Der Churer Bischof bringt den altliberalen Irrtum auf den Punkt: „Es ist meine feste Überzeugung, daß Strukturdebatten niemals eine lebendige Kirche hervorbringen werden.“
(kreuz.net) In einem Neujahrsgruß in der altliberalen ‘Schweizer Kirchenzeitung’ zitierte Bischof Vitus
Huonder von Chur den Basler Humanisten Erasmus von Rotterdam († 1536):
Ebenso wie die Fürsten einige
Herrscherpflichten ihren Stellvertretern übertragen und wie dieser Stellvertreter wieder seinen Stellvertreter
damit beauftragt, so überlassen die Bischöfe aus Bescheidenheit die Aufgaben der Andacht dem einfachen
Volk.
Dieses reicht die Aufgaben weiter – bis sie schließlich bei den Karthäuser lande, „bei denen
alle Frömmigkeit wie im Grabe verborgen ist“.
Dagegen habe das Zweite Vatikanum – man fragt sich, ob
im Ernst – alle Katholiken zu einem „erneuerten und missionarischen Christsein“ ermutigt.
Der Bischof
zitiert die Dogmatische Konstitution über die Kirche „Lumen Gentium“.
Die Altliberalen wollen Strukturen
statt Leben
Um so mehr überrascht es Mons. Huonder, daß seit dem Konzil sehr viel über die kirchliche
Struktur und die kirchlichen Stände debattiert wurde.
Das habe dazu beigetragen, „die Kirche, ihren
eigentlichen Sinn und ihre Bestimmung im Bewußtsein vieler Menschen in den Hintergrund treten zu lassen
zugunsten von oft sehr menschlichen oder gar allzu menschlichen Aspekten.“
Der Bischof ist fest davon
überzeugt, „daß Strukturdebatten niemals eine lebendige Kirche hervorbringen werden.“
Das ominöse
fünfte Kapitel
Mons. Huonder gibt eine Exegese der Kirchenkonstitution, in der er einen doppelten Rahmen
erkennt:
• Das erste Kapitel spricht von der Kirche, in der sich die Dreifaltigkeit dem Menschen öffnet.
Im achten Kapitel findet diese Gemeinschaft in Maria ihre persönliche Vollendung
• Das zweite Kapitel
spricht vom Volk Gottes. Diese Aussagen spiegeln sich im siebten Kapitel vom endzeitlichen Charakter der
Kirche.
Innerhalb dieses Rahmens erwähnt das Konzil im dritten, vierten und sechsten Kapitel die kirchlichen
Stände: Klerus, Laien und Ordensleute.
Nur das fünfte Kapitel habe kein Gegenstück. Deshalb ist es
für Mons. Huonder die Mitte von „Lumen Gentium“ – ja „die Mitte des Zweiten Vatikanischen Konzils überhaupt.“
In diesem Kapitel geht es um die „Allgemeine Berufung zur Heiligkeit in der Kirche“.
Alle haben die
gleiche Aufgabe
Von den Gliedern der Kirche heißt es im fünften Kapitel von „Lumen Gentium“:
„Daher
sind in der Kirche alle, mögen sie zur Hierarchie gehören oder von ihr geleitet werden, zur Heiligkeit
berufen.“
Insofern sei das Zweite Vatikanum die Antwort auf die Versuchung, das Streben nach Vollkommenheit
weiterzureichen.
Bischof Huonders Fazit:
„So bin ich überzeugt, daß der Kern der Botschaft des Zweiten
Vatikanischen Konzils auch in unserer heutigen Situation Medizin ist für manches Leiden, in der und an
der Kirche, wie es ja immer wieder artikuliert wird.“
Er wünscht der Kirche – mit einem Zitat von Johannes
Paul II. – keine Reformer, sondern Heilige.
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38 Lesermeinungen
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#37 Alberthesel 21:10:48 | Dienstag, 17. Januar 2012
#36 al-Muschrik 20:41:47 | Dienstag, 17. Januar 2012 Ich habe während meines Studiums einige strohdumme
Hohlköpfe kennengelernt, so etwas wie Sie allerdings nicht. –-------------------------------------------------------
Na, na, Herr Renner! \\ A bisserl mehr Höflichkeit gegenüber Mitforisten wäre doch angebracht. \\
#36 al-Muschrik 20:41:47 | Dienstag, 17. Januar 2012
Damit wollte ich zeigen, daß Ihre dumme und bösartige Verleumdung völlig aus der Luft gegriffen und
von sehr geringer Wahrscheinlichkeit ist. _ Aber eine reine Interessefrage: Ich habe während meines Studiums
einige strohdumme Hohlköpfe kennengelernt, so etwas wie Sie allerdings nicht. Ist das Bildungssystem
schon so heruntergekommen, daß jemand wie Sie einen universitären Abschluß erlangen kann? Wenn ja,
wann etwa? Vielen Dank im Voraus für eine aufrichtige, wenn Sie dazu fähig sind, Antwort.
