Der Essener Weihbischof Mons. Franz Vorrath hat die „Christenclub“-Äußerung des türkischen Ministerpräsidenten als „Stimmungsmache“ zurückgewiesen. Von Weihbischof Franz Vorrath.
(kreuz.net) Die wiederholt vom türkischen Ministerpräsidenten gebrauchte Formulierung vom „Christenclub
Europa“ geht an der politischen Realität der europäischen Union vorbei, zu der die institutionelle Trennung
von Staat und Religion gehört.
Wenn sie nicht Ausdruck von Unkenntnis ist, kann man sie nur als Stimmungsmache
verstehen, die von den wirklichen Problemen im Zusammenhang mit den bevorstehenden Beitrittsgesprächen
der EU mit der Türkei ablenken sollen.
Diese Probleme sind die anhaltenden Defizite bei Menschenrechten
und Religionsfreiheit, insbesondere der korporativen Religionsfreiheit in der Türkei.
Trotz der erfolgten
positiven Gesetzesänderungen der letzten Zeit gewährt die Türkei den christlichen Kirchen bis heute
nicht einen Rechtsstatus, der ihrem Selbstverständnis entspricht und kirchliches Leben im umfassenden
Sinn ermöglicht.
Entgegen dem immer betonten Laizismus kontrolliert und fördert der türkische Staat
einseitig den sunnitischen Islam durch die Besoldung der Vorbeter, den Unterhalt der Moscheen und einen
verpflichtenden sunnitisch-islamischen Religionsunterricht für alle Schüler.
Dieses Modell, durch das
alle nicht sunnitisch-islamische Religionsausübung, insbesondere auch das Glaubensleben der christlichen
Kirchen, diskriminiert wird, ist nicht Europa-kompatibel.
Die Europäische Union ist kein Christenclub,
sondern eine Wertegemeinschaft mit gemeinsamen politischen, rechtlichen, wirtschaftlichen und sozialen
Standards.
Gegenüber der Türkei wie auch gegenüber allen anderen Beitrittskandidaten sind diese Standards
in den Kopenhagener Kriterien festgeschrieben.
Dazu gehört die umfassende Gewährleistung der Menschenrechte
einschließlich der vollen individuellen und korporativen Religionsfreiheit.
Die Deutsche Bischofskonferenz
hat mehrfach betont, daß der vollen Religionsfreiheit im Rahmen der Kopenhagener Kriterien eine besondere
Bedeutung zukommt.
Die Religionsfreiheit liegt in der Würde des Menschen begründet. Daher sind der
Schutz der Menschenrechte und die Achtung der Religionsfreiheit für einen EU-Beitritt von zentraler Bedeutung.
Es muß sichergestellt werden, daß die Rechte, welche türkische Muslime in Deutschland genießen, mindestens
schrittweise auch den Christen in der Türkei eingeräumt werden.
Die Rede vom „Christenclub Europa“
wird nicht zuletzt widerlegt durch die Bemühungen um eine Integration der türkischstämmigen Zuwanderer
in Deutschland sowie den christlich-islamischen Dialog.
In beiden Bereichen engagiert sich die katholische
Kirche und die Caritas mit vielfältigen Initiativen und hohem Einsatz.
Es wäre hilfreicher, wenn Ministerpräsident
Erdogan diese Bemühungen wahrnehmen und unterstützen würde, anstatt Fronten zwischen Christentum und
Islam aufzubauen, während wir durch Dialog und Begegnung ein gelingendes Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher
Kultur und Religion fördern.
