Robert Spaemann
Die Abtreibung ist immer ein Schwerverbrechen – auch wenn sie „erlaubt“ ist
Philosoph Robert Spaemann: Das Papsttum ist genauso weltfremd wie Jesus Christus, das Evangelium oder die Bergpredigt.
Der Philosoph Robert Spaemann
Der Philosoph Robert Spaemann
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(kreuz.net, Stuttgart) Das Naturrecht ist kein „katholisches Sondergut“.

Das erklärte der deutsche Philosoph Robert Spaemann heute der deutschen Kirchenkampf-Tageszeitung ‘Die Welt’.

Die Kirche habe sich das Naturrecht von Anfang an angeeignet.

Die Grundlagen des Naturrechtes wurden von dem griechischen Philosophen Aristoteles († 322 v. Chr.) und von den römischen Juristen des zweiten und ersten Jahrhundert vor Christus erarbeitet.

„Das Naturrecht umfaßt die vornehmste Rechtstradition Europas, in der sich die Erkenntnisse Jerusalems, Athens und Roms verbunden haben“ – erklärt Spaemann.

Die Nazis ignorierten das Naturrecht

Im Naturrecht zählten Vernunftargumente.

Wenn das Naturrecht ein katholisches Sondergut wäre, wäre das ein schlimmes Urteil für die Nichtkatholiken – urteilt Spaemann:

„Dann müsste man ja allein deshalb katholisch werden, weil hier die Vernunft noch einen Platz hat.“

In der Nazizeit hätten viele Rechtspositivisten gelehrt, daß es Unrecht in Gesetzesform gäbe.

Spaemann warnt, daß die Menschen im Wohlstand zu Rechtspositivisten werden und sich die Gesetze – unabhängig von Wahrheit und Wirklichkeit – nach Belieben einrichten.

In der Tyrannei bekehrt sich der Mensch – der unter der Willkürgesetzgebung der Unterdrücker leidet – zum Naturrecht:

„Wenn ich gefoltert werde, dann interessiert mich doch nicht, ob das gesetzlich erlaubt ist oder nicht, dann weiß ich nur, es ist ein Unrecht, was da geschieht.“

Spaemann weist auf die gegenwärtige Tyrannei Scheinparteien-Diktatur: „Hätte ein Kind im Mutterleib eine Stimme, würde es ‘Unrecht!’ schreien, wenn es abgetrieben und getötet wird.“

Die Altliberalen sind Religions-Positivisten

Zum Papst erklärt Spaemann, daß dieser kein absoluter Monarch sei: „Alle Menschen dürfen mehr als der Papst.“

Er sei durch das Evangelium und die Auslegung des Evangeliums in der Tradition gebunden.

Zur Frage, ob das nicht weltfremd sei, verweist Spaemann auf die Bergpredigt: „Schauen Sie, ob das nicht weltfremd ist.“

Als die Leute Christus verließen, habe dieser die Apostel nicht gefragt: „Was haben wir falsch gemacht, wie müssen wir unsere Predigt verbessern?“

Er sagte vielmehr: „Wollt ihr auch gehen?“

Wer zahlt, darf den Glauben leugnen

Spaemann erzählt von einem Spaziergang mit dem damaligen Erzbischof Joseph Ratzinger von München und Freising.

Dabei sagte ihm dieser: „Wissen Sie, was das größte Problem der Kirche in Deutschland ist? Sie hat zu viel Geld.“

Für Spaemann ist die Kirchensteuer „skandalös“.

Es sei angebracht, für die Kirche ein angemessenes Opfer zu bringen.

Aber: „Der, der keine Kirchensteuer mehr zahlt, ist exkommuniziert.“

„Sie können die Auferstehung Jesu leugnen, dann werden Sie als Priester noch nicht suspendiert.“

Doch wenn es ans Geld gehe, werde es ernst:

„Diese Koppelung – Kirchenzugehörigkeit und Kirchensteuer – muß fallen, dann ist gegen eine Kirchensteuer gar nichts einzuwenden.“
      
