11:40:47 | Dienstag, 27. Dezember 2011
Denn der unvergeßliche und mit Abstand bekannteste deutsche Politiker ist ein Grundnahrungsmittel jedes modernen religiösen Korrespondenten. Eine kleine Journalistenschule von Milo Yiannopoulos.

Eine bedrängte BBC-Reporterin denkt verzweifelt darüber nach, wie sie noch mehr Hitler-Bezüge in ihren Artikel über Papst Benedikt XVI. hineinbekommen könnte.
(kreuz.net) Ist es schwer für Sie als Journalist, bei der Berichterstattung über den Papst genügend
falschen Zorn aufkommen zu lassen?
Dann benützen Sie diese Taktik, die von der britischen Tageszeitung
‘Guardian’ angewendet wird: Setzen Sie voraus, daß sowohl Katholiken als auch Nicht-Katholiken von einem
Auftritt des Papstes einfach zu Tode gelangweilt sind.
Es ist klar, daß man im Fall des Berliner Papstbesuches
bis 18.00 Uhr warten muß, damit man zeigen kann, wie die Geschäfte schließen.
Anschließend kann man
den Blick auf eine Katzen-Frau werfen, die irgendwo in Berlin-Mitte herumhängt und Ausgaben der Zeitung
von gestern verkauft.
Das ist die geeignete Atmosphäre, um im weiteren über einen Papstbesuch zu berichten,
um den sich niemand kümmert.
Rückenphotos sind gutWenn immer möglich, sollen Photos vom Papst im
Rücken verwendet werden.
Diese sind hervorragend, weil sie den Eindruck geben, daß er isoliert und
unpopulär ist.
Lassen Sie sich von lästigen Augenzeugen-Berichten nicht in die Irre führen, die das
Charisma des Papstes und die Massen beschreiben, die ihn umgeben.
Was kann man mit so einer Information
machen?Schließlich – und das ist sehr wichtig – soll man ausgiebigen Gebrauch von Adolf Hitler machen.
Hitler ist ein Grundnahrungsmittel jedes modernen religiösen Korrispondenten.
Kein Bericht über Benedikt
XVI. oder über die Katholische Kirche ist vollständig ohne einen Hinweis auf die National-Sozialisten.
Hierhin gehört auch die Mitteilung, daß der Papst „Mitglied der Hitler-Jugend“ war.
Machen Sie sich
nicht die Mühe, seine Stellungnahmen über das Thema zu lesen oder jemanden zu fragen, der sich mit der
Geschichte der damaligen Zeit auskennt.
Sie könnten dann herausfinden, daß Joseph Ratzinger ein widerstrebender
Jugendlicher war, der in eine Art Militärdienst hineingepreßt wurde in einer Zeit, als praktisch kein
Jugendlicher an einer Zwangsintegrierung in irgendeiner staatlichen Jugend-Organisation vorbeikam.
Aber
was würden Sie mit dieser Information machen?
Nein, erwähnen Sie einfach, daß er Mitglied war. Es
gibt Bonus-Punkte, wenn man Hitler oder die National-Sozialisten zweimal in einem Abschnitt verwendet.
Der Verfasser ist ein Kolumnist und Autor in London und San Francisco. Sein Text erschien am 26. September
2011 auf der Webseite der katholischen englischen Wochenzeitung ‘Catholic Herald’.
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HarroMeyerling 16:56:47 | Mittwoch, 28. Dezember 2011
#18
biomilch 11:52:39 | Mittwoch, 28. Dezember 2011
#17
Fackel † 11:34:45 | Mittwoch, 28. Dezember 2011
#16
Tomás 03:09:40 | Mittwoch, 28. Dezember 2011
#15
catholic 21:35:42 | Dienstag, 27. Dezember 2011
#14
Mingaer † 20:12:27 | Dienstag, 27. Dezember 2011
#13
bassman75 † 20:02:20 | Dienstag, 27. Dezember 2011
#12
FreiherrvonderTrenck 19:34:30 | Dienstag, 27. Dezember 2011
#11
Tomás 19:26:32 | Dienstag, 27. Dezember 2011
#10
monens 17:45:17 | Dienstag, 27. Dezember 2011
#9
Konsequent katholisch † 17:05:36 | Dienstag, 27. Dezember 2011
#8
Jolanda 17:01:46 | Dienstag, 27. Dezember 2011
#7
de Boer † 15:30:02 | Dienstag, 27. Dezember 2011
#6
Fackel † 15:10:15 | Dienstag, 27. Dezember 2011
#5
HarroMeyerling 13:01:44 | Dienstag, 27. Dezember 2011
#4
Tchibo 12:47:05 | Dienstag, 27. Dezember 2011
#3
Elvenpath † 12:42:43 | Dienstag, 27. Dezember 2011
#2
valen-tin 12:10:22 | Dienstag, 27. Dezember 2011
#1
Tchibo 11:42:54 | Dienstag, 27. Dezember 2011