Was die Kölner Juden vom Synagogenbesuch des Papstes halten
Benedikt XVI. wird während des Weltjugendtages die Synagoge von Köln besuchen. Das bestätigte der Vatikan vor einigen Tagen. Stellungnahmen von Kardinal und Rabbiner.
(kreuz.net, Köln) Der Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner, meinte am Dienstag in Rom, daß
der Besuch des deutschen Papstes in der Kölner Synagoge im sechzigsten Jahr nach Kriegsende eine hohe
Symbolkraft besitze.
„Der Synagogenbesuch ist ein Signal an die Juden als unsere älteren Brüder und
Schwestern.“
Der Papst komme – so Kardinal Meisner – in ein Land, das bis heute die Wunden der nationalsozialistischen
Judenverfolgung trage.
„Wir müssen alles daransetzen, daß sich so etwas nicht wiederholt.“
Wenn Benedikt
XVI. außerhalb des Weltjugendtagsprogrammes in eine Synagoge gehe, dann sei dies eine Symbolhandlung.
Die katholische Tageszeitung ‘Tagespost’ sprach über den Papstbesuch in der Kölner jüdischen Gemeinde
mit dem Rabbiner der Kölner Synagoge, Netanel Teitelbaum.
Die jüdische Gemeinde hatte sich nach der
Wahl Benedikts XVI. mit Blick auf den Weltjugendtag dazu entschlossen ihn einzuladen.
Eine Einladung
von Papst Johannes Paul II., der ursprünglich am Weltjugendtag hätte teilnehmen sollen, sei wegen des
Gesundheitszustandes des Pontifex nicht in Betracht gezogen worden.
Die jüdische Gemeinde von Köln
ist die älteste jüdische Gemeinde nördlich der Alpen. Ein Besuch des Papstes sei nicht nur ein besonderes
Zeichen für die Kölner Gemeinde, sondern auch für die Weltöffentlichkeit.
Den christlich-jüdischen
Dialog in seiner Stadt bezeichnete der Kölner Rabbiner als „ausgesprochen gut“. Die Jüdische Gemeinde
habe auch Unterstützung für den Weltjugendtag angeboten.
Für ihn und seine Gemeinde stehe bei der
Begegnung weniger das Kriegsende im Vordergrund als der Weltjugendtag und die Möglichkeit, dem Papst
zu begegnen.
Daß Benedikt XVI. Deutscher sei, habe für die Einladung keine Rolle gespielt, so der Rabbiner.
Teitelbaum betonte auch die theologische Komponente der Begegnung.
Benedikt XVI. habe zu Beginn seines
Pontifikats erklärt, daß der interreligiöse Dialog für sein Pontifikat eine herausragende Rolle spiele:
„Die jüdische Gemeinde hat dies aufmerksam registriert.“
Die Begegnung sei nicht politisch, sondern
diene der Stärkung des Dialogs zwischen Juden und Christen. Er sei gewiß, daß es im Rahmen der Begegnung
am 19. August zu einem fachlichen Austausch über die Schriften des Alten Testaments kommen werde.
Zur
Frage, ob es anläßlich früherer Besuche von Papst Johannes Paul II. in Köln ebenfalls Einladungen
der jüdischen Gemeinde gegeben habe, erklärte Rabbiner Teitelbaum seine Unwissenheit.
Ausdrücklich
unterstrich der Rabbiner die zustimmenden Reaktionen auf die geplante Begegnung in der Synagoge seitens
des Deutschen mosaischen Glaubens:
„Das Echo ist ausschließlich positiv.“
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11 Lesermeinungen
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jüdisches Blut??? Athanasius: Das Heil kommt von Gott durch die Juden. GOTT hat das Volk Israel erwählt…
(das Christentum hat die Erwählung missdeutet, denn es ist kein Vorzug, es ist eine Last. Doch Christen
glauben, dass sie sich deshalb, wegen des vermeintlich Neuen Bundes, die besten Plätze am Tische nehmen
dürften, das die ihnen zu stünden… dem ist nicht so!) Gegen Rassismus von jüdischer und nazistischer
Seite. was, bitte, ist jüdischer Rassismus? Der moderne Judaismus der glaubt das jüdische Blut an sich
sei Messiach… Wo hast Du nur Deine Quellen??? MilesChristi: Ich wünsche mir nur, daß der Nachfolger
Petri dasselbe tut wie der Apostelfürst, als er vor den Führern seines Volkes das Evangelium gepredigt
hat. Wo hat er denn das getan? (wähnst Du einen Fanatiker derart hoch?)
