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Unter eidgenössischem Schutz und Schild + Todestelegram +
Ein Warnsignal + Kein anerkanntes Kloster + Gedanken eines Konvertiten
Unter eidgenössischem Schutz und Schild

Vatikan. Seit 500 Jahren bewachen Schweizergardisten den Römischen Pontifex und den Vatikan. Am 21. Juni 1505 erbat sich Papst Julius II. († 1513) von der „Tagsatzung“ – dem damaligen Leitungsgremium der Eidgenossenschaft – 200 Fußknechte für den Schutz des Apostolischen Palastes. Im Spätherbst desselben Jahres zogen die ersten Schweizergardisten nach Rom. Sie erreichten die Stadt im darauffolgenden Januar. Heute bewachen 110 Männer mit Schweizerpaß den kleinsten Staat der Welt.

Todestelegram

Vatikan. Das Kondolenzschreiben Papst Benedikt XVI. an den Erzbischof von Manila, Mons. Gaudencio B. Rosales, anläßlich des Todes von Jaime Kardinal Sin:

Anläßlich des Todes von Jaime Kardinal Sin, wünsche ich in tiefer Trauer Ihnen, Gaudencio B. Rosales, dem gesamten Klerus, den Ordensleuten und allen Gläubigen der Erzdiözese Manila von Herzen mein Beileid. Dankbar erinnere ich mich an Kardinal Sins unerschöpflichen Einsatz für die Verbreitung des Evangeliums und an seine Unterstützung für die Würde, das Gemeinwohl und die Einheit des philippinischen Volkes. Ich schließe mich Ihren Gebeten an, daß Gott, der Barmherzige Vater, ihm die Belohnung für seine Arbeiten gewähre und seine großmütige Seele in die Freude und den Frieden seines ewigen Königreiches aufnehmen möge. Allen, die an der feierlichen Totenmesse teilnehmen, erteile ich von Herzen meinen apostolischen Segen als Zeichen der Tröstung und Stärkung im Herrn.

Ein Warnsignal

Deutschland. Das Nein zur EU-Verfassung sei ein Warnsignal. Das erklärten die ‘Initiativkreise’ und die Organisation ‘Pro Sancta Ecclesia’ in einer Aussendung. Beide Gruppen setzen sich für die Verteidigung und Verbreitung des katholischen Glaubens ein. Sie sorgen sich besonders wegen der geplanten türkischen EU-Mitgliedschaft. Diese werde einen Radikalismus, eine Islamisierung und einen Kampf der Kulturen provozieren. Dagegen fordern die beiden Organisationen ein Europa, das seine christliche Geschichte und Kultur nicht verleugnet: „Ein Europa ohne Maß und Mitte wird zu einem Moloch, den die Menschen mit Recht ablehnen.“ Von den Bischöfen erwarten die beiden katholischen Gruppen eine Abwendung von multireligiösen Feiern und eine Distanzierung von der „Königsteiner Erklärung“ der Deutschen Bischöfe im Jahr 1968. Durch diese wurde der Widerstand der deutschen Katholiken gegen die Verhütungsmentalität gebrochen.

Kein anerkanntes Kloster

Rumänien. Einem orthodoxen Priester und vier Nonnen, die sich am grausamen Tod einer 23jährigen angeblichen Postulantin beteiligt haben, drohen bis zu 25 Jahre Haft. Maricica Irina Cornici starb letzte Woche gekreuzigt und geknebelt in einem Kloster im Nordosten Rumäniens. Der 29jährige Priester, Daniel Petru Corogeanu, verteidigte die Tat als Teufelsaustreibung. Das Opfer, das 19 Jahre seines Lebens in einem Kinderheim verbracht hatte, litt vermutlich an Schizophrenie. Bischof Corneliu Barladeanu suspendierte den Exorzisten und löste das Kloster auf. Der Konvent war von der rumänisch-orthodoxen Kirche nie offiziell anerkannt worden.

Gedanken eines Konvertiten

Deutschland. Am letzten Juniwochenende hält die Initiative „Sinfonia Sacra“ ihre Jahrestagung. Der Verein ist eine Gesellschaft zur Förderung der katholischen Kirchenmusik. Er bemüht sich um Pflege und Weiterentwicklung der Kirchenmusik im Sinne der kirchlichen Tradition. Die Veranstaltung findet in Aachen und Herzogenrath statt. Die beiden Städte befinden sich im Bundesland Nordrhein-Westfalen an der Grenze zu Belgien und den Niederlanden. Unter anderem steht ein Vortrag von Kantor Krystian Skoczowski aus Mettlach in der Nähe von Stuttgart auf dem Programm: Drehbuch oder rituelle Handlung? Gedanken eines Konvertiten zur Liturgie.
      
1 Lesermeinung
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#1   Laurentius2   14:11:58 | Donnerstag, 23. Juni 2005
Königsteiner Erklärung
Sie ist längst ein falsches „Dogma“ der deutschen Lehmann-Kirche geworden. Wer setzt die Axt an diese heidnische Eiche ?
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