Völlig sachlich und ohne Polemik – aber vernichtend
Ein deutscher Theologieprofessor hat die Alte Messe einem fairen historischen Urteil unterzogen. Das Resultat ist für die nach dem Pastoralkonzil erfundene neugläubige Eucharistiefeier verheerend.
Das neue Buch von Hw. Michael Fiedrowicz erschien im ‘Carthusianus-Verlag’.
(kreuz.net) Kürzlich erschien im Mülheimer ‘Carthusianus-Verlag’ das Buch „Die überlieferte Messe.
Geschichte, Gestalt und Theologie des klassischen römischen Ritus“ von Hw. Michael Fiedrowicz.
Hw. Fiedrowicz
ist Priester des Erzbistums Berlin und Professor für Kirchengeschichte des Altertums, Patrologie und
Christliche Archälogie an der theologischen Fakultät in Trier.
Eine ausführliche Buchbesprechung erschien
auf der Webseite ‘summorum-pontificum.de’
Die Messe aller Zeiten drückt den Glauben aller Zeiten aus
Das Werk umfaßt drei Teile. Zuerst beschreibt Hw. Fiedrowicz die geschichtliche Entwicklung des Meßritus
bis zurück in die ersten Jahrhunderte.
Im zweiten, umfangreichsten Teil geht es um die Gestalt der Alten
Messe.
Der letzte Teil befaßt sich mit der Alte Messe als „gefeiertes Dogma“.
Der Kirchengeschichtler
beschreibt die Alte Messe – zum Teil in Gegenüberstellung zur neugläubigen Eucharistiefeier – hinsichtlich
ihres Menschenbildes, ihrer Vorstellung von Kirche, der Rolle der Heiligen und der letzten Dinge.
Die
Neue Messe kann man ohne Polemik fertigmachen
Das Portal ‘summorum-pontificum.de’ attestiert dem neuen
Buch einen „durchaus apologetischen Charakter“.
Der Kirchengeschichtler arbeite „völlig sachlich und
ohne Polemik“.
Hw. Fiedrowicz vergleicht die Alte Messe mit der neugläubigen Eucharistiefeier.
Ein
Beispiel: Die Oratio der neugläubigen Eucharistiefeier lobt den Heiligen Pfarrer Jean-Baptiste Marie
Vianney von Ars († 1859) für seinen „pastoralen Eifer“.
Dagegen erwähnt die Oratio der Alte Messe dessen
„beständige Liebe zum Gebet und zu Bußübungen“.
Ähnliche Beispiele findet Hw. Fiedrowicz dutzendfach.
Die Messe ist keine Feier der Gemeinde
Der Kirchengeschichtler zeigt, daß die Form der Messe deren
Inhalt ausdrückt.
Er erklärt verlorengegangene Selbstverständlichkeiten wie die Sakralsprache oder
die Zelebrationsrichtung.
Die Gebetsrichtung zeigt nach Hw. Fiedrowicz den Adressaten des Gebetes an.
Ziel der Liturgie sei nicht der Dialog mit der Gemeinde sondern die Anbetung des Höchsten.
Der römische
Kanon stammt von Petrus
Den römischen Kanon – der in der neugläubigen Eucharistiefeier praktisch nicht
mehr gebraucht wird – beschreibt Hw. Fiedrowicz als Zusammenfassung des Glaubens der Apostel.
Die Quellenangaben
des Buches reichen vom ersten Jahrhundert bis in die Gegenwart.
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Eine Hierarchie gab es von Anfang an und sie ist von Jesus Christus gewollt! Unter dem Begfriff „Frühkatholizismus“
wird dies mehr und mehr auch von evangelisch-exegetischer Seite anerkannt. Auch hier gilt, was ich unter
#80 gesagt habe: ist der Keim erst einmal ausgesät, folgt das Wachstum nach eigenen Gesetzen. Die besondere
Vollmacht der Apostel ist mit dem Tode des letzten Apostels eben nicht einfach erloschen, sondern sie
ist in ihrer ganzen Fülle auf die Bischöfe übertragen worden. Wenn Jesus dem Petrus prophezeit, dass
die Kirche, die er auf dem „Fels“ (gr. petros) errichten will, von den Pforten der Hölle nicht überwunden
werde, dann hat diese Prophezeiung Bestand bis zum Ende der Zeiten – wie auch das Felsamt innerhalb der
Una sancta. .
#86 Thomasius 15:31:27 | Dienstag, 15. November 2011
#85 Domenico Tuttisanti Die Naivität mancher Foristen hier ist in der Tat erstaunlich. Unter „Bischof“
verstand man bekanntlich zunächst den Gemeindeleiter Tim I, 3 und Gemeinden gab es mehrere – natürlich
auch in Rom. Daraus folgt allerdings nicht, dass alle Gemeindeleiter auch geschichtlich nachweisbar sind.
Dass man nette Geschichten verbreitet hat, bedeutet natürlich nicht, dass diese auch historisch wahr
sind. Man muss bekanntlich ständig unterscheiden zwischen „Glaubenswahrheiten“ und geschichtlich erweisbaren
Tatsachen.
Schon die Naivität der Aussage, dass der angeblich erste historio- graphisch „BELEGTE“ Bischof von Rom
zugleich der tatsächlich erste Bischof von Rom sein müsse, spricht Bände über die Urteilsfähigkeit
einiger Hobbyhistoriker hier! Bischöfe hat es im dritten Jahrhundert bereits in allen möglichen Städten
des röm. Reiches gegeben. Aus- gerechnet Rom, das Zentrum mit der – neben Antiochien – größten Christengemeinde
soll da eine Ausnahme machen?
