Weltjugendtag
Wie wird die Kommunion am Weltjugendtag ausgeteilt?
Die wiederholte Anfrage der „Initiativkreisvereinigung“ zur Kommunionspendung am Weltjugendtag blieb nicht ohne Antwort. Am 15. Juni antwortete der Sekretär des Weltjugendtages, Pfarrer Ulrich Hennes, im Auftrag von Kardinal Meisner.
1. Eine Bereitstellung von Kommunionbänken ist finanziell nicht möglich und bedeutet zudem als Stolpergefahr ein Sicherheitsrisiko auf dem Marienfeld. Es ist aber, gerade da es sich um junge Menschen handelt, problemlos möglich, daß sich jeder am Ort des Kommunionempfangs auf den Boden knien kann, wie es oft genug auch bei anderen Anlässen geschieht.

2. Die [römische] Instructio [zur Kommunionausteilung] ist bei der großen Feier der Liturgie nicht eindeutig einzuhalten. Entweder konzelebrieren die Priester, wie es die Instructio für die Priester vorsieht, dann können sie unmöglich in einer angemessenen Zeit zum vorgesehenen Zeitpunkt an alle notwendigen Punkte des Marienfeldes kommen, um die Kommunionspendung vorzunehmen.

Oder die Priester konzelebrieren nicht, womit sie der Instructio widersprechen, und sind frühzeitig bereits an anderen Orten, um dort die Kommunion zu spenden, die aus einem eigenen Eucharistiezelt herbeigeholt wird.

Die Alternative ist der Einsatz von Diakonen, die ja auch ordentliche Spender der Eucharistie sind, und außerordentlichen Kommunionhelfern, die frühzeitig aus dem Eucharistiezelt die Eucharistie holen, um sie an den vorgesehenen Stellen auszuteilen.

Unter Berücksichtigung der Instructio und der Absprache mit dem päpstlichen Zeremoniar ist daher die auch sonst bei Papstgottesdiensten übliche Regelung getroffen worden, daß zunächst alle Priester und Diakone, die sich zur Kommunionspendung angemeldet haben, eingeteilt werden.

Die dann noch fehlende Anzahl von notwendigen Kommunionspendern wird durch außerordentliche Kommunionspender aufgefüllt. Diese werden allerdings nur in liturgischer Kleidung zugelassen.

Ich bitte um Verständnis für die Regelung, die der Vatikan uns auch so vorgegeben hat.

3. Jeder Kommunionspender wird von einem Ministranten mit Kerze begleitet. Eine Patene ist nicht vorgesehen.

4. Ein Hinweis auf die Zulassung zur Kommunion ist vorgesehen.

Das Antwortschreiben von Pfarrer Hennes wurde in der Juliausgabe des monatlich erscheinenden Faltblattes der Initiativkreisvereinung ‘IK-Nachrichten’ publiziert.
      
