Pater Adalbert de Vogüé
Er war eine lebende Legende
Am Schluß lebte der Verstorbene als Einsiedler auf dem Gelände seines dem Zeitgeist verfallenen Benediktinerklosters.
Bloggerwebseiten trauern um Pater Adalbert de Vogüé.
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(kreuz.net) Die in den Altliberalismus abgefallene französische Benediktinerabtei Sainte-Marie de la Pierre-qui-Vire hat den Tod von Pater Adalbert de Vogüé bekanntgegeben.

Pater de Vogüé war ein international führender Experte für die Erforschung der Benediktusregel und der Geschichte des Mönchtums.

Eltern treten ins Kloster ein

Der Geistliche wurde am 2. Dezember 1924 in Paris in die alte Adelsfamilie der Marquis und Grafen von Vogüé hineingeboren.

Sein Vater war der Bankier Melchior de Vogüé († 1965), seine Mutter die Baronin Geneviève Brincard († 1974), eine Enkelin des Gründers der Bank Crédit lyonnais.

Der Familie wurden fünf Kinder geboren.

Adalbert trat im Jahr 1944 in die Abtei von La Pierre-Qui-Vire in Burgund ein.

Im Jahr 1955 folgte ihm sein Vater mit der Erlaubnis des Heiligen Stuhles ins gleiche Kloster. Er wurde dort im Jahr 1961 zum Priester geweiht.

Die Mutter war mit dem Schritt einverstanden und trat selber als Benediktinerin in die Abtei von Limon im Ballungsraum von Paris ein.

Der Schritt des Ehepaares bewirkte in der damaligen Presse ein erhebliches Aufsehen.

Die beiden sind in La Pierre-Qui-Vire begraben.

Ein Experte über den Heiligen Benedikt

Pater Adalbert de Vogüé wurde im Jahr 1959 in Paris zum Doktor der Theologie promoviert.

Anschließend wirkte er als Professor für monastische Studien an der Abtei Pierre-Qui-Vire und am Päpstlichen Athenaeum Sant’Anselmo, der internationalen Hochschule der Benediktiner in Rom.

Die Forschungsgebiete von Pater de Vogüé waren die Anfänge des christlichen Mönchtums, seine Entwicklung in der lateinischen und griechischen Kirche sowie die monastische Literatur aus der Zeit der alten Kirche.

Seine wichtigsten Arbeiten beschäftigen sich mit dem Text und der Kommentierung der Benediktusregel, der Magisterregel und der Dialoge von Gregor dem Großen.

Viele seiner Arbeiten wurden in andere Sprachen, vor allem ins Deutsche und Englische, übersetzt.

Der letzte Mönch seines Klosters

Seit dem Jahr 1974 lebte er allein in einer Einsiedelei auf dem Gelände seines nach dem Konzil dem Zeitgeist verfallenen Profeßklosters.

Seither hat er eine umfassende Geschichte des Monastizismus geschrieben, die vom Verlag Éditions du Cerf herausgegeben wurde.

Nur der Teil über die Anfänge des lateinischen Mönchtums umfaßt zwölf Bände.

In den letzten Jahren seines Lebens unterstrich Pater de Vogüé die Bedeutung, die er seiner Erbauungsschrift „Aimer le jeune“ – Das Fasten lieben – über die Übung des Fastens in der monastischen und christlichen Leben zumaß.

Die Ablehnung des altliberalen Kurses der Abtei konnte jeder Besucher selbst sehen. Denn Pater de Vogüé trug als einziger noch den schwarzen Benediktinerhabit.

Die Mönche von La Pierre-qui-Vire kleiden sich inzwischen in einen Hosenanzug mit Kapuze.

Die Beerdigung von Pater de Vogüé findet am Mittwoch, dem 26. Oktober statt.
      
