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Ungezwungen und bewußt + Weniger Lebensraum + Auf den Apostel gehört + Aufruf zum Widerstand + Das älteste Ehepaar der Welt + Homo im Papstgewand
Ungezwungen und bewußt

Vatikan. Papst Benedikt XVI. bekräftigte erneut seinen Willen zum Ökumenismus. Der Heilige Vater sprach vor einer Delegation des orthodoxen Patriarchats von Konstantinopel. Er bezeichnete die Anwesendheit der Orthodoxen zum Fest der Apostelfürsten Peter und Paul als „glückliche Tradition“ – ebenso die Tatsache, daß Vertreter des Vatikan jedes Jahr am Andreasfest in Konstantinopel teilnehmen. Er sehe auf katholischer wie auf orthodoxer Seite eine gemeinsame Absicht, zur vollen Gemeinschaft der Christen zurückzukehren. Der Weg dorthin sei nicht einfach. Am Anfang sei er von Furcht und Zögern gekennzeichnet gewesen. Aber mittlerweile sei er immer ungezwungener und bewußter: „Wir wollen gemeinsam auf dem Weg der Gemeinschaft weitergehen und zusammen neue Schritte und Gesten vollbringen, die dazu führen, die bleibenden Mißverständnisse und Teilungen zu überwinden.“

Weniger Lebensraum

Deutschland. Die Liturgiekommission der Deutschen Bischofskonferenz will den Kirchenraum wieder „stärker als geistliche Mitte des Gemeindelebens“ erscheinen lassen. Im Klartext: Die Kapazität der sich immer mehr leerenden Kirchen soll verkleinert werden. So heißt es in einem Papier, das am Donnerstag vom Deutschen Liturgischen Institut in Trier veröffentlicht wurde. Die darin beschriebenen Vorschläge reichen von Sitzbankreduzierungen bis Verkleinerung des Kirchenraumes durch Glaswände, Falttüren, Vorhänge oder Gitter. Der dabei gewonnene Raum soll für Kinder-Wortgottesdienste, als Meditationskapelle, Beichtzimmer, als Foyer, für Gruppen oder als Lager dienen.

Auf den Apostel gehört

Frankreich. Am Samstag wird Frau Geneviève Beney (56) aus Südfrankreich von zwei selbsternannten „Bischöfinnen“ zur sogenannten „Frauenpriesterin“ ordiniert. Der zuständige Erzbischof von Lyon, Philippe Kardinal Barbarin, bat die zum Teil bereits exkommunizierten Damen von ihrem spaltenden Vorhaben Abstand zu nehmen: „Eine derartige Zeremonie stellt einen radikalen Bruch mit der katholischen Kirche dar.“ Lyon ist nach Paris und Marseille die drittgrößte Stadt in Frankreich und liegt im Südwesten des Landes. Die Frauenpriesterweihe sei – so Kardinal Barbarin – ungültig und eine Quelle von Verletzungen und unnötigem Leiden: „Tragen wir vielmehr im Herzen – wie es uns der Apostel aufträgt – die Einheit des Geistes zu wahren, durch den Frieden, der uns zusammenhält.“ (Eph 4,3)

Aufruf zum Widerstand

Spanien. Die spanischen Bischöfe riefen nach der gestrigen Anerkennung des Homo-Konkubinats zum bürgerlichen Widerstand auf. Angesichts der dramatischen Situation müsse man der spanischen Gesellschaft vertrauen, daß sie die Ehe, die Familie und die Kinder verteidigen werde: „Es ist notwendig, sich diesem ungerechten Gesetz mit allen legitimen Mitteln zu widersetzen.“ Die zuständigen Behörden sollen den Vollzug des Gesetzes im Namen ihres Gewissens verweigern.