127 Lesermeinungen
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#128   Ikonikus   04:31:34 | Donnerstag, 13. Oktober 2011
David Hume:
Sie könnte es trotzdem austragen, dem Kind das Leben schenken und es dann zur Adoption freigeben.
Es gibt viele ungewollt kinderlose Ehepaare!
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#127   David Hume   02:09:37 | Donnerstag, 13. Oktober 2011
Wenn eine in Kriegsgebieten vergewaltigte Frau schreien würde: „ Ich will kein Kind von meinem mir unbekannten Vergewaltiger“ sollte sie ihr Kind bekommen und den Rest ihres Lebens in ein Gesicht schauen, das Züge ihres Vergewaltigers trägt, dass sie Tag und Nacht daran erinnert welches Leid ihr angetan wurde.
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#126   Tomás   12:07:57 | Montag, 3. Oktober 2011
Jubärens
#124
Jubärens
Die Schwarzafrikaner, die nach Lateinamerika, überwiegend nach Brasilien, kamen, wurden von ihren Hauptlingen an portugiesichen Sklavenhändler in Angola verkauft.
Da Sie in Sache Sklavenhandel sehr versiert sind, wollte ich von Ihnen wissen, ob es zutrifft, daß die „Geschäftsmänner“, die von diesem Handeln profitierten, Juden waren.
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#125   Jubärens   10:52:09 | Montag, 3. Oktober 2011
Mit dem päpstlich verbrieften „Recht, die Ungläubigen (an der Westküste Afrikas) in die Sklaverei zu führen, war wohl der mediterrane Sklavenhandel gemeint.“- so Antonio.
Der Begriff „mediterrane Sklaverei“ ist unsinnig bzw. verschleiert die arabisch-islamische Sklaverei in Nordafrika.
„Eine gewisse Option auf Schwarzafrikaner mag damit wohl auch schon gemeint gewesen sein, war die Erforschung Schwarzafrikas doch in ihren Anfängen.“
Im Gegensatz zu Tomás Behauptung, die Portugiesen hätten von Anfang an Angola als Hauptsklavengebiet beherrscht, hatte zunächst der Senegal große Bedeutung für den Sklavenhandel. Später nahmen die Portugiesen an der Goldküste intensive Handelsbeziehungen mit den dortigen Reichen auf. In Elmina wurde 1482 das Fort São Jorge da Mina errichtet, welches zu einem wichtigen Handels- und Militärstützpunkt wurde, an dem auch mit Sklaven gehandelt wurde.
Schon Ende des 15. Jahrhunderts begannen die Portugiesen – und bald darauf die Spanier, auf den spanischen und portugiesischen Zuckerrohrplantagen der Kanarischen Inseln, Madeiras und der Azoren etwa 10000 Sklaven aus dem Senegal, aus Mauretanien und vom Golf von Guinea arbeiten zu lassen. Bald darauf baut man auch auf den portugiesischen Inseln im Golf von Guinea Zuckerrohr an: Säo Tome, Fernando Po und Principe werden eine Zeitlang die Hauptzuckerproduzenten der Welt. Innerhalb eines Jahrhunderts lassen die Portugiesen mehr als 75000 Schwarze von den nahe gelegenen afrikanischen Küsten anlanden.
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#124   Tomás   10:03:03 | Montag, 3. Oktober 2011
Ossietky
#120
Sklaverei ist ein Verbrechen, aber kann nicht mit Massenmord gleichgestellt werden.
Die Sklaverei mit den Massenmorden von Lenin, Hitler, Stalin, Mao, Pol Pot, dem Völkermord der moslemischen Türken an den christlichen Armeniern und den Massenmorden an ungeborenen Kindern, die in vielen Staaten „legal“ stattfinden, zu vergleichen, ist eine Verharmlosung dieser Morde.
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#123   Schalom   23:34:58 | Sonntag, 2. Oktober 2011
Antonio, Sie haben ausgezeichnete Geschichtskenntnisse über den Sklavenhandel.
Davon profitiert man.
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#122   Antonio Michele Ghislieri   23:31:10 | Sonntag, 2. Oktober 2011
@Ossietzky
Das was Sie schreiben ist nur einfach dumm. Die Frage war was der Papst Nikolaus V mit der Bulle Romanus Pontifex wollte. Zur Erinnerung: Mit der Bulle Romanus Pontifex (8. Januar 1455) übertrug Papst Nikolaus V. dem portugiesischen König Alfons V., dessen Onkel Heinrich dem Seefahrer bzw. dem portugiesischen Orden der Christusritter, dem Heinrich als weltlicher Administrator vorstand, sowie ihren Nachfolgern die Verwaltung der Länder, Häfen, Inseln und Meere Afrikas. Damit verbunden war das Patronat über die Kirchen, das Handelsmonopol (außer dem Handel mit Kriegsmaterial), das ausschließliche Recht der Schifffahrt in diesen Gewässern und das Recht, die Ungläubigen in die Sklaverei zu führen. Damit war wohl der mediterrane Sklavenhandel gemeint. Eine gewisse Option auf Schwarzafrikaner mag damit wohl auch schon gemeint gewesen sein, war die Erforschung Schwarzafrikas doch in ihren Anfängen. Sicher nicht gemeint war aber ein Sklavenhandel zwischen Amerika und Afrika, weil Amerika damals noch nicht entdeckt war. Nur darum ging es in dem Disput und um nichts anderes. Dass später Sklaven von Angola nach Amerika verschifft wurden, das schenke ich ihnen, das ist Allgemeingut.
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#121   Ossietzky   23:22:43 | Sonntag, 2. Oktober 2011
Mensch Leute, schlagt Euch nicht die Köpfe ein über Dinge, die einhalbes Jahrtausend schon zurück liegen. Allerdings wer abstreitet, dass Afrikaner
über den großen Teich geschifft und dort verkauft wurden, ist so gefährlich
wie Bischof Williamson, der den Holocaust leugnet. Die in die Sklaverei getriebenen Afrikaner sind eine andere Form von Holocaust…!
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#120   Antonio Michele Ghislieri   23:04:35 | Sonntag, 2. Oktober 2011
@Jubärens
Beim Tod Heinrichs des Seefahrers 1460 waren die Portugiesen die afrikanische Küste bis etwa dem heutigen Sierra Leone (ca. 8° N) sowie den Atlantik bis zur Sargassosee (ca. 40° W) befahren. Angola war weit! Und Sklaven wurden sicher nicht nach Amerika verkauft.
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#119   Jubärens   22:56:18 | Sonntag, 2. Oktober 2011
Im frühen 15. Jahrhundert suchte der portugiesische Prinz Heinrich der Seefahrer einen Seeweg nach Indien, um vom Gewürzhandel zu profitieren. Die Expeditionen zur Erforschung der westafrikanischen Küste waren langwierig und teuer. Durch das Plündern von Küstendörfern konnten die Kosten nicht gedeckt werden. Schließlich verschleppten die Portugiesen Einheimische, um Lösegeld zu erpressen, wie man es früher schon mit den benachbarten Mauren gemacht hatte. Da die Geiselauslösung mit weit entfernten Ländern nicht funktionierte, wurden die Gefangenen später als Sklaven verkauft. Ein Fünftel des jeweiligen Verkaufserlöses gehörte Prinz Heinrich.[8]
Zunächst hatte Senegal große Bedeutung für den Sklavenhandel. Später nahmen die Portugiesen an der Goldküste intensive Handelsbeziehungen mit den dortigen Reichen auf. In Elmina wurde 1482 das Fort São Jorge da Mina errichtet, welches zu einem wichtigen Handels- und Militärstützpunkt wurde, an dem auch mit Sklaven gehandelt wurde.
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#118   Antonio Michele Ghislieri   22:38:59 | Sonntag, 2. Oktober 2011
@Tomás
#114 In unserem Zusammenhang ist das irrelevant, da vor der Entdeckung Amerikas sicher keine Sklaven nach Amerika verschifft wurden. Außerdem landete erst im Jahre 1483 der portugiesische Seefahrer Diogo Cão als erster Europäer in der Region Westafrikas in der Angola liegt. Daher wird 1455 auch noch kein Schwarzafrikaner von irgendeinem Portugiesen aus dieser Region verschleppt worden sein. Die Bulle bezieht sich auf die Alte Welt und bezog sich auf das Mittelmeer.
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#117   Tomás   22:33:26 | Sonntag, 2. Oktober 2011
Antonio Michele Ghislieri
#114
Schatzungsweise wurden von den Portugiesen ca. 2 500 000 Schwarzafrikaner als Sklaven nach Amerika, überwiegend nach Brasilien verschleppt. Da viele bei der Überfahrt starben, kamen 1 500 000 an.
Diese Zahlen sind realitistisch, weil die Sklaven kamen nicht aus ganz Afrika, sondern nur aus dem portugiesischen Gebiet Angola.
Da Angola nicht stark bevölkert war, können es nicht mehr gewesen sein.
JohannWolfgangvonGoethe
#112
Mit dieser Bulle hat der Papst nur eine Handlung in der Praxis zugelassen. Sie hat keinen dogmatischen Inhalt und darum ist hier nicht die Unfehlbarkeit des Papstes tangiert.
Die Unfehlbarkeit der Papstes basiert auf der Zusage Christi, Petrus würde nie im Glauben schwanken und wurde immer in der Kirche geglaubt. Sie war eine katholische Wahrheit, die im Vatikanischen Konzil (1869/1870) zusammen mit dem Primat des Papstes dogmatisiert wurde. Wenn die Alt-„Katholiken“ sich deswegen getrennt haben, ist es ihre Sache. Wir Katholiken weinen diesen Uneinsichtigen keine Träne nach.
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#116   schamane40   22:23:13 | Sonntag, 2. Oktober 2011
AMG
Worin besteht der Unterschied zwischen Sklave und Leibeigener ?
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#115   Antonio Michele Ghislieri   22:15:32 | Sonntag, 2. Oktober 2011
@Jubärens
Ich kann mir echt nicht vorstellen, dass im 15.Jahrhundert der Handel mit Schwarzafrikanern einen nennenswerten Umfang hatte, einfach weil die Entdeckung Schwarzafrikas noch weitgehend bevorstand. Gemeint war wohl der sog. mediterrane Sklavenhandel und da waren die Moslems ziemlich führend. Der Historiker Robert C. Davis berechnet die Zahl der versklavten Europäer in nordafrikanischen Ländern zwischen 1580 und 1680 auf rund 850.000 Menschen und das bei der damaligen geringen Bevölkerung. Der von Nikolaus V. angeordnete Sklavenhandel war wohl eine weitgehend wirkungslose Reaktion auf den florierenden islamischen Sklavenhandel. Nur so zum Vergleich, 1453 fiel Konstantinopel und führte den europäischen Herrschern ziemlich deutlich vor Augen, dass ihre Politik gegenüber der islamischen Gefahr gescheitert war.
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#114   Evelynn van der Meer   22:04:19 | Sonntag, 2. Oktober 2011
Die Bullenspezialisten sollten eine eigene Community gründen.
.
Jesus wäre glücklich, wenn er am Ende der Tage Menschen treffen könnte, die das geschichtliche Leben vieler korrupter Päpste aufarbeiten,
aber unterstützen, dass gegen Menschen gehetzt werden kann auf Teufel komm raus.
.
Wenn Er nicht so mit dem Erlösen beschäftigt, würde Er sicher auch in diesen edlen Papsthistorien wühlen und schwelgen, weil es darauf ankommt; aber bedenkt und vergesst nicht: Drei mal täglich ALLES HOAX rufen – wie Jesus!
.
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#113   JohannWolfgangvonGoethe   22:03:43 | Sonntag, 2. Oktober 2011
Das heißt aber doch auch…
dass sich die Päpste schon immer widersprochen haben! Das war schon immer so! Ein Papst war dem anderen sein Feind!
Die Unfehlbarkeit wurde erst auch dem VI (dem undemokratischen Räuberkonzil) mit Mehrheit der nicht vergifteten und nicht weggesperten Kardinäle verabschiedet! Dieses 1. Vat. Skandalkonzil hatte die Abtrennung der rechtgläubigen Altkatholiken zur Folge! Irgendwie noch Fragen?
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#112   Jubärens   21:56:23 | Sonntag, 2. Oktober 2011
Nach meiner Meinung sollten wir nicht so lässig, unehrlich oder beschönigend mit der Kirchengeschichte umgehen, in diesem Fall mit fehlerhaften Aussagen eines Papstes, Antonio Michele Ghislieri
