09:06:55 | Mittwoch, 19. Oktober 2011
Mons. Müller

Die Webseite des Bistums Regensburg zeigt Bischof Müller neben dem protestuntischen Laienbischof Johannes Friedrich und Kardinal Reinhard Marx von München
(kreuz.net) Am 11. Oktober verlieh die ‘Katholische Akademie Bayern’ dem Lutherischen Laienbischof Johannes
Friedrich ihren ‘Ökumenischen Preis’.
Der neokonservative Bischof Gerhard Ludwig Müller von Regensburg
hielt die Laudatio.
Friedrich ist der Hauptverantwortliche für den moralischen Bankrott-Beschluß der
bayrischen Protestanten, künftig konkubinierende Gomorrah-Prediger in ihren Pfarrhäusern
zu dulden.
Ein Karussell von VerdrehungenWährend der Laudatio versank Bischof Müller in einen Sumpf von Ketzereien
und Zweideutigkeiten.
Er lobte den Homo-Ideologen Friedrich dafür, eine „konfessionelle Identität“
im „gemeinsamen“ Bezug zur Una Sancta Ecclesia Dei zu gewinnen, „in die wir durch Glaube und Taufe unwiderruflich
eingegliedert sind.“
In Wahrheit stehen die moralisch heruntergekommenen Protestunten für einen verbürgerlichten
Krüppel-Glauben und eine kraft- und saftlose Liturgie.
Das ist nicht das FundamentMons. Müller betätigt
sich als theologischer Geisterfahrer:
„Wir bestimmen unser Verhältnis zueinander nicht mehr über die
tatsächlich existierenden Differenzen in Lehre, Leben und Verfassung der Kirche, sondern über das Gemeinsame,
das zugleich das Fundament ist, auf dem wir stehen.“
In Wahrheit ist das Fundament der Kirche der Felsen
Christi, auf dem er seine Kirche unter der Führung des Petrus gebaut hat.
Die Kirche erweist sich in
der Feier der sieben Sakramente, in der Apostolischen Sukzession und im Bekenntnis des rechten Glaubens –
nicht in dürren Konsenspapieren mit Homo-Protestanten.
Abschied von der WahrheitDie katholischen Substanz
ersetzt Mons. Müller mit einem inhaltsleeren Sentimentalismus: „Wenn Glaube zuerst Vertrauen zu Gott
ist, dann können auch wir uns in Christus vertrauen.“
Das Ringen um die Wahrheit verhöhnt er:
„Wie
verlockend findet es dagegen heute noch mancher Autor bei den klassischen evangelisch-katholischen Kontroversthemen
die jeweils andere Position so zu verzeichnen und ad absurdum zu führen, daß demgegenüber die eigene
Lehre als einleuchtend und überlegen erscheint?“
Bischof Müller schlägt vor, die Wahrheit mit einem
systemimmanenten Verstehen falscher Positionen und mit viel Psychologie zu ersetzen:
Die „katholischen
beziehungsweise evangelisch-reformatorischen Lehraussagen“ müßten einfach „aus der jeweiligen anderen
Gesamtkonzeption her“ richtig erfaßt werden – natürlich „ohne unseren Dialogpartner zu kränken.“
Statt
die Wahrheit möchte Mons. Müller das „Wahrheitsgewissen des Partners“ respektieren.
Im Umgang mit der
Piusbruderschaft befolgt er seine heuchlerischen Sprüche
natürlich nicht.
Leere BeteuerungenMons.
Müller beschwört eine „geistliche Ökumene des Vertrauens und der Wahrhaftigkeit“, die aber – wie er
zuvor betont hat – die Wahrheitsfrage nicht stellen darf.
Statt dessen soll sie „auf eine mögliche wechselseitige
Integration von Leben und Lehre“ zielen – redet Bischof Müller einem Primat der Praxis das Wort.
Die
Rückkehrökumene setzt er in Anführungszeichen und bezeichnet sie als „abwegig“, weil sie den Irrweg
„der ganzen 500jährigen Geschichte reformatorischen Christentums für einen einzigen Irrweg hält“.
Um die Neokonservativen zu beruhigen distanziert er sich zugleich von einer „Nachholökumene“, die davon
ausgehe, daß bei den Katholiken der Groschen reformatorischer Einsichten endlich gefallen sei, „um in
der Neuzeit, was immer man darunter auch verstehen mag, anzukommen.“
Denn: „Die geistig-moralische Orientierung
an wahr und falsch sowie gut und böse nimmt uns keine jeweils jüngste Entwicklung ab.“
Im Gesamt-Zusammenhang
einer Laudatio für einen Homo-Ideologen bedeutet diese Beteuerung nichts.
