08:42:25 | Donnerstag, 30. Juni 2005
Die Kirche Germaniens + Die Eiligsprechung drängt + Ein-Geständnis + Ausgeliefert + Martyrium als Gaspedal + Pornojäger zu St. Pölten
Die Kirche GermaniensVatikan. Bei der Meßfeier zum Hochfest der Apostelfürsten Sankt Peter und Paul
legte der Heilige Vater gestern Mittwoch 32 Erzbischöfen das Pallium auf.
Das Pallium bezeichnet die
Amtsgewalt des Erzbischofs in seiner Kirchenprovinz. Eine Delegation des Ökumenischen Patriarchats von
Konstantinopel war bei den Feierlichkeiten anwesend. Die Orthodoxen begrüßten den Heiligen Vater mit
Ringkuß. In seiner Predigt unterstrich der Papst, daß das Fest der Apostelfürsten Petrus und Paulus
vor allem ein Fest der Katholizität sei: „Katholizität bedeutet Universalität – Vielfalt die zur Einheit
wird. Eine Einheit, die trotzdem Vielfalt bleibt.“ Benedikt XVI. verwies erläuternd auf den Hl. Irenäus
von Lyon: „Die Kirche Germaniens hat nicht einen anderen Glauben oder eine andere Tradition, auch nicht
die in Spanien, in Gallien, Ägypten, Libyen, im Osten, im Zentrum der Erde.“ Wie die Sonne, allen Geschöpfen
scheine, so strahle das Licht der wahren Verkündigung allen Menschen, welche die Wahrheit erkennen wollen.
Die Eiligsprechung drängtVatikan. „Jedes Wort, das ich noch hinzufügen könnte, scheint überflüssig“ –
erklärte der Kardinalvikar von Rom, Camillo Kardinal Ruini, bei der
Eröffnung des Seligsprechungsprozesses
für Johannes Paul II. am Dienstag. Zuvor hatte Kardinal Ruini an wichtige Stationen im Leben des verstorbenen
Papstes erinnert. Das Wissen um Johannes Paul II. sei großartig und umfassend, die Überzeugung seiner
Heiligkeit tief und einstimmig: „Wir bitten den Herrn von ganzem Herzen, daß der Selig- und Heiligsprechungsprozeß,
der heute abend begann, sehr bald seinen Abschluß finden möge.“
Ein-GeständnisUSA. Der berühmte
Biotechnologe James Thomson erklärte vor rund einer Woche, daß die Kinderzellenforschung „über ihrem
Wert verkauft wurde“. Der Biotechnologe sprach mit dem US-Nachrichtensender ‘MSBNC’. James Thomson hat
1995 als erster Forscher der Welt embryonale Stammzellen von Primaten isoliert. Bereits 1998 tötete er
ebenfalls als erster Kleinstkinder, um ihre Zellen biotechnologischen Zwecken zuzuführen. Inzwischen
habe er verstanden, daß dieser Zweig der Biotechnologie noch einen sehr weiten Weg vor sich habe. Kinderzellen
würden trotz der medialen Jubelstimmung in keinem einzigen klinischen Verfahren angewandt. Die Presse
gebe den Eindruck, daß man übermorgen schon mit Ergebnissen rechnen könne: „Heilungen werden aber frühestens
in zehn oder 20 Jahren möglich sein.“
AusgeliefertNiederlande. Das niederländische Kabinett verabschiedete
vergangene Woche ein Gesetz, das Homosexuellen erlaubt, auch ausländische Kinder zu adoptieren. Der Justizminister
des Landes beschwichtigte gegenüber der Nachrichtenagentur ‘Associated Press’: „Es wird sowieso kein
Land einem homosexuellen, niederländischen Paar erlauben, ein Kind zu adoptieren.“ Im Jahr 2000 anerkannten
die Niederlande ein Homo-Konkubinat mit Adoptionsrecht. Bisher blieb Kindern aus dem Ausland die Auslieferung
an Homosexuelle erspart.
Martyrium als GaspedalItalien. Die italienische Kultur-Vereinigung ‘Tiberis
Custos’ hat eine Idee, wie man die Seligsprechung von Johannes Paul II. noch beschleunigen könnte. Man
solle den verstorbenen Papst als Märtyrer anerkennen, so der Vorschlag des Vereins. Papst Johannes Paul
II. habe schließlich beim Attentat von 1981 für den Glauben sein Blut vergossen.
Pornojäger zu St.
PöltenÖsterreich. Der bekannte österreichische Pornojäger, Martin Humer, nahm gestern in einer Presseaussendung
Stellung zu den aktuellen Vorgängen in der Diözese St. Pölten: „Auch Priester haben das Recht, ihre
Ehre zu verteidigen. Priester haben sogar die Pflicht, falsche Anschuldigungen zu widerlegen, denn es
geht auch um die Ehre und die Glaubwürdigkeit der Kirche. Ich habe alle Verhandlungen der von Ulrich
Küchl und Wolfgang Rothe angestrebten Prozesse als Zuhörer miterlebt. Alle Zeugen haben Küchl und Rothe
entlastet und für sie ausgesagt. Der Verleumder Remigius Rabiega war in das Priesterseminar St. Pölten
eingeschleust worden. Er hat in den Medien und auch bei den Verhandlungen gelogen wie ein Teufel. Es war
und ist eine Schande, einen herausragend guten Bischof wie Kurt Krenn wegen eines solchen Gauners seines
Amtes zu entheben.“
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#5
Athanasius 21:30:20 | Freitag, 1. Juli 2005
#4
thaumaturgos 11:37:00 | Freitag, 1. Juli 2005
#3
Dr. Otterbeck 12:28:04 | Donnerstag, 30. Juni 2005
#2
turk 12:19:48 | Donnerstag, 30. Juni 2005
#1
Sulpicius 11:47:41 | Donnerstag, 30. Juni 2005