Heilige
Auf dem Weg zur Seligsprechung
Ein argentinischer Kurienkardinal, der sich um die ersten Weltjugendtage verdient gemacht hat, soll seliggesprochen werden. Wenige Monate vor seinem Tod, bezeichnete er seine eigene Existenz als wundersam. Seine Mutter hätte keine Kinder bekommen sollen.
(kreuz.net, Vatikan) Die Diözese Rom ist dabei, den Seligsprechungsprozeß für Eduardo Francisco Kardinal Pironio zu eröffnen. Als Präfekt der Kongregation für die Laien war Kardinal Pironio maßgeblich an der Organisation der ersten Weltjugendtage beteiligt.

Eduardo Francisco Pironio wurde am 3. Dezember 1920 als Sohn italienischer Eltern in Argentinien geboren. Nach dem Abitur studierte er Theologie und Philosophie. Am 5. Dezember 1943 – er war gerade 23jährig geworden – empfing er die Priesterweihe.

Der zukünftige Kardinal verbrachte ein Jahr als Kaplan in einer Pfarrei. Dann wurde er Dozent am Priesterseminar der Diözese von Mercedes.

Die Stadt Mercedes befindet sich rund 100 Kilometer westlich von Buenos Aires.

1959 wurde Mons. Pironio Generalvikar des Bistums Mercedes.

Die heutige Erzdiözese Mercedes-Luján wurde 1934 aus dem Bistum La Plata herausgetrennt und 1997 zum Erzbistum erhoben. Luján ist der nationale Marienwallfahrtsort in Argentinien. Er befindet sich 70 Kilometer westlich von Buenos Aires.

1964 ernannte Papst Paul VI. Mons. Pironio zum Weihbischof von La Plata.

La Plata ist die Hauptstadt der Provinz Buenos Aires. Die Stadt befindet sich 50 Kilometer südöstlich von Buenos Aires.

Sechs Jahre später wurde er zum Bischof von Mar del Plata ernannt. Mar del Plata liegt in der Provinz Buenos Aires am Atlantik.

Kardinal Pironio arbeitete auch mehrere Jahre für die Lateinamerikanische Bischofskonferenz CELAM – zuerst als Generalsekretär, später als Präsident.

Papst Paul VI. berief den Bischof 1975 als Pro-Präfekt der Kongregation für die Orden und Säkularinstitute nach Rom. Im Mai des darauffolgenden Jahres wurde Mons. Pironio zum Kardinal und zum Präfekten der Ordenskongregation ernannt.

1984 übernahm der Kardinal die Leitung des Päpstlichen Rates für die Laien. Dieses Amt hielt er bis zum Jahre 1996 inne.

Eduardo Francisco Kardinal Pironio starb am 5. Februar 1998 in Rom. Er wurde in der Marienwallfahrtskirche von Luján bestattet.

Der Kardinal pflegte eine enge Freundschaft mit Schwester Lucia dos Santos, einem der drei Seherkinder von Fatima.

Wenige Monate vor seinem Tod sprach er mit der römischen Nachrichtenagentur ‘Zenit’.

Dabei erinnerte er sich vor allem an seine Familie und besonders an seine Mutter. Sie habe in seinem Leben eine besondere Rolle gespielt. Mutter Pironio sei eine einfache, tiefgläubige Frau gewesen – und er, Eduardo, der Sohn eines Wunders:

Seine Mutter habe ihr erstes Kind geboren, als sie erst 18 Jahre alt war. Nach der Geburt war sie sechs Monate bettlägerig.

Danach erklärten die Ärzte, daß sie keine anderen Kinder mehr haben sollte, da sie eine weitere Schwangerschaft in Lebensgefahr bringen würde.

Die Mutter war ratlos.

Sie wandte sich an den Weihbischof von La Plata, der zufällig in der Gegend auf Visitation war. Der Gottesmann stand im Ruf der Heiligkeit. Die Mutter schilderte ihm ihre Sorge.

Der Bischof antwortete: „Ärzte können sich irren. Legen Sie ihr Leben in die Hände Gottes und erfüllen Sie ihre Pflichten als Ehefrau.“ Der Weihbischof versprach, für die junge Mutter eine Messe zu lesen.

