Damals und heute antikirchlich
Die antikirchliche Linzer Kirchenzeitung sucht Zuflucht beim antikirchlichen Ex-Reichssender
Das ist interessant: Für einen österreichischen Richter ist der Vorwurf, mit Kinderpornographie im Zusammenhang zu stehen, „nicht ehrrührig“.
Firmensitz von 'gloria.tv' in Moldawien.
Firmensitz von ‘gloria.tv’ in Moldawien.
© Screenshot gloria.tv
(kreuz.net, Wien) Heute abend wird sich der damals wie heute antikirchliche Ex-Reichssender Wien (ORF) mit katholischen Onlinemedien anlegen.

Der Ex-Reichssender wird von den Genossen kontrolliert.

Der Beitrag zielt erwartungsgemäß gegen den schärfsten Kritiker des Ex-Reichssenders – dem europaweit größten katholischen Nachrichtenportal ‘kreuz.net’ – ins Feld.

Seitenhiebe werden auch die neokonservativen Portale ‘kath.net’ und die Video-Seite ‘gloria.tv’ treffen.

Letztere war blöd genug, ihrem Rechtsanwalt Gernot Steier zu erlauben, dem Ex-Reichssender ein Interview zu geben.

Steier ist Generalsekretär der Partei ‘Die Christen’.

Der Ex-Reichssender wird ‘gloria.tv’ wegen eines Prozesses gegen die kirchenfeindliche Linzer Kirchenzeitung attackieren.

Darüber sprach Steier am 20. Januar in einem Interview mit ‘gloria.tv’.

Nazi-Wahn und Mißbrauchs-Hoax

Die Pensionisten-Kirchenzeitung verleumdete ‘gloria.tv’ im Frühjahr 2009.

Dazu führte sie den oberösterreichischen Landesdirektor des Ex-Reichssender (ORF), Helmut Obermayr, ins Feld.

Dieser stellte das katholische Portal – passend zum Mißbrauchs-Hoax – in das Kinderschänder-Eck:

„Viele Kinderpornoseiten haben so wie ‘gloria.tv’ ihre Server in Moldawien. Mit diesen begibt sich ‘gloria.tv’ auf eine Stufe“ – zündelte Obermayr mit rassistischen Untertönen.

Das Land ist international nie als Verbreiter von Kinderpornographie bekannt geworden. Obermayr schien sich somit auf privates Know-How zu beziehen.

Für den Richter ist Kinderpornographie „nicht ehrenrührig“

Gegen die von der Kirchenzeitung kolportierte Kinderschänder-Verleumdung Obermayrs habe ‘gloria.tv’ rechtlich vorgehen müssen, so Steier:

„Ich muß Ihnen nicht erklären, was es heute in der Katholischen Kirche bedeutet, mit Kinderpornographie in Zusammenhang gebracht zu werden.“

Doch ein Prozeß habe nicht stattfinden können: „Der Richter wollte nicht akzeptieren, daß es ‘gloria.tv’ überhaupt gibt.“

Steier hatte alle Dokumente und Firmenbuchauszüge fristgerecht vorgelegt.

Zudem habe der Richter festgestellt, daß „es für einen [katholischen] Internet-Nachrichtendienst nicht ehrenrührig sei, mit Kinderschändern in einen Topf geworfen zu werden“.

Unter diesen Skandal-Umständen habe ‘gloria.tv’ das Verfahren nicht fortgesetzt, so Steier.

Offener Ausländer-Haß

Steier wehrt sich auch gegen Kritik an der Arbeit in Moldawien.

Ein Firmensitz im armen Moldawien sei nicht unehrenhafter als in Österreich oder Deutschland.

Der Anwalt ortet eine „unterschwellige Ausländerfeindlichkeit“ beim Ex-Reichssender und der altliberalen Kirchenzeitung.

Das Portal ‘gloria.tv’ sei in dem Land errichtet worden, weil dort das erste Studio entstand.

Der Dieb ruft: „Haltet den Dieb“

Gegen ‘gloria.tv’ führte der Landesdirektor Obermayr auch ein strafrechtlich relevantes Delikt ins Feld.

Der katholische Internetsender habe Material des Ex-Reichssenders für die eigene Nachrichtensendung verwendet und das sei „eindeutig Diebstahl“.