#82 Thomasius 14:18:59 | Montag, 14. November 2011
#81 sacerdos helveticus blog.zvab.com/…nur-fur-deutschland/?ref=news2_1111… Beim Lesen dieses Blogs
fiel mir der folgende Satz auf: „Wen interessiert schon, dass am 9. November des Jahres 235 der erste
geschichtlich belegte Bischof von Rom, Pontianus, in einem Steinbruch erschlagen wurde?“ In der Geschichte
gibt es zahlreiche „schöne Erzählungen“. Die Griechen hatten „ihren Homer“ , die Römer – nicht faul –
hatten „ihren Vergil“, „die Aeneis“, Fredegard „fand“, dass die Franken von Troja abstammten und die Normannen
ließen gleiches für sich vom Kloster Glastonbury „bestätigen“. So ist es kein Wunder, dass die Römer –
nicht die Heiden sondern die dortigen Christen – „bewiesen“, dass Petrus der „erste Bischof von Rom“ gewesen
sei.
@Domenico Tuttisanti Herzlichen Dank für diese allgemeinverständliche und gutfundierte Darstellung des
Päpstlichen Primates! Dass diese jedoch die festgefahrene Meinung von „Thomasius“, „Goethe“ etc. beindrucken
wird, glaube ich kaum. Aber auch dies ist ja ein „Vorurteil“ und ich wäre froh, nicht bei ihm bleiben
zu müssen!
Die Vorrangstellung Roms unter den christlichen Gemeinden war schon in den ersten Jahrhunderten klar und
unbestritten. Davon zeugen u.a. der Clemensbrief (95 n. Chr.) und der Römerbrief des Ignatios v. Antiochien
(110). Bei Ignatius von Lyon heißt es dann um 180/190: . „Denn mit dieser Kirche muß wegen ihres besonderen
Vorranges (potentior principalitas) jede andere Kirche übereinstimmen, d.h. die Gläubigen, die von überall
her sind, in welcher immer von denen, die von überall her sind, die von den Aposteln stammende Tradition
bewahrt worden ist.“ . Die spätere juridische Ausgestaltung und Ausdifferenzierung dieses Vorranges steht
in keinem Widerspruch zu diesen Anfängen. Wie in allen Dingen wächst die Kirche wie aus einem Senfkorn,
das nach dem Gleichnis Jesu (Mk. 4, 30-32) in seiner unscheinbaren Gestalt keineswegs den Baum mit seiner
weitverzweigten Krone erahnen läßt, der aus ihm wachsen soll. . Und der Senfkorn einer petrinischen
Gesamtleitung der Kirche ist von Jesus selbst ausgesät worden als er dem Simon (und in dieser Form NUR
ihm!) den Auftrag gab: „Weide meine Schafe!“ / „Weide meine Lämmer!“ (Joh. 21) und als er zu Petrus sagte:
„Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Pforten der Hölle werden sie
nicht überwältigen“ (Mt. 16).
Richtig Thomasius, in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten war der Bischof von Rom ein „Gleicher
unter Gleichen“! Niemand wäre damals auf die Idee gekommen, in strittigen Glaubensfragen ausgerechnet
dem Bischof von Rom eine entscheidende Rolle zuzusprechen. Ebenso wäre kein Mensch auf die Idee gekommen,
dem Bischof von Rom einen bestimmten Gehorsam schuldig sein zu müssen. Dies hat sich in der Tat erst
seit den Karolingern etabliert! Und somit sollte man auch heutzutage dem Bischof von Rom als Oberhaupt
der röm.-kath. Kirche den gleichen Stellenwert beimessen und den gleichen Respekt bezeugen, wie z.B.
dem Oberhaupt der orthodoxen Kirche, dem Oberhaupt der Anglikaner, dem Ratsvors. der EKD oder dem Oberhaupt
der Altkatholiken!
#78 Thomasius 08:24:53 | Montag, 14. November 2011
#75 Tomás In der Urkirche gab es keinen „Papst“. Der Papst von Rom – es gibt auch einen Papst der koptischen
Christen – schwang sich erst zum Weltenherrscher auf, als die Langobarden in Italien einmarschierten und
der römische Kaiser ihm nicht zu Hilfe kommen konnte, etwa zeitgleich aber der Kanzler des Merowingerkönigs
die Muslime besiegte. Die Verbindung dieses Heerführers zum Papst war „gut“ und „schwups“ setzten sich
die „Karolinger“ anstelle der Merowinger an die Macht und ließen sich vom Papst zum Kaiser krönen –
eigentlich gab es bis dahin nur einen – den römischen – Kaiser. Seither betrachtete sich der Papst als
„der Weltenherrscher“. Deswegen „löste“ er sich auch bald von der Ostkirche.
@valen-tin Die von Ihnen verlinkte Buchbesprechung des Werkes „Christen und Heiden“ aus der FAZ ist ja
im wesentlichen positiv. Bei einer Quellensammlung (auch wenn Sie wie bei Fiedrowicz hier etwa 800 Seiten
umfasst) ist natürlich immer subjektiv zusammengestellt. Dem Einen fehlt diese Quelle, jene dagegen scheint
überflüssig …
#28 Der Tragethron war keine Archälogismus, weil nach Meinung der Modernisten in der Urkiche, die Päpste
keine Könige, sondern „Menschen“ zum Anfassen waren.
. „Aufopferung für unser aller Wohl am Kreuz“. Das steht zu meinen Ausführungen nicht im Widerspruch,
wenn man einmal davon absieht, dass Christus eher für unser „Heil“ als für unser „Wohl“(-sein) gestorben
ist und wir dementsprechend sein Kommen in diese Welt als ein „frohes“ Fest begehen und nicht als ein
„fröhliches“, wie man immer wieder hören kann. Oft sind es scheinbar kleine sprachliche Differenzen,
die gravierende Bedeutungsunterschiede anzeigen. .
