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Kürzer und ökumenischer + Beschuldigung löst sich in Luft auf + Untersuchung eingestellt + Berliner Kirche abgerissen + Jeder blickt weg
Kürzer und ökumenischer

Vatikan. Der Heilige Stuhl gab bei der Vorstellung des Arbeitspapieres für die kommende Bischofssynode Reformen bekannt. Die Bischofssynode wird – entgegen der ursprünglichen Planung – von einem Monat auf drei Wochen verkürzt. Die Redezeit der einzelnen Bischöfe soll statt acht nur sechs Minuten betragen. Dafür wird die Zahl der Vertreter anderer Konfessionen und kirchlicher Gemeinschaften verdoppelt. Damit wird das Gewicht der Bischöfe auf ihrer Synode reduziert. Thema der im Oktober stattfindenden Synode ist die Eucharistie.

Beschuldigung löst sich in Luft auf

Griechenland. Theoklitos, der griechisch-orthodoxe Bischof von Thessaliotis, ist rehabilitiert. Thessaliotis befindet sich in der Region Thessalien in Mittelgriechenland. Der Bischof war vor fünf Monaten des Drogenhandels angeklagt und zum Rücktritt gezwungen worden. Gestern hat ihn der Heilige Synod der orthodoxen Kirche Griechenlands von allen Anklagepunkten freigesprochen. Die Heilige Synode ist das wichtigste Beratungsgremium um den Patriarchen. Theoklitos war von seinem Vorgänger angeklagt worden, in einem zwielichtigen Club unter der Anklage des Drogenhandels verhaftet worden zu sein. Später habe man die Affaire vertuscht. Jetzt erklärte der Heilige Synod, daß 32 Personen befragt und keine Hinweise gegen Theoklitos gefunden wurden. Auch die zuständige Polizei habe verneint, daß besagter Zwischenfall je stattgefunden hat. Der Heilige Synod beschloß, alle Anklagen gegen den Bischof fallenzulassen.

Untersuchung eingestellt

USA. Der Staatsanwalt von Florida im Südosten der USA hat kürzlich erklärt, daß Michael Schiavo, der entfremdete Ehemann der verhungerten Wachkomapatientin Terri Schindler-Schiavo, nach dem Kollaps seiner Frau im Jahre 1990 nicht falsch oder kriminell gehandelt habe. Terri lag seit diesem Kollaps im Wachkoma. Sie wurde im März von ihrem Ehemann legal getötet, nachdem dieser ihr Verhungern vor Gericht durchgesetzt hatte. Jeb Bush, der Gouverneur des US-Bundesstaates Florida, hatte den Staatsanwalt gebeten, zu prüfen, ob Schiavo nach dem Kollaps seiner Frau sofort den Notruf alarmiert habe. „Aufgrund dieser Ergebnisse werde ich Ihrer Empfehlung nachkommen“ – so Gouverneur Bush zum Staatsanwalt – „und die staatliche Untersuchung gegen Michael Schiavo beenden.“

Berliner Kirche abgerissen

Deutschland. Zur Überraschung von Anwohnern und Denkmalschützern hat in Berlin der Abriß der modernen, katholischen St. Raphael Kirche begonnen. Am Dienstag war die Orgel demontiert und ein Vorbau eingerissen worden. Gestern ging es dem Kirchen-Kubus aus den 60er Jahren an die Substanz. Auf dem Gelände, das die zuständige Kirchengemeinde an die Spandauer Projekt-Entwickler Fleischer & Hohlfeld verkauft hat, ist ein Supermarkt geplant.

Jeder blickt weg

Mosambik. In Mosambik werden Kinder getötet, um ihnen Organe zu entnehmen. Das berichtete der irische Servitenpater Patrick Carroll bei einer Internationalen Missions-Studientagung in Wien. Mosambik liegt in Südostafrika am Indischen Ozean. Die Serviten sind eine marianische Ordensgemeinschaft, die 1233 in Florenz gegründet wurde. Immer wieder würden verstümmelte Kinderleichen entdeckt, denen offenbar Organe entnommen wurden. Die Sicherheitsbehörden reagierten nur unzureichend oder gar nicht, so Pater Carrol.
      
