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Botschafter Christi + Bischof Mixa erlitt Gehirnerschütterung + Ein großes Anliegen + Die Maroniten kehren zurück + Vom Tempel zur Markthalle
Botschafter Christi

Vatikan. Der Heilige Vater hielt gestern eine Audienz für die Pilger der Erzdiözese Madrid. Dabei hob er die Bedeutung von Ehe und Familie hervor. Die 1600 spanischen Pilger wurden vom Erzbischof von Madrid, Antonio Maria Kardinal Rouco Varela (68), begleitet. Papst Benedikt XVI. erklärte, daß Gott in der Familie gegenwärtig ist. Deshalb sei sie ein Zeichen der Einheit für die Gesellschaft Spaniens. Das Homo-Gesetz, das gleichentags in Spanien in Kraft trat, erwähnte der Papst nicht. Der Heilige Vater unterstrich die Notwendigkeit, daß die spanischen Katholiken Missionare werden: „Jeder einzelne Gläubige muß sich zum Botschafter Christi berufen fühlen. Als solcher muß er sich auf die Suche nach jenen machen, die sich von der Gemeinschaft entfernt haben.“

Bischof Mixa erlitt Gehirnerschütterung

Deutschland. Der Bischof von Eichstätt, Mons. Walter Mixa (64), ist am Samstag abend im Bischofspalais verunglückt. Derzeit liegt der Bischof mit einer Gehirnerschütterung und einer Nasenbeinfraktur im Eichstätter Krankenhaus. Für die Verpflichtungen des Bischofs bis Mitte Juli wurden Vertretungen organisiert.

Ein großes Anliegen

Deutschland. Papst Benedikt XVI. wird sich bei seinem Deutschlandbesuch zum Weltjugendtag Mitte August mit Vertretern der Evangelischen Kirche treffen. Das erklärte der Generalsekretär des Weltjugendtags, Heiner Koch, am Montag in Köln. Zuvor hatte sich der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Nikolaus Schneider, über seine Nicht-Einladung beklagt. Ein Treffen zwischen dem Papst und Vertretern der Ökumene in Deutschland sei von Anfang an geplant gewesen, rechtfertigte sich Generalsekretär Koch gegenüber dem protestantischen Vorwurf. Daß eine solche Begegnung stattfinde, sei den Organisatoren des Weltjugendtags ein großes Anliegen. Wegen der Planungen des Vatikan könnten die offiziellen Einladungen jedoch erst kurzfristig verschickt werden.

Die Maroniten kehren zurück

Zypern. Maronitische Christen, die 1974 bei der Teilung Zyperns aus dem heute türkisch beherrschten Nordteil der Insel geflohen sind, haben die Erlaubnis bekommen, zurückzukehren, ohne auf ihren zypriotischen Paß zu verzichten. Die 6000 zypriotischen Maroniten bewohnten vor der türkischen Invasion der Insel vor allem vier Dörfer. Die neue Regelung erlaubt den Maroniten aber nur eine Rückkehr nach Kormatikis. Die Stadt befindet sich im Nordwesten der Hauptstadt Nicosia und war das Zentrum des maronitischen Lebens in Zypern. Die Maroniten sind Katholiken des syrischen Ritus, die vor allem im Libanon zuhause sind.

Vom Tempel zur Markthalle

Deutschland. Die 1965 erbaute Berliner Kirche St. Raphael soll ein Supermarkt werden. Anfang Mai hat das Erzbistum Berlin die Kirche an die Investoren ‘Fleischer und Hohlfeld’ verkauft. Grund für die Veräußerung war die Finanznot des Bistums. Zwar war auch das Erzbistum der Auffassung, daß die neue Verwendung der Kirche keine „optimale“, höchstens eine „akzeptable Lösung“ sei. Man habe erst nach monatelanger Diskussion zugestimmt. Es habe sich kein anderer Käufer gefunden. Außerdem benötige die Gegend dringend ein Lebensmittelgeschäft. Das Vorgehen des Erzbistums rief breiten Protest hervor. Die Witwe des Architekten der Kirche meldete mit Bezug auf Urheberrechte gegen die Umnützung Bedenken an. Ob diese beim Denkmalschutz tatsächlich etwas bewirken können, ist mehr als fraglich. Während eine im modernen Stil erbaute Kirche zum Supermarkt wird, ist die Priesterbruderschaft St. Pius X. gegenwärtig dabei, in Berlin eine große, neubarocke Kirche zu errichten.
      
2 Lesermeinungen
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#2   Athanasius   20:45:40 | Dienstag, 5. Juli 2005
@Benedikt
Nein, es ist noch längst nicht zu spät. Die umstrittene Piusbruderschaft versucht überall wegen Überfulltheit Kirchen zu bekommen, auch weil man weiss, dass man echte Kirche und Gotteslob bietet.
Ich kann es den Leuten nicht vorwerfen, wenn die Kleriker selber oft Apostaten sind. Leider. Schande.
Aber man zerstört lieber Kirche als sie mit der Garantie von Restauration und Reparierung an die FSSPX (www.fsspx.info) abzugeben.
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#1   Benedikt   13:14:46 | Dienstag, 5. Juli 2005
Breiter Protest
Ja, jetzt kommen sie alle und protestieren gegen die Umnutzung der ehemaligen Kirche. Wo aber waren sie, als es die Kirche noch gab?
Manchmal merkt man eben erst dann, wenn etwas wegfällt, wie sehr man daran gehangen hat. Aber dann ist es zu spät.
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