(kreuz.net) Schäumende Laizisten, tobende Linke und polternde Protestanten fühlen sich durch den Besuch
von Benedikt XVI. „in ihrer Deutungsmacht bedroht.“
Das schrieb der deutsche Journalist Alexander Kissler
am 19. September in der katholischen Zeitung ‘Tagespost’.
Der polternde Protestant
Kissler verweist
auf Bertold Höcker (53) – den protestantischen Superintendenten des Berliner „Kirchenkreises Mitte“.
Im Kundenmagazin „Gate“ der Berliner Flughäfen behauptet er, daß die im Städtischen Raum völlig marginalisierten
Protestanten das Evangelium „in die Gegenwart urban lebender Menschen“ übersetzen würden.
Der Protestantismus
sei „anschlußfähig wie sonst kaum etwas“ und außerdem „eine Religion für die Wissenden“ – macht sich
Höcker wichtig.
Die Katholiken könnten von dem Protestantismus angeblich lernen, „daß Glaube ohne
Wissen tot ist“.
Kissler ist über Höckers „kenntnisarmen Frontalangriff“ auf jene sonst als geschwisterlich
bezeichnete Nachbarkonfession erstaunt.
Die Katholiken würden „nach bester deutscher Kulturkämpfermanier
für tumb und töricht erklärt“.
Der Vatikan werde als Trutzburg des Obskurantismus und der Verknechtung
hingestellt, „wie ihn einst die Jakobiner oder die Nationalsozialisten oder die Kommunisten verzeichneten“.
Der häßliche Deutsche
Für Kissler stellt sich in diesen Tagen die Frage „nach dem Stil, nach dem
Takt, nach der Haltung“.
Seine Anfrage: „Wäre es da nicht unbeschadet aller weltanschaulichen Differenz
ein Gebot der Schicklichkeit, der Courtoisie, ja der Zivilität, ein guter Gastgeber zu sein?“
Und: „Ist
das Gastrecht nicht allen Religionen und Kulturen heilig?“
In Deutschland tue man sich mit der Gastfreundschaft
schwer und gebe so einem Klischee Nahrung:
„Besserwisser, heißt es oft, seien die Deutschen, sie jammerten
und klagten gerne und hätten keine Kinderstube.“
Der „anschwellende Bocksgesang aus laizistischer Kehle“
ist für Kissler keine gute Visitenkarte.
Ein Obskurantisten-Festvortrag für die Bundeskanzler
Der
Publizist erwähnt den finsteren Gottlosen-Verein „Giordano-Bruno-Stiftung“.
Dieser verstehe sich als
„Denkfabrik für Humanismus und Aufklärung“.
In Wahrheit betreibt er das Gegenteil – erklärt Kissler.
Er erinnert an einen unbeachtet gebliebenen brieflichen Wutanfall, den die Haßvereinigung an Bundeskanzlerin
Angela Merkel schickte, um die Kirche zu diffamieren.
„Ob die Kanzlerin den Brief gelesen hat?“ – fragt
Kissler:
„Falls ja, könnte sie ihn mit dem Hirnforscher Wolf Singer besprechen, der nicht nur den Festvortrag
zu Angela Merkels 50. Geburtstag hielt und dabei einmal mehr den freien Willen zur Illusion erklärte,
sondern der als Beiratsmitglied der ‘Giordano-Bruno-Stiftung’ den Inhalt des rüpelhaften, schütter informierten
Briefes gewiß vollständig teilt.“
Ansonsten recht blaß
Mangelnden Stil diagnostiziert Kissler auch
bei führenden Amtsprotestanten:
„Der sonst recht blasse EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider erklärte
barsch: »Gott hält sich nicht an Ämter und historische Kontinuität«.“
Oder: EKD-Präses und Grünen-Politikerin,
Genosse Katrin Göring-Eckardt, artikulierte „großes Verständnis“ für die Papsthaß-Abgeordneten, die
vor dem Papst im Bundestag flüchteten.
Kissler fügt hinzu: „Außerdem ermunterte sie – wen eigentlich? –
zu Debatten über die „katholische Geschlechter- und Sexualmoral“.“
Der Journalistin bringt die Genossin
auf den neuesten Stand:
„Gab es in den zurückliegenden Jahren auch nur einen Tag, an dem mit diesem
letztlich ephemeren Thema nicht eine Zeitungsspalte, ein Radiokommentar, eine Buchvorstellung gefüllt
worden ist?“
Signale aus der Schattenwelt
Kissler stellt fest, daß sich die Meute der Papstfeinde „durch
den Besuch des klugen alten Mannes aus Rom in ihrer Deutungsmacht bedroht“ sieht.
Für ihn sind das „Rückzugsgefechte
und Signale aus der Schattenwelt.“
Er prophezeit, daß die alte Gottlosigkeit nie zur Massenbewegung
wird und der „implodierende landeskirchliche Protestantismus“ nie wieder das Bündnis von Thron und Altar
neu beleben wird.
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71 Lesermeinungen
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Rechercheur #69 Zu behaupten, durch die Freigabe der Abtreibung, wird die Anzahl der Abtreibungen reduziert,
ist absurd. In allen Ländern, wo der Kindermord erlaubt wurde, hat sich dieses Verbrechen multipliziert.
