Ein zauberhaftes Buch + Liturgie als Bedrängnis + Ölscheichs und die Kastelruther Spatzen + Griechenland mischt sich ein + Kein Geschwätz
Ein zauberhaftes Buch
Italien. Papst Benedikt XVI. betete gestern in den norditalienischen Alpen vor
Tausenden von Pilgern den sonntäglichen ‘Engel des Herrn’. Es war der einzige öffentliche Auftritt während
seines Urlaubs, der noch bis Ende Juli dauern wird. Inspiriert von der prächtigen Bergwelt sagte der
Heilige Vater: „Die Ferien bieten die einzigartige Möglichkeit, vor dem beeindruckenden Schauspiel der
Natur, dem zauberhaften ‘Buch’, das allen – groß wie klein – gegeben ist, innezuhalten.“ Im Kontakt mit
der Natur finde der Mensch seine Bestimmung wieder. Er entdecke sich neu als Geschöpf, das klein und
gleichzeitig einzigartig und offen für Gott sei. Dabei öffne sich das Innerste des Menschen sozusagen
auf natürliche Weise zum Lob Gottes und zum Gebet.
Liturgie als Bedrängnis
Deutschland. In seiner
gestrigen Predigt zum Skapulierfest in der Karmelitenkirche in Bamberg sprach Erzbischof Ludwig Schick
über die Liturgie. Der Erzbischof von Bamberg kritisierte den Lärm und die Hektik, die oft während
der Heiligen Messe vorherrschten. Diese seien auch die Gründe, warum sich viele nach der vorkonziliaren
Liturgie sehnten. Nicht die Nostalgie oder die Ablehnung der erneuerten Liturgie – auch nicht eine skeptischen
Haltung gegenüber dem Zweiten Vatikanischen Konzil – seien Grund für eine solche Sehnsucht. Der Erzbischof
ist vielmehr der Meinung, daß „manche die Liturgie gerne als Rahmen für die persönliche Meditation
und das Beten“ erfahren würden. Dabei wollten sie nicht ständig durch Worte, Lieder und Aktionen bedrängt
werden.
Ölscheichs und die Kastelruther Spatzen
Deutschland. Noch bis zum 22. August läuft das Bietverfahren
für das Geburtshaus von Papst Benedikt XVI. im bayerischen Marktl am Inn. Das Gebäude ist aufgrund des
großen Touristenanstroms unbewohnbar geworden. Neben Ölscheichs aus den Vereinigten Arabischen Emiraten
befindet sich Helmut Brossmann, der Manager der Südtiroler Volksmusikgruppe „Kastelruther Spatzen“, unter
den Meistbietenden. Auch der sozialdemokratische Bürgermeister von Marktl am Inn, Hubert Gschwendtner,
möchte das Papsthaus kaufen und daraus ein Museum machen. Die Gemeinde hat zwar kein Geld, dafür aber
ein verbrieftes Vorkaufsrecht. Derzeit laufen Verhandlungen mit dem Freistaat Bayern und mit dem Bistum
Passau, um einen Kauf durch die Gemeinde zu ermöglichen. Der Wunsch des Bürgermeisters wäre, daß Papst
Benedikt XVI. persönlich in seinen Geburtsort kommen würde, um dort ein zukünftiges Papstmuseum – medienwirksam –
einzuweihen.
Griechenland mischt sich ein
Griechenland. Laut israelischen Presseberichten will die griechische
Regierung durch die Zahlung hoher Geldsummen erreichen, daß der abgesetzte orthodoxe Patriarch von Jerusalem,
Irenäus I., wieder rehabilitiert wird. Irenäus war nach umstrittenen Baurechtsverträgen mit israelischen
Spekulanten von den Jerusalemer Bischöfen und einer Synode aller orthodoxen Patriarchen in Istanbul abgesetzt
worden. Der Staat Israel zeigt sich nicht erfreut über das Eingreifen Griechenlands in die Belangen der
christlichen Kirchen des Heiligen Landes.
