(kreuz.net) Sumatra ist eine große Insel in West-Indonesien. Bis zum Zweiten Weltkrieg war sie von den
Niederländern besetzt.
Mit dem Anbruch des Krieges wurden deutsche und österreichische Staatsbürger,
die auf der Insel lebten, von den Niederländern in Kriegsgefangenschaft genommen.
Doch dann rückten
die Japaner an, welche die Insel besetzen sollten.
Schlimmer als Tiere
Darum schickten sich die Niederländer
an, ihre Gefangenen außer Landes zu bringen.
Unter ihnen befanden sich achtzehn Steyler Missionare.
Einer von ihnen war Bruder Aloysius Seitz.
Sie wurden auf das niederländische Schiff „van Imhoff“ gebracht –
insgesamt 500 deutsche und österreichische Kriegsgefangene.
Zwei Drittel der Gefangenen waren im Zwischendeck
eingepfercht. Es war nur einen Meter hoch. Die Gefangenen konnten also nicht aufrecht stehen.
Über hundert
waren in einem Käfig am Vorderdeck eingesperrt.
Bruder Aloysius berichtete später von der unerträglichen
Hitze und dem bestialischen Gestank an Bord.
Das Schiff kentert
Es war am dritten Reisetag um die Mittagszeit
des 19. Januars 1942.
Da wurde das Schiff vor der Küste Indonesiens mitten im indischen Ozean von einem
japanischen Bomber angegriffen.
Panik brach aus. Das Schiff begann zu sinken. Die Kriegsgefangenen hatten
kaum eine Chance.
Entgegen den Gepflogenheiten bei der Marine war der niederländische Kapitän der erste, der mit seinen
Offizieren ins Rettungsboot stieg.
Es konnte sechzig Personen aufnehmen. Aber nur zwanzig Plätze waren
besetzt.
Ein Teil der Gefangenen konnte sich retten, weil ihnen ein Feldwebel den Schlüssel zu ihren
Verschlägen zuwarf.
Bruder Aloysius erreichte schwimmend das einzige verbliebene Rettungsboot.
Die
„van Imhoff“ sank in einem gewaltigen Strudel und zog Hunderte mit sich in den Tod.
Schiffbrüchige trieben
ziellos umher.
Die Niederländer retten keine Deutschen
Kurze Zeit später wurden die Überlebenden
von einem holländischen Schiff – der „Boulangan“ – gesichtet.
Das Schiff näherte sich. Der Kapitän
der „Boulangan“ erkundigte sich nach der Nationalität der Insassen des Rettungsbootes.
Als er hörte,
daß sie Deutsche waren, drehte er ab.
Auch ein Flugzeug der niederländischen Marine schickte keine
Rettung.
Erst am dritten Tag schafften es die wenigen Überlebenden aus eigener Kraft, die Palmeninsel
Nias zu erreichen.
Die mörderische Bilanz: 412 der 478 Deutschen auf der „van Imhoff“ kamen bei der
Katastrophe ums Leben.
Bruder Aloysius überlebte als einziger der achtzehn Steyler Missionare an Bord.
Er war ein schweigsamer Mann
Pater Helmut Thometzki ist heute Geschäftsführer der Steyler Missionsprokur.
Im Jahr 1970 lernte er Bruder Aloysius kennen, als die Steyler Missionare auf der indonesischen Insel
Timor eine Druckerei aufbauten.
Vor dem Pressedienst der Steyler Missionare sagte er: „Bruder Aloyisius
Seitz war ein ruhiger Mann.“
Er brauchte Jahre, um die Geschehnisse zu verarbeiten.
Aber: „Obwohl er
Schreckliches hinter sich hatte, war er nicht verbittert.“
Nach getaner Arbeit kamen die beiden Missionare
aus Deutschland am Abend oft ins Gespräch.