Ansonsten müßten wir alle Delikte enrkriminalisieren. Kein Strafrecht, keine Straftaten. Die Abtreibung
ist nicht nur eine Sünde, sondern ein Verbrechen gegen das Leben und muß – wie jedes Verbrechen – bestraft
werden.
#69 Rechercheur 19:18:14 | Montag, 26. September 2011
Tomás #68. Aus der Kombination Ihrer Zahlen mit denen der Konrad Adenauer Stiftung erlaube ich mir die folgende Schlussfolgerung: wären die Polen in Ihrer Gesetzgebung nicht der Lehrmeinung der kath. Kirche gefolgt, sondern hätten sich an das Modell des westlichen Nachbarn angelehnt, könnten möglicherweise gut 20.000 werdende Leben pro Jahr vor der Tötung im Mutterleib gerettet werden. Es liegt mir fern, die Kirche direkt für diese Tötungen verantwortlich zu machen, aber die Überlegung zeigt, dass die Formel „Sünde –> Verbot“ eine Milchmädchenrechnung ist, die mitunter die eigenen Absichten konterkariert.
clarissa colonia #63 und 65 Laut Bayrisches Gesundheitsministerium entscheiden sich 68,7 % aller Frauen,
die in den Stellen von „Donum vitae“ beraten wurden, für die Abtreibung. Bei „Pro-Familia“ dürfte es
wohl änhlich sein. Der Grund ist, weil die Beraterin in diesen Stellen verplichtet sind „neutral“ aufzuklären
(„Schocktherapie“ ist strengstens verboten), d.h. beide Entschlußmöglichkeiten werden als gleichwertig
dargestellt, was eine Verharmlosung des Kindesmordes ist. Dies obwohl gemäß § 219 Abs. 1 StGB die Beratungstellen
gehalten sind, die Frau dazu zu bewegen, das Kind auszutragen.
„Laut Statistiken enden die meisten der Beratungen bei „Donum vitae“ mit der Abtreibung.“ . Woher wissen’s
denn das? – Lassen’s mal Ihre Quellen sehen!
Rechercheur #60 Frauen, die „offen“ sind, lassen sich gerne beraten und wenn ihnen klar gemacht wird,
was eigentliche eine Abtreibung ist, werden sie davon Abstand nehmen und die angebotene Hilfe annehmen.
Frauen, die wegbleiben, weil in diesen Stellen nicht der Tötungsschein ausgestellt wird, haben schon
eine vorgefertige Meinung und betrachten die Beratung nur als eine lästige Formalität. Diese Frauen
kann man nicht oder nur schwer umstimmen. Laut Statistiken enden die meisten der Beratungen bei „Donum
vitae“ mit der Abtreibung. Entscheiden ist die moralische Tatsache, daß der Zweck nicht die Mittel heiligt
und man sich nicht an einem Mord beteiligen darf, um einen anderen das Leben zu retten. Hinzu kommt nocht,
daß diese Beteiligung an der Abtreibung den Widerstand gegen den Massenmord an ungeborenen Kindern in
„konzilskatholischen“ Kreisen arg geschwächt hat. Dies ist der Grund, weshalb die Modernisten, z.B. der
Sozi Thierse, nicht aus diesem System austeigen wollten. Die Absicht, Abtreibungen zu verhindern, ist
nur geheuchelt.
@Rechercheur Immerhin nennen Sie Sich „Rechercheur“ und nicht „Trouveur“. Auf dass Sie das finden was
Sie suchen und was fast noch wichtiger ist, dass Sie das richtige suchen. Guts Nächtle!
#60 Rechercheur 23:43:25 | Sonntag, 25. September 2011
Antonio #59: Ich bitte um Etschuldigung. Die Beiträge haben sich überschnitten. Ich habe mit ausschließlich
auf Tomás bezogen. Zum Ihrem Beitrag #57 hätte ich gerne geschrieben (konnte aber nach dem Absenden
von #58 nicht mehr): Es ist nicht „meine“ Ironie, sondern die der Situation: Wenn die Beratung durch die
Kirche nicht mehr ergebnisoffen ist, was meinen Sie wohl, wieviele Frauen in Not noch den Weg dorthin
suchen? Welche junge Frau in Not würe z.B. hier Hilfe suchen: www.skfbayern.caritas.de/15183.html
#58 Rechercheur 23:32:24 | Sonntag, 25. September 2011
Tomás #56. Sie werden mir verzeihen, dass ich auf diesen erheblichen Rückschritt in der Diskussion zu so später Stunde nicht mehr eingehen möchte. Ich wünsche Ihnen dennoch eine Gute Nacht!
@Rechercheur Ihre Ironie bezüglich des „Schwangerschaftsabbruchs“ können Sie gerne für Sich behalten.
Es ist sicher auch eine ganze Heerschar von Frauen allein dadurch vom Mord an ihren Kindern abgebracht
werden, weil sie sahen, das ist so schlimm, da machen sogar die geistlichen Allesversteher nicht mehr
mit. Außerdem wird weiter beraten, es wird nur die Mordlizenz nicht mehr ausgestellt.