#72 klausvonjaus 12:17:58 | Sonntag, 13. November 2011
SCHON IMMER GEWUSST …MAN SOLLTE DIE LITURGIE EBEN NICHT GREISEN FREYMÄURERN ÜBERLASSEN…DIE HABEN
EBEN GANZ ANDERE ZIELE UND VORSTELLUNGEN…DRECKIGES FASCHISTEN-PACK…
#71 Thomasius 10:55:39 | Sonntag, 13. November 2011
#70 Domenico Tuttisanti Wenn schon, die Aufopferung für unser aller Wohl am Kreuz. Deswegen ist ja der
sogenannte kirchliche Antisemitismus als Vorläufer des Nazi-Antisemitismus die Perversion des christlichen
Glaubens schlechthin. Und die Aussage des Herrn am Passafest: „Tut dies zu meinem Gedächtnis“ war mit
Sicherheit nicht dazu bestimmt, seine Lehre zum Verhalten während des irdischen Lebens als „unbedeutend“
abzutun.
Der Kern des christlichen Glaubens, was soll er anderes sein als die Fleischwerdung des Wortes in Jesus
Christus zu unserem Heile? Wo sonst kommen wir diesem Ereignis näher als im Sakrament des Altares? Die
äußere Form des eucharistischen Sakramentes ist Sache der Kirche als Ganzer, die den Auftrag des Herrn
(„Tut dies zu meinem Gedächtnis“) erfüllt, nicht Sache des persönlichen „Geschmacks“ einzelner oder
will- kürlicher „Gestaltung“, so verstehe ich das „lex orandi – lex credendi“, d.h. es gibt hier wirklich
eine „lex“ und nicht nur einfache „consuetudines“.
#69 Thomasius 09:15:18 | Sonntag, 13. November 2011
#67 catholic Korrekt. „Liturgie“ ist Formelkram – Präsentation der Priestersekte – Gibt es in allen „Religionen“.
Der christliche „Glaube“ umfasst die Bereitschaft, sich – sein tägliches Leben – an der Lehre des Herrn
Jesus Christus auszurichten. #68 Domenico Tuttisanti Sicherlich ist die Gestaltung der Messe/des Gottesdienstes
Geschmacksache. Auch die schwedische Messe ähnelt der von Ihnen gepriesenen „alten Messe“. Nur soll es
einige Unbedarfte geben, die die Gestaltung der Messe als „Kern“ des christlichen Glaubens ansehen. Sollen
hier auf kreuz.net stark vertreten sein.
Hier ein aufschlussreiches Beispiel: . Die Hl. Messe in einer katholischen Kirche in San Antonio/Texas
nach dem „anglican use“. Das Video zeigt m.E. eindrucksvoll, dass Volkssprachigkeit und Sakralität sich
keineswegs ausschliessen. Man beachte besonders den lebendigen Volksgesang: . www.youtube.com/watch?v=Q251EywW__M
#67 catholic 00:05:38 | Sonntag, 13. November 2011
Alte Messe, neue Messe. Beide in Ordnung. Aufs Herz kommts an. Wer nur eine Liturgie für richtig hält,
geht an der historischen Vielfalt der Liturgien vorbei.
#66 Regina 1961 23:54:24 | Samstag, 12. November 2011
@semikolon: Nun, ich hätte auch keine Probleme, beide Formen, alte und neue Messe nebeneinander bestehen
zu lassen. Nur gibt es einige „Elemente“, besonders aus der Ecke der alten Messe, die gerade das nicht
zulassen wollen. Die wollen alles…oder nichts. Und das geht eben auch nicht! Regina
#65 valen-tin 22:56:33 | Samstag, 12. November 2011
@#64 Christen und Heiden ist also“ wichtigstes Quellenwerk“? Dieses Werk ist unter Theologen sehr umstritten, wie gerade ein Abend mit einigen Lehrstuhlinhabern für Theologie verschedener Unis ergab. Nicht alles, was für Sie Tatsache ist, gilt als allgemeinverbindlich, sorry. Ihre Meinung, oder besser, Ihr Glaube in allen Ehren.
@Domenico Tuittisanti und valen-tin Daneben nicht zu vergessen: „Christen und Heiden“ -wichtiges Quellenwerk
zur Auseinandersetzung zwischen Christentum und Heidentum (erschienen bei der Wissenschaftlichen Buchgesellschaaft) ,
Zweispachige Editionen mehrerer patristischer Werke in der renommierten Reihe „Fontes Christiani (Herder/Brepols),
u.a. Origenes contra Celsum und Evangelienkommentare Gregors des Grossen um nur die auch für ein weitres
interessiertes Publikum bestimmten Publikationen zu nennen.
Wer im Herder-Verlag das Quellenwerk „Handbuch der Patristik“ herausgibt und dort auch seine „Theologie der Kirchenväter“ veröffentlicht, der braucht keine „Referenzen“ mehr.
