(kreuz.net, Stuttgart) Das Naturrecht ist kein „katholisches Sondergut“.
Das erklärte der deutsche Philosoph
Robert Spaemann heute der deutschen Kirchenkampf-Tageszeitung ‘Die Welt’.
Die Kirche habe sich das Naturrecht
von Anfang an angeeignet.
Die Grundlagen des Naturrechtes wurden von dem griechischen Philosophen Aristoteles
(† 322 v. Chr.) und von den römischen Juristen des zweiten und ersten Jahrhundert vor Christus erarbeitet.
„Das Naturrecht umfaßt die vornehmste Rechtstradition Europas, in der sich die Erkenntnisse Jerusalems,
Athens und Roms verbunden haben“ – erklärt Spaemann.
Die Nazis ignorierten das Naturrecht
Im Naturrecht
zählten Vernunftargumente.
Wenn das Naturrecht ein katholisches Sondergut wäre, wäre das ein schlimmes
Urteil für die Nichtkatholiken – urteilt Spaemann:
„Dann müsste man ja allein deshalb katholisch werden,
weil hier die Vernunft noch einen Platz hat.“
In der Nazizeit hätten viele Rechtspositivisten gelehrt,
daß es Unrecht in Gesetzesform gäbe.
Spaemann warnt, daß die Menschen im Wohlstand zu Rechtspositivisten
werden und sich die Gesetze – unabhängig von Wahrheit und Wirklichkeit – nach Belieben einrichten.
In
der Tyrannei bekehrt sich der Mensch – der unter der Willkürgesetzgebung der Unterdrücker leidet – zum
Naturrecht:
„Wenn ich gefoltert werde, dann interessiert mich doch nicht, ob das gesetzlich erlaubt ist
oder nicht, dann weiß ich nur, es ist ein Unrecht, was da geschieht.“
Spaemann weist auf die gegenwärtige
Tyrannei Scheinparteien-Diktatur: „Hätte ein Kind im Mutterleib eine Stimme, würde es ‘Unrecht!’ schreien,
wenn es abgetrieben und getötet wird.“
Die Altliberalen sind Religions-Positivisten
Zum Papst erklärt
Spaemann, daß dieser kein absoluter Monarch sei: „Alle Menschen dürfen mehr als der Papst.“
Er sei
durch das Evangelium und die Auslegung des Evangeliums in der Tradition gebunden.
Zur Frage, ob das nicht
weltfremd sei, verweist Spaemann auf die Bergpredigt: „Schauen Sie, ob das nicht weltfremd ist.“
Als
die Leute Christus verließen, habe dieser die Apostel nicht gefragt: „Was haben wir falsch gemacht, wie
müssen wir unsere Predigt verbessern?“
Er sagte vielmehr: „Wollt ihr auch gehen?“
Wer zahlt, darf den
Glauben leugnen
Spaemann erzählt von einem Spaziergang mit dem damaligen Erzbischof Joseph Ratzinger
von München und Freising.
Dabei sagte ihm dieser: „Wissen Sie, was das größte Problem der Kirche in
Deutschland ist? Sie hat zu viel Geld.“
Für Spaemann ist die Kirchensteuer „skandalös“.
Es sei angebracht,
für die Kirche ein angemessenes Opfer zu bringen.
Aber: „Der, der keine Kirchensteuer mehr zahlt, ist
exkommuniziert.“
„Sie können die Auferstehung Jesu leugnen, dann werden Sie als Priester noch nicht
suspendiert.“
Doch wenn es ans Geld gehe, werde es ernst:
„Diese Koppelung – Kirchenzugehörigkeit und
Kirchensteuer – muß fallen, dann ist gegen eine Kirchensteuer gar nichts einzuwenden.“
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127 Lesermeinungen
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#128 Ikonikus 04:31:34 | Donnerstag, 13. Oktober 2011
David Hume: Sie könnte es trotzdem austragen, dem Kind das Leben schenken und es dann zur Adoption freigeben.
Es gibt viele ungewollt kinderlose Ehepaare!
#127 David Hume 02:09:37 | Donnerstag, 13. Oktober 2011
Wenn eine in Kriegsgebieten vergewaltigte Frau schreien würde: „ Ich will kein Kind von meinem mir unbekannten Vergewaltiger“ sollte sie ihr Kind bekommen und den Rest ihres Lebens in ein Gesicht schauen, das Züge ihres Vergewaltigers trägt, dass sie Tag und Nacht daran erinnert welches Leid ihr angetan wurde.
Jubärens #124 Jubärens Die Schwarzafrikaner, die nach Lateinamerika, überwiegend nach Brasilien, kamen,
wurden von ihren Hauptlingen an portugiesichen Sklavenhändler in Angola verkauft. Da Sie in Sache Sklavenhandel
sehr versiert sind, wollte ich von Ihnen wissen, ob es zutrifft, daß die „Geschäftsmänner“, die von
diesem Handeln profitierten, Juden waren.
Mit dem päpstlich verbrieften „Recht, die Ungläubigen (an der Westküste Afrikas) in die Sklaverei zu
führen, war wohl der mediterrane Sklavenhandel gemeint.“- so Antonio. Der Begriff „mediterrane Sklaverei“
ist unsinnig bzw. verschleiert die arabisch-islamische Sklaverei in Nordafrika. „Eine gewisse Option auf
Schwarzafrikaner mag damit wohl auch schon gemeint gewesen sein, war die Erforschung Schwarzafrikas doch
in ihren Anfängen.“ Im Gegensatz zu Tomás Behauptung, die Portugiesen hätten von Anfang an Angola als
Hauptsklavengebiet beherrscht, hatte zunächst der Senegal große Bedeutung für den Sklavenhandel. Später
nahmen die Portugiesen an der Goldküste intensive Handelsbeziehungen mit den dortigen Reichen auf. In
Elmina wurde 1482 das Fort São Jorge da Mina errichtet, welches zu einem wichtigen Handels- und Militärstützpunkt
wurde, an dem auch mit Sklaven gehandelt wurde. Schon Ende des 15. Jahrhunderts begannen die Portugiesen –
und bald darauf die Spanier, auf den spanischen und portugiesischen Zuckerrohrplantagen der Kanarischen
Inseln, Madeiras und der Azoren etwa 10000 Sklaven aus dem Senegal, aus Mauretanien und vom Golf von Guinea
arbeiten zu lassen. Bald darauf baut man auch auf den portugiesischen Inseln im Golf von Guinea Zuckerrohr
an: Säo Tome, Fernando Po und Principe werden eine Zeitlang die Hauptzuckerproduzenten der Welt. Innerhalb
eines Jahrhunderts lassen die Portugiesen mehr als 75000 Schwarze von den nahe gelegenen afrikanischen
Küsten anlanden.
Ossietky #120 Sklaverei ist ein Verbrechen, aber kann nicht mit Massenmord gleichgestellt werden. Die
Sklaverei mit den Massenmorden von Lenin, Hitler, Stalin, Mao, Pol Pot, dem Völkermord der moslemischen
Türken an den christlichen Armeniern und den Massenmorden an ungeborenen Kindern, die in vielen Staaten
„legal“ stattfinden, zu vergleichen, ist eine Verharmlosung dieser Morde.
@Ossietzky Das was Sie schreiben ist nur einfach dumm. Die Frage war was der Papst Nikolaus V mit der
Bulle Romanus Pontifex wollte. Zur Erinnerung: Mit der Bulle Romanus Pontifex (8. Januar 1455) übertrug
Papst Nikolaus V. dem portugiesischen König Alfons V., dessen Onkel Heinrich dem Seefahrer bzw. dem portugiesischen
Orden der Christusritter, dem Heinrich als weltlicher Administrator vorstand, sowie ihren Nachfolgern
die Verwaltung der Länder, Häfen, Inseln und Meere Afrikas. Damit verbunden war das Patronat über die
Kirchen, das Handelsmonopol (außer dem Handel mit Kriegsmaterial), das ausschließliche Recht der Schifffahrt
in diesen Gewässern und das Recht, die Ungläubigen in die Sklaverei zu führen. Damit war wohl der mediterrane
Sklavenhandel gemeint. Eine gewisse Option auf Schwarzafrikaner mag damit wohl auch schon gemeint gewesen
sein, war die Erforschung Schwarzafrikas doch in ihren Anfängen. Sicher nicht gemeint war aber ein Sklavenhandel
zwischen Amerika und Afrika, weil Amerika damals noch nicht entdeckt war. Nur darum ging es in dem Disput
und um nichts anderes. Dass später Sklaven von Angola nach Amerika verschifft wurden, das schenke ich
ihnen, das ist Allgemeingut.
