Gentechnik
Das Gespenst der Unfruchtbarkeit
Statistiken gehen davon aus, daß in zehn Jahren 33% der europäischen Ehepaare unfruchtbar sein werden. Die sexuelle Revolution frißt ihre Kinder.
(kreuz.net, Shefield) Britische Wissenschaftler gehen davon aus, daß sich die Unfruchtbarkeit bei Frauen in Europa und anderen ähnlichen Regionen der Welt in den nächsten zehn Jahren verdoppeln wird. Das berichtet der katholischen Nachrichtendienst ‘LifeSiteNews’.

Derzeit ist eines von sieben Ehepaaren unfruchtbar. In zehn Jahren wird es eines von dreien sein.

Professor Bill Ledger von der Universität Sheffield warnte vor Geschlechtskrankheiten wie die Chlamydien-Infektion, die den Frauen die Fruchtbarkeit raubt.

Die Chlamydien-Infektion – auch Durant-Nicolas-Favre-Krankheit genannt – wird von kugelförmigen Bakterien proviziert, die nur in Wirtszellen – zum Beispiel des Menschen – überleben können.

Die Chlamydien-Infektion gehört zu den häufigsten sexuell übertragbaren Erkrankungen und betrifft Männer und Frauen.

Viele Infizierte haben kaum Beschwerden und bemerken daher die Entzündung nicht. Dadurch erhöht sich das Risiko einer chronischen Erkrankung und einer unbemerkten Verbreitung.

Professor Ledger präsentierte seine Erkenntnisse an der „Europäischen Konferenz für Fruchtbarkeit“.

Er zeigte auf, daß sich Geschlechtskrankheiten wie die Chlamydien-Infektion in den letzten zehn Jahren verdoppelt haben.

„Junge Leute von heute werden morgen Patienten in Kliniken sein, wo man versucht, die Unfruchtbarkeit zu behandeln.“ Mädchen, die heute von einer Chlamydien-Infektion befallen sind, werden später feststellen, daß sie keine Kinder empfangen können.

Ein wichtiger Faktor für die Unfruchtbarkeit ist auch die Tatsache, daß Frauen ihre Karriere ins Zentrum stellen und oft erst Mütter werden, wenn sie fast 40 Jahre sind.

Die Fruchtbarkeit von Frauen ist aber in den Jahren vor und nach dem zwanzigsten Lebensjahr am ausgeprägtesten.

Professor Ledger warnte auch vor den Konsequenzen, wenn ein Volk an einer 33prozentigen Unfruchtbarkeitsrate leidet:

„Die europäische Bevölkerung ist in Gefahr, weil zuwenige Kinder geboren werden. Das ist eine Bedrohung für die Zukunft.“

„Frauen sind nach dem 35. Lebensjahr nicht mehr so fruchtbar.“ Darum sollten Frauen bereits in jüngeren Jahren damit beginnen, eine Familie zu gründen.
      