#60 Thomasius 18:29:11 | Samstag, 12. November 2011
#59 Sycamore „Die Gottesfrage großer Philosophen“, so das Thema einer Vortragsreihe am Heinrich Pech
Haus in Ludwigshafen, die mir die Bedeutung von Platon für unser christliches Gottesverständnis wieder
neu ins Bewusstsein rief. Platon erkennt erstmals schöpferische Ideen, die über den sinnlich wahrnehmbaren
Dingen stehen: eine Vernunft, aus der alles hervorgeht und die Maßstab seiner Moraltheologie ist. Platon
ist somit Zeuge des Logos, der später in Jesus Mensch wurde. Ohne Platon ist unsere Religion nicht christlich,
sondern bleibt jüdisch, allein aufs Gesetzt gestellt. …theologie-der-vernunft.de/…%20Gottes%20Wort.htm
#59 Sycamore 18:00:03 | Samstag, 12. November 2011
#54 Thomasius Weder Plato noch Aristoteles haben in ihren Werken eine „Theologie von den Göttern“ anzubieten.
Man merkt, daß Sie sich als Platoniker bzw. Aristoteliker noch im Zustand der ahnungslosen Jungfräulichkeit
befinden. Zitieren Sie doch nicht so großkotzig Autoren, die Sie nicht kennen, zur Unterstützung von
Thesen, die Sie offensichtlich nicht begründen können. Schließlich, wenn man Sie zu Recht als „theologisch
inkompetent“ bezeichnet, das Naheliegende ist wohl, daß man nicht von der Theologie der Inder sondern
der Christen redet, specifice an dieser Stelle von der Theologie der Eucharistie.
#58 Thomasius 16:28:54 | Samstag, 12. November 2011
#56 monens <Das die hl. Messe der Jahrhunderte prägende Wesen ist die lateinische Sprache,< die bekanntlich
nicht die Sprache der Bibel ist und schon gar nicht die Sprache des gläubigen Kirchenvolks. Der „Kirchenvater“
Augustinus (sic!) „brauchte“ die Übersetzung des Hieronymus, weil er die Bibel nicht lesen konnte. Rom
verbot Übersetzungen in die Nationalsprachen, weil es um seine Macht fürchtete.
. ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ + ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ . Fiedrowicz gegen die bedenkliche Saturiertheit und Selbstgenügsamkeit
der Mahlfeier-Ideologie neueren Datums (Fiedrowicz S. 145): . Die gemeinsame Gebetsrichtung verhindert
eine statische Selbstbezogen- heit der liturgischen Versammlung. Sie ist vielmehr sichtbarer Ausdruck
dafür, dass jede Messe in Erwartung der Wiederkunft Christi gefeiert wird und in gewisser Weise schon
deren Vorwegnahme ist. Angeführt vom Priester schreitet das Volk Gottes wie in einer Prozession dem kommen-
den Herrn entgegen. [Fußn. auf Ratzinger, Der Geist der Liturgie. Freib. 2002, S. 70 f.] Die innere Dynamik
des liturgischen Geschehens drängt zur äußeren Gleichrichtung von Priester und Volk im Gebet. . ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ +
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ .
Das die hl. Messe der Jahrhunderte prägende Wesen ist die lateinische Sprache; heute stehen für die
hl. Messe im tridentinischen Ritus Messbücher in Latein-Deutsch zur Verfügung; das „mit dem Herzen mitbeten“
ist ohne Probleme möglich; freilich dürfte schon alleine die gemeinsame ehrfürchtige Ausrichtung zum
Altar mit dem ALLLERHEILIGSTEN ( und nicht einer „Kreisveranstaltung“ um den sog. „Altartisch“) während
der hl. Messe zu Herzensgebeten führen; Hw Prof. May über die Folgen mangelnder Lateinkenntnisse des
Klerus; „Betätigungsdrang“ und „Redseligkeit“ ohne Frömmigkeit haben Einzug gehalten; www.razyboard.com/…07921-5938281-0.html
wo bleibt die Umsetzung der Forderungen des Vaticanums II.; + „Es soll jedoch Vorsorge getroffen werden,
dass die Christgläubigen die ihnen zukommenden Teile des Mess-Ordinariums auch lateinisch miteinander
sprechen oder singen können.“ + Ist dies etwa der vollmundig gegen andere geforderte „Gehorsam“?; die
lateinische Sprache ist der Ausdruck der Beständigkeit, der Unveränderlichkeit und der Einheit der hl.
Kirche durch die Jahrhunderte; www.razyboard.com/…07888-6084917-0.html die hl. Messe der Jahrhunderte,
die Alte Messe, in Bild und Ton erklärt; www.razyboard.com/…07921-6108790-0.html
. ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ + ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ . Fiedrowicz, Michael: Die überlieferte Messe. Mülheim 2011.
S. 196 f.: . Genau darauf zielt der strenge Ritus und die auf den ersten Blick legalistisch anmutenden
Rubriken: auf das Verstummen der eigenen Worte, damit Gott zu Wort komme; auf das Erlöschen der eigenen
Einfälle, um Gottes Ein-Fall Raum zu geben [G.v.Le Fort, Hymnen der Kirche, München 1949, 22] und sein
Herein-Treten in diese Zeit zu ermöglichen. . ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ + ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ .
#54 Thomasius 12:23:26 | Samstag, 12. November 2011
#52 Sycamore Es scheint so, als hätten Sie sich noch nie mit den Religionen des vorderen – und weiter
entfernteren – Orients befasst. Übrigens „Theologie“ ist die Lehre von „den Göttern“ – gab es bereits
Jahrhunderte vor der Geburt des Herrn Jesus Christus – etwa bei den Griechen wie Platon und Aristoteles,
in Indien auch Jahrhunderte früher.
Fiedrowicz, S. 12 f.: . >> In Unterschied zum letzten Abendmahl, das noch der Abfolge des jüdischen Passahmahlritus
folgte […] wurden nun die Wandlungsworte über Brot und Wein miteinander zu einer einzigen Handlung
verbunden und in ein Dankgebet (eucharistia) eingefügt, in dem sich unmittelbar an die Doppelkonsekration
ein Gedenken (Anamnese) des Erlösungswerkes anschloss, wie es ein Wort des Apostels Paulus nahelegte:
„Denn sooft ihr dies Brot esst und den Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn“ (1 Kor 11, 26).