Sie hatten die Bulle von Papst Nikolaus V., in der er den portugiesischen König Alfons ermächtigte, die Bewohner der afrikanischen Länder der Ungläubigen „zu vertreiben, zu unterjochen und in ewige Knechtschaft zu zwingen“ als „lahmen Gaul“ bezeichnet. Sie sei u. a. „gegen die damals ziemlich mächtigen Moslems“ gerichtet gewesen. Es stimmt zwar, dass die Portugiesen mit den muslimischen Sklavenhändlerstaaten Konkurrenten waren, aber mit der Unterjochung und Knechtschaft waren doch wohl die afrikanischen Bewohner gemeint – jedenfalls haben die Portugiesen das so verstanden und die Schwarzen bald darauf als Sklaven genommen.
Tomás geht noch großzügiger mit der Wahrheit um, wenn er behauptet:
„Die Kirche hat in gewissen Situationen die Sklaverei geduldet, um ein größers Übel zu verhindern, aber niemals gebilligt.!“
Die Aussagen von Papst Nikolaus V zur Unterjochung und Knechtschaft von Bewohnern Afrikas war ein Fehler und sollte auch so benannt werden.
Dazu mein früheres Statement:
Mit der Bulle von Papst Paul III. 1837 wurden frühere kirchliche Äußerungen zur Sklavenfrage korrigiert, die nicht im Einklang mit der Lehrtradition der Kirche standen – so die Sklaverei-Erlaubnis von Papst Nikolaus V.
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#111   Antonio Michele Ghislieri   19:27:55 | Sonntag, 2. Oktober 2011
@Jubärens
Nun ja die Bulle Romanus Pontifex (8. Januar 1455) des Papstes Nikolaus V., die Sie wohl meinen, war ein lahmer Gaul, sie ging gegen die damals ziemlich mächtigen Moslems und bezog sich auf die Länder Afrikas.
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#110   Jubärens   19:18:08 | Sonntag, 2. Oktober 2011
Fortsetzung an Tomás:
Im Spanien des 16. Jahrhunderts gab es einige einflussreiche Staatstheologen, die behaupteten, dass man das Christentum als einzig wahre Religion den Indianern mit allen Mitteln und Tricks aufdrängen könne, damit sie zu ihrem Seelenheil geführt werden könnten. Dazu wurde noch ein Hilfskonstrukt entwickelt, dass die ‘Wilden’ (Indianer) noch nicht die Stufe des ‘wahren Menschsein’ erstiegen hätten und wie Kinder seien, die auch keine Entscheidungsfreiheit bzgl. des Glaubens haben und denen man ja auch den Glauben mit unbedingter elterlicher Autorität lehren bzw. vorgeben kann.
Zu der weiteren Frage von Tomás:
Welcher Papst hat die Sklaverei gutgeheißen? Ich bitte um genaue Angaben.
Die Kirche hat in gewissen Situationen die Sklaverei geduldet, um ein größers Übel zu verhindern, aber niemals gebilligt.!
Papst Nikolaus V. legitimierte in seiner Bulle „Divino amore communiti“ vom 18. Juni 1452 die Sklaverei, indem er den portugiesischen König ermächtigte, die Länder der Ungläubigen „zu erobern, ihre Bewohner zu vertreiben, zu unterjochen und in ewige Knechtschaft zu zwingen.“
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#109   Antonio Michele Ghislieri   19:09:10 | Sonntag, 2. Oktober 2011
@Jubärens
#107
Anscheinend haben Sie einen verderbten Text, im Original kommt das Wort Menschenrecht nicht vor.
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#108   Jubärens   19:00:52 | Sonntag, 2. Oktober 2011
Da haben Sie ausnahmsweise mal Recht,Tomás #101
„Die Doktrin der „Menschenrechte“ ist ein geschlossenes System. Wenn Sie die „Menschenrechte“ akzeptieren, müssen Sie auch das „Recht“ auf Religionsfreiheit annehmen.“
Genau diesen Zusammenhang hat Papst Paul III. in seinem Lehrschreiben ‘Sublimis Deus’ hergestellt, als er – in Korrektur zur Sklavereierlaubnis von Papst Nikolaus V. und in Übereinstimmung mit der Lehre der Kirche – das Menschenrecht auf Freiheit der Person feststellte, also die Selbstverfügung über seine eigene Person und damit das Verbot von Sklavenhandel und Sklavenhaltung.
Desweiteren stellte er fest, dass alle Menschen „als solche Freiheit und Besitz rechtmäßig benutzen, erwerben und sich dessen erfreuen dürfen“.
Das Recht, über sein Eigentum zu verfügen ist ebenfalls ein grundlegendes Menschenrecht, von der Kirche immer anerkennt.
Schließlich stellte der Papst die Religionsfreiheit fest in dem Sinne, dass die Indianer damals in keiner Weise zwangsmissionierte werden dürften, sondern frei sind in der Annahme oder Ablehnung der ihnen gepredigten christlichen Religion. Auch diese Religionsfreiheit als freie Entscheidung zur Annahme oder Ablehnung des Christentums ist immer als Menschenrecht von der Kirche gelehrt worden.
(weiter nach Brücke)
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#107   Tomás   18:29:50 | Sonntag, 2. Oktober 2011
Thomasius
#105
Welcher Papst hat die Sklaverei gutgeheißen? Ich bitte um genaue Angaben.
Die Kirche hat in gewissen Situationen die Sklaverei geduldet, um ein größers Übel zu verhindern, aber niemals gebilligt.
Die Sklavenhändler waren die Portugiesen und nicht die Spanier. Seltsamerweise als Portugal zu Spanien gehörte, haben die Portugiesen dieses „Geschäft“ nicht betrieben.
Als Portugal sich von Spanien trennte, von den „Iluminaten“ regiert wurde und mit England gemeinsame Sache machte, betrieben sie dieses „Geschäft“.
Daher ist ihre Behauptung, die Höllander haben dieses „Geschäft“ von den Spaniern übernommen, falsch.
Ein Staat, der die Sklaverei praktiziert, verstößt gegen das Naturrecht, wie ein Staat der den Massenmor an ungeborenen Kindern betreibt.
Meine Frage, wie Sie den Sklabenhandeln durch die Muslime bewerten, haben noch immer nicht beantwortet.
Jubärens
#101
Die Doktrin der „Menschenrechte“ ist ein geschlossenes System. Wenn Sie die „Menschenrechte“ akzeptieren, müssen Sie auch das „Recht“ auf Religionsfreiheit annehmen.
Deswegen sollte man nicht von den „Menschenrechte“, sondern von den Naturrechten des Menschen (z.B. Recht auf Leben) sprechen.
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#106   Thomasius   09:06:11 | Sonntag, 2. Oktober 2011
#100 Tomás
Haben Sie zufällig schon mal davon gehört, dass die „Holländer“ Bewohner der spanischen Niederlande waren, bevor sie sich selbständig machten, und manche „Tradition“ der Spanier beibehielten?
Schließlich hatten Päpste den Sklavenhandel doch für „gut“ befunden und zwar vor der Reformation. „Richtige“ Katholiken wie Sie müssen sich doch „begeistert“ zeigen davon.
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#105   Jubärens   22:40:00 | Samstag, 1. Oktober 2011
In diesem Fall, Mighty Counsellor, hat Tomás recht:
<Ein Staat, der […] nicht einmal das Naturrecht beachtet ist kein Rechtsstaat.>
Sie haben mit Ihrer Gegenbehauptung Unrecht:
„Du hast keine Ahnung. Der Rechtstaat ist ein Staat, der sich nach dem Recht richtet. Das Naturrecht ist dafür mitnichten notwendig.“
Nach Ihrer These wäre der Nazi-Staat ein Rechtsstaat gewesen, denn die Hitlerregierung legitimierte 98 Prozent ihrer staatlichen Aktivitäten mit Rechtsverordnungen. 4.000 Gesetze gab die Hitlerregierung ordnungsgemäß heraus, veröffentlichte sie im Reichsgesetzblatt und überwachte deren Einhaltung. Die ordentlichen Gerichte sprachen Recht entsprechend des Gesetzeskorpus’. Der Hitlerstaat war also in Ihrem Sinne ein Rechtsstaat – aber nur auf positivistischem Recht bezogen. Die Rechtsphilosophie war anti-naturrechtlich: Recht ist, was dem Volke nützt (Und was ihm nützt, das bestimmen wir, die Nazis).
Nach unserem Verfassungsverständnis muss sich der Rechtsstaat, d. h. die Rechtssetzung des Parlaments und die daraus folgende Rechtssprechung und rechtmäßige Verwaltung auf die naturrechtlich begründeten Grundrechte gründen. So heißt es im Art. 1,1 GG: „Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.“
Die Grundrechte sind in ihrem Wesensgehalt einer Veränderung und Verfügung des Gesetzgebers entzogen (Art 19), für die Art. 1 und 20 gilt sogar eine sogenannte „Ewigkeitsgarantie“ (Art. 79). Alle diese V…
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#104   Sefirot   21:00:52 | Samstag, 1. Oktober 2011
Thomasius@ Kann ja sein, dass die Verantwortlichen just zu dem Zeitpunkt nicht in der Gnade der Erkenntnis gestanden sind und nur deshalb als arme Sünder die Sklavenhalterei für zweckdienlich hielten und praktizierten und
auch nicht auf das Recht der ersten Nacht (Jus primae noctis) verzichten wollten. Das ist eben die Ungnade der Erkenntnis…!
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#103   Thomasius   20:55:28 | Samstag, 1. Oktober 2011
#90 Tomás
>Es gibt nur ein Überpositives Recht, an dem alle Staaten sich zu halten haben. Dieses besteht aus dem göttlichen Recht und dem Naturgesezt.<
Also hat die Kirche und haben die katholischen Staaten das göttliche Recht und das Naturrecht mit Füßen getreten, als sie die Sjklaverei anerkannten bzw praktizierten.
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#102   Jubärens   13:38:37 | Samstag, 1. Oktober 2011
Thomás spielt sich in #90 als das Superlehramt der Sekte von Geisterfahrerkatholiken auf:
„Die Lehre der „Menschenrechte“ ist gegenstandslos, weil sie gegen das göttliche Recht und die Lehre der Kirche verstößt.“
Seit den Kirchenvätern, insbesondere Augustinus und Gregor von Nyssa,über Thomas von Aquin und dann in neuer Klarheit bei den spanischen Ordentheologen im 16. Jahrhundert sind die naturrechtlich begründeten grundlegenden Menschenrechte wie Recht auf Leben, Recht auf Verfügung über die eigene Person (= Verbot von Sklaverei) sowie das Recht auf freie Annahme der Religion (= Verbot von Zwangsmissionierung) konstitutiver Teil der katholischen Lehrtradition. Dazu kommt die Lehre, dass alle Menschen als Geschöpfe Gottes und seine Ebenbilder dem Wesen nach gleich sind, d. h. Ablehnung der Theorie von Herren- und Sklavenmenschen sowie der neuzeitlichen Rassentheorie der Aufklärung.
Man muss diese grundlegennden Menschenrechte allerdings unterscheiden von den zahlreichen Pseudo-Menschenrechten, wie sie seit der UNO-Menschenrechtserklärung von 1948 in den Menschenrechtskatalog eingeschmuggelt wurden – wie z. B. das Recht auf Arbeit, Bildung, Gesundheit, sauberes Wasser, weißen Strand und Abtreibung.
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#101   Tomás   13:11:52 | Samstag, 1. Oktober 2011
Jubärens
#99
Nach der Schätzung von südamerikanische Historiker kammen nach Südamerika, überwiegend nach Brasilien, 1 500 000 Sklaven. Wie viele tatsächlich verschleppt wurden und die Überfahrt von Angola nach Südamerika nicht überlegten ist unklar.
Von Bedeutung ist auch die Tatsache, daß Portugal als es zu Spanien gehörte, kein Sklavenhandel betrieben hat. Erst als sich von Spanien löste und in die Abhängigkeit Englands kam, nahmen die Portugiesen diese Tätigkeit auf.
Wie viele Schwarzafrikaner von den Briten und Holländer, d.h. von den Protestanten, versklavt wurden, ist eine andere Frage.
Noch immer warte ich auf die Antwort von Thomasius auf meine Frage, wie er die Tatsache, daß arabische-islamische Sklavenhändler 17 Millionen Schwarzafrikaner ín die islamischen Länder verschelppt haben, bewertet.
Für Leute wie Thomasius ist die Sklaverei nur interessant, wenn sie damit Stimmung gegen die Kirche, Spanien und Portugal machen können.
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#100   Jubärens   12:26:01 | Samstag, 1. Oktober 2011
Wie immer, lügt und übertreibt Thomasius, wenn er seinen Hass gegen die katholische Kirche auskotzt:
„Katholiken haben 20 Millionen Afrikaner nach Lateinamerika verschifft, von denen ein nicht unerhelblicher Teil unterwegs umkam.“