#35 Thomasius 18:36:31 | Dienstag, 17. Januar 2012
#34 al-Muschrik Es geht nicht um die Bücher sondern ums Leben. Es gibt zweifellos christliche Korporationen,
die sich nicht schlagen. Aber zu meinen in den schlagenden Verbindungen gäbe es niemand, für den katholische
Kirchensteuer entrichtet wird, ist abwegig.
#34 al-Muschrik 16:41:50 | Montag, 16. Januar 2012
Den Katholiken war (und ist auch jetzt noch?) die Mitgliedschaft in den schlagenden Studentenverbindungen wegen der Mensur verboten, die als eine Form des Duelles oder auch als dessen Einübung gilt. Das Verbot des Duells findet sich in Denzinger 1939 und im CIC 2351.
#32 Tridentinus 15:08:42 | Montag, 16. Januar 2012
Interessante Überlegungen zum Aufbau von LG. Für die Interpretation ohne Zweifel erhellend. Aber auch sehr logisch und formal, weswegen sich nur sehr wenige Theologen für ein solches Argument interessieren werden. Leider.
Nun, mein lieber monens, als mittelalterlicher Zopf fühlst du dich da natürlich bedroht… aber keine
Angst, du hast sicher noch eine glänzende Zukunft als alternder Dauerquerulant vor dir
Es ist bemerkenswert, dass S.E. Huonder als Wahlspruch bei seiner Bischofsweihe Bezeichnendes gwählt
hat; doch zunächst als Gegenbeispiel der „Wahlspruch“ seines Mitbruders S.E. Gmür der Diözese Basel,
der ihm durch „zeitgemässe“ Floskeln immer wieder in den Rücken fällt; dieser hat als „Wahlspruch“
Folgendes gewählt; „Den Glauben ins Spiel“ bringen“; lapidare Seifenblasen ohne Inhalt; nun der Wahlspruch
von S.E. Huonder; „ALLES IN CHRISTUS ERNEUERN“; genau, dies in Anlehnung an den Wahlspruch des hl. Papstes
Pius X.; www.razyboard.com/…07698-5892416-0.html so zeigt sich bereits bei Amtsantritt Richtunsweisendes;
in der „aufbruchbewegten“ Abbruchdiözese Basel das Techtelmechtel mit dem seelenverderbenden Zeitgeist; www.kreuz.net/article.14376.html und diese Ungeheurlichkeit; www.kreuz.net/article.14328.html und in der
Diözese Chur, trotz alternden „aufbruchbewegter“ Dauerquerulanten/innen, Hinwendung zur Treue zur hl.
Kirche; nicht umsonst wird S.E. Huonder angefeindet; wahre Hirten sind so gar nicht „zeitgemäss“; www.razyboard.com/…07887-5896399-0.html
Gabriele Kuby über Verräter-Zeitgeistchristen; + „und bestärken sich beständig darin, dass sie mündige,
mutige, moderne Christen seien, berufen, die mittelalterlichen Zöpfe der Kirche abzuschneiden. „ + www.razyboard.com/…07891-6127071-0.html
@Altliberal So spricht man nicht über HELDENBISCHOF VITUS, den zukünftigen Erzbischof von Ost-Liechtenstein! Hoffentlich dauert es nicht mehr allzu lange bis zu seiner Beförderung. Langsam schäme ich mich, im
Bistum des fast einzigen Bischofs zu leben, der von kreuz.net positiv dargestellt wird. Wenn das mal die
mächtigen Medien- und Kirchensteuerbosse wüssten !!!
#26 Altliberal † 22:51:32 | Sonntag, 15. Januar 2012
Es ist erstaunlich, was manche Bischöfe für einen Unsinn labern. Manchmal könnte man fast den Eindruck ,vor dem Konzil war wenigstens noch die theologische Ausbildung auf einem höheren Niveau. Ein Hounder wäre doch nie und nimmer Bischof geworden.
Ach Muschi, ich kann ja verstehen, dass deine Enttarnung dich immer noch verbittert. Aber du wirst ja
allmählich ein richtiger Keifgreis! Geh doch ein bisschen an die frische Luft und verkauf ein paar Exemplare
von deinem Käseblatt, das stellt dich vielleicht wieder auf.
#24 al-Muschrik 22:44:28 | Sonntag, 15. Januar 2012
Aufgeklärter Abschaum wie Palpatina und Thomasius zeigen wieder einmal die enge Verbindung, von Dummheit,
Lüge und Niedertracht. Man handet nach der Devise: „Audacter calumniare, semper aliquid haeret!“ _ Katholiken
war die Mitgliedschaft in schlagenden Verbindungen verboten.