Email-Adressen der Empfänger
28 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Lieber Laurentius hatte ich vergessen, auch Dir explizit mitzuteilen, dass ich, wie auch der Jude Jesus,
kein Französisch kann… ) (auch wenn ich hiermit einen meiner fünf Beiträge, die mir erlaubt sind,
im Gegendsatz zu anderen, verplempere…)
Aber lieber LauRenntius Wer hat Ihnen erklärt, daß die Sachsenmission der Prototyp der Evangelisation
Europas ist? Wo habe ich von der Sachsenmission geschrieben? Übrigens, das angebliche Massaker …keine
primär religiös motovierte oder gar kirchliche, dann aber möglicherweise sekundär? – aber bei ESOTERIC
ist wohl jede Zeile vergebene Liebesmüh … sortiere erstmal Dein Geschichtswissen… Ist er die bemitleidenswerte
Ausgeburt des kirchenfeindlichen PISA-Systems und steht damit für Millionen fehlgeleiteter Seelen ? Ich
befürchte es. Du solltest erstmal Dein eiggenes schiefe Welt(PISA)bild gerade rücken… becor Du Dir
Befürchtungen über andere anstellst )
ad Marcel Zumindest einen Überblick über die Geschichte der Kirche im Verhältnis zur Freimaurerei vom
Beginn des 18. Jh’s bis zu Paul VI. bieten das elfte und das zwölfte Kapitel des Buches „Das Geheimnis
der Freimaurer“ von J. Ploncard d’Assac (dtsch. [Priesterbruderschaft St. Pius X.] Stuttgart 1989). –
Ich weiß allerdings nicht, ob es z.Z. noch erhältlich ist.
@Esoteric Sie tun mir doch irgendwie leid. Wer hat Ihnen erklärt, daß die Sachsenmission der Prototyp
der Evangelisation Europas ist ? Sind Sie wirklich so dumm, all diesen kirchenfeindlichen Schmarrn zu
glauben ? Übrigens, das angebliche Massaker von Werden (ca. 4000 Tote) war eine politische Strafmaßnahme
Kaiser Karls (wegen deren Untreue im Krieg gegen die Slawen), keine primär religiös motovierte oder
gar kirchliche, – aber bei ESOTERIC ist wohl jede Zeile vergebene Liebesmüh … Ist er die bemitleidenswerte
Ausgeburt des kirchenfeindlichen PISA-Systems und steht damit für Millionen fehlgeleiteter Seelen ? Ich
befürchte es.
Was ist es wenn sich die Kirche mit machtversessenen Herrschern, heidnischen Kaisern und anderem gottlosen
Gesindel zusammen tun, um der Macht willen? Ist das nicht GOTTlosigkeit hoch drei? Allzuoft haben sich
die Kirchen mit Mordbrennern und Götzenanbetern in ein staatliches „Lotterbett“ begeben. Nur weil der
Stammesfürst aus Kalkül sich taufen liess, und seine Untergebenen sich so fügen mussten, war da nicht
einer ein Christ geworden. Die Kirchen haben vergerssen, die Botschaft dem, Volke zu bringen. (es ist
schon eine Frechheit, jemandem seinen Glauben abzusprechen, was ist das für ein hochnäsiger Witzbold,
der sich das erlaubt… ich für meinen Teil bin, GOTT sei Dank, kein Christ! Amen)
Die Lehre der Päpste über das Freimauertum Methusalix, großartig, daß Sie katholisch sind. Es sind
übrigens keine Verschwörungstheorien. Es ist die Praxis der Freimaurer, die von den meisten Päpsten
vor dem Konzil wiederholt offengelegt wurden, weil sie die große Gefahr deutlich erkannten. Vor allem
die Pius-Päpste sind dafür recht bekannt. Da Sie katholisch sind, empfehle ich ihnen an erster Stelle
die vielen Aussagen der vorkonziliaren Päpste zum Thema Liberalismus und Freimaurerei, in Enzykliken,
Rundschreiben, uam. Damit wissen Sie schon das wichtigste und das weitere Studium weiß, worauf das Augenmerk
zu richten ist. Es gibt bereits viele Arbeiten, die die meisten dieser päpstlichen Schreiben anführen
und verwenden. Leider habe ich keine „kurz und bündig“-Sammlung vorliegen. Vielleicht kann jemand helfend
einspringen?
@methusalix – Verschwörungstheorien ? Verehrter Methusalix, Sie nehmen die Sache – à la Johannes XXIII. –
sehr leicht … Wenn Sie diese „VerschwörungsTHEORIE“ THEORETISCH studieren wollen, beginnen Sie doch
ganz einfach mit dem Ratzinger-Kommentar von 1983 zur Exkommunikation von „katholischen“ Freimaurern.
Diese ist nämlich ganz aktuell und PRAKTISCH ! Oder ist unser Papst auch ein dunkler Verschwörungstheoretiker …
?
