Ist sie hiedurch auch überholt, so soll sie doch den einzelnen Seelsorgestellen
als historisches Material übergeben werden.
3. Ein Schreiben des Hochwürdigsten Herrn Bischofs Preysing-Berlin
vom 27. 5. 1937 an Herrn Reichsminister Goebbels.
Beide Schriftstücke sind nicht zum Verlesen, sondern
zur Information des Klerus, um im Bedarfsfall sicheres Material zur Behandlung der Angelegenheit gegenüber
einzelnen Personen wie in der Öffentlichkeit in Händen zu haben.
II. Wir stellen an gerichtlich verfolgten
Sittlichkeitsdelikten von Geistlichen und Ordensleuten innerhalb unserer Erzdiözese für den Zeitraum
1. Januar 1933 bis heute fest:
1. von 1.398 Weltgeistlichen:
A) aus unserer eigenen Erzdiözese: a)
vor 1. Januar 1937: einer verurteilt zu 1½ Jahren Gefängnis b) nach 1. Januar 1937: einer verurteilt
zu 2 Jahren Gefängnis
Ein Verfahren noch schwebend.
B) aus fremden Diözesen
a) vor 1. Januar 1937:
b) nach 1. Januar 1937: ein Geistlicher aus der Diözese Trier verurteilt zu 1½ Jahren Gefängnis
2.
von 354 Ordensgeistlichen:
3. von 1182 Ordensbrüdern (einschließlich Klerikern und ähnliches)
A)
vor 1. Januar 1937: Zwei Maristen-Schulbrüder (Traunstein und Reichenhall), davon einer verurteilt zu
zwei Jahren Gefängnis.
Ein Verfahren noch schwebend
B) nach 1. Januar 1937: Drei Barmherzige Brüder
(zwei von Attel und einer von Nymphenburg)
Alle drei Verfahren noch in Schwebe.
4. von 8302 Ordensschwestern:
–
Von dieser Statistik kann entsprechender Gebrauch gemacht werden.
Generalvikar.
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58 Lesermeinungen
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#57 Brandenburgis 09:11:25 | Dienstag, 13. Dezember 2011
@MIsterX: Ich habe gerade vor kurzem hier in diesem Forum die Machenschaften des Zentrums aufgedeckt. Mir brauchen Sie das nicht zu sagen. Ich bin wahrlich alles andere als ein Zentrums-Anhänger oder -Verteidiger. Andererseits würde ich nicht so weit gehen, zu sagen, daß alle Zentrum/CDU-Mitglieder notwendigerweise in der Hölle landen. Davon bin ich weit entfernt.
#56 MisterX 09:06:51 | Dienstag, 13. Dezember 2011
Aber ich bitte Sie, Brandenburgis! Das Zentrum, das waren Demokraten. Noch nicht so liederlich wie diese unmöglichen Christdemokraten heute, aber eben doch Demokraten. Und ich bin wirklich nicht gerne hinter Demokraten her. Da ist immer eine glitschige Schleimspur – und blutig ist die meist auch. Also: Kopf hoch! Dann sieht man den Unrat nicht so.
#55 Thomasius 18:45:44 | Montag, 12. Dezember 2011
#54 Brandenburgis Sie sind den beiden Herren auch noch nicht begegnet. Aber ich habe immerhin „Mein Kampf“
gelesen und es ist beeindruckend, dass fast jede „deutsche Familie“ das Buch gekauft, aber nach dem Kriege
„nicht gelesen“ hatte.
#54 Brandenburgis 18:12:34 | Montag, 12. Dezember 2011
Definitiv kennen Sie das Buch von Brigitte Hamann nicht, sondern schmieren irgend etwas ab, von dem Sie selbst nicht wissen, was es bedeutet. Definitiv kennen Sie auch Schönerer und Lueger nicht.
#52 Brandenburgis 17:46:50 | Montag, 12. Dezember 2011
Brigitte Hamann „deckt auf“, –-- sie haben doch ein Ding an der Waffel, Sie Schnösel. Lesen Sie das Buch mal etwas sorgfältiger, ich bezweifle aber langsam, daß Sie überhapt lesen können.
