Jetzt kann er die Probleme nicht mehr nur theoretisch lösen
Der neue Bischof von Lausanne/Genf/Freiburg wird in Zukunft mit einer Arbeit konfrontiert sein, die mit seiner bisherigen Professorentätigkeit wenig zu tun hat.
Bischof Charles Morerod auf dem Pressefoto zur Ernennung.
(kreuz.net) Heute ernannte Papst Benedikt XVI. – wie erwartet – den Schweizer Dominikaner, Mons. Charles
Morerod (50), zum neuen Bischof des Westschweizer Bistums Lausanne, Genf und Freiburg.
Die Ernennung
war bereits gestern an die Presse durchgesickert.
Mons. Morerod war bisher Rektor der römischen Dominikaner-Universität
Angelicum und Generalsekretär der internationalen Theologenkommission.
Die Bischofsweihe wird er am
11. Dezember in Freiburg erhalten.
Die Diözese Lausanne/Genf/Freiburg umfaßt große Teile der mehrheitlich
protestantischen Westschweiz.
Sie zählt bei einer Gesamtbevölkerung von 1.6 Millionen etwa 690.000
Katholiken.
Das Bistum umfaßt 255 Pfarreien und zwanzig fremdsprachige Missionen. In der Seelsorge sind
300 Priester und etwa 400 Pastoralassistenten tätig. Etwa sechzig Prozent der Priester sind über sechzig
Jahre alt.
Inzwischen wurden die Pfarreien in 53 Pastoraleinheiten zusammengefaßt.
Hoffentlich kein
Omen: Er wollte Diplomat werden
Der neue Bischof erblickte am 28. Oktober 1961 im damaligen 800-Seelen-Dorf
Riaz im Kanton Freiburg das Licht der Welt.
Er ist ein Einzelkind. Seine Eltern waren nicht besonders
religiös.
Sein Patenonkel war Augustiner-Kanoniker von Saint-Maurice im Kanton Wallis.
Während seiner
Gymnasialausbildung spielte er mit dem Gedanken, Diplomat zu werden.
Nach der Rekrutenschule trat er
zuerst ins diözesane Priesterseminar und im Jahr 1983 bei den altliberalen Schweizer Dominikanern ein.
Anschließend studierte er Theologie in Fribourg und Philosophie in Toulouse in Frankreich.
Im Jahr
1988 empfing er die Priesterweihe.
Mons. Morerod gilt als herausragender Kenner von Thomas von Aquin
(† 1274). Er promovierte aber zu ökumenistischen Themen.
Von Oktober 2009 bis April 2011 wirkte er in
der Kommission, die mit der Piusbruderschaft über eine Aussöhnung verhandelte.
Diesen Punkt seiner
Biographie unterschlägt die Pressemeldung der Diözese Lausanne/Genf/Freiburg, die seine Ernennung bekanntgibt.
Der neue Bischof besitzt praktisch keine pastorale Erfahrung. Er war zwei Jahre in Genf als Diakon und
Vikar tätig. Von 1991 bis 1994 wirkte er als Hochschulpfarrer an der Universität Fribourg.
Während
zehn Jahren half er in US-Pfarreien aus, um sich die englische Sprache anzueignen.
Er hofft auf die altliberalen
Mitbrüder
Die Diözese Lausanne/Genf/Freiburg publizierte ein Video in deutscher Sprache mit einer Stellungnahme
des neuen Bischofs.
Darin bekennt er, daß ihm seine bisherige Professorentätigkeit in Rom „sehr gefallen“
habe.
Sein neues Amt findet Mons. Morerod „menschlich gesehen sehr belastend“.
Doch er hat keine Angst,
denn „Gott ist treu“.
Ein Bischof sei nie allein. Er stehe im Dienst der Kirche.
Bischöfe müßten
sich gegenseitig unterstützen – träumt Mons. Morerod.
Aus wenig religiösem Elternhaus
Die Eltern
des Bischofs erfuhren erst gestern von der Ernennung ihres Sohnes.
Er hatte in Kiew einen Vortrag gehalten
und war am Dienstag zu seinen Eltern gereist.
Dabei feierte er seinen 50. Geburtstag nach, den er am
28. Oktober beging.
Die Nachricht von der Ernennung zum Bischof teilte er ihnen erst am Mittwoch morgen
mit, als sie ihn zum Bahnhof brachten, von wo er nach Freiburg ins bischöfliche Ordinariat fuhr.
André
Morerod (82) – der Vater des Bischofs – ist ein pensionierter Zahntechniker und stammt aus dem Kanton
Waadt. Die Mutter Denise (74) ist eine Walliserin.
Die Eltern wohnen seit zwei Jahren in der 850-Seelen-Gemeinde
Sorens – unweit von Riaz.
Der greise Vater des Bischofs wurde erst diesen Frühling gefirmt.