13 Lesermeinungen
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#13   Athanasius   15:12:07 | Montag, 11. Juli 2005
Die einzige Delegation wo…
…römisch-katholisch mit dem allerheiligsten Altarsakrament umgegangen werden wird, wird wohl wieder nur die Juventutem-Delegation von tausenden von „tridentinischen“ Jugendlichen sein.
Sehr schade. Man hätte mal beweisen können, dass man in der Novus Ordo-Kirche, vor allem ein gutwollender Kardinal wie Meisner, noch irgendwie Ehrfurcht und fides eucharistica besitzt, aber die Gelegenheit geht hier vorbei.
Sakrilegien werden, während diese auch bereits länger im Vatikan vorgekommen sind, auch in Köln nicht abwesend sein. Und wahrscheinlich wird Seine Heiligkeit nicht einmal seine Stimme dazu erheben können und dürfen im deutschen Jubel vom Emotionalismus und eines Sieges des falschen anti-MortaliumAnimos Ökumenismus.
Herr, vergib’ es ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun.
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#12   MilesChristi   23:22:30 | Dienstag, 5. Juli 2005
@ Didimus
Ja. Die Frage ist aber auch, wie dieser Hinweis ausgesprochen wird: nur für Katholiken, die sich im Gnadenzustand befinden, d.h. für diejenigen, die eine SAKRAMENTALE Beichte abgelegt haben und die Absolution bekamen ?
Ich bezweifle das.
Genauso wie ich den Sinn einer solchen Massenveranstaltung bezweifle. Der Papst ist, darf kein „Popstar“ werden, wie Johannes Paul II oft vernommen wurde.
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#11   Didimus   20:55:37 | Dienstag, 5. Juli 2005
Schade
Das sind nur halbherzige Maßnahmen. Das Positivste ist, daß wenigstens ein Hinweis zur Zulassung zur hl. Kommunion gegeben wird.
Kommunionbänke erachte ich auch nicht unbedingt für nötig, viel wichtiger dagegen wäre die Patene!
Das Dilemma zwischen Konzelebration und Kommunionspendung durch ordentliche Kommunionspender zeigt, daß solche Massenmessen eigentlich nicht im Sinne der Instruktio durchführbar sind. Deswegen sollte man sich ernsthaft fragen, ob man nicht auf sie verzichtet.
Auf dem Weltjugendtag, den ich grundsätzlich bejahe aber für verbesserungsfähig erachte, können auch andere Formen der Begegnung von jungen Menschen mit dem Papst gefunden werden (z.B. wie es ohnehin schon geschieht in Form einer Vigil, denkbar wären auch Andachten o.ä.) Eine solche Begegnung muß nicht am Sonntag stattfinden, so daß die Teilnehmer ungehindert ihrer Sonntagspflicht in Messen mit einer überschaubar großer Zahl an Gläubigen nachkommen können.
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#10   Athanasius   20:42:33 | Dienstag, 5. Juli 2005
Selbst…
die ich in einer Gruppe Jugendlicher mit unserem Kaplan erleben durfte waren immer alle akkuratissimo nach dem Messbuch, etwas anderes hätten die meisten Jugendlichen auch nicht akzeptiert
Ich habe auch viele hl. Messen mit Jugendlichen erlebt. Alle mit dem ‘Introibo’. Und alle mit voller Andacht und grosser Treue zur hl. Kirche.
Aber das nennt man einfach eine hl. Messe und kein „Jugendgottesdienst“. Christus hat keine Feier für Jugendliche eingesetzt und angepasste Katechese hat seinen Platz in Lesungen und nicht in der Liturgie!
Der Initiativkreis ist absolut nicht schismatisch. Wer das dieser sehr romorientierten Vereinigung vorwirft, lästert, da es wohl allzu deutlich ist, weil man ja eben die Piusbruderschaft usw. mit Argusaugen betrachtet.
Aber neokonservative Katholiken die keine Kritik ertragen können, greifen oft zu Beleidigungen und Ipse-Schisma-Haltung.
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#9   Benedikt   17:39:59 | Dienstag, 5. Juli 2005
@ Andreas
Schön gesagt. Das mit den Plakaten sollte man aufnehmen :-). Aber bitte nich pauschal über Jugendgottesdienste urteilen, diejenigen, die ich in einer Gruppe Jugendlicher mit unserem Kaplan erleben durfte waren immer alle akkuratissimo nach dem Messbuch, etwas anderes hätten die meisten Jugendlichen auch nicht akzeptiert (wobei diese Schärfe in liturgischen Fragen wiederum auf den Einfluss des Kaplans zurückging). Nicht alle Jugendgottesdienst sind gleich schlecht. Schlecht sind diese Konzertveranstaltungen, mit denen man versucht, mehr Jugendliche in die Kirche zu bekommen. Aber wenn am nächsten Tag kein Konzert mehr ist, dann kommen die ja nicht mehr.
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#8   Andreas   17:31:22 | Dienstag, 5. Juli 2005
Eucharistie und kein Ende…
Um im Sprachjargon der deutschen Katholiken bzw. derer Seelsorger zu bleiben, einige Ideen zur Eucharistie:
(Das Wort Altarsakrament wäre richtiger, paßt aber nicht so toll zum gemeinsam veranstalteten Happening des Brotbrechens)
1. Anstelle von Santo Subito Fahnen sollte man am WJT „Liturgia catholica subito“ Fahnen schwenken.
2. Wer ein Sakrileg sieht und nichts dagegen unternimmt, macht sich mitschuldig.
3. Als im NOM aufgewachsener Christ verspürte ich immer eine Wut nach solchen „Jugendmessen“, irgendwie kam mir das alles falsch und sakrilegisch vor.
4. Wenn Ratzinger, der bekanntlich Argusaugen besitzt, nach diesem Event immer noch keine „Reform der Reform“ anstrebt, dann kommt niemals eine.
5. Der Glaube der ganzen Kirche steht und fällt mit dem Altarsakrament und dem Meßopfer, oh, sorry, der Eucharisitiefeier. Vielmehr isses heut’ oft nich’ mehr!
Cranmer und Luther lassen grüßen.
(der in Flaschen abgefüllte Wein, gültig gewandelt war da nix, was für’n Jahrgang war der denn? 1517 oder 1965)