In Wirklichkeit sind nach seriösen Schätzungen in den 400 Jahren zwischen 1460 und 1860 etwa 13,5 Millionen Schwarzafrikaner nach Amerika als Sklaven verschleppt worden. Davon sind etwa 1,5 Mill. auf der Überfahrt umgekommen.
Nach den Portugiesen waren die nicht-katholischen Engländer die größten Sklavenhändler mit ihrem berüchtigten Dreieckshandel, der nach Ansicht von Wirtschaftshistorikern die Basis für Englands Reichtum bildete. Auf Jamaika und anderen Karibik-Inseln sowie in den Kolonialprovinzen Nordamerkikas gehörten Briten zu den größten Sklavenausbeutern auf riesigen Plantagen.
Die „erfolgreichsten“ Sklavenhändler und Sklavenausbeuter aber waren die calvinistischen Hölländer in Brasilien bis 1654, in Niederländisch-Gyajana, Curacao und den andern Inseln der Niederländischen Antillen.
Auch durch das Verbot vom Sklavenhandel mit Afrikanern 1860 ließen sich die cleveren höllandischen-calvinistischen Käsmänner nicht vom Sklavenhandel abbringen und importierten die Menschenware danach noch jahrzehntelang aus Indien und Indonesien
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#99   wickerl   09:45:01 | Samstag, 1. Oktober 2011
Das mit der Kirchensteuer ist wirklich skandalös und es stammt aus der Zeit der vorkonziliaren Kirche, dass die Bischöfe die Nichtzahler in die Hölle schicken mittels Exkommunikation. Wobei die nachkonziliaren Bischöfe beim Geld wahrscheinlich noch gieriger sind.
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#98   Tomás   02:29:01 | Samstag, 1. Oktober 2011
Mighty Counsellor
#95
Ein Rechtsstaat ist ein Staat, der sich nach dem Recht richtet. So ist es.
Zum Recht gehört aber auch das übespositive, d.h. das göttliche Recht und das Naturgesetz.
Berns-Jupp
#96
So sehen es aber die acht so toleranten Funktionäre der Konzilssekte, die nicht auf das Geld verzichten wollen.
Es ist Streitfrage. ob jemand, der sich weigert Kirchensteuern zu zahlen, exkommuniziert ist. Da aber heutzutage diese Steuern nicht an die Kirche, sondern an die Konzilssekte abgeführt werden, ist es nicht nur zulässig, sondern sogar geboten, diese Steuern nicht zu zahlen.
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#97   Bernd-Jupp   01:33:07 | Samstag, 1. Oktober 2011
Man sollte eben doch nicht zu Allem und Jedem etwas sagen, wenn man keine Ahnung hat.Und Spaemann hat vom Kirchenrecht so viel Ahnung wie ein chinesischer Reisbauer. Wer keine Kirchensteuer zahl ist nicht exkommuniziert. Das steht nirgendwo. Bitte die Stelle zeigen, bevor man einen solchen Schwachsinn verzapft!!
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#96   Mighty Counsellor †   01:01:07 | Samstag, 1. Oktober 2011
Tomás: <Ein Staat, der […] nicht einmal das Naturrecht beachtet ist kein Rechtsstaat.>
Du hast keine Ahnung. Der Rechtstaat ist ein Staat, der sich nach dem Recht richtet. Das Naturrecht ist dafür mitnichten notwendig.
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#95   Tomás   23:54:25 | Freitag, 30. September 2011
ErnstSchneider
#93
Alle Menschen, weil sie Geschöpfe Gottes sind, haben sich ihren Schöpfer unterzuordenen und Ihm zu gehorchen. Aus diesem Grund gilt das göttliche Recht und das Naturgesetz für alle Menschen.
Das Recht auf Leben, das mit der Zeugung beginnt und mit dem natürlichen Tod endet, gilt sowohl für die Geborene als auch für die Ungeborene.
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#94   ErnstSchneider   23:46:48 | Freitag, 30. September 2011
Das sog.Göttliche Recht ist doch völlig unerheblich in der Welt.Und was ist mit den lebenden Menschen.Sind die unwichtig ?.
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#93   Tomás   23:43:36 | Freitag, 30. September 2011
ErnstSchneider
#91
Falsch! Ein Staat, der nicht nur das göttliche Recht, sondern nicht einmal das Naturrecht beachtet ist kein Rechtsstaat. Staaten, die von sich behaupten die „Menschenrechte“ zu beachten, sind die ersten, die den Massenmord an ungeborenen Kindern praktizieren.
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#92   ErnstSchneider   23:31:20 | Freitag, 30. September 2011
@Tomas
Und trotzdem ist es gut das wir in den meisten Ländern der Erde Menschenrechte haben und sie auch geachtet werden.
Ob sie gegen göttliches Recht oder gegen die Lehre der Kirche verstossen ist dabei völlig unerheblich.
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#91   Tomás   23:23:46 | Freitag, 30. September 2011
Thomasius
#84
Die portugiesische Regierung, die die Sklaverei betrieb war freimaurisch und eng mit England liiert.
Schätzungsweise wurden 2 Millionen Sklaven verschleppt, von denen ca. 1 500 000 in Amerika, überwiegenden in Brasilien, ankamen. Vgl. Jorge Maria Ramallo, Historia 2, Ediciones Braga, Buenos Aires 1981, Seite 128.
Die Zahl 20 Millionen ist nicht belegt und total unrealistisch.
Meine Frage, was Sie von dem arabisch-islamischen Sklavenhandel, dem 17 Millionen Schwarzafrikaner zum Opfer gefallen sind, habe Sie nicht beantwortet.
Jubärens
#83
Es gibt nur ein Überpositives Recht, an dem alle Staaten sich zu halten haben. Dieses besteht aus dem göttlichen Recht und dem Naturgesezt.
Die Lehre der „Menschenrechte“ ist gegenstandslos, weil sie gegen das göttliche Recht und die Lehre der Kirche verstößt.
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#90   Mary Cruz   21:54:07 | Freitag, 30. September 2011
Sehr nett von Ihnen, Herr Tolerant!
Auch für Sie und Ihr Kind alles Gute, und Gottes Segen.
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#89   Tolerant   21:44:37 | Freitag, 30. September 2011
Maria Kreuz,
jugendgefährdend sind Sie wahrhaft nicht.
Alles Gute für Sie und Ihre Kinder.
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#88   Mary Cruz   21:41:35 | Freitag, 30. September 2011
Irgendwann im Jahr 2009 erklärte die deutsche Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger… :
„Leider hat es in den vergangenen Jahrzehnten viel zu viele Gesetze gegeben, die bürgerliche Freiheitsrechte eingeschränkt und staatliche Eingriffsbefugnisse erweitert haben“…
„Es ist wieder Zeit für mehr Freiheit und für eine Stärkung der Bürgerrechte.“
+
Leider hat sich für die Bürger, vor allem für Kinder und Jugendliche seitdem jedoch nichts zum Positiven geändert.
Ungeborene Kinder haben nach wie vor kein Recht auf Leben und kritische Webseiten, die das und andere unhaltbare Zustände kritisieren, z. B. die pornographische und Homo-Webangebote als Unrecht bezeichnen, werden als „jugendgefährdend“ eingestuft:
www.kreuz.net/article.13444.html
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#87   Evelynn van der Meer   20:51:10 | Freitag, 30. September 2011
Wer sich ständig an allem als unschuldig sieht,
kann sich nicht bekehren,
denn er hat es ja mit meheren Löffeln gefressen,
die Weiheit und die Unschuld.
Da perlt Schuld einfach ab…gell…
.
Unschuldsheuchler sind hier so zahlreich vertreten und merken nix…
.
Jappa Dappa Duuu
www.youtube.com/watch?v=2PPf3aaZmUw
.
Beamt Euch in die Steinzeit
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#86   Tolerant   20:36:41 | Freitag, 30. September 2011
Unschuld ? –
Setzen wir das Wort ins Vaterunser ein.
.
„Vergib uns unsere Unschuld, wie auch wir vergeben unseren Unschuldigen.“
.
Oh, Schuld vom Lande !
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#85   Thomasius   20:32:40 | Freitag, 30. September 2011
#82 Tomás
Katholiken haben 20 Millionen Afrikaner nach Lateinamerika verschifft, von denen ein nicht unerhelblicher Teil unterwegs umkam.
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#84   Jubärens   20:09:20 | Freitag, 30. September 2011
Der Geisterfahrerdenker Tomás wirft mal wieder aller durcheinander:
„Es gibt nur „ein“ überpositives Recht und dies ist (erstens) das positiv göttliche Recht und (zweitens) das Naturgesetz.
Die Liberalen (? – wie Robert Spaemann?) betrachten die „Menschenrechte“ als überpositives Recht“ – also Naturrecht.
„Aufgrund dieser Vorstellung hat die deutsche Justiz den „„Schießbefehl“ verworfen.“, indem sie erklärte, dass der Schießbefehl als positives DDR-Recht das Unrecht der Erschießung von Flüchtlingen nicht rechtfertigen kann, weil es das Naturrecht auf Leben gibt, dass höher steht als alles positive (Un-) Recht.
„So eine Rechtsdoktrin ist aber falsch, weil es die „Menschenrechte“ nicht gibt.“?
Das Naturrecht auf Leben, Recht auf die eigene Person (=Verbot der Versklavung) ist seit den Kirchenvätern Lehre der Kirche und zugleich mit der natürlichen Vernunft zu erkennen, weil es ein lex naturalis ist.
Fundi, Sie haben sich allerdings auch unklar ausgedrückt bzw. fehlerhaft , wenn Sie Prof. Spaemann eine Verwechselung „der Bejahung „des“ „Naturrechtes“ mit der Bejahung überpositiven Rechts“ vorwerfen.
Spaemann hat nur vom Naturrecht gesprochen und nichts verwechselt.
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#83   Unschuld   19:23:12 | Freitag, 30. September 2011
Mighty Counsellor, würden Sie sich gerne als ausgetrockent bezeichnen lassen?
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#82   Tomás   19:17:51 | Freitag, 30. September 2011
Thomasius
#81
Die Versklavung der Schwarzafrikaner hat die Kirche als das geringere Übel gedultet, aber nicht befürwortet.
Die arabische Muslime haben ca. 17 Millionen in die islamische Staaten verschleppt, wobei viele den Transport nicht überlebt haben. Was halten Sie davon?
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#81   Thomasius   18:55:04 | Freitag, 30. September 2011
#70 Domenico Tuttisanti
„1537 verbot Papst Paul III., Indianer sowie Völker, die künftig noch entdeckt würden, zu versklaven.
Interessant. Die „entdeckten“ afrikanischen Völker konnten danach also weiterhin versklavt werden.
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#80   Mighty Counsellor †   18:43:19 | Freitag, 30. September 2011
Schauen Sie sich ihn doch mal an.
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#79   Palmström   18:39:50 | Freitag, 30. September 2011
ausgetrocknet…?
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#78   Mighty Counsellor †   18:37:33 | Freitag, 30. September 2011
Herr Spaemann ist schon etwas ausgetrocknet.
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#76   Quanta Cura   17:50:37 | Freitag, 30. September 2011
Dafür, dass Ratzinger weltfremd sein soll, lobt er die dekadenten Gesellschaften und antichristlichen Staaten sowie die kommende Eine-Welt-Regierung in äußerst hohem Maße.
Ungewöhnlich für einen Weltfremden.
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#75   Palmström   17:45:46 | Freitag, 30. September 2011
Unschuld…? Dann wars das aber.
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#74   Unschuld   17:18:06 | Freitag, 30. September 2011
Liebe Mitchristen,
die Worte von Professor Spaemann sollten wir uns zu Herzen nehmen. Insbesondere die Spötter, die die ersten Meinungen zu diesem Artikel geschrieben haben: Obermaier, Thomasius, Evelynn van der Meer und Ossietzky. Leute, Ihr seid selber zu beschränkt, um eure eigene Beschränktheit zu erkennen und werft anderen vor, senil, dumm usw. usf. zu sein. Fangt bei euch zuerst an.
Gruß
Unschuld
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#73   defendor   16:44:06 | Freitag, 30. September 2011
Die lebensspendende Heilige Mutter Kirche…
die Konvertitin Gertrud von le Fort (1876-1971) im Jahre 1924 in
ihrem Werk „Hymnen an die Kirche“:

