Frauenordination
Geheimes von den Frauenpriesterinnen
In einer heimlichen Zeremonie an einem unbekannten Ort ordinierten zwei selbsternannte Bischöfinnen eine unbekannte Religionslehrerin zur angeblichen Priesterin. Zum konspirativen Anlaß hinter verschlossenen Türen luden die Altliberalen eine namhafte Fernsehstation. Diese stieg darauf sogar ein.
(kreuz.net) Die Ordination der Frauenpriesterin fand in einer improvisierten Kapelle im Obergeschoß eines Privathauses irgendwo in Zentraleuropa – vermutlich in Österreich oder Deutschland – statt.

Der nachgespielten Liturgie wohnten rund ein Dutzend Personen bei.

Die erste Ordination von Frauenpriesterinnen ereignete sich im Jahre 2002 auf der Donau zwischen Linz und Passau, im bayrisch-oberösterreichischen Raum.

Zwei der damaligen Donau-Priesterinnen – die Österreicherin Christine Mayr-Lumetzberger und die Deutsche Gisela Forster – bezeichnen sich inzwischen selber als Bischöfinnen.

Sie haben jetzt damit begonnen, die Welt zu bereisen, um Frauen zu ordinieren und als Mitglieder ihrer neuen religiösen Gruppe aufzunehmen. Die selbsternannten Bischöfinnen sind ehemalige Katholiken.

Die zwei Damen behaupten, ihre Ordination als sogenannte Frauenbischöfinnen von katholischen Bischöfen, die sich in Gemeinschaft mit Rom befinden, empfangen zu haben.

Entsprechende Aussagen sind auf der Homepage der Frauenpriesterinnen publiziert worden.

Der früher für seine Seriösität bekannte ‘Britische Rundfunk’ war bei der jüngsten Handauflegung durch die Frauenbischöfinnen eingeladen. Doch es gab Bedingungen, an die sich der eingeladene Journalist hielt: Der genaue Ort der imitierten Liturgie und die Identität der Kandidatin dürften nicht preisgegeben werden.

Bei den Ordinationen wurde der Ablauf einer katholischen Priesterweihe mehr oder weniger eingehalten. Die Kandidatin gab sogar einige Weiheversprechen ab – unter anderem, daß sie die Verantwortung des Priestertums wahrnehmen wolle.

Wie diese Verantwortung angesichts der strengen Anonymität aussehen könnte, blieb ungeklärt. Es ist davon auszugehen, daß die neuordinierte Frauenpriesterin ihren Dienst vor allem bei privaten Winkelmessen ausüben wird.

Unklar ist ferner, welchem Bischof sie das Gehorsamsversprechen ablegten. Das Versprechen der Ehelosigkeit wurde – vermutlich – ersatzlos gestrichen.

Bevor die vom BBC als „jung“ beschriebene Weihe-Kandidatin sich den Kulthandlungen unterwarf, erklärte sie:

„Ich hoffe, daß sich die Dinge in fünf Jahren, in zehn Jahren, ändern.“ Es gebe angeblich viele Frauen, die den gleichen Schritt vollziehen wollten. Ihre Ordination werde helfen, die entsprechenden Pfade vorzubereiten.

Der BBC erkundigte sich beim Präsidenten des Päpstlichen Rates für soziale Kommunikation, Erzbischof John P. Foley (69).

Der Erzbischof erklärte dem Journalisten, daß diese Ordinationen im Verständnis der Kirche weder erlaubt noch gültig sind.

Ob das nicht ungerecht sei?

„Als Mann kann ich nicht schwanger werden. Ist das unfair? Dieser Unterschied besteht durch eine göttliche Entscheidung.“

Ebenso wie es biologisch für den Mann unmöglich ist, Kinder zu empfangen, ist es – so der Erzbischof – theologisch für die Frau unmöglich, Priester zu werden, weil der Priester den Bräutigam Christus darstellt.

Angesprochen auf einen angeblichen Konsens zugunsten des Frauenpriestertums unter den Gläubigen, meinte der Erzbischof: „Ich glaube nicht, daß man einen Krieg durch Kapitulation gewinnt.“

Die Frage sei, was Christus wolle, was er offenbarte und was die Kirche autoritativ lehre: „Das ist die Norm, nach der wir uns richten müssen, nicht Meinungsumfragen.“
      