#20 methusalix † 09:55:10 | Mittwoch, 6. Juli 2005
@laurentius @marcel Dank für die Aufklärung! Da ich diese Verschwörungstheorien bisher nicht so recht
beachtet habe, ist mir dieser ZUsammenhang natürlich entgangen. In Zukunft werde ich die Freimaurerei,
zumindest theoretisch, besser studieren. Zu meiner Person: ich bin katholisch, RÖMISCH katholisch und
glaube an den personifizierten Teufel, sowie die Hölle, als andauernder, gottferner Ort, wobei ich eine
Zuweisung von Personen zu einzelnen Orten nicht wage. Soviel weiss ich: Maria ist (leiblich) im Himmel
bei Gott und der Schächer von Golgatha ist bei Gott. Alles andere wird sich am jüngsten Tag zeigen.
Die Loge von London Methusalix, das Jahr 1717 bedeutet die Geburtsstunde des offiziellen Freimaurertums
durch Gründung der Großen Loge von London. Von nun an gibt sich die Zusammenrottung der Feinde des Christentums
Namen, konkrete Organisation und Formation. Nun werden Sie als Nichtkatholik, der auch nicht an die Existenz
des Widersacher Gottes glaubt, nicht viel mit dem Begriff des Freimaurertums anfangen können. Ich muß
sagen, daß ich Sie teilweise verstehe, denn ich war die längste Zeit meines Lebens ebenfalls nicht katholisch
und hätte damals über solche Worte den Kopf geschüttelt. Nehmen Sie daher einfach die Definition des
freimaurerischen Geistes durch die Freimaurer selbst: „Sagt ihnen mit einem Wort, daß wir die Philosophie
des Liberalismus sind.“ (Senator Goblet d’Aviello vom Grand Orient von Belgien, in seiner Ansprache in
der Loge der Amis Philanthropiques in Brüssel, am 5. August 1877). 1517, 1717, 1917 – kein Zufälle.
Auch kein Zufall, daß mit der dritten wesensverwandten Angriffswelle Satans auf die Kirche (in Form der
Entfesselung der antichristlichen Religion namens Kommunismus) der Himmel im Kampfe gegen Satan zu Hilfe
kam durch die allerseligste Jungfrau Maria in Fatima. Die Lösung des Problems wurde uns dort mitgeteilt.
Leider folgten die Päpste bis heute nicht dem himmlischen Auftrag. Teilweise aus äußeren Umständen,
teilweise aus inneren (z.B. weil es seit dem V.II den Ökumenismus stören würde). Gelobt seien Jesus,
Maria und Joseph. In Ewigkeit, Amen.
1717 Im Jahre 1717 wurde in London die erste offizielle Freimaurerloge gegründet. Seitdem üben die geheimen
Orden der Liberalen durch ihre effektive und auf gesellschaftliche Machtpositionen gerichtete Interessenpolitik
und Geheimbündlerei dominierenden Einfluß auf den Westen aus. Es gibt in dieser für Außenstehende
völlig unüberschaubaren weltweiten Organisationsform eher harmlose Bünde (USA, Johannisloge, Rotary
und Lions) aber auch dezidiert kirchenfeindliche (Grand Orient de France) oder sogar luziferische Logen,
die vermutlich alle miteinander verquickt sind. Die scharfen Bedenken der katholischen Kirche – zuletzt
geäußert von unserem Papst Benedikt als damaliger Kardinal vor einigen Jahren („Mitglieder sind automatisch
exkommuniziert“) bestehen vor allem darin, daß die Freimaurerei niemals offiziell von ihrem im 18. und
19. Jahrhundert formulierten Ziel der Zerstörung bzw. Unterminierung der katholischen Kirche abgewichen
ist. Was, wenn an der Spitze dieses raffinierten Karriereapparates eine luziferische oder auch nur kirchenfeindliche
Loge steht ? Die unteren meist harmlosen Logen wissen so gut wie nichts von den oberen, dirigierenden
und selektierenden Logen, welche sich der unteren als Informations- und Eingriffsquellen bedienen. (Ähnlich
funktioniert Al-Quaida …) Die Bedenken bzw. kirchenrechtlichen Klarstellungen Ratzingers werden aber
von vielen ehrgeizigen Katholiken leichtsinnig in den Wind geschlagen …
#17 methusalix † 01:21:38 | Mittwoch, 6. Juli 2005
@marcel Erbitte Aufklärung zu 1517, 1717 und 1917! Die beiden Jahreszahlen 1517 und 1917 sind mir klar,
Beginn der Reformation durch Dr. Luther und die Oktoberrevolution im Zarenreich. Zu 1717 habe ich in den
Annalen der Geschichte als bedeutetendes Ereignis der Christenheit die Rückeroberung der von Türken
besetzten Festung Belgrad durch Prinz Eugen von Savoyen für das Haus Habsburg gefunden; aber so bedeutend,
dass man es in eine Reihe mit den gravierenden Umwälzungen der beiden anderen Jahre stellen könnte war
das doch nicht. Oder doch?
