Worum geht es beim Fall des italienischen Astronomen Galileo Galilei: Um die Beweglichkeit der Erde oder um die Unbeweglichkeit antikirchlicher Vorurteile? Von Michael Martin.
(kreuz.net/einspruch) Der Papst, die Bischöfe und sogar die Heilige Inquisition wußten, daß die Theorie
von der Bewegung der Erde um die Sonne – die lang vor Galileo Galilei vertreten wurde – mit einer gesunden
Theologie und mit der hl. Schrift vereinbar sind.
Deshalb hatten Erasmus von Rotterdam († 1536) und Nikolaus
Kopernikus († 1543) – um nur die bekanntesten zu nennen – die früher vermutete Unbeweglichkeit der Erde
in Frage stellen können.
Die Kirche antwortete weder mit Sanktion noch mit Beanstandungen.
Es war die
Schuld des Galileo Galilei († 1642), daß die Frage nach der Bewegung der Erde zu einer theologischen
und exegetischen Auseinandersetzung gemacht wurde.
Das war der Grund, weshalb die Kirche gegen Galileo
einschritt.
Im Jahre 1613 veröffentlichte Galileo seine „Briefe über die Sonnenflecken“. Darin unterstützte
er zum erstenmal das Planeten-System des Kopernikus.
Zahlreiche kirchliche Würdenträger beglückwünschten
den Astronomen zu seinem Werk. Unter den Gratulanten befand sich auch Kardinal Maffeo Barberini, der später
als Urban VIII. († 1644) den päpstlichen Thron bestieg. Kardinal Barberini verfaßte zu Ehren des Galileo
sogar einen Lobgesang.
Doch das war dem Galileo nicht genug. Persönlich war er eine kontroverse und
polemische Figur. Gleichzeitig war er Kritiken seiner Person gegenüber sehr empfindlich.
Galileo erfuhr,
daß sein Werk am Hofe des Großherzogs der Toskana zur Sprache kam und daß es dagegen Einwände gegeben
hätte, die von der heiligen Schrift her begründet wurden.
Galileo war beleidigt.
Er antwortete mit
seinem berühmten Brief an Castelli, der 1615 zum Brief an die Großherzogin Christina wurde. In diesem
Schreiben war mehr von Theologie als von Wissenschaft die Rede.
Was Galilei dort zur Auslegung der Heiligen
Schrift sagt, ist vernünftig und annehmbar. Aber der Astronom spricht der Kirche das Recht ab, in wissenschaftlichen
Fragen, die in Verbindung mit dem Glauben stehen, Entscheidungen zu treffen.
Das widersprach der gesunden
Lehre und widerspricht ihr immer noch, wie Papst Pius XII. in seiner berühmten Enzyklika „Humani Generis“
in anderem Kontext feststellte.
Nach dem Brief des Galileo sah die Kirche die Autorität der heiligen
Schrift in Gefahr. Das war schwerwiegend, umso mehr, als die Protestanten der Kirche damals vorwarfen,
sie halte das Wort Gottes nicht in Ehren oder sei gar von ihm abgefallen.
Um diesen Vorwurf zu entkräften,
bemühte man sich – wie der Kirche heute noch empfohlen wird – möglichst nahe am Text der Bibel zu bleiben.
„Galileo besaß die Dreistigkeit, sich mit Dingen zu beschäftigen, um die er sich nicht hätte kümmern
sollen: um die schwierigsten und gefährlichsten Fragen, die man gegenwärtig zur Sprache bringen kann.“
Das erklärte der erwähnte Papst Urban VIII. 1632 vor dem Botschafter der Toskana. Urban VIII. war der
Papst, der als Kardinal dem Galileo 1613 für seine Entdeckungen gratuliert hatte.
Galileo wurde beim
Heiligen Offizium angezeigt.
Das Ergebnis?
Das Heilige Offizium wies zwei aufeinanderfolgende Klagen
ab. Einige Behauptungen des Galileos klängen zwar schief. Es sei aber möglich, sie in einem annehmbaren
Sinn zu verstehen.
