Pater Roberto Busa R.I.P.
Der Erfinder der elektronischen Textverarbeitung war ein Jesuit
Wer heute an einem Computer sitzt und Texte schreibt, sollte nicht vergessen, daß alles mit dem Heiligen Thomas von Aquin begann.
Pater Roberto Busa
Pater Roberto Busa
© Antonio G Colombo, Wikipedia, CC
(kreuz.net) Am 9. August dieses Jahres starb im Aloisianum in der Stadt Gallarate – vierzig Kilometer nordwestlich von Mailand – der Jesuit, Pater Roberto Busa.

Der Geistliche stand im 98. Lebensjahr. Wenige Wochen vor seinem Tod war er noch aktiv und arbeitete an neuen Projekten.

Er gilt als Begründer der wissenschaftlichen Anwendung der Elektronischen Datenverarbeitung in den Geisteswissenschaften.

Ein Mitstudent von Johannes Paul I.

Im Jahr 1928 trat der spätere Jesuit zunächst in das Priesterseminar der Diözese Belluno ein.

Einer seiner Mitstudenten war der spätere Papst Johannes Paul I. († 1978).

Im Jahr 1933 wechselte er zu den Jesuiten.

Pater Busa empfing im Mai 1941 die Priesterweihe. Er war anschließend Militärgeistlicher bei der italienischen Armee und später bei den Partisanen.

Im Jahr 1946 promovierte er an der Päpstlichen Jesuitenuniversität Gregoriana in Rom mit der Arbeit „La terminologia tomistica dell’interiorità“.

Drei Jahre später wurde er zum ordentlichen Professor für Ontologie, Theodizee und Wissenschaftliche Arbeit an der Päpstlichen Universität Gregoriana ernannt.

Zusammenarbeit mit IBM

Eine Weiterführung von Pater Busas Doktorarbeit war die Lemmatisierung der Werke des Heiligen Kirchenlehrers Thomas von Aquin († 1274).

Lemmatisierung ist die Rückführung eines Wortes auf seine Grundform.

Pater Busa begann mit dieser Aufgabe kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Das Werk von Thomas von Aquin umfaßt neun Millionen Wörter.

Im Rahmen dieses Projektes besuchte er im Jahr 1949 zum ersten Mal Thomas J. Watson († 1956) – den Gründer von IBM – in New York.

Watson erklärte ihm zunächst: „Die Maschinen können unmöglich tun, was Sie von Ihnen erwarten. Sie behaupten amerikanischer zu sein als wir.“

Doch der Jesuit ließ nicht locker.

Anstelle der kalkulierten vierzig Jahre konnte die Aufgabe mittels IBM-Technik in sieben Jahren erledigt werden.

Es entstand der sogenannte Index Thomisticus, ein 56bändiges Werk mit 70.000 Seiten.

Eine sagenhafte Wirkungsgeschichte

Pater Busa war ein Pionier in der Anwendung von Computern in der Lexikographie, Texthermeneutik und Computerlinguistik.

Später wurde diese Anwendung auf die Informationstechnologien für die Textanalyse, Lexikographie und Literatur als Vorläufer von Hypertext, Internet und Wikipedia ausgeweitet.

In Folge seiner Tätigkeit entstanden das ‘Centro Automazione Analisi Linguistica’.

Im Jahr 1992 gründete er die Schule für Lexikographie und Hermeneutik innerhalb der Philosophischen Fakultät der Gregoriana.

Dort lehrte er auch computerunterstützte Textanalyse und thomistische Hermeneutik.

Von 1995 bis 2000 unterrichtete er an der Università Cattolica del Sacro Cuore in Mailand Künstliche Intelligenz und Robotik.
      