Kein Geschwätz
Deutschland. Im Interview mit der ‘Frankfurter
Allgemeinen Sonntagszeitung’ hat Karl Kardinal Lehmann erneut einen Dialog mit dem Islam gefordert. Der
Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz meinte, es gebe keine Alternative zum interkulturellen und
interreligiösen Gespräch. Er fordere kein „Geschwätz“ sondern einen zielstrebigen Dialog. Zu den Selbstmordattentätern
in London erklärte er, daß er sich nicht vorstellen könne, daß diese Menschen „von religiösen Motiven
gesteuert“ würden. Denn Glaube solle „den Menschen zur Freiheit befähigen“.
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33 Lesermeinungen
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@Benedikt Lieber Benedikt, ich denke auch, daß die doppeldeutigen Konzilstexte das Entscheidende sind
und im Sinne der anderen Konzilien (korrigierend) ausgelegt werden müßten. Man wünscht sich doch nur
von Herzen, daß unser Glaube nicht untergeht und von einem Wischi-Waschi-Ökumenismus auf kleinstem gemeinsamen
(?) Nenner brutal ersetzt wird …
@ Laurentius2 Deine Haltung kann ich durchaus nachvollziehen und du musst bei mir auch nicht um Entschuldigung
bitten. Ich fühle mich mit der Bezeichnung liberal durchaus nicht angesprochen und kann jeden verstehen,
der den Liberalismus verurteilt, was ich zu einigen Teilen auch tue. Wenn es manchmal den Eindruck hat,
dass ich in die liberale Ecke drifte, so hat das damit zu tun, dass ich nicht der Meinung bin, dass sich
einige Missstände in der Kirche so einfach lösen lassen, wie man es auf den ersten Blick denken könnte.
Ausgehend hiervon, versuche ich neben den Argumenten der traditionellen auch diese der liberalen nachzuvollziehen.
Wenn ein traditioneller Katholik so zu definieren ist, dass er das Konzil kritisiert/ ablehnt und ein
Liberaler vom so genannten Geist des Konzils beseelt ist, so bin ich wohl konservativ zu nennen: Orientierung
an dem, was im Konzil wirklich steht und gegen neumoderne „Errungenschaften“.
#31 Laurentius2 18:58:33 | Donnerstag, 21. Juli 2005
@Benedikt Meinen Parforceritt gegen liberale Katholiken bitte nicht persönlich nehmen, pardon. Ich kann
diese Verständnisduselei für unsere exzellenten (Erz-)Schlafmützen nur einfach nicht mehr ertragen.
In der Zwischenzeit stirbt der Glaube überall in Deutschland aus und Herr Lehmann läßt sich von der
liberal-„katholischen“ ZDF-Tussi Gerster gemütlich interviewen.
@ apex (letzter Versuch ) >Naja gut, warum sollte ich hier in einem anonymen Forum herumlügen? >>Die
Wahrheit, die du hier zu vertreten glaubst, ist eine Lüge. Ach, achte doch mal auf den Zusammenhang.
Es ging hier darum, ob ich wirklich ein Feind der Abtreibung bin, was du bezweifelt hast. Ich fragte darauf,
warum ich hier herumlügen sollte. Was hat das mit den Wahrheiten der Kirche zu tun? Es ging um eine Aussage
über meine persönliche Einstellung zur Abtreibung! >Es geht nicht um die Scheine, sondern die Beratung.
Wenn ich aber keine Scheine anbiete, dann kommt erst gar keine, die man von der Abtreibung abbringen könnte.
>>Verdrehte, verdammenswerte Logik. Christus hat nicht die Menschen zu sich gezogen, indem er ihnen Einigungsgespräche,
faule Kompromisse oder Möglichkeiten der Sündenrechtfertigung angeboten hat. Hör mal, deine Einstellung
teile ich doch. Aber Christus ging es dort um Mission. Was hat Mission mit einer Schwangerschaftsberatungsstelle
zu tun?
