08:23:14 | Sonntag, 17. Juli 2005
Der Papst kondoliert + Wer gegen die Homos ist, fliegt raus + Mehr Arbeit unter Benedikt XVI. + UN-Konvent mit Illusionen + Kriegstrommeln
Der Papst kondoliertItalien. Papst Benedikt XVI. hat die Ermordung von Bischof Luigi Locati als „barbarischen
Mord“ verurteilt. Der aus Italien stammende Bischof Locati wurde am Donnerstag in Kenia
von bislang unbekannten
Tätern erschossen. Der Heilige Stuhl hat gestern zwei Beileidstelegramme des Papstes veröffentlicht.
Beide sind von Kardinalstaatssekretär Angelo Sodano unterzeichnet. Das erste Kondolenzschreiben richtet
sich an den Nuntius in Kenia. Das zweite an den Erzbischof der norditalienischen Stadt Vercelli. Vercelli
ist das Heimatbistum des Ermordeten.
Wer gegen die Homos ist, fliegt rausUSA. Der US-anglikanische
Bischof der Diözese Connecticut hat einen Priester suspendiert, weil dieser vor zwei Jahren die Ordination
eines Homo-Bischofs abgelehnt hat. Am vergangenen Mittwoch verdonnerte Bischof Andrew Smith den anglikanischen
Priester Mark Hansen zu einem sechsmonatigen Berufsverbot. Weiteren fünf Priestern wurde die Suspendierung
angedroht. Bischof Smith hatte den sechs Priestern bereits im März mitgeteilt, daß sie die Gemeinschaft
mit der anglikanischen Kirche verlassen hätten. Die Priester hatten den Bischof kritisiert, weil sich
dieser für die Ordination des homosexuell praktizierenden
Gene Robinson zum Bischof eingesetzt hatte.
Robinson wurde im Jahr 2003 zum Bischof gewählt und eingesetzt.
Mehr Arbeit unter Benedikt XVI.Vatikan.
Die Angestellten des Vatikan verlieren einen freien Tag. Das geht aus dem neuen Terminkalender hervor,
der vom Papst für den Vatikan erlassen wurde. Der einzige neue Feiertag des Pontifikates von Benedikt
XVI. ist der 19. April – der Wahltag des neuen Papstes. Dafür ist der 16. Oktober, der Wahltag von Johannes
Paul II., wieder ein normaler Arbeitstag. Auch der Namenstag der Päpste ist im Vatikan immer ein freier
Tag. Dieser bezieht sich aber nicht auf den Papst-, sondern auf den Taufnamen. Benedikt XVI. heißt mit
Taufnamen Joseph. Der Festtag des heiligen Joseph wird im Vatikan aber ohnedies schon als arbeitsfreier
Tag begangen. Unter Papst Johannes Paul II. hatten die vatikanischen Angestellten dagegen zusätzlich
noch am 4. November, dem Fest des Heiligen Karl Borromäus, frei. Der Gedenktag des heiligen Karl Borromäus
war der Namenstag von Karol – Karl – Woityla.
UN-Konvent mit IllusionenUSA. Derzeit hält der „UN-Konvent
für die Eliminierung der Diskriminierung gegen Frauen“ in New York seine 33. Zusammenkunft. Der Konvent
ist für seine lebens- und kinderfeindliche Ausrichtung berüchtigt. Insbesondere setzt er gerne Länder
unter Druck, in denen Kleinstkinder vom Gesetz geschützt werden. Deshalb klangen am vergangenen Donnerstag
die Worte aus dem Munde der ungarischen Abgeordneten Krisztina Morva sehr ungewöhnlich:„Es gibt keine
Mutter, die ihr Kind gerne abtreibt.“ Beim UN-Konvent herrsche die Illusion, daß Mütter eine freie Wahl
für oder gegen ihr Kind hätten. „Aber die Kinderabtreibung ist ein schrecklich zerstörerischer Vorgang –
in seelischer, geistlicher und körperlicher Hinsicht.“ Die Abgeordnete gab ihrer Hoffnung Ausdruck, daß
die Kinderabtreibung eines Tages Vergangenheit sei: Daß sie ebenso wie die Folter als ein Verstoß gegen
die Menschenrechte erkannt werde.
KriegstrommelnItalien. Die italienische Schriftstellerin Oriana Fallaci
(75) verfaßte anläßlich der Terroranschläge in London eine Doppelseite in der Mailänder Tageszeitung
„Corriere della Sera“. Unter dem Titel „Der Feind, den wir als Freund behandeln“ meint sie, daß uns die
islamische Welt zutiefst hasse und verachte. Das Ziel der islamischen Welt sei, „uns physisch auszulöschen
und zusammen mit unseren Körpern unsere Prinzipien und unsere Werte zu zerstören“. Fellaci kritisiert
auch die Dialogbereitschaft der Katholischen Kirche. In den vergangenen vier Jahren habe sie sich persönlich
immer wieder gefragt, warum sich ein Krieger wie Papst Johannes Paul II., der zum Fall des Sowjetimperiums
und des Kommunismus beigetragen hat, gegenüber einem noch schlimmeren Übel so schwach gezeigt habe.
Sie könne nicht verstehen, wie ein derartig gebildeter und belesener Mann wie der neue Papst Benedikt
XVI. weiterhin Bereitschaft zum Dialog mit den Muslimen signalisiere: „Wir befinden uns im Krieg. Wollen
wir das endlich begreifen, oder nicht? Und im Krieg weint man und stirbt man und damit basta.“
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Elendester Sünder 20:45:02 | Montag, 18. Juli 2005
#5
Laurentius2 08:45:02 | Montag, 18. Juli 2005
#4
BossCo139 02:42:56 | Montag, 18. Juli 2005
#3
apex 16:57:07 | Sonntag, 17. Juli 2005
#2
bonifatius 16:44:50 | Sonntag, 17. Juli 2005
#1
Sulpicius 11:16:38 | Sonntag, 17. Juli 2005