Im US-Bundesstaat Kalifornien haben Lebensschützer einen seltenen Sieg errungen. Weil ihnen das Recht auf freie Meinungsäußerung geraubt wurde, müssen ihnen jetzt umgerechnet 100.000 Euro bezahlt werden.
(kreuz.net, Long Beach) Im September 2002 standen vier Lebensschützer auf dem öffentlichen Gehsteig
vor einer Schule in Long Beach.
Die Stadt Long Beach befindet sich im Los Angeles Country in Südkalifornien.
Kalifornien ist ein US-Bundesstaat im Westen der USA am Pazifik.
Die vier Lebensschützer zeigten Plakate
und verteilten Aufklärungsliteratur über die Kinderabtreibung. Sie wollten vor allem Jugendliche ansprechen,
um ihnen die Brutalität der Kinderabtreibung vor Augen zu führen.
Die vier sind Mitglieder von ‘Überlebende
des Abtreibungsholocaust’. Es handelt sich um eine christliche Organisation, die über die blutige Realität
der Kinderabtreibung in den Schulen in Südkalifornien aufklärt.
Die vier Lebensschützer wurden auf
dem Gehsteig von der Polizei informiert, daß ihre Aufklärungsarbeit angeblich illegal sei. Der Gehsteig
gehöre – so die Polizei – der Schule und der Schulleiter wolle die vier weghaben.
Als die Lebensschützer
mit der Verhaftung bedroht wurden, wechselten drei von ihnen auf die gegenüberliegende Straßenseite.
Einer weigerte sich und wurde verhaftet.
Später verlangte die Polizei die Aushändigung einer Videoaufnahme
des Zwischenfalls. Der Lebensschützer, der die Aufnahmen von der anderen Straßenseite her gemacht hatte,
weigerte sich. Darum wurden er und seine Begleiter ebenfalls mit einer Verhaftung bedroht.
Schließlich
konfiszierte die Polizei die Aufnahme mit Gewalt, indem sie dem betroffenen Lebensschützer Handschellen
anlegte.
„Das war eine ungewöhnliche Situation, die – ehrlich gesagt – von der Schule und der Polizei
nicht sachgemäß bewältigt wurde“, erklärte der Rechtsanwalt der Stadt Long Beach nach Aussage der
katholischen Nachrichtenagentur ‘LifesiteNews.com’.
Der zuständige Richter stellte fest, daß die Schulbehörde
und die Stadt die Redefreiheit, die Freiheit von unrechtmäßiger Verhaftung und die Freiheit von unrechtmäßiger
Personenkontrolle und Festnahme mißachtet hatten.
Er entschädigte die Gruppe dafür mit umgerechnet
100.000 Euro.
Die Rechtsanwältin der ‘Life Legal Defense Foundation’, welche die Lebensrechtler vertrat,
erklärte, daß die zugesprochene Summe angemessen sei.
Die Stadt Long Beach und die Schule wären mit
viel weniger davongekommen, hätten beide ihren Fehler früher eingesehen.
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