08:33:57 | Dienstag, 5. Juli 2005
Botschafter Christi + Bischof Mixa erlitt Gehirnerschütterung + Ein großes Anliegen + Die Maroniten kehren zurück + Vom Tempel zur Markthalle
Botschafter ChristiVatikan. Der Heilige Vater hielt gestern eine Audienz für die Pilger der Erzdiözese
Madrid. Dabei hob er die Bedeutung von Ehe und Familie hervor. Die 1600 spanischen Pilger wurden vom Erzbischof
von Madrid, Antonio Maria Kardinal Rouco Varela (68), begleitet. Papst Benedikt XVI. erklärte, daß Gott
in der Familie gegenwärtig ist. Deshalb sei sie ein Zeichen der Einheit für die Gesellschaft Spaniens.
Das
Homo-Gesetz, das gleichentags in Spanien in Kraft trat, erwähnte der Papst nicht. Der Heilige Vater
unterstrich die Notwendigkeit, daß die spanischen Katholiken Missionare werden: „Jeder einzelne Gläubige
muß sich zum Botschafter Christi berufen fühlen. Als solcher muß er sich auf die Suche nach jenen machen,
die sich von der Gemeinschaft entfernt haben.“
Bischof Mixa erlitt GehirnerschütterungDeutschland.
Der Bischof von Eichstätt, Mons. Walter Mixa (64), ist am Samstag abend im Bischofspalais verunglückt.
Derzeit liegt der Bischof mit einer Gehirnerschütterung und einer Nasenbeinfraktur im Eichstätter Krankenhaus.
Für die Verpflichtungen des Bischofs bis Mitte Juli wurden Vertretungen organisiert.
Ein großes Anliegen
Deutschland. Papst Benedikt XVI. wird sich bei seinem Deutschlandbesuch zum Weltjugendtag Mitte August
mit Vertretern der Evangelischen Kirche treffen. Das erklärte der Generalsekretär des Weltjugendtags,
Heiner Koch, am Montag in Köln. Zuvor hatte sich der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Nikolaus
Schneider, über seine Nicht-Einladung beklagt. Ein Treffen zwischen dem Papst und Vertretern der Ökumene
in Deutschland sei von Anfang an geplant gewesen, rechtfertigte sich Generalsekretär Koch gegenüber
dem protestantischen Vorwurf. Daß eine solche Begegnung stattfinde, sei den Organisatoren des Weltjugendtags
ein großes Anliegen. Wegen der Planungen des Vatikan könnten die offiziellen Einladungen jedoch erst
kurzfristig verschickt werden.
Die Maroniten kehren zurückZypern. Maronitische Christen, die 1974
bei der Teilung Zyperns aus dem heute türkisch beherrschten Nordteil der Insel geflohen sind, haben die
Erlaubnis bekommen, zurückzukehren, ohne auf ihren zypriotischen Paß zu verzichten. Die 6000 zypriotischen
Maroniten bewohnten vor der türkischen Invasion der Insel vor allem vier Dörfer. Die neue Regelung erlaubt
den Maroniten aber nur eine Rückkehr nach Kormatikis. Die Stadt befindet sich im Nordwesten der Hauptstadt
Nicosia und war das Zentrum des maronitischen Lebens in Zypern. Die Maroniten sind Katholiken des syrischen
Ritus, die vor allem im Libanon zuhause sind.
Vom Tempel zur MarkthalleDeutschland. Die 1965 erbaute
Berliner Kirche St. Raphael soll ein Supermarkt werden. Anfang Mai hat das Erzbistum Berlin die Kirche
an die Investoren ‘Fleischer und Hohlfeld’ verkauft. Grund für die Veräußerung war die Finanznot des
Bistums. Zwar war auch das Erzbistum der Auffassung, daß die neue Verwendung der Kirche keine „optimale“,
höchstens eine „akzeptable Lösung“ sei. Man habe erst nach monatelanger Diskussion zugestimmt. Es habe
sich kein anderer Käufer gefunden. Außerdem benötige die Gegend dringend ein Lebensmittelgeschäft.
Das Vorgehen des Erzbistums rief breiten Protest hervor. Die Witwe des Architekten der Kirche meldete
mit Bezug auf Urheberrechte gegen die Umnützung Bedenken an. Ob diese beim Denkmalschutz tatsächlich
etwas bewirken können, ist mehr als fraglich. Während eine im modernen Stil erbaute Kirche zum Supermarkt
wird, ist die Priesterbruderschaft St. Pius X. gegenwärtig dabei, in Berlin eine große, neubarocke Kirche
zu errichten.
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#2
Athanasius 20:45:40 | Dienstag, 5. Juli 2005
#1
Benedikt 13:14:46 | Dienstag, 5. Juli 2005