Rechercheur #39 Mord ist die vorsätzliche und überlegte Tötung eines Unschuldigen. Daher ist Abtreibung
Mord. Deswegen müßten Abtreibungsärzte wie Mörder, d.h. mit dem Tod oder einer lebenslänglichen Haftstrafe,
bestraft werden. Zu der Problematik der Strafrechtsreform des Jahres 1941, Schwangerschaftabruch und Kindestötung
(einen Tatbestand, den es nicht mehr gibt) hat schon Antonio Michele Ghislieri Stellung genommen. #53
Frauen in einer Notlage werden in den „kirchlichen“ Beratungstellen nicht weggeschickt, sondern unterstützt.
Es wird aber nicht der Tötungsschein ausgestellt, weil dies wäre Beihilfe zum Mord, womit der Mutter,
erst recht nicht dem Kind, nicht geholfen wäre.
#55 Rechercheur 23:21:29 | Sonntag, 25. September 2011
Antonio #54. Den kategorische Imperativ habe ich nicht als Konkurrenz positioniert. Aber wenn Sie eine
solche Positionierung wünschen, würde ich ihn keinesfalls gegen das Gotteswort positionieren. Jedenfalls
nicht gegen das NT, das sich bei naheliegender Fortschreibung auf heutige Verhältnisse als in bemerkenswerter
Weise kompatibel zu diesem erweist. Wenn Positionierung, dann gegen die verhärtete und verhärmte, verabsolutierte
Lehrmeinung der Kirche und gewisser Sektierer. . Die Argumentation zum Ausstieg aus der Schwangerenberatung
ist mir durchaus bekannt, verliert damit aber nicht die seltsame Ironie. Gerade durch den Ausstieg konnte
der einen oder andern Frau eben keine Alternative aufgezeigt werden und der Abbruch nicht verhindert werden.
Damit macht sich die Kirche konkret(!) mit schuld. Im Gegenzug wurde keine einzige Frau durch den Ausstieg
von ihrem Schritt abgebracht: Die sind einfach woanders hin gegangen.
@Rechercheur Der kategorische Imperativ ist als Konkurrenz zum Gotteswort nicht wirklich geeinget. . Sie
wissen doch genau, dass es bei dem Ausstieg aus dem staatlichen System der Schwangerenberatung darum ging,
sich nicht mitschuldig am Massenmord zu machen. Es ist ein unglaublicher Skandal, dass zahlreiche Katholiken
zweifelhafter Rechtgläubigkeit oder unzweifelhafter Irrgläubigkeit sich nach wie vor an dem Massenmord
(Mord nach der katholischen Morallehre!) sozusagen im Rampendienst beteiligen.
#53 Rechercheur 22:58:47 | Sonntag, 25. September 2011
Obermaier #48: Ich interpretiere Ihr „vernünftig“ als „in Übereinstimmung mit dem kategorischen Imperativ“,
was Antonio #52 ins Leere laufen lässt. . Antonio #52: „Die „Lebenswirklichkeit“ gründet sich in weiten
Bereichen eben nicht auf die Sittlichkeit,…“ Ich mag nicht auf Ihren Ton einsteigen. Also versuchen
wir doch nochmal einen sachlichen Zugang: Gerade in Fragen der Abtreibung hätte ich mir von kirchlicher
Seite Lösungshilfen für betroffene Frauen gewünscht. Einige Laien (z.B. Tiqua e.V.) tun da tasächlich
etwas, aber was macht die Amtskirche: sie steigt aus der Schwangerenberatung aus! DAS nenne ich Lösungskompetenz.
Frauen, die sich ganz offensichtlich in großer innerer Not befinden werden ausgegrenzt und weggeschickt,
anstatt dass ihnen ein Hilfsangebot gemacht wird. Durch solche Weise nimmt sich die Kirche (nicht der
Glaube!) allmählich selbst aus dem Rennen. Und ironischerweise produziert sie dadurch Schwangerschaftsabbrüche!
Wie das endet, wenn man der Lehrmeinung auch noch Raum in der Gesetzgebung gibt, sieht man in Polen. Und
kommen Sie mir jetzt nicht mit „rechtfertigt absolut unanständige Handlungen als moralisch gerechtfertigt“:
Seien Sie versichert, dass jede Frau, die vor einem Abbruch steht, in großer Gewissensnot steckt und
sich keineswegs auf mralisch sicherm Boden fühlt.
@Obermaier Das passt alles zusammen, der selbstgebastelte „Glaube“, der Kraftausdruck; alles Zeichen einer
wenig gefestigten Persönlichkeit. @Rechercheur Bekanntlich bin ich erst so um 20 Uhr 30 dazu gestoßen,
als Sie über Ihre a-n-gebrochenen Schwangerschaften schwafelten. Wenn ichs mir recht überlege hat es
aber schon was mit dem Thema zu tun. Die „Lebenswirklichkeit“ gründet sich in weiten Bereichen eben nicht
auf die Sittlichkeit, sondern rechtfertigt absolut unanständige Handlungen als moralisch gerechtfertigt.
Klar, dass das mit der – ja trotz Modernismus – noch in weiten Bereichen intakten Sittenlehre der katholischen
Kirche zusammenprallen muss. Mörder mögen es nicht Mörder genannt zu werden.
#51 Rechercheur 22:28:41 | Sonntag, 25. September 2011
Antonio #43: Zur Kritik der ursprünglichen Fassung im RStGB konsultieren Sie bitte die Fachliteratur.