Lieber Ignorantius Ignatius: Genausogut kann man mit einer Wand über Gott argumentieren. sagte Jesus
nicht: Glaubt ihr, GOTT könnte sich nicht Menschen aus Steinen machen? dann bin ich eben schon mal einer!
bis er reif ist, von Gott gepflückt zu werden, geht nicht. Was will ich mehr? …da willentliche, Ablehnung
der Offenbarung Gottes. Du entscheidest nicht, was die Offenbarung GOTTes ist, und was ein Dr. Agelus
oder so sagt, was stört mich das… …der sie vom hohen Ross fegt. Wer wohl auf dem hohen Rosse sitzt…
… oder Immernoch-Saulus. Saulus und Paulus waren Fanatiker! …und das ganze Geschwätz von der Selbsterlösung
der Esoterik-Gurus als Betrug erkennen. Wo sollte ich das je geschrieben habe? Das wirst Du nicht finden.
Nein, ich brauche nicht zu irgend welchen Heiligen zu beten, ich brauche auch Jesus nicht, denn ich vertraue
auf GOTT! …, ihnen den Weg zum dreifaltigen Gott zu weisen. Da bleibe ich doch lieber bei meinem einfaltigen
Glauben, wie schon Jesus nur den EINEN kannte.
Redemption – do it yourself? About esotericism… @MilesChristi Erik ist ein ganz ordinärer Esoteriker.
Völlig nebensächlich, was seine Mutter ist. Jedes geistliche Gespräch mit ihm ist obsolet. Genausogut
kann man mit einer Wand über Gott argumentieren. Man kann mit ihm über das Wetter reden, oder ein Schachspiel
spielen. Beten wir für ihn. Viel mehr als das, und ihn im eigenen esoterischen Saft garen lassen, bis
er reif ist, von Gott gepflückt zu werden, geht nicht. Das ist meine Erfahrung mit Esoterikern und der
Eosterik. Man kommt in der Regel, besonders bei so eingebrannten Fällen wie Erik, nicht von der Esoterik
los durch das gute Zureden christlicher Freunde. Der Esoteriker ist ja kein Heide, sondern ein Gottesleugner,
er will nicht hören: Dr. Angelicus zeigt, dass dies Dummheit ist, die selbstverschuldete, da willentliche,
Ablehnung der Offenbarung Gottes. Esoteriker benötigen das vorbereitende Gebet – und den himmlischen
Blitz, der sie vom hohen Ross fegt. Früher oder später fallen sie ja alle, mit oder ohne Blitz, entsprechend
dann als Paulus oder Immernoch-Saulus. Wenn sie merken, dass sie sich eben nicht wie Münchhausen am eigenen
Schopf aus dem Sündensumpf ziehen können und das ganze Geschwätz von der Selbsterlösung der Esoterik-Gurus
als Betrug erkennen. Dann erst ist die Zeit reif für den katholischen Gesprächspartner, ihnen den Weg
zum dreifaltigen Gott zu weisen. So ein Katholik da ist. Sonst kommt die große Depression …
1517 Marcel: Nein. Keine Revolution geht von den „einfachen Leuten“ aus. Weil Du luther nennst, ausgang
war der damalige dekadente Papst, der dem ungebildeten und der Lehre entfremdeten Volk, das letzte Geld
mit Lügen, abnahm. luthers Protest war gerechtfertigt, und lenkte endlich den Katholizismus selbst in
die heutige Erkenntnis. Das Wissen des Klerus war zu der damaligen Zeit von Gott verlassen. Die Reformation
war keine Revolution, gerade luther benutzte die damaligen Bauern nicht, sondern den mächtige, aber durchaus
in religiösen Dingen wissenden Friederich der Weise. Die Revolution ging eher von Thomas Müntzer aus,
der sehr wohl auf Grund der Botschaft Jeus und der Lehre der Bibel die Freiheit des Menschen, auch der
Bauern und Tagelöhnern, vom Menschen erkämpfen wollte, wie es Moses im Auftrage GOTTes tat. Die Widersacher
Gottes leugnen die Kirche und 200 Jahre später Gott.Wie heissen noch die Kardinäle, die Ludwig den 14.