„Die HEILIGKEIT der Kirche
.
Du hast einen Mantel aus Purpurfäden,
die sind nicht auf der Erde gesponnen.
Deine Stirn ist mit einem Schleier geschmückt,
den haben dir unsre Engel geweint:
Denn du trägst Liebe um die, die dir gram sind,
du trägst große Liebe um die, welche dich hassen.
Deine Ruhe ist immer auf Dornen, weil du ihrer
Seelen gedenkst.
Du hast tausend Wunden, daraus strömt dein Erbarmen,
du segnest alle deine Feinde.
Du segnest noch, die es nicht mehr wissen.
Die Barmherzigkeit der Welt ist deine entlaufene Tochter,
und alles Recht der Menschen hat von dir empfangen.
Alle Weisheit der Menschen hat von dir gelernt.
Du bist die verborgene Schrift unter all ihren Zeichen.
Du bist der verborgene Strom in der Tiefe ihrer Wasser.
Du bist die heimliche Kraft ihres Dauerns.
Die Irrenden gehen nicht unter, weil du noch den Weg weißt, und die Sünder werden verschont, weil du noch betest.
Dein Gericht ist die letzte Gnade über den Verstockten.
Wenn du einen Tag verstummtest, so würden sie auslöschen, und wenn du eine Nacht schliefest, so wären sie dahin!
Denn um deinetwillen lassen die Himmel den Erdball nicht fallen:
ALLE, DIE DICH LÄSTERN, LEBEN NUR VON DIR!“