Und mir ist auch durchaus bewusst, dass nicht alles, was die Nazidiktatur uns hinterlassen hat, das Gelbe
vom Ei ist. Dennoch würde ich jetzt nicht für den Abriss der A5 plädieren und auch die „neue“ Version
des §211 hat sich (ohne den ideologischen Ballast) durchaus bewährt. Wissen Sie, ich lebe im hier und
jetzt. Und so wie ich Tötung nicht mehr mit „dt“ schreibe, beziehe ich mich auch nicht auf eine überholte
Wortdefinition des vergangenen Jahrhunderts. . Und jetzt wiederhole ich schon zum dritten Mal meine Frage:
Was hat das alles mit den Argumenten zu tun, die belegen, dass die Lehrmeinung der kath. Kirche mit der
Lebenswirklichkeit der weitaus meisten Menschen hier und heute nichts mehr zu tun hat? Was ja von Sycamore
in #25 betritten wurde…
@Obermaier #48 Die Leute die Sie hier ansprechen („Deshalb ignorieren ja auch die meisten Menschen (auch
die Katholiken) die Lehrmeinung der RKK“) sind vom Glauben abgefallen, so einfach ist das.
#48 Obermaier † 22:21:17 | Sonntag, 25. September 2011
Rechercheur: Ja, das ist eine interessante Frage. Ich würde sagen, der Einfluss _mancher_ Lehrmeinungen
ist sehr gering. Kommt eben immer drauf an, ob die Menschen die spezielle Lehrmeinung auch verstandesmäßig
nachvollziehen können. Deshalb ignorieren ja auch die meisten Menschen (auch die Katholiken) die Lehrmeinung
der RKK – und erst recht die der mannigfaltigen Sektierer – zur Homosexualität beispielsweise oder zur
Empfängnisverhütung. Weil diese Lehrmeinungen unsinn sind – zur HS weil veraltet und zur EV weil nicht
nachvollziehbar und unpraktikabel. . Andere Lehrmeinungen werden dann wieder von vielen Katholiken akzeptiert
(sogar von Nicht-Katholiken), weil diese einfach vernünftig sind. . Als weitere Kategorie erscheinen
noch die „mystischen“ Lehrmeinungen, also beispielsweise die immerwährende Jungfräulichkeit Mariens
oder dgl, die das tagtägliche Leben aber ohnehin nicht berühren. . Letztlich kann man wahrscheinlich
_eher_ sagen „Nein, die LM berühren das Leben nicht.“, denn die LM, die akzeptiert werden entsprechen
in der Regel dem ohnehin als Gut / vernünftig empfundenen Handeln, unabhängig der jeweiligen Religion
der Menschen, also beispielsweise „Lügen ist scheisse.“ ums mal derb auszudrücken.
#44 Rechercheur 22:01:43 | Sonntag, 25. September 2011
Evelynn #42: Ja, daran muss man immer wieder erinnern. Besonders hier. Leider hat es allerdings Antonio
#31 geschafft, vom eigentlichen Thema abzulenken. Das ist schade, denn ich hätte mir eine konstruktive
Diskussion darüber gewünscht, in wieweit die Lehrmeinung der kath. Kirche (oder irgendwelcher Sektierer)
überhaupt noch einen direkten Einfluss auf die Lebenswirklichkeit der Menschen hat.
@Rechercheur Nun die Mordmerkmalelehre wurde bekanntlich 1941 von den Nazis eingeführt um die SS-Mörder
strafffrei zu stellen. Hat ihnen bekanntlich nichts genutzt. Die katholische Sittenlehre definiert den
Mord anders: Das fünfte Gebot verwirft den direkten und willentlichen Mord als schwere Sünde. Der Mörder
und seine freiwilligen Helfer begehen eine himmelschreiende Sünde. „Direkt“ und „willentlich“, das läuft
auf die deutsche strafgesetzliche Regelung vor 1941 hinaus, die den Mord im Einklang mit der Sittenlehre
so definierte („§ 211. Wer vorsätzlich einen Menschen tödtet, wird, wenn er die Tödtung mit Überlegung
ausgeführt hat, wegen Mordes mit dem Tode bestraft.“) Die Strafrabatte bei Abtreibung oder Tötung eines
unehelichen Kindes gleich nach der Geburt waren nicht wirklich sachgerecht, sondern sind als staatliche
pauschale Anerkennung unterstellter schwieriger Umstände zu sehen.
Rechercheur: Ja, das ist eine zentrale und wundervolle Stelle in der Schrift. Das ganze Leben Jesu zielte
auf Vergebung und Barmherzigkeit ab. Der Heilige Vater hob Liebe und Barmherzigkeit als die wesentlichsten
Elemente von Gott hervor. . Es ist nur sehr schwer möglich, verstockte Herzen, die Andersdenkende als
gottlos und hassenswert betrachten, für die Liebe zu gewinnen. . Wer sich dem Vater des Hasses hingegeben
hat, ist wie ein Alkoholiker süchtig. . Es ist gut, dass Sie beständig darauf hinwirken, dass sich die
Liebe und Barmherzigkeit Gottes bei immer mehr Menschen Bahn bricht.
