Wenn das Christentum in einer Zeit völliger Auflösung aller Werte keine sichtbaren Zeichen des Glaubens setzen kann, wird es immer mehr Einfluß im geistigen Bereich des Lebens verlieren. Von Margit Angerer.
Christusstatue als Christusdom
(kreuz.net) Wäre die Kirche ein Wirtschaftsunternehmen, müßte sie dringend einen Marken-Relaunch und
eine millionenschwere TV-Kampagne starten.
Der neue Slogan könnte lauten: Von Engeln empfohlen!
Doch
die Kirche ist kein Wirtschaftsunternehmen.
Sie sollte sich darum wieder auf das Wesentliche rückbesinnen.
Was das konkret bedeutet, hat Angerer der Ältere so formuliert: „Wenn das Christentum in einer Zeit
völliger Auflösung und Relativierung aller Werte und der zur Mode gewordenen Verhöhnung des Göttlichen
keine sichtbaren Zeichen des lebendigen Glaubens setzen kann, wird es immer mehr Einfluß im geistigen
Bereich des täglichen Lebens verlieren.“
Die leibhaftige Menschwerdung Christi und die Botschaft „Sein
Leib sei unser Tempel“ läßt den bekannten bayrischen Künstler Angerer den Älteren (73) nicht los.
Darum nahm in ihm die Idee, den Leib Christi als Kathedrale zu sehen, Gestalt an.
Das Besondere an Angerers
Christus-Dom ist, daß die Worte der Heiligen Messe „mit ihm, durch ihn, In Ihm“ erstmalig eine bauliche
Wirklichkeit werden.
Das Ergebnis kann nun in einem Videofilm angesehen werden.
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61 Lesermeinungen
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Kultig, Kultig, trallalallala, bald ist Weihnachtsabend da. . Der Semmelgeist der Liturgie, der rührt
Dich an, so wie noch nie, er singt und räuchert durch das Haus versüßt Dir doch den Weihnachtsschmaus.
Ja schon die Sprache in Latein, das muss die Engelssprache sein, und kaum ein Rücken so entzückt, als
einer, der in Gott entrückt, und mit viel Gold und mit Brokat, dem Herrgott so die Ehre tat, und alle
anderen die Gott ehren, auf andre Art, will er verwehren, der Mann der Ehre hier auf Erden, denn ohne
Kult kann keiner werden, so fromm und rein, so engelsgleich, wie Frömmer für das Himmelsreich.
„Die Bilder des Schönen, in denen sich das Geheimnis des unsichtbaren Gottes versichtbart, gehören zum
christlichen Kult.“ Josef Ratzinger – „Der Geist der Lithurgie“
#59 suchender 23:09:23 | Sonntag, 27. November 2011
Künstlerische Achitektur statt ehrlicher Aufarbeitung historischer Fehler? Wäre es nicht wesentlich
wichtiger die Kirche in ihren Inhalten wieder glaubhaft zu machen als durch äußeren Fasadenkult? Es
darf einen nicht wundern, wenn jüngere Generationen immer stärker auf Distanz zu den bestehenden Glaubensfundamenten
gehen. Wenn Sie daran Zweifel haben, dann lesen Sie das Buch „Wer lügt – Gott oder die Kirche?“ und Sie
bekommen Einblick auf den Kern des Fundamentes.
#55 Hare-Krishna 10:57:29 | Sonntag, 27. November 2011
Zugegeben der Entwurf für den Dom auf dem Predigtstuhl in Bad Reichenhall ist schön. . Den wird sich
sicher auch der eine oder andere Schamane im 40. Lebensjahr oder so ansehen. . Allerdings gibt es zu Ludwig
Valentin Angerer auch Kritik. Kunst ist nämlich nir nur, was schönt. de.wikipedia.org/…wig_Valentin_Angerer
.
@Maximus: Und weil Angerer der Ältere „der wohl bedeutendste Architekt unserer Zeit“ ist, hat er nicht
einmal eine englisch-sprachige Wiki-Seite. Und sein deutscher Eintrag umfasst nicht einmal eine Bildschirmseite.
Aber immerhin hat er ja so renommierte Preise wie den Kunst- und Kulturpreis des Landkreises Kelheim 2008
erhalten. Respekt.