6 Lesermeinungen
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#6   Yersinia   19:15:00 | Mittwoch, 29. Juni 2005
nun, der Buchtipp war keineswegs exklusiv an dich gerichtet
und dass Theorien durchaus kritisch beleuchtet werden müßen, entspricht der wissenschaftlichen Redlichkeit; wobei sich Wissenschaft Treibende bewußt sind, dass sie immer nur Theorien formulieren können – nur, wozu man Gott als „Demiurgen“ einbringen können soll, ist mir einerseits ein Rätsel und erscheint mir andererseits als Hybris, „alles wissen zu wollen“ und sogar Gott für naturwissenschaftliche Erklärungen heranzuziehen; es ist wohl klarer und würdevoller, uns unserer endlichen Erkenntnisfähigkeit bewußt zu bleiben – das bedeutet, dass man die Welt naturwissenschaftlich zu erklären versuchen kann und zugleich das gläubige Vertrauen zu Gottes Schöpfungstat haben kann – wie das zusammengehen soll, diese Erkenntnis ist uns Menschen halt erst am Ende der Zeiten beschieden.
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#5   Irenäus   22:57:31 | Montag, 27. Juni 2005
Intelligentes Design
In meiner allzu beschränkten Sicht der Dinge habe ich keine wirkliche Ahnung, was „Industrial Design“ ist; und dieses Buch über Stringtheorie, Yersinia, scheint ja für mich als unterbelichteten und fundamentalistischen Christen ziemlich furchtbar zu sein. Tut mir leid, aber ich suche mir was gefälligeres und ansprechenderes aus: ich habe tatsächlich vor, irgendwann einmal ein Buch über Superstringtheorie zu lesen, aber eins, mit dem ich mehr anfangen kann: nehmen wir z.B. A first course in string theory von Barton Zwiebach.
Der Meinung, daß Ideologien nicht als Fakten in den Schulen gelehrt werden dürfen, bin ich übrigens auch. Deswegen sehe ich es deswegen durchaus positiv, wenn es in den USA es Bestrebungen gibt, in den Schulbüchern die Evolutionstheorie kritischer zu beleuchten.
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#4   Yersinia   23:22:51 | Sonntag, 26. Juni 2005
@Irenäus: Intelligentes Design? du meintest wohl
„Industrial Design“? aber was das auf kreuz.net soll? nun ja, die Theologie ist eine sehr vielfältige Disziplin, die sich übrigens in faszinierender Form mit den Naturwissenschaften auseinander zu setzen vermag! – ein Buchtipp: Kitty Ferguson: Gott und die Gesetze des Universums. München 2001. – ein anderes: Frank Grotelüschen: Der Klang der Superstrings. Eine Einführung in die Natur der Elementarteilchen. München 1999 (Naturwissenschaft im dtv).Allerdings: das Wirken Gottes in seinem Heilsplan mit naturwissenschaftlichen Erklärungen zu vermischen erscheint mit eher frevelhaft – auch in dem Sinn, alles wissen, alles erklären zu wollen, statt naturwissenschaftlich zu forschen – und gläubig zu staunen.
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#3   Irenäus   21:53:38 | Samstag, 25. Juni 2005
Langweilig!
Schade, aber die kreuz.net Redaktion, bei aller Liebe unter Glaubensbrüdern!, scheint noch einigen Nachholbedarf zu haben. Ich habe bewußt obigen Artikel nicht gelesen, weil diese Sekte mich noch weniger interessiert als die Mormonen. Was mich aber ärgert ,ist, daß meine kritische mail an kreuz.net, auch mal etwas über Intelligentes Design zu berichten, immer noch unbeantwortet geblieben ist. Wenn man, um mich zu wiederholen, bei discovery www.discovery.org/ (ich hoffe, es gibt bei diesem Link keine neuen Schwierigkeiten!) liest, daß ein Herausgeber einer wissenschaftlichen Zeitschrift um seine Stelle fürchten muß, weil er ein Artikel über ID hat veröffentlichen lassen, aber so eine Meldung weder bei der KU noch beim Mitteilungblatt der FSSPX, noch bei kreuz.net liest, wird man wohl meine Klage verstehen.
PS:Das I Vatikanum lehrte, daß Gottes Existenz aus den geschaffenen Dingen sicher erkennbar sei.
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#2   Benedikt   21:05:02 | Samstag, 25. Juni 2005
Ohne Witz…
…sowas hat für mich den gleichen Wert, wie wenn ich irgendwo lese, dass in Islamabad oder sonstwo ein neuer Großmufti ernannt wurde.
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#1   Romulus   13:56:16 | Samstag, 25. Juni 2005
Ja mei
schaun die neckig aus. *g*
kreuz.net warum berichten Sie über derlei Unsinn? Die könnnen meinetwegen eine Päpstin wählen, ist es mir auch wurscht. Laufendzu schreiben sie, dass diese Weibsen nicht mehr katholisch sind, aber einen riesigen Artikel sind die Ihnen wert. Woher haben Sie denn die vielen Fotos, wenn alles so geheim war???
Ein Schelm, wer böses dabei denkt! *g*
Also: Euer Ja sei ein JA, ein Nein ein NEIN. Gilt auf für kreuz.net!
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