14 Lesermeinungen
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#14   Laurentius2   09:41:15 | Donnerstag, 14. Juli 2005
wobei …
… ich den Konzilsmachern und Bischöfen zum ganz überwiegenden Teil nicht den guten Willen zu einem pastoralen Experiment absprechen möchte. Aber ist es nicht historisch gesehen gescheitert ?
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#13   Marcel   16:05:21 | Mittwoch, 13. Juli 2005
Des Konzils neue Kleider…
Welche Gnaden sind seit 1962 neu in der Kirche entstanden, die die alte Kirche nicht auch schon reichlich (reichlicher ?) vermittelt hätte ?
Nennen Sie mir doch mal zwei oderdrei Bereiche, in denen es seitdem seelsorglich „besser“ aussieht als vorher ?
Diese Frage wird auf nachkonziliar Verblendete ketzerisch wirken. :-)
Zwar möchte ich der sicherlich blumig und wortgewandt aufgeblasen ausfallenden Antwort des Dr. nicht vorgreifen, aber weil Erzbischof Lefebvre sinngemäß Ihre Frage schon jahrzehntelang an Rom und seine befreundeten pro-konziliaren Würdenträger stellte, möchte ich die Antwort, die er stets und übereinstimmend erhielt, aussprechen: sie lautete „es gibt nichts“. Es gibt keine einzige gute Frucht des V.II.
In all den Jahrzehnten, seit diese Versammlung verhängnisvollerweise von der modernistischen Rhein-Fraktion an sich gerissen wurde und ihr Zerstörungspotential von denselben Modernisten in den Ortskirchen unter römischer Duldung praktisch umgesetzt wurde, gibt es keine einzige gute Frucht. Nur Zerstörung und Leere (im Kopf und in den Kirchen).
Zwar ist uns bekannt, daß man den Baum an den Früchten erkennt, aber nicht den Konzilsdurchpeitschern: sie verweisen fern der Realität auf imaginäre Früchte, auf ein neues Pfingsten, auf ein Erwachen aus der Unmündigkeit, etc pp. Es ist alles nur heiße Luft. Des Kaisers neue Kleider sind nicht vorhanden. Der kleine Bub (im Geiste), der es merkte und ausrief, heißt Lefebvre.
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#12   Laurentius2   14:02:35 | Mittwoch, 13. Juli 2005
@Dr.Otterbeck – Welche Gnaden seit 1962 ?
Sehr geehrter Herr Dr. Otterbeck,
ich bin weder Mitglied bei Lefèbvre noch (was etwas grundsätzlich anderes ist) ein sedisvakantistischer Dauernörgler, aber gestatten Sie mir doch die Frage:
Welche Gnaden sind seit 1962 neu in der Kirche entstanden, die die alte Kirche nicht auch schon reichlich (reichlicher ?) vermittelt hätte ?
Nennen Sie mir doch mal zwei oderdrei Bereiche, in denen es seitdem seelsorglich „besser“ aussieht als vorher ?
Umkehr tat schön öfter in der Kirchengeschichte not – oder etwa nicht ?
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#11   Benedikt   13:47:30 | Mittwoch, 13. Juli 2005
Heiliges Römisches Reich…
Deutscher Nation oder wie einige sagen: weder heilig, noch deutsch, noch Nation.
Auch dort war nicht alles Gold was glänzt. Zitat aus einer Abhandlung über das Mainzer Metropolitankapitel: „(…)Die Domkapitulare mussten desöfteren dazu angehalten werden, sich während (!) des Gottesdienstes nicht zu unterhalten oder im Dom spazieren zu gehen.“ Was heute über die Frömmigkeit damals berichtet wird ist in meinen Augen zu wenigstens 50 % Folklore. Der Mainzer Erzbischof Christian von Buch etwa hielt sich während seines Pontifikates ganze zweimal in seinem Erzbistum auf. Von einer wirklichen Seelsorge konnte dort keine Rede sein.
