(kreuz.net) Nur in wenigen Ländern der Welt haben die Christen so gelitten wie in der heutigen Türkei.
Daran erinnerte Rudolf Grulich (67) am 25. November in einer Aussendung des Hilfswerkes ‘Kirche in Not’.
Grulich ist ein in Mähren geborener deutscher Theologe und Kirchenhistoriker.
Die Christen wurden der
Endlösung zugeführt
Vor dem Ersten Weltkrieg machten die Christen einen Viertel der Bevölkerung der
Türkei aus.
Städte wie Konstantinopel (Istanbul) und Smyrna (Izmir) waren mehrheitlich christlich.
Es gab Tausende von Kirchen in Anatolien und dutzende Bischofssitze der griechischen, armenischen und
syrischen Gemeinschaften.
Heute hat die Türkei 78 Millionen Einwohner, von denen 100.000 bis 200.000
Christen sind.
Ethnische Säuberungen
Grulich nennt den Grund für diese Entwicklung:
„Die Deportation
und der Völkermord an den Armeniern im Jahr 1915, den die türkische Regierung in Ankara bis heute leugnet,
und die Verfolgung der aramäischen Christen der verschiedenen syrischen Kirchen haben die Zahl der Christen
stark dezimiert.“
Dazu kamen nach dem Ersten Weltkrieg die Folgen des Griechisch-Türkischen Krieges.
Im Friedensvertrag von Lausanne des Jahres 1923 wurde der griechisch-türkische Bevölkerungsaustausch
beschlossen.
Damit verschwand das orthodoxe christliche Griechentum, mit Ausnahme der Griechen in Istanbul
und auf einigen Inseln.
Durch schikanöse Gesetze und Übergriffe im Jahr 1955 sowie während der Zypernkrise
im Jahr 1974 wurden viele Griechen vertrieben.
Kleine Fortschritte
Grulich berichtet von kleinen Fortschritten
in den letzten Jahren.
In der 200.000-Seelen-Stadt Adıyaman – unweit der syrischen Grenze – konnten
die Syrisch-Orthodoxen einen vierten Bischofssitz errichten.
In Istanbul erhielt über ein Dutzend aus
Griechenland und Zypern stammende griechisch-orthodoxe Bischöfe die türkische Staatsangehörigkeit.
Das ist – so Grulich – für das Weiterbestehen und Überleben des Ökumenischen Patriarchates lebensnotwendig.
Denn die türkische Regierung anerkennt nur Patriarchen, die türkische Staatsbürger sind.
Aramäisch
wird geduldet
Im Osten des Landes wird im Gebirge von Turabdin – im Südosten des Landes – der Aramäisch-Unterricht
in Klöstern und kircheneigenen Räumen geduldet.
Katholischen Priestern aus dem Ausland erhielten die
Genehmigung, in der Türkei zu wirken.
Im letzten Jahr wurde gemeldet, daß das beschlagnahmte Eigentum
kirchlicher Stiftungen zurückgegeben werden soll.
Grulich fügt hinzu: „Inwieweit das geschieht, bleibt
abzuwarten.“
Der Kirchenbau ist nicht verboten
Grulich hinterfragt auch im Westen gehegte antitürkische
Vorurteile.
„Die Vernichtung der Armenier im Jahr 1915 ist nicht mit der Umsiedlung, Flucht und Vertreibung
der Griechen aus Kleinasien vergleichbar“ – erklärt er.
Denn im Jahr 1919 besetzte Griechenland Smyrna
im Glauben, die im Ersten Weltkrieg geschlagene Rest-Türkei besiegen zu können.
Der Historiker widerspricht
auch der Behauptung, daß in der Türkei keine Kirchenbauten oder Renovierungen möglich seien:
„Ich
kenne von Istanbul bis zum Musadağ an der syrischen Grenze viele Renovierungen.“
Er erwähnt, daß die
Griechen in Istanbul über fünfzig Kirchen besitzen: „Warum sollen 4000 Griechen dort noch Kirchen bauen?“
Der katholische Erzbischof in Izmir hat nur noch 1200 Gläubige, aber sieben Kirchen.
Grulichs Fazit:
„Nur Ignoranten und Informationsunwillige können das Gerücht vom verbotenen Kirchenbau weiterverbreiten.“
Wenn die Europäer wollten, könnten sie
Gleichzeitig kritisiert Grulich die „unehrlichen und fordernden“
Auftritte der türkischen Regierung von Ministerpräsident Recep Erdogan.