„in welchem seriösen Lexikon müsste man hier nachschauen, Max?“ In Wikipedia, im Brockhaus, in der Encyclopedia
Britannica – überall finden wir grosse Artikel über Angerer den Älteren, wo dieser als einer der grössten
Architekten aller Epochen dargestellt wird.
Angerer der Ältere gilt seit Jahrzehnten als der wohl bedeutendste Architekt unserer Zeit. Und zwar weltweit. Kann man in jedem seriösen Lexikon nachlesen. Beten wir dafür, dass sein Christus-Corpus bald gebaute Realität wird.
#47 Hare-Krishna 00:19:56 | Sonntag, 27. November 2011
Wer Menschenhass sät ist innerlich verdreckt. Er missbraucht die Kathedrale Gottes. Missbraucher hassen
Menschen und sich selbst. Sie wollen glauben machen, dass es schlimmer sei, sexuell zu fehlen, als Menschen
zu hassen. Dieser Glaube aber kommt von Satan. Menschenhass ist die schlimmste Sünde gegen Gott. Schlimmeres
gibt es nichts. Da hilft alles Übertünchen mit Tüll und Pomp nichts. . Jesus bleibt Sieger! .
Soll die Kathedrale massiv ausgegossen sein oder hohl wie eine Papst-Statue… Wobei eine massiv ausgegossene Kathedrale den Vorteil hätte. Dass Frauen nicht zum Reinigen des Kathedralbaues herangezogen werden müssten. Ist doch auch ein sinnvoller Beitrag zum Frauenverständnis.
@Minimax Ich höre auch Mark Andre, Georg Friedrich Haas und Klaus Hinrich Stahmer. Ich habe nichts gegen
das Neue, nur gegen das Schlechte und Kitschige. Ihnen ist das wohl egal, Hauptsache Zeitgeist. Den Banausen
gebe ich zurück. Und Wagner, man mag gegen ihn haben was man will hat eben wunderbare Opern geschrieben.
#27 Ein Banause ist halt ein Banause, toter Papst. Ihn kennzeichnet, dass er mit seiner Zeit und ihren Ausdrucksformen nicht zurecht kommt und das hinlänglich Kanonisierte bevorzugt. So muss er sich nicht einlassen auf das Neue, muss nicht seinen Verstand konsultieren, muss kein Gefühl zulassen. Deshalb muss er Ernst Fuchs verachten, wie er vorgibt und Wagner verehren, das tut ihm wohl nicht zu letzt besonders gut, weil er sich mit Wagner in sehr guter Gesellschaft sieht. Ich will nicht wissen, welches bemerkenswerte Vor-Urteil ihm zu anderen bedeutenden Künstlern der Gegenwart einfällt.
#37 catholic 22:56:40 | Samstag, 26. November 2011
#31 Angerer der Jüngere malt ausgezeichnete Berglandschaften. Der Ältere ist sehr arrogant zu anderen
Malern. + Meine Tochter studiert an der Akademie der Schönen Künste in München. + Grundlage für mich
ist die klassische Kunst. Altdorfers Landschaften. + Ihnen viel Freude am Können.
#36 Rainer Tobak 22:56:18 | Samstag, 26. November 2011
Ich schlage vor, dass der Entwurf von Angerer dem Älteren unmittelbar neben der größten Christ-König-Statue
der Welt im polnischen Świebodzin (dt. Schwibus) upload.wikimedia.org/…rystus_kr%C3%B3l.jpg errichtet
wird. So entstünde ein Jurassic Park christlicher Monumentalkunst … , der als Touristenmagnet und Pilgerstätte
die örtliche Wirtschaft beleben könnte …
#31 catholic 22:35:33 | Samstag, 26. November 2011
Angerer der Ältere verwirft sogar die Kunst von Angerer dem Jüngeren. Der ist heiter und nicht schwulstig
schwer. – Nach dem Älteren hat die Kunst bei ihm ihren Höhepunkt erreicht. Alles andere ist für ihn
dekadent. – Leider überfrachtet er sein altmeisterliches Können. Er liebt R. Wagners Opern.
@Minimax Kitsch ist natürlich in der Kunst ein wohlfeiler Ausdruck. Ich habe auch keine Probleme die
Werke des Ludwig Valentin Angerer als Kitsch zu bezeichnen, das trifft die Sache wohl ganz gut. Ich habe
auch keine Probleme Guernica von Picasso als Kitsch zu bezeichnen, auch das trifft wohl zu. Aber der Oberkitsch
ist schon das blasphemische Geschmier des Ernst Fuchs in Wien Hetzendorf.