Ursache und Wirkung Lieber Athanasius, welches soll denn die Konsequenz sein? Der Abschied von der Kirche
etwa? Für mich, Gott sei Dank, noch und hoffentlich für immer unmöglich. Der Spruch „Der Fisch beginnt
am Kopf zu stinken.“ ist unangebracht bezüglich der Kirche, denn deren Haupt ist Jesus Christus. Ich
persönlich mache mir keine Gedanken, ob das zweite Vaticanum berechtigt war oder nicht. Ich halte das
für Zeitverschwendung. Was erlauben wir Sünder uns, mit Gott zu rechten? Beten wir lieber täglich den
heiligen Rosenkranz! Du sprichst von Ursache und Wirkung. Die Ursache für das Überhandnehmen der Sünden,
denn nichts anderes sind die Mißbräuche in der Liturgie, ist der allgemeine, unübersehbare, endzeitliche
Abfall von Gott im christlichen Abendland. Nicht die kirchenfeindlichen Winkelversammlungen sind die Ursache
und schon gar nicht das zweite Vaticanische Concilium; diese sind wiederum nur Folgen. Der Teufel und
seine Kinder sind gleichsam nur die Würmer, die die abgestorbenen Teile des Körpers fressen. Ich bin
mit Dir nicht einer Meinung, wenn Du sagst. daß die ganze Welt apostatisch geworden ist. In anderen Erdteilen
wächst die Kirche noch. Nimm als Beispiel den grandiosen Kardinal Francis Arinze aus Nigeria.
@ Benedikt Naja gut, warum sollte ich hier in einem anonymen Forum herumlügen? Die Wahrheit, die du hier
zu vertreten glaubst, ist eine Lüge. Es geht nicht um die Scheine, sondern die Beratung. Wenn ich aber
keine Scheine anbiete, dann kommt erst gar keine, die man von der Abtreibung abbringen könnte. Verdrehte,
verdammenswerte Logik. Christus hat nicht die Menschen zu sich gezogen, indem er ihnen Einigungsgespräche,
faule Kompromisse oder Möglichkeiten der Sündenrechtfertigung angeboten hat.
Irgendwie komisch… …dass manche „konservativen“ Katholiken nicht aufhören können mit Klagen über
die konziliaren Kleriker, während sie die Konsequenzen ihrer Schlussfolgerung nicht ziehen wollen und
können. Vergesst doch einmal nicht, dass dieser Zustand allgemein verbreitet ist und nicht nur in Deutschland,
wo die „katholische“ Bischofskonferenz Jahrzehnte Kindertötung unterstützte ohne jemals offene Buße
zu tun, sondern in der ganzen Welt. Die Folgen der theologischen Krise nach und auf dem 2. Vatikanum sind
nicht die Ursachen. Verwechselt beide nicht. Irrende Pastoralassistentinnen sind nicht das Problem, sondern
eine apostatische Hiërarchie. Auch in Rom ist man nicht sicher (sieh Erhebung Kasper zum Kardinalat).
Der Fisch rottet vom Kopf her.
@ apex, laurentius, bonifatius >Bevor du mich wieder falsch verstehst: >>wenn ich dich falsch verstehen
würde, würde ich dir jedes mal zustimmen. Dein polemisches und rhetorisches Talent ist ausgezeichnet,
gratuliere. Ändert aber nichts >Ich bin ein absoluter Feind der Abtreibung. >>das sagen alle. Naja gut,
warum sollte ich hier ini einem anonymen Forum herumlügen? Sinn? Ich sage es so, wie ich es denke. Ob
du es nun glaubst oder nicht. >>…deshalb ist es wichtig, dass Scheine ausgestellt werden? Du hast die
Realität überhaupt nicht verstanden. Nein du hast mich nicht verstanden. Es geht nicht um die Scheine,
sondern die Beratung. Wenn ich aber keine Scheine anbiete, dann kommt erst gar keine, die man von der
Abtreibung abbringen könnte. @Laurentius: Das war es ja, was ich sagte. Durch das Scheinsystem wurde
die Klarheit der Lehre verwischt. Daher war die Entscheidung zum Ausstieg durchaus richtig. @bonifatius:
Es ging mir in Sachen Diplomatie um die gegenseitigen Beziehungen. Das die Lehre hiervon abgekoppelt ist,
habe ich glaube deutlich genug gemacht. Nehmt doch nicht immer gleich das schlimmste an, ich bin halt
auch nur ein suchender Bedenkenträger…
#25 Laurentius2 09:07:02 | Dienstag, 19. Juli 2005
… und hier (Interkommunion) wie dort (Abtreibungsscheine) … … hat die moderne Lehmann-Kirche einfach
ihre Glaubwürdigkeit verloren. @Benedikt: Selbst der liberale Bischof Marx hat eingesehen, „… daß