Hymne auf die unveränderliche und unantastbare
HEILIGKEIT des mystischen Leibes Christi…
der Heiligen Mutter Kirche…
der BRAUT unseres HERRN und GOTTES JESUS CHRISTUS !
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#72   kristall   16:30:03 | Freitag, 30. September 2011
was möchtest du denn für schwierigkeiten machen !!??
ossi @ hahaha
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#71   Ossietzky   16:26:21 | Freitag, 30. September 2011
Dom. Tutt.:@ wenn Sie nicht mit dem Rumproleten aufhören, werden Sie Schwierigkeiten bekommen…! Ist das klar?
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#70   Domenico Tuttisanti   16:17:10 | Freitag, 30. September 2011
Der Althistoriker Egon Flaig zur Wirkungsgeschichte der Bulle von Paul III.:
.
„1537 verbot Papst Paul III., Indianer sowie Völker, die künftig noch entdeckt würden, zu versklaven. Kaiser Karl V. untersagte, diese päpstliche Bulle in seinem Reich zu verbreiten. Am 16. April 1550 befahl er indes, sämtliche Eroberungen zu stoppen, bis die juristischen und theologischen Fragen geklärt seien. Zwar fürchtete der Kaiser bloß um sein Seelenheil; doch gerade hier liegt die Pointe: Wenn zur Frage wurde, ob es eine Todsünde war, nichtchristliche Menschen zu versklaven, dann war eine kulturelle Situation eingetreten, wie es sie in der Geschichte der Menschheit noch nie gegeben hatte.
.
1550 kam es darüber zur berühmten Disputation zwischen Sepúlveda und Bartolomé de Las Casas. Dieser schrieb in einem Brief an den Indienrat der spanischen Krone 1552, die Sklaverei der Indianer verstoße gegen die „Regeln der Menschenrechte“; damit war die Idee der Menschenrechte geboren.
.
Die Virulenz der spanischen Diskussionen zeigte sich, als 1570 erstmals ein politischer Philosoph, Jean Bodin, prinzipiell verlangte, die Sklaverei abzuschaffen: Sie widerspreche dem Gesetz Gottes und der natürlichen Vernunft.“
.
In: Egon Flaig: Der tiefste Bruch in der Geschichte.
Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 08.01.2011, Nr. 6, Beilage: Bilder u. Zeiten S. Z1
.
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#69   Obermaier †   16:16:26 | Freitag, 30. September 2011
Jubärens, in der Bibel steht, dass Sklaverei Gottes Wille ist, also haben sich Ihre „Kirchenväter“ gegen die Schrift gewandt?
.
Nebenbei gesagt, Jubärens – wie im anderen Strang bereits gesagt: Es gibt die Sklaverei immer noch. Und sie wird mehr und mehr – dank der Menschen, die für Kost und Logis arbeiten müssen, um die Wirtschaft am „brummen“ zu halten. Und da, wo mutige Priester dagegen aufbegehren, werden sie von der Kurie niedergebügelt (Stichwort Befreiungtheologie). So sehr gegen Sklaverei scheint die Kirche immer noch nicht zu sein.
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#68   monens   16:15:31 | Freitag, 30. September 2011
Dort, wo die Vernunft zur „Religion“ erhoben wird, dort hat das Reich Gottes keinen Platz mehr und dort laufen auch Glieder des geheimnisvollen Leibes Christi, der hl. Kirche, Gefahr, falschen „Mehrheiten“ zu erliegen; der Heilige Vater Papst Benedikt XVI. hat an die Adresse der „Wir sind Kirche“ Querulanten/innen;
+
„es kann nie eine Mehrheit gegen die Apostel und gegen die Heiligen geben,
das ist dann eine FALSCHE Mehrheit.“
+
www.razyboard.com/…07887-6113122-0.html
natürlich ist der wahre Glaube „weltfremd“; treugläubige röm. Katholiken wirken zwar in dieser Welt, dürfen aber niemals von dieser Welt sein; der hl. Ludwig v. Montfort;
+
Wir dürfen ferner die falschen Grundsätze der Welt weder glauben, noch ihnen folgen. Wir dürfen nicht denken, reden und handeln wie die Weltkinder.
Ihre Grundsätze sind so VERSCHIEDEN von der Lehre der Ewigen Weisheit
wie die NACHT VOM TAGE und DER TOD VOM LEBEN“
+
„gesetzliche“ hofierte UNZUCHT und MORD an ungeborenen Kindern als „ganz humane“ weltliche „Errungenschaften!; der Weg aber zum wahren Leben ist schmal;
www.razyboard.com/…07891-5901969-0.html
Geist vs. Fleisch; der hl. Johannes v. Kreuz;
+
„Alle Unvollkommenheiten und Unordnungen im Sinnenbereich
beziehen ihre Kraft und ihre Wurzeln aus dem Geist,“
+
www.razyboard.com/…07891-6111272-0.html
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#67   Jubärens   15:54:42 | Freitag, 30. September 2011
Der blinde Kirchenhasser Obermaier lässt sich in seinen kirchengeschichtlichen Auslassungen von dem total blindern Oberkirchenhasser Deschner leiten.
Dessen stierer Selektiv-Blick auf die Kirchengeschichte bzgl. der kirchlichen Äußerungen zu Sklaven und Sklavenhandel bleibt nur auf den wenigen Aussagen hängen, in denen sich kirchliche Obere entgegen der eindeutigen kirchlichen Lehre gegen die Sklaverei seit den Kirchenvätern, weswegen das christliche Europa im Mittelalter auch weitgehend sklavenfrei war (im Gegensatz zum islamischen Raum und den Gebieten der heidnischen Wikinger,vgl. Flaig, Geschichte der Sklaverei), die Sklaverei erlaubt haben – wie etwa Papst Nikolaus V. in der Mitte des 15. Jh.
Dazu habe ich unten schon klargestellt:
Angesichts von erneute Sklavenhandel und Sklavenhaltung haben Papsttum und spanische Theologen in der Mitte des 16. Jahrhunderts die neuzeitliche naturrechtliche Menschenrechtsbegründung neu formuliert – etwa in der Bulle von Papst Paul III. 1538:
Er stellte fest:
1. daß alle Völker der Erde ihrer Natur nach wahre Menschen sind;
2. daß sie als solche Freiheit und Besitz rechtmäßig benutzen, , erwerben und sich dessen erfreuen dürfen;
3. daß sie nicht zwangsmissioniert oder zu Sklaven gemacht werden dürfen.
Mit dieser lehramtlichen Aussage wurden frühere kirchliche Äußerungen zur Sklavenfrage korrigiert, die nicht im Einklang mit der Lehrtradition der Kirche standen – so die Sklaverei-Erlaubnis von Papst Nikolaus V.
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#66   Burgvogt   15:53:53 | Freitag, 30. September 2011
wer die Existenz des überpositiven Rechtes (Naturrechtes) negiert, der glaubt das Recht geht nur vom Menschen aus. Ausschließlich menschlicher Konsens schaffe demgemäß Recht.
Deshalb kann man durchaus sagen dass diese Sicht eine Geisteskrankheit unserer Zeit ist. Darum sitzen ja auch in den Quatschbuden gefährliche Irre die sich für Gott halten
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#65   Domenico Tuttisanti   15:44:25 | Freitag, 30. September 2011
Ossietzky:
„Was würden Sie machen, hätten Sie nicht Herrn Spaemann und Herrn Flaig…“
.
Besser solche kompetenten Ratgeber und Gewährsleute als Küng, Breitenbach, Berger und Konsorten!
Grüsse nach Schweinfurt!
D.T.
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#64   Ossietzky   15:38:14 | Freitag, 30. September 2011
Dom.Tutt.:@ Was würden Sie machen, hätten Sie nicht Herrn Spaemann und Herrn Flaig zu Ihrer ganz persönlichen Verfügung zur Seite, die Ihre Arme nach oben halten, wenn Sie müde werden…!
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#63   Elvenpath †   15:32:04 | Freitag, 30. September 2011
Es gibt kein „Naturrecht“. Nur die Rechte, die man sich selber erkämpft. Kein Lebewesen, außer dem Menschen, richtet sich nach Rechten. Deswegen ist so etwas wie „Naturrecht“ nur eine Erfindung des Menschen.
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#62   Mingaer †   15:16:33 | Freitag, 30. September 2011
Thomasius: Seit wann wird man wegen Sklavenhandels exkommuniziert?
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#61   Thomasius   15:13:57 | Freitag, 30. September 2011
#57 Tomás
Können Sie zufällig angeben, wieviele Portugiesen udn Spanier exkommuniziert wurden, weil sie in dem Sklavenhandel und der Sklavenhaltung involviert waren?
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#60   Urknall000   15:13:33 | Freitag, 30. September 2011
www.youtube.com/watch?v=YDC3tjS8sx8
Hey hey hier kommt der Tiger Taps und er lebt in einem Land
wo die Sonne niemals untergeht.
Hey hey Kakao wächst auf dem Baum du musst nur nach oben schaun
ich zeig dir wie das geht
Auf unserem Tigerboot haben alleunsere Freunde Platz
Und bist du mal in Not dann geben wir gemeinsam Gas
Denn weil wir Freunde sind so richtig Freunde sind
halten wir fest zusammen
Egal ob Sturm ob Wind ein neuer Tag beginnt
das Abenteuer fängt an
Ja weil ich Freunde hab so gute Freunde hab
macht mein Leben Spaß
Egal ob groß ob klein keiner ist allein
Zusammen sind wir stark.
www.youtube.com/watch?v=YDC3tjS8sx8
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#59   Obermaier †   14:55:38 | Freitag, 30. September 2011
Lol Tomas, wahrscheinlich gar nicht – Peinlichkeiten und Verbrechen werden von der Kirchengeschichtsschreibung ja gerne verschwiegen.
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#58   Fundi   14:44:51 | Freitag, 30. September 2011
zu 57: Sie nennen -richtigerweise- schon 2 mögliche (aber eben nicht aus jeder Sicht richtige, wie Sie -erneut richtig -schreiben) Quellen für überpositives Recht.
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#57   Tomás   14:30:52 | Freitag, 30. September 2011
Jubärens
#55
Es gibt nur ein überpositives Recht und dies ist das positiv göttliche Recht und das Naturgesezt.
Die Liberalen betrachten die „Menschenrechte“ als übepositives Recht. Aufgrund dieser Vorstellung hat die deutsche Justiz den „„Schießbefehl“ verworfen. So eine Rechtsdoktrin ist aber falsch, weil es die „Menschenrechte“ nicht gibt.
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#56   Fundi   14:24:43 | Freitag, 30. September 2011
zu 55: Überpositives Recht außerhalb „des“ „Naturrechts“ wird vielfälig religiös wie nichtreligiös begründet.
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#55   Jubärens   14:04:38 | Freitag, 30. September 2011
#36 Fundi Herr Professor Spaemann verwechselt die Bejahung „des“ „Naturrechtes“ mit der Bejahung überpositiven Rechts.
Bitte um Erklärung, worin sich das sogenannte überpositive Recht bzgl. der Rechtsbegründung vom klassischen Naturrecht unterscheidet.
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#54   Tomás   13:58:47 | Freitag, 30. September 2011
Obermaier
#45
