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Selige Mamma Bosco + Katholischer Verrat + Pantheistisch +
Wider den religiös motivierten Haß + Kardinalswürde für die Katz’
Selige Mamma Bosco

Italien. Der Generalobere der Salesianer Don Boscos, Pater Pascual Chávez, hat den Papst Benedikt XVI. am letzten Montag in seinem Ferienhaus in den italienischen Alpen besucht. Das Haus gehört den Salesianern. Der Generalobere besprach mit dem Papst die Seligsprechung von Margherita Occhiena († 1856). Margherita Occhiena ist die Mutter des heiligen Giovanni Bosco, des großen Jugendapostels von Turin. Pater Chávez überreichte Benedikt XVI. verschiedene Dokumente und einen gemeinsamen Brief aller Salesianer-Bischöfe. Die Bischöfe bitten darin um die offizielle Feststellung des heroischen Tugendgrads von „Mutter Margherita“. Im Gespräch mit dem Generaloberen der Salesianer erklärte der Heilige Vater, daß die Heiligkeit von Margherita Occhiena offensichtlich sei. Man müsse nicht mit einem langen Verfahren rechnen. Benedikt XVI. soll von einem Zeitraum von zwei Jahren gesprochen haben.

Katholischer Verrat

Mexiko. „Es verletzt die Kirche zutiefst, daß sich Regierende katholisch nennen, aber gegen ihren Glauben handeln“ – erklärte ein Sprecher der Bischöfe Mexikos gegenüber der Tageszeitung „Reforma“ am Mittwoch. Der mexikanische Staatspräsident Vicente Fox, der sich gerne als Katholik bezeichnet, verfügte diese Woche, daß die ‘Tötungspille danach’ in allen öffentlichen Gesundheitsstellen Mexikos erhältlich sein muß. „Die Regierung ist taub für den Einspruch der Kirche.“ Staatspräsident Fox sei ein „Verräter“, erklärte der Sprecher weiter.

Pantheistisch

Deutschland. Der Erzbischof von Freiburg, Mons. Robert Zollitsch, hat sich am Donnerstag gegen die Einrichtung von sogenannten „Friedwäldern“ ausgesprochen. In einem Friedwald wird die Asche Verstorbener an die Baumwurzeln gestreut. Man behauptet, der Verstorbene würde im betreffenden Baum weiterleben. In Deutschland gibt es bereits neun Friedwälder. Erzbischof Zollitsch lehnte Urnenbeisetzungen im Wald klar und unmißverständlich ab: „Art und Ort dieser Bestattung lassen auf eine privatreligiöse oder pantheistische Einstellung schließen, die der christlichen Glaubenslehre widerspricht.“ Allerdings gelte es, zwischen der Friedwaldidee und den Beweggründen der Menschen für eine Baumbestattung zu unterscheiden. Hintergrund der bischöflichen Klarstellung ist die jüngst bekannt gewordene Absicht der Gemeinde Oberried bei Freiburg, einen Friedwald einzurichten.

Wider den religiös motivierten Haß

Großbritannien. Das britische Parlament hat ein Gesetz gegen die Verbreitung von religiösem Haß verabschiedet. Am Montag stimmte das Unterhaus für einen Vorschlag der Regierung, die Diskreditierung anderer Religionen in der Öffentlichkeit mit bis zu sieben Jahren Gefängnis zu bestrafen. Der Entwurf liegt nun beim Oberhaus. Es gibt dagegen auch Kritik. Ein christliches Mitteilungsblatt befürchtet, daß der Gesetzesentwurf selbst sachliche Kritik – etwa an Satanisten – unter Strafe stellt. Sogar der Hinweis auf Unterschiede zwischen den Religionen könnte plötzlich illegal werden.

Kardinalswürde für die Katz’

Vatikan. Darf man der zum Softwarenkonzern Microsoft gehörenden Nachrichtenseite ‘MSNBC’ Glauben schenken, ist Papst Benedikt XVI. nicht der erste päpstliche Tierliebhaber. Papst Leo XII. († 1829) etwa soll der stolze Besitzer eines Hundes und einer Katze gewesen sein. Papst Pius XII. († 1958) habe im päpstlichen Palast Kanarienvögel und einen Goldfisch namens Gretchen beheimatet. Von Papst Paul VI. († 1978) sagt man gar, er habe seine Katze mit einer artgerechten Miniatur von Kardinalsgewändern bekleidet. Der gegenwärtige Heilige Vater ist für seine Liebe zu Katzen bekannt. Obwohl er selber nur Porzelanmodelle besitzt, hat dies römische Ladenbesitzer auf den Plan gerufen. Für rund 12 Euro kann man in der Nähe des Vatikan seit neuestem Kardinalshüte für Schnurli und Mitzi erstehen.
      
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