Ich bezweifle die Ehrlichkeit von Wolfgang Schüssel
Wo steht der christdemokratische Bundeskanzler von Österreich in der Frage der staatlichen Anerkennung des Homo-Konkubinats? Er ist dagegen. Oder vielleicht dafür? Oder beides zugleich? Von Dr. Alfons Adam.
(kreuz.net) Bundeskanzler Schüssel hat kürzlich am Parteitag der Tiroler ÖVP die staatliche Anerkennung
des Homo-Konkubinats abgelehnt.
Dafür erhielt er von den 1.300 Delegierten starken Applaus. Der Beifall
war sicher ehrlich. Er entspricht der Stimmungslage im Volk.
Die Ehrlichkeit von Wolfgang Schüssel bezweifle
ich.
Er selber – beziehungsweise seine Partei, die ÖVP – hat nämlich bereits die ersten Schritte in
Richtung Homo-Konkubinat gesetzt.
So ist im steirischen Landesbedienstetengesetz eine Privilegierung
des Homo-Konkubinats vorgesehen.
In einer Novelle zum Wohnungseigentumsgesetz hat die ÖVP/FPÖ-Bundesregierung
erstmals rechtliche Privilegien für Homos auf Bundesebene eingeführt.
Diese Rechtsungleichheiten zugunsten
Homosexueller sind keine Kleinigkeit. Sie stehen in einer direkten Verbindung mit der Diskriminierung
der christlichen Ehe und Familie und mit der Verführung der Jugend zur widernatürlichen Unzucht.
Vor
einigen Wochen hat mich eine junge Mutter aus der Steiermark besucht. Sie erzählt mir, ihr zehnjähriger
Sohn sei von der Schule nach Hause gekommen und habe ihr unter anderem berichtet, wie schön es sei, homosexuell
zu sein.
Das hatte er gerade – neben anderen Scheußlichkeiten – in der Schule gelernt.
Das ist mit
Sicherheit kein Einzelfall.
Solche Kindsmanipulationen geschehen unter Verantwortung der Unterrichtsministerin
Elisabeth Gehrer in ganz Österreich. Frau Gehrer ist eine Schüssel-Vertraute und angeblich eine christliche
Politikerin.
Für mich ist die Tiroler Äußerung Schüssels zum Homo-Konkubinat ein Hinweis auf den
beginnenden Wahlkampf.
Das ist die übliche Taktik gefälliger Wortspenden für die christlichen Kernwähler
der ÖVP, die man bei der Stange halten will. Sie sollen nicht merken, wie in der ÖVP Worte und Taten
auseinanderklaffen.
Beim genannten Tiroler Parteitag soll sich Schüssel auch „schmerzlich berührt“
gezeigt haben, daß die christlichen Wurzeln Europas in der neuen EU-Verfassung keine Erwähnung fanden.
Solche Dinge fallen dem Bundeskanzler ein, nachdem die Verfassung von Österreich unterschrieben und
ratifiziert worden ist.
Was soll man von den Krokodilstränen über die verlorengegangenen christlichen
Wurzeln halten? Hat etwa Österreich nicht zugunsten von Beitrittsverhandlungen mit der Türkei gestimmt?
Die Türkei als Mitglied der EU ist aber eine Garantie dafür, daß die letzten christlichen Reste aus
der europäischen Öffentlichkeit verschwinden und die Kultur der Gottlosigkeit zementiert wird.
Inzwischen
fehlt allen politischen Parteien der Wille, dem Volk zu sagen, daß es keine Gründe für eine Privilegierung
der Homosexuellen durch den Staat gibt und daß die Förderung der Homosexualität entsetzliche Auswirkungen
auf die Jugend haben wird.
Es ist darum nicht wichtig, ob das Homo-Konkubinat durch Rot-Grün etwas früher
oder durch Schwarz-Grün etwas später kommt.
Wichtiger ist allein, daß die bereits eingeführten Privilegien
wieder abgeschafft werden.
Email-Adressen der Empfänger
2 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Diese „Ehrlichkeit“ gab es nie Zeit meines Lebens bezweifelte ich die Ehrlichkeit aller Politiker, bis
auf einige Ausnahmen, darunter Dr. Alfons Gorbach. Es herrscht besonders bei der ÖVP die Gesinnung der
„Unverbindlichkeit“, man legt sich mit Jedem ins politische Bett, wenn nur die Kasse stimmt. Richard
Zivilcourage Wenn die junge Mutter zur Schule ihres Sohnes gehen würde und die Leute zur Rede stellen
würde, die solche Irrlehren verbreiten, und wenn es mehr solche Leute gäbe, dann wären wir ein Stück
weiter. Aber das ist eine Utopie. Gegen die Homomania kommt zur Zeit (noch) niemand an.