Damit wäre die Sache eigentlich beendet gewesen. Doch Galileo beeilte sich, Öl ins
verlöschende Feuer zu gießen.
Er setzt sich mit dem Papst und den Kardinälen in Verbindung und begann
zu behaupten, daß es seine – des Astronomen – Aufgabe sei, die Grundsätze der katholischen Bibelexegese
zu revidieren.
In dieser Zeit veröffentlichte er auch den berühmten „endgültigen Beweis“ für seine
Hypothesen. Es handelte sich um die Theorie der Gezeiten. Die Absurdität dieser Theorie ist längst bewiesen.
Jetzt schritt das heilige Offizium erneut und zurecht ein.
1616 wurde das „heliozentrische System“ –
nicht als solches, sondern in der unhaltbaren Leseart des Galileo – als der Schrift widersprechend verurteilt.
1633 traf der kirchliche Bannstrahl Galileos Buch „Dialogus“.
Im Urteil von 1616 ging es nicht um die
Beurteilung des heliozentrischen Systems in der Leseart des Galileo. Die Kirche verurteilte den Astronomen,
weil er angebliche Widersprüche zwischen seiner – wahren – Lehre und der – falschen – Heiligen Schrift
behauptete.
Galileo hatte auch methodologisch geschummelt. Er gab seine Hypothesen nicht als solche zu
erkennen, sondern präsentierte sie als Wahrheiten vom Olymp. Das war wissenschaftlich unredlich.
Dagegen
forderte die Kirche zurecht, daß Galileos Hypothesen so lange als solche zu betrachten seien, bis der
Astronom sie bewiesen habe. Doch Galileo ließ sich nicht belehren.
Bei seinem 1633 verurteilten Buch
„Dialogus“ handelte es sich nicht um eine rein wissenschaftliche Abhandlung, sondern um ein literarisches,
populärwissenschaftliches und ziemlich polemisches Werk.
Schmachtete Galileo nach seiner Verurteilung
in den finsteren Verliesen der Inquisition?
Keine Spur.
Der Astronom forschte in seiner Villa oder im
Palast eines Freundes eifrig weiter und entdeckte die Schwankungen des Mondes.
Überall in Italien wurde
die Stichhaltigkeit des heliozentrischen Systems inner- und außerhalb der Kirche offen und gerne diskutiert.
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26 Lesermeinungen
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Leseempfehlung zu katholische Kirche und Naturgesetze Lieber Laurentius2: Warum muß man sich trauen,
die Autoren Wolfgang Kuhn, Max Thürkauf und Josef Ratzinger zu lesen? Sind die Texte so schockierend?
Wo genau (Buchtitel genügt) schreiben diese Autoren etwas zu unserem Thema: katholische Kirche und Naturgesetze
im Widerspruch? Allerdings werden Wunder (=Ereignisse, die mit Naturgesetzen nicht erklärlich sind) von
Katholiken so oft behauptet, dass es dafür keiner weiteren Lektüre bedarf. Was also bringen die von
Ihnen empfohlenen Autoren Neues zum Thema? Dank im voraus.