„Er selber fing eigentlich nie damit an“ – erinnert sich
Pater Thometzki: „Aber wenn wir so unter uns waren, dann hat er doch Einiges erzählt.“
Das Thema ist
in den Niederlanden ein Tabu
In den Niederlanden waren die Ereignisse rund um den Untergang der „van
Imhoff“ lange ein Tabuthema.
Sie wurden bis weit in die 60er und 70er Jahre verdrängt.
In den späten
60er Jahren kam es zu einem Prozeß, den ein Überlebender aus Deutschland angestrengt hatte.
Doch die
niederländischen Gerichtsbehörden sahen keinen Grund zur Anklage.
Die Verfahren wurden verschleppt,
die Ermittlungen eingestellt.
Bis heute bleiben die Ereignisse von damals ungesühnt.
Bruder Aloysius,
starb im Jahr 1994 im Alter von 85 Jahren.
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92 Lesermeinungen
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Die Frage, wer den Krieg begonnen hatte, ist schon deswegen irrelevant, weil es in jedem Krieg jemanden gibt der ihn beginnt. Aber um die Übel der Kriege zu lindern, gibt es ja gerade internationale Abmachungen und Verträge, die davon bewußt abstrahieren. Im Rahmen dieser Verträge ist Kombattant gleich Kombattant und Zivilist gleich Zivilist. Im Rahmen dieser Verträge spielt es somit keine Rolle, ob der eine Soldat auf der Seite dessen kämpft, der diesen Krieg vom Zaun gebrochen hat, solange er als Soldat handelt, noch, ob er zur Verliererseite gehört.
#8: Mein lieber Rudimentär, die Frage, wer den Krieg begonnen hat, ist doch vom wissenschaftlichen und humanen Standpunkt für die Beurteilung von Kriegsverbrechen völlig irrelevant. Kriegsverbrechen, wie in diesem Artikel geschildert, lassen sich mit Krieg und Kriegszustand überhaupt nicht rechtfertigen, weil es selbst im Krieg Verbrechen gegen die Menschlichkeit gibt, die unentschuldbar sind. Es spielt überhaupt keine Rolle, wer diese Kriegsverbrechen begangen hat, sie sind immer zu verurteilen. KriegsVERBRECHEN sind auch von normalen KriegsHANDLUNGEN zu unterscheiden. Was die reemtsmatischen Geschichtbetrachtungen a la Leser Makuna und die Ihren so lächerlich macht, ist eben dies: dass man KriegsVERBRECHEN Nichtdeutscher banalisiert, entschuldigt oder gar rechtfertigt, während man normale KriegsHANDLUNGEN deutscher Soldaten gern zu Verbrechen hochstilisiert und sich empört. Das ist nicht nur inkonsequent, das ist ungerecht und wahrheitswidrig. Und dagegen erhebe ich Einspruch.
#82 Haben Sie sich mit dem Rest der Menschheit unterhalten? Woher wissen Sie, daß der Rest der Menschheit
andere Vorstellung von Gerichtigkeit als die Kirche hat? Wo ist der Unterschied zwischen „gerecht“ und
„gerechtferitgt“?
Jaja, Tomas, Sie haben eben ganz andere Definitionen von „Gerecht“ als der Rest der Menschheit. Und die RKK lehrt auch nicht – so bescheuert ist die auch nicht – dass ein Krieg „gerecht“ sein könne, sie lehrt, dass ein Krieg „gerechtfertigt“ sein kann – und das ist etwas völlig anderes, was Sie aber nicht zu raffen scheinen.
#80 Nach Lehre der Kirche ist der Krieg gerecht, wenn eine wichtige Ursache vorliegt, die groß genug
ist, um die Übel, die im Krieg enstehen, zuzulassen, diese Übel auf einen Minimum reduziert werden und
alle friedliche Möglichkeiten, das Problem zu lösen, erschöft sind. Vgl. P. Heribert Jone. Katholische
Moraltheologie.Paderborn 1931. Randnummer 218. Waren die „Befreiungskriege“ gegen den bösen Kaiser und
den noch böseren Adolf nicht gerecht?