Das Heil kommt von Gott durch die Juden. Das Heil kommt nicht aus jüdischem Blute, sondern aus jüdischer
Treue. Und die jüdische Treue und weitesgehend verschwungen und verworfen von den nachtemplischen Juden.
Aber Edgardo Mortara, Schw. Edith Stein, Brüder Hw. H. Lehmann (19. Jahrhundert), Alphonse Ratisbonne,
und moderner: Rabbi Israël, später Eugenio, Zolli, lassen hoffen für die Zukunft des übrigen jüdischen
Volkes, das „noch immer sucht, was es nicht bekommen hat [ das Neutestamentische Heil]“. Ein gutes Buch
für niederländisch Sprechende zum Judentum, geschrieben vom Vorsitzenden und Widerständler Pater Constantinus
OMCap: „Wij trekken door de Dagen. Door de Voorzitter der Commissie voor Israël“, Hilversum, 1939. Gegen
Rassismus von jüdischer und nazistischer Seite. Ich zweifle aber an, ob S.H. Papst Benedikt XVI. das
als Deutscher und ehem. HJ’ler offen zu sagen wagt in Köln. Der moderne Judaismus der glaubt das jüdische
Blut an sich sei Messiach, wird soetwas wohl nicht tolerieren. Und noch weniger B’nai B’rith. Benedikt
hat wenigstens wohl Verständnis für „Nolite gloriari adversus ranos“ (Röm XI, 13), aber ob er auch
„ex ranis fracti sunt“ (Röm XI) und „et blasphemaris ab his qui se dicunt Iudaeos esse, et non sunt,
sed sunt synagoga Satanae.“ (Apocalypsis Ioannis 2:9), wird er nicht erwähnen. Leider.
@ Otterbeck und Heil Das Heil kommt von den Juden, mit der Bedeutung, daß Jesus Christus als Sohn einer
jüdischen Mutter geboren wurde. Du willst nicht sagen oder andeuten, daß das Heil immer noch „von den
(jetzigen?) Juden“ kommt ? Ich wünsche mir nur, daß der Nachfolger Petri dasselbe tut wie der Apostelfürst,
als er vor den Führern seines Volkes das Evangelium gepredigt hat. Er hat ihnen damals klar gesagt, daß
Jesus der Christus ist. Das sollte man eigentlich vom Papst Benedikt XVI erwarten, daß er Jesus als den
Christus doch auch vor Nicht-Christen bekennt und diese zu Bekehrung auffordert. Das hätte ich auch vom
Papst Johannes Paul II erwartet. Leider vergebens.
Weg Wahrheit Leben bekennt Joseph Ratzinger seit frühester Jugend. Lesen Sie den Beitrag zur Rahnerfestschrift,
die im Band „Glaube Wahrheit Toleranz“ 2003 an erster Stelle wieder publiziert wurde. Christus allein;
aber deshalb gilt: Das Heil kommt von den Juden. So spricht der Herr.
Schade Es ist schade, dass auch Benedikt XVI. scheinbar nicht im Stande ist, die Worte Christi öffentlich
zu bekennen: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.
Gloria olivae Der Blick nach Zion könnte zum zentralen Signal des 1. Pontifikats im 3. Jhtsd. werden;
mutmaßlich bleibt „Antijudaisten“ im Katholizimus nur noch das Heulen und Zähneknirschen. Es wird nicht
mehr lange dauern und einige Extremtraditionalisten werden zu offenem Hass auf den angeblichen ehem. „Großinquisitor“
übergehen, weil er immer und immer wieder sagt, dass die Gaben Gottes ohne Reue sind und die „Arche des
Bundes“ jenen einenBund –- in unvollendeter (AT), dann in erfüllter Gestalt (NT) –- bezeichnet, die ganze
Geschichte Gottes mit den Menschen.
