Der Heilige Vater soll gegenwärtig ein fertiges Dokument in den Händen halten, worin es um die Frage der Aufnahme von Homosexuellen in Priesterseminarien geht.
(kreuz.net, Vatikan) Das vorliegende Dokument setzt sich angeblich dafür ein, Männer, die sich sinnlich
zu Männern hingezogen fühlen, vom Priestertum fernzuhalten.
Das berichtet John Allen, der Rom-Korrespondent
der US-amerikanischen Wochenzeitung ‘National Catholic Reporter’. Allen ist gewöhnlich gut informiert.
Das neue Dokument soll im wesentlichen eine Erklärung bestätigen, die im Jahr 2002 von der Sakramentenkongregation
in ‘Notitiae’, der Zeitschrift der Kongregation, publiziert wurde. Darin heißt es:
„Von einer Diakonen-
oder Priesterweihe für homosexuelle Männer oder für Männer mit homosexuellen Tendenzen ist striktest
abzuraten. Sie wäre unklug und unter pastoralen Gesichtspunkten sehr riskant. Eine homosexuelle Person
oder eine Person mit homosexuellen Neigungen, ist daher nicht geeignet, das Sakrament der Heiligen Weihe
zu empfangen.“
John Allen sieht angesichts des vorliegenden Dokumentes für Papst Benedikt XVI. drei
mögliche Vorgehensweisen:
Der Papst kann das neue Dokument in der vorliegenden Form veröffentlichen.
Er kann es zur Überarbeitung zurücksenden, oder er kann eine Publikation auf den Tag X verschieben.
Letzteres entspräche der Hoffnung vieler Bischöfe in den reichen Ländern des Westens.
John Allen
hat vier ungenannte US-amerikanische Bischöfe zum Thema befragt.
Alle vier hätten die Hoffnung geäußert,
daß der Heilige Vater das Dokument für den Augenblick in einer vatikanischen Schublade verschwinden
lasse.
Es würde gegenwärtig nur unnötige Kontroversen und Negativschlagzeilen provozieren. Zudem wäre
nicht mit einer Änderung der gegenwärtigen Praxis zu rechnen.
Ein Bischof erklärte: „Die grundsätzliche
Gegnerschaft gegen eine Weihe von Homosexuellen ist bereits unangefochten.“ Es stelle sich aber die Frage,
wie das Vorliegen einer nicht weihefähigen Homosexualität genau festgestellt werden kann.
Das Dokument
würde in dieser Problematik keine Hilfeleistungen bieten. Seine Veröffentlichung und Anwendung würde
deshalb den Bischöfen „unnötige Kopfschmerzen“ bereiten.
Außerdem könnte das Dokument einen ehrlichen
Umgang der Kandidaten mit ihren geistlichen Vätern einschränken oder ganz verhindern.
Bis zu einem
gewissen Grad sei das Experimentieren mit der sexuellen Orientierung und deren Ambivalenz nicht ungewöhnlich,
erklärte der Bischof: „Das Risiko besteht darin, daß wir die Diskussion darüber in den Untergrund verdrängen.“
Andere Bischöfe erklärten, daß sie das Dokument grundsätzlich aus zwei Gründen für notwendig erachteten.
Erstens würde es mit einer höheren Autorität sprechen als das bisherige Schreiben der Sakramentenkongregation.
Zweitens verwerfe es die manchmal vorgebrachte Lösung, wonach sich ein Kandidat durchaus homosexuell
fühlen könne, solange er zölibatär lebe.