Laurentius2 unterstützt meine These. Danke! Lieber Laurentius, 1) Ich schrieb NIE „die Transsubstantiation
wird täglich tausendfach widerlegt.“ Irenäus hat NICHT recht. 2) Ich schrieb falsch: „Transsubstantion“,
3) Ich schrieb am 13. Juli 2005: „Die Transsubstantion wird empirisch täglich tausendfach widerlegt.“
Brockhaus: katholische Theologie: die Wandlung von Brot und Wein bei der Feier … so kann man in jede
beliebige kath. Messfeier gehen und sieht die Widerlegung: von Fleisch und Blut keine Spur. Schon die
ernsthafte Behauptung, dass da Brot und Wein in Fleisch und Blut verwandelt wird, bestätigt meine These,
dass die katholische Kirche etwas behauptet, was den Naturgesetzen widerspricht! Laurentius2: Es hat zahllose
Hostienwunder gegeben, … 1) Um die Hostienwunder ging es im Diskurs nicht. 2) Das ist ein neues Argument
und bestätigt meine These! Brockhaus: Wunder, außergewöhnliches, den Naturgesetzen oder aller Erfahrung
widersprechendes … Geschehen, Wenn es also die von Ihnen genannten Wunder gibt, dann wird meine These
bestätigt, dass die kath. Kirche Ereignisse behauptet, die der Naturwissenschaft widersprechen. Q:E:D:
Danke für den Beleg meiner These. Laurentius2: „Lassen Sie einen Monat lang den Fernseher aus und lesen
Sie !“ a) Ich sehe prinzipiell seit 1981 nicht fern. b) Auf www.lesekost.de/HHL02CH.htm ist die Liste
meiner Rezensionen der zuletzt gelesenen Bücher.
#26 Laurentius2 10:45:32 | Dienstag, 19. Juli 2005
@gavagai Sie haben geschrieben, „die Transsubstantiation wird täglich tausendfach widerlegt.“ Insofern
hat also Irenäus recht. Es hat zahllose Hostienwunder gegeben, durch die Gott Menschen wie Ihnen die
Türe öffnet. Ich kenne selbst eine Person, die ein solches Wunder erlebt hat. Es handelt sich um einen
sehr rationalen, tiefgläubigen Menschen, der darüber aus gläubiger Bescheidenheit nicht spricht. Lesen
Sie Thürkauf, Kuhn und dann Augustinus oder/und Ratzinger (über Glauben und Vernunft)! Lassen Sie einen
Monat lang den Fernseher aus und lesen Sie !
Wenn Argumente fehlen dann ad hominem @Irenäus meint: primitiv! Ich werde Ihre unsinnigen Beiträge nicht
mehr beantworten. Einverstanden, wenn man keine Argumente hat, dann den Diskussionspartner beschimpfen
und schweigen. Und Ihre unflätige Unterstellung, ich würde hier lügen Sie haben mir am 13. Juli 2005,
14:11 zuerst unterstellt ich lüge. Zitat: „Wer hat etwas anderes behauptet?Sie haben das sehr wohl behauptet! „
Das habe ich als Lüge zurückgewiesen. Beleg für Ihre Behauptung fehlt. Wenigstens geben Sie hier zu,
daß Ihre Antwort auf meine Beiträge argumentationslos sind.Wieder Lüge. Ich habe nie behauptet, ich
sei argumentationslos. Noch nie in meinem ganzen Leben, also auch nicht hier.
primitiv! Ich werde Ihre unsinnigen Beiträge nicht mehr beantworten. Und Ihre unflätige Unterstellung,
ich würde hier lügen beweist eigentlich nur, daß Sie an einem rationalen Diskurs nicht interressiert
sind. Hier das verlangte Zitat: Die Transsubstantiation wird tausendfach täglich widerlegt. Ich hatte
wirklich gehofft, hier einen geistreichen Widerpart zu finden, schade aber auch diesmal sehe ich mich
enttäuscht. Wenigstens geben Sie hier zu, daß Ihre Antwort auf meine Beiträge argumentationslos sind.
„Platte“ Fragen erzwingen „platte“ Antworten. @ Laurentius2 schrieb: „Geben Sie es zu, Sie sind auf der
Suche nach der Wahrheit,“ Ist das eine Frage an mich? a) das hat wenig mit „zugeben“ zu tun. b) Alle Wissenschaften
streben nach Wahrheit. c) Ich strebe und suche ebenfalls wahre Aussagen. Antwort (falls es eine Frage
war): ja. @ Irenäus schrieb: „Ihr „Argument“ Sie, der Baum und die Termite leben. ist dermaßen platt,
daß ich es nicht weiter kommentieren möchte.“ Lesen können ist ein Vorteil. Der Satz mit Baum und Termite
ist eine korrekte Antwort auf Ihre Frage. Es ist kein Argument (wie auch?), sondern eine Aussage (ein
Argument erfordert mindestens 2 Sätze: Prämisse und Konklusion. Merken!). Wenn Sie Ihre eigene Frage
als platt bezeichnen, widerspreche ich nicht. – „Wer hat etwas anderes behauptet? Sie haben das sehr wohl
behauptet! „ Lüge. Wo? Wann? Zu wem? Zitat!