wir, die Mehrheit der Bischöfe, sich geirrt haben.“ Ihre Prämisse ist falsch: Die Frau, die abtreiben
will, treibt auf jeden Fall ab“. Darum geht es doch gar nicht ! Es geht um die Millionen deutscher Frauen
und Mädchen, die irgendwie noch Christinnen sind. Sie haben die innere Einsicht in die Lehre der Kirche
längst verloren und brauchen eine klare Orientierung ! Wenn sie aber wissern, daß auch die Kirche und
„der Papst“ Scheine ausstellen, die zur Abtreibung „berechtigen“, fallen sie endgültig in eine Hölle
aus Mord, Schuld, seelischen Torturen und Lebens-Unglück. Es bleibt dabei, l i b e r a l e K a t h o
l i k e n s i n d e i n f a c h m e i s t s c h l e c h t i n f o r m i e r t , sonst wüßten sie, daß
im Bistum Fulda unter dem Erzbischof Dyba, die Zahl der beratenen Frauen STIEG ! Ähnliches läßt sich
für viele Caraitas-Stellen aufzeigen, die Gott und Papst bzw. Kardinal Meisner sei dank auf eine „scheinlose
Beratung“ umgestiegen sind. DIE ZAHL DER BERATENEN FRAUEN BLIEB KONSTANT ODER STIEG ! Also, geehrte Herren
Liberale oder „Gemäßigte“ (Benedikt & Co.) , wenn schon kluge Strategien, dann bitte richtig und nicht
auf Mainzer Kommandos (Lehmann, ZDF) !
Erzbistum Bamberg Erzbischof Schick macht schöne Worte, aber ändert nichts. Vor kurzem wurden in einer
Sonntagsmesse im Erzbistum auf einer Videoleinwand mehrere Fernsehwerbespots vorgeführt; dabei wurden
unter anderem Frauen im Bikini gezeigt. Auf dieser Grundlage hat die „Pastoralassistentin“ dann eine geistlose
Homilie gesprochen. Auf solche Sachen ist man als Kirchenbesucher natürlich nicht vorbereitet. Es ist
während der Messe unmöglich, zur notwendigen inneren Sammlung zu kommen. Konrad hat einmal, wie ich
finde, sehr treffend die Zustände im Bistum Bamberg charakterisiert. Er sagte, daß die einzige Waffe
des Erzbischofs Schick sein Lächeln ist und er sich ansonsten nicht gegen sein Ordinariat durchsetzen
kann. Man darf im Erzbistum als Pfarrer sogar ausdrücklich Protestanten zur Kommunion einladen. Wenn
man verspricht es nie wieder zu tun, dann ist die Sache erledigt. Man muß es nicht einmal öffentlich
zurücknehmen. So verfährt der Generalvikar Alois Albrecht.
Widerspruch Benedikt: 1. „ Diplomatie, die auf Ausgleich bedacht ist.“ Das ist feige Diplomatie! Über
Wahrheiten kann man nicht feilschen. 2. „ In mir bohrt dieser Konflikt“. Deine Denkschule ist krasser
Utilitarismus. Vor 50 Jahren sagte man auch : der Zweck heiligt die Mittel. Die Kirche muß der Welt (
und damit der Frau ) ein klares Zeichen (Zeugnis ) geben, was Sünde ( Mord ) und Liebe ( heißt auch
manchmal leiden) ist. Gotthard: Noch hält die Öffentlichkeit und die Politik, egal ob schwarz oder rot-grün,
die jovialen Herrn aus Mainz und Paderborn in ihrem Sinne für die besten Hirten und feiert sie. Worin
besteht somit ihr Leiden?
Ehrendoktorate Wenn Ehrendoktorate ein Hindernis für die Ausbreitung der Königsherrschaft Jesu Christi
sind, dann ist Benedikt XVI. leider der falsche, um sie zu forcieren: Josef Ratzinger wurden Ehrendoktorate
verliehen von folgenden Universitäten: 1984 College of St. Thomas in St. Paul / Minnesota: Verleihung
des Ehrendoktors of Humane Letters 1985 Ehrendoktor der Katholischen Universität Eichstätt 1986 Ehrendoktor
der Katholischen Universität Lima 1988 Ehrendoktor der Katholischen Universität Lublin 1998 Ehrendoktor
der Katholischen Universität von Navarra in Pamplona 1999 Ehrendoktor in Rechtswissenschaft der Freien
Universität „Maria SS. Assunta“ (LUMSA) in Rom 2000 Ehrendoktor der Theologischen Fakultät der Universiät
Wroclaw
Herr Gotthard möge seine Freude haben an Lehmann, Kamphaus und Fürst – vielleicht haben sie ein Stelle
für ihn? Die kritischen Bemerkungen in kreuz.net tun seinen mit Karnevalsorden, Ehrendoktoraten und Rotary-Bändern
geschmückten hohen Herren und Salon-Besuchern mit Sicherheit nicht weh. Keiner von uns lebt auf Hartz
IV. Aber die Königsherrschaft des Auferstandenen wird sich von Rom aus mit Benedikt XVI. mehr und mehr
durchsetzen!