Dieser könne ungestraft und
beinahe unwidersprochen großtürkische Forderungen nach noch mehr Rechten für Türken in Deutschland
stellen.
Gleichzeitig verweigere Erdogan seinen Minderheiten dieselben Rechte.
Grulich erinnert am Beispiel
Englands und Frankreichs daran, was ein starkes Europa erreichen kann.
Diese beiden Staaten erzwangen
im Jahr 1856 Religionsfreiheit für die Christen im Osmanischen Reich. Das war die Zeit, als der Sultan
Kalif, also Stellvertreter Mohammeds, war.
Die über hundert Kirchen in Istanbul, die noch heute Gotteshäuser
sind, und die weit über tausend zerstörten Kirchen Anatoliens wurden damals gebaut.
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167 Lesermeinungen
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#169 Nordhesse 00:09:27 | Donnerstag, 5. Januar 2012
Gedenkt Bischoff Luigi Padovese,…ermordert durch einen Islamisten in der Türkei (der Täter ist auf
freiem Fuß)… vergesst Luigi Padovese nicht!!!!!!! Kämpft für das Christentum!
Völkermord der Türken! . Zwei Millionen Christen fielen dem Massaker des jungtürkischen „Komitees für
Einheit und Fortschritt“ zum Opfer. Der Augenzeuge Hyazinth Simon berichtet über die Ermordung des armenisch-katholischen
Erzbischofs Ignace Maloyan: „Ganz plötzlich, am Morgen des 3. Juni 1915, wurden in einem riesigen Netzwurf
die angesehenen Persönlichkeiten der drei katholischen Nationen: Armenier, Syrer und Chaldäer, ergriffen
und mit den Protestanten ins Gefängnis geworfen… Der erste Festgenommene war Ignace Maloyan, der armenisch-katholische
Erzbischof von Mardin. Er war erst 46 Jahre alt… Die Gefährten folgten ihm, gegriffen, ohne Rücksicht
auf das Alter, den Ritus oder die Stellung …“ . Unter dem Deckmantel der Spaßhaftigkeit hatte man ihnen
schon so oft angekündigt, man werde die armenische Rasse auslöschen wie eine Kerze … . . www.christliche-mitte.de/index.php?option=com_con…
„Sie sind nur zu bedauern, in Ihrem blinden Hass und Wahn!“ Upps, Paulchen, schon wieder dein typischer
Kommafehler! Und jetzt bewerbe ich kreuts.nat erst recht: www.kreuts.net/forum/index.php?topic=7688.msg…
Frau ? Palpatina reloaded: Sie sind nur zu bedauern, in Ihrem blinden Hass und Wahn! Und jetzt bewerbe
ich die klugen Texte der CM erst recht! <> Völkermord der Türken! . Zwei Millionen Christen fielen dem
Massaker des jungtürkischen „Komitees für Einheit und Fortschritt“ zum Opfer. Der Augenzeuge Hyazinth
Simon berichtet über die Ermordung des armenisch-katholischen Erzbischofs Ignace Maloyan: „Ganz plötzlich,
am Morgen des 3. Juni 1915, wurden in einem riesigen Netzwurf die angesehenen Persönlichkeiten der drei
katholischen Nationen: Armenier, Syrer und Chaldäer, ergriffen und mit den Protestanten ins Gefängnis
geworfen… Der erste Festgenommene war Ignace Maloyan, der armenisch-katholische Erzbischof von Mardin.
Er war erst 46 Jahre alt… Die Gefährten folgten ihm, gegriffen, ohne Rücksicht auf das Alter, den
Ritus oder die Stellung …“ . Unter dem Deckmantel der Spaßhaftigkeit hatte man ihnen schon so oft angekündigt,
man werde die armenische Rasse auslöschen wie eine Kerze … . www.christliche-mitte.de/index.php?option=com_con…
Tja, der geneigte Beobachter kann sich eher des Eindrucks nicht erwehren, dass du ziemlich gereizt bist –
aber keine Argumente gegen deine Enttarnung hast, weil du sowas von total überführt bist. www.kreuts.net/forum/index.php?topic=7688.msg…
Und glaub nur ja nicht, dass du mit neuen Nicknames weitermachen kannst. De fliegen in nul komma nix auf.
Ahahahahahahahahah! Ahahahahahahahahah! Ahahahahahahahahah! Ahahahahahahahahah! Ahahahahahahahahah!
Naive Klobürste, hör’ auf, sonst platze ich noch vor Lachen und Du wirst zur Mörderin!