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#7   Benedikt   16:02:37 | Dienstag, 5. Juli 2005
????
Das Hl. Blut in Flaschen abgefüllt? Na, der wäre wirklich besser bei den Lutheranern geblieben. (Innerlich ist er ja auch noch da)
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#6   Umkehrbefreit   15:44:14 | Dienstag, 5. Juli 2005
Schisma?
Es ist doch eher so, daß viele Priester und Laien heute sich in die Nähe des Schismas begegen.
Da wird an Fronleichnam in Seligenstadt am Main eine Kelchkommunion angeboten. Alle tauchen ein (was aber verboten ist!!!) und hinterher hat man erst bemerkt, daß es zu viel Wein sei. Die Lehre von Leib und Blut ist anscheinend auch dort nicht mehr anzutreffen. Man hat den übrigen Wein in Flaschen abgefüllt.
Der Pfarrer der Mariengemeinde ist ein ehem. Lutheraner und hat leider keine Anzeichen eines Konvertiten. Hauptsache die Regenbogenflaggen wehen!
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#5   Ignatius   15:17:27 | Dienstag, 5. Juli 2005
Sauber bleiben!
Das geht so aber nicht, Ambrosius. Das ist ja versuchter Rufmord an den Initiativkreisen um Pro Sancta Ecclesia (IKs), ihnen ein Schisma andichten zu wollen.
Auf ihre Grußbotschaft, von der beeindruckenden Wallfahrt nach Altötting aus an den neuen Papst versandt, kam nun ganz frisch ein schöner Brief des Papstes durch seinen Sekretär an die Initiativkreisleitung von Pro Sancta Ecclesia zurück, in dem der Papst sich über die Grußbotschaft sehr erfreut zeigt und der Vereinigung dankt für die große Treue zum katholischen Lehramt!
Diese Treue zur Kirche und zum Lehramt wird auch regelmäßig in unübersehbaren Anzeigen in der FAZ usw. demonstriert. Öffentliche Kritik an den Bischöfen, die mit Rom auf Kriegsfuß stehen, also das Hinweisen dieser Herren auf die katholische Lehre, das ist eben kein Schisma, sondern das nennt man Kirchentreue.
Soll ich den Brief des Papstes an die IKs hier abdrucken und machst du das, Amboss?
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#4   Irenäus   15:16:22 | Dienstag, 5. Juli 2005
@Ambrosius
Würden Sie bitte so freundlich sein, zu erklären, was am Initiativkreis schismatisch ist. Ich kenne einige Mitglieder persönlich und habe den Eindruck, daß sie so ziemlich das Gegenteil davon sind. Auch einige Schriften jener Vereinigung habe ich gelesen und nicht den geringsten Anhaltspunkt für eine schismatische Geisteshaltung gefunden. Sie sollten sich im klaren sein, daß üble Nachrede von Mitchristen eine schwere Sünde ist; des weiteren daß nach dem Kirchenrecht die Aufkündigung der Gemeinschaft mit anderen Katholiken selber ein Schisma darstellt.
Zur Liturgiereform ist zu bemerken, daß Benedikt XVI eine ähnliche Position wie der Initiativkreis vertritt (oder meinten Sie Addai und Mari?).
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#3   Ampere   14:05:27 | Dienstag, 5. Juli 2005
Kommunionausteilung
kreuz.net sollte aufpassen, wem es ein Forum zur Diskussion gibt. Die „Initiativkreisvereinigung“ ist selbst nicht weit vom Schisma entfernt und würde in Fragen der Liturgie gern den Papst (schon Johannes Paul II.!) als nicht „kompetent“ bezeichnen. Daher Achtung, Redaktion!
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#2   Athanasius   14:00:48 | Dienstag, 5. Juli 2005
Erwartet.
Man muss ja bei liturgischen Fragen gar nicht darauf achten auf die Deutsche Ortskirche.
Und der päpstliche Zeremoniar Marini ist durch und durch modernistisch. Darauf vertraut man denn?
Wie jeder Weltjugendtag wird auch dieses Événément wieder grosser Anlass zu Sakrileg, Interkommunion und Zertretung der hl. Partikel des kostbaren Altarsakramentes sein.
Wie bei jeder Handkommunionsspendung.
Viel Erfolg mit dem „Reform der Reform“.
Ich kenne viele Konvertierten die nur wegen des Ärgenisses bei offiziellen Papstmessen (u.a. wurden von Spendern die gefallenen hl. Hostien nicht einmal wieder mitgenommen) und der Unglaube der dort vorwiegend, bei den Priestern und Gläubigen, herrscht. Nach WYD in Boston (96?) kamen wieder viele empörten Jugendliche Intellektuellen zu den tridentinischen hl. Messe und Organisationen.
In Rom wird ja die hl. Kommunion auch bereits auf die Hand gegeben und weitgegeben in die Massen (mit allen Folgen). Da ändert nix. Nur jetzt Laienspender noch dazu (ist ja logisch bei Handkommunion, da kummert sich keener).
Das Argument „finanziell unmöglich“ usw. ist völliger QUATSCH und Lüge, denn bei den grossen Katholikentagen von hunderttausenden etwa in Prag war es früher auch möglich Kommunionbänke hinzustellen. Und Stolpern gab es da noch nie. Welch ein Unsinn. Wirklich wieder Neukirchliche Ausreden.
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#1   MilesChristi   13:31:33 | Dienstag, 5. Juli 2005
@ Unzufriedenstellend
Die Antwort – gut allerdings, daß eine kam! – finde ich äußerst unzufriedenstellend. Was ist in dem Fall wichtiger, daß die unzählige anwesenden Priester konzelebrieren, oder daß sie die Kommunion austeilen ? Hm. Patenen sind natürlich nicht vorgesehen, ich kenne aus meinen NOM-Zeiten eine einzige Gemeinde, die sie benutzt (St. Peter in München), hätte man wirklich das Gegenteil erwartet ? Wir laufen wieder Gefahr, daß es zu Mißbräuchen und zum Sakrileg kommt.
Was machen die Initiativkreise, werden sie sich an Rom wenden ?
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