#51 Thomasius 17:38:07 | Montag, 12. Dezember 2011
#46 Brandenburgis >Brigitte Hamann deckt auf, was der 18- bis 20jährige Hitler erst als Untermieter in
einem eher kleinbürgerlichen Wiener Viertel, dann in einem armseligen Männerheim in einer proletarischen
Gegend zur Kenntnis genommen hat – die wissenschaftliche und halbwissenschaftliche Literatur der Jahrhundertwende
und vor allem die Schriften und Reden der Wiener Lokalpolitiker wie des Führers der Alldeutschen von
Schönerer und des demagogischen Wiener Bürgermeisters Lueger. Hitler steht noch in seinen letzten Jahren
unter dem Eindruck des antisemitischen Parteiführers von Schönerer und des charismatischen Wiener Bürgermeisters
Lueger.< … die natürlich allesammt Juden waren, wenn ich Sie recht verstehe.
#46 Brandenburgis 16:47:06 | Montag, 12. Dezember 2011
Hitler hat sich ausschließlich in jüdischen Zirkeln „getummelt“. Und zwar bis zum letzten Tage seines erbärmlichen Lebens. Ich würde mal schätzen, daß im Bunker der Reichskanzlei bis auf wenige Ausnahmen nur Juden anwesend waren.
#44 Alois Bischof 20:10:33 | Sonntag, 11. Dezember 2011
@Tomás #43: Obwohl es durchaus Nationalsozialisten gab die sich im Neuheidentum oder auch im esoterisch-okkulten
Bereich betätigten, gab es unter ihnen auch Buddhisten (zeitweise sogar Heinrich Himmler), Schintoisten,
Muslime und auch ‘deutschkirchliche’ Christen gewaltbereit-nationalistischen Zuschnittes (jedoch im Grunde
‘freisinnig’-liberal-theologisch – nur einem völkisch-ideologischen landbedingten Zeitgeist folgend).
Agnostiker, Deisten (Uhrmachergott) gab es noch mehr. Auch gab es – vereinzelte – Atheisten, wie Martin
Bormann, der sich jedoch deutschchristlich-evangelisch gab bei Ehrenanlässen wie der Taufe seines Sohnes.
Religiös ähnelte die NS-Elite weitgehend der heutigen pluralistisch-‘aufgeklärten’ Politelite der sog.
‘westlichen Welt’ aber auch Russlands und Japans. Zwei der drei oben erwähnten Verfahren untersuchten –
allerdings ohne politisch-zeitgeistige Beeinflussung der noch weitgehend positiv-preußischgeprägten
und legalistisch-forensisch orientierten Justiz etwa vor 1941 – homosexuelle Verbrechen zwischen „einem
Minderjährigen (19 Jahre)“ und einem Erwachsenen im Alter von 26 Jahren. Heute wird diese Form der Sodomie
nicht mehr bestraft wie ab 1870 im Freistaat Preußen (bis 1946). Statistisch war es damals wie heute
ein Propagandamythos oder Hoax der Geistlichkeit vermehrte Sittenlosigkeit vorzuwerfen. Höchste Zahlen
gibt es außerhalb der Kirche. Trotzdem ist jedes Sittenverbrechen, wenn auch nicht mit Hilfe antiklerikaler
Medien, zu bestrafen.
#42 Die National-Sozialisten waren nicht religiös, d.h. katholisch, sondern praktizierten den Okkultismus.
Es wäre interessant zu erfahren, was Hitler unter „Vorsehung“ verstand.
#40 Jubärens 22:11:32 | Samstag, 10. Dezember 2011
#38 Thomasius:Mich interessierte eher der Vergleich des Artikels mit dem Satz: >Ab 1935 wurden in einer
Verleumdungskampagne zahlreiche katholische Geistliche wegen angeblicher Sittlichkeits- und Devisenvergehen
angeklagt und verfolgt,< Soviele Verurteilungen scheint es ja wohl nicht gegeben zu haben. Aber man ist
immer daran interessiert, die entsprechenden Meldungen zu lancieren.“ So war es: Die Nazis versuchte zahlreiche
Geistliche bzw. die Kirche durch Denunziationen, Schikane und falsche Beschuldigungen mit Anklagen und
Prozessen zu überziehen, die sie dann pressemäßig ausschlachteten, aber letztendlich kam er nur zu
relativ wenigen Verurteilungen – insgesamt eine Verfolgungspolitik. Ich weiß selbst von einer üblen
Denuntiation eines Klosters in meinem Wohnort, bei der durch eine Gestapo-Aktion alle 15 Patres und Brüder
in U-Haft, später zwei jahrelang im Gefängnisse und KZ saßen, aber bei dem eigentlichen Prozess nach
einem ¾ Jahr lösten sich die Anklagen (mangelnde Aufsicht über Schüler, die in der HJ-Gruppe angeblich
sexuelle Spielchen gemacht hätten) in Luft auf: ein Beispiel für schikanöse Nazi-Verfolgung durch Verleumdungs-
und Prozesspolitik.