#41 Rechercheur 21:45:40 | Sonntag, 25. September 2011
Evelynn #40: Meinten Sie 1.Petrus 3,8ff ? . „Endlich aber seid allesamt gleich gesinnt, mitleidig, brüderlich,
barmherzig, demütig. Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern segnet
vielmehr, weil ihr dazu berufen seid, dass ihr den Segen ererbt. Denn wer das Leben lieben und gute Tage
sehen will, der hüte seine Zunge, dass sie nichts Böses rede,…“ . Eine wunderschöne Stelle der Schrift,
finden Sie nicht?
#39 Rechercheur 21:39:34 | Sonntag, 25. September 2011
Welche Mordmerkmale sind denn bei einem Schwangerschaftsabbruch nach §218a StGB erfüllt? . „Mörder
ist, wer aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen,
heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder um eine andere Straftat zu ermöglichen
oder zu verdecken, einen Menschen tötet.“ –-§211(2) . Mordlust, Sexualdelikt, Habgier, Heimtücke, Gemeingefährlichkeit,
Decken einer Straftat scheiden bei einem Schwangerschaftsabbruch gradewegs aus. Bleibt „sonst aus niedrigen
Beweggründen“ oder „grausam“. $218a(1)2,3 stellen sicher, dass Grausamkeit (z.B. der Kleiderbügel in
einem polnischen Hinterzimmer) nicht gegeben ist. Niedrige Beweggründe ebenfalls kommen nicht in Frage,
weil die §218(2) und (3) nur ganz bestimmte, ethisch sehr sorgfältig abgewogene, Konstellationen zulassen.
. Sollte der verschwurbelte Text, den Sie da zitert haben, tatsächlich die von ihnen genannte Aussage
machen, ist er nicht nur begrifflich ungenau, sondern schlicht falsch, wenn man ihn auf Abbrüche nach
§218a bezieht. Schaut man dagegen polnische Zustände an, habe ich Ihnen die goldene Brücke ja schon
gebaut. . Dennoch trägt diese, gewiss lehrreiche, Diskussion nichts zum eigentlichen Thema bei! Daher
noch einmal: In wiefern widerspricht das Gesagte meinem Argument für die Marginalität der kirchlichen
Lehrmeinung bei der Entscheidungsfindung in der Lebenswirklichkeit hier und heute?
#37 Rechercheur 21:22:17 | Sonntag, 25. September 2011
Antonio #36. Ja. Und? . In welcher Weise widerlegt dieser (begrifflich nicht sehr sauber ausgearbeitete)
Text mein Argument dafür, dass die Lehrmeinungen der kath. Kirche die Lebenswirklichkeit er Menschen
noch nicht einmal im besonders katholischen Polen (95% Bevölkerungsanteil, Heimatland von JP II.) großartig
beeinflusst?
@Rechercheur Das fünfte Gebot verwirft den direkten und willentlichen Mord als schwere Sünde. Der Mörder
und seine freiwilligen Helfer begehen eine himmelschreiende Sünde. Kindesmord, Brudermord, Elternmord
und Gattenmord sind wegen der natürlichen Bande, die sie zerreißen, besonders schwere Verbrechen. Rücksichten
auf die Gesundheit des Erbgutes und die öffentliche Gesundheit können keinen Mord rechtfertigen, selbst
wenn er von der öffentlichen Gewalt angeordnet wäre. Das fünfte Gebot untersagt auch, etwas mit der
Absicht zu tun, den Tod eines Menschen indirekt herbeizuführen. Das sittliche Gesetz verbietet, jemanden
ohne schwerwiegenden Grund einer tödlichen Gefahr auszusetzen ebenso wie die Weigerung, einem Menschen
in Lebensgefahr zu Hilfe zu kommen. Dass die menschliche Gesellschaft mörderische Hungersnöte hinnimmt,
ohne sich um Hilfe zu bemühen, ist ein empörendes Unrecht und eine schwere Verfehlung. Händler, die
durch wucherische und profitgierige Geschäfte ihre Mitmenschen hungern und sterben lassen, begehen indirekt
einen Mord Das menschliche Leben ist vom Augenblick der Empfängnis an absolut zu achten und zu schützen.