Neenee, Dummpaulchen, ich habe dir das nicht GEGLAUBT, sondern es lediglich für MÖGLICH gehalten. Und
wenn ich heute so deine Nicks zähle, dann muss ich sagen, mittlerweile sind es exakt 9 – vorausgesetzt,
man zählt diejenigen bei gloria.zv NICHT MIT !!! Paul M. Mister 11 Amefist Eulalikomistuss Ekeliastes
ANGELUS ULTOR, der jetzt verdientermassen in der Hölle schmort Dr. Martin SSempa The Hunter blabla mit
noch beschissenerem Englisch …und jetzt auch noch dieser Nachttopf (freie Übersetzung von Nightbowl)…
Pipilotta Viktualia = der/die/das Palpatinachen: Nö, ich lach mich schlapp , daß Du dem Paul auf’m
Leim gekrochen bist, als er mal getönt hat, er habe 9 Nicks! Und unser pissefreudiges Palpatinaschwulettchen
glaubt das auch noch! Ahahahahahahahahahah!
#156 Hare-Krishna 01:38:55 | Montag, 5. Dezember 2011
Nixnutz: Ja, Gute Nacht und das allseits! . Pippilotta lass Dich nicht zu sehr provozieren, wenngleich
der Post um 1:23:50 durchaus etwas zum Schmunzeln anregte, da muss ja einer ziemlich ärgerlich rumhampeln…
ach wie gut dass jeder weiß… …wie das schräge Paulchen heisst… .
Palpatina reloaded : Amethyst hat recht. Mit dem Plastikschmuck wolltest Du deine Hängetitten verbergen,
ne? An Alle – Palpatinas Freude im Männerklo! Sie kommt ja sonst selten ‘raus…! °°°°°°°°°
Putzig, wie atemlos die/das Palpatinachen von dem Polyball in Zürich geschwärmt hat, vorvorgestern nacht.
Übrigens, atheistische Palpa-Transettchen, Dein Plastikschmuck-Einkauf für den Polyball hättest Du
Dir sparen können, als dort für den Ball angestellte Toilettenfrau im Männerklo! ° Aaaaaaaahahahahahahahahahahahaaa!
° Und? War der Berger auch dort und ist auf einen Sprung zum Urinschlürfen bei Dir vorbeigekommen?
Uuuuhuhuhuhuhuhuuu!!!! Ahahahahahhhaaa!!!
Tja, wie ich schon sagte: + Auf seine unsäglichen, teuflischen Greuelsocken auf kreuz.net angesprochen,
reagiert Paulchen-komistuss sehr empfindlich! + Schlechtes Gewissen? + Aussichtsloser Versuch der Vertuschung
eines dämlichen Gehabes? + Seine neueste Socke nightowl: www.kreuts.net/forum/index.php?topic=7688.msg…
Strohdumm bist du auch noch (wie gehabt) ! Ich habe alle deine unsachgemässen Behauptungen zur Orthographie
schon längst widerlegt. Poste sie also weiter, wenn du dich lächerlich machen willst.
An Alle – Palpatinas Freude im Männerklo! Sie kommt ja sonst selten ‘raus…! °°°°°°°°° Putzig,
wie atemlos die/das Palpatinachen von dem Polyball in Zürich geschwärmt hat, vorvorgestern nacht. Hier:
° „Der Polyball füllt das ganze Hauptgebäude der ETH Zentrum. Da gibts diverse Tanzflächen mit diversen
Musikstilen, das Ganze wird Wochen im Voraus von Freiwilligen liebevoll geschmückt! Am Ballabend selber
ist dann Glamour pur, da erkennt man viele Leute nicht wieder. Der Ball ist dermassen gross, dass ich
schon von mindestens drei Leuten weiss, dass sie auch dort waren, habe sie aber nicht angetroffen !!!“
° Gähn! Dummchen und Transenschwulette Palpatina = Pipilotta Viktualia ist wohl Analphabetin?: °
…gibt’s (nicht zusammen)! …im voraus (im voraus schreibt man klein)! …dermaßen (dermaßen nicht
mit Doppel-S)! …groß (groß nicht mit Doppel-S)! …weiß (weiß nicht mit Doppel-S)! …; habe sie
aber (…; Semikolon vor „habe sie aber nicht…“)! ° Aber wem möchte ich schon Rechtschreibekultur
beibringen? Einem Zwitterwesen, welches Urin-und Kotspieler-Homo-Lehrer anhimmelt? ° Übrigens, atheistische
Palpa-Transettchen, Dein Plastikschmuck-Einkauf für den Polyball hättest Du Dir sparen können, als
dort für den Ball angestellte Toilettenfrau im Männerklo! ° Aaaaaaaahahahahahahahahahahahaaa!