#38 Thomasius 20:50:38 | Samstag, 10. Dezember 2011
#37 Jubärens Mich interessierte eher der Vergleich des Artikels mit dem Satz: >Ab 1935 wurden in einer
Verleumdungskampagne zahlreiche katholische Geistliche wegen angeblicher Sittlichkeits- und Devisenvergehen
angeklagt und verfolgt,< Soviele Verrteilungen scheint es ja wohl nicht gegeben zu haben. Aber man ist
immer daran interessiert, die entsprechenden Meldungen zu lancieren.
#37 Jubärens 18:38:08 | Samstag, 10. Dezember 2011
Sie haben Recht, Thomasius: Angesichts des angekündigten Totalitarismus und des angesagten Parteienverbots
von Hitler, versuchten Zentrum und Kirche, durch das Konkordat ein Minimum an institutioneller Selbstbestimmung
gegenüber dem totalitären Staat abzusichern. Der politische Katholizismus war in der NS-Diktatur genauso
wenig zu retten wie etwa sozialdemokratische Parteipolitik. Aber diesen Rahmen der geschützten Selbstverwaltung
und der Freiheit des Bekenntnisses und öffentlichen Verbreitung nutzte die Kirche, um gegen das ideologisch-rassistische
Vorgehen des NS-Regimes zu protestieren. Die Bischöfe protestierten mit Eingaben, Widerspüchen, Rundschreiben,
Verkündigungen und Protestpredigten gegen die rassenhygienische und rassistische NS-Politik – bis hin
zur Protestenzyklika von 1937 und gaben damit dem niederen Klerus Vorbild und Anweisung so dass die Gestapo
Einde 1935 schrieb: „Der niedere Klerus der katholischen Kirche lehnt das Ideengut des Nationalsozialismus,
vor allem den Gedanken von Rasse und Blut, kurzer Hand als areligiös ab. Einen besonders großen Raum
nimmt in den Predigten die Rassenfrage ein. Die Maßnahmen gegen das Judentum und das Sterilisationsgesetz
sind daher Gegenstand dauernder Hetze von Seiten des Klerus.“ Die Antwort auf diese kirichliche Dauerkritik
an der NS-Ideologie waren Goebbels Kampagne zur Rufschädigung der Kirche durch die Aufbauschung von einzelnen
Missbrauchsfällen, die Abschaffung der vertraglich garantierten Bekenntnisschulen u. a.
#24 Woher wissen Sie, daß der Vatikan für die Flucht Geld kassiert hat? NS-Verbrecher wären zwischen
1945 und 1949 vor ein alliertes Kriegsgericht gekommen. Bei diesen Gerichten waren die Sieger Richter,
Staatsanwälte und Verteidiger, zur Tatzeit geltende Gesetze wurden ignoriert und nicht geltende Bestimmungen
angewandt. Kommandeure von SS-Einheiten, die Vergeltungsaktionen durchgeführt hatten, wurden verurteilt,
ohne ihnen nachzuwiesen, daß sie diese Verbrechen angeordnet oder bewußt geduldet haben. Ein Paradebeispiel
für Siegerjustiz. Wären die geflohenen Täter vor so einem Gericht gekommen, hätte man sie, nach einem
Schauprozeß, zum Tode verurteilt.
#30@ Sie entblößen sich doch als Streithammel… Was wollen Sie denn…? Sie entblößen sich doch als Streithammel… Was wollen Sie denn…? Sie entblößen sich doch als Streithammel… Was wollen Sie denn…? Sie entblößen sich doch als Streithammel… Was wollen Sie denn…?
#33 Thomasius 16:41:18 | Samstag, 10. Dezember 2011
Interessant, was so verbreitet wird: Die katholische Kirche in Deutschland war in den Jahren 1930 bis
1933 vielfach als Kritikerin des Nationalsozialismus aufgetreten. Nachdem sich jedoch Hitler mehrmals
kirchenfreundlich äußerte und in seiner Regierungserklärung am 23. März 1933 die beiden großen christlichen
Kirchen als „wichtigste Faktoren zur Erhaltung unseres Volkstums“ bezeichnete, relativierte die katholische
Kirche ihre bisherige Kritik. Ihr Ziel war nun die rechtliche Sicherung ihrer institutionellen Sonderrechte.
