Ökumene und Erholung + Erzdiözese mit sozialistischem Maulkorb + Ein ökumenisches Foto + Vor dem eigenen Haus + Kardinal Ratzinger und Michael Davies
Ökumene und Erholung
Vatikan. Am gestrigen Sonntag betete der Heilige Vater mit rund 40.000 Pilgern
auf dem Petersplatz den Engel des Herrn. In seiner Ansprache unterstrich er, daß das nächsten Mittwoch
zelebrierte Hochfest der Apostelfürsten Peter und Paul eine gute Gelegenheit für die Ökumene sei: „Es
ist ein besonderer Anlaß, die Einheit und Universalität der Kirche zu betonen.“ Wie schon in den vergangenen
Jahren wird eine Sonderdelegation des Ökumenischen Patriarchates von Konstantinopel den Feierlichkeiten
beiwohnen. Anläßlich des Ferienbeginns wünschte der Papst allen eine verdiente Ruhe und Erholung.
Erzdiözese mit sozialistischem Maulkorb
Österreich. Das Donauinselfest in Wien ist das größte Open-Air
Spektakel Europas. Es handelt sich dabei um ein dreitägiges Freiluftkonzert mit freiem Eintritt auf einem
Gebiet von mehreren Kilometern Länge. Während des vergangenen Wochenendes zählten die Organisatoren
rund drei Millionen Besucher. Unter den Schaustellern befand sich auch die katholische Kirche. Die Erzdiözese
Wien organisierte eine Bühne zum Thema „Lebensschlüssel“. Auf der katholischen Bühne traten 15 Musikgruppen
aus Österreich, Deutschland, Großbritannien und Schweden auf und spielten insgesamt 30 Stunden lang
christliche Live-Musik. 130.000 Menschen fanden sich dort ein. „Warum sollte die katholische Kirche nicht
am Donauinselfest sein?“, fragte Kardinal Schönborn am gestrigen Sonntag auf der Bühne. „Vielleicht“ –
so die halblaute Antwort eine Lebensrechtlerin im Publikum – „weil die Kirche den Wiener Sozialisten für
die Teilnahmeerlaubnis versprechen mußte, nicht über die Kinderabtreibung zu reden.“ „Aber das hätte
der Kardinal – so die Antwort eines unbekannten danebenstehenden älteren Herrn – „wohl sowieso nicht
getan.“
Ein ökumenisches Foto
Frankreich. Ein katholisches Internet-Tagebuch veröffentlichte am gestrigen
Sonntag das Foto einer Konzelebration in der gotischen Kathedrale von Metz in Frankreich. Die Kathedrale
ist dem Heiligen Stephan geweiht. Metz liegt im Nordosten Frankreichs. Der Bischof von Metz gilt als konservativ.
Der Weblog verweist auf die ökumenische Nähe zwischen den Konzelebranten und den protestantischen Besuchern.
Über den Anlaß der ökumenischen Konzelebration wird nicht informiert.
Vor dem eigenen Haus
USA. Einer
23jährigen Krankenschwester wurde das Dienstverhältnis gekürzt, weil sie sich aus religiösen Gründen
weigerte, einer Mutter die ‘Tötungspille danach’ zu verabreichen. Das berichtete der politisch konservative
Online-Dienst ‘WorldNetDaily’ am Freitag. Die Krankenhausleitung reduzierte die Anstellung der Krankenschwester
von Voll- auf Teilzeit. Detail: Das Spital ist in katholischer Trägerschaft. Das Krankenhaus befindet
sich in der Stadt Covington im US-Bundesstaat Kalifornien. Kalifornien liegt an der Westküste der Vereinigten
Staaten. Jetzt hat die Krankenschwester das Krankenhaus verklagt. Sie sei auf das Gehalt einer Ganztagesanstellung
angewiesen.