Aus dem jüdischen Passahmahl herausgelöst, konnte die Feier nicht nur einmal im Jahr, sondern wöchentlich
vollzogen werden. Der „Herrntag“ (vgl. Offb 1, 10) bildete fortan den neuen Kontext der Eucharistie. Das
über den Gaben gesprochene Dankgebet (eucharistia) wurde schon Anfang des 2. Jh. zur Bezeichnung der
Messliturgie selbst. […] Erstes Zeugnis dieser neuen Gestalt ist ein Briefwechsel zwischen dem römischen
Statthalter Plinius und Kaiser Trajan, in dem eine morgendliche Eucharistiefeier für die Provinz Bithynien
in Kleinasien Anfang des 2. Jh. (ca. 111/113) bezeugt wird. <<
#52 Sycamore 10:49:19 | Samstag, 12. November 2011
@ Thomasius Sie wüten wieder und belästigen die geneigte Leserschaft mit Ihren unzutreffenden Zuschriften.
Sie sind theologisch inkompetent. Zurück ins Körbchen! #46 FORUM Wer Fiedrowicz ist, wird im Artikel
audrücklich gesagt. Wer SIE sind, weiß keiner. Sind Sie leseunfähig auf Grund allzu hohen Alters, begriffsstützig,
oder befinden Sie sich bereits in einem beklagenswerten demenzialen Zustand?
#51 defendor 10:29:19 | Samstag, 12. November 2011
Durch einige – bewusst oder unbewusst sei mal dahingestellt – nicht genügend differenziert ausformulierten
Dekrete des Vaticanum II. ist den „Neuerern“ Tür und Tor geöffnet worden, die daran gegangen sind, diesbezüglich
ihre eigenen „Interpretationen“ als künftige „Norm“ vorzugaukeln… . was daraus geworden ist, wird am
modernistischen Scherbenhaufen augenscheinlich… . Konkret: Niemals hat das Vaticanum II. bestimmt oder
„genehmigt“, dass: – die lateinische Sprache verschwinden sollte – die Kirchen leergeräumt werden sollten
– die Steh- und die Handkommunion (!) eingeführt werden sollte – Laien gleichsam den Altarraum stürmen
sollten – Laien den hochheiligen LEIB CHRISTI von Hand zu Hand reichen sollten… – „Liturgien“ zusammengebastelt
werden sollten, die nichts mehr mit einer andächtigen, ehrfürchtigen heiligen Messe zu tun hätten…(
oft häretisch-sakrilegisch…bis zum „Verdunsten Lassen“ der GEGENWART CHRISTI im allerheiligsten Altarsakrament
und Seiner GEGENWART im Tabernakel !) – der Religionsunterricht zu einem synkretischen Einheitsbrei verkommen
sollte ohne Vermittlung der reinen Lehre der heiligen Mutter Kirche – die heiligen Sakramente und die
Glaubenswahrheiten / Dogmen auf das Niveau von „Nichts Besonderes mehr“ relativiert werden sollten – die
Würde der Priester herunter dekliniert werden sollte unter ein Laien-Diktat… etc…etc… . Wir sehen…wenn
Ungehorsam zur Routine wird, dann schert sich dieser nicht mehr um Erlasse und Weisungen !
#50 Thomasius 08:15:13 | Samstag, 12. November 2011
#44 sacerdos helveticus >Aber hier geht es ja -wie Domenico Tuttisanti erklärt- nicht in erster Linie
um eine Ausrichtung versus orientem sondern um die gemeinsame Gebetsrichtung von Zelebrant und Gläubigen.<
Sie müssen nicht betonen, dass „der Zelebrant“ nicht „gläubig“ ist. In der Urkirche war man „eine Gemeinde“
und saß um einen Tisch herum – auch beim Gebet.
www.youtube.com/watch?v=FQ2yXWi0ppw&… Ohhh, life is bigger, it’s bigger than you and you are not me.
The lengths that I will go to, the distance in your eyes. Oh no, I’ve said too much, I set it up. That’s
me in the corner, that’s me in the spot-light, losing my religion. Trying to keep – up – you and I don’t
know if I can do it. Oh no ,I’ve said too much, I haven’t said enough. I thought that I heard you laughing,
I thought that I heard you sing, I think I thought I saw you try. Every whisper of every waking hour.
I’m choosing my confessions, trying to keep eye on you. like a hurt lost and blinded fool – fool. Oh no,
I’ve said too much, I set it up. Consider this, consider this, the hint of the century. Consider this,
the slip, that brought me to my knees – failed . What if all these fantasies come – flailing around. Now
I’ve said – too much I thought that I heard you laughing, I thought that I heard you sing, I think I thought
I saw you try. [Solo] But that was just a dream, that was just a dream! That’s me in the corner, that’s
me in the spot-light, losing my religion. Trying to keep – up – you and I don’t know if I can do it. Oh
no, I’ve said too much, I haven’t said enough. I thought that I heard you laughing, I thought that I heard
you sing, I think I thought I saw you try. But that was just a dream, – try, cry, why, try, that was just
a dream, – just a dream, just a dream, dream
@Forum Steht doch im Artikel, wer Fiedrowicz ist. Ordinarius für Alte Kirchengeschichte und Patrologie
an der Theologischen Fakultät in Trier. Er hat sich bereits durch eine ganze Reihe von hervorragenden
Fachpublikationen, zum Teil auch für einen weiteren Leserkreis bestimmt, ausgewiesen.