Im April 1933 ging von der deutschen Regierung die Initiative zu einem Reichskonkordat mit dem Vatikan
aus, das am 20. Juli unterzeichnet wurde. Das Konkordat beinhaltete das Ende des politischen Katholizismus,
garantierte der katholischen Kirche aber institutionelle Selbstverwaltung, das Fortbestehen der katholischen
Bekenntnisschulen und die Freiheit des Bekenntnisses sowie seiner öffentlichen Verbreitung. Bereits im
Herbst 1933 stellte der Episkopat jedoch fest, daß das NS-Regime das Konkordat fortwährend brach. Ab
1935 wurden in einer Verleumdungskampagne zahlreiche katholische Geistliche wegen angeblicher Sittlichkeits-
und Devisenvergehen angeklagt und verfolgt, Eingaben des Episkopats blieben ohne Erfolg.
#32 Jubärens 16:12:23 | Samstag, 10. Dezember 2011
Es ist erstunkene und erlogene Hetze, was #20 Gallowglas an Behauptungen über historische Gegebenheit
auftischt: „Der „NIEDERE Klerus“ hat sich relativ häufig den Weisungen der Kirche widersetzt und sich
gegen die Nazis gewandt“ Wie ich schon erläutert habe, sind die Bischöfe mit Eingaben, Widerspüchen,
Rundschreiben, Verkündigungen und Protestpredigten seit Konkordatsabschluss gegen die rassenhygienische
und rassistische NS-Politik vorangegangen – bis hin zur Protestenzyklika von 1937 und haben damit dem
niederen Klerus Vorbild und Anweisung gegeben, so dass die Gestapo schrieb: „Einen besonders großen Raum
nimmt in den Predigten die Rassenfrage ein. Die Maßnahmen gegen das Judentum und das Sterilisationsgesetz
sind daher Gegenstand dauernder Hetze von Seiten des Klerus.“ Gallowglas kann nicht ein einzigen historischen
Beleg für seine böswilige Unterstellung anführen, dass der Pfarrklerus „sich relativ häufig den Weisungen
der Kirche widersetzte und sich gegen die Nazis gewandte“ Gallowglas ist ein notorischer Lügner, weil
er offensichtlich ein Kirchenhasser ist.
#31 Thomasius 16:06:40 | Samstag, 10. Dezember 2011
#15 #17 Brandenburgis Wo Sie Recht haben haben Sie Recht. Es ist auch richtig, dass es gläubige Katholiken
und Zentrumsangehörige gab, die gegen die Nazis eingestellt waren und Nachteile in Kauf nahmen. Diese
gegen ihre Oberen eingestellten Katholiken dienten nach dem Krieg und auch bei kreuz.net zu der Behauptung,
dass die Kirche „schon immer“ gegen die Nazis gewesen sei.
Tchibo, ist ja keine Schande wenn man keine Ahnung hat. Nur sollten Sie sich erst mal schlau machen bevor Sie sich zu Themen äußern, von denen Sie nichts verstehen. Ein Blick in einen Artikel zur Geschichte der Fotographie in jedem Lexikon – wie z.B. Wikipedia – hätte Ihnen geholfen. Aber offensichtlich ziehen Sie es vor, sich hier die Blöße zu geben.
@Tchibo: >>Um 1858 gab es noch keine Fotografie, allerhöchstens Daguerrotypie, aber auch die war noch
in den unschuldigen Kinderschuhen.<< . 1858 gab es bereits Papierabzüge von Fotographien. . Sie wissen
ja noch nicht mal, wie man Daguerreotypie schreibt. . Also: wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die
Fresse halten.
#26 Gallowglas 15:34:01 | Samstag, 10. Dezember 2011
@simicissimus nun, die gute Freundschaf zwischen kirche und nazis gründet ja in den vielen Gemeinsamkeiten,
was z.B. Organisation, Hierachie, Machtgier, Methoden, Ziele und, vorallem Feindbilder betrifft. Gerade
das mit den Feindbildern sieht man hier bei +.net ja nur zu deutlich …
#24 Simplicissimus 15:25:44 | Samstag, 10. Dezember 2011
#12 Tomàs, die menschenfreundliche Fluchthilfe der „alleinseligmachenden Kirche“ wurde schon bald als
RATTENLINIE bezeichnet. Warum wohl? Ausserdem hat der Vatican für seine guten Dienste ein fürstliches
Entgelt kassiert. Und das mit der Siegerjustiz ist ein beliebtes Gerücht; auch durch dauerndes Wiederholen
steigt der Wahrheitsgehalt nicht. Jeder Bankräuber wird heute härter bestraft als damals die Naziverbrecher
der 2. Reihe!