Kardinal Ratzinger und Michael Davies
Großbritannien. Als Michael Davies, der Präsident
der Una Voce Föderation, letztes Jahr verstarb, schrieb Joseph Kardinal Ratzinger, der damalige Präfekt
der Glaubenskongregation, das folgende:
„Die Nachricht über den Tod von Michael Davies hat mich zutiefst
berührt. Ich hatte das Glück, ihn verschiedene Male zu treffen und habe ihn als einen tiefgläubigen
Menschen kennengelernt, der bereit war, Leiden auf sich zu nehmen. Seit dem Konzil legte er seine ganze
Kraft in den Dienst des Glaubens und hinterließ uns bedeutende Veröffentlichungen besonders über die
heilige Liturgie. Obwohl er zu Lebzeiten in verschiedener Weise an der Kirche litt, blieb er immer ein
wahrer Mann der Kirche. Er wußte, daß der Herr seine Kirche auf dem Felsen Petri gegründet hat und
daß der Glaube seine Fülle und Reife nur in Einheit mit dem Nachfolger Petri finden kann. Darum dürfen
wir darauf vertrauen, daß der Herr ihm die Himmelstore weit öffnen wird. Wir empfehlen seine Seele der
Barmherzigkeit Gottes.“
Email-Adressen der Empfänger
22 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Offenbarung Mit Schrift meinte ich natürlich die Heilige Schrift-die Bibel. Sie unterscheidet sich von
anderen Schriften dadurch, daß sie verbalinspiriert ist, d.h. sie stammt von Gott selbst. Die Tradition
geht auf die mündliche Lehre der Apostel zurück. Die Kontinuität der apostolischen Lehre läßt sich
anhand der patristischen Überlieferung belegen, vom Ende des 1.Jahrhunderts an(z.B. die Didache). Gerade
mein Namenspatron, der hl. Irenäus von Lyon (heute hat er nach dem alten Kalender übrigens sein fest!)
die Wichtigkeit der Tradition betont. Wenn Sie umbedingt so viel über das Thema wissen wollen, lesen
Sie doch im Internet nach: www.newadvent.com
#20 Laurentius2 10:04:09 | Mittwoch, 29. Juni 2005
Depositum Fidei – wie exakt umrissen ? @Irenäus Lieber Irenäus, bitte machen Sie sich noch einmal die
Mühe und erklären, wie jetzt das depositum fidei als „Schrift“ (nur Heilige Schrift oder auch zB Zwölf-Apostel-Lehre
100 n Chr ?) und „mündlich überlieferte Lehre der Apostel“ (Was heißt das ?) genau umrissen ist. Vielen
herzlichen Dank, Sie können sich auch ‘ne Woche Zeit lassen … Laurentius
@ Athanasius etc. natürlich ist die FSSPX katholisch, aber ich meine, dass sie sich isoliert hat und
die „Communio“ mit Papst und Bischöfen zu wünschen übrig lässt. So lest doch mal die Apostelbriefe
im Neuen Tesatment! Natürlich „muss“ ein Katholik nur Dogmen glauben (das wurde heute in Rom in einem
kleinen Katechismus alles nochmals vorgestellt!), aber darüber hinaus gilt es, dass die Jünger „eins“
sind, sich ihre Bischöfe nicht selber „machen“, sondern „vorsetzen“ lassen! An das Vat. II muss natürlich
niemand „glauben“, so etwas hat Konrad jedenfalls nie behauptet. Aber man muss es gelten lassen – teilweise
ist es ja auch schon genauso überholt wie der Syllabus des sel. Pius IX.
Erwiderung Der Unterschied liegt darin, daß das depositum fidei durch Schrift und der mündlichen Lehre
der Apostel gegeben ist. Aufgabe des Lehramtes liegt darin, das auszulegen. Daß nicht alle lehramtlichen
Dokumente unfehlbaren Charakter haben können., ergibt das Urteil der Geschichte, z.B. das lehramtliche
Schreiben des Papstes Honorius an Sergios, ein breitgetretenes Thema, weswegen ich es nicht näher ausführen
möchte. Weniger bekannt ist ein Beispiel aus dem 19.Jahrhundert: das Heilige Offizium erklärte das Comma
Johanneum für echt, ein so völlig unhaltbares Urteil, daß es einige Jahrzehnte später zurückgenommen
werden mußte. Das können Sie im Denzinger nachlesen. Anmerkung: wenn Ihnen diese spontane Antwort immer
noch zu vage ist, bin ich gerne bereit, es weiter auszuführen mit entsprechenden Quellen.
Schwierig 1. Ist ja schwierig, wenn Kardinal Ratzinger „Lumen Gentium“ (dogmatische Konstitution, aber
nicht ex-cathedra, „nur“ authentisches Lehramt) verpflichtend nennt und ruhig an „Quanta Cura“ (Syllabus
von Irrtümern) vorbei geht, wenn er sagte, dass „Dignitatis Humanae“ eine „anti-Syllabus“ sei, da QC
„nicht unfehlbar sei“. 2. Man muss den ganzen Glauben besitzen. Es gibt aber einen gewissen Raum für
Argumentation. Bis „Ineffabilis Deus“ war die Unbefleckte Empfängnis zu leugnen keine häretische Tat
direkt. Und zur p. Unfehlbarkeit hat man vorher diskutiert. 3. Konrad, sind die „Anhänger“ der Piusbruderschaft,
die sich selbst einfache Römisch-Katholiken nennen, „keine Katholiken“, weil du sagst: „seid wieder katholisch“?