@ Benedikt Bevor du mich wieder falsch verstehst: wenn ich dich falsch verstehen würde, würde ich dir
jedes mal zustimmen. Ich bin ein absoluter Feind der Abtreibung. das sagen alle. Es geht rein um Realitäten
(Die Frau treibt auf jeden Fall ab – kirchliche Beratungsstelle hin oder her). und deshalb ist es wichtig,
dass Scheine ausgestellt werden? Du hast die Realität überhaupt nicht verstanden.
@Konrad „ aber Bischöfe müssen „gelegen oder ungelegen“ ein Zeugnis geben – bis zur Hingabe des Lebens
(oder heute: bis zur Bereitschaft, Hohn und Spott zu ernten).“ In diesem Sinne sind Lehmann und Fürst
und Kamphaus sehr gute Bischöfe: was sie hier an übelsten Verleumdungen ertragen müssen…!
@ Benedikt und alle Interessierten Wer sich mit diesem Thema befassen will, dem empfehle ich das Buch
„Der Streit um den Beratungsschein“ von Reiner Beckmann, einem Würzburger Juristen. Beckmann schildert
nicht nur minutiös die Vorgänge bis zum kirchlichen Ausstieg sondern beleuchtet die ganze Problematik
auch aus juristischer Sicht. Trotz einwandfreier juristischer Argumentation auch für Laien sehr verständlich.
In dem Buch auch viele Originalquellen (Gesetzestexte, Briefwechsel etc.)
@ apex (wieder einmal ) Und worauf sollen sich die Flügel in der DBK einigen? – auf Möglichkeiten wie
man doch weiter die Abtreibungsscheine ausstellen könnte? –---- Die Sache mit den Abtreibungsscheinen
ist doch durch die Medien total verfälscht worden. Lehmann/ Kamphaus gingen von folgender Prämisse aus:
Wenn eine Frau abtreiben WILL, dann wird sie es auch TUN. Warum also nicht über kirchliche Beratungsstellen
(anstatt lebensfeindlicher Pro Familia!) versuchen zu retten, was zu retten ist? Es ist leider durch die
Medien der Eindruck entstanden, dass Abtreibungen durch dieses System von der Kirche sanktioniert worden
wären, was aber zu keinem Zeitpunkt der Fall war. Der Hl. Vater hat daher – um die Klarheit der Lehre
zu bewahren – den Ausstieg aus dem System verfügt. Dennoch kann keinem Bischof das System zum Vorwurf
gemacht werden, denn: Wenn auch nur eine Mutter durch kirchliche Beratung umgestimmt worden wäre, so
hätte man etwas wahrhaft Großes erreicht. Zu sehen ist: Die Sache ist wiedermal nicht so einfach wie
sie scheint: Dort die Klarheit der Lehre, dort der Pragmatismus. Jetzt gehen die Frauen zu Pro Familia
oder Donum Mortis, wo man ihnen alles mögliche erzählen kann. Der kirchliche Einfluss ist weg. Bevor
du mich wieder falsch verstehst: Ich bin ein absoluter Feind der Abtreibung. Es geht rein um Realitäten
(Die Frau treibt auf jeden Fall ab – kirchliche Beratungsstelle hin oder her). In mir bohrt dieser Konflikt.