Steier erklärt, daß die Gloria-Nachrichtensendung nur die Webseite des Ex-Reichssenders „abgefilmt“ habe.

Süffisant ergänzt er, daß der Ex-Reichssender selber ‘gloria.tv’ abgefilmt und mit Bild und Ton hergezeigt habe:

„Damit hat Obermayr das, was sein eigener Sender macht, als »Diebstahl« bezeichnet“ – kommentiert Steier.
      
18 Lesermeinungen
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#18   wickerl   18:38:36 | Mittwoch, 25. Januar 2012
Bei der gestrigen ORF Sendung Report die beitragsweise im Internet abrufbar ist, hatte der Chefredakteur Fellinger einen erbärmlich- armseligen Auftritt, der passt in die Kirchenzeitung dieser Skandaldiözese
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#17   RichardLöwenherz   01:59:52 | Mittwoch, 25. Januar 2012
HERR SUHRBIER
Hier geistert seit einiger Zeit ein gewisser HERR SUHRBIER herum. Es wird gemunkelt, dass es sich um Dr. David Berger, einem Homo-Perversen Verbrecher handelt.
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#16   Schalom †-23:50:23   22:02:51 | Dienstag, 24. Januar 2012
Es wird nicht mehr lange dauern, da wird das Größte Europäische Kreuz-Netz (GEKN) den Ex-Reichssender Wien übernehmen. –
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#15   Atica   21:45:26 | Dienstag, 24. Januar 2012
#12 Black
… und wenn dann nur im Zusammenhang mit Rechtsradikalismus und nicht mit Religion oder gar der RKK!
wie ich unter #10 schon zu Schalom sagte.
Haben unsere Glatzen wieder mal total versagt. Kein Wunder das die immer so gefrustet sind :-D :-D :-D :-D :-D :-D
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#14   Cybuzar   21:45:02 | Dienstag, 24. Januar 2012
#12 Kein Wunder, nachdem sie schon bei der Interviewgelegenheit gekniffen haben.
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#13   Anael   21:43:32 | Dienstag, 24. Januar 2012
Was unser Krypto-KIF-Fan und Ober Politschwule zu den Kinderschändern gesagt hat, dem Christus einen Mühlstein um den Hals wünscht, das liest ,man hier:
.
in: Angelo Leopardi (ed.), Der pädosexuelle Komplex, Berlin, Frankfurt (Main):
Der nachfolgende Beitrag stammt von Volker Beck, der für „Schwulenreferat“ der Grünen im Bundestag zuständig ist.:
.
[S.260] Der Sonderausschuss des Deutschen Bundestags hatte 1973 bei der Vorbereitung des 4. Strafrechtserneuerungsgesetzes versucht, seiner Arbeit eine rationale Erläuterungung der Problematik zugrunde zu legen Foerster, S.28-34 (1988). Angesichts der Bedenken der geladenen Experten hinsichtlich der Behauptung, gewaltlose pädosexuelle Erlebnisse störten die sexuelle Entwicklung eines Kindes, verpflichtete sich der Sonderausschuss mit seiner Definition des zu schützenden Rechtsgutes als der „ungestörten sexuellen Entwicklung des Kindes“ immerhin einer sachlichen Argumentation. Allerdings hat der Sonderausschuss sich selbst bei seinen Vorschlägen nicht daran gehalten und sich wieder besseres Sachverstandigenwissen für generelle Strafbarkeit der Sexualität mit Kindern entschieden.
Obwohl dieser Ansatz einer rationalen Auseinandersetzung mit dem Problem der P. 176 nicht gleich zum Erfolg führte, scheint er mir der einzige Ausgangspunkt für eine tatsächliche Verbesserung der rechtlichen Situation der Pädophilen.
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#12   Blackmore   21:41:48 | Dienstag, 24. Januar 2012
Wie peinlich, kreuz.net wurde in der Sendung nur am Rande erwähnt…
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#11   Schalom †-23:50:23   20:54:54 | Dienstag, 24. Januar 2012
Atica, die Artikel sprechen ihre eigene Sprache.
Es ist nichts so geheim gesponnen,
alles kommt ans Licht der Sonnen.
*
Die Maus ist für Assange zu klein.-
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#10   Atica   20:40:35 | Dienstag, 24. Januar 2012
#8 Schalom
