Eine Gesellschaft kann nur dann als gesund bezeichnet werden, wenn in ihr Ehrfurcht vor dem lebt, was dem anderen heilig ist, und Ehrfurcht vor dem Heiligen überhaupt. Wo solche Ehrfurcht aufgegeben wird, ist in einer Gesellschaft Grundlegendes verloren gegangen. Von Mons. Kurt Koch, Bischof von Basel.
(kreuz.net) Es ist deshalb höchst erfreulich, daß dort Strafe droht, wo der Glaube der Juden und seiner
großen Gestalten verhöhnt wird. Ebenso kann es sich niemand erlauben, öffentlich das zu verspotten,
was den Moslems heilig ist.
Ganz anders jedoch wird in unserer Gesellschaft das Christentum behandelt.
Wer das, was den Christen heilig ist, mit Spott überschüttet und in den Dreck zieht, dem droht in unserer
Gesellschaft keine Strafe.
Gegenüber dem Christentum überhaupt und der römisch-katholischen Kirche
im besonderen wird vielmehr das Recht auf Meinungsfreiheit ins Feld geführt oder die künstlerische Freiheit
beschworen. Diese wird wie eine Keule verwendet, wenn das Christentum satirisch ins Visier genommen wird.
Die Meinungsfreiheit wird sogar als das höchste Gut betrachtet, die einzuschränken angeblich die Toleranz
und die Freiheit gefährden würde.
Dies ist völlig inkonsequent.
Würden beispielsweise das Heiligste
des Judentums und des Islams und ihre Repräsentanten derart angegriffen, wie es in gewissen Medien mit
dem Christentum und seinen Repräsentanten geschieht, wäre ein derart großer Protest zu erwarten, daß
sich die Veranstalter von sogenannten „Kunstereignissen“ öffentlich entschuldigen müßten.
Beim Christentum
und besonders bei der katholischen Kirche hingegen wird beinahe jeder Protest mit dem Argument der künstlerischen
Freiheit sofort erledigt.
Hinzu kommt, daß seltsamerweise selbst Katholiken diese Inkonsequenz in der
Öffentlichkeit mitmachen.
Bei wohl kaum einer Religionsgemeinschaft werden die internen Differenzen
derart in der Öffentlichkeit ausgetragen wie bei der römisch-katholischen Kirche, und zwar in einem
Stil, der manchmal selbst die Ehrfurcht vor dem Heiligen des Christlichen vermissen läßt, obwohl man
sich zugleich für Ehrfurcht gegenüber Judentum und Islam einsetzt.
Hinter dieser Inkonsequenz muß
man mit Papst Benedikt XVI. einen „nur als pathologisch zu bezeichnenden Selbsthaß des Abendlandes“ wahrnehmen,
das sich zwar fremden Werten verstehend öffnet, das aber sich selbst nicht mehr mag und das von seiner
eigenen Geschichte nur noch das Schreckliche, nicht mehr hingegen das Große und Schöne wach zu halten
vermag.
Zum Großen des Abendlandes gehört aber die Freiheit, auch die Meinungsfreiheit.
Doch das Abendland
wird neu lernen müssen, daß Freiheit auch mißbraucht werden kann, wenn beispielsweise mit ihr Beleidigungen
oder gar Verletzungen der Würde anderer Menschen verteidigt werden.
Die Meinungsfreiheit muß ihre Grenze
darin finden, daß sie die Ehre und Würde des anderen nicht verletzen darf. Es darf keine Freiheit geben,
das zu verhöhnen, was anderen heilig ist.
Dies wäre die Freiheit zur Zerstörung der Menschenrechte
und damit die Zerstörung der Freiheit selbst.
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28 Lesermeinungen
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@Hedonist Recht hast du… ich bin auch schon wegzensiert worden und diese Sache mit den Schweinen steht
noch immer hier… was ich aber am Besten finde: meine Links wurden alle entfernt… als ob die Leute
nicht selber entscheiden könne, ob sie meine Homepage anschauen wollen oder nicht… es muss ja keiner
drauf klicken, der nicht will… zumindest hab ich zusätzlich noch eine Ermahnung von denen bekommen…
im Vergleich zu der Behandlung der Heranbwürdigung der Homosexuellen ist das nicht wirklich fair.