27 Lesermeinungen
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#27   kristall   12:15:13 | Sonntag, 13. November 2011
valentin ! mit dir möchte ich nicht tauschen. @ hahaha
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#26   valen-tin   01:19:09 | Sonntag, 13. November 2011
@ Kohlenstoffatom: Nicht immer von sich auf Andere schließen. Sie wissen doch, das das nur daneben gehen kann, oder habe Sie das schon wieder vergessen?
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#25   HansPeter   15:39:52 | Samstag, 12. November 2011
Sefirot: 1870 ging das Papsttum in die sogenannte vatikanische Gefangenschaft, weil 1949 das ital. Parlament fuer die Absetzung des Papstes als Souveraen des Kirchenstaates gestimmt hatte. Auch Truppen des Papstes, die er aus halb Europa rekrutiert hatte (und zwar gegen seine Landsleute) konnten ihm da nicht helfen.
Erst die Faschisten unter Mussolini erloesten ihn, wobei Mussolini ihn noch reichlich mit Staatsgeldern belohnte.
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#24   Sefirot   15:30:16 | Samstag, 12. November 2011
#22/20 @ Wenn der Vatikanstaat auf Musolini zurückgeht, mag das für den Vatikan gut so sein und für den italienischen Pilgertourismus. Ein Aushängeschild, auf das man stolz sein könnte, ist es indes nicht, dass der Vatikanstaat seine Existenz dem faschistischen Duce verdankt… und die Konstantinische Schenkung ist ein aufgebauschtes Märchen aus der Antike. Was ist in der Geschichte alles schon verschenkt worden…!
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#23   kristall   15:21:09 | Samstag, 12. November 2011
du führst sicher ein schrottleben !!?? sozusagen ein experte !!!! was !!?? @
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#22   HansPeter   04:29:48 | Samstag, 12. November 2011
Siehste, das sind die Trickereien der Kirchen. Man braucht dich. So ein Schrott, so ein alter Schrott. Vergammelte Argumente, aus der Mottenkiste von Leuten, die nur an diesen alten Schrott glauben wollen aus Angst oder sonst welchen Problemen.
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#21   kristall   22:30:54 | Freitag, 11. November 2011
aber dich braucht die welt !!?? @ hahaha
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#20   HansPeter   21:12:38 | Freitag, 11. November 2011
dann lese mal die Luegen ueber die Konstantinische Schenkung, ueber die Verbrechen der Kreuzzuegler, ueber die Zusamenarbeit mit den Nazis, Verbrechen und Abschaum ueber all. Und was bringt die Kirche? Illusionen, nichts als Illusiones und was will sie? Macht und Geld: Verschliesse deine Augen nicht, du kleines Schaf
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#19   kristall   16:43:29 | Freitag, 11. November 2011
abschaum kommt nicht von dort. @
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#18   HansPeter   16:29:59 | Freitag, 11. November 2011
aus der Kirche, du Depp!
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#17   kristall   16:06:58 | Freitag, 11. November 2011
wo bist du denn entlaufen !!?? @ hahaha
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#16   HansPeter   16:04:51 | Freitag, 11. November 2011
alles begann mit dem „heiligen“ Thomas von Auquin. Und was fuer ein Heiliger. Da lese ich doch in meinem Geschichtsbuch von seinen Erguessen u.a.:
Maedchen entstehen durch schadhaften Samen und feuchte Winde.
Die Frau ist ein Missgriff der Natur, koerperlich und gestig minderwertig.
Der wesentliche Wert der Frau liegt in ihrer Gebaerfaehigkeit und ihrem hauswirtschaftlichen Nutzen.
Das Weib verhaelt sich zum Manne wie das Unvollkommene und Defekte zum Vollkommenen.
Klar wird dann jedem: der Typ war vom anderen Ufer.
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#15   Alstak   01:01:38 | Freitag, 11. November 2011
Was für ein dummer Artikel…
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#14   Brian   21:56:17 | Donnerstag, 10. November 2011
Suche schon verzweifelt nach dem Twiiter-Konto von diesem Aquin, finde es einfacg nicht, Mist :-(
Dieser Busa ist auf jeden Fall schon mal ein Heldenpater. Und sein Gesicht hat schon eine gewisse Ähnlichkeit mit diesem Smiley :-S
Hähä…
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#13   Dumbledor   21:29:58 | Donnerstag, 10. November 2011
Zitat:„Wer heute an einem Computer sitzt und Texte schreibt, sollte nicht vergessen, daß alles mit dem Heiligen Thomas von Aquin begann.“