#23 Jubärens 15:22:47 | Samstag, 10. Dezember 2011
#20 Gallowglas kann seine Vorurteile und Verleumdungen gegen die Kirche nur mit historischem Dummsprech
begründen – z. B. „Nachdem sich die Kirche 1937 per Konkordat ihre Rechte und Privilegien gesichert hatte,
hat sie schön brav das Maul gehalten und die Nazis machen lassen.“ Erstens wurde das Konkordat zwischen
dem Hl. Stuhl und dem dt. Reichspräsidenten nicht 1937, sondern 1933 geschlossen. Zweitens hat die Kirche
den Spielraum, den man dem totalitären System abgetrotzt hatte, vollständig ausgenutzt für die Kritik
am ideologisch-rassistischne Kurs der NS-Regierung. Die Bischöfe haben mit Eingaben, Widerspüchen, Rundschreiben,
Verkündigungen und Protestpredigten seit Konkordatsabschluss gegen die rassenhygienische und rassistische
NS-Politik protestiert – bis hin zur Protestenzyklika von 1937, Damit haben sie dem niederen Klerus Vorbild
und Anweisung gegeben. Ihre Behauptung von „schön brav das Maul gehalten und die Nazis machen lassen“
ist also ein mit nichts zu belegendes Vorurteil,ein Kirchenhass-Dummsprech genauso wie ihre These, dass
die Bischöfe nicht gehandelt hätten und ihre Geistlichen ans Messer geliefert hätten: Böswillige Propaganda
ohne jegliche historische Basis. Die Schreiben, Eingaben, Widersprüche, Predigten, Hirtenbriefe der Bischöfe
von Preysing, von Galen, Bertram, Proll von Stuttgart (der wg. Nicht-Wahl verfolgt wurde) und vielen anderen
legen dafür Zeugnis ab.
#21 Jubärens 15:00:45 | Samstag, 10. Dezember 2011
Ihre verleumderischen Interpretation zum Handeln des Zentrums angesichts des heraufziehenden NS-Totalitarismus
#17 Brandenburgis übertrage ich mal auf das tatsächliche Handeln der SPD, um Ihnen den Verleumdungscharakter
Ihrer Aussagen klar zu machen: Dementsprechend hatte die SPD-Fraktion keine Skrupel, auch nach der Zerschlagung
der Gewerkschaften am 2. Mai 1933 dem berüchtigten RK Adolf Hitler bei der Vertrauensfrageabstimung Ende
Mai 1933 ihr volles Vertrauen auszusprechen und damit den Rechtsstaat preiszugeben für die billige Judas-Lohn-Hoffnung,
dass die eigene Partei doch noch vorübergehend gesichert würde. Den Preis für die Feigheit und Verlogenheit
der Sozialdemokraten hatten Millionen Deutsche mit ihrem Leben zu zu zahlen.
#20 Gallowglas 14:59:32 | Samstag, 10. Dezember 2011
Ja, Jubi, genau das sage ich ja, der „NIEDERE Klerus“ hat sich relativ häufig den Weisungen der Kirche
widersetzt und sich gegen die Nazis gewandt … die Kirche selbst dagegen hat fleissig mit den Nazis zusamme
gearbeitet, sie profitiert ja heute noch davon, u.a. weil die Sonderrechte der Kirche, welche ihnen die
Nazis zusicherten, heute noch gelten … Gerade die „Alibi“-Aktionen des HOHEN Klerus und der Kirche selber,
welche heute gern als Beispiele für den angeblichen Widerstand angeführt werden, zeigen eines deutlich :
Hätte die Kirche sich offen gegen die Nazis ausgesprochen, hätten Adolf & Co kaum eine Chance gehabt,
mit ihrem Mist durch zu kommen … hat die Kirche aber nicht … nachdem sie sich 1937 per Konkordat ihre
Rechte und Privilegien gesichert hatte, hat sie schön brav das Maul gehalten und die Nazis machen lassen
…
#19 Jubärens 14:30:04 | Samstag, 10. Dezember 2011
In einem Gestapo-Bericht von 1935, nach Verabschiedung der Nürnberger Rassegesetzen, heißt es: „Der
niedere Klerus der katholischen Kirche lehnt das Ideengut des Nationalsozialismus, vor allem den Gedanken
von Rasse und Blut, kurzer Hand als areligiös ab. Einen besonders großen Raum nimmt in den Predigten
die Rassenfrage ein. Die Maßnahmen gegen das Judentum und das Sterilisationsgesetz sind daher Gegenstand
dauernder Hetze von Seiten des Klerus.“
#16 Sie haben es richtig erfaßt. Die Vorstellung, vor dem „Konzil“ war alles in Ordnung und dieses „Konzil“
wurde von ein paar Freimaurer veranstaltet, ist absurd. Seit Jahrhunderten geht der Klerus jeder Konfrontation
aus dem Weg und versucht, mit faulen Kompromissen („Konkordate“) den „Frieden“ zu erkaufen. Irgendwann
drang diese Denkweise in den Klerus ein, entwickelte sich zu einer Berufskrankheit und setzt sich in den
traditionalischen Kreisen fort.