@MilesChristi Wie kann ein Christ jemanden in seiner Sünde bestätigen oder ihn unterstützen ?? Hat
der Herr Jesus Christus das getan ? Er hat die Sünder angenommen UND sie aufgefordert, nicht mehr zu
sündigen ! Er hat nicht gesagt, „geh und mache weiter, was dir deine Gefühle sagen“, sondern: „geh,
und sündige nicht mehr“. Das ist Christentum. Alles andere ist Menschenwerk. Ironie des Schiksals: ausgerechnet
bei diesem Diskussionsthema ist die Antwort, die ich Dir dazu geschrieben habe von der „Redaktion“ zensuriert
worden, obwohl sie zwar ironisch aber nicht beleidigend war… Schade, dass die „Redaktion“ nur selektiv
zensuriert. Der Beitrag, der die Homosexuellen im Vergleich zu den Schweinen an die untere Stelle platzierte
wurde z.B. nicht zensuriert … aber eben MEINUNGSFREIHEIT ist hier gross geschrieben.
#28 MilesChristi 14:23:15 | Sonntag, 24. Juli 2005
@ Hedonist Wie kann ein Christ jemanden in seiner Sünde bestätigen oder ihn unterstützen ?? Hat der
Herr Jesus Christus das getan ? Er hat die Sünder angenommen UND sie aufgefordert, nicht mehr zu sündigen !
Er hat nicht gesagt, „geh und mache weiter, was dir deine Gefühle sagen“, sondern: „geh, und sündige
nicht mehr“. Das ist Christentum. Alles andere ist Menschenwerk.
@hedonist Die homosexuell empfindenden und lebenden Menschen erleben es als wahr: – dass sie sich von
gleichgeschlechtlichen Partnern anziehen fühlen. – Dass sie Tisch und Bett und noch viel mehr mit einem
gleichgeschlechtlichen Partner teilen, d.h. dass sie für diese sorgen, d.h. dass sie LIEBE füreinander
empfinden >In Glaubensfragen sieht das etwas anders aus. >>Wie ist das zu verstehen? Finden in Glaubensfragen
keine Entwicklungen statt? Jedenfalls keine Entwicklungen im Sinne der Umdeutung. Glaube ist nicht zum
Entwickeln da, sondern zum Verkünden. Es ist Aufgabe der kirchl. Autoritäten dafür zu sorgen, dass
die Christen heute und in Zukunft immer noch an das glauben, an was die Apostel geglaubt haben. Wäre
das nicht der Fall, so handelte es sich nicht um Religion, sondern um Ethik. Natürlich ist der kath Glaube
auch nicht absolut statisch wie zB bei den Evangelikalen, bei uns Katholiken gibt es ein Lehramt (=Papst),
dass die Botschaft an unklaren Stellen auslegen kann. Gegen den Glauben als solches kann jedoch auch das
Lehramt nichts lehren, es ist – wie Benedikt XVI. es treffend ausdrückt – lediglich Sachwalter der Botschaft
Jesu Christi.
@janet1983 Ich danke dir dafür, dass du nicht nur keinerlei Anfeindungen gegen Homosexuelle hervorbringst,
sondern sie auch noch in Schutz nimmst. Es ist richtig, dass nicht wenige Anmerkungen hier äußerst verletzend
sind. Sollte es nicht das Ziel dieses „christlichen“ Forums sein, den Menschen (ob homosexuell, ob heterosexuell,
ob asexuell, usw. usw.) als Teilder Schöpfung in Schutz zu nehmen? Ich habe das Gefühl, wenn ich viele
Artikel und Beiträge lese, dass viele Menschen sich die Verteidigung eines schwachen Gottes gegen Angriffe
von übermächtigen Menschen als Aufgabe gesetzt haben -geschweige denn diejenigen, die sich bei ihren
Äusserungen auf die Ebene von Gott platzieren-
@Hedonist Ich danke dir dafür, dass du nicht nur keinerlei Anfeindungen gegen Homosexuelle hervorbringst,
sondern sie auch noch in Schutz nimmst. Es ist richtig, dass nicht wenige Anmerkungen hier äußerst verletzend
sind.
