20:48:18 | Freitag, 14. Oktober 2011
Die israelischen Massaker an den Palästinensern sind bisher alle ohne Folgen geblieben. Von Muammar al-Gaddafi.

Die heutigen Piraten sitzen in westlichen Luxusbüros.
© John Vetterli, Flickr, CC(kreuz.net/
antikrieg.com) Die letzte Akte ist über Massaker.
Im Massaker des Flüchtlingslagers Sabra
und Shatila im Libanon wurden 3.000 Menschen getötet.
Das Lager, das unter dem Schutz der israelischen
Armee stand, war Schauplatz eines katastrophalen Massakers, in dem 3.000 palästinensische Männer, Frauen
und Kinder ermordet wurden.
Wie können wir schweigen? Der Libanon, ein souveräner UNO-Mitgliedsstaat,
wurde besetzt.
Sabra und Shatila waren unter der Kontrolle der israelischen Armee. Zu diesem Zeitpunkt
fand das Massaker statt.
Über 3000 Tote – und keine KonsequenzenDann war 2008 das
Massaker von Gaza,
indem 1.000 Frauen und 2.200 Kinder getötet und verwundet wurden.
Sechzig UNO-Einrichtungen und dreißig
Nicht-Regierungs-Organisationen wurden beschädigt.
Fünfzig Kliniken wurden zerstört.
Vierzig Ärzte
und Krankenschwestern fanden den Tod während der Ausübung ihrer humanitären Arbeit.
Alles das geschah
im Dezember 2008.
Die Täter sind noch alle am Leben. Sie sollten vor den Internationalen Strafgerichtshof
gestellt werden.
Sind nur die Armen Kriegsverbrecher?Sollten wir nur die Benachteiligten, die Schwachen,
die Armen der Dritten Welt vor Gericht stellen und nicht wichtige, beschützte Persönlichkeiten?
Unter
internationalem Recht sollten sie alle für die begangenen Greueltaten, vor Gericht gestellt werden.
Ansonsten wird die Autorität des Internationalen Strafgerichtshofes (ICC) nie anerkannt werden.
Wenn
die Entscheidungen des Internationalen Strafgerichtshofes nicht angewandt werden, die Generalversammlung
und der Sicherheitsrat nichts bedeuten und die Internationale Atomenergiebehörde nur gewissen Ländern
und Organisationen nutzt, welche Funktion hat dann die UNO?
Es würde bedeuten, daß die UNO unbedeutend
ist. Wo ist sie? Es gibt keine UNO.
Somalis sind keine PiratenWir sprechen vom Phänomen der Piraterie
auf hoher See in Somalia als eine Form von Terrorismus.
Somalis sind keine Piraten. Wir sind die Piraten.
Wir haben uns widerrechtlich ihrer Hoheitsgebiete, Fischbestände und Reichtümer bemächtigt.
Libyen,
Indien, Japan und die USA – alle Länder der Welt – sind Piraten.
Wir alle sind in die Hoheitsgewässer
und Wirtschaftsgebiete Somalias eingedrungen und haben gestohlen.
Die Somalis beschützen ihren Fischbestand,
ihre Nahrungsquellen.
Sie haben zur Piraterie gegriffen, um die Nahrung für ihrer Kinder zu verteidigen.
Nun versuchen wir, das Problem auf dem falschen Weg zu lösen.
Sollten wir Kriegsschiffe nach Somalia
entsenden?
Wir sollten Kriegsschiffe zu den Piraten senden, welche die Wirtschaftsgebiete, Reichtümer
und Nahrung der somalischen Kinder beschlagnahmt haben.
Ich habe die Piraten getroffen und ihnen gesagt,
ich würde ein Abkommen zwischen ihnen unter der internationalen Gemeinschaft aushandeln.
Dieses Abkommen
respektiert die 200 Meilen Exklusivwirtschaftszone des internationalen Fischerei-Abkommens, das die somalischen
Meeres-Rohstoffe schützt und es ausdrücklich verbietet, daß Länder ihre giftigen Abfälle vor der
somalischen Küste ins Meer schütten.
Als Gegenzug würden die Somalis keine Schiffe mehr angreifen.
Wir werden dieses internationale Abkommen der Generalversammlung vorschlagen.
Dies wäre die Lösung
des Problems, nicht die Entsendung von mehr Kriegsschiffen, um die Somalis zu bekämpfen.
Wir gehen das
Problem der Piraterie und des Terrorismus falsch an.
Aus der Rede des libyschen Revolutionsführers Muammar
al-Gaddafi (69) vor der Generalversammlung der UNO am 1. Oktober 2009.
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sct 13:33:41 | Samstag, 15. Oktober 2011