Am Montag wurde am Fest des heiligen Benedikt von Nursia der neue Abt des bayrischen Benediktinerklosters Ettal benediziert. Er war im Mai zum Abt gewählt worden.
(kreuz.net, Ettal) Der neue Vorsteher des Klosters, Abt Barnabas Bögle OSB, wurde am 28. April 1957 in
Rottenbuch geboren. Als Internatsschüler besuchte er das Benediktinergymnasium Ettal und legte dort 1977
das Abitur ab.
Ettal befindet sich 70 Kilometer südwestlich von München, 15 Kilometer nördlich der
österreichischen Grenze.
Bei der Einweihung einer neuen Aula des Gymnasiums, sagte der spätere Abt
in einer Rede als Schülersprecher anläßlich der Einweihung über den neuen Marmorboden:
„Dieser Boden
ruft nach Tanz!“
Nach dem Abitur leistete er seinen Zivildienst im Bereich der Krankenpflege und begann
das Philosophiestudium an der Hochschule der Jesuiten in München.
Im Jahr 1980 trat er in Ettal ein.
Nach der zeitlichen Profess 1981 studierte er Philosophie und Theologie in Würzburg. Die Priesterweihe
empfing er am 2.10.1985 durch den Weihbischof der Diözese München und Freising, Mons. Franz Schwarzenböck
(81), in Ettal.
Das Studium der lateinischen Sprache in Regensburg schloß er 1989 mit dem Staatsexamen
ab.
Bereits während des Studiums übernahm P. Barnabas längere Aushilfen im Internat des Klosters.
Sein Referendariat beendete er 1991.
Seitdem ist er als Lehrer am Benediktinergymnasium für die Fächer
Religion, Latein und Archäologie tätig.
Bei den Oberstufenschülern hat der neue Abt den Spitznamen
„Der Pater“, was seine Väterlichkeit ausdrückt.
Besonders an den Wochenenden bekam er abends nur sehr
wenig Schlaf, da er sehr lange wach blieb, bis seine Internatsschüler nachts von verschiedenen Abendunterhaltungen
zurückkamen.
Zum festen Bestand eines Schuljahres zählen seine Kunstfahrten und Archäologieexkursionen.
Romreisen sind seine Spezialität.
Er versteht es, sowohl kunstgeschichtliche als auch religiöse Inhalte
in einer niveauvollen, die jungen Menschen ansprechenden Weise zu vermitteln.
Seit vielen Jahren wirkt
er auch als Präses der ‘Gemeinschaft christlichen Lebens’. Dabei hat er mit dem Dreiklang von gottesdienstlichen
Feiern, Vermittlung von religiöser Bildung und Geselligkeit viele junge Menschen ansprechen können.
Seit rund 20 Jahren ist Pater Barnabas Schriftleiter der Hauszeitschrift „Ettaler Mandl – Stimmen aus
Abtei, Jung- und Alt-Ettal“.
Durch das Vertrauen seiner Mitbrüder war er schon seit Jahren Mitglied
des Seniorenkapitels. Das Seniorenkapitel ist der engere Rat um den Abt.
Die tiefe Frömmigkeit des neuen
Abtes ist benediktinisch geerdet.
Seine Predigten finden wegen ihrer tiefen Frömmigkeit, ihrer klaren
Sprache und ihres engen Bezuges zur Hl. Schrift sehr großen Anklang.
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