@Benedikt Das Leben iSd der Naturwissenschaft hat keine Wahrheiten. Naturwissenschaften entwickeln sich
ständig fort. Hätten sie Wahrheiten, so könnte man die Forschung einstellen, denn man weiß ja dann
die Wahrheit. So aber gibt es in den Naturwissenschaften keine Wahrheiten, sondern lediglich den Stand
des Wissens. Die homosexuell empfindenden und lebenden Menschen erleben es als wahr: – dass sie sich von
gleichgeschlechtlichen Partnern anziehen fühlen. – Dass sie Tisch und Bett und noch viel mehr mit einem
gleichgeschlechtlichen Partner teilen, d.h. dass sie für diese sorgen, d.h. dass sie LIEBE füreinander
empfinden Millionen von Menschen weltweit empfinden oder leben so, das ist die heutige Wahrheit für sie,
wie auch für diejenigen, die das verurteilen, egal ob man das im Sinn der Naturwissenschaft als Wahrheit
oder als Stadium einer Entwicklung. Daher gilt meine Behauptung „Beachte, dass jedes Infragestellen von
Wahrheiten des Lebens homosexuell lebender Menschen möglicherweise diese Menschen in ihren Gefühlen
verletzt! „ weiterhin. Und somit ist damit zu rechnen, dass die wenigen, die sich hier irren (für 99,99%
dieser Menschen ist kreuz.net schnurz egal) oder Besucher dieses Forums, die ein etwas offeneres Welt-
und Menschenbild haben, sich dagegen wehren und zurückschlagen. In Glaubensfragen sieht das etwas anders
aus. Wie ist das zu verstehen? Finden in Glaubensfragen keine Entwicklungen statt?
@ hedonist Das Leben iSd der Naturwissenschaft hat keine Wahrheiten. Naturwissenschaften entwickeln sich
ständig fort. Hätten sie Wahrheiten, so könnte man die Forschung einstellen, denn man weiß ja dann
die Wahrheit. So aber gibt es in den Naturwissenschaften keine Wahrheiten, sondern lediglich den Stand
des Wissens. In Glaubensfragen sieht das etwas anders aus.
@MilesChristi Das ist eine christliche Website, eine katholische … das dachte ich auch zuerst als ich
das Logo-Bild sah. Als ich die viele menschenverachtenden Artikel und Kommentare las, zweifelte ich daran.
Deine Bestätigung beruhigt mich doch. Also ich werde bleiben.
@MilesChristi Es ist nicht die Aufgabe oder Pflicht eines Christen, die Gefühle eines Menschen zu schonen,
wenn … muß er damit rechnen, gelegentlich die Gefühle eines anderen zu verletzen. … und als nächste
Konsequenz die Retourkutsche annehmen… was du darfst … darf ich auch !
#18 MilesChristi 15:52:01 | Samstag, 23. Juli 2005
@ Hedonist Es ist nicht die Aufgabe oder Pflicht eines Christen, die Gefühle eines Menschen zu schonen,
wenn dieser Christ anhand der Heiligen Schrift weiß, daß dieser Mensch schwer sündigt. Ein Christ kann
Sünde nicht unterstützen, sei sie Homossexualität, „Sex außer der Ehe“, Ungerechtigkeit, Lüge etc.
Und weil er das nicht kann muß er damit rechnen, gelegentlich die Gefühle eines anderen zu verletzen.
@Benedikt Beachte, dass jedes Infragestellen von Wahrheiten der Kirche möglicherweise Gläubige in ihren
Gefühlen verletzt! Beachte, dass jedes Infragestellen von Wahrheiten des Lebens homosexuel lebender Menschen
möglicherweise diese Menschen in ihren Gefühlen verletzt!
