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Das Herz des Priestertums + Weihbischof von Jerusalem tot + Ein neuer Abt + Homo-Gewalt + Es geschah am Dienstag, den 19. April um 17.30
Das Herz des Priestertums

Vatikan. Am Samstag sprach Papst Benedikt XVI. anläßlich ihres Ad-Limina Besuches vor den Bischöfen aus Neuguinea. Neuguinea ist die zweitgrößte Insel der Welt. Sie liegt nördlich von Australien. Papst Benedikt XVI. unterstrich in seiner Ansprache die Bedeutung der Gemeinschaft von Priestern mit ihrem Bischof. Die priesterliche Aufgabe dürfe nie mit einem zivilen oder politischen Amt verwechselt werden: „Vielmehr soll der Priester in seinem Leben Christus ähnlich werden, der sich selber entäußerte und Knechtsgestalt annahm. Der Priester soll ein Leben in Einfachheit, Keuschheit und demütigem Dienst führen, das die anderen durch sein Beispiel ermutigt.“ Das Herz der priesterlichen Existenz sei die tägliche Zelebration der Heiligen Messe.

Weihbischof von Jerusalem tot

Heiliges Land. Am 23. Juni starb Mons. Jean-Baptiste Gourion OSB (71) in Jerusalem. Er war erst am 14. August 2003 von Johannes Paul II. zum Weihbischof des Jerusalemer Patriarchen ernannt worden. Der Papst vertraute ihm besonders die hebräischsprechenden Katholiken im Heiligen Land an. Pater Jean-Baptist wurde 1934 im Oran – an der nordwestlichen Mittelmeerküste Algeriens – als Sohn jüdischer Eltern geboren. 1958 wurde er 24jährig in der Taufe wiedergeboren. Er trat in die Benediktinerabtei von Bec-Hellouin in der Normandie ein. Dort legte er im Jahre 1961 seine einfache Profeß ab. Am 29. Juni 1967 wurde er zum Priester geweiht. Später wurde er ins Benediktinerkloster von Abu Gosch in der Nähe von Jerusalem transferiert. Dieses gehört ebenfalls zur Kongregation der weiß gekleideten Olivetanerbenediktiner. 1999 wählte ihn die Gemeinschaft zum Abt. Der verstorbene Benediktiner diente auch in der Leitung der Kongregation. Die Beerdigung von Mons. Gourion wird am 28. Juni in der Abteikirche in Abu Gosch stattfinden.

Ein neuer Abt

Vatikan. Am vergangenen Donnerstag benedizierte der vatikanische Staatssekretär, Angelo Kardinal Sodano, den neuen Abt des römischen Benediktinerklosters Sankt Paul vor den Mauern. Die Abtsweihe steht im Zusammenhang des Bestrebens, die Abtei zu erneuern. Das Kloster leidet seit Jahren an schweren Krisenerscheinungen und soll jetzt internationalisiert werden. Der neue Abt ist der Brite Mons. Edmund Power OSB (52). Der Prior der Gemeinschaft, Pater Johannes Paul Abrahamowicz OSB, erklärte in einer Presseaussendung, daß die Erneuerung der Gemeinschaft auf gutem Wege sei. Der Prior ist der zweite Mann in einem Kloster. Pater Abrahamowicz ist ein Wiener und stammt aus dem niederösterreichischen Kloster Göttweig. Die Mönche von Sankt Paul beschäftigen sich mit der Feier des Opus Dei, dem Beichtehören und der Sorge für das Grab des heiligen Apostels Paulus, das sich in der Kirche befindet. Der Papst hat den Benediktinern von Sankt Paul auch ökumenische Aktivitäten ans Herz gelegt.

Homo-Gewalt

Schweiz. Beim Homo-Aufmarsch vom letzten Wochenende in Luzern, kam es zu Ausschreitungen von Homo-Ideologen gegen friedliche Demonstranten. Luzern ist die wichtigste Stadt der Innerschweiz. Es sei dem professionellen Auftreten der Polizei zu verdanken – erklärten Teilnehmer der Mahnwache –, daß die Lage nicht eskaliert sei. Gewaltbereite Homo-Aktivisten bewarfen die Gegendemonstranten mit Eiern und Wasserballons und bespritzten sie mit Wasser. Die friedlichen Gegendemonstranten wurden auch verbal bedroht und mit obszönen Gesten drangsaliert. Dagegen zeigten sich die Teilnehmer der Mahnwache diszipliniert und ließen sich nicht provozieren. Das aggressive Auftreten der militanten Homosexuellen führte sogar so weit, daß eine Gruppe von Gegendemonstranten, welche die Geschehnisse am Homo-Aufmarsch beobachten wollten, fliehen mußte, weil die Lage zu eskalieren drohte.