Da urteilte S.Em. Kardinal Ratzinger 1994 in der Hawaiian Five Case anders.
Lieber Laurentius Meine Meinung ist: 1) das stimmt nicht; die ganze Glaubenslehre ist verpflichtend; z.B.
gab es vor dem 4.Jahrhundert kein Dogma im strengen Sinne… Dennoch hatte man eine ziemlich genaue Vorstellung
davon, was Häresie ist (z.B. der Modalismus, Gnosis und die markionitische Irrlehre). Grundsätzlich
ist das ganze Glaubensgut und nicht nur die Dogmen zu glauben. 2)V2 ist nicht unfehlbar; es gehört dem
fehlbaren authentischen Lehramt an. Als solches kann es Fehler enthalten, was nachweislich bei Dignitatis
Humanae der Fall ist. Man darf nicht vergessen, daß viele Leute sich auf den Geist des Konzils und nicht
auf seinen Buchstaben berufen (ich wüßte nicht, wo sich die Irrlehre, der Heilige Geist sei Stifter
der falschen Religionen in V2 findet; selbst Nostrae Aetate lehrt das nicht explizit).
#14 Laurentius2 15:57:18 | Dienstag, 28. Juni 2005
@Konrad & alle Ich gehöre nicht zur Piusbruderschaft, habe aber zwei Verständnisfragen an alle: 1. Ist
es richtig, daß ich als römisch-katholischer Christ nur Dogmen (kirchenrechtlich eindeutig fixierte
Glaubensgewißheiten) zu glauben verpflichtet bin bzw. zumindest nicht öffentlich anzweifeln darf ? 2.
Wenn Johannes XXIII. ausdrücklich erklärte, daß VII kein dogmatisches sondern ein pastorales (ich übersetze
mal laienhaft „missionstaktisches“) Konzil ist, muß ich dann also an VII glauben, um ein rechtgläubiger
Katholik zu sein ?
Aber nur als succesio apostolica hat das Papstamt Autorität und Normativität. Ansonsten wäre es Usurpation
oder Napoleonismus. Fühle dich nicht ständig beleidigt und angefeindet (du teilst selbst munter aus
und nennst ander „Lügner“), sondern denk endlich mal in Ruhe nach und bilde dich. Nimm eine Auszeit von
„kreuz.net“. „Lumen gentium“ des Vat. II ist durchaus normativ, wurde von P. M. Heim OCist zusammen mit
der Theologie J. Ratzingers wunderbar ausgelegt. Das solltes du mal lesen. Ach, wenn die FSSPX sich doch
etwas bewegen würde und nicht ständig auf die humorlose Kritik von Vat II. sich fixierte. Bitte seid
wieder katholisch!
Falsch! Das ist naiv, Laurentius. Wenn etwa ein Evangelienleugner wie Kardinal Kasper in Rom höchste
Positionen bekleiden kann und deutsche Bischöfe Abtreibung gutheissen (ausser der hlm. Ebf Dyba!). Konrad:
Ich sprach nicht über successio apostolica. Die Altkatholiken und die Utrechter Altkatholische Union
sind in NICHTS zu vergleichen mit der FSSPX! Es ist eine Beleidigung! Die FSSPX verteidigt gerade das
Primat und bekehrt in der Ukraine Orthodoxen zum Papst mit ihren Ostritusredemptoristen und einem neuem
Ostritusseminar! Welche Schismatiker würden das machen? Aber gerade Kardinal Husar der Uniatenkirche
findet Bekehrung von Orthodoxen „gegen die Ökumene“ und verfolgt die Ost-Katholiken die traditionell
bleiben wollen und missionieren! Vatikanum II. ist unvergleichbar mit Vatikanum I. da es nie die volle
apostolische Autorität beanspruchte. Die Kirche hat nicht „nur“ heilige Päpste gehabt? Wie kommst Du
dazu? Du bist wirklich einem falschen Ultramontanismus zum Opfer gefallen, Konrad. Leider. Das ist nicht
realistisch.