Einige Leute würden diese Meinung mit guten Absichten vertreten:
„Das ist aber nicht die Lehre der Kirche.“
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20 Lesermeinungen
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Der Widersacher Gottes braucht man eine eigene „Entität“ zur Erklärung des Bösen? Falsche Fragestellung;
typisch für den Subjektivismus, dem sich das Objekt – hier die Wahrheit – unterzuordnen hat, anstatt
umgekehrt, wie es der Adel der Erkenntniskraft vormacht. Die eigentliche Frage lautet – und sie macht
Ihre obsolet: Gibt es eigene Entität, die das Böse ist? Nun versuchen Sie sich an der Beantwortung dieser
Frage. Dann ergibt sich der Rest von allein. Anfangen könnten Sie bei Christus und Seinen klaren Aussagen
über Satan. In der hl. Schrift, in der hl. Überlieferung, im Echo Christi in den Worten der Kirchenväter
und der ewigen Lehre der Päpste. Natürlich könnten Sie auch das AT heranziehen. Ach, ich vergaß, Sie
verwenden die historisch-kritische Bibelverfälschungsmethode, wo man sich einen nichtexistenzen „historischen
Jesus“ zusammenbastelt (Häretiker Kasper) und extrahiert vom „subjektiven Auferstehungsglauben“ der Apostel…
Nächstes Pferd. Sie möchten wissen, ob es neben dem Mensch noch andere Geistwesen gibt, die Engel –
zu denen die gefallenen, Dämonen genannt, auch gehören. Zur Beantwortung dieser Frage ziehen Sie einfach
die beinahe unzähligen Heiligen heran, die mit ihren Schutzengeln sprachen, unter Zeugen, usw. Ach, ich
vergaß, Heilige würde man heute ja in die Klappsmühle stecken (so die Aussage einer Pflegeleitung eines
katholischen Pflegeheims). An die empfohlenen Teufelspredigten wollen Sie sich nicht heranwagen, tja,
dann bleibt nur noch… das Gebet.
braucht man eine eigene „Entität“ zur Erklärung des Bösen? Oder ist es vielmehr treffender, das Böse
in der Welt aus dem menschlichen Wirken zu erklären – und menschliches Wirken, menschliche Werke sind
grundsätzlich veränderbar und gestaltbar; ein Beispiel sind die sogenannten „Sachzwänge“, hinter denen
immer bestimmte Interessen stehen; ein anderes Beispiel sind kriegerische Ereignisse, die irgendwann „selbstläufig“
werden; zwar von Menschen begonnen, aber irgendwann außer Kontrolle geraten – da steckt tatsächlich
etwas „satanisches“ drinnen – aber eben kein personales Böses; ein drittes Beispiel können die internationalen
Wirtschaftsbeziehungen sein, in die praktisch jeder Mensch verstrickt ist und für die es auch keine einfachen,
„einlinearen“ Verantwortungen gibt, sondern wo nur komplexe Erklärungsmuster greifen – und damit gibt
es automatisch unterschiedliche Sichtweisen und „Wirklichkeiten“ – diese Dinge sind aktueller Stand des
systemischen Anstzes in allen Sozial- und Kulturwissenschaften.
„Brüllender Löwe“ heute recht leise und umso effektiver „und nicht zuletzt: ob man für alles, was man
nicht stimmig erklären kann, gleich den Teufel bemühen soll?“ seit wann braucht man ihn zu bemühen?
Weise gesprochen. Es ist tragisch, daß die liberalistischen Katholiken nicht erkennen, daß ihr versuchtes
Abschaffen des Teufels nicht nur diesen mächtiger denn je macht, sondern daß vor allem sie dadurch das
Kreuzesopfer Christi abschaffen: wo kein Erlösungsbedarf ist (Schlange –> Adam & Eva), da ist keine Erlösung
nötig. Vermutlich haben die meisten Liberalisten diese Gedanken aber sowieso gleich übersprungen, denn
immerhin wurde das Kreuzesopfer offiziell mit der neuen Messe faktisch abgeschafft (Betonung liegt auf
faktisch; daß Papier geduldig ist, besonders bei römischen unscharfen Empfehlungen, weiß man). Daß
die Liberalisten aber unserem Herrn Jesus Christus ständig unterschieben, er sei „das sanfte Jesulein“
gewesen, der, obwohl die Liebe in Person, nie ein hartes gestrenges Wort zu den Menschen gesagt habe,
ist Geschichtsklitterung pur. Liberalismus eben: wir zimmern uns unsere Jesus-Figur so zusammen, wie es
uns paßt. Nicht mehr unsere Erkenntnis ordnet sich dem Objekt, der Wahrheit, unter, sondern das Objekt
dem Subjekt: jeder macht „seine subjektive Wahrheit“ (Chardin). Nun, nur bis zum jüngsten Tag, dem Tag
der Wahrheit.