#121 Ossietzky 23:22:43 | Sonntag, 2. Oktober 2011
Mensch Leute, schlagt Euch nicht die Köpfe ein über Dinge, die einhalbes Jahrtausend schon zurück liegen.
Allerdings wer abstreitet, dass Afrikaner über den großen Teich geschifft und dort verkauft wurden,
ist so gefährlich wie Bischof Williamson, der den Holocaust leugnet. Die in die Sklaverei getriebenen
Afrikaner sind eine andere Form von Holocaust…!
@Jubärens Beim Tod Heinrichs des Seefahrers 1460 waren die Portugiesen die afrikanische Küste bis etwa
dem heutigen Sierra Leone (ca. 8° N) sowie den Atlantik bis zur Sargassosee (ca. 40° W) befahren. Angola
war weit! Und Sklaven wurden sicher nicht nach Amerika verkauft.
Im frühen 15. Jahrhundert suchte der portugiesische Prinz Heinrich der Seefahrer einen Seeweg nach Indien,
um vom Gewürzhandel zu profitieren. Die Expeditionen zur Erforschung der westafrikanischen Küste waren
langwierig und teuer. Durch das Plündern von Küstendörfern konnten die Kosten nicht gedeckt werden.
Schließlich verschleppten die Portugiesen Einheimische, um Lösegeld zu erpressen, wie man es früher
schon mit den benachbarten Mauren gemacht hatte. Da die Geiselauslösung mit weit entfernten Ländern
nicht funktionierte, wurden die Gefangenen später als Sklaven verkauft. Ein Fünftel des jeweiligen Verkaufserlöses
gehörte Prinz Heinrich.[8] Zunächst hatte Senegal große Bedeutung für den Sklavenhandel. Später nahmen
die Portugiesen an der Goldküste intensive Handelsbeziehungen mit den dortigen Reichen auf. In Elmina
wurde 1482 das Fort São Jorge da Mina errichtet, welches zu einem wichtigen Handels- und Militärstützpunkt
wurde, an dem auch mit Sklaven gehandelt wurde.
@Tomás #114 In unserem Zusammenhang ist das irrelevant, da vor der Entdeckung Amerikas sicher keine Sklaven
nach Amerika verschifft wurden. Außerdem landete erst im Jahre 1483 der portugiesische Seefahrer Diogo
Cão als erster Europäer in der Region Westafrikas in der Angola liegt. Daher wird 1455 auch noch kein
Schwarzafrikaner von irgendeinem Portugiesen aus dieser Region verschleppt worden sein. Die Bulle bezieht
sich auf die Alte Welt und bezog sich auf das Mittelmeer.
Antonio Michele Ghislieri #114 Schatzungsweise wurden von den Portugiesen ca. 2 500 000 Schwarzafrikaner
als Sklaven nach Amerika, überwiegend nach Brasilien verschleppt. Da viele bei der Überfahrt starben,
kamen 1 500 000 an. Diese Zahlen sind realitistisch, weil die Sklaven kamen nicht aus ganz Afrika, sondern
nur aus dem portugiesischen Gebiet Angola. Da Angola nicht stark bevölkert war, können es nicht mehr
gewesen sein. JohannWolfgangvonGoethe #112 Mit dieser Bulle hat der Papst nur eine Handlung in der Praxis
zugelassen. Sie hat keinen dogmatischen Inhalt und darum ist hier nicht die Unfehlbarkeit des Papstes
tangiert. Die Unfehlbarkeit der Papstes basiert auf der Zusage Christi, Petrus würde nie im Glauben schwanken
und wurde immer in der Kirche geglaubt. Sie war eine katholische Wahrheit, die im Vatikanischen Konzil
(1869/1870) zusammen mit dem Primat des Papstes dogmatisiert wurde. Wenn die Alt-„Katholiken“ sich deswegen
getrennt haben, ist es ihre Sache. Wir Katholiken weinen diesen Uneinsichtigen keine Träne nach.
@Jubärens Ich kann mir echt nicht vorstellen, dass im 15.Jahrhundert der Handel mit Schwarzafrikanern
einen nennenswerten Umfang hatte, einfach weil die Entdeckung Schwarzafrikas noch weitgehend bevorstand.
Gemeint war wohl der sog. mediterrane Sklavenhandel und da waren die Moslems ziemlich führend. Der Historiker
Robert C. Davis berechnet die Zahl der versklavten Europäer in nordafrikanischen Ländern zwischen 1580
und 1680 auf rund 850.000 Menschen und das bei der damaligen geringen Bevölkerung. Der von Nikolaus V.
angeordnete Sklavenhandel war wohl eine weitgehend wirkungslose Reaktion auf den florierenden islamischen
Sklavenhandel. Nur so zum Vergleich, 1453 fiel Konstantinopel und führte den europäischen Herrschern
ziemlich deutlich vor Augen, dass ihre Politik gegenüber der islamischen Gefahr gescheitert war.
Die Bullenspezialisten sollten eine eigene Community gründen. . Jesus wäre glücklich, wenn er am Ende
der Tage Menschen treffen könnte, die das geschichtliche Leben vieler korrupter Päpste aufarbeiten,
aber unterstützen, dass gegen Menschen gehetzt werden kann auf Teufel komm raus. . Wenn Er nicht so mit
dem Erlösen beschäftigt, würde Er sicher auch in diesen edlen Papsthistorien wühlen und schwelgen,
weil es darauf ankommt; aber bedenkt und vergesst nicht: Drei mal täglich ALLES HOAX rufen – wie Jesus!
.
Das heißt aber doch auch… dass sich die Päpste schon immer widersprochen haben! Das war schon immer
so! Ein Papst war dem anderen sein Feind! Die Unfehlbarkeit wurde erst auch dem VI (dem undemokratischen
Räuberkonzil) mit Mehrheit der nicht vergifteten und nicht weggesperten Kardinäle verabschiedet! Dieses
1. Vat. Skandalkonzil hatte die Abtrennung der rechtgläubigen Altkatholiken zur Folge! Irgendwie noch
Fragen?
Nach meiner Meinung sollten wir nicht so lässig, unehrlich oder beschönigend mit der Kirchengeschichte
umgehen, in diesem Fall mit fehlerhaften Aussagen eines Papstes, Antonio Michele Ghislieri Sie hatten
die Bulle von Papst Nikolaus V., in der er den portugiesischen König Alfons ermächtigte, die Bewohner
der afrikanischen Länder der Ungläubigen „zu vertreiben, zu unterjochen und in ewige Knechtschaft zu
zwingen“ als „lahmen Gaul“ bezeichnet. Sie sei u. a. „gegen die damals ziemlich mächtigen Moslems“ gerichtet
gewesen. Es stimmt zwar, dass die Portugiesen mit den muslimischen Sklavenhändlerstaaten Konkurrenten
waren, aber mit der Unterjochung und Knechtschaft waren doch wohl die afrikanischen Bewohner gemeint –
jedenfalls haben die Portugiesen das so verstanden und die Schwarzen bald darauf als Sklaven genommen.
Tomás geht noch großzügiger mit der Wahrheit um, wenn er behauptet: „Die Kirche hat in gewissen Situationen
die Sklaverei geduldet, um ein größers Übel zu verhindern, aber niemals gebilligt.!“ Die Aussagen von
Papst Nikolaus V zur Unterjochung und Knechtschaft von Bewohnern Afrikas war ein Fehler und sollte auch
so benannt werden. Dazu mein früheres Statement: Mit der Bulle von Papst Paul III. 1837 wurden frühere
kirchliche Äußerungen zur Sklavenfrage korrigiert, die nicht im Einklang mit der Lehrtradition der Kirche
standen – so die Sklaverei-Erlaubnis von Papst Nikolaus V.