@ janet Es handelt sich nicht um eine „Diskriminierung von Homosexuellen“, sondern um Ablehnung der Homosexualität
als solcher. Zugegeben ist der Ton der Redaktion hier leider häufig etwas alarmistisch und tendenziös
Meinungsfreiheit, wie du sie vertrittst ist in Glaubensfragen differenziert zu betrachten: Bezügl. des
Gesellschaftslebens und der politischen Betätigung ist Meinungsfreiheit ein hohes Gut. Bezüglich der
Kirche ist jedoch zu bedenken, dass die Kirche allein da ist, um Wahrheiten zu verkünden. Eine Hetze
gegen diese Wahrheiten unter dem Deckmantel einer Meinungsfreiheit ist daher illegitim. Beachte, dass
jedes Infragestellen von Wahrheiten der Kirche möglicherweise Gläubige in ihren Gefühlen verletzt!
@Konrad dein explosives „coming-out“ auf kreuz.net beweist, wie wenig dich dein lesbisch-sein befriedigt
Dagegen zeigen alle deine giftigen Stellungnahmen hier wie viel Dein Leben (inkl. Sexualität) dich befriedigt …
Es ist ja klar, wenn jemand sich über den Übermass an unchristlichen menschenverachtenden Äusserungen
dieses Forums empört, muss die Person unglücklich sein. Ich teile die Ansicht Janet, ich empöre mich
aber nicht mehr. Im Gegenteil: in meiner Verantwortung als Pädagoge empfehle ich kreuz.net weiter…
mit Erfolg… unzählige Austritte aus der Kirche !
@janet1983 dein explosives „coming-out“ auf kreuz.net beweist, wie wenig dich dein lesbisch-sein befriedigt.
Zur weiteren Umkehr, die wir mit Gebet unterstützen, lese „das Evangelium spricht eine klare Sprache“
auf www.kath.net
Meinungsfreiheit? „Die Meinungsfreiheit muß ihre Grenze darin finden, daß sie die Ehre und Würde des
anderen nicht verletzen darf. Es darf keine Freiheit geben, das zu verhöhnen, was anderen heilig ist.
Dies wäre die Freiheit zur Zerstörung der Menschenrechte und damit die Zerstörung der Freiheit selbst.“
Und was ist dann mit der Diskriminierung von Homosexuellen? Wie sieht es aus mit der Verurteilung von
evangelischen Christen? Da geht euer Respekt schon nicht mehr hin, oder?
hallo sirilo Es ist die Kunst zu deuten… Da ist zum einen der Regensburger Dom mit seiner Darstellung
der „Judensau“, die immer noch an der Außenmauer der Kirche prangt und die Juden verhöhnt. Die Sau hängt
dem Dome an… Christen Opfer (essen) die Sau. Und da ist zum zweiten die Darstellung der Synagoge im
Bamberger Dom als blinder und besiegter Frau. und das Judentum vertraut GOTT blind und selbst in Erniedrigung…
Doch das Christentum stellt sich gern selbst herrlich dar… doch GOTT verdisst nicht die, die im Staube
schlafen (müssen), während Christen (natürlich nicht alle, ich formuliere es halt auch schon mal provokant)
sich ihre eigenen Instanz neben GOTT geschaffen haben, die Kirche. Angesichts dessen ist die Frage nach
Blasphemie müssig.
@ Yersinia ich erspare mir und den kreuz.net-Lesern, inhaltlich aufzuzählen, was allein in Österreich
durch die erwähnten „Künstler“ an Blasphemien, Geschmack- und Niveaulosigkeiten gebeoten wird. Kardinal
Schönborn, gewiss kein Fundi-Typ, hat dies mehrfach in Erwähnung gebracht, auch gegen seinen Schulfreund
Peter Turrini. Und wenn „Yersinia“ keine Erzrelativistin sein will, dann möge sie doch ihre Weltanschauung
einmal offenlegen! Wir warten gespannt, was da dann herauskommt.