Schon im ersten Augenblick seines Daseins sind dem menschlichen Wesen die Rechte der Person zuzuerkennen,
darunter das unverletzliche Recht jedes unschuldigen Wesens auf das Leben. Katechismus der katholischen
Kirche
#35 Rechercheur 21:06:25 | Sonntag, 25. September 2011
D: §211(2) StGB CH: Art. 112 StGB Wer in Deutschland oder der Schweiz „Mord“ sagt, meint das was dort
steht. Andere Verwendungen bedürfen der Erklärung. Oder man will verschleiern und polemisieren. A: §75
StGB Die Sprachregelung in Österreich ist etwas anders, dort wird der Begriff in §75 StGB für jede
Tötung verwendet. Speziell Kindstötungen (z.B. §79) werden dort aber bewusst nicht als „Mord“ bezeichnet
und auch mit einem geringeren Strafrahmen bewertet. Daher eignet sich auch in Österreich der Begriff
„Mord“ nicht zur Beschreibung von Kindstötungen. . Interessante Frage übrigens. Das Argument gegen die
Polemik diverser Lebensschützer werde ich gerne in den Kanon aufnehmen…
#33 Rechercheur 20:37:01 | Sonntag, 25. September 2011
Antonio #31: Der Begriff „Mord“ ist anders definert, als Sie ihn benützen, scheidet also für eine ernsthafte Diskussion aus. Wir können uns aber gern auf die Formulierung einigen, dass im Falle einer Abtreibung werdendes Leben im Mutterleib getötet wird. Das das sogar in einem „gut katholischen“ Land wie Polen bei jeder 5. Schwangerschaft der Fall sein soll, erschreckt mich zutiefst! Fast alle diese Tötungen sind nach den lokalen Gesetzen illegal. Ohne dass mir jetzt die Phantasie durchgeht, vermute ich, dass diese Tötungenzum größten Teil von unkundigem Personal oder unter Gewinnmaximierung für den Operateur, unter grausamen hygienischen Bedingungen und mit großer Gefahr für Leben und Gesundheit der betroffenen Frau durchgeführt. Ein toller Erfolg für die stark von der Lehrmeinung der Kirche beeinflusste Gesetzgebung in Polen! Und ein deutlicher Beleg für meine These, dass die Theorien der Kirche –-sogar wenn ein Staat versucht, sie durchzusetzen-- für die Lebenswirklichkeit der Menschen hier und heute nur noch eine marginale Bedeutung haben. Und damit meine ich natürlich die Entscheidunsgrelevanz, nicht die oben auseinandergesetzten Folgen.
#32 Thomasius 20:31:31 | Sonntag, 25. September 2011
#25 Sycamore In Fragen des Internet, würde ich mich auch als Auländer nicht auf den Duden beziehen wollen.
Bei den Franzosen frage man früher schon: Parlez-vous franglais? Für das heutige Deutsch gilt ähnliches:
Da gilt: Umgangssprachlich wird das Wort „Homepage“ häufig für die gesamte Internetpräsenz verwendet.
Wenn jemand daher eine „private“ Hompage bastelt so stellt er sich und seine phantastischen Leistungen
dar. Kissler hat daher nicht nur den bei kreuz.net verhunzten Artikel sondern – wie er stolz berichtet –
auch Angriffe auf den Papst publiziert.
@Rechercheur …Das sind um die 20% der Schwangerschaften, die angebrochen werden!… . Die verschleiernde
Redeweise ist dass Schwangerschaften abgebrochen werden (nicht a-n-gebrochen), tatsächlich sollte man
allerdings sagen, dass Kinder im Mutterleib ermordet werden, das trifft die Sache besser.
#30 Rechercheur 20:11:27 | Sonntag, 25. September 2011
#25 Sycamore: 1) 1,2 Mrd. Christen. Mag sein. Aber Der Papst ist hier in Deutschland. Die Frage muss also
sein: Welche Rolle spielen die Lehraussagen der katholischen Kirche hier vor unserer Haustür? – Kondomautomaten
hängen nicht in jeder Kneipe auf der Herrentoilette, weil eine geheime Weltverschwörung uns zur Unzucht
bewegen will, sondern weil eine Nachfrage besteht. Durch das Aufhängen wird Gewinn erzielt. Basisdemokratie
sozusagen. – Im so katholischen Polen schätzen seriöse Quellen die Anzahl der illegalen Abtreibungen
auf ca. 70.000 im Jahr. Das sind um die 20% der Schwangerschaften, die angebrochen werden! Erschreckend.
– Die Gottesdienste in den Kirchen meiner direkten Erfahrung: Überfüllug sieht anders aus, zu bewundern
z.B. Samstag abend im örtlichen Kinopalast. Das das natürlich anders wirkt, wenn Großspektakel inszeniert
werden, ist klar. Aktuell z.B. sind „Zigtausende“ von weither angereist, viele aus dem Ausland. 2) Warum
der Papstbesuch so überzogene Reaktionen bei einigen hervorgerufen hat? Nun, viele Aussagen speziell
der kath. Kirche laufen sehr extrem der gesellschaftlichen Wirklichkeit und mühevoll erkämpften Freiheitsrechten
entgegen. Da freuen sich viele nicht darüber, dass dem Vorredner solch überwundener Tendenzen ein solcher
medialer Raum gegeben wird. Oder sie wollen ganz einfach an diesem medialen Raum teilhaben für ihre Sache.
Oder zur eigenen Profilierung. Wer kann das sagen… Seien wir froh, dass nicht Emotionen wie in Spanien
hochgekocht sind.