#45 Nephtali 21:37:25 | Freitag, 11. November 2011
Und deswegen kann die neue Halleluja-Messe nicht neben dem Klassischen Ritus einherlaufen. Hier gilt folgerichtig:
#10 Greggy „Nur durch gänzliche Abschaffung des Novus Ordo und sämtlicher damit einhergegangener „Reformen“
und durch die völlige Rehabilitierung der Alten Messe könnte die römische Kirche wieder in den Strom
der apostolischen Tradition zurückkehren, den sie verlassen hat.“ Doch selbst wenn dies geschehen würde,
wäre die ungeheure Schuld für die jahrzehntelangen skandalösen Messen, Verunehrungen und Entweihungen
noch lange nicht abgetragen. Gott läßt gerade in bezug auf das Allerheiligste seiner nicht spotten!
So ungeheuerlich die Schuld – so ungeheuerlich die Vergeltung des Allerhöchsten!
@Thomasius Ihre Erklärungen sind viel zu simplifizierend. Für die Ausrichtung des christlichen Betens
versus orientem gibt es schon vor der Anerkennung des Christentums durch den Römischen Staat Belege.
Aber hier geht es ja -wie Domenico Tuttisanti erklärt- nicht in erster Linie um eine Ausrichtung versus
orientem sondern um die gemeinsame Gebetsrichtung von Zelebrant und Gläubigen.
#41 Thomasius 20:36:27 | Freitag, 11. November 2011
#37 sacerdos helveticus Korrekt. Das Judentum kannte „nur“ den Tempel und der stand bekanntlich in Jesusalem.
Die Synagogen waren daher eher „minderwertig“ – zweitrangig. Aber: Die Bibel – das alte Testament – wurde
während der Babylonischen Gefangenschaft verschriftlicht. Daher wurde der Tempel als „irdischer Wohnort
Gottes“ angesehen. Die Bibel – das neue Testament – sieht das aber anders. Gott ist überall gegenwärtig.
Daher sind „Richtungen“ Ausdruck mangelnder Bibelkenntnis.
#40 catholic 20:17:49 | Freitag, 11. November 2011
Polemik? Das kennen nur die Unterhosen tragenden Krawattenpriester, die kriechenden Bischöfe und die
kreuznetfeindliche gottlose Presse und die ehemaligen Reichssender.
@Thomasius Auch die Bibel (AT) und erst recht das Judentum zur Zeit Jesu kennen eine bestimmte Gebetsrichtung
und zwar die nach Jerusalem. Zur gesamten Thematik immer noch empfehlenswert ist die profunde Monographie
„Sol Salutis“ des Bonner Patrologen und Archäologen Franz Joseph Dölger, einen kurzen Überblick gibt
die vor einigen Jahen erschienen Abhandlung „Conversi ad Dominum“ des deutschen Theologen Uwe M. Lang
mit einem Vorwort des damaligen Kardinals Joseph Ratzinger.
#36 catholic 19:47:58 | Freitag, 11. November 2011
Ein phailonion ist ein Kleidungsstück, heute ein geistliches byzantinisches in der Liturgie der Ostkirche.
Bitte um Versangabe i 2. Tim. Greggy, phailonion ist heute ein liturgisches byzantinisches Kleidungsstück
in der Ostkirche. Bitte um Versangabe in 2. Tim.
#28 catholic 19:01:51 | Freitag, 11. November 2011
Lieber Tomas, na ja, der von dem hochverehrten Pius XII. noch gepflegte Pharaonismus mit Tragethron und
Pfauenwedeln etc. war wohl kein Archeologismus? – Im übrigen bin ich hinsichtlich der Messgewänder tolerant,
solange ich selbst keine Gardinenalbe anziehen muss.
Thomasius Wie so oft verkennen Sie das Entscheidende. Der Patrist Fiedrowicz tritt keineswegs für eine
bestimmte Gebetsrichtung ein, auch wenn die Ostung natürlich einen traditionellen Vorzug genießt. In
meinem Zitat geht es vielmehr um die innere Angenmessenheit der Gleichrichtung von Zelebrant und Gläubigen
beim Vollzug des eucharist. Gebets, also eher um das versus altare und nicht so sehr das versus Orientem.
. Diese Stellung des Liturgen treffen wir keineswegs nur in heidnischen Riten an, wie Sie insinuieren,
sondern z.B. auch im jüdischen Tempelritus bei der Darbringung des Schlachtopfers vor dem großen Brandopferaltar
im Tempelhof, wobei der Blick des jüd. Tempelpriesters auf das Allerheiligste im inneren Tempel gerichtet
war. . Weitere Einzelheiten: Fiedrowicz, Michael: Die überlieferte Messe. Geschichte, Gestalt, Theologie. –
Mülheim/Model : Carthusianus Verl., 2011. – die Seiten 141 ff. zur Gebetsostung und 144 ff. zur Theozentrik
der überlieferten Messe. ISBN 978-3-941862-08-1 . Prof. F. lehrt Kirchengeschichte des Altertums, Patrologie
u. christl. Archäologie in Trier. Er ist bekannt durch zahlreiche wiss. Publikationen, Quellenwerke und
Anthologien aus der Zeit der frühen Christenheit und der Väter. Das Buch genügt also auch höchsten
Ansprüchen an historische und philologische Sorgfalt. Es ist zusätzlich durch Register erschlossen,
wodurch es die Chance hat, Handbuchcharakter im dtspr. Raum zu gewinnen.