Lieber Tomàs, Kein Krieg ist gerecht, denn Kriege kosten vielen Unschuldigen das Leben. Sie wollen doch
nicht behaupten, dass Weltkriege, wo Teenager zu Kanonenfutter wurden eine Art Gerechtigkeit in sich hätten.
#4 Makuna Da bin ich anderer Meinung. Vergleichen Sie die Verherrlichung des Krieges bei gewissen Literaten
des ausgehenden 19. Jahrhunderts und die Gleichgültigkeit gegenüber den zivilen und militärischen Opfern
mit der heutigen Situation. Wenn eine fehlgeleitete Rakete eine zehnköpfige afghanische Familie tötet
und es publik wird, dann muss ein sich ein General vor versammelter Presse in aller Form entschuldigen.
Dies war bis vor kurzem undenkbar und daher hat sich was fundamentales geändert.
#75 El Greco 21:34:42 | Donnerstag, 19. Januar 2012
Ich weiß noch viel mehr über Dich. Doch lassen wir das. Auch Du hast ein Recht auf einen liebenden, füsorglichen beischläfer, der Dich die ganzen Erniedrigungen, die Schmerzen und Schläge dieses Brutalo-Mackers vergessen lässt. Selbst Du hast soetwas nicht verdient.
#71 El Greco 21:24:59 | Donnerstag, 19. Januar 2012
Ich lass mich doch nicht von einer abgehalfterten System-Nudel mit grässlichem Kunst- und Kinoverstand, die sich unwidersprochen von Ihrem Macker vermöbeln lässt, Gassi führen.
#69 El Greco 21:19:28 | Donnerstag, 19. Januar 2012
Brav, hol Stöckchen! . Auf den Gedanken, dass jeder Unwissender die Beziehung Vokativ-Latein in 2sec
durch das Googeln herausfinden kann, kommst Du nicht. . Hauptsache ich hab das Stöckchen geworfen und
habe mich köstlich amüsiert. Und ich besitze das Große Latinum.
#65 Melusine † 21:05:34 | Donnerstag, 19. Januar 2012
Niemand hätte ihm einen Vorwurf aus dem Fehler gemacht. Aber diese Lächerlichkeit, dem Vokativ die Existenz abszusprechen, hat die Sache dann wirklich äußerst amüsant gestaltet.
#61 Melusine † 20:48:31 | Donnerstag, 19. Januar 2012
Jaja, der Dirk. Das wissen wir ja alle. Dass er nicht ganz gescheit ist, hat er ja gestern bewiesen, als er allen ernstes die Existenz des Vokativs im Lateinischen leugnete.
#55 El Greco 20:31:19 | Donnerstag, 19. Januar 2012
Och, das sehen wir nicht eng. Es waren ja nur dreckige Deutsche . Nicht auszudenken, wenn die Schiffbrüchigen
tapfere Zionisten gewesen wären Und die beipassenden Schiffe jener der dreckigen, babyfressenden Hunnen
und Zyklon-B Fans zugehörig.
#54 Rudi Mentär 20:20:51 | Donnerstag, 19. Januar 2012
# 35 Herr von Stolzin, oh, Verzweiflung, wie konnte ich unerleuchtetes, der Hölle abheimgegebenes Würmchen
das nur verkennen. <tiefe Verneigung, anschließend unter Tränen auf dem Boden davonrobbend>
#51 Brandenburgis 20:09:26 | Donnerstag, 19. Januar 2012
Nein, ich habe keine Zweifel daran. Aber – das gebe ich zu – es ist schwierig, wenn die Hierarchie komplett verschwunden ist, noch von Sichtbarkeit zu reden.
#48 Brandenburgis 19:57:55 | Donnerstag, 19. Januar 2012
Die römisch-katholische Kirche bleibt auch während einer Vakanz des Heiligen Stuhles sichtbar. Es ist bedauerlich, daß diese Vakanz nun schon über 70 Jahre dauert, doch habe ich keinen Zweifel daran, daß diese Kirche sichtbar ist, und daß sie auch wieder einen Papst haben wird. Bis dahin ist vor allem das Gebet der Gläubigen gefordert.