zur Sonne verhalfen? Die 89er-Revolution richtet sich gegen Gott und seine Ordnung.GOTT hat keinen Königen
auf Erden seinen Segen gegeben, und edn wenigen, denen er ihn gab, waren alle vor Jesus.Daher der gemeinsame,
übermenschliche Haß gegen die Kirche Christi. Nein! der Hass kam daher, weil sich die Kirche(n) allzulange
zu Handlangern der Unterdrücker machten, weil selbst Klöster Leibeigene hatten, weil Bischöfe weltlichen
Machtgelüsten und anderen erlagen.
#13 MilesChristi 20:34:48 | Dienstag, 5. Juli 2005
@ Gerd ERic Meine Frage bezog sich nicht auf deinem Beitrag, es ist eine allgemeine Frage, da ich gerne
wissen würde, ob du eben Jude bist oder ein Unitarier. Keine Wertung, und bevor jemand anfängt, bin
kein Anti-Semit
Noch einmal (Ende): 1517, 1717, 1917 dass die Revolution das Ergebnis der Unzufriedenheit der einfachen
Leute war, die die Obrigkeit seit Jahrhunderten ignoriert hat. Nein. Keine Revolution geht von den „einfachen
Leuten“ aus. Nicht 1517, nicht 1717, nicht 1917. Sie bedient sich nur der Bauern, vgl. Schach. Die 89er-Revolution
beginnt mit Luthers Protest gegen die Kirche Christi und ist Folge des Protestantismus, dem Begründer
des Liberalismus. Es ist tragisch, daß kaum ein Katholik mehr den Protestantismus kennt und die weisen
Texte der vorkonziliaren Päpste liest, ihre wiederholte Lehre, oder ihr Echo, den Erzbischof Lefebvre
und seine Nachfolger. Die Widersacher Gottes leugnen die Kirche und 200 Jahre später Gott. Eines ohne
das andere geht nicht. Die 89er-Revolution richtet sich gegen Gott und seine Ordnung. Das ist ihr Wesen,
alles andere nur schnödes Beiwerk. Mgr. Gaume hat dies in seinem großen Werk über die Revolution säuberlich
herausgerbeitet. Sie ist nur (was den Ausbruch angeht) ein fast als logisches Ergebnis, denn immer dort,
wo Menschen über lange Zeit unterdrückt werden, kommt es mit Regelmäßigkeit zur Revolution. Nein.
Die 89er-Revolution ist gestiftet von personalen Geistwesen, von Satan und seinen Dämonen, genauso wie
die inter-nationalsozialistische (=kommunistische) und nationalsozialistische Revolution. Soziale Lagen
usw. wirken begünstigend, aber niemals sind sie Ursache oder Wesen. Daher der gemeinsame, übermenschliche
Haß gegen die Kirche Christi.
Ursache der Französischen Revolution Ich gebe Benedikt recht. Die Französische Revolution wäre ohne
das Unrecht der absolutistischen Monarchie nicht denkbar gewesen, d.h. der Urgrund hätte derselben gefehlt.
Man darf die Französische Revolution als Gottesstrafe für den Absolutismus sehen, der sich in seinem
Hochmut („Sonnenkönig“, „Der Staat bin ich.“) nicht mehr – wie die Monarchien im Mittelalter – auf Gott
ausgerichtet hat.