° Und? War der Berger auch dort und ist auf einen Sprung zum Urinschlürfen bei Dir vorbeigekommen?
Uuuuhuhuhuhuhuhuuu!!!! Ahahahahahhhaaa!!!
Paulchen, arbeite du mal lieber an deinen ewigen Komma- und anderen Fehlern! Was die Orthographie anbelangt,
kannst du mir nichts entgegensetzen, da hätte ich dich schon in meinem ersten Primarschuljahr locker
abgeputzt!
Ach was, ich hab mich denk vertippt und ausserdem war es extrem voraussehbar, dass du – mangels wirklicher
Argumente – gleich darauf anspringst! Indirekt gibst du dein Sockentheater damit zu + Tja, wie ich
schon sagte: + Auf seine unsäglichen, teuflischen Greuelsocken auf kreuz.net angesprochen, reagiert Paulchen-komistuss
sehr empfindlich! + Schlechtes Gewissen? + Aussichtsloser Versuch der Vertuschung eines dämlichen Gehabes?
Auf seine unsäglichen, teuflischen Greuelsocken angesprochen, reagiert Paulchen-komistuss sehr empfindlich!
+ Schlechtes gewissen? + Vertuschung eines dämlichen Gehabes?
#146 Hare-Krishna 01:01:04 | Montag, 5. Dezember 2011
Ja, KomiStuss, das ist wie bei den Spezial-Katholiken. Von ihren Gräueltaten und Morden hören die auch
nicht gerne was und erzählen gleich was von unschuldiger Kirche und schlimmeren anderen. .
@ Hare-Krishna Danke für das Einverständnis. Für mich ist auch das AT sehr wichtig und sehr spannend,
weil ich es einmal als ganzes Buch im Zusammenhang gelesen habe, ohne von einer Leseordnung vorbelastet
zu sein, wie mir das beim NT mit der alten Leseordnung passiert ist, die ich eher als Droh- denn als Frohbotschaft
wahrgenommen habe. Zum anderen kann ich manches im NT besser verstehen, wenn ich den AT-Hintergrund dazu
kennengelernt habe. Damit soll’s für heute genug sein. Gute Nacht!
#144 Obermaier † 00:46:07 | Montag, 5. Dezember 2011
Ikonius: Die reagieren so, wie es hiesige Nazi-Verehrer a la „Überlebender“ und co. auch tun im Hinblick
auf die Nazi-Verbrechen. . Wahrscheinlich beides.
Auf ihre unsäglichen, teuflischen Greueltaten an den christlichen Armeniern angesprochen, reagieren die
Moslem-Türken sehr empfindlich! Schlechtes Gewissen? Vertuschung eines Genozides?
#142 Hare-Krishna 00:41:57 | Montag, 5. Dezember 2011
Nixnutz: Völlig richtig. Ich finde daher Neues Testament durchaus angebracht. . Deine Beschreibung von
Weisung und Herdplatte finde ich auch sehr richtig. Das eigentliche Wesen des Menschen ist es, Nächste
und den Schöpfer zu lieben. Und dieses Bewusstsein wollte Jesus Christus allen Menschen zugänglich machen.
. Daher kann man die kreuz.nädschwestern nur bedauern, wenn sie ständig in ihrer Hass-Suppe rühren
und gegen Andersdenkende hetzen. Es müssen sehr gequälte Seelen sein, denn Hass zerfrisst einem die
eigene Seele. Das meinte Jesus ja auch mit der Beschreibung, dass einen das verunreinigt was aus einem
selbst kommt. . .
# 136 @ Hare-Krishna „ein Gesetzbuch, das Märchen, Geschichten und Geschichte und Gleichnisse und Aufträge
enthält, schreit förmlich nach Exegeten“ Einerseits ja. Andererseits kann man fragen, ob Gesetzbuch
für ein Buch, das Märchen und … und … enthält, überhaupt die richtige Bezeichnung ist. Sie wird
zwar viel verwendet, legt aber einseitig die Betonung auf „Gesetz“, womit nach immer noch landläufiger
Meinung das hebr. Wort T(h)ora übersetzt wird. Besser ist etwa die Übersetzung „Weisung“. Tora ist z.B
auch, wenn man einem Kind erklärt, daß es eine heiße Herdplatte nicht anfassen soll. Tut es das trotzdem,
dann hat es eine Brandblase, aber es ist kein Verbrecher, der bestraft werden muß. Die Exegese fängt
also schon beim Wort „Gesetzbuch“ an.
