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Frauenrecht statt Menschenrecht + St. Pölten hat einen Generalvikar + Dialogisierte Staatsreligion + Katholiken auf dem Rückzug + Entdeckung des sagenumwobenen Kontinentes Atlantis
Frauenrecht statt Menschenrecht

USA. Letzen Donnerstag stimmte die kanadische UNO-Delegation gegen die Resolution der Vereinten Nationen zum Thema „Menschenrechte und Terrorismus“. Grund für die Opponierung Kanadas war folgende Formulierung im Dokument: „Es ist klar, daß das Recht auf Leben das grundlegendste Menschenrecht darstellt, ohne welches der Mensch kein anderes Recht ausüben kann.“ Dieser Lebensrechts-Klausel widersprach Kanada mit der merkwürdigen Begründung, „daß kein Menschenrecht grundlegender oder universaler sei als ein anderes“. Alle Menschenrechte müßten in gleicher Weise vom Staat verteidigt werden. Das Lebensrecht der Ungeborenen gebe es überhaupt nicht. Es sei zugunsten eines Wahlrechtes für die Frau überwunden worden.

St. Pölten hat einen Generalvikar

Österreich. In ihrer Ausgabe vom 15. November berichteten die „Niederösterreichischen Nachrichten“ (NÖN) von der Ernennung eines neuen Generalvikars für die Diözese St. Pölten. Seine Exzellenz, DDr. Klaus Küng (64), ernannte den Direktor der Diözesanfinanzkammer, Kanonikus Prälat Leopold Schagerl für diesen Posten. Schagerl wurde am 10. Juli 1941 in St. Anton an der Jeßnitz, Bezirk Scheibbs/Niederösterreich, geboren. Er ist seit 38 Jahren Priester und seit 12 Jahren Direktor des Diözesanbauamtes. Seit 1995 leitet er die Diözesanfinanzkammer. Der Altbischof von St. Pölten, Dr. Kurt Krenn, hatte den früheren Generalvikar Heinrich Fasching per Dekret vom 30. September 2004 abgesetzt. Bischof Klaus Küng, der damals apostolischer Visitator in St. Pölten war, hat darauf öffentlich verkündigt, daß diese Absetzung nicht rechtskräftig gewesen sei.

Dialogisierte Staatsreligion

Irland. Der Erzbischof von Dublin, Diarmuid Martin (59), rief am 12. November bei einer Zeremonie des irischen Priesterseminars in Rom (Collegio Irlandese) zu neuen Formen des Dialoges zwischen Kirche und Staat auf. Der Erzbischof hob hervor, daß sich die Zeiten geändert hätten. Die Anfänge des irischen Staates seien von einer Interessenverquickung zwischen Staat und katholischer Kirche gekennzeichnet gewesen. Für die Gegenwart schlug Mons. Martin vor, daß die katholische Kirche im einst erzkatholischen Irland im Vergleich mit anderen Religionen keine privilegierte Stellung mehr suchen solle.

Katholiken auf dem Rückzug

Ruanda. In Ruanda stellte die muslimische Bevölkerung vor 1994 eine verschwindende Minderheit von 1-2% der überwiegend katholischen Bevölkerung dar. Zehn Jahre später sind es bereits 5%. Die Tendenz ist steigend. Die Zahl der Moscheen hat sich seit 1994 von 220 auf 570 mehr als verdoppelt. Als Grund für diesen Anstieg der Zahl der Moslems in Ruanda vermuten Beobachter den schrecklichen Völkermord, dem im Jahre 1994 Millionen von Katholiken zum Opfer gefallen sind. In zahlreichen weiteren afrikanischen Staaten ist ein ähnlicher Trend zu beobachten. In Uganda, so der Sprecher einer muslimischen Vereinigung für Ost-, Zentral- und Südafrika, wachse der Islam besonders schnell. Jede Minute gewinne der Islam dort neue Mitglieder.

Entdeckung des sagenumwobenen Kontinentes Atlantis

Zypern. Nach einem Bericht im Deutschen Nachrichtenmaganzin ‘Der Spiegel’ gab der US-amerikanische Forscher Robert Sarmast bei einer Pressekonferenz bekannt, er habe vor der Küste Zyperns das sagenhafte, im Meer versunkene Inselreich Atlantis entdeckt. Seine Behauptung stützt Sarmast auf Sonar-Messungen. Durch sie will er in 2500 Metern Tiefe das Vorhandensein von Mauern und Gräben festgestellt haben. Diese Strukturen seien vergleichbar mit den Beschreibungen der Akropolis (Tempelbezirk über der Stadt) von Atlantis beim altgriechischen Philosoph Platon († 348). Platon schreibt davon, daß Atlantis 9000 Jahre vor seiner Zeit aufgrund eines Erdbebens binnen weniger Tage im Meer versunken sei und zu existieren aufgehört habe.
      
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