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#10   Elendester Sünder   21:07:23 | Dienstag, 12. Juli 2005
An Dr. Dr. Otterbeck (mit dem zusätzlichen Dr.): Jahr 2025
Wie kann man sicher sein. daß der Herr noch bis zum Jahr 2025 zuschaut?
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#9   Ignatius   20:21:49 | Dienstag, 12. Juli 2005
V2 und andere Wunderwaffen
Elenster Sünder sprach: Unter dem Krummstab läßt es sich gut leben. Und das Heilige Römische Reich im Mittelalter mutet mir unter den jetztigen Zuständen an wie das Paradies.
Das ist wohl wahr!
Dr. […] sprach: Bis zum Hl. Jahr 2025 werden wir aber alle noch sehen, welche Gnadengaben der Herr seiner Kirche seit 1962 bereitet hat. Wetten, dass?
Ja logens. Die Wunderwaffe V2 wurde 1962-1965 schon gezündet, sie war zwar nicht genau und traf immer das falsche Ziel, verbreitete aber schon mal Furcht und Schrecken, unter den Empfängern wie Abschießern. Der Endsieg kommt, wir müssen nur DURCHHALTEN und keinen Schritt zurück tun – das ist Parole.
Wie tief Progressivisten den Kopf in den öden Wüstensand stecken können, um der Realität zu entfliehen, wurde uns vom Dr.Dr. demonstriert! Sowie, dass die Anhäufung von Wissen mit Weisheit gar nichts zu tun hat. Ja, im Gegenteil scheinen oft die Studiertesten die größten Narren zu sein. (Von ihnen kenne ich eine nicht unbeträchtliche Zahl persönlich.)
Das ist ziemlich witzig.
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#8   Dr. Otterbeck   20:08:40 | Dienstag, 12. Juli 2005
Ihr Lieben,
habe nun ach allerhand studiert, aber kein Dr. Dr. Manche Zuspitzung in diesem leidigen „Ping pong“-Spiel lässt doch tief blicken. Der „Krummstab“, unter dem hier mancher gern sein Dasein fristen will, scheint mir doch ein recht ahistorisches Phantasieprodukt zu sein. Diese Art von Traditionalismus ist nur eine Weltanschauung, ohne ernstlich religiösen Gehalt –- und macht für sich Werbung mittels der „Alten Messe“. Bis zum Hl. Jahr 2025 werden wir aber alle noch sehen, welche Gnadengaben der Herr seiner Kirche seit 1962 bereitet hat. Wetten, dass?
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#7   Elendester Sünder   18:57:41 | Dienstag, 12. Juli 2005
An Dr. Dr. Otterbeck (mit dem zusätzlichen Dr.)
Der preußische Staat sollte nicht im deutschen Nationalkatholizimus weihrauchumwölkt wiedererstehen.
Welch eine geniale Aussage. Er zeigt wahrhaft die Hochgelahrtheit des Dr. Dr. Otterbeck (mit dem zusätzlichen Dr.).
Doch wir leben ja nicht im islamischen Gottesstaat und wollen es auch nicht auf katholische Art.
Doch, ich will. Aber keine freimauerische Militärdiktatur wie Preußen.
Unter dem Krummstab läßt es sich gut leben. Und das Heilige Römische Reich im Mittelalter mutet mir unter den jetztigen Zuständen an wie das Paradies.
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#6   MilesChristi   14:21:24 | Dienstag, 12. Juli 2005
@ Otterbeck: Lüge ?
Otterbeck,
wann, wo und wie hat Erzbischof Lefebvre einen Papst bzw. Päpste belogen, wie du in einem anderen Posting geschrieben hast ?
Entweder antwortest du, oder du entschuldigst dich öffentlich für diese Lüge.
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#5   Dr. Otterbeck   13:47:04 | Dienstag, 12. Juli 2005
Papierfabriken
