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Kondolenzen + Dementi dementiert + Schatten der Eucharistie +
Was tun die englischen Truppen? + Haben Sie gewußt…
Kondolenzen

Vatikan. Papst Benedikt XVI. hat dem britischen Volk in einem Beileidstelegramm an den Erzbischof von Westminster/London seine Anteilnahme ausgedrückt. Das Schreiben ist von Kardinalstaatssekretär Angelo Sodano unterzeichnet. Bei Anschlägen wurden gestern vormittag in London 37 Menschen getötet und 700 zum Teil schwer verletzt.

Dementi dementiert

Heiliges Land. Die Palästinensischen Autonomiebehörden haben erklärt, daß ein kürzlich veröffentlichter Bericht, der den abgesetzten griechisch-orthodoxen Patriarchen von Jerusalem entlastete, keine offizielle Stellungnahme der Behörden sei. Der Patriarch war über umstrittene Baurechtsverträge mit israelischen Spekulanten gestolpert. Die Behörden erklärten, daß der Bericht nicht die offizielle palästinensische Position widerspiegle. Im Mai hatten die Behörden den Entscheid der griechisch-orthodoxen Heiligen Synode von Jerusalem, den Patriarchen zu entlassen, begrüßt.

Schatten der Eucharistie

Vatikan. Der Heilige Stuhl hat gestern das Arbeitspapier für die im Oktober anstehende 9. Ordentliche Vollversammlung der Bischofssynode vorgestellt. Dazu werden 250 Bischöfe erwartet. Das 90seitige Schreiben trägt den Titel „Die Eucharistie: Quelle und Höhepunkt des Lebens und der Sendung der Kirche“. Das Dokument beklagt „Schatten der Eucharistie“, zum Beispiel einen massiven Rückgang beim sonntäglichen Meßbesuch in Europa sowie in Nord- und Südamerika. Als angebliche Gründe nennt es die fehlende Katechese und eine Unverständnis für das Geheimnis. Die Lehre von der Verwandlung von Brot und Wein in den Leib und das Blut Jesu Christi sei in Gefahr und in der Folge auch der Glaube an die Realpräsenz Christi in der Eucharistie. Es bestehe ein großes Mißverhältnis zwischen den vielen Kommunikanten und den wenigen Beichtern. Es ist nicht damit zu rechnen, daß die Bischofssynode zu effektiven Gegenmaßnahmen gegen die erkannten Mißstände führen wird.

Was tun die englischen Truppen?

Deutschland. Der Bosnische Erzbischof, Vinko Kardinal Puljic, äußerte sich in einem Gespräch mit dem im bayerischen Ingolstadt erscheinenden Donaukurier über die Situation der Katholiken in Bosnien: Er setzte auf Dialog, erklärte der Kardinal. Dieser sei aber erst möglich, wenn gleiche Rechte gewährt würden. Davon sei man noch weit entfernt. Die Muslime würden in Bosnien eine Moschee nach der anderen bauen. Für katholische Kirchen gebe es aber keine Genehmigungen. Die westlichen Truppen im Land seien keine Hilfe. „Bei uns regieren die Engländer. Und die lieben die Katholiken nicht. Das muss man auch einmal deutlich sagen.“ Kardinal Puljic hält sich gegenwärtig in Deutschland auf.

Haben Sie gewußt…

…, daß der nordostchinesische Wallfahrtsort Dong Lu im Jahre 1932 von Papst Pius XI. zum ‘Heiligtum Unserer Frau von China’ erklärt wurde. Dorthin begaben sich im Mai 1995 über 100.000 Katholiken, die im Land in der Illegalität leben, zur jährlichen Wallfahrt, obwohl die Kommunisten Gewaltmaßnahmen und Straßensperren einsetzten, um die Pilger zu stoppen. Am 23. Mai 1995 erschien in Dong Lu die Muttergottes vor über 30.000 Pilgern. Das Wunder wurde vom Bischof von Baoding bestätigt.

Aus einer Mitteilung der US-amerikanischen Kardinal-Kung-Stiftung, die sich für die verfolgte Kirche in China einsetzt.
      
4 Lesermeinungen
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#4   Dr. Otterbeck   09:49:07 | Samstag, 9. Juli 2005
Nein, keine Beleidigungen,
es geht mir nicht darum, Sie persönlich zu treffen: Mir wäre daran gelegen, wenn Sie Ihren Blick öffnen könnten für das ganze Weltgeschehen, das doch auch zu uns spricht; aber selbst an Katastrophentagen spekuliert der Traditionalist nur über seinen Rubrizismus. Das gab es sicht einmal vor dem von Ihnen so verwünschten Vatikanum II. Was Sie machen ist wirklich nicht nur graduell, sondern essentiell anders als der Katholizismus von 1517-1962. Sie laden die Texte mit einem Sinn auf, den sie nie hatten. Das ist keine Traditionspflege, sondern Traditionsbruch. Daher agieren Sie in fremdem Interesse, ohne es zu registrieren, weil Dogma für Sie eine Vorschrift ist, nicht aber die notwendige Artikulation des wahren Lebens.
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#3   Athanasius   11:38:06 | Freitag, 8. Juli 2005
Hah joa.
Weshalb greifen Sie Dr. Otterbeck jede Möglichkeit an den Liturgiereform zu verherrlichen und unterlassen es zugleich nicht den Traditionalisten schwerste Vorwürfe zu machen?
Meine Meinung ist nicht, dass die jenigen die die Ansicht der katholischen „Traditionalisten“ nicht teilen, schlechte Katholiken wären oder sündigten. Ist aber sehr nuanciert.
Sie lesen unter www.crc-internet.org/mass.htm www.crc-internet.org/mass.htm deutlich. So ist meine Meinung. Ich möchte Ihnen deshalb auch fragen, ihre Beleidigungen zu unterlassen und Insinuation andersdenkenden doch dogmatisch korrrekten Katholiken nicht schlechteres zu unterstellen.
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#2   Dr. Otterbeck   10:07:31 | Freitag, 8. Juli 2005
Terror und Opfer
An Tagen wie diesen zeigt sich doch weltweit und offenkundig, dass der Opfergedanke aus dem „NOM“ keineswegs eleminiert ist. „Wir wollten der Wahrheit ein reicheres Leben geben“, begründet Montini die Reform. Wer nur spitzfindig an den Texten herumbastelt, wie neulich wieder ein P. Grün in der DT (Übersetzungsfehler wären ja zu korrigieren: „pro multis“…), der betreibt Liturgie als Geheimwissenschaft; sie hat ihren Platz aber im Leben der Welt, um die Heraufkunft der Massen (1,2 Mrd. Katholiken weltweit!) und ihren Weg zu Gott überhaupt zu bewältigen. Deshalb nenne ich, ohne die Tradition zu verkennen, die „neue“ Liturgie eine Rettungstat zugunsten der Eucharistie; denn Einer hat für uns genug getan, zum Heil der Menschen.
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#1   MilesChristi   09:07:33 | Freitag, 8. Juli 2005
@ China
Die sehr informative Site der Kardinal-Kung-Stiftung:
…ardinalkungfoundation.org/
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