@ Yersinia jemand, dem die Argumente ausgehen muß wohl diffamieren? gingen dem Heiland die Argumente
auch aus, als Er den Pharisäern kein Zeichen geben wollte und sie Schlangenbrut nannte? und nicht zuletzt:
ob man für alles, was man nicht stimmig erklären kann, gleich den Teufel bemühen soll? seit wann braucht
man ihn zu bemühen?
@apex: jemand, dem die Argumente ausgehen muß wohl diffamieren? nun, auch traditionale Katholiken beachtnen
entweder Ergebnisse der Sexualforschung, oder sie werden schlicht nicht ernstgenommen – wobei die sexuelle
Orientierung bei praktisch allen Menschen eine gewisse „Bandbreite“ hat; mir erscheint auch die Frage
nicht ganz unwichtig, wie Homosexualität bei Priesteramtskanditaten festgestellt werden soll? wenn einer
diese Orientierung gut genug verbirgt, ist er zwar zu einem Leben in Heimlichkeit verurteilt, kann aber
jedes Prüfungsverfahren passieren. – und nicht zuletzt: ob man für alles, was man nicht stimmig erklären
kann, gleich den Teufel bemühen soll?
interesse oh, dass ich dich nicht interessiere ist klar. Aber es wird einer kommen, der wird dich interessieren,
und deine Selbstgerechtigkeit wir dir sehr leid tun
und du wirst dich wundern wo du dich wiederfinden wirst. Denk an meine Worte >>Aber die Zeit, in der die
Spreu vom Weizen getrennt wird, die kommt bestimmt. ;)<<
@ Yersinia die sexuelle Orientierung ist keine Frage einer Entscheidung – wenn also Menschen gleichsam
schon mit dieser Orientierung auf die Welt gekommen sind… Wo werden solch albernen „Dogmen“ verzapft?
Am ökumenischen Konzil lesbischer Bischöfinnen? Außerdem gibt es bekanntlich homosexuelle Priester –
wo war da der Heilige Geist bei deren Weihe? auch dort, wo er war, als Jesus Christus in der Wüste vom
Satan versucht wurde. Mit anderen Worten (im Klartext, weil ich nicht glaube, dass du’s verstehst): Die
Gegenwart Gottes hindert Satan nicht (noch nicht), seine Macht zu gebrauchen und seine Legionen entstehen
zu lassen. Aber die Zeit, in der die Spreu vom Weizen getrennt wird, die kommt bestimmt. ;)
nein, @apex, es gibt Menschen, die sind einfach homosexuell die sexuelle Orientierung ist keine Frage
einer Entscheidung – wenn also Menschen gleichsam schon mit dieser Orientierung auf die Welt gekommen
sind, kann der Mensch durch diese sexuelle Ausrichtung nicht schon von Geburt an schlecht sein. Außerdem
gibt es bekanntlich homosexuelle Priester – wo war da der Heilige Geist bei deren Weihe?