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29 Lesermeinungen
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#28 Alberthesel † 22:04:25 | Freitag, 4. November 2011
#21 QUIS UT DEUS 22:20:31 | Donnerstag, 3. November 2011 Liebe Katholiken lasst uns beten für Ihn Ave
Maria. –------------------------------------------------------------------------------------ Warum denn
nicht z u G o t t beten? \\ Lenkt denn Maria die Geschicke der Welt? \\ Bitte schauen Sie sich dazu einmal
diese Privat-Offenabrung aus dem Himmel an: \\ www.uni-siegen.de/…st/reiner_glaube.pdf
Wenn sich der greise Vater kürzlich hat firmen lassen, ist das doch eher ein Zeichen dafür, daß er zum Glauben gekommen ist. Jedenfalls mehr, als wenn sich ein 16-jähriger firmen läßt…
#25 Rudi Mentär † 06:29:58 | Freitag, 4. November 2011
Die nicht religiösen Eltern, der spät gefirmte Vater – schwere Hypotheken. Und natürlich wichtig in einer solchen Meldung. Ebenso wie die Tatsache, dass die Eltern auf dem Weg zum Bahnhof informiert haben. Warum blast Ihr Euer stilistisch schlechtes Geschreibsel auch noch künstlich auf? Über die Inhalte will ich gar nicht reden…
#15 monens 17:40:15 | Donnerstag, 3. November 2011
Hw Morerod hat an den Gesprächen mit der Piusbruderschaft teilgenommen; letzere bekennt die Unantastbarkeit
der Heiligkeit des Lebens durch Gebetsdemonstrationen; die nächste im deutschen Grenzraum, in Basel am
kommenden Samstag, 5. November; vielleicht gelingt es Einigen dort teilzunehmen; www.ja-zum-kind.ch/ aus
einem Faltblatt der Piusbruderschaft; + „Die gefalteten Hände eines einzigen Menschen sind stärker als
…tausende Hände von Medizinern, die mit ihren sterilen Instrumenten das ungeborene Leben töten …imposante
Pharmafirmen, die mit ihren glänzenden Pillen das ungeborene Leben unsichtbar zum Erlöschen bringen
… sanft anmutende Worte von geschickten Psychologen, die die Frauen und Mädchen in Not zum Schwangerschaftsabbruch
bewegen … ambivalente Politiker, die ungeborenen Menschen ihren Schutz absprechen …Pressekampagnen,
die jene, die das Naturrecht verteidigen, als Radikale mißkreditieren … Gewaltangriffe und Gegendemonstrationen
jener, die selbst einmal schützenswerte Ungeborene waren.“ + gerade auch in den schweizerischen Diözesen
wird über alles Mögliche „dialogisiert“ und gleichzeitig die Heiligkeit des Lebens „wegtoleriert“?!; www.razyboard.com/…07907-5936925-0.html Hw Milch; + „zur namenlosen Trauer aller Wissenden – das spezifisch
Katholische abgebaut, entstellt, verfälscht.“ + www.razyboard.com/…07699-6124425-0.html
#5 Palmström 15:01:47 | Donnerstag, 3. November 2011
Wenn Charles Morerod ein Kenner der Thomistik ist, wird er ja auch Dr. David Berger kennen… und wissen
wie und was mit David Berger geschehen ist. Dennoch strebt er das Bischofsamt an… wegen der Machtfülle,
die dem Amt inne ist, oder…?
#4 Romulus 14:57:25 | Donnerstag, 3. November 2011
Jetzt kann er die Probleme nicht mehr nur theoretisch lösen –------------------------------------------------
Geschieht ihm ganz Recht! Bischöfe müßten sich gegenseitig unterstützen – träumt Mons. Morerod. –------------------------------------------------
So ein Anfänger darf träumen. Außerdem ist LFG sowieso nur eine Durchgangsstation auf der Karriere.
Der greise Vater des Bischofs wurde erst diesen Frühling gefirmt. –------------------------------------------------
Da wurde es aber langsam mal Zeit!
Ja Dom-Dom, man muß nur viele Sprachen beherrschen, schon liegen einem die Menschen zu Füßen. Sein
Vater ist erst vor kurzem gefirmt worden, das war sicher das größte Erfolgserlebnis für den 50jährigen
Sohn.
Dem Mann ist eine bedeutende Karriere vorherzusagen, wenn im weiteren kein Stolperstein auftaucht. Aufgrund seines Lebensweges dürfte feststehen, dass er Französisch, Deutsch, Italienisch und Englisch in Wort und Schrift beherrscht. Dazu kommt die vertiefte Kenntnis des Thomismus und „Vatikan-Erfahrung“. Der Kandidat gilt als „neokonservativ“ (im traditionalist. Sprachgebrauch). Kurz: wenn er nicht binnen der nächsten zehn Jahre an die Kurie gerufen wird, hat er was „falsch“ gemacht (…oder „richtig“, falls er dort nicht hin will).
„Die Bischöfe müssen sich gegenseitig unterstützen“ davon träumt er. Es ist doch schön, so ein frisch
gebackener Bischof hat eben noch Träume. Wenn er dann erstmal Worte um den Kopf geworfen bekommt, wie
„Der Bischof schadet der Kirche mehr, als das er ihr nutzt“ kann es sein, dass die schönen Träume verschwinden.