Deutschland
Er ist es
Bischof Walter Mixa ist nun auch offiziell der neue Bischof von Augsburg. Die Entscheidung des bayerischen Papstes für das bayerische Bistum wurde heute um 12.00 Uhr bekanntgegeben.
(kreuz.net) Das Datum der Bekanntgabe der Ernennung ist symbolträchtigt. Denn vor fünf Jahren wurde am gleichen Tag – den 16. Juli 2000 – Dr. Anton Losinger zum Weihbischof der Diözese Augsburg geweiht.

Für viele war und ist Weihbischof Losinger eine Art „liberaler“ Hoffnungsträger. Mit der Ernennung von Mons. Mixa zum Diözesanbischof dürfte auch die katholische Seite Grund zur Hoffnung bekommen.

Der neue Bischof von Augsburg hat erst diese Woche den Bayerischen Verdienstorden erhalten.

Die Auszeichnung wurde ihm und weiteren 70 Persönlichkeiten vom bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber überreicht.

Bischof Walter Mixa war der einzige Geistliche, der den Verdienstorden erhielt. Die Zahl der lebenden Träger des Bayerischen Verdienstordens ist auf 2000 begrenzt.

Offiziell wisse er noch nichts von seiner Ernennung zum Bischof von Augsburg, sagte Mons. Mixa bei dieser Gelegenheit:

„Aber wenn es dann so sein sollte, werde ich den Gang nach Augsburg mit viel Energie und der Hilfe Gottes antreten“, erklärte der Bischof.

Der Administrator des Bistums Augsburg, Weihbischof Josef Grünwald, zeigte sich heute Mittag glücklich, den 60. Nachfolger des Hl. Ulrich vorzustellen. Der Hl. Ulrich († 973) ist der Patron von Augsburg.

„Ich lade alle herzlich ein“ – so der Weihbischof – „für unseren neuen Bischof zu beten, daß er mit dem Beistand Gottes seinen Hirtendienst mit seinen vielfältigen Aufgaben erfüllen kann.“

Bischof Mixa selbst freut sich als Bischof in jene Diözese zurückzukehren, in der er alle Weihen empfangen hat.

„Wohin du mich sendest, dorthin gehe ich. Mit Gottes Hilfe werden wir’s schon packen und recht machen“, zitiert der neue Augsburger Bischof den heiligen Willibald.

Gleichzeitig sei er sehr gerne Bischof von Eichstätt gewesen: „Ich hatte mit dem Klerus, mit dem größten Teil des Klerus, wirklich eine gute, brüderliche Beziehung und – soweit ich das beurteilen kann – auch eine große Akzeptanz von Seiten der Gläubigen, die sehr, sehr traurig sind, daß ich jetzt von hier weggehe.“

Die Amtseinführung von Bischof Mixa wird voraussichtlich am 1. Oktober stattfinden.
      