@Jubärens Nun ja die Bulle Romanus Pontifex (8. Januar 1455) des Papstes Nikolaus V., die Sie wohl meinen,
war ein lahmer Gaul, sie ging gegen die damals ziemlich mächtigen Moslems und bezog sich auf die Länder
Afrikas.
Fortsetzung an Tomás: Im Spanien des 16. Jahrhunderts gab es einige einflussreiche Staatstheologen, die
behaupteten, dass man das Christentum als einzig wahre Religion den Indianern mit allen Mitteln und Tricks
aufdrängen könne, damit sie zu ihrem Seelenheil geführt werden könnten. Dazu wurde noch ein Hilfskonstrukt
entwickelt, dass die ‘Wilden’ (Indianer) noch nicht die Stufe des ‘wahren Menschsein’ erstiegen hätten
und wie Kinder seien, die auch keine Entscheidungsfreiheit bzgl. des Glaubens haben und denen man ja auch
den Glauben mit unbedingter elterlicher Autorität lehren bzw. vorgeben kann. Zu der weiteren Frage von
Tomás: Welcher Papst hat die Sklaverei gutgeheißen? Ich bitte um genaue Angaben. Die Kirche hat in gewissen
Situationen die Sklaverei geduldet, um ein größers Übel zu verhindern, aber niemals gebilligt.! Papst
Nikolaus V. legitimierte in seiner Bulle „Divino amore communiti“ vom 18. Juni 1452 die Sklaverei, indem
er den portugiesischen König ermächtigte, die Länder der Ungläubigen „zu erobern, ihre Bewohner zu
vertreiben, zu unterjochen und in ewige Knechtschaft zu zwingen.“
Da haben Sie ausnahmsweise mal Recht,Tomás #101 „Die Doktrin der „Menschenrechte“ ist ein geschlossenes
System. Wenn Sie die „Menschenrechte“ akzeptieren, müssen Sie auch das „Recht“ auf Religionsfreiheit
annehmen.“ Genau diesen Zusammenhang hat Papst Paul III. in seinem Lehrschreiben ‘Sublimis Deus’ hergestellt,
als er – in Korrektur zur Sklavereierlaubnis von Papst Nikolaus V. und in Übereinstimmung mit der Lehre
der Kirche – das Menschenrecht auf Freiheit der Person feststellte, also die Selbstverfügung über seine
eigene Person und damit das Verbot von Sklavenhandel und Sklavenhaltung. Desweiteren stellte er fest,
dass alle Menschen „als solche Freiheit und Besitz rechtmäßig benutzen, erwerben und sich dessen erfreuen
dürfen“. Das Recht, über sein Eigentum zu verfügen ist ebenfalls ein grundlegendes Menschenrecht, von
der Kirche immer anerkennt. Schließlich stellte der Papst die Religionsfreiheit fest in dem Sinne, dass
die Indianer damals in keiner Weise zwangsmissionierte werden dürften, sondern frei sind in der Annahme
oder Ablehnung der ihnen gepredigten christlichen Religion. Auch diese Religionsfreiheit als freie Entscheidung
zur Annahme oder Ablehnung des Christentums ist immer als Menschenrecht von der Kirche gelehrt worden.
(weiter nach Brücke)
Thomasius #105 Welcher Papst hat die Sklaverei gutgeheißen? Ich bitte um genaue Angaben. Die Kirche hat
in gewissen Situationen die Sklaverei geduldet, um ein größers Übel zu verhindern, aber niemals gebilligt.
Die Sklavenhändler waren die Portugiesen und nicht die Spanier. Seltsamerweise als Portugal zu Spanien
gehörte, haben die Portugiesen dieses „Geschäft“ nicht betrieben. Als Portugal sich von Spanien trennte,
von den „Iluminaten“ regiert wurde und mit England gemeinsame Sache machte, betrieben sie dieses „Geschäft“.
Daher ist ihre Behauptung, die Höllander haben dieses „Geschäft“ von den Spaniern übernommen, falsch.
Ein Staat, der die Sklaverei praktiziert, verstößt gegen das Naturrecht, wie ein Staat der den Massenmor
an ungeborenen Kindern betreibt. Meine Frage, wie Sie den Sklabenhandeln durch die Muslime bewerten, haben
noch immer nicht beantwortet. Jubärens #101 Die Doktrin der „Menschenrechte“ ist ein geschlossenes System.
Wenn Sie die „Menschenrechte“ akzeptieren, müssen Sie auch das „Recht“ auf Religionsfreiheit annehmen.
Deswegen sollte man nicht von den „Menschenrechte“, sondern von den Naturrechten des Menschen (z.B. Recht
auf Leben) sprechen.
#106 Thomasius 09:06:11 | Sonntag, 2. Oktober 2011
#100 Tomás Haben Sie zufällig schon mal davon gehört, dass die „Holländer“ Bewohner der spanischen
Niederlande waren, bevor sie sich selbständig machten, und manche „Tradition“ der Spanier beibehielten?
Schließlich hatten Päpste den Sklavenhandel doch für „gut“ befunden und zwar vor der Reformation. „Richtige“
Katholiken wie Sie müssen sich doch „begeistert“ zeigen davon.
In diesem Fall, Mighty Counsellor, hat Tomás recht: <Ein Staat, der […] nicht einmal das Naturrecht
beachtet ist kein Rechtsstaat.> Sie haben mit Ihrer Gegenbehauptung Unrecht: „Du hast keine Ahnung. Der
Rechtstaat ist ein Staat, der sich nach dem Recht richtet. Das Naturrecht ist dafür mitnichten notwendig.“
Nach Ihrer These wäre der Nazi-Staat ein Rechtsstaat gewesen, denn die Hitlerregierung legitimierte 98
Prozent ihrer staatlichen Aktivitäten mit Rechtsverordnungen. 4.000 Gesetze gab die Hitlerregierung ordnungsgemäß
heraus, veröffentlichte sie im Reichsgesetzblatt und überwachte deren Einhaltung. Die ordentlichen Gerichte
sprachen Recht entsprechend des Gesetzeskorpus’. Der Hitlerstaat war also in Ihrem Sinne ein Rechtsstaat –
aber nur auf positivistischem Recht bezogen. Die Rechtsphilosophie war anti-naturrechtlich: Recht ist,
was dem Volke nützt (Und was ihm nützt, das bestimmen wir, die Nazis). Nach unserem Verfassungsverständnis
muss sich der Rechtsstaat, d. h. die Rechtssetzung des Parlaments und die daraus folgende Rechtssprechung
und rechtmäßige Verwaltung auf die naturrechtlich begründeten Grundrechte gründen. So heißt es im
Art. 1,1 GG: „Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung
als unmittelbar geltendes Recht.“ Die Grundrechte sind in ihrem Wesensgehalt einer Veränderung und Verfügung
des Gesetzgebers entzogen (Art 19), für die Art. 1 und 20 gilt sogar eine sogenannte „Ewigkeitsgarantie“
(Art. 79). Alle diese V…
Thomasius@ Kann ja sein, dass die Verantwortlichen just zu dem Zeitpunkt nicht in der Gnade der Erkenntnis
gestanden sind und nur deshalb als arme Sünder die Sklavenhalterei für zweckdienlich hielten und praktizierten
und auch nicht auf das Recht der ersten Nacht (Jus primae noctis) verzichten wollten. Das ist eben die
Ungnade der Erkenntnis…!
#103 Thomasius 20:55:28 | Samstag, 1. Oktober 2011
#90 Tomás >Es gibt nur ein Überpositives Recht, an dem alle Staaten sich zu halten haben. Dieses besteht
aus dem göttlichen Recht und dem Naturgesezt.< Also hat die Kirche und haben die katholischen Staaten
das göttliche Recht und das Naturrecht mit Füßen getreten, als sie die Sjklaverei anerkannten bzw praktizierten.
