17:31:13 | Freitag, 8. Juli 2005
Der designierte Bischof von Linz, Mons. Ludwig Schwarz, gab heute vormittag in seiner zukünftigen Diözese eine Pressekonferenz. Er wolle die gediegene und großartige Arbeit seines Vorgängers fortsetzen – und offensichtlich auch die gleichen Fragen stellen.
(kreuz.net, Linz) Seine Ernennung sei sehr überraschend und schnell gekommen, erklärte Bischof Ludwig
Schwarz (65). Er sei erst dreieinhalb Tage vor seiner Bestellung informiert worden.
Der Anruf von der
apostolischen Nuntiatur sei am Montag abend gekommen. Um 21.00 habe er den Nuntius getroffen. Dieser habe
ihn vom Beschluß des Papstes in Kenntnis gesetzt.
Er sei über die Entscheidung froh und gehe gerne,
wo Gott ihn hinschickt: „Ich werde meine Kräfte für die schöne Diözese Linz einsetzen.“
Zur Frage
der Kinderabtreibung und der ärztlichen Beihilfe zum Selbstmord setzte der neue Bischof zu einer kleinen
Predigt an: „Gott ist der Herr des Lebens von der Empfängnis bis zum natürlich Tod.“
Auch die staatliche
Anerkennung des Homo-Konkubinats könne man „nicht gutheißen“.
Bei der Pressekonferenz sprach Bischof
Schwarz auch über den angeblichen Priestermangel. Die Frage nach dem verpflichtenden Zölibat sei neu
zu stellen, erklärte der neuernannte Diözesanbischof: „Die Not ist groß.“
Man sei aber dran, nach
Lösungen zu suchen.
Die Weihe bewährter verheirateter Männer könnte – so Mons. Schwarz – ein nächster
Schritt sein. Dieser Vorschlag werde eventuell ein Thema bei der kommenden römischen Bischofssynode im
Oktober sein.
Bischof Schwarz unterstrich die lange Freundschaft mit seinem Vorgänger, Bischof Maximilian
Aichern. Er sei ihm für die „gediegene und großartige Arbeit“, die er geleistet habe, dankbar.
Gleichzeitig
ersuchte er seinen Vorgänger, künftig um Hilfe und Unterstützung. Mons. Schwarz brachte seinen Wunsch
zum Ausdruck, in die Fußstapfen seines Vorgängers zu treten.
„Gott segne deine Amtszeit“, antwortete
der abtretende Bischof von Linz.
Sein Nachfolger bringe eine gute ortskirchliche, aber auch eine große
weltkirchliche Erfahrung mit, sagte Mons. Aichern weiter. Er attestierte Bischof Schwarz ein „frohes Gemüt“
und eine nicht unbedeutende Rolle in der Bischofskonferenz.
Die Amtseinführung von Bischof Schwarz,
der sich nach eigener Aussage in Linz bereits „beheimatet“ fühlt, ist für den 18. September vorgesehen.
Beobachtern in der Diözese Linz ist schon jetzt klar, daß Bischof Schwarz sein Amt ganz in der Nachfolge
seines Vorgängers ausüben wird. Es ist nicht damit zu rechnen, daß sich der „bewährte“ Kurs der Diözese
Linz mit dem neuen Bischof wesentlich verändern wird.
Linz gilt als eine der liberalsten Diözesen Österreichs.
Auch mit seinem Vorschlag zu einem behutsamen Abbau des Zölibats stehe Bischof Schwarz
in der Linzer
Tradition.
Die Beförderung des Wiener Weihbischofs nach Linz konsolidiert somit den unter den österreichischen
Bischöfen herrschenden ultramontanen Liberalismus, der einerseits dem Papst viel Ehre spendet und im
übrigen tut, was von der weltorientierten und mächtigen ‘Kirche von unten’ gefordert wird.
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#7
MilesChristi 16:18:33 | Samstag, 9. Juli 2005
#6
turk 15:41:34 | Samstag, 9. Juli 2005
#5
ottaviani 13:00:17 | Samstag, 9. Juli 2005
#4
Catholicus 21:01:22 | Freitag, 8. Juli 2005
#3
MilesChristi 20:18:14 | Freitag, 8. Juli 2005
#2
Didimus 18:59:20 | Freitag, 8. Juli 2005
#1
MilesChristi 18:09:02 | Freitag, 8. Juli 2005