Brandenburgis beweist eindrucksvoll seinen 140 !Q –---------------------- #154 Brandenburgis 20:59:54 |
Mittwoch, 18. Januar 2012 Thomasius, eine Kugel ist der bei der Rotation eines Kreises um seinen Durchmesser
entstehende Körper.
#42: Brandenburgis, was tut die r.-k. Kirche, sollte das Bistum Rom von der Landkarte verschwinden? Das wäre eine größere theologische Herausforderung, als (mutatis mutandis) das Verschwinden Mekkas und der Kaaba für die Muslime.
#40: Clarissa, ich bin nicht mit dem Stil des Artikels und der hinter diesem Stil lauernden, von Leidenschaften zerfressenen Einstellung einverstanden, die auch gerechte Anliegen desavouiert.
„Wer, wenn nicht die Deutschen selbst, soll sich darum kümmern, dass nicht nur die von ihnen begangenen,
sondern auch die an ihnen verübten und von ihnen erlittenen Verbrechen thematisiert werden?“ . So ich
den Artikel recht verstanden habe, ist es genau das, was der H. H. Pater nie wollte – etwas Thematisieren.
. Das zu respektieren sehen sich wohl Viele außer Stande – redaktionelle Schmierfinken inbegriffen!
Die von den Deutschen begangenen Verbrechen sind weitgehend aufgedeckt und aufgearbeitet. Deutschland
gilt in manchen anderen Staaten sogar als Vorbild in dieser Hinsicht, gerade in Russland. Um der historischen
Wahrheit und Gerechtigkeit willen ist es angemessen, dass auch die Verbrechen anderer Staaten und Nationenen
festgestellt und aufgearbeitet werden. Wer, wenn nicht die Deutschen selbst, soll sich darum kümmern,
dass nicht nur die von ihnen begangenen, sondern auch die an ihnen verübten und von ihnen erlittenen
Verbrechen thematisiert werden?
#34 Vollkommen richtig! Das Schlimmste dabei ist, daß man immer nur versucht, die Verbrechen, die an
den Deutschen begangen wurden zu „erklären“. Für die Verbrechen, die die Deutschen begangen haben, gibt
es keine „Erklärung“.
#36 Simplicissimus 17:31:18 | Donnerstag, 19. Januar 2012
Schamane40, „Jeder Krieg ist ein Verbrechen“ ! Stimmt so nicht !!! Tomàs (nur echt mit dem Akzent auf
dem A…) hat immer wieder erklärt: Gerechte Kriege dürfen geführt werden. Genauso ist die Todesstrafe
rechtmässig. Vielleicht bei Befürworter des 2.Vatican-Konzils? Tomas (nur echt mit dem Akzent auf dem
A…) ist unfehlbar, er bestimmt wer christlich ist – oder wer der Konzilssekte angehört und so dem ewigen
Feuer anheimfällt !
@Rudi Mentär: aber ich muß doch sehr bitten! Wir User der größten und besten katholischen Nachrichtenseite
sollten dankbar sein, daß Tomás offensichtlich sein Leben da draußen aufgegeben hat und den ganzen
Tag lang seine freie Zeit opfert, um uns zu belehren – in Sachen Geschichte, Dogmatik, Kirchenrecht, Altes
Testament, Neues Testament und Logik! . <tiefe Verneigung> . Seien Sie gefälligst dankbar!