Thomás spielt sich in #90 als das Superlehramt der Sekte von Geisterfahrerkatholiken auf: „Die Lehre
der „Menschenrechte“ ist gegenstandslos, weil sie gegen das göttliche Recht und die Lehre der Kirche
verstößt.“ Seit den Kirchenvätern, insbesondere Augustinus und Gregor von Nyssa,über Thomas von Aquin
und dann in neuer Klarheit bei den spanischen Ordentheologen im 16. Jahrhundert sind die naturrechtlich
begründeten grundlegenden Menschenrechte wie Recht auf Leben, Recht auf Verfügung über die eigene Person
(= Verbot von Sklaverei) sowie das Recht auf freie Annahme der Religion (= Verbot von Zwangsmissionierung)
konstitutiver Teil der katholischen Lehrtradition. Dazu kommt die Lehre, dass alle Menschen als Geschöpfe
Gottes und seine Ebenbilder dem Wesen nach gleich sind, d. h. Ablehnung der Theorie von Herren- und Sklavenmenschen
sowie der neuzeitlichen Rassentheorie der Aufklärung. Man muss diese grundlegennden Menschenrechte allerdings
unterscheiden von den zahlreichen Pseudo-Menschenrechten, wie sie seit der UNO-Menschenrechtserklärung
von 1948 in den Menschenrechtskatalog eingeschmuggelt wurden – wie z. B. das Recht auf Arbeit, Bildung,
Gesundheit, sauberes Wasser, weißen Strand und Abtreibung.
Jubärens #99 Nach der Schätzung von südamerikanische Historiker kammen nach Südamerika, überwiegend
nach Brasilien, 1 500 000 Sklaven. Wie viele tatsächlich verschleppt wurden und die Überfahrt von Angola
nach Südamerika nicht überlegten ist unklar. Von Bedeutung ist auch die Tatsache, daß Portugal als
es zu Spanien gehörte, kein Sklavenhandel betrieben hat. Erst als sich von Spanien löste und in die
Abhängigkeit Englands kam, nahmen die Portugiesen diese Tätigkeit auf. Wie viele Schwarzafrikaner von
den Briten und Holländer, d.h. von den Protestanten, versklavt wurden, ist eine andere Frage. Noch immer
warte ich auf die Antwort von Thomasius auf meine Frage, wie er die Tatsache, daß arabische-islamische
Sklavenhändler 17 Millionen Schwarzafrikaner ín die islamischen Länder verschelppt haben, bewertet.
Für Leute wie Thomasius ist die Sklaverei nur interessant, wenn sie damit Stimmung gegen die Kirche,
Spanien und Portugal machen können.
Wie immer, lügt und übertreibt Thomasius, wenn er seinen Hass gegen die katholische Kirche auskotzt:
„Katholiken haben 20 Millionen Afrikaner nach Lateinamerika verschifft, von denen ein nicht unerhelblicher
Teil unterwegs umkam.“ In Wirklichkeit sind nach seriösen Schätzungen in den 400 Jahren zwischen 1460
und 1860 etwa 13,5 Millionen Schwarzafrikaner nach Amerika als Sklaven verschleppt worden. Davon sind
etwa 1,5 Mill. auf der Überfahrt umgekommen. Nach den Portugiesen waren die nicht-katholischen Engländer
die größten Sklavenhändler mit ihrem berüchtigten Dreieckshandel, der nach Ansicht von Wirtschaftshistorikern
die Basis für Englands Reichtum bildete. Auf Jamaika und anderen Karibik-Inseln sowie in den Kolonialprovinzen
Nordamerkikas gehörten Briten zu den größten Sklavenausbeutern auf riesigen Plantagen. Die „erfolgreichsten“
Sklavenhändler und Sklavenausbeuter aber waren die calvinistischen Hölländer in Brasilien bis 1654,
in Niederländisch-Gyajana, Curacao und den andern Inseln der Niederländischen Antillen. Auch durch das
Verbot vom Sklavenhandel mit Afrikanern 1860 ließen sich die cleveren höllandischen-calvinistischen
Käsmänner nicht vom Sklavenhandel abbringen und importierten die Menschenware danach noch jahrzehntelang
aus Indien und Indonesien
Das mit der Kirchensteuer ist wirklich skandalös und es stammt aus der Zeit der vorkonziliaren Kirche, dass die Bischöfe die Nichtzahler in die Hölle schicken mittels Exkommunikation. Wobei die nachkonziliaren Bischöfe beim Geld wahrscheinlich noch gieriger sind.
Mighty Counsellor #95 Ein Rechtsstaat ist ein Staat, der sich nach dem Recht richtet. So ist es. Zum Recht
gehört aber auch das übespositive, d.h. das göttliche Recht und das Naturgesetz. Berns-Jupp #96 So
sehen es aber die acht so toleranten Funktionäre der Konzilssekte, die nicht auf das Geld verzichten
wollen. Es ist Streitfrage. ob jemand, der sich weigert Kirchensteuern zu zahlen, exkommuniziert ist.
Da aber heutzutage diese Steuern nicht an die Kirche, sondern an die Konzilssekte abgeführt werden, ist
es nicht nur zulässig, sondern sogar geboten, diese Steuern nicht zu zahlen.
#97 Bernd-Jupp 01:33:07 | Samstag, 1. Oktober 2011
Man sollte eben doch nicht zu Allem und Jedem etwas sagen, wenn man keine Ahnung hat.Und Spaemann hat vom Kirchenrecht so viel Ahnung wie ein chinesischer Reisbauer. Wer keine Kirchensteuer zahl ist nicht exkommuniziert. Das steht nirgendwo. Bitte die Stelle zeigen, bevor man einen solchen Schwachsinn verzapft!!
Tomás: <Ein Staat, der […] nicht einmal das Naturrecht beachtet ist kein Rechtsstaat.> Du hast keine
Ahnung. Der Rechtstaat ist ein Staat, der sich nach dem Recht richtet. Das Naturrecht ist dafür mitnichten
notwendig.
ErnstSchneider #93 Alle Menschen, weil sie Geschöpfe Gottes sind, haben sich ihren Schöpfer unterzuordenen
und Ihm zu gehorchen. Aus diesem Grund gilt das göttliche Recht und das Naturgesetz für alle Menschen.
Das Recht auf Leben, das mit der Zeugung beginnt und mit dem natürlichen Tod endet, gilt sowohl für
die Geborene als auch für die Ungeborene.
ErnstSchneider #91 Falsch! Ein Staat, der nicht nur das göttliche Recht, sondern nicht einmal das Naturrecht
beachtet ist kein Rechtsstaat. Staaten, die von sich behaupten die „Menschenrechte“ zu beachten, sind
die ersten, die den Massenmord an ungeborenen Kindern praktizieren.
#92 ErnstSchneider 23:31:20 | Freitag, 30. September 2011
@Tomas Und trotzdem ist es gut das wir in den meisten Ländern der Erde Menschenrechte haben und sie auch
geachtet werden. Ob sie gegen göttliches Recht oder gegen die Lehre der Kirche verstossen ist dabei völlig
unerheblich.
Thomasius #84 Die portugiesische Regierung, die die Sklaverei betrieb war freimaurisch und eng mit England
liiert. Schätzungsweise wurden 2 Millionen Sklaven verschleppt, von denen ca. 1 500 000 in Amerika, überwiegenden
in Brasilien, ankamen. Vgl. Jorge Maria Ramallo, Historia 2, Ediciones Braga, Buenos Aires 1981, Seite
128. Die Zahl 20 Millionen ist nicht belegt und total unrealistisch. Meine Frage, was Sie von dem arabisch-islamischen
Sklavenhandel, dem 17 Millionen Schwarzafrikaner zum Opfer gefallen sind, habe Sie nicht beantwortet.
Jubärens #83 Es gibt nur ein Überpositives Recht, an dem alle Staaten sich zu halten haben. Dieses besteht
aus dem göttlichen Recht und dem Naturgesezt. Die Lehre der „Menschenrechte“ ist gegenstandslos, weil
sie gegen das göttliche Recht und die Lehre der Kirche verstößt.
