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Die Gotteskindschaft + Zwei neue Weihbischöfe + Dementiert? + Handys in Weltjugendtagsstimmung + Die Touristen werden zur Kasse gebeten
Die Gotteskindschaft

Vatikan. Bei der letzten Generalaudienz vor seiner dreiwöchigen Sommerpause sprach Papst Benedikt XVI. zu den Gläubigen über die Gotteskindschaft: „Durch sie ist Christus unser Bruder und durch Christus stehen wir in einer unbefangenen und liebevollen Gottesbeziehung“, sagte der Heilige Vater vor Tausenden von Pilgern auf dem Petersplatz. Wir dürften Gott deshalb vertrauensvoll Abba, Vater, nennen. Gott mache uns in Christus Jesus zu Erben seines Reiches: „Bringt daher in Eurem Leben die Würde der Gotteskindschaft stets neu zum Leuchten!“, forderte er die Gläubigen auf. „Die kommenden Wochen des Sommers und der Ferien mögen Euch allen Erholung an Leib und Seele schenken. Gottes Geist geleite Euch!“

Zwei neue Weihbischöfe

Österreich. Der Wiener Weihbischof Ludwig Schwarz (65) erklärte nach seiner Ernennung zum neuen Bischof von Linz, daß Christoph Kardinal Schönborn einen Nachfolger für ihn suchen werde. Er rechne damit, daß der Wiener Erzbischof Rom sogar um zwei neue Weihbischöfe bitten werde. Der zweite Weihbischof von Wien, Mons. Helmut Krätzl, wird im Oktober 74 Jahre alt.

Dementiert?

China. Ein Sprecher des Sicherheitsbüros der nordostchinesischen Provinz Hebei – wo viele Katholiken leben – dementierte den Bericht der Kardinal-Kung-Stiftung, wonach der katholische Bischof Julius Jia Schinguo (70) am Montag nachmittag verhaftet worden sei. Es könnte sich bei diesem Dementi aber um ein Wortspiel handeln. Offiziell wurde die Verhaftung des Bischofs nämlich als ‘Arztbesuch’ deklariert. Die US-amerikanische Kardinal-Kung-Stiftung hat die Meldung über die Verhaftung von Bischof Jia nicht widerrufen.

Handys in Weltjugendtagsstimmung

Deutschland. Rechtzeitig zum Weltjugendtag bietet T-Online christliche Handylogos und Klingeltöne für das Mobiltelefon an. Als musikalische Einstimmung auf den Weltjugendtag erwarte die Nutzer Kirchenglocken, Mönchsgesänge, ‘Laudato si’, ein gesungenes ‘Hallelujah’ und ‘Go Tell It On The Mountains’, teilt das Unternehmen in einer Pressemeldung mit. Auch Handydisplays könne man in Weltjugendtagsstimmung versetzen. Madonnen-Bilder, eine Friedenstaube oder Fische werden zum Download angeboten. Ab dem 8. August können die Produkte unter www.t-online.de/wjt zum Preis von 1,49 Euro erworben werden.

Die Touristen werden zur Kasse gebeten

Österreich. Der Wiener Stephansdom kann ab sofort nur mehr mit kostenpflichtigen Audio-Führern besichtigt werden. Das berichtete der ‘Österreichische Rundfunk’ am gestrigen Mittwoch. Der Großteil der Kathedrale wird für Touristen abgesperrt. Nur der hintere Bereich bleibt für alle offen. Die Sperrbereiche im Stephansdom gelten bis zum Abklingen der Touristenströme Ende September. Der vordere Teil des Stephansdomes bleibt für Touristen grundsätzlich gesperrt. Beter und Gottesdienstbesucher haben weiterhin freien Zutritt.
      
7 Lesermeinungen
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#7   MilesChristi   10:05:48 | Samstag, 9. Juli 2005
@ Catholicus
Danke für die Info, ich bin ja kein Kirchenrechtler – dann habe ich wohl etwas falsch verstanden.
Gruß
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#6   methusalix †   01:54:58 | Samstag, 9. Juli 2005
Formpflicht für wen?
Glaubt wirklich irgend jemand, dass GOTT DER HERR auf TRAUSCHEINE schaut, gleichgültig ob bürgerlich oder kirchlich??? ER, der direkt in unsere Herzen blickt! Der ganze Codex Iuris Canonicis ist doch nur ein Hilfsmittel für uns Unvollkommene und für den HERRN absolut belanglos.
Ich will damit nicht sagen für uns Menschen wertlos! Aber bestimmt hat ER besseres zu tun, als sich von irgendwelchen Kirchenrechtlern Vorschriften machen zu lassen. Also ist ein ziviler Trauschein für die Kirche relativ wertlos und umgekehrt. Deswegen haben meine Frau und ich seit dreiundreissig Jahren beide Trauscheine, den vom Standesamt und den aus der Kirche. (Nur um auf Nummer sicher zu gehen.)
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#5   Catholicus   22:37:41 | Freitag, 8. Juli 2005
Zivilehe und Formpflicht
@Miles Christi
Was Du hier schreibst, stimmt nicht! Die katholische Kirche erkennt eine Zivilehe gemäß und seit dem CIC 1983 nur dann als gültige Ehe an (auch unter Getauften, und dann ist sie sogar Sakrament!), wenn die beiden Partner nicht der Formpflicht der Kirche unterliegen. Dies ist bei aus der Kirche Ausgetretenen der Fall oder auch bei Menschen, die von vornherein nicht der Kirche angehören. Wer jedoch der kirchlichen Formpflicht unterliegt, kann noch so oft zivil heiraten: eine vor Gott und der Kirche gültige sakramentale Ehe kommt in diesem Fall nur dann zustande, wenn die Kirche aus berechtigtem Grund im Einzelfall von der Formpflicht dispensiert.
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#4   MilesChristi   20:20:03 | Freitag, 8. Juli 2005
@ Andreas
So ist nicht so ganz richtig. Die Kirche erkennt Zivilehen an, sie sind zwar keine sakramentale Ehen, aber die Leute gelten (bei den üblichen Bedingungen etc.) als verheiratet ! Wenn sie scheiden lassen und kirchlich heiraten wollen müssen sie versuchen, diese erste Ehe annulieren zu lassen.
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#3   Andreas   19:55:10 | Freitag, 8. Juli 2005

Also, wenn man nur staatlich getraut war, ist dies nach CIC keine sakramentale Hochzeit, man war defacto nie verheiratet.
Deswegen kann VP oder VF kirchlich heiraten.
Man sollte lieber prüfen, wie es denn mit der allgemeinen Einstellung zur Kirche und dem Glauben ausschaut.
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#2   Yersinia   19:22:45 | Freitag, 8. Juli 2005
@Rosa: welches Äquivalent zum „Weibsbild“
würdest du für einen geschiedenen Mann verwenden?
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#1   Rosa von Lima   21:29:46 | Donnerstag, 7. Juli 2005
Die Touristen werden zur Kasse gebeten
Frage: Wird der vordere Teil des Stephansdoms vielleicht wegen der bevorstehenden Hochzeit von Verona Feldbusch und Franjo Pooth abgeriegelt? Komisch, dass diesem geschiedenen Weibsbild eine grossartige Hochzeit im Stephansdom zugestanden wird!
Normalerweise sind Geschiedene von einer katholischen Trauung ausgeschlossen!
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