#33: Schalömchen, da bin ich mit Ihnen ganz einer Meinung! #27: Rudimentär: Bei KriegsVerbrechen spielen
Ursache und Anlass eben KEINE Rolle, sich sind per se VERBRECHEN. Die Bombardierung von Zivilbevölkerung,
die Vertreibung der Polen aus ihrer angestammten Heimat Galizien oder die Vertreibung der Schlesier aus
ihrer angestammten Heimat Schlesien oder der Ostpreußen aus ihrer angestammten Heimat Ostpreußen et
cetera pp. waren Verbrechen gegen die Menschlichkeit und sind nicht mit Fragen nach Ursache und Anlass
zu rechtfertigen/banalisieren/entschuldigen! Ihre unverschämte Unterstellung: „Vielleicht geht Ihnen
in Ihrer leicht bräunlichen Dunkelheit tatsächlich mal ein Licht auf.“, weise ich auf das Schärfste
zurück.
#33 schamane40 14:49:57 | Donnerstag, 19. Januar 2012
Warum nur war die Ablehnung der Niederländer gegen die Deutschen so groß? – . Jeder Krieg ist ein Verbrechen.
Es gibt keinen gerechten Krieg. Krieg muß abgeschafft werden.
#31 Ich habe behauptet, daß die „Feststellung“, die Opfer des Massakers von Dresden seien „nur“ 25 000
gewesen, eine Verharmlosung dieses Verbrechen sei. Es war nur ein Beispiel und hat nichts mit Ihnen zu
tun.
#31 Rudi Mentär 14:33:46 | Donnerstag, 19. Januar 2012
# 28 Tomás: Sie und Ihre „Tatsachen“. Ich weiß nicht, wie Sie jetzt auf Dresden kommen, darüber habe ich kein Wort verloren. Aber Sie bestätigen von der Tendenz her das, was ich gesagt habe: immer mit dem Finger auf die anderen zeigen, die sind ja viel schlimmer. Qed.
#29 Cybuzar 13:46:58 | Donnerstag, 19. Januar 2012
#28 Wahrscheinlich meinen Sie Roland Freisler, der vor seiner Nazikarriere Kommunist war. Goebbels war nie Mitglied der KPD und schon gar nicht der DKP, die es zu seinen Lebzeiten noch gar nicht gab.
#25 War Goebbels nicht Mitglied der DKP oder KPD? #27 Die Behauptung, die Allierten, besonders die Sowjets,
hätten die selben oder noch schlimmere Verbrechen als die Deutschen begangen, ist keine Relativierung,
wenn Sie darunter Verharmlosung vestehen, sondern eine Feststellung von Tatsachen. In der Geschichtsschreibung –
wie in jeder Wissenschaft – zählen nur die Fakten. Verharmlosung eines Kriegsverbrechen ist die Behauptung,
„nur“ 25 000 Zivilisten seien dem Massaker von Dresden zum Opfer gefallen, obwohl das Rote Kreuz von 300
000 ausgeht.
#27 Rudi Mentär 12:56:15 | Donnerstag, 19. Januar 2012
# 26 lux in tenebris: ich habe gar nichts gerechtfertigt, banalisiert oder entschuldigt, wenn Sie sich meine Posts mal aufmerksam durchlesen. Es geht darum, Anlass und Ursache nicht zu verwechseln. Klar ist das ein Verbrechen, die Internierten nicht gerettet zu haben – ich verweise noch mals auf die Diskussion in den 50er in Holland, die bis in die 80er nicht zu Ende geführt wurde (#3). ABER: wenn relativiert wird, dann hier in diesem Portal, da ist immer alles viiiiel schlimmer als das, was das Deutsche Wesen in den 12 Jahren 1000jähriges Reich so angerichtet hat – und das waren keineswegs durchgängig „normale KriegsHANDLUNGEN deutscher Soldaten“. Vielleicht geht Ihnen in Ihrer leicht bräunlichen Dunkelheit tatsächlich mal ein Licht auf.