Es geschah am Dienstag, den 19. April um 17.30

Vatikan. Kardinal Joseph Ratzinger erreichte die notwendige Zweidrittelmehrheit an seinem Wahltag „genau“ um 17.30 Uhr. Das berichtete der ehemalige Erzbischof von Barcelona, Ricard Maria Kardinal Carles, am 5. Mai. Applaus erschallte in der Sixtinischen Kapelle. Doch die Auszählung war noch nicht beendet. Darum baten die damit beschäftigten Kardinäle um Ruhe, um ihre Arbeit zuende führen zu können.
      
7 Lesermeinungen
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#8   Dr. Otterbeck   21:16:13 | Dienstag, 28. Juni 2005
Zugegeben,
jetzt „provoziere“ ich etwas länger auf diesem Forum als eigentlich zur Erprobung meines Themas nötig gewesen wäre. Richtig ist: Der Demokratiebegriff, der 1793 in Frkr. propagiert wurde –- als das Terroregime mehr Menschen ums Leben brachte als die gesamte römische und spanische Inquisition in Jahrhunderten, ähnelt mehr dem der DDR als dem der BRD. Wer vor 1914 „Demokrat“ war, der meinte fast immer eine selbstherrliche Selbstregierung einer Elite im Namen der Massen, ohne Rücksicht auf Wahrheit und Werte. Das Mehrheitsprinzip (oder im Bolschewismus: „Massenprinzip“, bei dem eine krasse Minderheit das „objektive“ Interesse aller feststellt) bedarf der Korrektur durch die Wahrheit, aber diskursiv, ohne Zwangsmittel. Somit muss im Staat die Relgion leben können, aber „leben“, nicht nur einen ideologischen Überbau für „Legitimisten“ bieten. Im übrigen gibt es auch parlamentarische Monarchien, die mehr politische Partizipation der Bürger bieten als manche „Republiken“ unter Terrorherrschaft. Was Leo XIII. abgelehnt hat, würde auch heuter abgelehnt. Was wir heute fordern, hätte auch Leo XIII. gefordert. Denn Christus lebt in seiner Kirche! Eine bloße Phrasenidentität durch die Jahrhunderte zu schleppen ist doch das Problem eher der prot. Bekenntnisse aus dem 16. Jhdt., die heute ohne „Hermeneutik“ keiner mehr kapiert, weil dort das vitale Magisterium in Rom (im Kontext der ganzen Weltkirche) fehlt; und Ihren Jungs auch, je länger, je mehr.
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#7   Athanasius   11:16:01 | Dienstag, 28. Juni 2005
Lügen und Beleidigungen.
Sie beleidigen immer weiter, Herr Doktor, ohne Argumente.
Wo ist die FSSPX „selbstherrlich“ oder „los von Rom“?
Hätte Leo XIII. nicht Dignitatis Humanae genau wie Ebf Lefebvre und Bf De Castro Mayer bestritten? Satis Cognitum, Libertas, Immortale Dei? Sind diese Enzyliken Ihnen unbekannt? Haben Sie diese gelesen?
Sie sind ein Lügner wenn Sie behaupten, Leo XIII. würde jetzt mit der sozialen, geschweige denn (DH # 1) morellen, „Religionsfreiheit“ einstimmen.
Libertas, Leo XIII., 20. Juni 1888:
„Die Gerechtigkeit verbietet deshalb, und die Rede selbst auch, dass der Staat gottlos sei; oder eine Linie von Taten annehmen wuerde die in Gottlosigkeit enden wuerde – das heisst, die verschiedenen Religionen gleich zu behandeln und denen gleiche Rechte und Privilegien zu geben [als der katholischen Religion]. Die Bekenntnis einer Religion ist notwendig im Staate.“
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#6   Dr. Otterbeck   07:44:46 | Dienstag, 28. Juni 2005
Der Hl. Pius X.,
