Unter diesem Titel publizierte die kirchenfeindliche ‘New York Times’ am vergangenen Samstag einen Artikel über den neuen Präfekten der Glaubenskongregation.
(kreuz.net, Neu York) Wer den Charakter des Pontifikates von Papst Benedikt XVI. erraten wolle, müsse
die Ernennung des Erzbischof von San Francisco, Mgr William J. Levada, zum neuen Präfekten der Glaubenskongregation
beachten.
Das erklärt der Journalist Peter Steinfels in einem Beitrag für die US-amerikanische Tageszeitung
‘New York Times’.
Die Ernennung von Erzbischof Levada sei aus verschiedenen Gründen bedeutsam. Hier
habe der Papst seinen eigenen Nachfolger ernannt. Außerdem sei dieser Entscheid nicht durch Vorgaben
des vorausgehenden Pontifikates determiniert gewesen.
Steinfels bezeichnet Erzbischof Levada als einen
„theologischen Konservativen“:
„Aber Erzbischof Levada, der am 15. Juni 69 Jahre alt wurde, ist eine
andere Person als der 46jährige Mons. Levada, der im Jahre 1982 aus Rom in die Vereinigten Staaten zurückkehrte,
nachdem er sechs Jahre in der Glaubenskongregation – ein Jahr davon unter dem damaligen Kardinal Ratzinger –
gearbeitet hatte“, so Steinfels weiter.
In den USA leitete Mons. Levada zuerst für zwei Jahre das Büro
der kalifornischen Bischofskonferenz. Dort habe er das „Ich gebe dir – du gibst mir“ im Umgang mit kalifornischen
Politikern und Regierungsstellen gelernt.
Danach wirkte Mons. Levada zwei Jahre als Weihbischof in Los
Angeles, dann neun Jahre als Erzbischof in Portland im Bundesstaat Oregon, schließlich ein Jahrzehnt
als Erzbischof von San Francisco im Bundesstaat Kalifornien.
Der US-Bundesstaat Oregon befindet sich
im Westen der Vereinigten Staaten am Pazifik. Im Süden grenzt Oregon an den US-Bundesstaat Kalifornien.
Kalifornien liegt ebenfalls an der Westküste.
Noch in den frühen 90er Jahren habe sich Mons. Levada
stark gegen alles eingesetzt, was von der Lehre der Kirche abweicht oder die kirchliche Autorität schwächt.
Das habe Mons. Levada vor allem im Zusammenhang mit dem Hirtenbrief der US-Bischöfe über die Frauen
bewiesen, erklärt Steinfels.
Der Hirtenbrief wurde nie publiziert, weil sich die Bischöfe nicht einig
werden konnten.
In der Zwischenzeit habe es Mons. Levada auf 22 Jahre Erfahrung als Diözesanbischof
gebracht: „viermal die pastorale Erfahrung, die Kardinal Ratzinger in sein Amt mitbrachte“ – so Steinfels.
Dadurch habe Mons. Levada seine Theologie auch in praktischen Aktivitäten umsetzen müssen.
Flexibler
habe sich Erzbischof Levada in der Kontroverse um den Empfang der heiligen Kommunion durch Politiker,
die sich offen für die Kinderabtreibung einsetzen, gezeigt.
Diese Streit entbrannte anläßlich der
Präsidentschaftskandidatur von John Kerry, der katholisch und zugleich ein scharfer Verfechter der Kinderabtreibung
ist.
Dazu legte Erzbischof Levada den US-Bischöfen eine theologische Analyse vor. Sie stand unter dem
Titel „Überlegungen zu Katholiken im politischen Leben und zum Empfang der Heiligen Kommunion“.
Diese
Analyse enthält – so Steinfels – zwei Teile. Zunächst bestätigt der Erzbischof mit Nachdruck die katholische
Lehre über die Kinderabtreibung und über die Pflicht katholischer Politiker, diese zu bekämpfen.
Danach
betone er aber, daß die Anwendung von moralischen Prinzipien in konkreten Situationen „manchmal eine
komplexe und schwierige Aufgabe“ sei.
Grund dafür seien der politische Prozeß, widerstreitende gesellschaftliche
Gesichtspunkte und die Erkenntnis, daß Gesetze gesellschaftliche Haltungen und Gepflogenheiten zu berücksichtigen
hätten.
Mons. Levada betonte in seinem Schreiben auch „die alte Erkenntnis der katholischen Moraltheologie,
daß der Gesetzgeber nicht immer mit idealen und vollkommenen Lösungen“ arbeiten könne.
Darum sei zwischen
einem moralisch akzeptablen und einem moralisch inakzeptablen Kompromiß zu unterscheiden.