#8: Mein lieber Rudimentär, die Frage, wer den Krieg begonnen hat, ist doch vom wissenschaftlichen und humanen Standpunkt für die Beurteilung von Kriegsverbrechen völlig irrelevant. Kriegsverbrechen, wie in diesem Artikel geschildert, lassen sich mit Krieg und Kriegszustand überhaupt nicht rechtfertigen, weil es selbst im Krieg Verbrechen gegen die Menschlichkeit gibt, die unentschuldbar sind. Es spielt überhaupt keine Rolle, wer diese Kriegsverbrechen begangen hat, sie sind immer zu verurteilen. KriegsVERBRECHEN sind auch von normalen KriegsHANDLUNGEN zu unterscheiden. Was die reemtsmatischen Geschichtbetrachtungen a la Leser Makuna und die Ihren so lächerlich macht, ist eben dies: dass man KriegsVERBRECHEN Nichtdeutscher banalisiert, entschuldigt oder gar rechtfertigt, während man normale KriegsHANDLUNGEN deutscher Soldaten gern zu Verbrechen hochstilisiert und sich empört. Das ist nicht nur inkonsequent, das ist ungerecht und wahrheitswidrig. Und dagegen erhebe ich Einspruch.
#25 Brandenburgis 12:28:41 | Donnerstag, 19. Januar 2012
Ich stehe auf der Seite des konservativen Widerstandes gegen den NS, des einzigen effektiven Widerstandes, den es überhaupt gab. Die Roten gliederten sich alle begeistert in die Volksgemeinschaft ein. Bestes Beispiel: Freisler, roter Kommisar und Bolschewik. Auch nicht schlecht: Torgeler, roter Reichstagsabfackler und dann im Goebbels-Ministerium Referent.
#17 Verantwortlich für den Ausbruch und Erweiterung des 2. Weltkrieges war nicht nur Hitler, sondern
auch Stalin, Churchill, Roosewelt, der die Japaner bewußt provoziert hat, um ihnen und damit den Deutschen
den Krieg erklären zu können, die Polen und die Franzosen, die an einem starken Deutschland nicht interessiert
waren. Die Geschichte von dem bösen Drachen Adolf, der die Welt erobern und alle Völker ausrotten oder
unterjochen wollte, woran er durch die drei edelen Ritter (Stalin, Roosewelt und Churchll) gehindert wurde,
ist ein Propagandalüge der Allierten. Aber egal wer den Krieg begonnen hat, Fakt ist, daß für die Kriegsverbrechen
der Allierten an den Deutschen keine Rechtfertigung vorliegt.
#23 VanDaalen 12:24:20 | Donnerstag, 19. Januar 2012
zu 15: Hier der Höhepunkt einer in sich ruhenden Logik: „Solche Kommasetzung ist bei der Journaille heute allgemein üblich, auch bei der Qualitätsjournaille, die es leider nicht mehr gibt.“ Loriot hätte seine wahre Freude daran gehabt.
#20 VanDaalen 12:20:38 | Donnerstag, 19. Januar 2012
zu 18; zu 16: Woher beziehen Sie Ihre Lebenslügen eigentlich? Brandendings und Thomás allein gegen den Rest der Welt, der natürlich keine Ahnung von nix hat und sich wie Schlachtvieh von „linken“ Medienbossen (Ich kenne keinen!) und anderen unwerten Gesockse manipulieren und leiten läßt. Nur gut, dass bei diesen beiden Figuren die Wahrheit ein derart hohes Gut ist, dass sie sich hier ständig scharfer Kritik deswegen aussetzen müssen. Und – Thomás – ob keine Antwort oder doch eine Antwort, ist in Ihrem Falle völlig egal.
#19 Semikolon 12:18:59 | Donnerstag, 19. Januar 2012
@Rudimentär“ ; Was glauben Sie denn bitte, was die jap. Armee mit den Steyler Missionaren angestellt
hätte? ; Keine Ahnung, aber warum unterstellen Sie den Japanern hier eine solche Absicht? Ich denke,
man sollte hier nicht Hollywood-Filme als Referenz nehmen. War Japan nicht schon zu dem Zeitpunkt (Frühjahr
1942) mit Deutschland verbündet?