8 Lesermeinungen
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#8   Laurentius2   10:10:13 | Mittwoch, 29. Juni 2005
@Sirilo
zu a) Unfruchtbar machende Chlamydien werden durch promiskuines Verhalten (vor 68 verpönt, jetzt staatlich gefördert, s. Litfaßsäulen vor jeder Grundschule …)) übertragen
zu b) Die Kinder der Revolution sind die Menschen, welche dem Irrtum „sexueller Freiheit“ im wahrsten Sinne des Wortes zum Opfer gefallen sind (Millionen von Schicksalen, von „armen“, geplagten Seelen …).
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#7   Dr. Otterbeck   21:38:51 | Dienstag, 28. Juni 2005
„Die Herrschaft des Geistes
über das Fleisch ist nicht eine Spezialität jener, die in einer größeren Liebe auf die Freuden des Fleisches verzichtet haben. Diese Herrschaft gehört überhaupt zur Würde des Menschen.“ Richtig, G.B. Montini again: „Ich wage zu behaupten, dass die Keuschheit gerade das zur Folge hat, worauf die Modernen so großen Wert legen: Disponibilität, Autonomie, Freiheit. Zögern wir nicht, laut auszusprechen, was die meisten Menschen heimlich denken: Es gibt keine wahre Freiheit ohne den Geist der Keuschheit“ (1967). Der spätere Papst Paul VI wurde bereits von Pius XI (1922-1939; Enz. „casti connubii“) häufig zu Rate gezogen. Leider hat der Klerus dem Papst in Europa nach 1968 weithin die Gefolgschaft aufgekündigt. „Wir sind selber Papst.“ Erst mit dem Hl. Jahr 1975 setzte ein Klärungsprozess ein. Leider sitzen die Dt. Diözesen auf einem missratenen „Gotteslob“ vom Zeitpunkt des absoluten Tiefstandes des Traditionsbewusstseins; die dortigen „Gebete“ um Jugend, Ehe und Familie muten bereits heute geradezu grotesk bis lächerlich an, während die ältesten Gebete und Andachtsformen in jungen geistl. Gemeinschaften blühen, die sich wieder zur „Reinheit des Herzens“ als Ziel christl. Existenz bekennen.
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#6   Sirilo   20:38:20 | Dienstag, 28. Juni 2005
Verwundert und verwirrt…
Nach der Lektüre dieses Berichts fühle ich mich nicht aufgeklärt oder informiert, sondern verwundert und verwirrt:
a) Was haben Chlamydien mit der angeblichen „sexuellen Revolution“ zu tun? b) Was für „Kinder“ hatte eigentlich die sexuelle Revolution, die sie jetzt fressen kann?
Weiß da jemand mehr?
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#5   Yersinia   20:26:10 | Dienstag, 28. Juni 2005
@Benedikt: du vergißt den steuernden Eingriff von Studien
gemäß dem Satz „würde man so weitermachen wie bisher, würde es bei linearer Interpolation der aktuellen Entwicklungen zu diesem Zukunftsszenario kommen“ – zugleich sind Studien natürlich dazu da, Gegenmaßnahmen zu ergreifen bzw verhalten sich Entwicklungen in einem derart komplexen System wie der menschlichen Gesellschaft mit ihren vielfältigen rekursiven Verschachtelungen in den seltensten Fällen linear – das berücksichtigen heutige Studienautoren zumeist, trotzdem ist es eben schwer, wirklich Vorhersagen zu treffen – das Beobachtete führt zum ersten die Beobachtung selbst durch und wird zum zweiten durch die Beobachtung selbst beeinflußt – und dann kommt noch ein gewisses Interesse der Auftraggeber einer Studie dazu
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#4   Benedikt   19:59:06 | Dienstag, 28. Juni 2005
Mich würde mal eine Studie interessieren,…
die den Wahrheitsgehalt dieser ZUkunftsstudien rückblickend überprüft. Im Kern entsteht der Eindruck, dass sie meistens Blödsinn sind. 1950 ging man zB von 9 Mrd. Menschen 2020 aus. Davon kann keine Rede sein, genausowenig wie von dem in den 80er Jahren postulierten Quark, das Erdöl sei bal aufgebraucht: Also: Nicht so sehr in die Zukunft schauen, lieber das beste in der Gegenwart tun! Dann klappts auch mit der Zukunft.
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#3   Yersinia   18:33:07 | Dienstag, 28. Juni 2005
zwar nicht gut dokumentiert
aber auch ein wesentlicher Aspekt, für alle, die davon betroffen sind
science.orf.at/science/news/137321
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#2   Irenäus   15:51:55 | Dienstag, 28. Juni 2005
Hoffnungsschimmer
Gar nicht so schlecht; unsere „erleuchteten“ Zeitgenossen werden aussterben, und wenn wir Glück haben, wird Europa wieder christlich sein. Im übrigen sind gerade traditionalistische Familien dafür bekannt, kinderreich zu sein (Ehepaare mit 8 Kindern). Ich freue mich auf den Niedergang des „aufgeklärten“ Europas.
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#1   Laurentius2   11:43:12 | Dienstag, 28. Juni 2005
Gott meint es gut.
Noch eines von unzähligen Beispielen dafür, daß Gott es mit uns nur gut meint. Sein Stellvertreter verkündet hier die absolute katholische Wahrheit !
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