#29 Goldengel 19:07:40 | Sonntag, 25. September 2011
Papst Benedikt XVI.: * Die Kirche muss sich „ent-weltlichen“ ! Somit ist Papst Benedikt gegen den Weltgeist
und gesteht ein, dass die Kirche in Deutschland seit Jahrzehnten einen Rückgang der religiösen Praxis
und Werte erlebe. Er meint sogar dass die RKK auf Distanz zur Gesellschaft gehen müsse. * . Die Erneuerung
liegt in der Verkündigung des Glaubens und nicht im Ungehorsam einiger weltangepasster Priester, welche
sich eine irdische Lustkirche vorstellen nach lutherischen Vorbild, wo der Mensch sich sein Ideal ist
und Gott dabei ausklammert, wo ihm sein Wunsch Befehl ist und die Gebote Gottes nicht so wichtig sind,
weil der Mensch sich selbst ja so absolut findet. . Papst Benedikt wünscht sich „ein hörendes Herz“
für die Menschen. Ein Herz also, dass gegen den Egoismus (Abtreibung, Ehebruch, Geldgier, Macht über
andere ect.) der Welt schlägt und mit den christlichen Werten eines reinen Geistes und der Menschenwürde
noch zu vereinbaren ist. . Somit ist vor allem der Zölibat für den Priester ein wichtiger Schritt der
RKK, um den Weltgeist von sich zu weisen und Gott ganz anzunehmen. . Der Ungehorsam der Priester hat nichts
mit dem Kern des Christentums zu tun, sondern stellt nur die Wünsche einiger in den Vordergrund, welche
sich selbst wohl sehr wichtig sind. . Die RKK soll also laut unseres Papstes eben einerseits der Welt
zugewandt, sich doch andererseits von der Welt nicht einnehmen lassen. Denn wer sich ganz von der Welt
einnehmen lässt, kann nicht in Gott sein. .
Der Leser „Schorsche“ hat mir am heutigen Tag um 12.33 Uhr mitgeteilt, ich würde seiner Meinung nach
immer den selben Unsinn schreiben. Ich bitte den Leser „Schorsche“, in diesem Forum diese Behauptung zu
begründen.
<„Der sonst recht blasse EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider erklärte barsch: »Gott hält sich nicht
an Ämter und historische Kontinuität«.“> . Was Schneider alles weiss! Er sollte sich eher zur menschlichen
Richtigkeit von Ämtern äussern …
#25 Sycamore 15:26:55 | Sonntag, 25. September 2011
@ Thomasius (# 13, 18, 21) Soll ich, als Ausländer, Ihnen die deutsche Sprache beibringen? DUDEN unter
Selbstdarstellung: „Darstellung der eigenen Person, Gruppe o.Ä. um Eindruck zu machen, seine Fähigkeiten
zu zeigen.“ Daselbst unter WERBEN: „Jemanden für etwas (bes. eine Ware, Dienstleistung) zu interessieren
suchen, indem man die Vorzüge der betreffenden Sache lobend hervorhebt.“ Indem Sie die zwei Begriffe
offensichtlich miteinander verwechseln, zeigen Sie nicht nur Brandenburgis sondern der geneigten Leserschaft
insgesamt den Grad Ihrer Verblödung. @Rechercheur (# 5) Leider argumentieren Sie kontrafaktisch. Und
pflegen damit Ihre Selbsttäuschung. Wenn die katholische Religion niemanden interessiert, wie erklären
Sie sich, daß sie durch ihr bloßes Dasein breite gesellschaftlichen und politische Kreise in Rage versetzt ,
wie die Süddeutsche neulich herausgestellt, und die Reaktion solcher Kreise anlässlich des Papstbesuches
aller Welt gezeigt hat? Und wie erklären Sie sich, daß 1,2 milliarden Menschen ihr auf den Leim gegangen
sind, unter ihnen nicht die dümmsten dieser Welt?
#24 kristall 14:57:51 | Sonntag, 25. September 2011
thumasius ! es gibt keinen umkehrschluß !!! sache ist !!! die katholiken müßen die kirchen wieder nützen
!!! am besten im sinne !!! der piusbrüder !!! * thumasius ! eh klar @ hahaha
Zu 8, 9,12: Die von mir genannten evangelischen Gemeinden bauen oder kaufen Kirchengebäude ja nur, weil die bisher genutzten oft voll bis übervoll sind: Die SELK München, Lustheimstr.20, So 9 Uhr 30, erweitert ihre Kirche, weil die die Besucher oft nicht mehr richtig fasst. Im übrigen sollte Herr Dr. Kissler von ihm als anti-RKK-empfundene Aussagen einzelner EKD-Geistlicher mit von anderen als anti-EKD empfundenen einzelner RKK-Geistlicher vergleichen- Balken im eigenen Auge!
#21 Thomasius 14:32:19 | Sonntag, 25. September 2011
#19 Brandenburgis Sycamore hielt die Leser – also Sie besonders – zu blöd um das zu wissen. Deshalb hielt
er sich für bemüßigt den dummen Foristen eine Erklärung nachzuschieben.
#17 Sycamore 14:16:04 | Sonntag, 25. September 2011
@ Der Blödsinn des Rentners Thomasius (# 13) Im Gegensatz zu Ihnen als Rentenbezieher lebt Dr. Kissler
von seinem Werk, d.h. von seinen Büchern, von seinen Artikeln, von seinen Vorträgen. Nur ein von Neid
geplagter & vollkommener Idiot würde dies als Selbsdarstellung begreifen.
#16 VanDaalen 14:11:45 | Sonntag, 25. September 2011
Also ich habe ein ganz anderes Bild vom „hässlichen Deutschen“, und so mancher Schreiber hier wird von mir genau hier eingeordnet. oe anderen sind voll in Ordnung.
#15 Thomasius 14:01:57 | Sonntag, 25. September 2011
#8 kristall Umgekehrt muss es lauten: Führt die nicht mehr gebrauchten Kirchen einer sinnvollen christlichen
Nutzung zu. Auch das fördert das Bruttosozialprodukt.