Na, dann schauen wir mal. Kommt ja gleich. Wahrscheinlich sind 50% wieder nur Einbildung und die anderen 50% schlicht gelogen. Wird sein wie immer: da fällt unter vielen Namen auch mal irgendwo kurz +net aber keiner geht wirklich drauf ein, da die Seite hier doch wohl mehr unter Rechtsradikalismus läuft und nicht unter Religion…
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#9   Cybuzar   20:09:36 | Dienstag, 24. Januar 2012
#5 War es nicht derselbe Registrar, InternetBS Corporation auf den Bahamas?
Das allerdings wurde mir von einem Dutzend Betreiberauskunfteien bestätigt. o.O
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#8   Schalom †-23:50:23   20:02:26 | Dienstag, 24. Januar 2012
die maus versucht sich zum elefanten aufzupumpen. europa fast es nicht.
+
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#7   clarissa colonia   19:58:39 | Dienstag, 24. Januar 2012
Juristische Personen können – zumindest nach deutschem Recht – nicht beleidigt werden.
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#6   Palmström   19:32:43 | Dienstag, 24. Januar 2012
***Die antikirchliche Linzer Kirchenzeitung sucht Zuflucht beim antikirchlichen Ex-Reichssender ***
Die antiokirchliche Kirchenzeitung… :-$ :-$ :-$ :-$ :-$ :-$ :-$ :-$ :-$ :-*
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#5   Gallowglas   19:30:36 | Dienstag, 24. Januar 2012
Wobei ja Gloria.tv nur auf einem moldavischen Server liegt, während sich #.net ja sogar den gleichen Server mit div. Kinderpornoanbietern teilt …
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#4   Cybuzar   19:18:00 | Dienstag, 24. Januar 2012
Moldawien als beliebter Standort für Kinderporno-Server:
www.teltarif.de/…orks/news/37535.html?page=2
Man sollte dem ORF, kreuts.net & Co besser keine Bälle hinrollen, wenn man nicht will, dass sie ein Tor schießen.
Die lassen die Gelegenheit nicht aus! :-S
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#3   Atica   18:57:01 | Dienstag, 24. Januar 2012
Wer die Reportage sehen möchte:
tvthek.orf.at/live
Ab 21:05 im Livestream!!
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#2   Gallowglas   18:17:20 | Dienstag, 24. Januar 2012
Will wer wetten, daß #.net in dem Beitrag nicht einmal erwähnt wird, und das Schreibbüro deswegen so verzweifelt um Aufmerksamkeit bettelt ? >:)
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#1   gesunder   17:56:30 | Dienstag, 24. Januar 2012
In der Sendung in ORF2 gibt es aber auch einen SPÖ-kritischen Beitrag…
Wie ist das zu erklären?
.
ORF2 21:05 Report
.
Kirchenkampf im Internet
.
Der Kampf um die Zukunft der katholischen Kirche wird auch im Internet geführt. Reaktionäre Kreise gewinnen dabei an Terrain. In privaten Nachrichtenagenturen und Web-TV verbreiten sie nicht nur ihre erzkonservative Weltanschauung, sondern betreiben handfeste Kirchenpolitik: gegen liberale Bischöfe, gegen kirchliche Reformgruppen, oftmals untergriffig, fern von journalistischen Grundregeln, manchmal antisemitisch. Die Öffentlichkeit nimmt sie oft fälschlich als offizielle kirchliche Medien wahr. Die Diözesen bemühen sich um Distanz, nehmen sie aber dennoch ernst, denn in Rom sind sie bestens vernetzt. Ein Bericht von Eva Maria Kaiser.
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Roter Unmut
.
Die Geheimsitzungen und Geheimgipfel rund ums Sparpaket verbreiten in der SPÖ Unruhe. Viele Genossen lehnen sich gegen das Sparpaket auf. Landesorganisationen fordern mehr Information, die Parteijugend will dem Sparpaket die „Giftzähne“ ziehen. Gewerkschaft und Arbeiterkammer erhöhen den Druck auf Faymann gegen ein ausgabenseitiges Sparpaket und fordern auch Vermögenssteuern. Die Kritik aus den eigenen Reihen steigt. Die innere Überzeugungsarbeit greift nicht. Verspielt der Parteichef den Rückhalt bei der Basis? Alexander Sattmann und Ernst Johann Schwarz berichten von den roten Querelen.
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