#88 Mary Cruz 21:41:35 | Freitag, 30. September 2011
Irgendwann im Jahr 2009 erklärte die deutsche Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger… :
„Leider hat es in den vergangenen Jahrzehnten viel zu viele Gesetze gegeben, die bürgerliche Freiheitsrechte
eingeschränkt und staatliche Eingriffsbefugnisse erweitert haben“… „Es ist wieder Zeit für mehr Freiheit
und für eine Stärkung der Bürgerrechte.“ + Leider hat sich für die Bürger, vor allem für Kinder
und Jugendliche seitdem jedoch nichts zum Positiven geändert. Ungeborene Kinder haben nach wie vor kein
Recht auf Leben und kritische Webseiten, die das und andere unhaltbare Zustände kritisieren, z. B. die
pornographische und Homo-Webangebote als Unrecht bezeichnen, werden als „jugendgefährdend“ eingestuft: www.kreuz.net/article.13444.html
Wer sich ständig an allem als unschuldig sieht, kann sich nicht bekehren, denn er hat es ja mit meheren
Löffeln gefressen, die Weiheit und die Unschuld. Da perlt Schuld einfach ab…gell… . Unschuldsheuchler
sind hier so zahlreich vertreten und merken nix… . Jappa Dappa Duuu www.youtube.com/watch?v=2PPf3aaZmUw
. Beamt Euch in die Steinzeit
#86 Tolerant 20:36:41 | Freitag, 30. September 2011
Unschuld ? – Setzen wir das Wort ins Vaterunser ein. . „Vergib uns unsere Unschuld, wie auch wir vergeben
unseren Unschuldigen.“ . Oh, Schuld vom Lande !
#84 Jubärens 20:09:20 | Freitag, 30. September 2011
Der Geisterfahrerdenker Tomás wirft mal wieder aller durcheinander: „Es gibt nur „ein“ überpositives
Recht und dies ist (erstens) das positiv göttliche Recht und (zweitens) das Naturgesetz. Die Liberalen
(? – wie Robert Spaemann?) betrachten die „Menschenrechte“ als überpositives Recht“ – also Naturrecht.
„Aufgrund dieser Vorstellung hat die deutsche Justiz den „„Schießbefehl“ verworfen.“, indem sie erklärte,
dass der Schießbefehl als positives DDR-Recht das Unrecht der Erschießung von Flüchtlingen nicht rechtfertigen
kann, weil es das Naturrecht auf Leben gibt, dass höher steht als alles positive (Un-) Recht. „So eine
Rechtsdoktrin ist aber falsch, weil es die „Menschenrechte“ nicht gibt.“? Das Naturrecht auf Leben, Recht
auf die eigene Person (=Verbot der Versklavung) ist seit den Kirchenvätern Lehre der Kirche und zugleich
mit der natürlichen Vernunft zu erkennen, weil es ein lex naturalis ist. Fundi, Sie haben sich allerdings
auch unklar ausgedrückt bzw. fehlerhaft , wenn Sie Prof. Spaemann eine Verwechselung „der Bejahung „des“
„Naturrechtes“ mit der Bejahung überpositiven Rechts“ vorwerfen. Spaemann hat nur vom Naturrecht gesprochen
und nichts verwechselt.
Thomasius #81 Die Versklavung der Schwarzafrikaner hat die Kirche als das geringere Übel gedultet, aber
nicht befürwortet. Die arabische Muslime haben ca. 17 Millionen in die islamische Staaten verschleppt,
wobei viele den Transport nicht überlebt haben. Was halten Sie davon?
#81 Thomasius 18:55:04 | Freitag, 30. September 2011
#70 Domenico Tuttisanti „1537 verbot Papst Paul III., Indianer sowie Völker, die künftig noch entdeckt
würden, zu versklaven. Interessant. Die „entdeckten“ afrikanischen Völker konnten danach also weiterhin
versklavt werden.
#76 Quanta Cura 17:50:37 | Freitag, 30. September 2011
Dafür, dass Ratzinger weltfremd sein soll, lobt er die dekadenten Gesellschaften und antichristlichen
Staaten sowie die kommende Eine-Welt-Regierung in äußerst hohem Maße. Ungewöhnlich für einen Weltfremden.
#74 Unschuld 17:18:06 | Freitag, 30. September 2011
Liebe Mitchristen, die Worte von Professor Spaemann sollten wir uns zu Herzen nehmen. Insbesondere die
Spötter, die die ersten Meinungen zu diesem Artikel geschrieben haben: Obermaier, Thomasius, Evelynn
van der Meer und Ossietzky. Leute, Ihr seid selber zu beschränkt, um eure eigene Beschränktheit zu erkennen
und werft anderen vor, senil, dumm usw. usf. zu sein. Fangt bei euch zuerst an. Gruß Unschuld
#73 defendor 16:44:06 | Freitag, 30. September 2011
Die lebensspendende Heilige Mutter Kirche… die Konvertitin Gertrud von le Fort (1876-1971) im Jahre
1924 in ihrem Werk „Hymnen an die Kirche“: – „Die HEILIGKEIT der Kirche . Du hast einen Mantel aus Purpurfäden,
die sind nicht auf der Erde gesponnen. Deine Stirn ist mit einem Schleier geschmückt, den haben dir unsre
Engel geweint: Denn du trägst Liebe um die, die dir gram sind, du trägst große Liebe um die, welche
dich hassen. Deine Ruhe ist immer auf Dornen, weil du ihrer Seelen gedenkst. Du hast tausend Wunden, daraus
strömt dein Erbarmen, du segnest alle deine Feinde. Du segnest noch, die es nicht mehr wissen. Die Barmherzigkeit
der Welt ist deine entlaufene Tochter, und alles Recht der Menschen hat von dir empfangen. Alle Weisheit
der Menschen hat von dir gelernt. Du bist die verborgene Schrift unter all ihren Zeichen. Du bist der
verborgene Strom in der Tiefe ihrer Wasser. Du bist die heimliche Kraft ihres Dauerns. Die Irrenden gehen
nicht unter, weil du noch den Weg weißt, und die Sünder werden verschont, weil du noch betest. Dein
Gericht ist die letzte Gnade über den Verstockten. Wenn du einen Tag verstummtest, so würden sie auslöschen,
und wenn du eine Nacht schliefest, so wären sie dahin! Denn um deinetwillen lassen die Himmel den Erdball
nicht fallen: ALLE, DIE DICH LÄSTERN, LEBEN NUR VON DIR!“ – Hymne auf die unveränderliche und unantastbare
HEILIGKEIT des mystischen Leibes Christi… der Heiligen Mutter Kirche… der BRAUT unseres HERRN und
GOTTES JESUS CHRISTUS !
Der Althistoriker Egon Flaig zur Wirkungsgeschichte der Bulle von Paul III.: . „1537 verbot Papst Paul
III., Indianer sowie Völker, die künftig noch entdeckt würden, zu versklaven. Kaiser Karl V. untersagte,
diese päpstliche Bulle in seinem Reich zu verbreiten. Am 16. April 1550 befahl er indes, sämtliche Eroberungen
zu stoppen, bis die juristischen und theologischen Fragen geklärt seien. Zwar fürchtete der Kaiser bloß
um sein Seelenheil; doch gerade hier liegt die Pointe: Wenn zur Frage wurde, ob es eine Todsünde war,
nichtchristliche Menschen zu versklaven, dann war eine kulturelle Situation eingetreten, wie es sie in
der Geschichte der Menschheit noch nie gegeben hatte. . 1550 kam es darüber zur berühmten Disputation
zwischen Sepúlveda und Bartolomé de Las Casas. Dieser schrieb in einem Brief an den Indienrat der spanischen
Krone 1552, die Sklaverei der Indianer verstoße gegen die „Regeln der Menschenrechte“; damit war die
Idee der Menschenrechte geboren. . Die Virulenz der spanischen Diskussionen zeigte sich, als 1570 erstmals
ein politischer Philosoph, Jean Bodin, prinzipiell verlangte, die Sklaverei abzuschaffen: Sie widerspreche
dem Gesetz Gottes und der natürlichen Vernunft.“ . In: Egon Flaig: Der tiefste Bruch in der Geschichte.
Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 08.01.2011, Nr. 6, Beilage: Bilder u. Zeiten S. Z1 .
#69 Obermaier † 16:16:26 | Freitag, 30. September 2011
Jubärens, in der Bibel steht, dass Sklaverei Gottes Wille ist, also haben sich Ihre „Kirchenväter“ gegen
die Schrift gewandt? . Nebenbei gesagt, Jubärens – wie im anderen Strang bereits gesagt: Es gibt die
Sklaverei immer noch. Und sie wird mehr und mehr – dank der Menschen, die für Kost und Logis arbeiten
müssen, um die Wirtschaft am „brummen“ zu halten. Und da, wo mutige Priester dagegen aufbegehren, werden
sie von der Kurie niedergebügelt (Stichwort Befreiungtheologie). So sehr gegen Sklaverei scheint die
Kirche immer noch nicht zu sein.
