Jeder Teilnehmer am Kölner Weltjugendtag bekommt einen Pilgerrucksack. Darin ist auch ein Fingerrosenkranz enthalten. Die fromme Idee stammt nicht aus dem Weltjugendtagsbüro. Die Rosenkränze müssen privat finanziert werden.
(kreuz.net, Köln) „Das Wunder ist geschehen“ – freut sich die ‘Jugend 2000’. Nach einem Spendenaufruf
sind 40.000 Euro in die Kassen der Organisation geflossen. Mit dem Geld werden Fingerrosenkränze produziert
und den Teilnehmern am Kölner Weltjugendtag mitgegeben.
Um die Aktion erfolgreich abzuschließen braucht
die ‘Jugend 2000’ allerdings noch 60.000 Euro.
‘Jugend 2000’ ist eine internationale Jugendbewegung charismatischer
Ausrichtung. Sie wurde in Deutschland 1998 als „Bundesarbeitsgemeinschaft Jugend 2000“ gegründet.
Der
Fingerrosenkranz wird im Rucksack zu finden sein, den jeder Teilnehmer am Weltjugendtag bekommt.
Die
offiziellen Organisatoren wollten ursprünglich von dieser Beigabe nichts wissen. Darum begann die ‘Jugend
2000’ die Sache selbst in die Hand zu nehmen.
Man verhandelte mit dem Weltjugendtagsbüro und erhielt
schließlich die Möglichkeit, in alle 500.000 Pilgerrucksäcke einen kleinen Rosenkranz als Geschenk
beizulegen. Zu jedem Fingerrosenkranz gibt es eine sechssprachige Erklärung, wie man den Rosenkranz betet.
In den blau-schwarzen Rucksäcken, die für die Jugendlichen bereitgestellt werden, finden sich außerdem
weltlichere Dinge wie ein Eßbesteck, eine Wasserflasche, ein farbiges Pilgertuch und ein Stadtplan.
Die Tasche wiegt 1,2 Kilo. Bereits in fünf Wochen sollen alle Rucksäcke auf die 750 Pfarreien des Erzbistums
Köln aufgeteilt sein.
Die Rosenkranzaktion besitzt nicht nur einen finanziellen Aspekt.
Die ‘Jugend
2000’ bittet auch um Gebet für die Teilnehmer des Weltjugendtags. Denn die Aktion soll auch dafür sorgen,
die Schleusen des Himmels zu öffnen, damit sich der Frühlingsregen des Heiligen Geistes über die Teilnehmer
ergieße.
„Damit hat jeder zukünftige Besitzer dieses Rosenkranzes gleich einen Paten, der für ihn
betet“ – freut sich die ‘Jugend 2000’.
Diese Initiative hat im Kleinen schon im Jahre 2002 beim letzten
Weltjugendtag in Toronto begonnen. Damals verteilte Kardinal Meisner privat vielen Jugendlichen einen
kleinen Rosenkranz.
Den Beschenkten knüpfte er das Versprechen ab, für das Gelingen des Weltjugendtags
in Köln täglich ein Gesetzchen des Rosenkranzes zu beten.
Um diese Idee auszuweiten, beschaffte sich
die ‘Jugend 2000’ am Tag der Eröffnung des Rosenkranzjahres 2002/03 in Rom 2000 weitere, farbige Rosenkränzchen.
Daraus entwickelte sich eine Gebetsgemeinschaft – Jugendrosenkranz 2005 –, an der sich mehrere Tausende
Jugendliche beteiligen.