#17 Brandenburgis 14:20:46 | Samstag, 10. Dezember 2011
Dementsprechend hatte das römisch-katholische Zentrum keine Skrupel, dem berüchtigten Ermächtigungsgesetz 1933 zuzustimmen und den Rechtsstaat preiszugeben für den billigen Judas-Lohn, das die eigenen kirchliche Rechtsstellung höchst vorübergehend gesichert wurde. Den Preis für die Feigheit und Verlogenheit des politischen Katholizismus hatten Millionen Deutsche mit ihrem Leben zu zu zahlen.
Was regt sich Kreuznet immer so wegen der Missbrauchsgeschichte auf, die Kirche macht mit dem Geld sowieso ncihts Gescheites. Und die Auflösungserscheinungen der Kirche begannen nicht erst auf dem Konzil, sondern spätestens damals als sich die Kirche in den Konkordaten auf die obligatorische Zivilehe einließ, womit zwangsweise bei den Gläubigen der Eindruck entstehen musste, dass man auch am Standesamt eine gültige Ehe schließen kann. Die Wurzel liegt meines Erachtens dort, dass man von dem Grundsatz abging nur gesunde Leute zum Priesteramt zuzulassen.Die Missbrauchsstory würde Kreuznet an sich in die Hände spielen, wenn Kreuznet sie geschickter anpackte. Ich halte es auch für nicht sonderlich geschickt, sich von Pfarrgemeinderäten oder NS- Organisationen -mittelbar- loben zu lassen, weil man ihnen damit auch Relevanz beschert.
#15 Brandenburgis 14:08:41 | Samstag, 10. Dezember 2011
Es ist darauf hinzuweisen, daß der politische Arm der Römisch-Katholischen Kirche, das Zentrum, Anfang
1933 auf der Übertragung der Kanzlerschaft an Hitler BESTAND, und zwar mit dem Argument, das dies der
Verfassung entspräche und daß jedes Abweichen von der Verfassung (also die Verweigerung der Kanzlerschaft
Hitler) Rechtsbruch sei. Der Drahtzieher des Zentrums, Prälat Kaas schrieb damals an den Reichspräsidenten
HIndeurg u.a. : „Die Hinausdatierung der Wahl [um Hitler auszubremsen] wäre ein nicht zu leugnender Verfassungsbruch,
mit all den Konsequenzen rechtlicher und politischer Natur, die sich daraus ergeben müßten. Wer die
Geschichte der innenpolitischen Entwicklung seit dem Sturz des Kabinetts Brüning rückschauend prüft
und sachlich wertet, wird zu dem Ergebnis kommen müssen, daß von einem echten Staatsnotstand gar nicht
geredet werden kann, [sic!!!!!] sondern höchstens von dem Notstand eines Regierungssystems, das durch
die Begehung eigener und durch die Duldung oder Ermunterung fremder Fehler in die heutige schwierige Lage
in steigendem Tempo hineingeglitten ist.“
#13 Es ist schon seltsam, das @Gallowglas, der nichts gegen den Massenmord an ungeborenen Kinder hat,
im Fall der Verbrechen der National-Sozialisten sich als Moralapostel aufspielt.
