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Die Kirche Germaniens + Die Eiligsprechung drängt + Ein-Geständnis + Ausgeliefert + Martyrium als Gaspedal + Pornojäger zu St. Pölten
Die Kirche Germaniens

Vatikan. Bei der Meßfeier zum Hochfest der Apostelfürsten Sankt Peter und Paul legte der Heilige Vater gestern Mittwoch 32 Erzbischöfen das Pallium auf. Das Pallium bezeichnet die Amtsgewalt des Erzbischofs in seiner Kirchenprovinz. Eine Delegation des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel war bei den Feierlichkeiten anwesend. Die Orthodoxen begrüßten den Heiligen Vater mit Ringkuß. In seiner Predigt unterstrich der Papst, daß das Fest der Apostelfürsten Petrus und Paulus vor allem ein Fest der Katholizität sei: „Katholizität bedeutet Universalität – Vielfalt die zur Einheit wird. Eine Einheit, die trotzdem Vielfalt bleibt.“ Benedikt XVI. verwies erläuternd auf den Hl. Irenäus von Lyon: „Die Kirche Germaniens hat nicht einen anderen Glauben oder eine andere Tradition, auch nicht die in Spanien, in Gallien, Ägypten, Libyen, im Osten, im Zentrum der Erde.“ Wie die Sonne, allen Geschöpfen scheine, so strahle das Licht der wahren Verkündigung allen Menschen, welche die Wahrheit erkennen wollen.

Die Eiligsprechung drängt

Vatikan. „Jedes Wort, das ich noch hinzufügen könnte, scheint überflüssig“ – erklärte der Kardinalvikar von Rom, Camillo Kardinal Ruini, bei der Eröffnung des Seligsprechungsprozesses für Johannes Paul II. am Dienstag. Zuvor hatte Kardinal Ruini an wichtige Stationen im Leben des verstorbenen Papstes erinnert. Das Wissen um Johannes Paul II. sei großartig und umfassend, die Überzeugung seiner Heiligkeit tief und einstimmig: „Wir bitten den Herrn von ganzem Herzen, daß der Selig- und Heiligsprechungsprozeß, der heute abend begann, sehr bald seinen Abschluß finden möge.“

Ein-Geständnis

USA. Der berühmte Biotechnologe James Thomson erklärte vor rund einer Woche, daß die Kinderzellenforschung „über ihrem Wert verkauft wurde“. Der Biotechnologe sprach mit dem US-Nachrichtensender ‘MSBNC’. James Thomson hat 1995 als erster Forscher der Welt embryonale Stammzellen von Primaten isoliert. Bereits 1998 tötete er ebenfalls als erster Kleinstkinder, um ihre Zellen biotechnologischen Zwecken zuzuführen. Inzwischen habe er verstanden, daß dieser Zweig der Biotechnologie noch einen sehr weiten Weg vor sich habe. Kinderzellen würden trotz der medialen Jubelstimmung in keinem einzigen klinischen Verfahren angewandt. Die Presse gebe den Eindruck, daß man übermorgen schon mit Ergebnissen rechnen könne: „Heilungen werden aber frühestens in zehn oder 20 Jahren möglich sein.“

Ausgeliefert

Niederlande. Das niederländische Kabinett verabschiedete vergangene Woche ein Gesetz, das Homosexuellen erlaubt, auch ausländische Kinder zu adoptieren. Der Justizminister des Landes beschwichtigte gegenüber der Nachrichtenagentur ‘Associated Press’: „Es wird sowieso kein Land einem homosexuellen, niederländischen Paar erlauben, ein Kind zu adoptieren.“ Im Jahr 2000 anerkannten die Niederlande ein Homo-Konkubinat mit Adoptionsrecht. Bisher blieb Kindern aus dem Ausland die Auslieferung an Homosexuelle erspart.

Martyrium als Gaspedal

Italien. Die italienische Kultur-Vereinigung ‘Tiberis Custos’ hat eine Idee, wie man die Seligsprechung von Johannes Paul II. noch beschleunigen könnte. Man solle den verstorbenen Papst als Märtyrer anerkennen, so der Vorschlag des Vereins. Papst Johannes Paul II. habe schließlich beim Attentat von 1981 für den Glauben sein Blut vergossen.

Pornojäger zu St. Pölten

Österreich. Der bekannte österreichische Pornojäger, Martin Humer, nahm gestern in einer Presseaussendung Stellung zu den aktuellen Vorgängen in der Diözese St. Pölten: „Auch Priester haben das Recht, ihre Ehre zu verteidigen. Priester haben sogar die Pflicht, falsche Anschuldigungen zu widerlegen, denn es geht auch um die Ehre und die Glaubwürdigkeit der Kirche. Ich habe alle Verhandlungen der von Ulrich Küchl und Wolfgang Rothe angestrebten Prozesse als Zuhörer miterlebt. Alle Zeugen haben Küchl und Rothe entlastet und für sie ausgesagt. Der Verleumder Remigius Rabiega war in das Priesterseminar St. Pölten eingeschleust worden. Er hat in den Medien und auch bei den Verhandlungen gelogen wie ein Teufel. Es war und ist eine Schande, einen herausragend guten Bischof wie Kurt Krenn wegen eines solchen Gauners seines Amtes zu entheben.“
      