Flach -Ach Gava, seien Sie doch mal ernsthaft! Ihr „Argument“ Sie, der Baum und die Termite leben. ist
dermaßen platt, daß ich es nicht weiter kommentieren möchte. -Wer hat etwas anderes behauptet?Sie haben
das sehr wohl behauptet! Oder Sie meinen, eine nicht falsifizierbare These werde durch die Fakten widerlegt.
Logik?!
#21 Laurentius2 13:44:28 | Mittwoch, 13. Juli 2005
@„das könnte Ihnen helfen!“ Geben Sie es zu, Sie sind auf der Suche nach der Wahrheit, sonst würden
Sie bestimmt nicht auf einer erzkatholischen Seite rumsurfen. Lesen Sie Prof. Max Thürkauf oder Prof.
Wolfgang Kuhn !
Gemeinsamkeiten der Lebewesen @Irenäus fragt: „welche Gemeinsamkeiten habe ich mit einem Baum oder einer
Termite?“ Z.B.: Sie und der Baum und die Termite leben. – Ihr Argument gegen die Evolution entbehrt jeder
Logik. „ Demzufolge ist es ausgeschlossen, daß ein Phylum auf einen gemeinsamen Vorfahren zurückgeht.“
Wie Sie hier auf „demzufolge“ kommen ist schleierhaft. – Das Argument mit dem Auge des Tintenfisches ist
laut Ihrer eigenen Ausführungen keines gegen die Evolution, da sie selbst sagen, dass es „noch nicht
einmal“ eine Aussage der Evolutionisten sei. – „Dann wüßten Sie, daß Transsubstantion nicht falsifizierbar
ist.„Wer hat etwas anderes behauptet? Das hat nix damit zu tun, dass es allen Naturgesetzen widerspricht.
BTW ich habe das Abitur = Matura in Katholischer Lehre. @Laurentius2: @„die Aussagen von Meisner und ER
widersprechen sich“ Einmal stammt die Wahrheit von ER, in Ihrem Zitat vom Hl. Geist. Und Meisner behauptet,
er und seine Kollegen bestimmen, was wahr ist. WIDERSPRUCH. @ das könnte Ihnen helfen …Wie kommen Sie
auf die irrige Annahme, ich benötige Hilfe? Mir geht es bestens.
#19 Laurentius2 10:19:10 | Mittwoch, 13. Juli 2005
Antwort auf Antwort – Schimmelpilzmyzem Sehr geehrter Herr gava u.s.w., @„die Aussagen von Meisner und
ER widersprechen sich“ Wieso ? Noch einmal: „Der Hl. Geist wird Euch [die Kirche] in die ganze Wahrheit
einführen [Auseinanderfaltung der göttlichen kath. Lehre]. @ Atheist Bleiben Sie auf der Suche! Lesen
Sie die Naturwissenschaftler Wolfgang Kuhn oder Max Thürkauf oder Max Planck oder Nikolaus Kopernikus
u.s.w. das könnte Ihnen helfen … @liberale Dogmen Doch, doch, das wird zwar selten so auf den Punkt
gebracht, wie dies ganz leidenschaftlich prominente Fernsehmoderatoren tun (zB Friedmann), aber es ist
der Zentrale Glaubenssatz unserer spätliberalistischen Gesellschaft, der alles (bis in die evgl. und
ökumen. Theologie hinein) durchwirkt wie ein giftiger Schimmelpilzmyzem.