#11 Laurentius2 10:37:26 | Dienstag, 28. Juni 2005
Schmerzliche Mißverständnisse … sind das zB zwischen Athanasius und Konrad. Lest doch lieber Michael
Davies! ZB „Für Thron und Altar“ über den katholischen Widerstand gegen die frz. Revolution, die jedenfalls
teilweise ein Rückfall in schlimmste pagane Terrorherrschaft war. Noch heute prägt das Stadtwappen von
La-Roche-sur-Yon (Vendée) der Fünfzack. Die ganze Stadt gleicht heute noch einem Schachbrett, weil man
sie artilleristisch besser kontrollieren wollte. Da steht der Feind, liebe Leute, nicht in unseren eigenen
Reihen!
@Athanasius was hat die successio apostolica mit „Starkult“ zu tun? Seit der französischen Revolution
haben wir nur heilige Nachfolger Petri gehabt, ein Zeichen der Glaubwürdigkeit (Vat. I), das allerdings
durch rechthaberischen Widerspruch leider getrübt wird. (Vat I hatte die Altkatholiken zur Folge; Vat
II die liberalen Widerständler wie Küng, aber auch das traurige Verhalten von 1988). Also im Vertrauen
auf Gottes Vorsehung empfehle ich dir nochmals, dich zu öffnen dem apostolischen Amt!
Gehorsam! @Athanasius: ich sehe keinen Grund, Ratzinger in der Hinsicht negativ zu werten; die offenkundigen
Abgrenzungen scheinen wohl mehr gegenüber Sedisvakantisten zu liegen; Lefebvre lehnte diese an Häresie
grenzende Irrlehre ja auch entschieden ab. Weiss ich auch wohl, aber ich frage mich wie der heutige hl.
Vater es damals wirklich meinte. Davies war doch nie Sedisvakantist? Aber wohl von der FSSPX zu „Una Voce“
„übergelaufen“. Es ist trotzdem schön, dáß der Kardinal es damals tat. Der hl. Vater weiss also was
das Problem ist, und dáß es weitgehend existiert, während JP II. sich am besten darüber nicht informieren
liess. Konrad, ihre Aussagen deuten daraufhin, dass Sie kein Verständnis haben vom wahren Amt des Stellvertreters
Christi und anstatt in einen unkatholischen Star-Kult gefallen sind. Hättest Du auch „demütig“ etwa
Alexander VI. gefolgt? Oder Honorius I. [kein Vergleich, aber]? Die Obedienz ist nur absolut in Glaubens-
und Sittenfragen, nicht in Ökumene und anderen Neuerungen.
#8 MilesChristi 00:35:34 | Dienstag, 28. Juni 2005
-Gefährlich Die Wahrheit ist, daß viele Aussagen vom damaligen Kardinal Ratzinger nicht 100%-ig orthodox
sind. Das kann belegt werden bzw. wurde es bereits vielfach gemacht. Aber – wie gesagt – was soll’s. Wer
nichdt sehen will, wird es auch nicht sehen. Wir sollen trotzdem weiter für unseren Papst Benedikt XVI
beten.
Verbieten kannst du, Athanasius, mir schon gar nichts. Aber wenn du wirklich nicht selber Papst spielen
willst, dann füge dich doch demütig und gehorsam, wie es sich seit Bonifaz VIII. für jeden guten Katholiken
gehört, dem Wirken des Heiligen Geistes im Hl. Vater Benedikt XVI. Du wirst es nicht bereuen und den
inneren Frieden finden, den ich dir und deinen FSSPX-Freunden von Herzen wünsche. Gute und gesegnete
Nacht!
Michael Davies Ich finde Ratzngers Kondulenz echt gut; das zeigt mal wieder, wie unhaltbar der Schismatiker-Vorwurf
ist. Als „Schismatiker“ hat Davies noch in seinem Todesjahr Lefebvre als einen großen Heiligen bezeichnet.
@Athanasius: ich sehe keinen Grund, Ratzinger in der Hinsicht negativ zu werten; die offenkundigen Abgrenzungen
scheinen wohl mehr gegenüber Sedisvakantisten zu liegen; Lefebvre lehnte diese an Häresie grenzende
Irrlehre ja auch entschieden ab.