@ Miles-Christi War das nun eine Frage zu meinen Beitrag, oder siehst Du die Welt vor der französischen
Revolution roasarot (ups, soll antürlich nur heissen, dass man alles positiv sieht), alles der jüdischen
Botschaft Jesu nahe? Es muß sichergestellt werden, daß die Rechte, welche türkische Muslime in Deutschland
genießen, mindestens schrittweise auch den Christen in der Türkei eingeräumt werden. Ich bin mir nicht
sicher, wenn sich die Meinung der hard-core Katholiken zur Meinung der katholischen Kirche durchsetzen
könnte, und diese Europa regieren könnten, dass es dann noch Religionsfreiheit in Europa gäbe, denn
dazu hat die katholische Kirche nicht beigetragen, und den Äusserungen einiger Diskutatnten nach, nicht
mal soviel Ffreiheit wie in der heutigen Türkei…
Die französiche Revolution war ehrbarer als die Zeit zuvor, mit dem geheuchelten Christentum… Marcel:
Ein Christen-„Club“… jaja, die christlich-abendländische Kultur… Die vom christusfeindlichen Liberalismus …
führte zur … Gesellschaften ohne Gott… Was war denn zuvor im Namen GOTTes? Es war zuvor Götzendienst!
Der Name GOTTes wurde zu Stillung der Gier Machtbesessener missbraucht, mit Hilfe der Kirche! …sie bricht
mit dem … universalen Königtum … Eben, es gibt nur das Königtum des EINEN GOTTes! Wir sehen es ja
heute! Was, war das Leben zuvor besser? Etwa auch GOTTgefälliger? Du kannst nicht zwei Herren dienen…
Genau, aber die staatlisch eingetriebene Steuern und die staatlichen Unterstützungen, die nimmt man gern…
2000 Jahre wurden die Claims abgesteckt, nun wäre es an der Zeit, GOTTes WORT zu lehren, was man aber
eben 2000 Jahre versäumt hat!
Entschuldigung… …dass ich schon wieder Erbsen zählen muss. Wenn ich sage: Die Revolution schoss über
das Ziel heraus, so ist das nicht das gleiche wie „Die Revolutionäre schossen über das Ziel hinaus“.
Dass die meisten Revolutionäre ganz gewöhnliche Verbrecher waren, darüber muss man sich hier vermutlich
nicht lange unterhalten. Aber gerade weil sich da alle gegenseitige abgeschlachtet haben, waren die Personen
zu Beginn der Revolution nicht die Personen während und gegen Ende derselbigen. Was ich mit meinem Kommentar
sagen wollte ist, dass die Revolution das Ergebnis der Unzufriedenheit der einfachen Leute war, die die
Obrigkeit seit Jahrhunderten ignoriert hat. Das ist keine Aussage darüber, dass die Revolution gut war.
Sie ist nur (was den Ausbruch angeht) ein fast als logisches Ergebnis, denn immer dort, wo Menschen über
lange Zeit unterdrückt werden, kommt es mit Regelmäßigkeit zur Revolution. Die Französische Revolution
stellt so ein mahnendes Beispiel dar, was geschieht, wenn man aus Macht- und Reichtumsgründen seine Mitmenschen
unterdrückt. Daraus muss man lernen…oder man wird von der nächsten Revolution weggespült.
Die Revolution ist in sich schlecht gewesen. Natürlich hat das Volk bis 1789 unter einer schlechten Regierung
gelitten, und dies haben die Revolutionäre für ihre Zwecke zu nutzen gewußt; unter ihrer Herrschaft
ging es den Menschen jedoch nicht besser – im Gegenteil. All die Güter der Kirche wurden geraubt und
verschleudert, doch wurden Hungersnöte dadurch nicht seltener! Das Elend traf die Menschen aber um so
härter, da die hilfreichen Einrichtungen der Kirche nun fehlten. – Einen – wie ich finde – unterhaltsam
geschriebenen und gar nicht undifferenzierten Eindruck vom Leben vor und nach der Revolution gibt Hünermanns
neu aufgelegtes Werk „Tochter des Sturms“. Daß die Revolutionäre einfach über das Ziel hinausschossen
etc. – nein, ich fürchte, sie wußten genau, was sie taten: Sie kannten ihren Gegner, die Obrigkeit,
die ihre Autorität (gemäß Röm. 13) auf Gott zurückführte (wenn sie dem auch mit ihren Taten nur
allzu wenig gerecht wurde), die dieser Ordnung gehorchenden Menschen und die hl. Kirche. An deren Stelle
trat die gottlose Ordnung, der sich selbst erhebende Mensch mit seiner Parole von Freiheit – Liberalismus,
Gleichheit – Sozialismus, beides verbunden durch die Brüderlichkeit – Nationalismus. Wer sich dem nicht