#18 Brandenburgis 12:14:37 | Donnerstag, 19. Januar 2012
Polen war der Hauptschuldige am Ausbruch des Krieges. England hat Polen allerdings in einem Maße aufgehetzt, daß England in gleichem Range zu qualifizieren ist. Es stellt sich die Frage, ob Deutschland, wiewohl unschuldig, dem Krieg hätte aus dem Wege gehen können. Diese Frage ist sehr schwer zu beantworten, zumal leider noch viele Fakten zu einer objektiven Beurteilung des Sachverhaltes zu ermitteln sind.
#16 Wer hat denn nach der unmassgeblichen Meinung von Tomas den 2. Weltkrieg begonnen: die Polen, die Russen oder doch die Engländer, so daß den armen Deutschen nichts anderes übrig blieb als sich zu verteidigen ?
#9 Kriegsverbrecher gibt es in jedem Krieg. Die gab es auch in 2. Weltkrieg und zwar auf beiden Seiten.
Schwerpunktmäßig allerdings bei den Sowjets. Interessant ist aber, daß die Kriegsverbrechen der Deutschen
als Verbrechen gegen die Menschheit angeprangert werden und die Täter 65 Jahren nach Ende des Krieges
verfolgt werden. Dagegen werden die Kriegsverbrechen der Allierten als normale Kriegsereignisse dargestellt,
für die Deutschen (mit)verantwortlich sind, weil sie – nach Meinung der Sieger – den Krieg begonnen haben.
Diese verlogene Doppelmoral ist die Folge der Siegerjustiz der Allierten, die nur die Verbrechen der Besiegten –
oft mit Willkürmaßnahmen – verfogt hat, aber nicht die der Sieger. #11 Hier liegt eindeutig Töten durch
Unterlassung vor, was eine Form des Mordes ist. Wer die Opfer waren, ist unerheblich.
#14 Rudi Mentär 11:53:50 | Donnerstag, 19. Januar 2012
# 11 Semikolon: ich möchte mich jetzt nicht über Unrecht äußern, dass von der Wehrmacht/NS-Regime
an Zivilisten in diversen Ländern begangen wurde, nur weil Rasse, sexuelle Identität oder politische
Ansichten nicht genehm waren. Fakt ist, dass die Niederländer schon vorher 2 Schiffe mit Internierten
vor den Japanern nach Indien in Sicherheit gebracht haben, wir wollen doch mal nicht vergessen, wie die
Japaner in Südostasien gewütet haben. Die Intention war nun wahrhaftig nicht, die internierten Zivilisten
umzubringen. Ich bezweifele mal ganz stark, dass die deutsche Marine das Schiff NICHT hätte absaufen
lassen, um die eigene Haut zu retten. Aber hier wird ja gerne mit zweierlei Maß gemessen. Was die Tragik
des Ereignisses nicht mildert Was wäre denn die Alternative gewesen? Was glauben Sie denn bitte, was
die jap. Armee mit den Steyler Missionaren angestellt hätte?
#12 VanDaalen 11:50:16 | Donnerstag, 19. Januar 2012
Die Niederlande haben 1942 nicht aufgehört, als Staat zu existieren. Was Semikolon Kapitulation nennt, war ein brutales Überrennen ohne irgendeinen Grund, oder haben die Niederlande Deutschland in irgendeiner Weise bedroht? Und nun, 70 Jahre später, wird darüber diskutiert, warum nur die Niederländer 1942 die Deutschen nicht mochten. Lächerlich.
#11 Semikolon 11:45:27 | Donnerstag, 19. Januar 2012
Man sollte noch betrachten, dass es sich offenbar um inhaftierte Zivilisten handelte, keine Soldaten.
Diese Zivilisten wurden nur aufgrund ihrer Nationalität interniert. Das sind keine Kriegsgefangenen gewesen.
Es gab für die Holländer überhaupt keinen Grund, diese Menschen so zu behandeln bzw. sie überhaupt
zwangsweise zu deportieren. Als die Japaner anrückten (Frühjahr 1942), hatte Holland schon längst kapituliert,
hatte wahrscheinlich auch völkerrechtswidrig diese Zivilisten- Deportation durchgeführt.