Ich bitte anzugeben, wo diese beiden Bullen im Denzinger zu finden sind.
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#53   Domenico Tuttisanti   13:50:36 | Freitag, 30. September 2011
Der Althistoriker Prof. Egon Flaig über die „naturrechtliche“ Ablehnung der Sklaverei im Denken der christlichen Welt in dem folgenden Interview:
www.youtube.com/watch?v=l6YPFfCboKA
(ab dem Stande von 36: 48 min)
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#52   Jubärens   13:48:41 | Freitag, 30. September 2011
Der Kirchenhasser Denis Diderot († 1784) und die anderen kirchenhassenden französischen Enzyklopädisten stuften die Neger aufgrund ihrer Einfalt, Dummheit und ihres Aberglaubens in die unterste Stufe der menschlichen Rassen ein.
Der deutsche Aufklärer Immanuel Kant († 1804) gilt als Begründer einer systematischen Rassentheorie.
Für ihn sind die Bewohner der heißen Zonen wegen ihrer angeborenen Faulheit, Dummheit und Furchtsamkeit von Natur zu „sklavischen Unterthanen“ geboren
Die weiße Rasse dagegen war für Kant aufgrund ihrer körperlichen und geistigen Überlegenheit gegenüber allen anderen Menschengruppen zur geistigen und militärischen Führung bestimmt.
So rechtfertige Kant auch die Kolonialherrschaft der Weißen.
Die neuen (mittel-) europäischen Kolonistenstaaten nahmen diese Rassentheorien der Spätaufklärung gerne auf und spielten sich dann als Herrenvölker gegenüber den minderwertigen Völkern der Kolonien auf – „halb Kinder, halb Teufel“, wie der britische Kolonistendichter NN rechtfertigte.
Auch die Kolonialmassaker der Briten, Franzosen, Belgier, US-Amerikaner und Deutschen an den Kolonialvölker ist nur auf dem Hintergrund der aufklärerischen Rassentheorie zu erklären, die die naturrechtliche Gleichheit aller Menschen ablehnte.
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#51   Thomasius   13:47:37 | Freitag, 30. September 2011
#42 Domenico Tuttisanti
Nichts gegen Papst Paul III. aber…
Die Anfänge des Sklavenhandels werden im 15. Jahrhundert angesiedelt, als 1441 ein junger portugiesischer Kapitän einen Mann und eine Frau entführte. Einige Jahre später errichteten die Portugiesen ein Fort auf der Insel Arguin vor der mauretanischen Küste. Der Stützpunkt wurde vor allem für den Goldhandel errichtet, entwickelte sich aber auch zu einem Handelsplatz für Sklaven.
Die Sklaverei und vor allem den Handel über die Sahara und südeuropäische Städte gab es schon gut 100 Jahre lang. Auch einzelne afrikanische Stämme kannten die Sklaverei und benützten sie aus wirtschaftlichen Gründen.
Auf der Suche nach neuen Handelpartner stießen die Portugiesen immer weiter nach Süden vor und verstrickten sich tief in den Handel mit Sklaven. Dabei fungierten sie sozusagen als Zwischenhändler, die sich ihre „Ware“ mit Gold ablösen ließen. In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts stammten die meisten Sklaven aus dem Gebiet vom Nigerdelta bis zur Kongomündung.
1576 – nachdem aus dem Kongo praktisch keine Sklaven mehr zu bekommen waren – wurde etwas weiter südlich der Handelsstützpunkt Luanda gegründen, der sich zum zentralen Umschlagplatz entwicklen sollte. Die direkte Verschiffung von Afrika in die neuen Kolonien nach Amerika begann im Jahre 1532.
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#50   Jubärens   13:42:02 | Freitag, 30. September 2011
Die Sklaven-Theoretiker der Spät-Aufklärung wandten sich von der Schöpfungsordnung und von dem Naturrecht ab.
Sie begründeten ihre grausamen Theorien mit empirischen Kriterien zur Beschreibung der äußerlichen Natur des Menschen.
Sie gingen damit auf die fehlerhafte Argumentation des Aristoteles zurück, der auch von den dicken Muskeln der „Barbaren“ auf ihre Bestimmung zum Sklavesein geschlossen hatte.
Phänotypische Merkmale wie Hautfarbe, Schädel, Nasenform oder Skelettaufbau wurden im 18. Jahrhundert herangezogen, um auf höhere und niedrige Menschenrassen zu schließen.
Der holländische Anatom Peter Camper († 1789) erfand einen sogenannten Gesichtswinkel, um den Wert der menschlichen Rassen zu ermitteln.
Erwartungsgemäß besaßen die Weißen für ihn einen idealtypischen Gesichtswinkel.
Die Gesichtszüge der Neger ordnete er den Schädeln von Affen und Hunden zu.
Die Messung des Gesichtswinkels wurde durch das ganze 19. Jahrhundert als Merkmal für die Rassenunterschiede gepflegt und kam schließlich bei den Nazis zu ihrem traurigen Höhepunkt.
Ein einflußreicher Rassismus-Theoretiker war der französische Kirchenhasser Voltaire († 1778).
Er vertrat die Meinung, daß es wertvolle und wertlose Rassen gebe.
Das erkannte er an körperlichen Merkmalen und an der Verstandesentwicklung.
Die Neger-Völker hielt er für abgrundtief dumm: Sie hätten überhaupt noch nicht das Niveau des Menschseins erreicht.
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#49   Vogel   13:38:32 | Freitag, 30. September 2011
Jubärens,
Papst Johannes PAUL III ist noch in Abrahams Wuschtkessel – wollte ich eigentlich schreiben, bis ich gemerkt habe, der Johannes ist gar nicht da.
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#48   Jubärens   13:35:30 | Freitag, 30. September 2011
Papst Paul III. und die spanischen Ordentheologen verurteilten die Sklaverei auf der Basis der neuformulierten naturrechtlich begründeten Menschenrechte Mitte des 16. Jahrhunderts und korrigierten damit frühere Fehlentscheidungen, die nicht mit der kirchlichen Überlieferung seit den Kirchenvätern übereinstimmten.
Die europäischen Frühaufklärer (Thomasius, Grotius, Hobbes, Locke etc.) des 17. Jahrhunderts nahmen diese naturrechtliche Menschenrechtstradition auf.
Erst mit den kirchenfeindlichen (Spät-) Aufklärern des 18. Jahrhunderts kam der Rückschlag in die Barbarei. Sie rechtfertigte die Sklaverei von neuem.
Ein Sklaven-Theoretiker war der schottische Aufklärer David Hume († 1776).
Er schreibt in seinem ‘Essay of National Characters’, daß „alle Nationen, die jenseits der Polarkreise oder zwischen den Wendekreisen leben, im Vergleich zum übrigen Menschengeschlecht minderwertig sind“.
Der Aufklärer Baron Charles-Louis de Montesquieu († 1755) begründete die Sklaverei mit dem Klima und der Art der Bodenbeschaffenheit in den tropischen Gebieten.
Beide würden zwangsläufig zur Herausbildung von Sklavennaturen führen.
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#47   Fundi   13:28:36 | Freitag, 30. September 2011
zu 41: Jubärens: Sie verwechseln wie Prof. Spaeman Gegnerschaft zu „dem“ „Naturrecht“ mit einer Auffassung von Recht als bloßer Konvention, obwohl ich das doch gerade ablehnte… Sie unterstellen mir fahrlässig das Gegenteil von dem von mir Gesagten! Offenkundig kennen auch Sie sich diesbzgl nicht aus.
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#46   Domenico Tuttisanti   13:23:09 | Freitag, 30. September 2011
Palmström=Sefirot=Ossietzky:
.
„Ein Professor hat natürlich das Naturrecht, eine Geschichte über die Sklaverei zu schreiben… oder ein gelehrsames Interview zu geben. Weil er sie hautnah erleben konnte, wohl?“
.
Nein, Sie Schlaumeier! Er hat ein Recht auf freie Forschung und freie Meinungsäußerung. Von Letzterem machen Sie ja auch Gebrauch. Nur leider mit mäßigen Ergebnissen!
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#45   Obermaier †   13:21:11 | Freitag, 30. September 2011
Jaja, Domenico, aber Papst Nicolaus V. rechtfertigte und gestattete die Sklaverei in den beiden von mir angegebenen Bullen. Da gibts bestimmt auch nen Wiki-Eintrag zu – selbst ist der Mann. Suchen’s mal.
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#44   Ossietzky   13:18:10 | Freitag, 30. September 2011
Ein Professor hat natürlich das Naturrecht, eine Geschichte über die Sklaverei zu schreiben… oder ein gelehrsames Interview zu geben. Weil er sie hautnah erleben konnte, wohl?
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#43   Tomás   13:17:09 | Freitag, 30. September 2011
EnrnstSchneider
#38
Zwischen einer Sache (z.B. ein Pferd) und einem Menschen mit eingeschränkten Rechten gibt es einen wesentlichen Unterschied.
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#42   Domenico Tuttisanti   13:13:44 | Freitag, 30. September 2011
Interview mit Prof. Egon Flaig auf Sat1 (44 min)
über die Geschichte der Sklaverei.
.
www.youtube.com/watch?v=l6YPFfCboKA
(u.a. auch zum Unterschied von Sklaverei und
Leibeigenschaft)
.
Papst Paul III. verurteilt in seiner Bulle „Sublimis deus“
im Jahre 1537 jegliche Versklavung der Indianer und
„aller anderen Völker“ und sprach ihnen das Recht auf
Freiheit und Eigentum zu.
de.wikipedia.org/wiki/Sublimis_Deus
.
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#41   Jubärens   13:09:54 | Freitag, 30. September 2011
Lebensschutz als Recht oder als Gnade?
Fundi meint: „Gegner des Naturrechts lehren ETWA durchaus, daß der Gesetzgeber die Tötung Ungeborener bestrafen muß.“
Es kann vorkommen, dass Naturrechtsgegner (also Leute, für die Rechtssetzung nur eine Sache der Konvention, Vereinbarung ist) die Tötung Ungeborener bestrafen – z. B. aus demografischen oder rassistischen Gründen wie z. B. die Nazis, die die Abtreibung gesunder Ungeborenen bestraften, nicht aber behinderter.
An diesem Beispiel zeigt sich auch derwichtige Untersschied:
Bei naturrechtlich fundierten Gesetzen besteht in diesem Fall „ein Recht auf Leben“, dass den Staat verpflichtet, dieses Recht des Einzelnen von Anfang an zu „achten und zu schützen“ (Art 1,1 GG).
Bei einem Konventionsrecht ist der Rechtsschutz auf Leben eine gewährte, vereinbarte Gabe oder Gnade, die auch jederzeit wieder zurückgezogen werden kann.
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#40   Obermaier †   13:05:17 | Freitag, 30. September 2011
Domenico
.
Lesen Sie die eben benannten päpstlichen Bullen.
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#39   Domenico Tuttisanti   13:03:48 | Freitag, 30. September 2011
Obermaier
.
Lesen das Buch des Althistorikers Prof. Egon Flaig!
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#38   ErnstSchneider   13:03:45 | Freitag, 30. September 2011