#138 Diamant † 00:16:05 | Montag, 5. Dezember 2011
@ Nixnutz In Glaubensdingen halte ich es deshalb so: Ich beginne persönlich bei den biblischen Grundlagen
(Schöpfung, Sündenfall, Kreuzopfer Christi, Auferstehung Christi, Gericht, Wiederkunft des Herrn) und
bilde mir meine (naive) Meinung dazu, ohne irgendeinen Exegeten zu studieren. Das Resultat ist ziemlich
erbärmlich, weil die Glaubenszweifel stark werden. An diesem Punkt renne ich aber keinen fachlichen Erläuterungen
nach, weil ich fordere, dass zumindest und gerade die biblischen Grundlagen stark genug sein müssen,
ohne dass man Exegese betreibt. Einem theologischen Disput würde ich auf diese Weise selbstredend nie
standhalten. Aber auch ein Bauer soll glauben können … . In der Juristerei lege ich grossen Wert darauf,
zuerst das Gesetz zu konsultieren, auch wenn es sich um noch so „abgeschliffene“ Normen handelt. Heute
sieht man, wie die Juristen oft zuerst zum dicken Kommentar greifen, ohne überhaupt die Gesetzesnorm
selbst gelesen und studiert (= ausgelegt!) zu haben. Eine schlechte Tendenz!
#137 Hare-Krishna 00:11:44 | Montag, 5. Dezember 2011
Ich finde, das NGB, Neue Gesetz Buch kann man auslegen und glauben. Aber hier ist doch jeder ein größerer
Auslegermufti als Papst und Theolunken. „Hier irren alle Theolunken.“ . Und ein Gesetzbuch, das Märchen,
Geschichten und Geschichte und Gleichnisse und Aufträge enthält, schreit förmlich nach Exegeten. .
Drewermann soll ein sehr guter Exeget sein. .
Lach, scheint eine verbreitete Juristenkrankheit zu sein. Vielleicht ist das ansteckend und greift auf
Theologen über: „der päpstliche Primat beruht auf einer zu positivistischen Auslegung von Mt. 16,18
durch das Lehramt.“
@ Diamant Mich interessiert die Krankheit „Exegese“, weil ich mich der eventuellen Willkür der Exegeten
nicht einfach ausliefern will. Natürlich bin ich dann mittendrin im Dickicht der Streitereien und muß
mir eine eigene Meinung bilden, die ihrerseits angreifbar sein oder als Willkür bezeichnet werden kann.
Mit dem Risiko muß ich leben; mehr als mir Mühe geben kann ich nicht, aber ich halte das für besser
als vor der Unübersichtlichkeit und Widersprüchlichkeit der Auslegungen einfach zu resignieren.
#134 Diamant † 00:00:24 | Montag, 5. Dezember 2011
Machten unsere Profs auch gerne, namentlich jener im Steuerrecht. Arbeite derzeit an einem Fachbuch mit. Schreibe auch am liebsten: „Unzutreffend Gericht XY, Urteil Nr… datiert vom …“ Je höher dabei die Instanz, umso stärker die Befriedigung.
Diamant, mein Prof hatte den Spitznamen „Bundesaufsichtsamt für das Bundesverfassungsgericht“. Seine
Musterlösungen enthielten auch schon mal die Formulierung „Hier aber irrt der BGH“.
#130 alfredprivat 23:52:19 | Sonntag, 4. Dezember 2011
ich denke, das ist unser aller problem, wenn wir nicht bereit sind, das neue testament als gesetzbuch zu verstehen. unser thema heißt ja nicht umsonst „glauben“, also müssen wir einigen geistigen aufwand betreiben um zu sehen, was wir glauben können.
@ Diamant Ja, das denke ich auch. Deswegen interessiert mich die „Kranheit“ auch und ich versuche, mir
ein paar Schneisen durch das Dickicht zu schlagen.
#126 Diamant † 23:41:10 | Sonntag, 4. Dezember 2011
@ Nixnutz Die Auslegung und ihre Methoden sind völlig in Ordnung, auch wenn ich persönlich das grammatikalische
Element der (Gesetzes-)Auslegung bevorzuge. Nur wird mithilfe der Auslegung bzw. der Anwendung der Methoden
auch Schindluderei betrieben, und zwar m.E. mehr als bekannt wird. Das gilt für die Juristerei ebenso
wie für die Theologie.