„Angerer, der Pablo Picassos Werk Guernica als Kitsch bezeichnete[2], wurde vorgeworfen, dass seine Unterscheidung zwischen gesunder und kranker Kunst voller „kleinbürgerlicher Ressentiments“ sei und die rigide „Ablehnung des individuell autonomen Menschen der Gegenwart zugunsten übergeordneter (religiöser) Strukturen“ problematische historische Vorbilder habe. Ein von Angerer postuliertes „Gesetz göttlicher Übereinstimmung“ in der Kunst sei mit Adorno als blasphemisch zu bezeichnen.[3]“ http://de.wikipedia.org/…i/Angerer_der_Ältere
@Gotthard Ich würde einen solchen Kirchenbau in Zeiten, in denen kunstgeschichtlich wertvolle Kirchen
aufgegeben und geschändet werden für ein falsches Zeichen. Andererseits ist es auch ein Akt unglaublicher
Arroganz, dass die FSSPX, bzw. ihre Gläubigen, die das Geld ja geben, sich Kirchen bauen müssen, während
nicht weit davon „überzählige“ Kirchen von angeblichen Bischöfen zerstört werden.
#23 Melusine † 20:33:16 | Samstag, 26. November 2011
Hier, das repräsentiert die Ansichten von Dirk Zimmerfrau, Andy Fischer & Co., die selbsternannten „Urdeutschen“,
die ein „Glanzvolles Deutschland“ propagieren: – www.youtube.com/watch?v=9Jy5FgnE-4A – Wie gut, dass solche
Individuen nichts zu sagen haben.
#21 Pelagius III. 20:15:40 | Samstag, 26. November 2011
Diese blasphemische Gigantomanie stellt Christus in eine Reihe mit der Münchner Bavaria, dem Hermannsdenkmal, dem Völkerschlachtdenkmal von Leipzig, der Freiheitsstatue von New York und den Kim-Il-Sung-Klötzen in Nordkorea und anderen großkotzigen Monumenten. Sie ist kein Zeichen des Glaubens, sondern ein Werk eines an Größenwahn leidenden Künstlers, der sich damit ein Denkmal setzen und eine touristische Attraktion errichten will.
#18 catholic 19:40:19 | Samstag, 26. November 2011
Angerer hat schon wiederholt nach Gemeinden gesucht, die seinen Riesen möchten. Spruch im Faschingszug
aus Großgmain, Österreich: „In der Tourismuskrise, hilft uns der Jesusriese.“ –
#12 catholic 19:24:55 | Samstag, 26. November 2011
Was die gnädige Frau Margit Angerer für Werbung für den weltberühmten Architekten Angerer hier macht, ist ganz gewiss im Sinne der Rettung des christlichen Abendlandes. –
#9 Blackbird 19:06:51 | Samstag, 26. November 2011
Schade, dass der Vatikan zu winzig dafür ist. Vielleicht in der Antarktis? Die Umweltbedingungen dort, wären ein Beweis das dem wahren Christen keine Herausforderung zu groß ist, die Neuwschwabenländer hätten einen kurzen Weg zur Messe und der Rest der Welt muß es nicht sehen. Eine Win-Win-Situation.
Der Architekt und Maler Angerer der Ältere wollte schon vor Jahren in Zusammenarbeit mit einem vielversprechenden
„Hotelier“neben dem Berghotel auf dem Predigtstuhl 1613 m im Lattengebirge eine überdimensionale Jesusstatue
als Kirche erbauen. Aud dem Predigtstuhl sollte man heiraten können (Hotel und Kirche). Die Stadt Bad
Reichenhall, die Kirchen, die Bevölkerung haben das Projekt des „Jesusriesen“ als Verschandelung der
Berglandschaft über der Alpenstadt abgelehnt. Der vielversprechende „Hotelier“ mußte den Hut nehmen
und dem Herr Architekten Angerer ging ein Millionengeschäft in die Binsen.- Gewiss kann Herr Angerer
malen und gewaltig architektonieren, ausgezeichnet im Geiste einer vergangenen Gigantomanie. –