#9 VanDaalen 11:38:05 | Donnerstag, 19. Januar 2012
Und wieder einmal ein (katholischer?) Beitrag über die bösen Anderen und die guten Deutschen. Niemand wird ernsthaft behaupten, dass es nicht auf allen Seiten Kriegsverbrechen gegeben hat. Aber es ist ein Merkmal jedes Krieges, dass er zivilisierte Menschen verroht. Die Aufarbeitung auf niederländischer Seite mag nicht optimal gewesen sein, aber wie ging denn Deutschland mit seinen Kriegsverbrechen um? Und sind die Zuschriften in ihrer Tendenz hier nicht ein Zeichen dafür, dass damals einiges schief gelaufen sein muß?
#8 Rudi Mentär 11:30:12 | Donnerstag, 19. Januar 2012
# 5 lux in tenebris: immer schön auf dem Teppich bleiben und nicht Anlass und Ursache verwechseln. Jaja, ich weiß, gleich schreien gewisse Leute wieder auf, dass Hitler doch einen ach so gerechtfertigten Verteidigungskrieg gegen die pöhsen Alliierten geführt hat. Eure Deutsches-Reich-war-unschuldig-und-eigentlich-Opfer-Geschichtsklitterung kann ich wiederum in ihrer hirnlosen Undiffenrenziertheit nicht ernst nehmen.
Also sind nun auch die Niederländer schuld. . Nur Deutsche waren als einzige an allem unschuldig. Das
ist die kathuntische Sicht der Dinge. . Selbstkritik wird als fishing for compliments abgelehnt. . +++aktuell+++
breaking news+++ +++katholische nachrichten+++
Natürlich, alles klar, Makuna! KriegsVerbrechen von Nichtdeutschen sind immer als ganz natürliche Folgen des Krieges schulterzuckend hinzunehmen, KriegsHandlungen von deutschen Soldaten sind aber per se immer schon Kriegsverbrechen, über die man sich trefflich erregen kann. Man kann Euch und Eure Reemtsmatische Geschichtsbetrachtungen einfach nicht ernstnehmen.
Man „muß“ nicht, aber es geschieht. Schau dir doch mal die Geschichte an. Wer als Feind identifiziert wird, hat keine Gnade zu erwarten, egal von wem. Das geht im Großen, wie bei den vielen Völkermorden der letzten 200 Jahre, und im Kleinen, wie bei eskalierenden Familienstreits. Ich finde es nicht gut, wehrlose Gefangene verrecken zu lassen, aber ich gebe mich nicht der Illusion hin, daß dieses Nicht-gut-finden irgendetwas ändert.
#3 Rudi Mentär 10:32:09 | Donnerstag, 19. Januar 2012
# 1 Makuna – ja. Aber: selbst in den Niederlanden kam in der Nachkriegszeit Kritik an einer Anordnung
der niederländischen Marine auf, dass die Schiffbrüchigen, so sie nicht zu Mannschaft und Militär gehörten,
ihrem Schicksal ausgeliefert werden sollten. Eine juristische Voruntersuchung wurde in den 50er eingestellt,
ein Dokumentarfilm in den 80ern nicht ausgestrahlt bzw. angeblich aus Versehen gelöscht, weil man keinen
Ärger mit Deutschland wollte. 1940 hatten die Niederländer Deutsche in Nierländisch-Indien wegen ihrer
Staatsangehörigkeit interniert – das waren nicht unbedingt Anhänger des NS-Regimes, sondern Emigranten
wie der deutsche Maler Walter Spies. Standen unter Generalverdacht – und wurden als Teil der Achse Berlin –
Tokio angesehen.
An Makuna: . „Das ist Krieg“. Mit den selben Worten hat Maischberger das Pfählen Gaddafis verteidigt.
. Muss man im Krieg bis zum Äußersten gehen und allen Anstand über Bord werfen? . Wo bleibt da die
Ritterlichkeit?