegensatz zu Ihnen als Rentenbezieher lebt Dr. Kissler von seinem Werk, d.h. von seinen Büchern, von seinen Artikeln, von seinen Vorträgen.
Nur ein von Neid geplagter & vollkommener Idiot würde dies als Selbsdarstellung begreifen.
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#16   VanDaalen   14:11:45 | Sonntag, 25. September 2011
Also ich habe ein ganz anderes Bild vom „hässlichen Deutschen“, und so mancher Schreiber hier wird von mir genau hier eingeordnet. oe anderen sind voll in Ordnung.
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#15   Thomasius   14:01:57 | Sonntag, 25. September 2011
#8 kristall
Umgekehrt muss es lauten: Führt die nicht mehr gebrauchten Kirchen einer sinnvollen christlichen Nutzung zu. Auch das fördert das Bruttosozialprodukt.
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#14   Mönchlein   13:54:22 | Sonntag, 25. September 2011
Also ich finde der Besuch hat der katk.Kirche sehr gut getan…Die Predigt in Freiburg war sehr gut gelungen.
Ok…die Ev.Kirche hat da mehr erwartet…aber schließlich sind Sie ja von der kath.Kirche weg gegangen…so wie eben auch die Pius-Verein.
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#13   Thomasius   13:49:22 | Sonntag, 25. September 2011
Zur Selbstdarstellung des Herrn Kissler:
Am 4. April 2011 erschien mein biographischer Essay Seliger Johannes Paul II.: Der Jahrhundertpapst. Zur Bestellung bitte klicken!
Besonders empfehlen kann ich am 21. September meine „Liste der Zehn Irrtümer über Benedikt XVI.“ bei focus.de. Sie blieb nicht ohne Widerspruch, auch die Blasphemiker formierten sich gewohnt charmant.
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#12   kristall   13:43:31 | Sonntag, 25. September 2011
schneider ! fundi und seine gemeinschaft schon.
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#11   Egon   13:43:10 | Sonntag, 25. September 2011
Es ist erstaunlich, wie evangelische Erkenntnispessimisten mit ihrer – ziemlich durchsichtigen – Lehre, man könne nicht so recht wissen, was Gottes Wille ist, zugleich keck behaupten: „Gott hält sich nicht an Ämter und historische Kontinuität.“ Dieser Schneider ist die Pest.
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#10   sullivan   13:39:36 | Sonntag, 25. September 2011
Bisweilen sind Verschreiber die tiefste Wahrheit…:
Der Journalistin
besser kann man die Vieldeutigkeit des Gate-Lesers kaum in Worte fassen
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#9   ErnstSchneider   13:39:26 | Sonntag, 25. September 2011
@kristall
Was nützt das denn wenn keiner in die neugebauten Kirchen geht.
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#8   kristall   13:36:30 | Sonntag, 25. September 2011
schön schön ! baut kirchen.
fundi ! steigert das bruttosozialprodukt ! @
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#7   Fundi   13:33:07 | Sonntag, 25. September 2011
„Die im städtischen Raum völlig marginalisierten Protestanten ?“ Gemeinden der SELK (Selbständige Evangelische-Lutherische Kirche) in BERLIN platzten schon vor Jahren so aus allen Nähten, daß sie erklärten, aufgegebene katholische Kirchen kaufen wollten… Und wann war der Kritiker zuletzt in der Gemeinde von Pastor Alexander Gerth? Und in München (größere Stadt in Bayern, Herr Dr. Kissler) stieg die Zahl konservativer Brüdergemeinden (meist in der KfG) seit 1971 von 1 auf heute 14… Und wie wäre ein Besuch (So. 10 Uhr) in der Freien Evangelischen Gemeinde München-Mitte (Mozartstraße, Nähe Goetheplatz) aus der seit 1968 so viele Zweiggemeinden in Oberbyaern hervorgingen. Dort trifft sich auch (16 Uhr) die englischsprachige Munich International Community Church (voller Deutscher) , die in 25 Jahren aus 3 Familien 4 Gemeinden machte…SELK-München gibt es auch!
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#6   kristall   12:52:40 | Sonntag, 25. September 2011
tja,wen interessiert das wohl !? vielleicht die hundertausende die den papst besuchen in deutschland !!!
*
gell rechercheur @ hahaha
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#5   Rechercheur   12:10:17 | Sonntag, 25. September 2011
„Kissler stellt fest, daß sich die Meute der Papstfeinde ‘durch den Besuch des klugen alten Mannes aus Rom in ihrer Deutungsmacht bedroht’ sieht.“
So?
Schauen Sie sich doch einmal in Ihrem Alltag um: Wen interessiert in der konkreten Lebensführung noch die Meinung der katholischen Kirche? In Fragen der Konfession? In Fragen der Empfängnisverhütung? Eigentlich in Allem. Marginalisiert ist sie. Und dieses Häuflein Versprengter bedroht nun die „Deutungsmacht“?
Die Deutungsmacht von wem eigentlich?
Papstfeinde?
Das würde ja voraussetzen, dass der „kleine Mann mit dem lustigen Hut“ (Spiegel) von irgendeiner relevanten Gruppe erst einmal ernst genommen wird.
Nein, da ist höchstens noch der Wunsch der Vater des Gedankens, einmal die „Deutungsmacht“ gehabt zu haben.
Die wahre Deutungsmacht im Land liegt doch längst bei Assi TV, dem gescheiterten Bundesbänker Thilo S. und Leo Kirch+ Nachf.
Es ist soooo traurig.
Ich will es gar nicht mehr wissen.
Ich schwing mich jetzt aufs Radl.
Und wenn ich am Wegesrand an einem kleinen Holzkreuz vorbeikomme, werde ich ein wenig Einkehr halten, ganz formlos, und ich hoffe, dass der Herr mich ermutigt, das Geplapper der „Meinungsführer“ weiter zu ertragen, ohne die geistige Gesundheit zu verlieren.
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#4   Tomás   12:08:04 | Sonntag, 25. September 2011
Alle, die von links den Ratzinger und die Konzilssekte kritisieren, sind Antikatholiken, aber, objektiv gesehen, weder Papst- noch Kirchenhasser, weil der Ratzinger kein Papst und die Konzilsseke nicht die Kirche ist.
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#3   Gladius&Cogitare   11:41:43 | Sonntag, 25. September 2011
Die giordano bruno stiftung kommt mir vor wie ein trotziges kind, das sich in der folge des papst besuches aufspielen wollte.
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#2   Blackbird   11:36:59 | Sonntag, 25. September 2011
Der grünen Genossin ist zu widersprechen, niemand braucht eine solche Debatte. Wer, wie kürzlich der Vertreter des Papstes in der UNO, für sich ein Recht auf Diskriminierung anderer fordert, hat sich als Gesprächspartner disqualifiziert.
Steuerprivilegien, Sonderrechte und Subventionen streichen und sich selbst überlassen.
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#1   Goldbeng †   11:29:36 | Sonntag, 25. September 2011
Aggressionsanbeter müssen alle anderen als Papsthasser und Kirchenfeinde bezeichnen, um von sich abzulenken.
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Warum wurde keine liturgische Möglichkeit geschaffen, dem angeblichen Kardinal Bertone für seine missbräuchliche Herabsetzung als Geschwätz 100 Hiebe auf den nackten Hintern zu gebem, die angeblich weh tun. Das wäre doch ein Zeichen für und gegen den HOAX.
.
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