Dokumente und Kirche Das vorliegende Dokument setzt sich angeblich dafür ein, Männer, die sich sinnlich
zu Männern hingezogen fühlen, vom Priestertum fernzuhalten. Natürlich wird man über dieses Dokument
die Gläubigen informieren, aber in den Kirchen, so wie man die Hirtenbriefe der Bischöfe vorträgt,
wird man es nie im deutschen Sprachraum vorlesen. Das wäre doch eine unzumutbare psychische Belastung
für die Schönwetterkatholiken Deutschlands. @ Yersinia, und letztlich ist es wohl etwas schwierig, die
bloße sexuelle Orientierung eines Menschen schon als „in sich schlecht“ zu sehen; wieso? Hetero ist gut,
Homo ist schlecht. – was gibt’s da noch zu überlegen?
@stimme der vernunft … und einen neuen Papst bräuchte man mit größter Wahrscheinlichkeit auch. Wie
kommst du darauf ? Beziehst du dich mit dieser, deiner ? wahrscheinlichen Annahme auf den jetzigen Papst
oder ziehst du diesen Schluss aus frei zugänglichen Informationen ?
Na und die Zahl der Neupriester um mindestens 30-40% zurückgehen Na und? Non quantitas, sed qualitas.
Man ist nicht direkt homosexuell wenn einem mal pervertierte Sexgedanken zu Männern aufkommen, aber wenn
man eine Praxisgeschichte hat oder ernste Neigungen zum körperlichen Kontakt mit Männern.
Rückgang Nach Meinung von Insidern (Priesteramtskandidaten und Priester) würde die Zahl der Neupriester
um mindestens 30-40% zurückgehen, wenn man das mit aller Konsequenz durchsetzen würde. Würde man dazuhin
noch die schwulen Priester aus dem Amt entfernen (was ja nur konsequent wäre) hätte man auf einen Schlag
in Deutschland 30 bis 40% weniger Priester, könnte so manchen Bischofssitz neu bestellen und einen neuen
Papst bräuchte man mit größter Wahrscheinlichkeit auch. Die Frage ist doch wen bei einem zölibatär
lebenden Menschen die sexuelle Orientierung interessiert?
#5 Beobachterin 09:29:58 | Dienstag, 12. Juli 2005
homosexuelle Netzwerke in der Kirche Es wäre notwendig, die homosexuellen Netzwerke der Kirche abzuschaffen.
Dazu wäre Kontaktaufnahme mit den entsprechenden Priestern notwendig – die sind ja in etlichen Fällen
bekannt – und bei Uneinsichtigkeit sollten diese Priester aus dem kirchlichen Dienst entlassen werden.
Sie leben sicherlich … …nicht alle ihre Sexualität. Für sie gilt genauso der Zölibat um des Himmelreiches
Willen. Aber sie müssen ein geklärtes Verhältnis zu sich selbst haben, sonst werden sie scheitern.
was ist mit den vielen, die jetzt Priester und homosexuell sind? (immerhin wird ja da und dort auch von
„homosexuellen Netzwerken“ bzw „homosexueller Unterwanderung“ fabuliert – dazu braucht es doch eine gewisse
kritische Größe an beteiligten Personen?); weiters: wie soll eine homosexuelle Orientierung festgestellt
werden? – man kann sie ja auch schlicht verschweigen; und letztlich ist es wohl etwas schwierig, die bloße
sexuelle Orientierung eines Menschen schon als „in sich schlecht“ zu sehen; spannend wäre allerdings
die Frage, ob dann die Zahl der Priester zurückginge.
Zeichen setzen Es ist nur zu selbstverständlich, dass Männer mit homosexuellem Verhalten nicht Seelsorger
werden können. Wenn hohe geistliche Würdenträger dies relativieren wollen müssen Zeichen gesetzt werden –
und dies trotz aller Angst vor der Öffentlichkeit!
Das wäre dann ein schlechter Scherz! Wie soll man das bei uns noch klarmachen können? Wir haben sehr
viele Priester die sich dazu bekennen bzw. ihren Freund in die Pfarreien integrieren und auch nicht davor
zurückschrecken für Schwule und ihre Partnerschaften zu beten. In den Priesterseminaren soll es vorallem
bei liberalen Bischöfen geduldet werden?