Die protestantische Abspaltung
weginterpretiertBischof Müller erwähnt eine gegenseitige Anerkennung der Taufe die am 29. April 2007
von „elf Kirchen“ in Deutschland unterzeichnet wurde.
Für ihn ergibt sich daraus die nackte Ketzerei:
„Es gibt daher – genau genommen – nicht mehrere Kirchen nebeneinander, sondern es handelt sich um Trennungen
und Spaltungen innerhalb des einen Volkes und Hauses Gottes.“
Alles nur ein „Mißverständnis“?Die
Tatsache, daß „der Papst die Evangelischen nicht als eine Kirche anerkennt“, verdrehte Mons. Müller
in ihr Gegenteil:
Es kommen nicht darauf an, „als eine Kirche neben anderen anerkannt zu werden, sondern
Kirche Christi zu sein und die empirischen Kirchen als Teil der einen Kirche des Herrn zu verstehen.“
Der Bischof macht seinem Publikum weis, daß es in ‘Dominus Jesus’ – der Erklärung der Glaubenskongregation
zur Einzigkeit Christi und der Kirche aus dem Jahr 2000 – angeblich nicht darum gegangen sei, den Protestanten
das Kirchesein abzusprechen.
Hier handle es sich um ein „Mißverständnis“.
Bischof Müller verdreht
‘Dominus Jesus’Es gehe nur um andere Verwendungen des von beiden Seiten gebrauchten Terminus technicus
ecclesia in proprio sensu – Kirche im eigentlichen Sinn.
Der Begriff meine bei den Protestanten die Kirche
„jenseits ihrer organisatorischen Gestalt in der Welt“ – bei den Katholiken die bischöflich verfaßte
Ortskirche.
Seine lächerliche Folgerung:
„Daß die Communitates ecclesiales [kirchlichen Gemeinschaften,
das heißt, die Protestanten], die den gültigen Episkopat nicht bewahrt haben, nicht Kirchen (Plural!)
seien in proprio sensu, plakativ so zu übersetzen mit „die evangelische Kirche ist eigentlich gar keine
Kirche“, ist theologisch nicht richtig.“
Der in ‘Dominus Jesus’ verwendete Pluralbegriff „Kirchen“ meine
nur „die Kirchen“ – das heißt „Diözesen“ – als die bischöflich verfaßten Ortskirchen.
Somit sei nicht
das Kirchesein der reformatorisch geprägten Konfessionskirchen das Thema, sondern die Frage, „ob für
die Verfassung einer Ortskirche, eines Bistums, das sakramentale Bischofsamt konstitutiv ist oder nicht.“
Diese „Frage“ ist längst keine Frage mehr: Es kann keine Kirche ohne das sakramentale Bischofsamt geben.
Doch der Verdreher-Bischofs beharrt darauf, daß es bei der Aussage von ‘Dominus Jesus’ nur um die nicht
wertende Beschreibung des Unterschiedes zwischen einer evangelischen Landeskirche und einem katholischen
Bistum gehe.
Ging es bei der Riesen-Auseinandersetzung um ‘Dominus Jesus’ bloß um diese Banal-Unterscheidung?
Dann stellt sich die Frage, warum der Vatikan das nicht mit einer Dreizeilen-Pressemeldung klarstellte.
Völlig außer KontrolleDas Lehramt sei „weit davon entfernt“, den Protestanten das Kirchesein abzusprechen –
beteuert der Verdreherbischof.
Denn: Die Christen, die nicht in voller Gemeinschaft der Lehre, der Heilsmittel
und der apostolisch-bischöflichen Verfassung mit der „katholischen Kirche“ stünden, seien durch Glaube
und Taufe gerechtfertigt und in die Kirche Gottes als Leib Christi „voll eingegliedert“.
Doch wie kann
man ohne die Beichte und die Heilige Kommunion gerechtfertigt bleiben und „voll“ in die Kirche eingegliedert
sein?
Mit seinen falschen Aussagem reduziert Mons. Müller die sieben Sakramente, die kirchliche Hierarchie
und den rechten Glauben, die evangelischen Räte und alles, was die Kirche in ihrer Fülle konstituiert,
zu belanglosen Extras.
Der Häretikerbischof versteigt sich sogar zu einer blasphemischen Aussage:
Die
getrennten Kirchen und Gemeinschaften würden vom Heiligen Geist als Heilsmittel gebraucht – erklärt
er frech.
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