@ Diamant Das glaube ich Ihnen gerne. Ich bin auch froh, daß ich nicht jede Woche die NJW lesen muß.
Aber können die Juristen auf die Gesetzesauslegung verzichten? Selbst wenn Ihnen Gott persönlich die
zwei Gesetzestafeln in die Hand drückte, kämen Sie ums Auslegen nicht herum. Den Theologen geht es nicht
anders. Es ist ganz normal, daß sie sich heftig und munter um die Auslegung streiten.
#121 catholic 23:25:14 | Sonntag, 4. Dezember 2011
Diamant, Juristen kommen nicht in die Hölle … die hatten schon viel mit armen Teufeln zu tun … +
Kirchenvergiftung? – Gehn Sie Wandern. Werfen Sie alles ab. Abraham wohnte in der Steppe. – Eine ErfahrungsReligion
der Zeltnomaden ist für Stubengelehrte schwer zu verstehen. –
#120 Obermaier † 23:24:53 | Sonntag, 4. Dezember 2011
Ah, jetzt verstehe ich, catholic: Drogen / Rauschzustände machen es erst möglich, das zu „verstehen“.
Nein danke – ich steht nicht so auf „Bewusstseinserweiterung“, ganz gleich ob durch körpereigene Drogen,
pflanzliche oder chemische. . Ist übrigens keine Antwort darauf, wieso Sie Ihre vernunftmäßig als richtig /
gut erkannten ethischen Problemlösungen mit der Bibel abgleichen zu müssen meinen – erst recht dann
nicht, wenn Sie sowieso nur die Teile der Bibel gelten lassen, die Ihrer Vernunft nicht widersprechen.
Das ist einfach nur sinnfrei. . Sie erkennen: Töten ist scheisse. Jetzt schauen Sie nach in der Bibel –
und da steht in manchen Teilen: „Jop, töten ist scheisse.“ – in anderen aber steht: „Töte die Hexen!“ –
und Sie ignorieren letzteres. Wozu lesen Sie dann nach?
#118 catholic 23:17:35 | Sonntag, 4. Dezember 2011
Lieber Obermaier, ich hab Ihr Contra aufmerksam gelesen. Sie kenn mich ja viel besser als ich mich selbst.
* Die BIBEL ist eine Bilbliothek aus 72 Schriftrollen aus verschiedenen Epochen, aus verschiedenen Redaktionen
und Sichweisen. Zudem Literaturgattungen vom Hymnus bis zum Brief etc. Die Bibel ist weder vom Himmel
gefallen noch eine Verbalinspiration. In der Sprache von Menschen ist die „Sprechweise – Geist – Gottes“
dabei. Sie kenn das Bild vom brennenden Dornbusch. – Meditieren Sie drüber. Nur mit Denken kommen Sie
nicht weiter. Heute Abend war der Himmel und die Berge rot. – Persönliches Erlebnis. G.i.d.
#117 Diamant † 23:17:20 | Sonntag, 4. Dezember 2011
@ Nixnutz Ja, das sage ich auch als Jurist, der sich jeden Tag mit Dutzenden von Gerichtsurteilen herumschlagen
muss. Mit der Zeit bekommt man den Blick dafür, was für eine Willkür hinter scheinbar professioneller
Exegese stecken kann, verpackt in wunderschöne Worte.
#115 alfredprivat 23:12:19 | Sonntag, 4. Dezember 2011
#111 jetzt machen sie mal halblang, obermaier. wir alle wissen, dass das erste evangelium etwa 70 nach
christus verfasst wurde. selbst wenn die ersten christen sehr behutsam mit den texten umgegangen sind,
woran ich fest glaube, schleichen sich in dieser langen zeit variationen ein. leider ist das neue testament
nicht auf dem berg sinaii diktiert worden.
#114 Diamant † 23:09:36 | Sonntag, 4. Dezember 2011
alfredprivat 109, danke für Ihre Hinweise. Bin selbst in einem katholischen Verein. . catholic 110, die
extreme Anspruchshaltung gehört zu meinem (Leid-)Wesen. Das kommt davon, wenn man von Geburt weg vom
Katholizismus vergiftet wird.
@ Diamant „Exegese ist eine Krankheit.“ Das sagt ein Jurist? Vielleicht täusche ich mich ja, aber ich
hatte bisher den Eindruck, daß jedes Gerichtsurteil Gesetzes-Exegese ist.