Der Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner, übernahm die Schirmherrschaft
über diesen Gebetssturm. Jetzt hofft der Erzbischof, daß das Rosenkranzgebet dazu beitrage, daß „der
Weltjugendtag in Deutschland fortwirkt hin zu einer ‘Kultur des Lebens’ und einer neuen Zivilisation der
Liebe und der Wahrheit, der Gerechtigkeit und des Friedens im dritten Jahrtausend.“
Die Jugend 2000 freut
sich über eine konkrete Unterstützung: Spenden auf das Sonderkonto des Pro JUGEND 2000 e.V. Bank: Liga-Bank
Regensburg BLZ: 750 903 00 Kto.-Nr.56 901 Kennwort: WJT-Rosenkranz
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7 Lesermeinungen
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#7 Laurentius2 17:59:46 | Donnerstag, 14. Juli 2005
WJT – sehr teuer Also 120 Millionen Euro ? Auch ich freue mich auf den WJT, aber sind die Erwartungen
des guten Kardinals von Köln nicht etwas überzogen ? Hoffentlich werden wirklich viele deutsche Jugendliche
frommer und die Diözese geht nicht anschließend pleite … Das Geld ist jedenfalls besser angelegt als
für Betonkirchen oder gemeindliche Tai-Chi-Kurse …
#6 joergx2000 15:45:16 | Donnerstag, 14. Juli 2005
@DIDIMUS Das stimmt zugegeben mit den fragwürdigen Praktiken in der Messe. Vor allem die NGL – Lieder,
die Konzelebrationitis und die ungeordnete Zeltatmosphäre sind nicht mein Ding. Aber so ist das halt
mit dem neuen Selber-Bastel-Ritus. Doch alles ist nicht schlecht. Da machen schon 10-Jährige mit bei
der Nachtwache.
Rosenkranzaktion der Jugend 2000 Dank an die Jugend 2000 für diese Aktion! Es ist beschämend, daß eine
kleine Gruppe junger Christen mittels Spenden dafür sorgen muß, daß die WJT-Teilnehmer einen Rosenkranz
erhalten, weil die hochdotierten Damen und Herren des WJT-Büros dafür kein Interesse haben. So sehr
ich diese Aktion begrüße, so bedenklich erscheinen mir einige Tendenzen in der Jugend 2000: Schwärmertum,
charismatische und gefühlsbetonte Spiritualität, liturgisch fragwürdige Praktiken. Meines Wissens ist
die Jugend 2000 auch sehr eng mit Totus Tuus verbunden. Und der Link von hcr sagt ja einiges. So was ist
höchst gefährlich!
Modernisten im WJT-Büro …das WJT-Büro bekam zuerst das Angebot einen richtigen Rosenkranz zwar aus
Plastik jedem Rucksack hinzuzugeben. Dieses wäre völlig kostenlos gewesen. Diese Deppen haben das aber
abgelehnt. Was kann man nur gegen einen Rosenkranz haben ? Auch wäre dann die ganze Spendenaktion nicht
notwendig gewesen. Sicherlich werden die sich ärgern wenn das jetzt in anderer Form trotzdem klappt.
Ein Rosenkranzgebet hilft immer auf dem Weg zu Wahrheit, egal wo. Man kann damit z.B.die hartnäckigsten
Modernisten in der Kriche bekehren und sie von den falschen Philosophien reinigen damit sie sich endlich
wieder der reinen Scholastik des hl Thomas zuwenden. Im übrigen gibt es da regionale Unterschiede in
der J2000. Bei mir im Süden machen sie hauptsächlich Anbetung und Beichte.
Charismatische Irrlehre Charismatiker und Esoteriker, sehr gefährliche Dinge. Eine klare Abgrenzung von
der charismatischen Spielart, ist ein Überlebensgebot für den treuen Überrest der Katholiken. Was Irrlehrer
oder falsche Propheten betrifft, so lesen wir immer wieder: „Meidet sie !“, „Von solchen halte dich fern
!“, „Von solchen wende dich ab !“. (Röm 16, 17-18; 1Tim 6,5; 2Tim 3,5)
@hcr Na, wenn das nicht unterhaltsam ist? (dein Link!) Frag mich nur welcher Geist bei denen alles krachen
lässt, der Heilige ist’s bestimmt nicht. Charismatiker und Esoteriker, sehr gefährliche Dinge. Hüten
wir uns davor! Diesen Verführern verfallen heut auch sehr viele gute Katholiken, der Teufel lauert ja
überall. Hoffen wir nur, dass hinter der ‘Jugend 2000’ nicht auch so eine New Age Bewegung steckt, der
Rosenkranz jedenfalls sieht sehr Regenbogenmäßig aus.
@ … damit sich der Frühlingsregen des Heiligen Geistes über die Teilnehmer ergieße. Hoffentlich kommt
es nicht „zu dicke“, damit es am Ende nicht nicht allzusehr kracht www.totus-tuus.de/lasskrachen.html,
viele Jugendliche umfallen und das zu erwartende Sprachengebet nicht mehr Verwirrung als Einheit stiftet.
Hoffe auch, dass nicht nachher, wie in dem verlinkten Artikel nachzulesen, all die Jugendlichen weinen
müsssen, denen das Sprachengebet nicht zuteil wird.