Welcher Gewänder Christus trug ist unerheblich. Die Kirche hat die Meßgewänder in dieser Form vorgeschrieben. Sich nicht an die Vorschriften der Kirche zu halten, weil – angeblich – Christus andere Gewänder trug, ist nicht zulässig. Dies ist der durch Pius XII. verurteilter „Archäologismus“.
#25 catholic 18:56:13 | Freitag, 11. November 2011
Melusine, der griechische Chiton war praktisch und als „helenistische Mode) weit verbreitet, bei Hnadwerkern,
Bauern, Fischern. Die langen Alben, Tuniken und Kaftane etc.finden wir eher bei den „feinen Herrschaften.
Ich lass mich gern noch ergänzen.
#24 Semikolon 18:54:20 | Freitag, 11. November 2011
„Wenn der novus ordo komplett durch den vetus ordo ersetzt würde, ginge fast niemand mehr in die Kirche.
Wann werdet ihr das endlich begreifen?“ ; @Regina1961 Mag sein, beweisen kann man es derzeit nicht. Aber
wenn man den „Erfolg“ eines Meßritus an den Kirchenbesuchszahlen misst, hat sich der Novus ordo jedenfalls
nicht bewährt. Das ist empirisch belegt. ; Warum kann man nicht beide Formen gleichrangig beibehalten?
Warum wird der alte Ritus versteckt und in Hinterzimmer verbannt? Man scheint sich vor ihm zu fürchten,
weshalb? Weil immer mehr Leute sonst, die einmal eine solche Messe besucht haben, nichts anderes mehr
wollen und auch den meist ja nicht einmal korrekt praktizierten Novus ordo, der in deutschsprachigem Raum
nicht einmal korrekt übersetzte Wandlungsworte enthält, hinterfragen? ; Man spricht doch sonst immer
von Demokratisierung und Dialog, warum führt man dann nicht beide Formen parallel zu jeweils guten Zeiten
an und lässt dann über die Jahre die Leute „mit den Füßen“ entscheiden? Wohlgem. , immer unter der
Prämisse, man misst den „Erfolg“ an den nackten „Besucherzahlen“ und nicht an anderen Qualitäten. Z.B.
kann ein guter Priester (der dies will) mit jeder Form die Messe füllen, insbesondere, wenn er die Formvorschriften
nicht so genau nimmt. ; Letztlich ist es zwar schön und streichelt das Ego des Pfarrers oder Bischofs,
„volle“ Messen vorzufinden, aber das wirklich wichtige Tor ist eng und der Weg dorthin schmal und nur
wenige werden durch dieses Tor finden…
„Jesus und die Apostel trugen beim Pessachmahl und bei den späteren Herrenmählernantike jüdische Gewänder,
den Chiton, der bis über die Knie ging.“ In kreuz.net-Sprache heisst das: die trugen Muselkleidung!!!=-O
#21 catholic 18:46:29 | Freitag, 11. November 2011
Jesus und die Apostel trugen beim Pessachmahl und bei den späteren Herrenmählernantike jüdische Gewänder,
den Chiton, der bis über die Knie ging. Es war Alltagskleidung; und zum Gebet den Tallith (Gebetsschal)
darüber. Als das Christentum Staatsreligion unter Konstantin wurde, übernahm es kaiserliche und kultische
Gewänder, erfand Ordnungen für die Eucharistiefeier und die Missa. Das alles ist verständliche historische
Entwicklung. Martin Luther hat die Heilige Messe noch im römischen Ritus zelebriert. – Mir scheint es,
dass man sich vom „Brotbrechen“ und der „Gemeinschaft“ durch Unwichtigkeiten in Spitzen und Brokat und
lateinisches Gemurmel etc. ziemlich entfremdet hat. Leider habe ich es als Ministrant und Zeremoniar in
weiße Handschuhen oft als eitles Priesterschauspiel erlebt. Wir der „Klerus“ oben und hinter unsern Rücken
unten mit Abstand das „gläubige Volk“. –
Zu 5: Beim Beten guckt man gewöhnlich nach unten oder gen Himmel, betet jemand anders, beugt man sich auch, visueller Kontakt ist demnach nicht gegeben.
#14 catholic 18:16:32 | Freitag, 11. November 2011
Der Herr Theologieprofessor schreibt ohne Polemik. Ehrenhaft. Das könnte doch kreuz.net vielleicht auch
mal. Zur Alten Messe: Die erste Christengemeinde in Jerusalem „Sie hielten an der Lehre der Apostel fest
und an der Gemeinschaft (Gemeinde), am Brechen des Brotes (Eucharistia) und an den Gebeten (Psalmen).“
Ein Kult wie die spät erfundene Missa Tridentina wird im NT nicht erwähnt.
Regina, so ist das, und Rom weiß das, und deswegen bleibt Rom lieber bei der U n w a h r h e i t, und zur Bemäntelung dessen verlautbart es ab und zu, wie wichtig doch die Wahrheit und das Streben danach ist.
#11 Thomasius 17:11:11 | Freitag, 11. November 2011
#5 Domenico Tuttisanti Typisch „eingearbeitetes Heidentum“ – hat die Kirche wohl von den vorderorientalischen
Religionen übernommen. Den „Urhebern“ dieser „Lehre“ war die Bibel offensichtlich nicht bekannt. Hinweis
auf Matth 18,20. Dort ist von einer „Richtung“ aus der der Herr kommt nichts geschrieben. Aber der Vater
des Kaisers Konstantin glaubte ja bekanntlich an den sol invictus – den Sonnengott – und die Sonne geht
im Osten auf. Das „muss“ man doch in den Ritus „einbauen“.