Endlich weiß ich mehr :-]
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#12   kristall   19:37:16 | Donnerstag, 10. November 2011
ja, danke.
*
schalom.
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#11   Schalom   19:31:25 | Donnerstag, 10. November 2011
Und die Messe hat er in zwei Riten zelebriert. Zuerst vorkonziliar, dann nachkonziliar.
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#10   kristall   19:27:43 | Donnerstag, 10. November 2011
was meinst du !? @
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#9   Schalom   19:27:10 | Donnerstag, 10. November 2011
Und er hat das 2.Vatikanum voll gut geheißen.
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#8   Ikonikus   19:07:47 | Donnerstag, 10. November 2011
Am 9. August dieses Jahres starb im Aloisianum in der Stadt Gallarate – vierzig Kilometer nordwestlich von Mailand – der Jesuit, Pater Roberto Busa.
°
Möge seine Seele in Frieden ruhen.
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#7   valen-tin   17:51:56 | Donnerstag, 10. November 2011
So werden aus Anwendern Erfinder, aber, liebe Redax, warum übernehmt ihr denn div. Textstellen aus dem Wikipedia Eintrag über Busa? Keine eigenen Ideen mehr?
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#6   Palmström   17:07:41 | Donnerstag, 10. November 2011
Es soll manchmal erfreuliche Hinwendungen zur Gegenwart, auch im kirchlichen Bereich, geben. Damit alle Grund zur Freude haben…, auch wenn es ihnen persönlich nichts bringt!
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#5   Ursus   17:03:35 | Donnerstag, 10. November 2011
Sehr richtig. Die Überschrift ist einfach nur Blödsinn. Hier wird der Anwender einer Erfindung zum Erfinder hochstilisiert.
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#4   Pascal123   16:53:00 | Donnerstag, 10. November 2011
Und was hat jetzt die gelogene Überschrift mit dem Inhalt des Artikels zu tun???
„Er gilt als Begründer der wissenschaftlichen Anwendung der Elektronischen Datenverarbeitung in den Geisteswissenschaften“
Nun der Begründer einen HUndevereins leistet mitunter auch Pionierarbeit in der hUndezucht trotzdem hat er diese nicht erfunden!!!!
Got ist ds blöde, wird immer lächerlicer hier.
Da benutzt einer ein COMPUTERPROGRAMM mit dessen Hilfe er seine Arbeite überhaupt angemessen verrichten kann und Ihr tut so als ob der Pater den Computer oder Textverarbeitung erfunden hat.
Er hat als erster diese wissenschaftlich genutzt, nichts weiter!!!
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#3   Palmström   16:48:00 | Donnerstag, 10. November 2011
ja, ja ein eigenwilliges pathologisches Problem, wie es in keine Schublade passt…!
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#2   schallundrauch   16:46:09 | Donnerstag, 10. November 2011
Sicherlich hat er einige Pionierarbeit geleistet, aber es ist mit Sicherheit nicht der Erfinder der elektronischen Textverarbeitung, da diese nicht singulär wie die Glühbirne erfunden wurden, sondern eine Entwicklung über Jahre, angefangen bei der Schreibmaschine war.
Eigentlich ist so etwas nebensächlich, aber es unterstreicht mal wieder das Bemühen von kreuz.net in wirklich jeden geistigen Erguss der Redaktion zu lügen.
Offenbar ist das hier schon pathologisch.
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#1   Palmström   16:36:40 | Donnerstag, 10. November 2011
Jetzt muss auch noch Johannes Paul I. herhalten und der heilige Thomas von Aquin. Selbstverständlich, um das Bild würdig zu ergänzen, gehört auch der Thomist Dr. David Berger in die Reihe…!
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