Dort, wo die Vernunft zur „Religion“ erhoben wird, dort hat das Reich Gottes keinen Platz mehr und dort
laufen auch Glieder des geheimnisvollen Leibes Christi, der hl. Kirche, Gefahr, falschen „Mehrheiten“
zu erliegen; der Heilige Vater Papst Benedikt XVI. hat an die Adresse der „Wir sind Kirche“ Querulanten/innen;
+ „es kann nie eine Mehrheit gegen die Apostel und gegen die Heiligen geben, das ist dann eine FALSCHE
Mehrheit.“ + www.razyboard.com/…07887-6113122-0.html natürlich ist der wahre Glaube „weltfremd“; treugläubige
röm. Katholiken wirken zwar in dieser Welt, dürfen aber niemals von dieser Welt sein; der hl. Ludwig
v. Montfort; + Wir dürfen ferner die falschen Grundsätze der Welt weder glauben, noch ihnen folgen.
Wir dürfen nicht denken, reden und handeln wie die Weltkinder. Ihre Grundsätze sind so VERSCHIEDEN von
der Lehre der Ewigen Weisheit wie die NACHT VOM TAGE und DER TOD VOM LEBEN“ + „gesetzliche“ hofierte UNZUCHT
und MORD an ungeborenen Kindern als „ganz humane“ weltliche „Errungenschaften!; der Weg aber zum wahren
Leben ist schmal; www.razyboard.com/…07891-5901969-0.html Geist vs. Fleisch; der hl. Johannes v. Kreuz;
+ „Alle Unvollkommenheiten und Unordnungen im Sinnenbereich beziehen ihre Kraft und ihre Wurzeln aus dem
Geist,“ + www.razyboard.com/…07891-6111272-0.html
#67 Jubärens 15:54:42 | Freitag, 30. September 2011
Der blinde Kirchenhasser Obermaier lässt sich in seinen kirchengeschichtlichen Auslassungen von dem total
blindern Oberkirchenhasser Deschner leiten. Dessen stierer Selektiv-Blick auf die Kirchengeschichte bzgl.
der kirchlichen Äußerungen zu Sklaven und Sklavenhandel bleibt nur auf den wenigen Aussagen hängen,
in denen sich kirchliche Obere entgegen der eindeutigen kirchlichen Lehre gegen die Sklaverei seit den
Kirchenvätern, weswegen das christliche Europa im Mittelalter auch weitgehend sklavenfrei war (im Gegensatz
zum islamischen Raum und den Gebieten der heidnischen Wikinger,vgl. Flaig, Geschichte der Sklaverei),
die Sklaverei erlaubt haben – wie etwa Papst Nikolaus V. in der Mitte des 15. Jh. Dazu habe ich unten
schon klargestellt: Angesichts von erneute Sklavenhandel und Sklavenhaltung haben Papsttum und spanische
Theologen in der Mitte des 16. Jahrhunderts die neuzeitliche naturrechtliche Menschenrechtsbegründung
neu formuliert – etwa in der Bulle von Papst Paul III. 1538: Er stellte fest: 1. daß alle Völker der
Erde ihrer Natur nach wahre Menschen sind; 2. daß sie als solche Freiheit und Besitz rechtmäßig benutzen, ,
erwerben und sich dessen erfreuen dürfen; 3. daß sie nicht zwangsmissioniert oder zu Sklaven gemacht
werden dürfen. Mit dieser lehramtlichen Aussage wurden frühere kirchliche Äußerungen zur Sklavenfrage
korrigiert, die nicht im Einklang mit der Lehrtradition der Kirche standen – so die Sklaverei-Erlaubnis
von Papst Nikolaus V.
#66 Burgvogt 15:53:53 | Freitag, 30. September 2011
wer die Existenz des überpositiven Rechtes (Naturrechtes) negiert, der glaubt das Recht geht nur vom
Menschen aus. Ausschließlich menschlicher Konsens schaffe demgemäß Recht. Deshalb kann man durchaus
sagen dass diese Sicht eine Geisteskrankheit unserer Zeit ist. Darum sitzen ja auch in den Quatschbuden
gefährliche Irre die sich für Gott halten
Ossietzky: „Was würden Sie machen, hätten Sie nicht Herrn Spaemann und Herrn Flaig…“ . Besser solche
kompetenten Ratgeber und Gewährsleute als Küng, Breitenbach, Berger und Konsorten! Grüsse nach Schweinfurt!
D.T.
#64 Ossietzky 15:38:14 | Freitag, 30. September 2011
Dom.Tutt.:@ Was würden Sie machen, hätten Sie nicht Herrn Spaemann und Herrn Flaig zu Ihrer ganz persönlichen Verfügung zur Seite, die Ihre Arme nach oben halten, wenn Sie müde werden…!
#63 Elvenpath † 15:32:04 | Freitag, 30. September 2011
Es gibt kein „Naturrecht“. Nur die Rechte, die man sich selber erkämpft. Kein Lebewesen, außer dem Menschen, richtet sich nach Rechten. Deswegen ist so etwas wie „Naturrecht“ nur eine Erfindung des Menschen.
#61 Thomasius 15:13:57 | Freitag, 30. September 2011
#57 Tomás Können Sie zufällig angeben, wieviele Portugiesen udn Spanier exkommuniziert wurden, weil
sie in dem Sklavenhandel und der Sklavenhaltung involviert waren?
#60 Urknall000 15:13:33 | Freitag, 30. September 2011
www.youtube.com/watch?v=YDC3tjS8sx8 Hey hey hier kommt der Tiger Taps und er lebt in einem Land wo die
Sonne niemals untergeht. Hey hey Kakao wächst auf dem Baum du musst nur nach oben schaun ich zeig dir
wie das geht Auf unserem Tigerboot haben alleunsere Freunde Platz Und bist du mal in Not dann geben wir
gemeinsam Gas Denn weil wir Freunde sind so richtig Freunde sind halten wir fest zusammen Egal ob Sturm
ob Wind ein neuer Tag beginnt das Abenteuer fängt an Ja weil ich Freunde hab so gute Freunde hab macht
mein Leben Spaß Egal ob groß ob klein keiner ist allein Zusammen sind wir stark. www.youtube.com/watch?v=YDC3tjS8sx8
zu 57: Sie nennen -richtigerweise- schon 2 mögliche (aber eben nicht aus jeder Sicht richtige, wie Sie -erneut richtig -schreiben) Quellen für überpositives Recht.
Jubärens #55 Es gibt nur ein überpositives Recht und dies ist das positiv göttliche Recht und das Naturgesezt.
Die Liberalen betrachten die „Menschenrechte“ als übepositives Recht. Aufgrund dieser Vorstellung hat
die deutsche Justiz den „„Schießbefehl“ verworfen. So eine Rechtsdoktrin ist aber falsch, weil es die
„Menschenrechte“ nicht gibt.
#55 Jubärens 14:04:38 | Freitag, 30. September 2011
#36 Fundi Herr Professor Spaemann verwechselt die Bejahung „des“ „Naturrechtes“ mit der Bejahung überpositiven
Rechts. Bitte um Erklärung, worin sich das sogenannte überpositive Recht bzgl. der Rechtsbegründung
vom klassischen Naturrecht unterscheidet.
Der Althistoriker Prof. Egon Flaig über die „naturrechtliche“ Ablehnung der Sklaverei im Denken der christlichen
Welt in dem folgenden Interview: www.youtube.com/watch?v=l6YPFfCboKA (ab dem Stande von 36: 48 min)
#52 Jubärens 13:48:41 | Freitag, 30. September 2011
Der Kirchenhasser Denis Diderot († 1784) und die anderen kirchenhassenden französischen Enzyklopädisten
stuften die Neger aufgrund ihrer Einfalt, Dummheit und ihres Aberglaubens in die unterste Stufe der menschlichen
Rassen ein. Der deutsche Aufklärer Immanuel Kant († 1804) gilt als Begründer einer systematischen Rassentheorie.