#20 Alberthesel 14:04:54 | Sonntag, 15. Januar 2012
Das habe dazu beigetragen, „die Kirche, ihren eigentlichen Sinn und ihre Bestimmung im Bewußtsein vieler
Menschen in den Hintergrund treten zu lassen zugunsten von oft sehr menschlichen oder gar allzu menschlichen
Aspekten.“ –------------------------------------------------------------------------------- Spilet der
höchstwürdige Herr Bischof da auf die Mißbrauchsfälle an? \\
@pipilotta viktualia#14 Mit diesem Posting erzielen Sie aus Ihrer Sicht der Dinge heraus einen Volltreffer zu dem ich Ihnen gratuliere, das war eine echte Johannes Paul Lösung , einmal einen guten Bischof ernennen den man dann nach Liechtenstein entsorgt. Die immer kleiner werdende Kirche Europas versorgte er mit immer mehr Erzbistümern, Liechtenstein und Hamburg. Das Bischöfeabschießen in Chur fand erfolgreiche Nachahmer bis zum heutigen Tag, und die Päpste zogen regelmäßig zurück. Die Seligsprechung solcher Päpste kann ich aber nicht nachvollziehen.
Was müsste Heldenbischof VITUS eigentlich peinlicher sein? a) Schmisse von einer schlagenden Verbindung
im Gesicht zu tragen? b) Von einer Website, die offen rechtsextremes, reaktionäres Gedankengut vertritt,
fast als einziger Bischof positiv dargestellt zu werden? Schwierige Frage!
#12: „Das war jedenfalls „große Mode“ bei den Korporierten.Haben wohl eine Universität nur von außen
gesehen?“ +++ Zu der Zeit, als Schmisse an Wangen und Kinnladen „große Mode“ waren, allerdings!
Man müsste direkt mal untersuchen, was es am Priesterseminar St. Luzi in Chur so für schlagende Verbindungen
gibt. Der arme VITUS hätte sich statt um Schmisse vielleicht besser frühzeitig um schlagende Argumente
gekümmert…
Das sind gewisslich keine Denkerfalten, sondern Sorgenfalten… entstanden aus besorgten Grübeleien wie:
„Wann werde ich endlich zum Erzbischof des (neu zu schaffenden) Erzbistums Ost-Liechtenstein befördert?“
#10: Hä? Sind Sie wirre? Seit wann trägt man „Schmisse“ an der Stirn?? Belegen Sie einen Grundkurs Physiognomische
Menschenkenntnis oder einen Lehrgang auf dem Paukboden!
#1: Schmisse?! Sie Blinder! Das sind DENKERFALTEN!! Übrigens: Gremien, Räte, Dialogprozesse, Strukturdebatten
sind doch perfiderweise gerade dazu erfunden, die Katholische Kirche totzuquatschen.
Tomas wie ist das eigentlich so, wenn man nur ein einziges Thema in seinem Leben kennt? Wenn man so gefangen
in seinen Denkgefängnissen ist, dass man das normale Leben total aus den Augen verloren hat und sein
Leben dem Hass auf eine Organisation(sform) ausrichtet? Wird es dann auch nicht langweilig an dem einzigen
Ort, wo einem noch zugehört wird (hier -aber auch ehr zwangsläufig, für die anderen), immer und immer
wieder den selben Senf von sich gibt. Tag ein Tag aus, immer wieder das selbe, wie eine Maschine einfach
das Programm abspulen und gut ist. Ich stelle mir so ein Leben als wirklich erämblich vor und eben pahtologisch…
Er wünsch der Kirche – mit einem Zitat von Johannes Paul II. – keiner Reformer, sondern Heilige. Wie
eine häretische Sekte wie die Konzilssekte Heilige hervorbringe soll, ist schleierhaft.
Wenn Strukturdebatten keine lebendige Kirche hervorbringen (das könnten, falls überhaupt, auch wohl eher Strukturen denn Debatten darüber), ist das ja logischerweise (oder?) auch eine Aufforderung an alle Traditionalisten und „Neokonservativen“, sofort jeden Einsatz für die überlieferte SEHR hierarchische Struktur der RKK einzustellen (oder?) …
#3 Die übliche Strategie der „Konzilspäpste“. Sprüche, die katholisch sind oder sich so anhören, klopfen,
aber zugleich in der Praxis den Modernismus fördern. Damit wird der Modernismus in der Konzilssekte vertieft
und die „Päpste“, die unter dieser Situation so fürchterlich leiden, sich aber gegen diese ach so bösen
„Bischöfe“ nicht durchsetzen können, bewahren bei den „Frommen“, die sich mit den „Päpsten“ solidarisieren,
ihr „katholisches“ Gesicht. Ein rundes Geschäft.
Einmal gegen das Vatikanum II wettern… das war heute noch nicht angesagt… Dann wieder den Bischof,
der das Vatikanum II lobt, ehren. Einmal den Papst Johannes Paul II. diffamieren und ihm die Heiligkeit
absprechen, aber ihn hier mal wieder positiv hervorheben. . . Es gibt Heilungsmöglichkeiten für Schizophrenia
simplex (ICD-10 F20.6).
Leider war Johannes Paul ein Reformer der die Ministrantinnen und vieles andere mehr approbierte, und durchwegs Bischöfe ernannte die Reformer waren. Das Reden und Tun von Johannes Paul II. unterschieden sich vielfach wie Tag und Nacht.