Ein Leibeigener wurde als Mensch betrachte und stand im Dienste seines Herren und durfte diesen nicht verlassen.“
Genau das ist es doch.Er kann nichts frei für sich entscheiden.Ob er nun als Mensch oder Sache angesehen ist d doch zweitrangig.
Deshalb sollten wir froh sein das diese Zeiten vorbei sind.
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#37   Tomás   13:00:45 | Freitag, 30. September 2011
ErnstSchneider
#33
Ein Leibeigener wurde als Mensch betrachte und stand im Dienste seines Herren und durfte diesen nicht verlassen.
Ein Sklave wird als Sache eingestunft und entsprechend behandelt.
Zwischen Sklaverei und Leibeigenschaft gibt es einen wesentlichen Unterschied.
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#36   Fundi   13:00:00 | Freitag, 30. September 2011
Herr Professor Spaemann verwechselt die Bejahung „des“ „Naturrechtes“ mit der Bejahung überpositiven Rechts. Gegner des Naturrechts lehren ETWA durchaus, daß der Gesetzgeber die Tötung Ungeborener bestrafen muß.
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#35   Obermaier †   12:56:07 | Freitag, 30. September 2011
Dum diversas
+
Romanus Pontifex
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#34   Jubärens   12:54:54 | Freitag, 30. September 2011
Zur naturrechtlichen Begründung von Menschenrechten sowie der rechtsstaatlichen Regel, dass die Grundrechte die Gesetzgebung bindet (Art 1,3 GG) unübertroffen: John Locke in seiner Schrift von 1689: „Zwei Abhandlungen über die Regierung“:
„Der Naturzustand enthält ein Gesetz der Natur, das den Menschen lenkt und das einen jeden verpflichtet. Und die Vernunft, die dieses Gesetz ist, lehrt die ganze Menschheit, dass alle Menschen gleich und unabhängig sind, dass keiner den anderen Menschen in seinem Leben einschränken darf, wie in seiner Gesundheit, seiner Freiheit und seinem Besitz. (…) Das Gesetz der Natur besteht in einer ewigen Regel für alle Menschen, für die Gesetzgeber wie die übrigen Menschen. Die Regeln, die die Gesetzgeber für die Handlungen anderer Menschen aufstellen, müssen mit dem Gesetz der Natur übereinstimmen …“
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#33   ErnstSchneider   12:53:56 | Freitag, 30. September 2011
Und was ist der Unterschied zwischen Sklaverei und Leibeigenschaft ?.
Beides bedeutet Unfreiheit.
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#32   Tomás   12:51:09 | Freitag, 30. September 2011
Obermaier
#30
Es ist kein Zufall, daß im christlichen Mittelalter die Sklaverei auslief und durch die Leibeigenschaft ersetzt wurde. Die Kirche hat immer die Sklaverei verurteilt, weil diese gegen das Naturrecht ist.
Mit welchen Bullen hat die Kirche die Sklaverei abgesegnet?
Haben nicht zufällig protestantische „Theologen“ es getan?
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#31   Jubärens   12:50:29 | Freitag, 30. September 2011
Obermaier und Thomasius übertreffen sich mal wieder in Unkenntnissen und Krichenhass
„Naturrecht – was ein Unsinn.
Wir müssen uns verabschieden von solchen Albernheiten wie einer Annahme eines „Naturrechtes“ und uns als Menschen einigen auf Rechte – ohne religiös-dogmatische Scheuklappen bei der Diskussion selbiger. Die Menschenrechte sind ja schonmal ein guter Anfang“
Augustinus und andere Kirchenväter haben das griechisch-römische Naturrechtsdenken mit dem Gedanken der gleichen Gottesebenbildlichkeit aller Menschen und ihrer Selbstverantwortlichkeit zur Grundlage der europäischen Rechtstradition gemacht und damit auch der antiken, von Aristoteles gerechtfertigten Sklaverei Legitimation und Rechtsgrundlage entzogen.
Angesichts von erneute Sklavenhandel und Sklavenhaltung haben Papsttum und spanische Theologen in der Mitte des 16. Jahrhunderts die neuzeitliche naturrechtliche Menschenrechtsbegründung neu formuliert – etwa in der Bulle von Papst Paul III. 1538:
Er stellte fest:
1. daß alle Völker der Erde ihrer Natur nach wahre Menschen sind;
2. daß sie als solche Freiheit und Besitz rechtmäßig benutzen, erwerben und sich dessen erfreuen dürfen;
3. daß sie nicht zwangsmissioniert oder zu Sklaven gemacht werden dürfen.
Die Philosophen der Frühaufklärung wie Hugo Grotius († 1645), Thomas Hobbes († 1679), Samuel von Pufendorf († 1694) und John Lcoke (+1704) übernahmen die naturrechtliche Begründung der Menschenrechte von der spanischen Spätscholastik.
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#30   Obermaier †   12:46:17 | Freitag, 30. September 2011
Domenico, erzählen Sie doch bitte keinen Unsinn. Weder wurde die Sklaverei durch das Christentum beseitigt noch durch das „Naturrecht“. Die Kirche hat die Sklaverei in zwei Bullen abgesegnet im 15. Jahrhundert und das angenommene Naturrecht hat als Rechtfertigung der Sklaverei gedient. Dass die Sklaverei letztlich angeschafft wurde hatte mit dem sich verändernden Weltbild der Menschen zu tun – und das Weltbild wurde nicht durch die christlichen Kirchen geändert, sondern gegen sie. Die christlichen Kirchen – und ganz besonders die RKK – waren immer Bremser und Unterdrücker von Veränderungen.
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#29   Domenico Tuttisanti   12:37:55 | Freitag, 30. September 2011
Thomasius
Was Sie schreiben, ist bekannt, ändert aber nichts daran, dass die Sklaverei HISTORISCH durch das Christentum beseitigt wurde.
s. Flaig, Egon: Weltgeschichte der Sklaverei. München: C.H.Beck, 2009.
.
Thomasius:
„Es ist leichter vom „Naturrecht“ zu faseln als die Grundsätze auch anzuwenden.“
.
Auch damit sagen Sie nichts Neues, besteht doch prinzipiell ein Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Dies bildet aber kein Argument GEGEN das Naturrecht, sondern eher FÜR dieses. Dass Sie z.B. ein Problem haben, das natürliche Recht eines Ungeborenen auf Leben und Unversehrtheit zu achten und vollumfänglich anzuerkennen, macht es tatsächlich erforderlich, darüber weiter zu räsonnieren („zu faseln“).
Bis auch bei Ihnen der Groschen fällt, sorry, die 10-Cent-Münze.
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#28   Tomás   12:34:27 | Freitag, 30. September 2011
Obemaier
#15
Der Staat darf nicht Sklaverei und Folter „legalisiseren“, weil es hier um Verstöße gegen das Naturrecht sind.
bonanza
#19
Jeder, der an einer Abtreibung beteiligt ist, auch die Mutter ist „ipso facto“ exkommuniziert. Er wenn die Mutter den Mord bereut, wird ihr vergeben und die kirchenrechtliche Strafe aufgehoben.
Die Kirche befürwortet die Todesstrafe. Siehe dazu die Katechismen von Trient und des hl. Pius X.
Priester und Ordensschwestern sind keine „Typen“ und Typinnen“. Allerdings wenn diese Bezeichungen sich auf die apostatischen Priester oder „Priester“ und „Ordenschwestern“ der Konzilssekte angewandt werden, sind diese richtig.
Elvenpath
#18
Daß die unehelichen Mütter auf „dummen Gedanken“ kommen könnten, ist kein Grund, um die Unkeuschheit gutzuheißen. Die Verurteilung der Unkeuschheit hält die Menschen von den Sünden gegen das 6. Gebot und damit von der Zeugung von unehelichen Kinder ab.
Was Naturrecht ist, wurde hier schon verschiedena Male erklärt.
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