Für ihn sind die Bewohner der heißen Zonen wegen ihrer angeborenen Faulheit, Dummheit und Furchtsamkeit
von Natur zu „sklavischen Unterthanen“ geboren Die weiße Rasse dagegen war für Kant aufgrund ihrer körperlichen
und geistigen Überlegenheit gegenüber allen anderen Menschengruppen zur geistigen und militärischen
Führung bestimmt. So rechtfertige Kant auch die Kolonialherrschaft der Weißen. Die neuen (mittel-) europäischen
Kolonistenstaaten nahmen diese Rassentheorien der Spätaufklärung gerne auf und spielten sich dann als
Herrenvölker gegenüber den minderwertigen Völkern der Kolonien auf – „halb Kinder, halb Teufel“, wie
der britische Kolonistendichter NN rechtfertigte. Auch die Kolonialmassaker der Briten, Franzosen, Belgier,
US-Amerikaner und Deutschen an den Kolonialvölker ist nur auf dem Hintergrund der aufklärerischen Rassentheorie
zu erklären, die die naturrechtliche Gleichheit aller Menschen ablehnte.
#51 Thomasius 13:47:37 | Freitag, 30. September 2011
#42 Domenico Tuttisanti Nichts gegen Papst Paul III. aber… Die Anfänge des Sklavenhandels werden im
15. Jahrhundert angesiedelt, als 1441 ein junger portugiesischer Kapitän einen Mann und eine Frau entführte.
Einige Jahre später errichteten die Portugiesen ein Fort auf der Insel Arguin vor der mauretanischen
Küste. Der Stützpunkt wurde vor allem für den Goldhandel errichtet, entwickelte sich aber auch zu einem
Handelsplatz für Sklaven. Die Sklaverei und vor allem den Handel über die Sahara und südeuropäische
Städte gab es schon gut 100 Jahre lang. Auch einzelne afrikanische Stämme kannten die Sklaverei und
benützten sie aus wirtschaftlichen Gründen. Auf der Suche nach neuen Handelpartner stießen die Portugiesen
immer weiter nach Süden vor und verstrickten sich tief in den Handel mit Sklaven. Dabei fungierten sie
sozusagen als Zwischenhändler, die sich ihre „Ware“ mit Gold ablösen ließen. In der ersten Hälfte
des 16. Jahrhunderts stammten die meisten Sklaven aus dem Gebiet vom Nigerdelta bis zur Kongomündung.
1576 – nachdem aus dem Kongo praktisch keine Sklaven mehr zu bekommen waren – wurde etwas weiter südlich
der Handelsstützpunkt Luanda gegründen, der sich zum zentralen Umschlagplatz entwicklen sollte. Die
direkte Verschiffung von Afrika in die neuen Kolonien nach Amerika begann im Jahre 1532.
#50 Jubärens 13:42:02 | Freitag, 30. September 2011
Die Sklaven-Theoretiker der Spät-Aufklärung wandten sich von der Schöpfungsordnung und von dem Naturrecht
ab. Sie begründeten ihre grausamen Theorien mit empirischen Kriterien zur Beschreibung der äußerlichen
Natur des Menschen. Sie gingen damit auf die fehlerhafte Argumentation des Aristoteles zurück, der auch
von den dicken Muskeln der „Barbaren“ auf ihre Bestimmung zum Sklavesein geschlossen hatte. Phänotypische
Merkmale wie Hautfarbe, Schädel, Nasenform oder Skelettaufbau wurden im 18. Jahrhundert herangezogen,
um auf höhere und niedrige Menschenrassen zu schließen. Der holländische Anatom Peter Camper († 1789)
erfand einen sogenannten Gesichtswinkel, um den Wert der menschlichen Rassen zu ermitteln. Erwartungsgemäß
besaßen die Weißen für ihn einen idealtypischen Gesichtswinkel. Die Gesichtszüge der Neger ordnete
er den Schädeln von Affen und Hunden zu. Die Messung des Gesichtswinkels wurde durch das ganze 19. Jahrhundert
als Merkmal für die Rassenunterschiede gepflegt und kam schließlich bei den Nazis zu ihrem traurigen
Höhepunkt. Ein einflußreicher Rassismus-Theoretiker war der französische Kirchenhasser Voltaire († 1778).
Er vertrat die Meinung, daß es wertvolle und wertlose Rassen gebe. Das erkannte er an körperlichen Merkmalen
und an der Verstandesentwicklung. Die Neger-Völker hielt er für abgrundtief dumm: Sie hätten überhaupt
noch nicht das Niveau des Menschseins erreicht.
Jubärens, Papst Johannes PAUL III ist noch in Abrahams Wuschtkessel – wollte ich eigentlich schreiben,
bis ich gemerkt habe, der Johannes ist gar nicht da.
#48 Jubärens 13:35:30 | Freitag, 30. September 2011
Papst Paul III. und die spanischen Ordentheologen verurteilten die Sklaverei auf der Basis der neuformulierten
naturrechtlich begründeten Menschenrechte Mitte des 16. Jahrhunderts und korrigierten damit frühere
Fehlentscheidungen, die nicht mit der kirchlichen Überlieferung seit den Kirchenvätern übereinstimmten.
Die europäischen Frühaufklärer (Thomasius, Grotius, Hobbes, Locke etc.) des 17. Jahrhunderts nahmen
diese naturrechtliche Menschenrechtstradition auf. Erst mit den kirchenfeindlichen (Spät-) Aufklärern
des 18. Jahrhunderts kam der Rückschlag in die Barbarei. Sie rechtfertigte die Sklaverei von neuem. Ein
Sklaven-Theoretiker war der schottische Aufklärer David Hume († 1776). Er schreibt in seinem ‘Essay of
National Characters’, daß „alle Nationen, die jenseits der Polarkreise oder zwischen den Wendekreisen
leben, im Vergleich zum übrigen Menschengeschlecht minderwertig sind“. Der Aufklärer Baron Charles-Louis
de Montesquieu († 1755) begründete die Sklaverei mit dem Klima und der Art der Bodenbeschaffenheit in
den tropischen Gebieten. Beide würden zwangsläufig zur Herausbildung von Sklavennaturen führen.
zu 41: Jubärens: Sie verwechseln wie Prof. Spaeman Gegnerschaft zu „dem“ „Naturrecht“ mit einer Auffassung von Recht als bloßer Konvention, obwohl ich das doch gerade ablehnte… Sie unterstellen mir fahrlässig das Gegenteil von dem von mir Gesagten! Offenkundig kennen auch Sie sich diesbzgl nicht aus.
Palmström=Sefirot=Ossietzky: . „Ein Professor hat natürlich das Naturrecht, eine Geschichte über die
Sklaverei zu schreiben… oder ein gelehrsames Interview zu geben. Weil er sie hautnah erleben konnte,
wohl?“ . Nein, Sie Schlaumeier! Er hat ein Recht auf freie Forschung und freie Meinungsäußerung. Von
Letzterem machen Sie ja auch Gebrauch. Nur leider mit mäßigen Ergebnissen!
#45 Obermaier † 13:21:11 | Freitag, 30. September 2011
Jaja, Domenico, aber Papst Nicolaus V. rechtfertigte und gestattete die Sklaverei in den beiden von mir angegebenen Bullen. Da gibts bestimmt auch nen Wiki-Eintrag zu – selbst ist der Mann. Suchen’s mal.
#44 Ossietzky 13:18:10 | Freitag, 30. September 2011
Ein Professor hat natürlich das Naturrecht, eine Geschichte über die Sklaverei zu schreiben… oder ein gelehrsames Interview zu geben. Weil er sie hautnah erleben konnte, wohl?
Interview mit Prof. Egon Flaig auf Sat1 (44 min) über die Geschichte der Sklaverei. . www.youtube.com/watch?v=l6YPFfCboKA
(u.a. auch zum Unterschied von Sklaverei und Leibeigenschaft) . Papst Paul III. verurteilt in seiner Bulle
„Sublimis deus“ im Jahre 1537 jegliche Versklavung der Indianer und „aller anderen Völker“ und sprach
ihnen das Recht auf Freiheit und Eigentum zu. de.wikipedia.org/wiki/Sublimis_Deus .