Widerlegung der „Widerlegung“ 1a)Die angebliche Ähnlichkeit der Arten liegt im Auge des Betrachters.
Während Sie vermutlich an die Gemeinsamkeiten des Menschen mit Säugetieren denken, sollte man den Finger
auf die Wunde legen, d.h. die erheblichen Unterschiede: welche Gemeinsamkeiten habe ich mit einem Baum
oder einer Termite? b) Argumente gegen Evolution: ein Phylum wird durch den gemeinsamen Bauplan definiert(der
Mensch gehört dem Phylum der Wirbeltiere an); nun ist es aber so, daß die meisten heute bekannten innerhalb
von nur 5-15 Millionen Jahren zu Beginn des Kambrium auftauchten; selbst vollgeformte Klassen sollen entstanden
sein. Demzufolge ist es ausgeschlossen, daß ein Phylum auf einen gemeinsamen Vorfahren zurückgeht. c)Das
Auge des Tintenfisches weist verblüffende Ähnlichkeiten mit dem der Säugetiere auf; dennoch glauben
noch nicht einmal Evolutionisten daran, daß der gemeinsame Vorfahre ein solches Auge besessen habe. 2)Bevor
Sie die Lehre der Kirche kritisieren, sollten Sie sich die Mühe machen, sich erst einmal mit ihr zu beschäftigen.
Dann wüßten Sie, daß Transsubstantion nicht falsifizierbar ist.
Widerlegung der Erwiderung Lieber Irenäus, 1) ich weiß nicht, was Sie unter Neodarwinisums meinen. Die
Evolution ist jedenfalls eine der bestbelegten Theorien der gesamten Wissenschaften. Wer keine Gemeinsamkeiten
zwischen den lebenden Arten auf der Erde sieht, hat Tomaten auf den Augen. Ich empfehle mal ein Buch aus
meiner Liste Literatur zur Evolution www.gavagai.de/arbeiten/HHP29L.htm. 2a) Die Transsubstantion widerspricht
der naturwissenschaftlichen Kenntnis, dass niemand Brot und Wein in Fleisch und Blut verwandeln kann.
Hostien bleiben Hostien; wer was anderes behauptet, mag es glauben, es widerspricht aber der Naturwissenschaft.
2b) „sie ist per definitionem nicht einer empirischen Überprüfung zugänglich“ Dann stimmt die Definition
nicht. Niemand hat das Blut und Fleisch je gesehen. Im Gegenteil man sieht und schmeckt und fühlt eindeutig
weiter Wein und Hostien. Die Transsubstantion wird empirisch täglich tausendfach widerlegt.
Erwiderung 1) Der Neodarwinismus ist keine wissenschaftliche Erkenntnis; es gibt keinerlei empirische
Evidenz für ihn. Vielmehr seit mehreren Jahren Biologen vermehrt Beweise gegen ihn vor. Darwinisten geben
selber inzwischen zu, daß ihr Festhalten weltanschaulich motiviert ist; nur naturalistische Modelle seien
zulässig. 2) Die Transsubstantion widerspricht nicht naturwissenschaftlichen Kenntnissen; sie ist per
definitionem nicht einer empirischen Überprüfung zugänglich. Es ist eine daher eine metaphysische Behauptung.
Antwort an Laurentius2 und Irenäus Servus, @ Laurentius2 Pardon, gavagai, daran glauben wir Katholiken.