fügte, wurde systematisch terrorisiert, nicht versehentlich verfolgt. Und auf dem Altar der Kirche Notre
Dame tanzte ein leichtes Mädchen als Göttin der Vernunft…
Lieber Ignatius… … bitte deute doch nichts aus meinem Kommentar, was dort nicht steht. Was du in deinem
zweiten Abschnitt beschrieben hast, ist genau das, was mein Satz „Wie alle Revolutionen schoss sie übers
Ziel hinaus“ sagen wollte. Statt der Befreiung kam einfach der nächste Terror, der sich nun gegen alles
kirchliche wandte (und ich weiß was ich sage, ich hab schon an den Ruinen von Cluny getrauert). Wer aber
schreibt, dass es den Leuten vorher bestens ging und der Beginn der Revolution eine bloße Einflüsterung
des bösen Geistes war, der verleugnet schlicht und einfach die Wahrheit. Während S.M. der König in
Versailles in einer Maßlosigkeit herrschte, wie sie noch niemand sah und dies euphemistisch noch als
angebliches Gottesgnadentum verkaufte, verhungerte die bis aufs letzte Hemd ausgepresste Landbevölkerung
(und damit die eigentlichen Gläubigen) auf ihren Feldern. Die Unterstützung dieser Farce durch die hohe
Geistlichkeit hat sich als nicht sehr segensreich erwiesen. Statt den Armen zu helfen ließen sich hohe
Kirchenmänner von der Macht korrumpieren. Die Revolution entstand folglich, als ein Übermaß an Unrecht
das Fass zum Überlaufen brachte. In seinem Wahn unterscheidet der Mensch nicht mehr zwischen Kaplan und
Kardinal, für den Blutdürstigen ist das alles gleich! Und so entstanden die Schrecken der Revolution!
Nichts ist ohne Ursache und nichts ohne Wirkung!
Die franz. Revolution war keine Befreiungsbewegung… Also Benedikt, bereite deinem Namenspatron keine
solche Schande, indem du dich zum Verharmloser und Verdreher der grauenhaften französischen Revolution
hergibst, über die noch heute unsere Kinder und Priesterseminaristen an den Staatsschulen eine Geschichtslüge
nach der anderen eingetrichtert bekommen. Ja, Lesen bildet – aber es kommt drauf an, was man liest. Doch
nicht den Schund der Gottlosen: „Der Mensch ist auch nur ein Affe“, „die Revolution war eine zeitlich
und örtlich beschränkte Befreiungsbewegung gegen böse Ausbeuter“, und andere Lügen mehr. Im Namen
der Revolution sind so viele Priester zum Schafott geführt, sind zahllose Ordensfrauen verfolgt, geschändet
und ermordet worden. Auf den Gefängnisschiffe von Nantes wurden alle gläubigen Priester zusammengepfercht
und dann auf hoher See über Bord geworfen. Springluten an Märtyerblut… Bis zum Gemetzel des ersten
Weltkriegs konnte nichts mit den Blasphemien und dem Terror der Revolutionszeit verglichen werden. Unsittlichkeit
und Hass gegen die christliche Offenbarung verschmolzen sich in der französischen Revolution. Sie war
der erste staatlich organisierte und mit Machinen durchgeführte Massenmord und Vorläufer der nationalsozialistischen
KZ und kommunistischen GULAGs. Genau wie diese war sie eben nicht nur ein „übers Ziel schießen“, sondern
Materialisierung der dahintersteckenden christusfeindlichen Ideologie.
Protestantismus, Liberalismus, Revolution: der Kampf gegen die göttliche Ordnung Die Revolution ist genuin
antikatholisch, ohne 1517 undenkbar und vor allem gerichtet gegen jede göttliche Ordnung! Mgr. Gaume
ließ 1877 die Revolution sich selbst definieren: „Ich bin nicht das, was man glaubt. Viele sprechen von
mir, und sehr wenige kennen mich. Ich bin nicht der Carbonarismus, nicht der Aufruf, noch bin ich die
Umwandlung der Monarchie in eine Republik, noch die Ersetzung einer Dynastie durch eine andere, noch die
vorübergehende Störung der öffentlichen Ordnung. Ich bin nicht das Geheul der Jakobiner, nicht die
Raserei der Bergpartei, nicht der Barrikadenkampf, nicht das Plündern, nicht das Brandschatzen, nicht
das Agrargesetz, nicht die Guillotine, nicht die Massenertränkungen. Ich bin weder Marat, noch Robespierre,
noch Babeuf, nicht Mazzini, nicht Kossuth. Diese Männer sind meine Söhne, sie sind nicht ich selbst.
