Gomorrhismus
Warum das Homo-Konkubinat die Ehe zu Grabe trägt
Durch eine Neudefinition der Ehe, die das Homo-Konkubinat einschließt, wird der Ehe ein neues Ziel aufgezwungen. Es geht plötzlich nicht mehr um das Wohl der Kinder, sondern um den Schutz sexueller Beziehungen unter Erwachsenen.
(kreuz.net, Calgary) Vor zehn Tagen veröffentlichte der Bischof von Calgary, Mons. Frederick Bernhard Henry, in der Tageszeitung ‘Calgary Sun’ einen Kommentar.

Darin wandte er sich gegen die inzwischen in Kanada erfolgte staatliche Anerkennung des Homo-Konkubinates mit Recht auf Kinderadoption.

Das Adoptionsrecht für Homos mache aus den Kindern, die bisher die Verpflichtung Kanadas zur Zukunft symbolisierten, ein Symbol für die Bedürfnisse und Wünsche von Erwachsenen.

Die Ehe bekomme durch das Homo-Gesetz ein neues Ziel. Es gehe nicht mehr um die Kinder, sondern um die Aufwertung und den Schutz von intimen sexuellen Beziehungen unter Erwachsenen.

Doch eine Umdefinition der Ehe könne die Tatsache nicht leugnen, daß es einen grundlegenden Unterschied zwischen einer Beziehung gibt, welche die Möglichkeit besitzt, ein Kind zu erzeugen, und einer Beziehung, die das von ihrer Natur her absolut nicht kann.

Die kanadische Neuerfindung der Institution der Ehe bedeute, daß die Ehe von der Fortpflanzung losgelöst und die traditionelle Familie demontiert werde.

Die traditionelle Familie anerkenne als einzige Institution das natürliche Recht eines Kindes, seine Eltern zu kennen und von ihnen Zuwendung zu empfangen.

Das neue Homo-Gesetz nehme den Kindern diese Rechte weg und gebe es Erwachsenen. Damit werde das juridische Prinzip auf den Kopf gestellt, wonach die schwächere Seite den Vorrang vor der stärkeren haben muß.

Einige Vorkämpfer für das Homo-Konkubinat versuchten zu zeigen, daß Kinder bei guten Homo-Paaren besser aufgehoben seien als bei schlechten normalen Eltern: „Aber der Vergleich des Besten hier mit dem Schlechtesten dort ist sinnlos.“

Es sei eine erwiesene Tatsache, daß stabile und treue Homo-Paare eher die Ausnahme als die Regel sind: „Darum ist es unehrlich, zu behaupten, daß Homo-Konkubinate grundsätzlich mit dem Wohl der Kinder oder mit einem stabilen Umfeld in Zusammenhang gebracht werden können.“

Die Frage sei auch nicht, ob die traditionelle Ehe, wie sie heute existiert, eine perfekte Institution sei, sondern ob die Gesellschaft und besonders die Kinder ohne sie besser aufgehoben wären als mit ihr.

Es sei sinnlos abzustreiten, daß Familien mit Vater und Mutter in der Regel für das Kind besser sind als Familien mit nur einem Elternteil. Ebenso sorgen sich biologische Eltern grundsätzlich besser um ihre Kinder als Adoptiveltern.

„Daß diese Fakten von Propagandisten des Homo-Konkubinats entweder ignoriert oder trivialisiert werden, zeigt etwas über die Sorge für die Kinder in unserer Gesellschaft.“

Die internationale Konvention über die Rechte von Kindern aus dem Jahre 1989 bezeichne die Familie als die fundamentale Zelle der Gesellschaft und als natürliches Umfeld für das Aufwachsen und Wohl ihrer Mitglieder, besonders der Kinder.

Unter dieser Konvention sind die Staaten verpflichtet, die primäre Verantwortung der Eltern für die Sorge und Führung ihrer Kinder zu respektieren und zu unterstützen.

Die Definition der Ehe als Union zwischen Mann und Frau legt dieses Recht der Kinder als eine soziale Norm fest.

In anderen Worten.

„Es ist ein fundamentales Ziel der Ehe, Kindern einen Vater und eine Mutter zu garantieren, vorzüglich ihre biologischen Eltern.“

Die Definition der Ehe zu ändern, um darin Homo-Konkubinate einzubeziehen, widerspricht offen und direkt dem Recht und der Norm. Das bedeutet auch, daß die Ehe, wie sie der Staat versteht, nicht mehr das biologische Band zwischen den Eltern und ihren Kindern garantiert.