#41 Jubärens 13:09:54 | Freitag, 30. September 2011
Lebensschutz als Recht oder als Gnade? Fundi meint: „Gegner des Naturrechts lehren ETWA durchaus, daß
der Gesetzgeber die Tötung Ungeborener bestrafen muß.“ Es kann vorkommen, dass Naturrechtsgegner (also
Leute, für die Rechtssetzung nur eine Sache der Konvention, Vereinbarung ist) die Tötung Ungeborener
bestrafen – z. B. aus demografischen oder rassistischen Gründen wie z. B. die Nazis, die die Abtreibung
gesunder Ungeborenen bestraften, nicht aber behinderter. An diesem Beispiel zeigt sich auch derwichtige
Untersschied: Bei naturrechtlich fundierten Gesetzen besteht in diesem Fall „ein Recht auf Leben“, dass
den Staat verpflichtet, dieses Recht des Einzelnen von Anfang an zu „achten und zu schützen“ (Art 1,1
GG). Bei einem Konventionsrecht ist der Rechtsschutz auf Leben eine gewährte, vereinbarte Gabe oder Gnade,
die auch jederzeit wieder zurückgezogen werden kann.
#38 ErnstSchneider 13:03:45 | Freitag, 30. September 2011
„ Ein Leibeigener wurde als Mensch betrachte und stand im Dienste seines Herren und durfte diesen nicht
verlassen.“ Genau das ist es doch.Er kann nichts frei für sich entscheiden.Ob er nun als Mensch oder
Sache angesehen ist d doch zweitrangig. Deshalb sollten wir froh sein das diese Zeiten vorbei sind.
ErnstSchneider #33 Ein Leibeigener wurde als Mensch betrachte und stand im Dienste seines Herren und durfte
diesen nicht verlassen. Ein Sklave wird als Sache eingestunft und entsprechend behandelt. Zwischen Sklaverei
und Leibeigenschaft gibt es einen wesentlichen Unterschied.
Herr Professor Spaemann verwechselt die Bejahung „des“ „Naturrechtes“ mit der Bejahung überpositiven Rechts. Gegner des Naturrechts lehren ETWA durchaus, daß der Gesetzgeber die Tötung Ungeborener bestrafen muß.
#34 Jubärens 12:54:54 | Freitag, 30. September 2011
Zur naturrechtlichen Begründung von Menschenrechten sowie der rechtsstaatlichen Regel, dass die Grundrechte
die Gesetzgebung bindet (Art 1,3 GG) unübertroffen: John Locke in seiner Schrift von 1689: „Zwei Abhandlungen
über die Regierung“: „Der Naturzustand enthält ein Gesetz der Natur, das den Menschen lenkt und das
einen jeden verpflichtet. Und die Vernunft, die dieses Gesetz ist, lehrt die ganze Menschheit, dass alle
Menschen gleich und unabhängig sind, dass keiner den anderen Menschen in seinem Leben einschränken darf,
wie in seiner Gesundheit, seiner Freiheit und seinem Besitz. (…) Das Gesetz der Natur besteht in einer
ewigen Regel für alle Menschen, für die Gesetzgeber wie die übrigen Menschen. Die Regeln, die die Gesetzgeber
für die Handlungen anderer Menschen aufstellen, müssen mit dem Gesetz der Natur übereinstimmen …“
Obermaier #30 Es ist kein Zufall, daß im christlichen Mittelalter die Sklaverei auslief und durch die
Leibeigenschaft ersetzt wurde. Die Kirche hat immer die Sklaverei verurteilt, weil diese gegen das Naturrecht
ist. Mit welchen Bullen hat die Kirche die Sklaverei abgesegnet? Haben nicht zufällig protestantische
„Theologen“ es getan?
#31 Jubärens 12:50:29 | Freitag, 30. September 2011
Obermaier und Thomasius übertreffen sich mal wieder in Unkenntnissen und Krichenhass „Naturrecht – was
ein Unsinn. Wir müssen uns verabschieden von solchen Albernheiten wie einer Annahme eines „Naturrechtes“
und uns als Menschen einigen auf Rechte – ohne religiös-dogmatische Scheuklappen bei der Diskussion selbiger.
Die Menschenrechte sind ja schonmal ein guter Anfang“ Augustinus und andere Kirchenväter haben das griechisch-römische
Naturrechtsdenken mit dem Gedanken der gleichen Gottesebenbildlichkeit aller Menschen und ihrer Selbstverantwortlichkeit
zur Grundlage der europäischen Rechtstradition gemacht und damit auch der antiken, von Aristoteles gerechtfertigten
Sklaverei Legitimation und Rechtsgrundlage entzogen. Angesichts von erneute Sklavenhandel und Sklavenhaltung
haben Papsttum und spanische Theologen in der Mitte des 16. Jahrhunderts die neuzeitliche naturrechtliche
Menschenrechtsbegründung neu formuliert – etwa in der Bulle von Papst Paul III. 1538: Er stellte fest:
1. daß alle Völker der Erde ihrer Natur nach wahre Menschen sind; 2. daß sie als solche Freiheit und
Besitz rechtmäßig benutzen, erwerben und sich dessen erfreuen dürfen; 3. daß sie nicht zwangsmissioniert
oder zu Sklaven gemacht werden dürfen. Die Philosophen der Frühaufklärung wie Hugo Grotius († 1645),
Thomas Hobbes († 1679), Samuel von Pufendorf († 1694) und John Lcoke (+1704) übernahmen die naturrechtliche
Begründung der Menschenrechte von der spanischen Spätscholastik.
#30 Obermaier † 12:46:17 | Freitag, 30. September 2011
Domenico, erzählen Sie doch bitte keinen Unsinn. Weder wurde die Sklaverei durch das Christentum beseitigt noch durch das „Naturrecht“. Die Kirche hat die Sklaverei in zwei Bullen abgesegnet im 15. Jahrhundert und das angenommene Naturrecht hat als Rechtfertigung der Sklaverei gedient. Dass die Sklaverei letztlich angeschafft wurde hatte mit dem sich verändernden Weltbild der Menschen zu tun – und das Weltbild wurde nicht durch die christlichen Kirchen geändert, sondern gegen sie. Die christlichen Kirchen – und ganz besonders die RKK – waren immer Bremser und Unterdrücker von Veränderungen.
Thomasius Was Sie schreiben, ist bekannt, ändert aber nichts daran, dass die Sklaverei HISTORISCH durch
das Christentum beseitigt wurde. s. Flaig, Egon: Weltgeschichte der Sklaverei. München: C.H.Beck, 2009.
. Thomasius: „Es ist leichter vom „Naturrecht“ zu faseln als die Grundsätze auch anzuwenden.“ . Auch
damit sagen Sie nichts Neues, besteht doch prinzipiell ein Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit.
Dies bildet aber kein Argument GEGEN das Naturrecht, sondern eher FÜR dieses. Dass Sie z.B. ein Problem
haben, das natürliche Recht eines Ungeborenen auf Leben und Unversehrtheit zu achten und vollumfänglich
anzuerkennen, macht es tatsächlich erforderlich, darüber weiter zu räsonnieren („zu faseln“). Bis auch
bei Ihnen der Groschen fällt, sorry, die 10-Cent-Münze.
Obemaier #15 Der Staat darf nicht Sklaverei und Folter „legalisiseren“, weil es hier um Verstöße gegen
das Naturrecht sind. bonanza #19 Jeder, der an einer Abtreibung beteiligt ist, auch die Mutter ist „ipso
facto“ exkommuniziert. Er wenn die Mutter den Mord bereut, wird ihr vergeben und die kirchenrechtliche
Strafe aufgehoben. Die Kirche befürwortet die Todesstrafe. Siehe dazu die Katechismen von Trient und
des hl. Pius X. Priester und Ordensschwestern sind keine „Typen“ und Typinnen“. Allerdings wenn diese
Bezeichungen sich auf die apostatischen Priester oder „Priester“ und „Ordenschwestern“ der Konzilssekte
angewandt werden, sind diese richtig. Elvenpath #18 Daß die unehelichen Mütter auf „dummen Gedanken“
kommen könnten, ist kein Grund, um die Unkeuschheit gutzuheißen. Die Verurteilung der Unkeuschheit hält
die Menschen von den Sünden gegen das 6. Gebot und damit von der Zeugung von unehelichen Kinder ab. Was
Naturrecht ist, wurde hier schon verschiedena Male erklärt.