#14 Mönchlein 13:54:22 | Sonntag, 25. September 2011
Also ich finde der Besuch hat der katk.Kirche sehr gut getan…Die Predigt in Freiburg war sehr gut gelungen.
Ok…die Ev.Kirche hat da mehr erwartet…aber schließlich sind Sie ja von der kath.Kirche weg gegangen…so
wie eben auch die Pius-Verein.
#13 Thomasius 13:49:22 | Sonntag, 25. September 2011
Zur Selbstdarstellung des Herrn Kissler: Am 4. April 2011 erschien mein biographischer Essay Seliger Johannes
Paul II.: Der Jahrhundertpapst. Zur Bestellung bitte klicken! Besonders empfehlen kann ich am 21. September
meine „Liste der Zehn Irrtümer über Benedikt XVI.“ bei focus.de. Sie blieb nicht ohne Widerspruch, auch
die Blasphemiker formierten sich gewohnt charmant.
Es ist erstaunlich, wie evangelische Erkenntnispessimisten mit ihrer – ziemlich durchsichtigen – Lehre, man könne nicht so recht wissen, was Gottes Wille ist, zugleich keck behaupten: „Gott hält sich nicht an Ämter und historische Kontinuität.“ Dieser Schneider ist die Pest.
„Die im städtischen Raum völlig marginalisierten Protestanten ?“ Gemeinden der SELK (Selbständige Evangelische-Lutherische Kirche) in BERLIN platzten schon vor Jahren so aus allen Nähten, daß sie erklärten, aufgegebene katholische Kirchen kaufen wollten… Und wann war der Kritiker zuletzt in der Gemeinde von Pastor Alexander Gerth? Und in München (größere Stadt in Bayern, Herr Dr. Kissler) stieg die Zahl konservativer Brüdergemeinden (meist in der KfG) seit 1971 von 1 auf heute 14… Und wie wäre ein Besuch (So. 10 Uhr) in der Freien Evangelischen Gemeinde München-Mitte (Mozartstraße, Nähe Goetheplatz) aus der seit 1968 so viele Zweiggemeinden in Oberbyaern hervorgingen. Dort trifft sich auch (16 Uhr) die englischsprachige Munich International Community Church (voller Deutscher) , die in 25 Jahren aus 3 Familien 4 Gemeinden machte…SELK-München gibt es auch!
#5 Rechercheur 12:10:17 | Sonntag, 25. September 2011
„Kissler stellt fest, daß sich die Meute der Papstfeinde ‘durch den Besuch des klugen alten Mannes aus
Rom in ihrer Deutungsmacht bedroht’ sieht.“ So? Schauen Sie sich doch einmal in Ihrem Alltag um: Wen interessiert
in der konkreten Lebensführung noch die Meinung der katholischen Kirche? In Fragen der Konfession? In
Fragen der Empfängnisverhütung? Eigentlich in Allem. Marginalisiert ist sie. Und dieses Häuflein Versprengter
bedroht nun die „Deutungsmacht“? Die Deutungsmacht von wem eigentlich? Papstfeinde? Das würde ja voraussetzen,
dass der „kleine Mann mit dem lustigen Hut“ (Spiegel) von irgendeiner relevanten Gruppe erst einmal ernst
genommen wird. Nein, da ist höchstens noch der Wunsch der Vater des Gedankens, einmal die „Deutungsmacht“
gehabt zu haben. Die wahre Deutungsmacht im Land liegt doch längst bei Assi TV, dem gescheiterten Bundesbänker
Thilo S. und Leo Kirch+ Nachf. Es ist soooo traurig. Ich will es gar nicht mehr wissen. Ich schwing mich
jetzt aufs Radl. Und wenn ich am Wegesrand an einem kleinen Holzkreuz vorbeikomme, werde ich ein wenig
Einkehr halten, ganz formlos, und ich hoffe, dass der Herr mich ermutigt, das Geplapper der „Meinungsführer“
weiter zu ertragen, ohne die geistige Gesundheit zu verlieren.
Alle, die von links den Ratzinger und die Konzilssekte kritisieren, sind Antikatholiken, aber, objektiv gesehen, weder Papst- noch Kirchenhasser, weil der Ratzinger kein Papst und die Konzilsseke nicht die Kirche ist.
#2 Blackbird 11:36:59 | Sonntag, 25. September 2011
Der grünen Genossin ist zu widersprechen, niemand braucht eine solche Debatte. Wer, wie kürzlich der
Vertreter des Papstes in der UNO, für sich ein Recht auf Diskriminierung anderer fordert, hat sich als
Gesprächspartner disqualifiziert. Steuerprivilegien, Sonderrechte und Subventionen streichen und sich
selbst überlassen.
#1 Goldbeng † 11:29:36 | Sonntag, 25. September 2011
Aggressionsanbeter müssen alle anderen als Papsthasser und Kirchenfeinde bezeichnen, um von sich abzulenken.
. Warum wurde keine liturgische Möglichkeit geschaffen, dem angeblichen Kardinal Bertone für seine missbräuchliche
Herabsetzung als Geschwätz 100 Hiebe auf den nackten Hintern zu gebem, die angeblich weh tun. Das wäre
doch ein Zeichen für und gegen den HOAX. .