16 Lesermeinungen
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#19   Thomasius   13:26:23 | Mittwoch, 26. Oktober 2011
#14 Tomás
Der Herr unterscheidet zwischen drei Gruppen von Verschnittenen (Eunuchen): die, welche so geboren wurden; die, welche von Menschen verschnitten wurden und die, welche sich selbst verschnitten haben um des Reiches der Himmel willen (Mt 19,12). Bis auf in dieser Stelle in Matthäus wird in der Schrift nur auf die zweite Gruppe Bezug genommen. Sie wurden oft einflussreiche Männer an den orientalischen Höfen und trugen die Verantwortung über den Harem. Wenn es mehrere von diesen Hofbeamten oder Kämmerern gab, so gab es einen, der ihr Oberster genannt wurde (Jer 29,2; Dan 1,3-18; Apg 8,27). Ebedmelech, ein Freund Jeremias, war ein Eunuch im Hause Zedekias (Jer 38,7-13). Es waren auch Eunuchen, die Isebel aus dem Fenster hinauswarfen (2. Kön 9,32). Dies zeigt uns, dass Israel die Gewohnheiten des Orients übernommen hatte, indem man solche Personen anstellte.
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#17   schamane40   20:32:43 | Dienstag, 25. Oktober 2011
Eine anständige Würdigung des verdienten Mönchs. Danke!
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#16   Tomás   16:22:28 | Dienstag, 25. Oktober 2011
#15
Christus hat ehelos gelebt und den Zölibat empfholen. „Es gibt Menschen, die sich der Ehe enthalten um des Himmelreiches Willen. Wer es fassen, der fasse es (Mt 19, 12).
Schon in der Urkirche wurde er praktiziert. Die Sinode von Elvira/Spanien (303-304) hat ihn als Plicht vorgeschrieben. Hinzu kommen noch praktische Gründe (z.B. hohe Mobilität, geringe Gehälter, usw.).
Die Hurerei ist durch das 6. Gebot verboten. Was hat Hurerei mit dem Zölibat zu tun? Ich bitte um ausführliche Begründung.
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#15   Thomasius   16:07:14 | Dienstag, 25. Oktober 2011
#8 Goldengel
Der Zölibat wurde doch nur eingeführt, um das Kirchenvermögen zusammenzuhalten. Sauferei und Völlerei und – nicht nur bei den Päpsten Hurerei waren doch nicht verboten sonder üblich – hat man nur den Laien anders dargestellt und Sie Goldengel sind darauf hereingefallen.
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#14   Goldengel   15:14:34 | Dienstag, 25. Oktober 2011
#13,
Wieso fühlen Sie sich angegriffen?
Sie meinte ich nicht.
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#12   Goldengel   15:04:52 | Dienstag, 25. Oktober 2011
Kaum zu glauben, dass für manche die Hurerei mancher Priester heute noch eine Art Schock ist, wo doch dies schon in gewissen Kirchenkreisen „zum guten Ton eines vaginaleroberungssüchtigen Robin Hoods“ gehört.
Jesus – interessiert Zölibatbrecher nur so lange, wie sie ihren Judaslohn bekommen, gewürzt mit den Lustnächten ihrer gottlosen Huren.
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#11   Vogel   14:29:46 | Dienstag, 25. Oktober 2011
Ossietzky, bist du ein Berliner?
Goldengelchen – auch mal wieder da, das ist ja schön.
Beim 1. Teil von Borgia war ich noch geschockt, total aufgeregt, beim 4 .Teil wirds langsam zur Selbstverständlichkeit – dass der Papst im Bettchen liegt, aber nicht alleine.
Der Hit ist ja, man konnte Kardinal werden ohne ein Priester zu sein.
Ich kenne mich in dem kirchlichen Milieu nicht so aus, woher soll man denn auch wissen, was so sich in den Pfarrhäusern abspielt. Da müßte man schon Mäuschen spielen und das darf man nicht.
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#10   Goldengel   14:24:33 | Dienstag, 25. Oktober 2011
und schon wehrt sich die Welt.
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#9   Ossietzky   14:22:21 | Dienstag, 25. Oktober 2011
# Anael@ Arsch- und Vaginaficker in Pfarrhäusern… da hatten Sie bestimmt viel Freude, die Worte wenigstens schreiben zu können…wa?
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#8   Goldengel   14:22:06 | Dienstag, 25. Oktober 2011
#6,
Nun, Sie schreiben es – eine Wahrheit, die man nicht gerne liest – nämlich dass sich die Dekadenz der Borgias wieder in so manch von Freß- und Hurenlust umnachteten Pfarrgehöft eingenistet hat.
Aber – nein, das darf man doch nicht schreiben, das darf man nur „tun“.
Denn wer die Wahrheit verkündet, der ist der Welt Feind, wer jedoch lügt und herumschweinelt, der ist eben der Welt Liebkind.
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#7   Vogel   14:07:11 | Dienstag, 25. Oktober 2011
sagt mal, was ist denn mit euch allen heute los?
die Temperaturen sind doch gar nicht so hoch
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#5   Vogel   14:00:19 | Dienstag, 25. Oktober 2011
Auch nicht schlecht, erst Papa werden – dann dem Sohn ins Kloster folgen und Priester werden.
Warum kann das nicht generell so gemacht werden, viele Ehemänner wären froh, wenn sie ihre Ruhe fänden.
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#4   Ossietzky   13:47:07 | Dienstag, 25. Oktober 2011
…und jetzt hat die „ewige“ Legende plötzlich aufgehört, Legende zu sein?
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#3   Gotthard   13:42:33 | Dienstag, 25. Oktober 2011
**Die Ablehnung des altliberalen Kurses der Abtei konnte jeder Besucher selbst sehen. Denn Pater de Vogüé trug als einziger noch den schwarzen Benediktinerhabit.
Die Mönche von La Pierre-qui-Vire kleiden sich inzwischen in einen Hosenanzug mit Kapuze.**
Es gibt weltweit sehr unterschiedliche Benediktiner-Habite …
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#2   lux in tenebris   12:29:32 | Dienstag, 25. Oktober 2011
Ist die wichtige Schrift „Aimer le jeune“ des verstorbenen Einsiedlers auch auf Deutsch erhältlich? Es wäre zu wünschen, denn nur Fasten UND Gebet vermögen das drohende Schwert über unseren Häuptern noch aufzuhalten!
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#1   Lorenz   10:28:37 | Dienstag, 25. Oktober 2011
Was kann man hier lernen?
Was Gott verbindet, kann der Mensch nicht, wohl aber Gott, trennen.
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Es wurden 3 Lesermeinungen von der Redaktion entfernt
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