Der wichtigste Apostel des kostbaren Blutes Christi zögerte nie, öffentlich gegen die Geheimgesellschaften zu predigen. Er bekehrte ganze Freimaurerlogen und befreite sie zur Freiheit des Evangeliums.
(kreuz.net) Die moderne Verehrung des kostbaren Blutes ist eine Besonderheit der italienischen Spiritualität
des 19. Jahrhunderts.
Sie begann mit einer wenig bekannten Reliquie in der römischen Basilika San Nicola
in Carcere. Es handelt sich um ein angebliches Band des Kleides des heiligen Longinus.
Der heilige Longinus
war der Soldat, der die Seite Christi mit einer Lanze durchstieß.
Im Jahre 1808 gründete der römische
Priester Francesco Albertini eine Bruderschaft, die dem Kostbarsten Blut geweiht war. Er wollte damit
die Reliquie des heiligen Longinus verehren und die Erlösungskraft des Blutes Christi in Erinnerung rufen.
Unter den Mitarbeitern von Don Albertini war ein weiterer Priester, der später heiliggesprochen wurde:
Don Gaspare del Bufalo. Er sollte der große weltweite Apostel des Kostbarsten Blutes Christi werden.
Sieben Jahre später gründete der heilige Gaspare seine eigene Kongregation: das Institut der Missionare
des Kostbarsten Blutes.
Diese Missionare betrachten das Blut Christi als ideale Waffe, um die Herzen
der Gläubigen zu öffnen und in die Seelen der verhärtetsten Sünder einzubrechen.
1834 wurde in der
Nähe von Rom auch eine Frauenkongregation gegründet. Es unterhält Kontakte mit den Schwestern des Kostbarsten
Blutes auf dem Schellenberg im Fürstentum Liechtenstein.
Der Name des heiligen Priesters Gaspare del
Bufalo wird für immer mit dem Kostbarsten Blut verbunden bleiben.
Von einem Weggefährten wurde der
heilige Gaspare als „spirituelles Erdbeben“ bezeichnet. Die Massen nannten ihn „Friedensengel“.
Mit Gottvertrauen
widerstand er dem bitteren Kampf, den die Geheimgesellschaften gegen ihn führten. Besonders verhaßt
war der Heilige den Freimaurern.
Sie bedrohten ihn und versuchten ihn sogar umzubringen. Doch das hinderte
den heiligen Gaspare nicht, offen gegen diese Sekten zu predigen, die das Gift eines aggressiven, gottlosen
Laizismus über das Volk ausgossen.
Der heilige Gaspare del Bufalo bekehrte in seinem Apostolat ganze
Freimaurerlogen. Darum erhielt er auch den glorreichen Titel „Sektenhammer“.
Gaspare starb 1837.
Bei
seinem Tod sah der heilige Vincenz Pallotti, wie seine Seele in Form eines leuchtenden Sternes zum Himmel
hinaufstieg und Christus ihm entgegenging.
Der heilige Papst Pius X. sprach ihn 1904 selig.
1954 wurde
er von Papst Pius XII. heiliggesprochen.
Im Jahre 1960 nannte Papst Johannes XXIII. den heiligen Gaspare
beim Abschluß einer Lokalsynode „eine glorreiche Leuchte des römischen Klerus und den „wahren und größten
Apostel der Andacht zum Kostbarsten Blut Jesu“.
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