Liebet den Sünder, aber hasset die Sünde Über Mark Gabriel: Ich möchte zur Vorsicht bezüglich dieses
Autors warnen. {Er gehört zu} einer evangelikalen Gruppe in den USA, ist also Protestant Nach meiner
Empfehlung seines Buches noch ein Nachtrag für Sie, Mileschristi, von mir als Ex-Lutheraner (keine Angst,
ich würde nicht von Ihnen denken, „irgendwie liberalistische“ Ansätze zu vertreten): Bewahren Sie bitte
Ihre gesunde Grundskepsis gegenüber protestantischen Autoren, wann immer sie Glaubensfragen berühren,
in dem katholischen Wissen, daß die Wahrheit unteilbar ist und daß deshalb Anhänger einer Irrlehre
in wenigen oder sogar vielen Punkten Recht haben können, aber doch insgesamt nie die ganze Wahrheit sehen.
Übertragen: lassen Sie sich von Ihrem protestantischen Bäcker um die Ecke über seine exzellente Brotbackkunst
belehren, aber nicht über die Glaubenslehre. Oder: Wenn Sie eine Protestantin heiraten, bringen Sie sie
über kurz oder eher lang durch (viel) „ora et labora“ dazu, sich der Kirche Christi anzuschließen, aber
nicht sie Sie zur Irrlehre. Im Mai-Heft des FSSPX-Mitteilungsblattes war im Rundbrief des Priesterseminars
Herz Jesus (Zaitzkofen) für den 10. Februar daher folgende Klammerung zu lesen: „In diesen Tagen beginnen
wir als Tischlektüre beim Mittagessen mit dem außerordentlich interessanten Buch „Islam und Terrorismus“
von Mark Gabriel (stellenweise fällt leider die Zugehörigkeit des Autors zu einem protestantischen Bekenntnis
unangenehm auf).“ In Christo im hl. Meßopfer verbunden.
@ Konrad Du hast damit durchaus recht, dass wollte und will ich nicht bestreiten. Du siehst aber selber,
wie sehr es in dem, was du sagst, um die Lehre an sich geht. Ich denke, wir brauchen hier nicht darüber
zu streiten, dass die Lehre offensiv vertreten werden muss. Ich wollte aber noch den Aspekt des Zwischenmenschlichen
einbringen. Der Streit lauert überall und ist kein gutes Zeugnis für die Kirche. Daher halte ich es
vonnöten, dass die Kirche auch Bischöfe hat, die auf Ausgleich bedacht sind. Es wäre dagegen natürlich
auch unzweifelhaft schlimm, wenn die Kirche NUR NOCH Bischöfe hätte, die sich auf Diplomatie verstünden.
Ich war und bin daher immer der Meinung, dass die Kirche in Deutschland mit dem Gespann Lehmann/ Kamphaus
<=> Meisner/ Dyba (RIP) gut gefahren ist. @Miles Christi: Also von mir aus kann man das Geld spenden.
Ich brauch kein ZdK und fühle mich von ihm auch nicht repräsentiert (auch wenn ich selber in einem PGR
sitze). Immer, wenn ich vom ZdK höre, ist es Kritik an der Kirche. Sonst höre ich nie was vom ZdK. Kritik
an der Kirche kann ich mir aber auch in einer liberalen Zeitung holen. Dazu braucht es kein ZdK.
Lehmann Schade, Benedikt, dass du dich so an Gotthard anlehnst. Rein „diplomatisch“ habt ihr recht, aber
Grundlage für den Einsatz und die Einheit von Bischöfen, die die Königsherrschaft des auferstandenen
Christus vertreten („Wer euch hört, hört mich; wer euch ablehnt, lehnt mich ab“), ist der unverfälschte
Glaube, nicht die Diplomatie und der Utilitarismus. Das können und sollen christliche Politiker beachten,
aber Bischöfe müssen „gelegen oder ungelegen“ ein Zeugnis geben – bis zur Hingabe des Lebens (oder heute:
bis zur Bereitschaft, Hohn und Spott zu ernten).
@ ZdK Interessiert sich wirklich jemand ernsthaft für das Zentralrat deutscher Katholiken ?? Kann man
das Zeug nicht einfach vergessen und das ersparte Geld für andere Projekte benutzen?
Scheine Gelobt seien die Länder, in denen ohne eine Zwangsberatung straffrei abgetrieben werden kann.