#112 Obermaier † 23:05:29 | Sonntag, 4. Dezember 2011
Ahhaaa, catholic… lol sorry, das ist mal die albernste Begründung, sich an eine Schrift zu halten,
dass die „sinnvollen Teile“ nicht der Vernunft widersprächen. Wozu brauchen Sie denn dann die „sinnvollen
Teile“, wenn Sie vorher eh schon vernünftig über das Problem des Umgangs mit den Mitmenschen nachgedacht
haben und eine Lösung gefunden haben, mit der Sie ja erst die Bibel abgleichen müssen, um einige Teile
als „der vernünftigen Ethik nicht widersprechend“ einstufen zu können. . Einfach ausgedrückt: Sie denken
drüber nach, nutzen Ihre Vernunft, um irgendein ethische Fragestellung zu lösen, dann finden Sie eine
vernünftige Lösung und dann gehn’s her und lesen in der Bibel nach – da steht viel Unsinn drin, aber
diesen Unsinn ignorieren Sie – um dann zu dem Schluss zu kommen, dass einige sinnvolle Teile dieses Buches
Ihrer Ethik nicht widersprechen. Und daraus ziehen Sie dann den Schluss, dass dieses Buch irgenwie von
einem Gott inspiriert wurde? . Was muss das für ein erbärmlicher Wicht von Gott sein, wenn nur ein paar
Teile sinnvoll und vernünftig sind, während andere Teile barbarisch und einfach irre sind? . Kann doch
nicht Ihr Ernst sein, catholik. . Nebenbei: Einige sinnvolle Teile in meinem KOCHbuch widersprechen auch
nicht meiner Ethik. Was soll ich daraus schließen? Dass es von einem Gott inspiriert ist oder was?
#111 catholic 23:04:07 | Sonntag, 4. Dezember 2011
kristall, das glaub ich nicht nur, das weiß ich von Kindesbeinen an.- + diamant überfordern Sie sich
nicht selbst. Mit pastoraler Exegese haben die Religionswissenschaften wenig zu tun. Bitte bleiben Sie
bei Ihrem Glauben. –
#110 alfredprivat 23:02:37 | Sonntag, 4. Dezember 2011
#108 das problem kenne ich aus eigener erfahrung zu gut und bin, ebenso, wie du, dazu gekommen, die aussagen
der seelsorger außen vor zu lassen, bzw. auf dem hintergrund meiner persönlichen theologie zu bewerten
oder daran zu partizipieren. die frage nach der religionsgemeinschaft geht läßt sich für mich nur im
kath. vereinswesen lösen. dort kennt jeder jeden mit allen seinen ecken, kanten und spinnereien. deswegen
oder trotzdem gehört er einfach dazu.
#109 Diamant † 22:56:46 | Sonntag, 4. Dezember 2011
alfredprivat, lässt man das gelten, ergibt sich das nächste Problem: jeder katholische Seelsorger erzählt etwas anderes. Dauernde Variation. Wie soll da eine Religions g e m e i n s c h a f t noch bestehen?
#108 alfredprivat 22:54:55 | Sonntag, 4. Dezember 2011
#103 die überlese ich auch nicht, diamant, sondern versuche sie in meine erfahrungswelt zu übersetzen. wenn ich menschen sehe, die aufgrund von alter und krankheit sterben wollen und nicht können, dann braucht mir niemand mehr zu erklären, was unter hölle und fegefeuer zu verstehen ist.
#105 catholic 22:47:54 | Sonntag, 4. Dezember 2011
Die sinnvollen Texte der Bibel und des Tamud widersprechen nicht der vernünftigen Ethik. Betonung auf
„sinnvoll“. Die Bibel ist Weltliteratur und Kulturerbe und DAS BUCH des christlichen Kulturkreises. Zudem
ist mir Jesus ein guter Freund geworden. So einfach ist das.
#104 Diamant † 22:47:28 | Sonntag, 4. Dezember 2011
alfredprivat, das ist doch der Knackpunkt. Die moderne Kirche tritt das ewige Feuer tatsächlich aus. Nur dummerweise steht das im Neuen Testament – und zwar in äusserst deutlichen Worten von Jesus. Nicht überlesbar. (Ich schreibe das nicht als Fundi.)