Zwar seien
die Bischöfe für die gute Ordnung der Kirche und die Klarheit der Glaubenslehre verantwortlich.
Sie
müßten sich aber auch bewußt sein, daß kirchliche Strafen für Politiker von vielen Amerikanern als
eine Verletzung der politischen Freiheit betrachtet würden.
Mons. Levada präsentierte seine Unterscheidungen
nicht als Kompromisse mit der katholischen Glaubenslehre, sondern als einen Teil davon.
Für Steinfels
ist diese Haltung eine „Mischung von theologischer Ernsthaftigkeit und pastoraler Erfahrung“.
Was in
Rom daraus werde, sei eine offene Frage.
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6 Lesermeinungen
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#6 Agiafortuni 10:12:09 | Dienstag, 7. Februar 2006
Dr.Otterbeck’s Unverschämtheit Was Sie in Bezug auf die Piusbruderschaft behaupten, Herr Dr. Otterbeck,
ist eine Unverschämtheit und würde auf dem Stuhl Petri ein Mann sitzen, der seine Garanten-pflicht wahrnimmt,
wären Sie längst ausgeschlossen. Was Sie nämlich vertreten ist nicht mehr der unverfälschte katholische
Glaube sondern konziliarer Schwachsinn in Reinkultur. So lange Rom dagegen nicht einschreitet, soll Rom
ruhig die Exkommunikation aufrechterhalten und damit beweisen, dass katholisch und konziliar nicht einerlei
sind.
Klinik. Herr Doktor! Sie müssen aufhören mit Ihrem Spottenden Ton gegenüber Kritiker. Ob Sie nun so
zufrieden mit der Kuschelkulturkirche der letzten vierzig Jahre sind, manche sind es halt nicht. Ebf.
Levada ist nicht das Problem, sondern nur eine Konsequenz. Gorbatschow hatte ein Einsehen, G.W. Bush vielleicht
auch Das von Gorbatschow glauben Sie doch selber nicht oder? Dieser Eine Welt Religionstifter soll „Einsehen“
gehabt haben? Von welchem Geist werden Sie geführt, Herr Doktor!
„Wenn wir Christen, die wir an Gott glauben, erführen, dass ‘eine einzige Person’ in Todesgefahr ist,
würden wir zu ihrer Rettung Himmel und Erde in Bewegung setzen. Den für einen Gläubigen und noch viel
mehr für einen Jünger Christi, hat ein einziges Wesen einen unendlichen Wert… Aber stellen wir uns
den Herrn eines großen Reiches vor, der die Macht hat, über das Los von Hunderten, von Millionen Menschen
zu entscheiden und der ein absoluter Atheist ist und keine Hoffnung hat. Nehmen wir an, dieser Herr über
die Schicksale sähe eine Möglichkeit, die ganze Erde für immer zu beherrschen, aber um den Preis von
hundert Millionen geopferter Menschen. Wenn er konsequent wäre, müsste ihm das völlig gleichgültig
sein. Hier verläuft die Grenze zwischen den Folgerungen aus dem Gottesglauben und den Folgerungen der
Gottesleugnung. Möchte die Welt das doch einsehen, bevor es zu spät ist!“ (Montini, 1967). Gorbatschow
hatte ein Einsehen, G.W. Bush vielleicht auch, nur Monseigneur L. + Co. weigern sich, unter dem Wort Gottes
die Geheimnisse Christi zum Heil der Welt zu feiern. Daher darf man dieses Forum nicht Apostaten überlassen,
die sich selbst die Tiara aufsetzen, die allein Petrus gebührt, dem ersten Zeugen des Ostertages, als
Symbolum dessen, dass Christi Reich nicht von dieser Welt ist, aber in dieser Welt tätig lebt.
Ich, als „Schismatiker“, spreche: Eine gute Wahl des großen Benedikt XVI. Der hl. Vater ist bereits nach
einigen Monaten Pontifikat schon wieder heilig- und „gross“-gesprochen. Wirklich. Der Papalismus kennt
kein Halt. Ein Bußprediger wie Savonarola hätte davon gegreuelt! Zu Ebf. Levada liest man am besten:
www.dici.org www.dici.org/ English wählen.
Wünschenswert… … und auf der Linie vieler Äußerungen des gegenwärtigen Papstes wäre es doch,
den Mut zu einem eindeutigen „Ja, ja – nein, nein!“ aufzubringen, sich um keinen Preis vor den Mächtigen
und dem Zeitgeist zu beugen und bewußt das Risiko einzugehen, als Minderheit mit dem Herrn im Abseits
zu stehen, oder?