Kinderabtreibung
Selbst ist die Frau
In einem Experiment an fünfzig Müttern wurde eine Technik erprobt, um „do-it-yourself-Abtreibungen“ durchzuführen. Die dafür verantwortlichen Abtreiber sind von den Hinterhof-Kindstötungen begeistert. Jetzt soll die Methode legalisiert werden. Mütter als Engelmacherinnen.
(kreuz.net, Edinburgh) Schottische Abtreiber sprechen sich für eine Gesetzesänderung zugunsten einer neuen Form der vorgeburtlichen Kindstötung aus. Dabei werden bestimmte Chemikate eingesetzt, mittels derer schwangere Mütter sich ihrer Kinder zu Hause entledigen können.

Fünfzig Schottinnen haben diese Kinderabtreibungs-Methode in den vergangenen zwei Jahren in einem ‘Pilot-Projekt’ erprobt. Das tödliche Experiment wurde von den schottischen Behörden bewilligt.

Jetzt prüft das britische Gesundheitsministerium Schritte für eine Legalisierung der Heim-Tötung. In den Vereinigten Staaten und in Frankreich ist die“do-it-yourself-Abtreibung“ bereits erlaubt.

Laut Auskünften der Abtreiber war die Zufriedenheitsquote der Mütter, die an dem Kindertötungs-Pilot teilnahmen, hundertprozentig. Die Abtreiberinnen berichten, daß ihnen die häusliche und familiäre Atmosphäre geholfen habe, mit dem „traumatischen Geschehen“ leichter fertig zu werden.

Normalerweise werden bei der chemischen Kinderabtreibung durch eine Abtreibungspille unter Aufsicht von Abtreibern zwei tödliche Tabletten verabreicht. Diese bringen die bis zu neun Wochen alten Kleinstkinder im Mutterleib binnen 48 Stunden um.

Die erste verabreichte Tötungspille heißt Mifepriston. Sie wirkt als Antihormon zu Progesteron. Progesteron garantiert die Erhaltung der Schwangerschaft. Das zweite Tötungsmittel verursacht Gebärmutterkrämpfe und baut die Gebärmutterschleimhaut ab. Sie zerstört somit den Ort, wo das empfangene Kind aufwachsen sollte.

Bei der Heim-Tötung erhielt die Mutter die erste Pille in einer Abtreibungsanstalt. Die zweite wurde von der Mutter selbständig eingenommen.

Der für die Heim-Tötung verantwortliche Abtreiber erklärte aber, daß alle Mütter in einem Fünf-Kilometer-Umkreis vom Abtreibungszentrum wohnten und mit den Abtreibern in telefonischem Kontakt standen.

Es sei nicht das Ziel, die klinische Abtreibung durch Heimtötungen zu ersetzen, beschwichtigte der Abtreiber. Dennoch sollten Mütter, die ihre Kinder lieber zu Hause töten, die Chance dazu bekommen.

Lebensrechtler haben massive Bedenken gegen die Heim-Abtreibung angemeldet. Kinderabtreibungen würden dadurch billiger, einfacher und heimlicher. Man gaukle den Frauen einfache Lösungen für komplizierte Probleme vor. Nach der Kinderabtreibung lasse man viele traumatisierte und geschändete Mütter vereinsamt und verzweifelt zurück.

John Sweeny von der „Gesellschaft für den Schutz ungeborener Kinder in Schottland“ verurteilte die Heim-Abtreibung als einen weiteren Rückschritt in die graue Vorzeit der Kindertötungsgeschichte.

Der schottische Versuch nähere sich der jahrzehntelang ausgebuhten „Hinterhofabtreibung“:

„Uns Lebensrechtlern wurde immer wieder erklärt, daß es Müttern möglich sein soll, ihre Kinder in der sicheren und professionellen Umgebung eines Krankenhauses töten zu lassen.“

Nun würden die gleichen Leute das fordern, was sie bisher als Vorwand angaben, um die Kinderabtreibung zu legalisieren.

Es gehöre zur grausamen Natur, der Tötungspillen – so Sweeny weiter – daß der Todeskampf der Kinder über mehrere Tage hinweg dauere.

Die Mütter würden diesen chancenlosen Überlebenskampf ihres Kindes hautnah mitbekommen.
      
4 Lesermeinungen
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#4   Elendester Sünder   12:44:24 | Donnerstag, 7. Juli 2005
Konsequenter Atheismus
Wenn man nicht glaubt, daß jeder Mensch ab dem Zeitpunkt der Empfängnis eine unsterbliche Seele empfängt, dann ist eine solche Politik nur folgerichtig. Das ist nur ein Vorgeschmack auf das, was uns die Narrheit des Atheismus noch bringen wird, wenn Gott nicht vorher eingreift.
Jeder Ungläubige, der sich gegen die Kindstötung ausspricht, ist letztlich ein Heuchler.
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#3   Evelin   10:41:53 | Donnerstag, 7. Juli 2005
Mifepristone = Mifegyne
müsste man noch dazusagen.
Nichts Neues unter der Sonne.
Wo der Unterschied zum NS-Régime sein soll, muss mir mal jemand erklären, bis jetzt schaffte das noch niemand.
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#2   joergx2000   10:21:24 | Donnerstag, 7. Juli 2005
Ab in die Hölle…
… Ihr Erfinder und verfluchten Söhne Satans. Dort werdet Ihr
für Eure Verbrechen gequält bis in alle Ewigkweit.
Das sagt der alte Schott :
„An Ihrer Hand klebt Frevel, Voll ist ihre Rechte von Geschenken.“
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#1   Sulpicius   15:08:26 | Mittwoch, 6. Juli 2005
An Menschenverachtung…
… nicht zu überbieten! Und das in unserem angeblich „aufgeklärten“ Zeitalter! Gute Nacht, Menschheit!
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