An was jetzt? An die Aussage von ER oder von Meisner? Sie (ER und Meisner) widersprechen sich. @ Laurentius2
Woran glauben Sie eigentlich ? Ich bin Atheist. Ich glaube so ziemlich alles, was auch Sie glauben (nehme
ich mal an), ohne das unnötige Religiöse. @ Laurentius2 … das liberale Dogma – momentan sehr verbreitet
Nein. Diese Ansicht kenne ich; aber ich meine sie wird von Spezialisten vertreten, ist also nicht sehr
verbreitet. @Irenäus: schrieb Ich würde gerne die Belege sehen, daß die Kirche Gegnerin naturwissenschaftlicher
Kenntnisse sei. Die katholische Kirche ist vielfältige Gegnerin naturwissenschaftlicher Kenntnisse. Zwei
Beispiele: 1) Christoph Schönborn, Kardinal in Wien, New York Times, 7.7.2005 „… defenders of neo-Darwinian
dogma have often invoked the supposed acceptance – or at least acquiescence – of the Roman Catholic Church
when they defend their theory as somehow compatible with Christian faith. But this is not true.“ Schönborn
bestreitet naturwissenschaftliche Kenntnisse. Die katholische Kirche ist Gegnerin naturwissenschaftlicher
Kenntnisse. 2) Transubstantion widerspricht naturwissenschaftlicher Kenntnis. Als ich noch katholisch
war, war die Transubstantion ein katholischer Glaubensgrundsatz.
@gavagai – Katholischer Glaube ER hat gesagt: „Und der Heilige Geist wird euch in die ganze Wahrheit einführen.“
Pardon, gavagai, daran glauben wir Katholiken. Dabei müssen wir stets bescheiden und dankbar bleiben,
aber eine bescheidene Frage: Woran glauben Sie eigentlich ? Etwa an das liberale Dogma – momentan sehr
verbreitet, was aber nicht für seine Richtigkeit spricht – daß es keine Wahrheit gibt ?
„Ich bin ein Weib und obendrein kein Gutes“ – aber jede und jeder, wie sie oder er glaubt, nicht wahr? –
á propos „Naturwissenschaften“: zB die Haltung zur Homosexualität?
Umgang miteinander Beschimpfungen wie „freche Göre“ helfen kaum weiter. – Allerdings ist der ausgewählte
Name „Yersinia“, der doch an kaum etwas anderes erinnern dürfte als an den Erreger der Pest, Yersinia
pestis, m.E. auch schon eine Zumutung angesichts der Verheerungen, die der „Schwarze Tod“ im Abendland
jahrhundertelang verursacht hat.
Eleganz Ich meinte nicht, daß wir uns bei ihr anbiedern sollten, sondern daß unsere Kritik sich im Rahmen
der Höflichkeit bewegen sollte; ich sehe nicht ein, warum solche Beleidigungen wie „Freche Göre“ wachrüttelnd
sein sollten. So etwas kann ebenso auch eine Abwehrhaltung erzeugen. Und wer weiß, vielleicht wird sie
in 15 Jahren einem geregelten Beruf nachgehen.
#4 Laurentius2 18:23:56 | Donnerstag, 7. Juli 2005
@Yersinia Liebe Yersinia, da muß ich leider widersprechen, diese und andere Geschichtslügen werden intensiv
von der medialen Linken und anderen anti-kirchlichen Kräften vor allem an den Schulen angewandt.
@Laurentius: weniger „Geschichtslügen“ als vielmehr „Versimpelungen“ prägen öffentliche Diskurse –
es ist eben viel einfacher, eine Gegnerschaft der Kirche gegenüber naturwissenschaftlichen Erkenntnissen
zu behaupten – eine Behauptung, die durchaus belegt werden kann – als komplexe theologische Inhalte darzustellen;
aber diesbezüglich, insbesondere bei der Versimpelung von natur- oder sozialwissenschaftlichen Zusammenhängen,
könnten auch manche „katholisch-konservative“ Medien durchaus vor der eigenen Türe kehren.
Endlich… wurde das von Kreuz.net nun einmal einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht, was schon
sehr lange bekannt ist und erst in den 90iger Jahren im Buch von Brandmüller (MM-Verlag) ausführlich
dargestellt wurde. Deshalb gibt es auch KEINEN Grund, sich für die Verurteilung Galilaeis zu entschuldigen,
wie dies Johannes Paul II getan hat. Ohnehin: Wie kann sich ein Mensch für einen vermeindlichen Fehler
eines anderen Menschen entschuldigen?