Nur durch gänzliche Abschaffung des Novus Ordo und sämtlicher damit einhergegangener „Reformen“ und durch die völlige Rehabilitierung der Alten Messe könnte die römische Kirche wieder in den Strom der apostolischen Tradition zurückkehren, den sie verlassen hat.
Palmström=Sefirot=Ossietzky=etc.etc… mit erfundenem „Zitat“: „Die Messe ist keine Feier der Gemeinde“.
. Zur Sache selbst (Stichwort: participatio actuosa) aus dem Buch von Fiedrowicz (S. 225 f.): . >> „Alle
Elemente der Liturgie zielen also darauf hin, dass unsere Seele durch das Geheimnis des Kreuzes das Bild
des göttlichen Erlösers in sich auspräge gemäß dem Worte des Apostels: ‘Mit Christus bin ich gekreuzigt.
Ich lebe, doch nicht mehr ich; Christus lebt in mir’ (Gal 2, 19 f.). So werden wir gleichsam eine einzige
Opfergabe mit Christus zur größeren Ehre des ewigen Vaters.“ [Fußn: Pius XII. Enzyklika „Mediator Dei“…]
Die Reduktion an Möglichkeiten äußerlichen Mitwirken-Könnens schafft die innerliche Konzentration
auf die eigentliche actio, die sakramentale Vergegenwärtigung der Opferhandlung Christi, an der die Gläubigen
intensive Teil-Habe gewinnen sollen. Im gemeinsamen Teilnehmen entsteht jene tiefe Gemeinschaft der Gläubigen
untereinander, die aus der Teilhabe der Vielen am einen Opfer Christi erwächst und weder als Gefühl
um seiner selbst willen angestrebt werden darf noch gruppendynamisch erzeugt werden kann. Es ist die ausgeprägte
Theozentrik des überlieferten Ritus, die eine gemeinsame Blickrichtung aller schafft und d a d u r c
h [Hervorh. von mir!] deren innere Einheit stiftet.<<
Es scheint, dass die Versuche der Marginalredung des zunehmenden Befürfnisses nach der hl. Messe der
Jahrhunderte einer gewissen Systematik unterliegen; die Alte Messe ist denn nicht „alt“; sie ist unerlässlich
zur Gesundung der hl. Kirche; Hw Dr. Rodheudt: + „Die „Alte Messe“ ist eben keine alte Messe, so etwas
wie unser „Alter Kaiser Wilhelm“, der mit Pickelhaube über dem Gründerzeitsofa der Nostalgiker hängt
und aus einer verschollenen Zeit auf Laptops und MP-3-Player herabschaut. Die „Alte Messe“ ist nötig
zur Gesundung der Kirche. Allein, sie braucht eine Avantgarde, die sie auf den Leuchter zurückstellt.
Sie ist die Messe von morgen, weil es ohne sie kein Morgen geben wird“ + die hl. Messe der Jahrhunderte;
das hl. MessOPFER; Anbetung und Lobpreis der hl. Dreifaltigkeit, Gott; Sühne vor der hl. Dreifaltigkeit
,Gott; Danksagung an die hl. Dreifaltigkeit, Gott; die Alte Messe; www.razyboard.com/…07921-6108790-0.html
S. E. Bischof Athanasius Schneider vergleicht in einem Interview den „Novus Ordo“ mit dem „Exil von Avignon“!!!! www.razyboard.com/…07690-5965038-0.html die Alte Messe als Augenöffner www.razyboard.com/…07690-6039161-0.html
dort, wo der Glaube lebt; www.razyboard.com/…07690-6112895-0.html
Fiedrowicz, Michael: Die überlieferte Messe. Mülheim/Mosel 2011. S. 144 f.: >> Die Zelebration „versus
altare“ ist eine sichtbar gewordene Theologie der Eucharistie. In der äußeren Ausrichtung manifestiert
sich die innere Richtung des eucharistischen Betens. Sogar jemand, der mit der Messe nicht vertraut ist,
könne [sic! Gemeint: ‘kann’?] bei der Zelebrationsrichtung „versus altare“ erkennen, dass der Priester
dem Volk vorausgeht und gemeinsam mit ihm zu Gott betet. Die Weisung der frühen Kirche, dass sich am
Altar das Gebet stets an den Vater zu richten habe (Cum altari assistitur, semper ad Patrem dirigatur
oratio) [Fußn. S. 145: Konzil von Hippo – 393 –, can. 21…], richtete sich ursprünglich zwar gegen
Tendenzen einer direkten Christusanrede innerhalb der Messe, zeigt aber darüber hinaus, dass ein visueller
Kontakt zwischen Priester und Gläubigen in diesem Augenblick der Zielrichtung des liturgischen Gebetes
grundsätzlich nicht entspricht. Die Zelebration „versus altare“ unterstreicht in sichtbarer Weise, dass
die Gebete sich nicht an die Gläubigen richten, sondern an Gott. […] Die klassische Zelebrationsrichtung
wehrt allen Tendenzen, den heiligen Kult auf Pädagogik zu reduzieren und die Doxologie durch Katechese
zu ersetzen. […] Die innere Dynamik des liturgischen Geschehens drängt zur äußeren Gleichrichtung
von Priester und Volk im Gebet. <<
Wer hier „Fundi“ anklickt und sehr weit zurückblättert, findet dort eine Widerlegung der Verwechselung von Anbetung Gottes und bestimmten Gebetsrichtungen. Diese Verwechselung leugnet fast schon das Wesen Gottes!
Die argumente sind ja langst alle bekannt. Die Faktenlage ist natürlich erdrückend. Solange in der Kirche
aber das recht des stärkeren gilt, wird sich nichts ändern.