10:13:04 | Samstag, 25. Juni 2005
In einer heimlichen Zeremonie an einem unbekannten Ort ordinierten zwei selbsternannte Bischöfinnen eine unbekannte Religionslehrerin zur angeblichen Priesterin. Zum konspirativen Anlaß hinter verschlossenen Türen luden die Altliberalen eine namhafte Fernsehstation. Diese stieg darauf sogar ein.
(kreuz.net) Die Ordination der Frauenpriesterin fand in einer improvisierten Kapelle im Obergeschoß eines
Privathauses irgendwo in Zentraleuropa – vermutlich in Österreich oder Deutschland – statt.
Der nachgespielten
Liturgie wohnten rund ein Dutzend Personen bei.
Die erste Ordination von Frauenpriesterinnen ereignete
sich im Jahre 2002 auf der Donau zwischen Linz und Passau, im bayrisch-oberösterreichischen Raum.
Zwei
der damaligen Donau-Priesterinnen – die Österreicherin Christine Mayr-Lumetzberger und die Deutsche Gisela
Forster – bezeichnen sich inzwischen selber als Bischöfinnen.
Sie haben jetzt damit begonnen,
die Welt
zu bereisen, um Frauen zu ordinieren und als Mitglieder ihrer neuen religiösen Gruppe aufzunehmen. Die
selbsternannten Bischöfinnen sind ehemalige Katholiken.
Die zwei Damen behaupten, ihre Ordination als
sogenannte Frauenbischöfinnen von katholischen Bischöfen, die sich in Gemeinschaft mit Rom befinden,
empfangen zu haben.
Entsprechende Aussagen sind auf der Homepage der Frauenpriesterinnen publiziert worden.
Der früher für seine Seriösität bekannte ‘Britische Rundfunk’ war bei der jüngsten Handauflegung
durch die Frauenbischöfinnen eingeladen. Doch es gab Bedingungen, an die sich der eingeladene Journalist
hielt: Der genaue Ort der imitierten Liturgie und die Identität der Kandidatin dürften nicht preisgegeben
werden.
Bei den Ordinationen wurde der Ablauf einer katholischen Priesterweihe mehr oder weniger eingehalten.
Die Kandidatin gab sogar einige Weiheversprechen ab – unter anderem, daß sie die Verantwortung des Priestertums
wahrnehmen wolle.
Wie diese Verantwortung angesichts der strengen Anonymität aussehen könnte, blieb
ungeklärt. Es ist davon auszugehen, daß die neuordinierte Frauenpriesterin ihren Dienst vor allem bei
privaten Winkelmessen ausüben wird.
Unklar ist ferner, welchem Bischof sie das Gehorsamsversprechen
ablegten. Das Versprechen der Ehelosigkeit wurde – vermutlich – ersatzlos gestrichen.
Bevor die vom BBC
als „jung“ beschriebene Weihe-Kandidatin sich den Kulthandlungen unterwarf, erklärte sie:
„Ich hoffe,
daß sich die Dinge in fünf Jahren, in zehn Jahren, ändern.“ Es gebe angeblich viele Frauen, die den
gleichen Schritt vollziehen wollten. Ihre Ordination werde helfen, die entsprechenden Pfade vorzubereiten.
Der BBC erkundigte sich beim Präsidenten des Päpstlichen Rates für soziale Kommunikation, Erzbischof
John P. Foley (69).
Der Erzbischof erklärte dem Journalisten, daß diese Ordinationen im Verständnis
der Kirche weder erlaubt noch gültig sind.
Ob das nicht ungerecht sei?
„Als Mann kann ich nicht schwanger
werden. Ist das unfair? Dieser Unterschied besteht durch eine göttliche Entscheidung.“
Ebenso wie es
biologisch für den Mann unmöglich ist, Kinder zu empfangen, ist es – so der Erzbischof – theologisch
für die Frau unmöglich, Priester zu werden, weil der Priester den Bräutigam Christus darstellt.
Angesprochen
auf einen angeblichen Konsens zugunsten des Frauenpriestertums unter den Gläubigen, meinte der Erzbischof:
„Ich glaube nicht, daß man einen Krieg durch Kapitulation gewinnt.“
Die Frage sei, was Christus wolle,
was er offenbarte und was die Kirche autoritativ lehre: „Das ist die Norm, nach der wir uns richten müssen,
nicht Meinungsumfragen.“
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#6
Yersinia 19:15:00 | Mittwoch, 29. Juni 2005
#5
Irenäus 22:57:31 | Montag, 27. Juni 2005
#4
Yersinia 23:22:51 | Sonntag, 26. Juni 2005
#3
Irenäus 21:53:38 | Samstag, 25. Juni 2005
#2
Benedikt 21:05:02 | Samstag, 25. Juni 2005
#1
Romulus 13:56:16 | Samstag, 25. Juni 2005