gibt’s wohl auch bei ZdKDBK; aber wenn Rom da mal mit gutem Beispiel vorangeht… Die Bürokratie ist nichts anderes als die illegitime, weltliche Schwester der Theokratie. Doch wir leben ja nicht im islamischen Gottesstaat und wollen es auch nicht auf katholische Art. Also braucht auch die Kirchenverwaltung nicht die „hegelsche“ Variante der Vorsehung zu imitieren, die in der staatlichen Verwaltungstätigkeit schon das einzig mögliche irdische Wirken Gottes („Gott mit uns“) zu erblicken vermochte. Der preußische Staat sollte nicht im deutschen Nationalkatholizimus weihrauchumwölkt wiedererstehen. Vielleicht ist es ja doch der Herr selbst, der die Massen davon fernhält, bei diesem Experiment mitzuspielen.
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#4   dilettantus in interrete   10:22:16 | Montag, 11. Juli 2005
@Dr.Otterbeck
d’accord.
Insofern ist eine Verkürzung um eine Woche ja schon ein Schritt in die richtige Richtung!
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#3   Laurentius2   10:20:01 | Montag, 11. Juli 2005
@Dr.Otterbeck
ein sehr erfrischender und zutreffender Kommentar !
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#2   Dr. Otterbeck   09:56:30 | Samstag, 9. Juli 2005
Lieber Andreas,
es würde doch schon genügen, wenn die Bischofssynode dazu beiträgt, die vatikanische Papierfabrik stillzulegen. Was will man mit all den Verlautbarungen? Die Hälfte tut’s auch. Wozu ein „Instrumentm laboris“. Im Unterschied des „Senats“ der Kardinäle, die mitregieren sollen, könnte die Bischofssynode ein Ort der herrschafrtsfreien Diskurses sein, wo hinter verschlossenen Türen völlig frei diskutiert wird; und am Schluss macht man dann ein Positionspapier von 5-6 Seiten Länge mit den wichtigsten Ergebnissen für den Hl. Vater.
Nur so wirds eine Weggemeinschaft von Kurie und Episkopat. Die Würzburger Synode 1975, der „Reichsparteitag“ der bundesdeutschen Nationalkirche, ist jedenfalls kein Vorbild für Rom.
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#1   Andreas   09:26:25 | Samstag, 9. Juli 2005
Würziger und katholischer…
…wäre eigentlich, was ich mir von der kommenden Synode erhoffe.
Ansonsten verkommt sie wahrscheinlich wieder zur Farce.
Warum eigentlich?
Sie wäre eine optimale Gelegenheit, den eingeladenen getrennten kirchl. Gemeinschaften nochmals die Schönheit der eucharistischen Dogmen zu erklären und ins Gespräch zu kommen, vielleicht auch zu überzeugen.
1963 hat es ja auch geklappt ,daß die „protestantische Seite der katholischen Bischöfe“ die „Kirche Christi“ auf ihre Seite ziehen konnte mit allen Folgen.
Warum nicht mal umgekehrt?
Ich weiß klingt alles sehr wolkig und gewagt.
Aber hier geht es um Wahrheiten, das ganze Kämpfen der Kirche Christi ist ein Kampf um die Wahrheit, denn „wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme.“
Da gibt es kein jain, keine Einheit mit Vielfalt, kein bißchen hier, bißchen da, kein Hippie-Christentum, keine christliche verstandene Abtreibung, keine Messe mit Gemeinschaftsflair, keine…
Interessant ist, als ich zuletzt einen Blick in einen evangelischen Kurzkatechismus warf, daß dieser in einem Abstand von zehn Jahren seine Position zum „Abendmahl“ radikal in Richtung Calvin verstärkt hat. Na toll, und da soll man eine Gesprächsbasis finden?
Grob ausgedrückt: Opfer gegen Mahl, oder (soll nicht blasphemisch sein, nur harter Vergleich) als wenn ein Metzger sich mit einem Bäcker über ihr Produkt gemeinsames Produkt reden. Brot mit Fleischfüllung?
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