Die Kirche dort hat keine Probleme … sie muss nur regelmäßig verbal gegen die Abtreibung Stellung
beziehen und ist aus dem Schneider. Die Zwangsberatung vor einer Abtreibung – wohl einmalig in der Welt! –
ist auf Druck der Kirchen ins Gesetz geschrieben worden, um wenigstens noch eine Möglichkeit zu eröffnen,
eine Abtreibung zu verhindern…
Benedikt Das Übel hier heißt: Uneinigkeit zwischen den Flügeln in der DBK. Wir werden erfahren, wer
es besser lösen kann. Uneinigkeit? Und worauf sollen sich die Flügel in der DBK einigen? – auf Möglichkeiten
wie man doch weiter die Abtreibungsscheine ausstellen könnte? – oder wie man durch die Homopastoral besser
die Homos in die Kirche hineinbringt? – oder wie man die Diskussion über die Rolle der Frau in der Kirche
wieder ankurbeln könnte, wogegen Lehmann niemals nichts hatte, obwohl der jetzige Papst damals schon
bestätigte, das „Ordinatio Sacerdotalis“ unfehlbaren Charakter hat? Das von dir genannte Übel (Uneinigkeit)
ist nicht primär. Dieses Übel resultiert aus der Befangenheit der Bischöfe, die die primären Übel:
Abtreibung, Homosexualität, Frauenordination u.a. verursachen.
@ Konrad Kardinal Lehmann ist niemals der Liberale gewesen, als der er immer hingestellt wurde. Sein Problem
ist: Er ist kein Streiter, sondern Diplomat. Aber genau das war an der Spitze der DBK in den letzten Jahren
die richtige Eigenschaft. Wenn du sagst, dass Lehmann die Kirche fast zerissen hätte, so ist dies eine
starke Übertreibung. Wenn du abar glaubst (und in diese Richtung tendierst du offensichtlich) das Bischof
Müller oder Kardinal Meisner eine Einheit des katholischen Deutschland eintreten würde, dann kann ich
darüber nur herzlich lachen. Es reicht vielleicht, in einem Interview seinen Standpunkt deutlich zu machen
und die Offenheit des Kardinals verdient Respekt und hat meine Anerkennung. Nur: Um die Katholiken und
Bischöfe zu einen, braucht es andere Fähigkeiten, die Meisner ganz eindeutig fehlen. Es reicht eben
nicht, sich auf einen Marktplatz zu stellen und zu sagen: „Dies und jenes ist Übel“. Ein Bischof muss
auch eine reale Möglichkeit aufzeigen, wie das Übel besiegt werden kann. Das Übel hier heißt: Uneinigkeit
zwischen den Flügeln in der DBK. Wir werden erfahren, wer es besser lösen kann.
Unsinn Nicht die Nostalgie oder die Ablehnung der erneuerten Liturgie – auch nicht eine skeptischen Haltung
gegenüber dem Zweiten Vatikanischen Konzil – seien Grund für eine solche Sehnsucht. Unsinn. Nostalgie
ist in der Tat kein Grund. Mittlerweile sind fast vierzig Jahre vorbei und sterben die Generationen die
die alte Liturgie in der Dorpspfarre kannten aus. Es gibt andere Gründe. Die Liturgie ist übrigens nicht
„erneuert“ sondern es wurde eine Neue Liturgie promulgiert. Das ist ein Unterschiede. Dieser Erzbischof
Schick detektiert Probleme, will aber einfach nicht glauben, dass etwas an der Linie der postkonziliaren
Kirche falsch ist und die Seelen verwirrt. Die Ablehnung der „erneuerten“ Liturgie ist für mich einen
Hauptgrund weshalb ich die tridentinische hl. Messe beiwohne, hätte man 1969 anstatt des römischen Ritus
für uns Westler den byzantinischen Ritus verpflichtet gestellt, hätte ich vielleicht nie mehr die trident.
hl. Messe besucht. Sei bitte mal kritisch Bischof Schick! Kritisch gegenüber die Linie der Kirche seit
40 Jahren. Eine Katastrophe.
Gabriel Mileschristi, nehmen Sie die Empfehlung des guten Laurentius ruhig an und lesen Sie Gabriels Buch.