5 Lesermeinungen
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#5   Athanasius   21:30:20 | Freitag, 1. Juli 2005
Intellektuelle. Reiche. Quatsch.
der Ordo Missae secundum Ioannem (1962) ein Platz, aber hinsichtlich der Gemeindemesse eher in Form einer Votivmesse anstatt als Indultmesse.
Wie gelernt und intellektuell reden Sie doch lieber Herr Doktor.
Alles gut und schön, aber
1. Das Missale von 1962 heisst nicht „secundum Joannem“. Ich habe schon oft Deutsche daraufhin gewiesen nicht mit den Altertumskenntnissen in irritanter Weise zu paradieren. „Secundum Joannem“ spricht man nur in der Liturgie.
2. Sie sprechen dem heutigen Vatikan sogar die Möglichkeit von Indult Pfarren ab. Damit sind Sie bereits treu und verraten, dass Sie eine Agenda der Unterdrückung für die traditionelle hl. Messe vorhaben. Noch mehr als Rom oder die heutigen Diözesanbischöfe.
3. Ihr Verständnis von Liturgie ist nur auf einseitiger Glorifikation der letzten vierzig Jahre fundiert, nicht auf Studien. Dazu soll man mehr lesen. Denn die echte Kenner wissen was die alte Römische Liturgie und der Kampf für sie bedeutet. Lex orandi, lex credendi. Und Sie vergessen ständig, dass mit ihren Beleidigungen Sie immer wieder harte Schläge ins Gesicht der Kardinäle Ottaviani und Bacci geben, gegen Leute also die während des Neomodernismus seit den 1940er Jahren die Kirche treu gedient haben. Und ihre Kritik 1969 war gerechtfertigt und nie Anlass zur Stigmatisation. Nicht einmal seitens Bugnini.
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#4   thaumaturgos   11:37:00 | Freitag, 1. Juli 2005
wer nur ein wenig mit den seminaristen
und dem „regens“ küchl bekannt war, konnte es aus dem munde der dort lebenden hören! die soche stimmt schon, trotz dem hysterischen gezeter von humer und konsorten …
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#3   Dr. Otterbeck   12:28:04 | Donnerstag, 30. Juni 2005
Katholizität als Universalität
„Nostra conversatio in caelis est“, so der Hl. Paulus: Unsere Gespräche, unser ganzer Lebenswandel hänge dem Himmel an.
Schon mehrfach wollte ich dieses Forum in Ruhe lassen; jetzt muss ich es, da mein Mitquatschen ab morgen als Werbeauftritt für publizistische Interessen missverstanden werden könnte.
Daher nur noch ein kurzer, sehr laienhafter Wink zur Liturgiepolitik: Die lieben Tradi sehen nicht, dass die „Neue Liturgie“ zugunsten des III. Jahrtausends den Himmel für die Erde aufreißt. Sofern authentisch zelebriert.
Rom wird vermutlich eine sehr große Vielfalt in der Liturgie billigen, aus der dann der Ortsbischof (keine Konferenz!) oder die sonst zuständige Autorität EINENGEND, und nicht erweiternd bis zum Exzess, die konkrete Feier vor Ort bestimmt, die dann vom Klerus in allersorgfältigster Weise beachtet werden müsste.
Bei Gestattung sämtlicher Liturgie, die älter ist als 200 Jahre und authentisch mit der lat. Tradition vereinbar, braucht auch der Ordo Missae secundum Ioannem (1962) ein Platz, aber hinsichtlich der Gemeindemesse eher in Form einer Votivmesse anstatt als Indultmesse. Und wenn die pp. Basiliken weltweit das Missale 2002 lat. feiern, ist ein fühlbares Gegengewicht zur Vielfalt gesetzt. Eine neue liturg. Bewegung ist auch aus „politischer“ Sicht unerlässlich, da wir ohne Sonntag nicht leben können, insbesondere nicht „mitten in der Welt“.
Arreviderci Roma!
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#2   turk   12:19:48 | Donnerstag, 30. Juni 2005
Unsachlichkeit spricht für sich selbst
Zu einer solchen unsachlichen Pressenaussendung Herrn Humers erübrigt sich jeder Kommentar. Es ist zutiefst ungerecht, Zeugen als Verleumder zu beschimpfen, die es nicht leicht hatten, bei der Wahrheit zu bleiben, weil bestimmte Grüppchen versuchten, die Erinnerung an Geschehenes schnell erlöschen zu lassen. Humer ist eingeladen, in die Wirklichkeit und in die Gegenwart zurückzukehren.
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#1   Sulpicius   11:47:41 | Donnerstag, 30. Juni 2005
Betr: Humer-Aussgae: Hmmm,
kann zu den Vorgängen in SP nichts sagen, da ich keine Kenntnisse habe, aber aufgrund anderweitiger Erfahrungen in der lieben Kirche halte ich solche „hintertückischen Maßnahmen“ zumindest für möglich.
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