„Fachlicher Austausch über die Schriften des AT“ Ist das nicht etwas hoch gegriffen? Wie lange soll die
Begegnung denn dauern? Und ist es Aufgabe des Papstes, theologische Gespräche zu führen? Vermutlich
wird alles auf einige Akte der gegenseitigen Hochachtung und gemeinsam gebetete Psalmen (selbstverständlich
ohne „Gloria Patri“, wie be uns im „Sacrum Triduum“) hinauslaufen.
@ Gerd Eric Auch wenn du dich weigerst, meine Frage nach deiner Religionszugehörigkeit zu antworten (Jude,
Christadelphianer, Bnei Noach etc): Hast du schon von Moshiach ben David UND Moshiach ben Josef gehört ?
Nein ? Dann beschäftige dich etwas mit Chabad Lubawitsch.
Lieber Peccator und lieber elendster Sünder… Apg 3, 25 Euch als den Nachkommen der Propheten gilt,
was sie angekündigt haben; euch gilt auch der Bund, den Gott mit euren Vorfahren geschlossen hat, als
er zu Abraham sagte: Durch deinen Nachkommen werde ich alle Völker der Erde segnen. 26 Euch zuerst hat
Gott nun seinen Bevollmächtigten gesandt, nachdem er ihn vom Tod auferweckt hat. Durch ihn sollt ihr
gesegnet werden, wenn ihr euch von euren bösen Taten abkehrt – jeder und jede im Volk!« Diese Botschaft
geht einzig an Juden. Keiner der Jünger war Nichtjude. SEINEN „Bevollmächtigten“ hat er den Juden schon
des öfteren gesandt, und zwar sendet(e) er den „MANN“ auch jedem Einzelnen. Mag sein, dass das Christentum
darauf angewiesen ist, dies zu verheimlichen, doch dies ist einfach die Auffassung im Judentum. Es reicht
nicht, GOTT zu dienen, wenn man auf der Bare liegt, es reicht nicht, (an dem dafür vorgesehenen Körperteil
oder) am Herzen beschnitten zu sein, aber die Umsetzung fehlt. (Nach Lehre ist mit der Ankunft des Messias
Ende mit Feindschaft und die Herrschaft GOTTes bricht an, – doch da ist seit 2000 Jahren keine Herrschaft
GOTTes, da ist nichts mit Weltfrieden… und die sich Christen nennen, haben zum Freiden nicht viel beigetragen.)
Abraham wurde gesagt: Durch deinen Nachkommen werde ich alle Völker der Erde segnen. also durch das jüdische
Volk, nicht durch Heiden. herzliche Grüsse
Heutiges Judentum Die heutigen Juden entstammen denjenigen Juden, die Jesus von Nazareth nicht als Messias
annehmen wollten. Das heißt, diese leben weiter aus einem Irrtum heraus den alten Bund. Das klingt banal,
ist aber, glaube ich, vielen nicht mehr hinreichend klar. Wir sollten das alte katholische Streben nicht
aus dem Auge verlieren, für die Erleuchtung der Juden zu beten, die uns so nah und doch so fern sind.
Apg 3,26 Nur eine Stelle, aus der klar und deutlich ersichtlich wird, daß sich der Segen des Messias
auf alle Völker der Erde erstreckt, gleichwohl er doch zuerst den Israeliten zuteil werden soll, UNTER
DER VORBEDINGUNG DER ABKEHR VON DER SÜNDE. Die heutigen Juden sind zum übergroßen Teil christusfeindlich
und daher können Sie nicht unsere „älteren Brüder und Schwestern“ genannt werden, denn diese Bezeichnung
kommt in der Hl. Schrift (NT) und der beständigen Lehre der Kirche nur den Christen zu.