@ Sulpicius: „gefährlich“???? eine gefährliche theologische Aussage von Kardinal Ratzinger! Man kann
sich fast nicht vorstellen, daß er sie so getätigt hat. Aber wahrscheinlich muß man sich damit abfinden
müssen… Was ist denn Ihres Erachtens so „gefährlich“ an der Aussage Kardinal Ratzingers? Finden Sie
Ratzingers Würdigung eines Menschen, der sich vehement für die würde Feier der heilgen Messe un gegen
die nach dem Konzil begonnene systematische Zerstörung der Liturgie einsetzte, „gefährlich“? Ich nehme
an, Sie finden dann auch die überlieferte Liturgie „gefährlich“? „Gefährlich“ für wen? Haben Sie Angst
vor dem katholischen Glauben?
Etwa. und im Nachfolger Petri den Stellvertreter Jesu Christi zu erkennnen. Das tat etwa Michael Davies
nicht bis 1988 als er voll die FSSPX unterstützte? Und 2003 auch nicht als er anfing mit einem Verfolg
auf „apologia pro Marcel Lefebvre“? Erkennt die FSSPX etwa den Papst nicht an? Diese Erkenntnis führt
zu Gehorsam, Unterordnung und „kindlicher“ Nachfolge. Kindlicher Nachfolge heisst „Blinder Gehorsam“?
„Der Heilige Geist wurde den Nachfolgern Petri nicht versprochen etwa, um mit seiner Hilfe Neue Lehren
zu offenbaren, sondern um das überlieferte Glaubensgut rein zu bewahren“ (Pastor Aeternus, Dogma, I.
Vatikanum) Alles andere ist diabolisches selber-den-Papst-spielen-wollen wie es „Athanasius“ wohl gerne
tut. Ich verbiete ihnen diesen feindlichen und unwahren Ton. Ich spiel’ selber kein Papst.
Meines Erachtens… … eine gefährliche theologische Aussage von Kardinal Ratzinger! Man kann sich fast
nicht vorstellen, daß er sie so getätigt hat. Aber wahrscheinlich muß man sich damit abfinden müssen…
Warum „nicht schön“? Es steht jedem ehrenwerten Traditionalisten frei, sich wie Michael Davies oder der
jüngst verstorbene Bruder von Sr. Isa Vermehren der Tradition der Kirche wieder anzuschließen und im
Nachfolger Petri den Stellvertreter Jesu Christi zu erkennnen. Diese Erkenntnis führt zu Gehorsam, Unterordnung
und „kindlicher“ Nachfolge. Der hl Bruder Klaus sagte: „Trachtet vor allem danach, einander Gerhorsam
zu sein“. Alles andere ist diabolisches selber-den-Papst-spielen-wollen wie es „Athanasius“ wohl gerne
tut. Differenzen, die einem Verstand und Gewissen gegenüber dem Inhaber des Papstamzes eingeben können,
müssen im „Silentium obsequiosum“ (ehrerbietigem Schweigen, Vgl. LThK², Bd. 9, S. 754) ausgehalten werden.
Die Heiligen (Ignatius v. Loyola, Johannes vom Kreuz, Maria Ward etc., im 20. Jhdt. Josef Kentenich, dessen
Seligsprechung noch aussteht) haben es vorgelebt!
Nicht schön Er wußte, daß der Herr seine Kirche auf dem Felsen Petri gegründet hat und daß der Glaube
seine Fülle und Reife nur in Einheit mit dem Nachfolger Petri finden kann. Darum dürfen wir darauf vertrauen,
daß der Herr ihm die Himmelstore weit öffnen wird. Ich fand es einen schrecklichen Todesbrief. Auch
ungeheuer. Es implizierte als ob andere Traditionalisten „die Fülle und Reife“ in Einheit mit dem Stellvertreter
Christi nicht finden oder behalten hätten. Und es impliziert weiter auch, dass die Himmelstore den „anderen“
Traditionalisten (der h. Papst Benedikt XVI. weist doch auf die FSSPX hin) verschlossen bleiben. Während
er in Büchern die falsche, ja ketzerische Implizite Aussage tut, dass das Jüdische Alte Testament und
der heutige Judaismus wohl zum Himmel führen könnten, was falsch ist („Cantate Domino“, 1302). Es sind
ja nur die Traditionalisten die außengeschlossen bleiben müssen. Übrigens hat Michael Davies niemals
die FSSPX „verworfen“ oder wie andere mit dem hl. Stuhl als „Schismatiker“ bezeichnet. Noch im März 2004
gab er eine Lesung im großen USA-Seminar der Priesterbruderschaft in Winona (klicke) www.stas.org/. Er
wusste wie wichtig die „Lefebvre-Bewegung“ am Ende für die Kirche sein wird.