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Der Papst kondoliert + Wer gegen die Homos ist, fliegt raus + Mehr Arbeit unter Benedikt XVI. + UN-Konvent mit Illusionen + Kriegstrommeln
Der Papst kondoliert

Italien. Papst Benedikt XVI. hat die Ermordung von Bischof Luigi Locati als „barbarischen Mord“ verurteilt. Der aus Italien stammende Bischof Locati wurde am Donnerstag in Kenia von bislang unbekannten Tätern erschossen. Der Heilige Stuhl hat gestern zwei Beileidstelegramme des Papstes veröffentlicht. Beide sind von Kardinalstaatssekretär Angelo Sodano unterzeichnet. Das erste Kondolenzschreiben richtet sich an den Nuntius in Kenia. Das zweite an den Erzbischof der norditalienischen Stadt Vercelli. Vercelli ist das Heimatbistum des Ermordeten.

Wer gegen die Homos ist, fliegt raus

USA. Der US-anglikanische Bischof der Diözese Connecticut hat einen Priester suspendiert, weil dieser vor zwei Jahren die Ordination eines Homo-Bischofs abgelehnt hat. Am vergangenen Mittwoch verdonnerte Bischof Andrew Smith den anglikanischen Priester Mark Hansen zu einem sechsmonatigen Berufsverbot. Weiteren fünf Priestern wurde die Suspendierung angedroht. Bischof Smith hatte den sechs Priestern bereits im März mitgeteilt, daß sie die Gemeinschaft mit der anglikanischen Kirche verlassen hätten. Die Priester hatten den Bischof kritisiert, weil sich dieser für die Ordination des homosexuell praktizierenden Gene Robinson zum Bischof eingesetzt hatte. Robinson wurde im Jahr 2003 zum Bischof gewählt und eingesetzt.

Mehr Arbeit unter Benedikt XVI.

Vatikan. Die Angestellten des Vatikan verlieren einen freien Tag. Das geht aus dem neuen Terminkalender hervor, der vom Papst für den Vatikan erlassen wurde. Der einzige neue Feiertag des Pontifikates von Benedikt XVI. ist der 19. April – der Wahltag des neuen Papstes. Dafür ist der 16. Oktober, der Wahltag von Johannes Paul II., wieder ein normaler Arbeitstag. Auch der Namenstag der Päpste ist im Vatikan immer ein freier Tag. Dieser bezieht sich aber nicht auf den Papst-, sondern auf den Taufnamen. Benedikt XVI. heißt mit Taufnamen Joseph. Der Festtag des heiligen Joseph wird im Vatikan aber ohnedies schon als arbeitsfreier Tag begangen. Unter Papst Johannes Paul II. hatten die vatikanischen Angestellten dagegen zusätzlich noch am 4. November, dem Fest des Heiligen Karl Borromäus, frei. Der Gedenktag des heiligen Karl Borromäus war der Namenstag von Karol – Karl – Woityla.

UN-Konvent mit Illusionen

USA. Derzeit hält der „UN-Konvent für die Eliminierung der Diskriminierung gegen Frauen“ in New York seine 33. Zusammenkunft. Der Konvent ist für seine lebens- und kinderfeindliche Ausrichtung berüchtigt. Insbesondere setzt er gerne Länder unter Druck, in denen Kleinstkinder vom Gesetz geschützt werden. Deshalb klangen am vergangenen Donnerstag die Worte aus dem Munde der ungarischen Abgeordneten Krisztina Morva sehr ungewöhnlich:„Es gibt keine Mutter, die ihr Kind gerne abtreibt.“ Beim UN-Konvent herrsche die Illusion, daß Mütter eine freie Wahl für oder gegen ihr Kind hätten. „Aber die Kinderabtreibung ist ein schrecklich zerstörerischer Vorgang – in seelischer, geistlicher und körperlicher Hinsicht.“ Die Abgeordnete gab ihrer Hoffnung Ausdruck, daß die Kinderabtreibung eines Tages Vergangenheit sei: Daß sie ebenso wie die Folter als ein Verstoß gegen die Menschenrechte erkannt werde.