zusammen mit Leo XIII das Vorbild sämtlicher Päpste des XX. Jhdts. –- „alles in Christus erneuern“ ist das Programmwort beider Vatikanischen Konzilien in Zusammenschau, hätte den „Traditionalismus“ noch viel härter bekämpft als Paul VI, weil ihm die Rettung jeder einzelnen Seele so wichtig war und Selbstgerechtigkeit („Los von Rom!“) ein Gräuel; vgl. Borromäus-Enzyklika, deren Wertung der Reformation in staatspolitischer Hinsicht auch heute noch richtig ist (Rechtfertigungslehre etc. steht auf einem anderen Blatt). Man darf Pius X. nicht aus der communio sanctorum herausbrechen und zum Säulenheiligen eigensinniger Selbstherrlichkeit machen.
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#5   Athanasius   21:57:34 | Montag, 27. Juni 2005
Kein.
Also damals gab es schon das Irrtum, dass die Kirche vom Staat und vice versa zu scheiden sei, und der Papst sich nur als Kirchenoberhaupt dazu verpflichtet seine Gläubigen zur Nachfolge zu verpflichten.
Ein Irrtum deutscher Bischöfe!
Sankt Pius X. hätte es ganz anders gemacht. Das sieht man auch etwa in der Sache von „Sillon“.
„Notre Charge Apostolique“ (1909) wäre aber eine gute Inspiration für die heutige Kardinäle beim Hl. Stuhl. Keine Eine Welt Religion, keine Eine Welt Regierung, sagt Pius X. damals schon prophetisch!
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#4   Dr. Otterbeck   21:15:50 | Sonntag, 26. Juni 2005
Den päpstlichen Internationalismus
in der Personalpolitik hat Benedikt XV. mit dem CIC 1917 statuiert; auch das eine zwingende Folge der Weltkriegslage. Die Deutschenkardinäle hatten sich schon im Konklave nach dem Tod des Hl. Pius X. 1914 mit zweifelhaftem Ruhm bekleckert, indem Sie (auf Französisch!) eine Erklärung zur Rechtfertigung des Krieges verlasen (und B XV vermutl. nicht wählten). Und 1917 desavouierte der hohenzollernfromme Kardinal von Köln, v. Hartmann (nicht Weichmann), die pp. Friedensinitiative, indem er frech behauptete, der Papst habe nicht als Oberhaupt der Kirche sondern „nur“ als neutralster Souverän gesprochen. Es darf also keine Bischofsernennungen mehr ohne Rom oder gegen Rom in der lat. Kirche geben. Allerdings erachte ich die hiesige Praxis des vatikanischen Dreiervorschlags, aus dem das Kathedralkapitel letztlich auswählt, für vorbildlich, sofern Vorsorge dafür getragen wird, dass nach 2 Wahlgängen die relative Mehrheit genügt (vgl. Bundeskanzlerwahl). Diese „Mitsprache“ genügt, um Personalkatastrophen zu vermeiden.
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#3   Benedikt   16:29:58 | Sonntag, 26. Juni 2005
@ Romulus
Ich bin auch der Meinung, dass ein Bischof (aber nicht gerade in den Medien) durchaus seinen eigen Kopf haben sollte. Aber am Ende muss er sich trotzdem immer dem Papst beugen! Er kann und soll sagen, wenn ihm etwas nicht gefällt. Aber am Ende der Auseinandersetzung gilt immer sein Treueversprechen!
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#2   Romulus   13:11:56 | Sonntag, 26. Juni 2005
Grundsätzliches zur Personalpolitik unter JP2
Also Leute, ihr könnt mir sagen, was ihr wollt. Die Personalpolitik von JP2, die Besetzung von Bischofstühlen, war katastrophal. Ein Episkopat, der nach oben kuscht und nach unter tritt, intellektuell so gut wie nichts aufzuweisen hat, sondern „nur“ gehorsam ist.
Ich hoffe nur, dass Benedikt XVI. da ein besseres Händchen hat als sein Vorgänger. Ich denke, da spreche ich „Traditionalisten wie Modernisten“ aus der Seele.
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