Danach gebar Mutter Pironio weitere Kinder. Eduardo, der spätere Kardinal, war das letzte von 21 Geschwistern.

Am Dienstag vor einer Woche veröffentlichte der Kardinalvikar von Rom, Camillo Ruini, in der Tageszeitung des Vatikan ‘L’Osservatore Romano’ ein Edikt für den Seligsprechungsprozeß.

Darin bittet Kardinal Ruini, schriftliche Unterlagen von Kardinal Pironio an das Diözesangericht des römischen Vikariates weiterzuleiten.

Die publizierten Werke des Dieners Gottes sind bereits gesammelt worden.

Die Diözese lädt alle Gläubigen ein, Informationen, die dem Ruf der Heiligkeit des Kardinals entsprechen oder ihm entgegenstehen, weiterzuleiten.
      
4 Lesermeinungen
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#4   Elendester Sünder   21:32:13 | Mittwoch, 6. Juli 2005
Resignation ist nie gut
Lieber Athanasius das solltest Du nicht sagen.
Ich hoffe, daß wir uns auch weiterhin in Brüderlichkeit alle miteinander austauschen. Selbst dann, wenn es auf den Punkt kommt und Emotionen ins Spiel geraten. Übrigens ist es das, was ich an diesem Forum schätze, daß man hier schnell auf den Punkt kommt. Kreuz.net ist wohl die interessanteste katholische Hardcoreseite im deutschsprachigen Netz.
Lieber Konrad, ich bitte Dich, beteilige Dich auch weiterhin!
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#3   Athanasius   14:42:31 | Mittwoch, 6. Juli 2005
Servus Pfuatt Gott auf Wiedersehn, ich werde auch von euch gehn
Ich sehe wirklich nichts in diesem Artikel was nicht der Wahrheit entspricht. Man muss bereits weit in seiner Rechthaberei und in falscher Papolatrie und Vatikalatrie eingewickelt sein, um in diesem Artikel etwas schlechtes zu finden.
Konrad ist aber in seiner Sicht der perfekte Katholik und alle die seine Ansichten nicht teilen, sind ausserhalb der Kirche. Ohne Argumente. Oft ohne, dass die Kirche selbst das sagt.
Wissen Sie dass das Lästern und Verweigern der Communio mit Mitkatholiken eine schwere Sünde ist, Kornad?
Aber Sie sind „ausbekehrt“ hier. Guat. Servus. Adieu. Auf Wiedersehen (hoffentlich).
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#2   Laurentius2   13:45:22 | Mittwoch, 6. Juli 2005
@Konrad – vorschnelles Urteil
Ist dies wirklich eine Seite von Fanatikern und Apostaten ? Urteilen Sie nicht ein bischen vorschnell ? Wo gibt es sonst noch im katholischen Bereich diese Liberalität eines Forums, diese freche Alternativität der Informationen und Meinungen ? Ist der mainzerische Schlafwagenjournalismus à la Bistumsblätter für Sie wirklich anregender ?
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#1   Konrad   12:57:33 | Mittwoch, 6. Juli 2005
Kardinal Pironio
Gerne erinnere ich mich an den Außenseiter-Papabile des Jahres 1978. Ich nehme diesen positiven Artikel zum Anlass, mich nun – wie Dr.Otterbeck – endgültig aus der Nachbarschaft von „Marcel“, „Athanasius“, „Irenäus“,
„Yersinia“, „gallowglas“, „Benedikt“, „Turk“ (und wie sie sonst alle heißen) zu verabschieden. Es ist des Glaubens und der Liebe zur Kirche unwürdig, hier weiter mitzumachen. Konrad hat versucht, auch hier ein Zeugnis abzugeben und vielleicht ungenannte Leser erreicht. Es ist wirklich sinnvoller, über kath.net oder stjosef.at Information zu holen. Die anonyme Form von kreuz.net haben FSSPX-Fanatiker, Sedisvakantisten und erzliberale Apostaten für sich ausgenutzt. Es ist eine Schmach und Schande, was hier abläuft.
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