„Wenn es einen Konflikt zwischen dem gibt, was Erwachsene wollen, und Kinder benötigen, wem soll dann der Vorrang gegeben werden?“ – fragt der Bischof abschließend.
      
4 Lesermeinungen
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#4   Consolator   00:18:08 | Donnerstag, 21. Juli 2005
Zu AlexFrankfurt und den Anderen
In einigen wichtigen Punkten liegst Du falsch:
Ziel der Ehe ist das Wohl der Ehegatten und die Zeugung und Erziehung von Kindern (can 1055 CIC 1983).
Wo gerade zweiteres von den Partner ausgeschlossen wird oder unmöglich ist (Impotentia coeundi) kommt eine Ehe nicht zustande (Can 1061 und 1084 CIC 1983, wichtig hier in 1061 „humano modo“).
Mithin: Es kommt nicht auf die Kinder an, sondern auf die Möglichkeit der Zeugung. Wo diese ausgeschlossen wird oder aufgrund der Beischlafsunfähigkweit ausgeschloßen ist, kommt überhaupt keine Ehe zustande.
Zu den anderen Meinungen hier:
Was ist denn wünschenswert: Dass ein Kind von seinem leiblichen Vater in kirchlich gültiger Ehe geschlagen, gequäl
t und mißbraucht wrid, oder dass es in eine Athmosphäre der Geborgenheit, Vertrauen und Liebe aufwächst. Wer so gegen Homosexuelle wettert, sollte sich von seinem Zerrbild befreien und zusehen, dass er Menschen kennenlernt, die in homosexuellen Beziehungen gerade das Leben: Vertrauen, Treue, Geborgenheit, Liebe.
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#3   alexFrankfurt   22:55:13 | Samstag, 16. Juli 2005
Fortpflanzungsgebot
Mir war bis heute nicht bekannt, dass die Eheschliessung an die Fortpflanzung gebunden war.
Auch hat sich bis heute offensichtlich an meiner Wahrnehmung vorbeigeschlichen, dass die katholische Kirche vor einer Eheschliessungen Fruchtbarkeitsatteste vorgelegt bekommen möchte.
Bei allem Respekt vor der Ehe, die ich nach wie vor für die schützenswerteste Instituition halte, finde ich den Gedanken, sie ausschliesslich oder auch nur überwiegend an der Fortpflanzung festzumachen, für zu kurz gesprungen und daher für eine Rechtertfigung der aggresiven Argumente unangemessen.
Ist eine Ehe, aus der keine Kinder hervorgehen, vor Gott weniger wert? Geht es nicht in allererster Linie um das Liebesgebot ? „Ich will Dich ehren und beschützen bis dass der Tod uns scheide“ .
Nach wieviel Jahren sollte eine kinderlose Ehe ihrer Ansicht nach vor Gott wieder gelöst werden??
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#2   virOblationis   07:27:16 | Donnerstag, 7. Juli 2005
ad Beobachterin
Nur – wie schade um jedes einzelne Kind, daß bis zur Rückbesinnung diesem Wahn zum Opfer fällt.
Kinder werden nicht nur von Homosexuellen adoptiert. Es ist auch so, daß Geschiedene nun einen gleichgeschlechtlichen Partner wählen und – ganz offiziell – ein Kind, das zuvor seinen Platz in der Ehe hatte, weiter gemeinsam aufziehen. Solche Fälle gibt es nachweislich bereits in meiner Heimatstadt Hamburg.
Ich habe so etwas Abscheuliches noch vor wenigen Jahren für unmöglich gehalten, für eine bloße Utopie einzelner Perverser.
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#1   Beobachterin   00:29:44 | Mittwoch, 6. Juli 2005
Kinder und Homosexuelle
Die Forderung nach Adoption von Kindern durch Homosexuelle ist im wesentlichen nur eine Provokation, denn
a) hat in den meisten homosexuellen Verbindungen ein Kind ohnehin keinen Platz
b) wird kaum eine Behörde einem Homo-Paar ein Kind zur Adoption geben, da es genug adoptionswillige normale Paare gibt
c) dauern die wenigsten homosexuellen Partnerschaften eine längere Zeit – das Problem von „Homo-Scheidungswaisen“ taucht dann auf, und die Gesellschaft wird sehr schnell ernüchtert werden.
Aber vielleicht muß wirklich alles ad absurdum geführt werden, ehe eine Umkehr und eine Rückbesinnung erfolgt.
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