Kriegstrommeln

Italien. Die italienische Schriftstellerin Oriana Fallaci (75) verfaßte anläßlich der Terroranschläge in London eine Doppelseite in der Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“. Unter dem Titel „Der Feind, den wir als Freund behandeln“ meint sie, daß uns die islamische Welt zutiefst hasse und verachte. Das Ziel der islamischen Welt sei, „uns physisch auszulöschen und zusammen mit unseren Körpern unsere Prinzipien und unsere Werte zu zerstören“. Fellaci kritisiert auch die Dialogbereitschaft der Katholischen Kirche. In den vergangenen vier Jahren habe sie sich persönlich immer wieder gefragt, warum sich ein Krieger wie Papst Johannes Paul II., der zum Fall des Sowjetimperiums und des Kommunismus beigetragen hat, gegenüber einem noch schlimmeren Übel so schwach gezeigt habe. Sie könne nicht verstehen, wie ein derartig gebildeter und belesener Mann wie der neue Papst Benedikt XVI. weiterhin Bereitschaft zum Dialog mit den Muslimen signalisiere: „Wir befinden uns im Krieg. Wollen wir das endlich begreifen, oder nicht? Und im Krieg weint man und stirbt man und damit basta.“
      
6 Lesermeinungen
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#6   Elendester Sünder   20:45:02 | Montag, 18. Juli 2005
Zu Kriegstrommeln
Ein Versuch, Katholiken in die Kriegspropaganda gegen den Mittleren Osten einzustimmen und gleichzeitig ein Seitenhieb gegen den Vatikan.
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#5   Laurentius2   08:45:02 | Montag, 18. Juli 2005
Hin und hergerissen
Ich bin in dieser Sache Dialog mit dem Islam hin und hergerissen. Tatsache ist aber wohl, daß in den letzten zwanzig Jahren des „interreligiösen Dialogs“ die Christenverfolgungen in der isalmischen (und hinduistischen) Welt nicht ab- sonder zugenommen haben.
Unsere Oberhirten tragen letztlich für ihren kirchenpolitischen Kurs die Verantwortung …
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#4   BossCo139   02:42:56 | Montag, 18. Juli 2005
Kriegstrommeln
Oriana Fellaci, diese mutige und klarsichtige Frau, hat hundertprozentig Recht!
Jede Dialog-Bereitschaft in Richtung Islam wird seitens dessen Vertretern als westliche Schlappschwänzigkeit angesehen und zutiefst verachtet.
Diese Leute verstehen nur eine Sprache, undzwar die der Unnachgiebigkeit; und man sollte dazu übergehen, sich ihrer klar und deutlich zu bedienen – solange dieses noch möglich ist.
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#3   apex   16:57:07 | Sonntag, 17. Juli 2005
Wer gegen Homo ist
bonifatius schrieb: „Hier sieht man, wie der Teufel auch andere christliche Gemeinden zerstört.“
Er ist sofort an Ort und Stelle da, wo man, unabhängig von der Konfession/Religion, seiner Philosophie – der Sünde – NEIN sagen will.
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#2   bonifatius   16:44:50 | Sonntag, 17. Juli 2005
Zu: Wer gegen Homos ist…
Hier sieht man, wie der Teufel auch andere christliche Gemeinden zerstört.
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#1   Sulpicius   11:16:38 | Sonntag, 17. Juli 2005
Zu Fallaci…
… nun, die Fragen der Dame sind durchaus berechtigt, wenn sie wohl auch grundsätzlich nicht kirchlich gesinnt ist. Aber es soll ja durchaus Leute geben, die nicht in der Kirche sind, aber trotzdem den besseren Durchblick haben.
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