Alle diese Dinge sind meine Werke, sie sind nicht ich. Diese Männer und Ereignisse sind vergänglich,
aber ich bin ein Dauerzustand. Ich bin der Haß gegen jede Ordnung, die nicht der Mensch aufgestellt hat
und in der er nicht König und Gott zugleich ist.“ Wer sie politisch oder lokal mißdeutet, versteht nichts,
wie die meisten Nachkonzilskatholiken, eingelullt in die liberalistischen V.II-Verirrungen (Gaudium et
spes etc). Die ewige Kirche hat die Irrtümer der Revolution immer gebrandmarkt und verworfen. Sie wird
es wieder tun, sobald Rom zur hl. Überlieferung zurückgefunden hat, wozu unsere Gebete beitragen sollen.
Ach, die Frz. Revolution Lesen bildet – sogar hier: Die französische Revolution ist – wie alle Revolutionen
nichts anderes als die Gegenbewegung zu den Ungerechtigkeiten der damaligen Zeit. Wie bei Revolutionen
üblich, schoß sie natürlich über das Ziel hinaus. Wer aber ernsthaft die Zeit vor der Französischen
Revolution wiederhaben möchte, der hat sich mit den damaligen Verhältnissen nicht wirklich beschäftigt.
Von einer Religionsherrschaft oder gar universaler Königsherrschaft Unseres Herrn kann jedenfalls nicht
gesprochen werden. Vielmehr hat der versammelte Hochadel den Glauben und damit Gott benutzt um ein Leben
im Übermaß (was für eine Sünde war noch mal Völlerei? ) zu führen. Mit Religion hatte das ganze
weniger zu tun, vielmehr mit Politik und Machterhalt, wofür der Glaube damals für den Adel nutze war.
Beweis: Nachdem der Adel im Deutschen Reich festgestellt hatte, dass sich mit Luthers Lehren noch mehr
Mach erreichen ließe, sind sie alle hübsch konvertiert, so wie es ihnen gerade in den machtpolitischen
Kram gepasst hat. Nichts von wegen Glaubenstreue. Die gab es damals nur beim einfachen Volk
Wölfe im Schafspelz Ironie, daß der moslemische Erdogan die Christus-verratenden Bischöfe daran erinnert,
was Europa sein müßte: Ein Christen-„Club“… Die vom christusfeindlichen Liberalismus (=Freimaurertum)
entfesselte 1789-Revolution führte zur Organisation der europäischen Gesellschaften ohne Gott, ohne
Verbindung mit Unserem Herrn Jesus Christus. Das V.II nötigte der Kirche die ehebrecherische Verbindung
mit diesem Prinzip der Revolution auf. Seither progpagiert die liberalistische Kirchenführung den Bruch
mit der überlieferten Lehre, den Vorgänger-Päpsten, sie bricht mit dem über Jahrhunderte von allen
Päpsten gelehrten universalen Königtum Christi, das inkompatibel mit dem liberalistischen Laizismusgedanken
ist. Man lese, wie die vorkonziliaren Päpste Jahrhunderte lang diese Irrlehre verdammten; wie sie prophezeiten,
daß die Trennung von Kirche und Staat furchtbares Verderben über die Staaten bringe. Wir sehen es ja
heute! Aber, man kehrt nicht um, im Gegenteil halten die irrenden Hirten den Wahn des V.II weiter hoch,
obwohl die faulen Früchte längst zum Himmel stinken. Mgr. Ratzinger, der bekanntlich das Revolutionskonzil
V.II offenherzig als Anti-Syllabus bezeichnete, sagte im November 1984 der italenischen Zeitschrift „Jesu“:
„Der Papst kann und muß sich mit dem Fortschritt, dem Liberalismus und der modernen Zivilisation versöhnen
und abfinden.“ Christus und alle seine wahren Nachfolgter sagten das genaue Gegenteil. Instaurare omnia
in Christo.