Das älteste Ehepaar der Welt

USA. John und Amelia Rocchio sind seit 82 Jahren verheiratet. Die beiden Katholiken lernten sich kennen als Amelia 17 und John 19 Jahre alt war. Damit sind die beiden das vermutlich älteste Ehepaar der Welt. John ist mittlerweile 101 Jahre alt, Amelia 99. Das Geheimnis ihrer 82jährigen Ehe sei die Liebe, verrieten die beiden der Nachrichtenagentur „Associated Press“. Im Jahr 1923 heiratete das Paar in einer katholischen Kirche in Providence. Providence ist die Hauptstadt des Bundesstaates Rhode Island. Rhode Island befindet sich im Nordosten der USA am Atlantischen Ozean. Mit Geduld und Verständnis „kann man es weit bringen“, erläuterte der greise Gatte abschließend.

Homo im Papstgewand

Frankreich. Am vergangenen Wochenende fand in Paris ein Aufmarsch militanter Homosexueller statt. Beim Aufmarsch wurde unter anderem mehr Toleranz für die Sünde Sodoms gefordert. Was militante Homos unter Toleranz verstehen und wieviel Respekt sie vor dem Glauben Andersdenkender haben, zeigten sie gleich selber. Zwei sexuell Verdrehte verkleideten sich als Papst beziehungsweise als Kardinal. Übergriffe von militanten Homo-Ideologen auf die Kirche sind nicht selten. Bereits Anfang Juni hatte ein gewalttätiges Homo-Kommando die Kathedrale Notre-Dame in Paris gestürmt und durch eine Hochzeitsparodie geschändet.
      
4 Lesermeinungen
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#4   Benedikt   02:05:58 | Sonntag, 3. Juli 2005
Und dennoch…
…gibt es eine Menge Alibi Kirchgänger, die damit vornehmlich ihre Sonntagspflicht absitzen wollen, meist vor dem Schlusssegen gehen und ein krebsrotes Gesicht bekommen, wenn die Messe (oh Schreck) länger als eine Stunde dauert.
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#3   Yersinia   20:35:18 | Freitag, 1. Juli 2005
muß schon eine sehr schäge „innere Bindung“ sein
wenn Leute in den Sonntagsgottesdienst gehen und Zeitung lesen – mir erscheint es sogar frevelhafter, als gar nicht in die Kirche zu gehen; zum Meßbesuch gezwungen wird heute wohl kein erwachsener Mensch mehr – die Teilnahme geschieht aus freien Stücken – da gehört es dann dazu, auch wirklich teil zu nehmen;
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#2   Benedikt   14:06:55 | Freitag, 1. Juli 2005
Kirchenbänke
Naja, der Reduzierung von Kirchenbänken in irgendwelchen Winkeln der Kirche, in denen einige laxe Gläubige bisher während ihrer Sonntagspflicht in aller Ruhe und ungesehen dem Zeitungslesen nachgehen konnten kann ich zumindest etwas Gutes abgewinnen.
Allerdings macht man sich die Sache sehr einfach, wenn man einige Kirchenbänke entfernt und dann behauptet, die Kirche sei wieder vollbesetzt.
Trotzdem: Z.B. unsere Nachbarpfarrei hat kaum 5000 Katholiken, aber eine gotische Emporenkirche mit 800 Sitzplätzen. Da es auch noch drei Sonntagsmessen (inkl. Vorabendmesse) gibt, werden diese Bänke höchstens zu besonderen Anlässen einigermaßen gefüllt. Von daher kann man da ruhig ein paar Bänke rausnehmen um zB für einen Meditationsraum Platz zu schaffen. Auch wenn es schade ist, dass die Bänke nicht mehr benutzt werden, aber 2400 Gottesdienstbesucher an einem Wochenende werden auf lange Sicht nicht mehr auftreten.
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#1   Pelagius   09:41:31 | Freitag, 1. Juli 2005
Reduktionen
„Die Liturgiekommission der Deutschen Bischofskonferenz will den Kirchenraum wieder „stärker als geistliche Mitte des Gemeindelebens“ erscheinen lassen.“
Schon die alten Sophisten verstanden sich darauf, die schwächere Sache zur stärkeren zu machen. Ihre Nachfahren im deutschen Amtskatholizismus verkaufen uns schon seit Jahren eine Niederlage nach der anderen als Gewinn, als „Reduktion auf das Wesentliche“. Man könnte ihnen helfen, diesen Weg nun auch in finanzieller Hinsicht zu beschreiten.
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