#103 alfredprivat 22:45:29 | Sonntag, 4. Dezember 2011
#100 tritt das ewige feuer einfach aus, diamant. ich fühle mich mit dem gebot der nächstenliebe durchaus nicht überfordert. mit der feindesliebe ist es natürlich auch für mich anders. bayern münchen soll verlieren!
#102 Obermaier † 22:42:27 | Sonntag, 4. Dezember 2011
Mal ehrlich, catholic, abseits von Mülleimern und Kaminen: Wozu brauchst Du die Bibel? Was hindert Dich daran, Deine Ethik alleine aus Deiner Vernunft zu schöpfen?
#101 Diamant † 22:41:34 | Sonntag, 4. Dezember 2011
alfredprivat, meine Wenigkeit interpretiert das Gebot der Nächstenliebe (und erst recht dasjenige der Feindesliebe) als masslose Überforderung, welche allerdings mit dem ewigen Feuer sanktioniert ist. So ist es doch, nicht? – Tolle Sache!
#97 alfredprivat 22:38:43 | Sonntag, 4. Dezember 2011
#90 sei doch nicht so streng, diamant. wichtig ist doch die botschaft, es gibt nur einen gott, du sollst deinen nächsten lieben, wie dich selbst. bei den beiden christusgeboten wird aus dem textzusammenhang deutlich, dass der dekalog relativiert wurde. das ist für mich sehr wichtig, weil es die hintergrundstimmung für den dekalog liefert; denn ohne diese ergänzung ist er schwer verständlich. nehmen wir das 5. gebot: „du sollst nicht töten.“ gut und schön, jeder unterschreibt das. aber was ist mit soldaten, polizisten, ja, sogar metzgern. wenn ich an deren aufgaben nicht aus dem gesichtspunkt der menschenfreundlichkeit herangehe, komme ich nicht weiter. die bergpredigt rundet das ganze noch ab.
#92 Melchisedek 22:33:25 | Sonntag, 4. Dezember 2011
Unbestechlicher lügt: #13: ‘‘Padovese von einem Katholiken ermordet’’: Das stimmt nicht: Der Täter kam
aus einer musl. Familie. Er war wohl von türkischen Rechtsextremisten absichtlich angeworben für die
Schächtung und Abschlachtung des Bischofs. Aus Padoveses Umfeld- der übrigens kurz zuvor noch in D.
war- weiß ich, dass er sich Sorgen um seinen jungen Fahrer machte, weil dieser auffällig war. Der Grund
war die beabsichtigte Reise nach Zypern, die türkische Nazis als Landesverrat auffassten. #31: Gott ist
groß= allahu akbar. Zwar nennen Gott einige Katholiken auch Allah, doch kein Christ schreit nach einer
Mordtat allahuakbar: Der Täter ist eindeutig ein Muslim. Es stand mehrfach in den Medien ( übrigens
nur kurz nach der Tat ) sagt gar nichts. Vor 70 Jahren stand auch in den Medien, dass Juden gemeingefährliche
Untermenschen sind. #40: Die dreist lügenden Medien haben sicher absichtlich, da ein Muslim in der BRD
kein Täter sein darf, geschrieben, der Täter sei Christ. Tatsächlich kam er aus einer musl. Familie
und nirgends ist von einer Konversion zu lesen. Als Beweis google man ‘‘Padovese Täter Muslim’’ – selbst
sein Anwalt bezeichnete ihn als Muslim. Die Lokalzeitung in Iskenderun mit der Schlagzeile: ‘‘Bischof
überschreite deine Grenze nicht.’’ – und hier überall Sonderrechte fordern Den dt. Toleranzterroristen,
die diese christl. Schächtung nur als ersten Schritt verstehen, ist dies recht: Sie suhlen sich in den
Verbrechen um ihre lügende Fratze zu verstecken. :
#73 Diamant † 22:16:57 | Sonntag, 4. Dezember 2011
Übrigens: Was ist denn das für ein allmächtiger und allgütiger Papa, der einfach zuschaut, wenn sein Sohnemann – ans Kreuz genagelt – elendiglich erstickt?
Für den Hinterwaldler kristall ist Allah freilich nicht Gott. Aber was solls, der hat eh kaum eine Ahnung
von Religion. – Es reicht, wenn er „Stille Nacht“ singen kann.-
#69 Diamant † 22:10:52 | Sonntag, 4. Dezember 2011
Der Priester predigte heute (in einer Bischofskirche), dass die Busse nur eine Disposition sei im Hinblick auf das Kommen des Herrn, aber ausdrücklich keine Voraussetzung oder Bedingung für das Heil. Nicht schlecht, was?