10 Lesermeinungen
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#10   Laurentius2   09:43:54 | Dienstag, 19. Juli 2005
Wir brauchen einen zweiten Visitator !
– dringend.
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#9   turk   11:24:42 | Montag, 18. Juli 2005
Visitation ist nur ein Baustein für eine Lösung, wo auch immer
Eine Päpstliche Visitation ist nur ein möglicher Baustein einer Lösung, wo auch immer. Ich wäre mit Vergleichen etwas vorsichtiger. Und zudem kann ich das „zweierlei Maß“ nicht erkennen. Was Linz betrifft, finde ich soeben einen Kommentar www.internetpfarre.de/blog/item/59/, der mir auch zeigt, daß man nicht einfach alles auf einer Ebene betrachten kann. Es ist Sache des Heiligen Stuhles, die Notwendigkeit verschiedener Lösungsansätze zu vermitteln und nötigenfalls durchzusetzen. Solange aber subsidiär Ärgernisse behoben werden können, wird man wohl auf das außergewöhnliche Instrument einer Visitation einer ganzen Diözese verzichten können.
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#8   Laurentius2   09:06:56 | Montag, 18. Juli 2005
@turk
Lassen Sie uns mit ihrem Bischofsgeschmuse in Ruhe !
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#7   MilesChristi   08:51:22 | Montag, 18. Juli 2005
@ Turk
Warum wurden dann in den USA nicht scharenweise Seminare geschlossen, in welchen bewiesenermaßen regelrechte Cliquen von Homossexuellen und Pädophilen REgie führ(t)en ?
Warum wurden dann in unseren Ländern die Seminare nicht geschlossen und die theologischen Fakultäten von Männern wie Hasenhüttl & Co. nicht bereinigt ?
Warum wurden und werden Bischöfe, die liturgischen Wildwuchs und Häresie dulden und pädophile Seilschaften vertuschen nicht „visitiert“ ? Sie werden sogar belohnt !! (Siehe den letzten, sehr schwerwiegenden Fall von Kardinal Levada)
Die Sache in St. Pölten ist sicherlich – aus der Sicht eines der sich in die ganze Materie nicht vertieft hat – vielschichtig, aber gerade wenn ich die Beispiele Linz und St. Pölten vor den Augen führe werde ich der Meinung nicht los, daß es hier mit 2 Maßstäben gemessen worden ist…
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#6   turk   00:00:44 | Montag, 18. Juli 2005
Mehr Verantwortung – Bischof Krenn selbst schloß das Seminar in St. Pölten
Die Versetzung Bischof Mixas nach Augsburg ist sicherlich keine „Herabsetzung“, sondern mehr Verantwortung, da er auch seine Aufgaben als Militärordinarius behält. Nicht ausgeschlossen, daß er noch Titularerzbischof wird oder gar Erzbischof in … Wichtig ist es jetzt, für einen guten Eichstätter Nachfolger zu beten.
Im übrigen muß der Mythos, daß das „St. Pöltener Priesterseminar“ brutal zerstört worden ist, in aller Deutlichkeit zurückgewiesen werden. Es wurde von niemandem anderen als Bischof Kurt Krenn selbst per Dekret geschlossen. Dieses Tatsache übersehen viele einseitig Informierte. Die Gründe, warum Bischof Krenn es tat www.internetpfarre.de/blog/item/22/, gab der damalige Apostolische Visitator DDr. Klaus Küng bekannt: „Im Priesterseminar der Diözese St. Pölten wurde in den letzten Jahren zu wenig auf die erforderlichen Auswahlkriterien geachtet (…) Leider hat es auch schwerwiegende Fehlentwicklungen gegeben: dies wurde spätestens durch die pornographischen Bilder deutlich, die von einigen Seminaristen geradezu ‘suchtartig’ aus dem Internet geladen wurden. Sehr schmerzhaft war es für mich festzustellen, daß sich aktive homophile Beziehungen gebildet haben. Bei allem Verständnis für die Probleme der betroffenen Personen hat Bischof Krenn im Einverständnis mit dem Heiligen Stuhl einen herzhaften Entschluß gefaßt: Das Priesterseminar der Diözese St. Pölten wird mit sofortiger Wirkung für geschlossen erklärt.“
Wenn ein Seminar so laufen würde wie damals in St. Pölten, hätte es nichts anderes verdient als zeitweilig geschlossen zu werden, um einen sittlichen Neubegi…
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#5   Innozenz   17:31:45 | Sonntag, 17. Juli 2005
Getrübte Freude
Bei aller Freude über die Ernennung von Exz. Mixa zum Bischof von Augsburg darf man nicht übersehen, dass es sich nicht um eine Beförderung, sondern um eine bloße Versetzung, in gewissem Sinn sogar um eine Herabsetzung handelt. Dass Augsburg die Heimatdiözese von Mixa ist, mag ihn trösten. Eichstätt als Sitz der einzigen katholischen Universität im deutschen Sprachraum hat dagegen eine Schlüsselposition, die Mixa durch eine erneuerte Berufungspastoral und Priesterausbildung in beispielhafter Weise zu nutzen wusste. Das St. Pöltener Priesterseminar wurde brutal zerstört. Blüht Eichstätt jetzt dasselbe Schicksal – vielleicht ein wenig eleganter?
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#4   Konrad   19:58:04 | Samstag, 16. Juli 2005
@flectamus genua
Konrad schließt sich an und bedauert seine polemische Entgleisung vor Bekanntgabe der Ernennung S. E. Msgr. Mixas. Es gibt vile Wege und Arten, von der Wahrheit und Größe des katholischen Glaubens in der Kirche Zeugnis abzulegen!
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#3   Anonymus   13:00:41 | Samstag, 16. Juli 2005
Kirchlich-konservativ ?
Kirchenfeindliche Medien und Organisationen schätzen Bischof
Walter Mixa als einen sehr kirchlich-konservativ Vertreter
ein. Der in Oberschlesien geborene Mixa, Bischof aus
Eichstätt, seit heute Augsburg, findet immer die richtigen
Worte. Vor einiger Zeit äußerte sich Bischof Mixa gegenüber
der „Welt am Sonntag“: „daß es uns nicht gut bekommt, wenn
wir uns für unsere Nationalität schämen“, so der
katholische Bischof. „Ein gesundes Nationalbewußtsein ist
wahrscheinlich eine ganz große Hilfe gegen extreme
politische Richtungen“. „Seit mehr als 20 Jahren wird
ständig in vielen Medien unseren Bürgern ein Libertinismus,
eine totale Freizügigkeit in allen Bereichen den Lebens
eingeredet“, schrieb Mixa in der Süddeutschen Zeitung.
(SZ 4.9.00).
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#2   flectamus genua   12:19:41 | Samstag, 16. Juli 2005
Gratuliere
Glückwünsche und Gottes Segen im neuen Amt!!!
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#1   ulrich   12:16:47 | Samstag, 16. Juli 2005
Gott sei Dank
Da freue ich mich als Augsburger aber sehr! Möge Bischof Mixa ein Segen für das Augsburger Bistum und die katholische Kirche sein!
Betet für ihn!
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