#13 Jubärens 14:02:48 | Samstag, 10. Dezember 2011
Böswillige Verleumdungen von #4 Gallowglas: „Die immer wieder gerne genannten Insassen des Priesterblocks
in Dachau waren die wenigen, welche sich, entgegen den Anweisungen der Kirche, offen gegen die Nazis eingesetzt
haben, diese wurden nur zu gerne von der Kirche an die Nazis ausgeliefert. Die Kirche war die erste und
einzige Großorganisation, die seit dem Sommer 1933 kontiunierlich und systematisch gegen das ideologisch-rassistische
Vorgehen der Nazis opponierte und protestierte: Gegen das Gesetz zur massenhaften Sterilisierung aus rassenhygienischen
Gründen, gegen die Abtreibungsnovelle von 1934, gegen die Nürnberger Rassegessetze. Der kirchliche Protest
wurde zusammengefasst in der päpstlichen, mit den deutschen Bischöfen abgesprochenen Enzyklika „Mit
brennender Sorge“, die für alle Geistliche und Laien eine Handlungsorientierung war. In diesem Geiste
predigten, lehrten und handelten die Pfarrer insbesondere. Mehr als 10.000 Geistliche – 38 Prozent der
Kleriker – sind deswegen von den Nazi-Behörden verhört, verhaftet, schikaniert, eingesperrt oder ins
KZ gebracht worden. Keine der bürgerlichen Großorganisationen hat eine solche Quoten von Nazi-Bedrückung
ihrer Hauptamtlichen aufzuweisen. Den Protestbischof von Galen wollte Goebbels gern abschießen, wagte
es aber nicht im Krieg, sondern wollte sich das für die Nachkriegszeit aufsparen.
#10 Die Kirche den National-Sozialismus als antichristlich verurteilt und war nie ein Teile des Systems,
auch wenn einzelne Amtsträger mit diesem System sympathisierten. Ob die zurückhaltende Haltung gegenüber
Hitler richtig war, ist Streitfrage (was hätte ein Frontalangriff gebracht?), aber sie kann nicht Sympathie
für dieses System bewertet werden. Es schon kurios, daß dieser Vorwurf immer von Leuten kommt, die nichts
gegen die Zusammenarteit mit den Kommunisten einzuwenden haben. Die Kirche und das Rote Kreuz haben die
Flucht von ca. 240 000 Juden nach Südamerika ermöglicht und sie damit vor Auschwitz gerettet. Nach 1945
haben Kirche und Rotes Kreuz die Flucht von vermeintlichen NS-Verbrecher nach Südamerika unterstützt.
Das war legitim, weil in Deutschland keine Justiz, sondern nur die Siegerjustiz der Allierte existierte.
Damit gab es keine Garantie für ein rechtstaatliches Verfahren. Auch der deutsche Staat liefert keinen
Tatverdächtigen an einen ausländichen Staat aus, wenn nicht die Sicherheit besteht, daß ihm dort ein
rechtstaatlische Verfahren erwartet.
Um 1858 gab es noch keine Fotografie, allerhöchstens Daguerrotypie, aber auch die war noch in den unschuldigen Kinderschuhen. Er muss das Bild ein willentliches Falsifikat sein… aus Honorarersparnisgründen!
#10 Gallowglas 13:39:11 | Samstag, 10. Dezember 2011
@Jubä Von verharmlosen oder kleinreden der Nazidiktatur kann keine Rede sein, im Gegenteil, es muß offen
gesagt werden, daß die Kirche AKTIV mit zum Nazisystem gehört hat. Sie hat den Nazis sogar nach dem
Untergang des 3. Reiches noch fleißig die Stange gehalten, indem sie z.B. NS-Verbrechern die Flucht nach
Südamerika ermöglicht hat. Und das es in der Kirche viele Kinderschänder gibt und gab und daß diese,
gestern wie heute, von der Kirche geschützt werden, wo es nur geht, zeigt dieser „Artikel“ ja auch schön …
„Beide Schriftstücke sind nicht zum Verlesen, sondern zur Information des Klerus, um im Bedarfsfall sicheres
Material zur Behandlung der Angelegenheit gegenüber einzelnen Personen wie in der Öffentlichkeit in
Händen zu haben.“ Vertuschen, wo es nur geht, bloß nichts an die Öffentlichkeit dringen lassen …
damals, heute, immerzu das Gleiche …
#4 Gallowglas will die totalitäre Nazidiktatur kleinreden und verharmlosen mit der These: „daß in der
Nazizeit die Kirche offensichtlich gerade NICHT mit „konstruierten Verfahren“ von den Nazis verfolgt wurde.“
Aber das Gegenteil ist richtig, der Nazi-Staat ging nicht rechtsstaatlich vor, sondern die vormals unabhängige
Justiz wurde von der Nazi-Regierung angewiesen, aus den ebenfalls durch die Partei angezettelten Denuntiationen
gegen Kleriker massenhaft Anklagen zu konstruieren. Die Goebbelspresse war ebenfalls darauf ausgerichtet,
die Prozesse im kirchlich negativen Sinne auszuschlachten, indem vom Ergebnis nur Verurteilungen, niemals
Freisprüche berichtet werden sollte. Schließlich hielt Goebbels selbst eine hetzerische Sportpalastrede,
in der er den Eindruck vermitteln wollte, dass die Kirche ein Sündenphuhl von (homo-) sexuellem Missbrauch
wäre – und die Medien verbreiteten diese Hetze flächendeckend – so wie heute. Auf diese Hetz- und Falschmeldungen
der Goebbelsmedien bezieht sich der Artikel, indem die tatsächlichen Zahlen und Relationen von Verurteilungen
dagelegt werden, die die Goebbelshetze Lügen straft.