Womöglich hilft es, Ihre wenigen Gutwetter-Ansichten zum Islam zu korrigieren. (Ich weiß, daß Sie diese
falsche Religion insgesamt ablehnen.) Gabriel ist Protestant. Doch sie sollen ja nicht seine daraus entspringenden
Irrungen über wichtige Punkte des christlichen Glaubens einatmen, sondern seine Erfahrung als ehemaliger
Moslem und Islam-Professor über den real-existierenden Islam zur Kenntnis nehmen. Deswegen liegt das
Buch in unserem FSSPX-Priorat aus, direkt neben großartigen Büchern gegen Luthers Irrlehre. Was das
DBK-Geschwätz angeht: daß die deutschen Bischöfe im Verbund mit der deutschen Politik den Islam nicht
erfassen und somit völlig falsche Schlüsse ziehen, zeigt der Orientalist Dr. Raddatz auf 3 1/2 DIN-A5-Seiten
im FSSPX-Mitteilungsblatt (MB) auf; wem seine KU-Artikel zu lang sind. MB Dezember 2001: S. 1 img331.imageshack.us/img331/2390/17qr.png,
S. 2 img331.imageshack.us/img331/3787/20kc.png, S. 3 img331.imageshack.us/img331/7012/35yc.png, S. 4 img297.imageshack.us/img297/3751/47ln.png.
Sein Fazit: „Solange sich also Faktenabwehr und sachliche Inkompetenz als Gestaltungsmittel des ‘Dialogs’
und der Islampolitik insgesamt fortsetzen, werden zunehmend die muslimische Integration und – nicht zuletzt –
die Integrität des staatlichen Gewaltmonopols in Frage gestellt.“
Konrad deshalb fordere ich seinen Rücktritt vom DBK-Vorsitz… dazu noch die sofortige Exkommunikation
solcher Laienverbände der Antikirche wie: „Wir sind Kirche“ und „Kirche von Unten“ & Co. !
Geschwätz sind wir von Kard. Lehmann, der „mit Texten umzugehen weiss“ gewohnt. Sein Widerstand gegen
Erzbischof Dyba und Papst Johannes Paul II. hat etliche Aktenordner voll „Geschwätz“ produziert und die
Kirche fast zerrissen. „Geschwätz“ auf hohem Niveau produziert sein Bonner DBK-Büro, deshalb fordere
ich seinen Rücktritt vom DBK-Vorsitz, ebenso den des Berliner Pleitier-Kardinals Sterzinsky vom Bischofsamt
wegen Bruch des Konklave-Geheimnisses („Ich habe Ratzinger nicht gewählt“), den des Fuldaer Bischofs
Algermissen wegen illoyaler Brüskierung seines Vorgängers zum Thema „Donum Vitae“, den des ZdK-Vors.
Meyer wegen öffentlicher Maßregelung eines Bischofs, die Auflösung des ZdK insgesamt wegen endloser
Produktion von Politiker-Geschwätz.
@ Laurentius Ich werde das Buch lesen, habe es bereits bestellt… aber werde es eben mit Vorsicht lesen
, denn ich persönlich kann an gewisse Märchen bzw. glatte Lügen nicht mehr glauben, und versuche jetzt
immer, „cui bono“ zu fragen…
@Streiter Christi Lieber miles, Ihre kämpferische Katholizität in (wirklich!) allen Ehren, aber lesen
Sie das Buch, es ist auch für Katholiken eine große Bereicherung, denn hier schreibt ein ehemaliger
islamischer Gelehrter und es ist eine Fügung Gottes, das er sein Martyrium überhaupt überlebt und zumindest
ein großes Wegstück weit zu Christus gefunden hat. P.S.: Auch die Männer des 20.Juli (unzweifelhaft
„milites Christi“) waren sowohl katholisch wie protestantisch …, lehnen Sie sie deswegen ab ?
@ Gabriels Buch Ich möchte zur Vorsicht bezüglich dieses Autors warnen. Auch wenn es mir scheint, daß
er tatsächlich Prof an der Al-Azhar war gehört der Mann doch einer evangelikalen Gruppe in den USA ,
ist also Protestant, und seine Thesen passen zu gut in gewissen, inszenierten Hysterien …
Buchempfehlung … für seine Eminenz: Prof. Mark Gabriel, ehemaliger islam. Professor an der Al-Akscha-Universität
Kairo Islam und Islamismus Resch-Verlag Hierin kommt der mit Gottes Gnade dem Tode entronnene Professor
zu dem Schluß: die Terroristen legen den Koran korrekt aus – alles andere ist staatlich befohlene Augenwischerei.
Das Heil und die Rettung liegt allein in CHRISTUS.