Argumente „Man hat gesagt, die nachkonziliare Epoche werde eine schöpferische Zeit sein. Das Konzil hat
Wege geöffnet, Samen ausgesät, Richtungen gewiesen. Die Geschichte lehrt uns aber, dass nachkonziliare
Epochen Zeiten der Stagnation und der Verwirrung sind. Wir brauchen Apostel und Propheten, die dem Geist
des Konzils Fleisch und Blut verleihen“ (Paul VI); und gleichfalls Montini bereits 1967: „In jedem Wachstumsprozess ,
in jeder Wandlung zum Höheren (…), gibt es einen Augenblick der Nacktheit, der Verwirrung – den der
böse Wind benutzt, wo der Teufel sich einschleicht. Diese Zerissenheit ist an und für sich gut. Es ist
die Zerrissenheit des Wachsenden. Glauben Sie nicht, dass sich die Rosenknospe, wenn sie im Frühling
aufbricht, zerissen fühlt, während Sie doch blühen wird? Nein, wir haben nicht die Partei des Lebens
ergriffen, um die Partei der Wahrheit zu verlassen. Wir haben der Wahrheit ein reicheres Leben geben wollen.“
Realos, die wir sind.
danke @konrad allerdings: wenn einem die inhaltlichen Argumente ausgehen, muß man auf „labels“ zurückgreifen,
also „links“ oder „rechts“ oder eben „Erzrelativistin“ – nur zu! Hast du inhaltlich, argumentativ auch
etwas zu sagen?
Warum nur Allgemeinplätze? Es ist schade, daß in dem mit etwas weinerlichem Ton abgefaßten Artikel
keine konkreten Beispiele der beklagten Vorkommnisse aufgeführt sind. Alles nur Allgemeinplätze; nirgends
werden Roß und Reiter genannt. Dafür möchte ich zwei Beispiele dafür nennen, daß von christlicher
Seite durchaus immer noch Verhöhnungen des Judentums geduldet werden. Da ist zum einen der Regensburger
Dom mit seiner Darstellung der „Judensau“, die immer noch an der Außenmauer der Kirche prangt und die
Juden verhöhnt. Und da ist zum zweiten die Darstellung der Synagoge im Bamberger Dom als blinder und
besiegter Frau. Angesichts der Versuche des letzten Papstes, gute Beziehungen mit dem Judentum herzustellen,
wäre es an der Zeit, diese verunglimpfenden Darstellungen aus vergangenen Zeiten von den Domen zu entfernen
und in die Museen zu bringen…
Dankeschön an Konrad Wie wär’s denn mit dem Kürzel (der/die) „Rela“ für Relativist/en? (Wie Tradi
für Zionelle…) Und was sind wir dann, Ordnung muss sein: „Realos“, weil wir an die tätige Realpräsenz
Christi in seiner Kirche glauben –- F.C. Real Roma; donec venias. Danke für die Ermutigung; ich halte
Ihren „Fanclub“ in Ehren…
Warum soll das nicht von Bischof Koch sein? Der Artikel hat jedenfalls völlig recht und Yersinia, die
Erzrelativistin des Forums, hat auf Österreich verwiesen, wo Nitsch, Haderer, Deix und co. als „Grosse
Künstler“ gelten und von ÖVP-Leuten wie Pröll mit Preisen bedacht werden.
also in Österreich weiß ich nur von Verurteilungen wegen „Herabwürdigung religiöser Lehren“, die auf
christliche respektive katholische Wertvorstellungen bezogen sind – und in einer Gesellschaft, in der
die „Mehrheitskultur“ deutlich christlich respektive katholisch bestimmt ist, sind die Minderheitsreligionen
viel eher von Diskriminierung gefährdet; ganz abgesehen davon, dass sich die Mehrheitsreligion sehr aktiv
direkt und indierekt in die politische Entscheidungsfindung einbringen kann und einbringt – es ist also
eine etwas eigenartige Beobachtungsposition, wenn sich christliche Würdenträger permanent als so bedauernswert
und verfolgt hinstellen; noch dazu, wo christliche Politik ganz wesentlich an unserer heutigen Gesellschaft
und deren weltweit ausgreifenden Strukturen mitgebaut hat.