#8 Gallowglas 12:09:45 | Samstag, 10. Dezember 2011
@Obermaier Genau das … das Märchen, daß die Nazis die Kirche verfolgt und unterdrückt hätten, wird
zwar von der Kirche immer wieder gebracht, davon wird es aber nicht zur Wahrheit. Es ist ihnen halt immernoch
peinlich, daß die Kirche und die Nazis eng zusammengearbeitet haben. Die immer wieder gerne genannten
Insassen des Priesterblocks in Dachau waren die wenigen, welche sich, entgegen den Anweisungen der Kirche,
offen gegen die Nazis eingesetzt haben, diese wurden nur zu gerne von der Kirche an die Nazis ausgeliefert.
Heute will man damit „beweisen“, daß die Kirche ja „schon immer gegen die Nazis war“.
Das ist wohl der epochale Fund zum Ausklang des ablaufenden Jahres: Der Brief des Münchner GV an den hochwürdigen Klerus seiner Diözese im vergangenen Jahrhundert…huhu wie aktuell sind wir denn heute mal wieder…!
Und damals getrauten sich ja alle wehrhaften jungen Männer, einen Hochwürden unsittlicher Praktiken
anzuzeigen. Wären sie vielleicht zuhause zunächst nur recht from katholisch verprügelt worden, die
Kirche hätte sich des weiteren Lebensverlaufes altgläubig-liebevoll angenommen. Das altgläubige liebevolle
Verständnis für junge, geborene Menschenkinder kennt man hier ja zur Genüge: HOAX. . Grundsätzlich
gilt ja: Traue nur der Statistik, wenn sie katholisch rein gef__ertigt wurde.
#5 Obermaier † 12:03:55 | Samstag, 10. Dezember 2011
@ 4 Gallowglass: Ja, ich denk, so isses gemeint. Ziemlich erbärmlich. Und Sie haben natürlich recht damit, dass es in der Nazizeit keine Kirchenverfolgung vermittels kontruierter Verfahen gab – sonst hätte der Volksgerichtshoif damals sicherlich keine Schwierigkeiten gehabt, hunderte Priester zu verurteilen und nicht bloss so wenige.
#4 Gallowglas 12:00:43 | Samstag, 10. Dezember 2011
@Obermaier In der verdrehten Welt des Schreibbüros ist dieser Artikel wohl ein „Beweis“, daß die „Verfolgung
der Kirche“ (unter der angeblich falschen Beschuldigung wegen Missbrauchs) durch die Nazis nichts ist
gegen die „Verfolgung“ welche die Kirche heute ertragen muß … Das der Artikel viel mehr beweist, daß
in der Nazizeit die Kirche offensichtlich gerade NICHT mit „konstruierten Verfahren“ von den Nazis verfolgt
wurde (wie hier ja gerne behauptet wird), denn dann wären es wesentlich MEHR Fälle, als hier aufgelistet,
merken sie wohl gar nicht.
vor dem II. Vaticanum: wenige nach dem II. Vaticanum (durch es!): deutlich mehr! DAS ist der Sinn dieser
wahnsinnswichtigen Information! …machmal ist es zum Lachen plakativ…
#1 Obermaier † 11:45:00 | Samstag, 10. Dezember 2011
Was soll dieser Artikel belegen? – Etwa, dass, weil vor 70 Jahren nur wenige Geistliche verurteilt wurden,
es heute auch keine Fleischlichen unter den Geistlichen geben kann oder was?