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Montag, 18. Juli 2005 09:48
Arbeitsvermittlung
Zwei bekannte katholische Organisationen sind dem bedrängten Bischof von Regensburg mit einer Stellungnahme zu Hilfe geeilt: Den Rebellen gegen Bischof Müller fehlten die Voraussetzungen – und die richtige Beschäftigung.
Bischof Gerhard Ludwig Müller von Regensburg
Bischof Gerhard Ludwig Müller von Regensburg
(kreuz.net, Kaufering) Das ‘Forum Deutscher Katholiken’ und die ‘Aktionsgemeinschaft katholischer Laien und Priester in den deutschsprachigen Diözesen’ haben am Sonntag eine Erklärung veröffentlicht.

Darin nehmen sie zu den gegenwärtigen Angriffen gegen den Bischof von Regensburg, Mons. Gerhard Ludwig Müller, Stellung.

Das Schreiben ist von Prof. Dr. Hubert Gindert, dem Vorsitzenden des ‘Forum Deutscher Katholiken’, und von Gerhard Braun, dem Präsidenten der ‘Aktionsgemeinschaft’, unterzeichnet.

Das ‘Forum Deutscher Katholiken’ und die ‘Aktionsgemeinschaft katholischer Laien und Priester in den deutschsprachigen Diözesen’ sind katholische Verbände, die sich um die Verbreitung und Verteidigung der katholischen Lehre in Kirche und Welt bemühen.

Die Voraussetzung für die Mitarbeit in der Kirche ist eine „eindeutige kirchliche Gesinnung“, heißt es in der Stellungnahme.

Die zwei Organisationen verweisen auf das Apostolische Schreiben von Papst Johannes Paul II. über die ‘Berufung und Sendung der Laien in Kirche und Welt’ aus dem Jahre 1988.

Darin fordert der verstorbene Papst das „Zeugnis einer tiefen und überzeugten Gemeinschaft, in kindlicher Anhänglichkeit zum Papst, der das bleibende und sichtbare Prinzip der Einheit der Universalkirche ist, und zum Bischof – dem sichtbaren Prinzip und Fundament der Einheit der Teilkirche.“

Gegenwärtig schwelt ein schwerer Konflikt zwischen dem Bischof von Regensburg und dem Vorsitzenden des dortigen Diözesanrates Fritz Wallner über die Festsetzung der Satzungen für Pfarrgemeinderäte.

In diesen Streit hat sich in der Zwischenzeit auch der Vorsitzende des ‘Zentralkomitees der deutschen Katholiken’, Hans-Joachim Meyer, eingemischt.

Das ‘Zentralkomitee der deutschen Katholiken’ – kurz: ZdK – ist ein Zusammenschluß von katholischen Verbänden, Gremienvertretern und Politikern und nicht – wie der mißverständliche Name nahelegt – eine demokratisch legitimierte Vertretung der kirchlichen Laien in der Bundesrepublik.

Beim Regensburger Konflikt liegt – so die Erklärung – Unkenntnis über die geltenden kirchenrechtlichen Bestimmungen, sowie ein Mangel an kirchlicher Gesinnung und Loyalität gegenüber dem Bischof vor.

Der Vorsitzende des ‘Zentralkomitees’, Hans-Joachim Meyer, habe schon früher in der Öffentlichkeit zum Widerstand gegen Rom aufgerufen.

Er habe sich auch mit der von ihm geleiteten Gruppe gegen den erklärten Willen der Kirchenleitung für die Gründung von ‘Donum vitae’ ausgesprochen.

‘Donum vitae’ ist eine unter Katholiken umstrittene Schwangerenberatung. Sie stellt abtreibungswilligen Müttern Beratungsscheine aus, die für die Tötung eines ungeborenen Kindes nach deutschem Recht notwendig sind.

Sein Widerstand gegen die Kirche disqualifiziere Meyer, für die katholischen Laien zu sprechen.

Das ‘Zentralkomitee der deutschen Katholiken’ und der Diözesanrat des Bistums Regensburg sollten sich – so die Empfehlung der Stellungnahme – jener Fragen annehmen, für welche die Laien zuständig sind.

Das sei in einer Zeit besonders wichtig, in der die Kirche immer mehr an den Rand der Gesellschaft gedrängt wird.

Als Arbeitsfelder für Meyer und sein ‘Zentralkomitee’ sieht das ‘Forum deutscher Katholiken’ die Revision der deutschen Abtreibungsregelung, den Einsatz gegen die Gleichstellung von Homo-Konkubinaten mit der Ehe sowie das Engagement gegen die Beschimpfung der Religion in der Öffentlichkeit.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 8 Lesermeinungen:
Dienstag, 19. Juli 2005 13:28
hcr: @
Ja, es kann durchaus passieren, dass einem auf einem Treffen des „FDK“ nicht zu verwechseln mit „ZDK“ und anderen „KK’s“, ein paar Zungenredner begegnen deren Sprache man nicht kennt )

Wenn das alles nicht so traurig wäre …

mfg
Dienstag, 19. Juli 2005 13:22
Benedikt: @ Marcel
Nun sieh mal einer an, vielen Dank für diese Informationen. Meine Auffassung, dass diese Foren, Zentralkomitees usw praktisch allesamt obskur sind, hat sich wiedereinmal bestätigt.
Dienstag, 19. Juli 2005 09:46
Marcel: Medjugorje-Forum
Was hier von nichtmodernistischer Seite über das ZdK, das wir selbstverständlich auflösen sollen, gesagt wird, stimmt schon im großen und ganzen.

Doch man muß aufpassen, nicht vom Regen in die Traufe zu gelangen.
Die Hoffnung auf das „Forum deutscher Katholiken“ zu setzen, das in totaler Ablehnung – nicht nur – der überlieferten Messe mit den verdienten Initiativkreisen brach (die Iniaitivkreise haben absolut nichts mit der FSSPX zu tun) und heute im Charismatismus medjugorjanischer Prägung gefangen ist, bedeutet, einer Fatamorgana nachzulaufen.

Die Vorzeigekatholikin des „Forums“, die ehemalige Punkerin Fürstin Gloria von Thurn und Taxis, läßt auf ihren Schloßfestspielen eine Theaterfassung des katholizismus-feindlichen Stücks „Im Namen der Rose“ (Umberto Ecco) aufführen. Die Apation des Stücks für die Bühne erfolgt natürlich reißerisch für den Publikumseffekt angepaßt und damit die antikatholischen Tendenzen des Stücks deutlich verstärkend.

Diese Kopflosigkeit kennt man auch aus Medjugorje.
„Sie wissen nicht, was sie tun.“
So ist aber der Kirche nicht zu helfen.
Montag, 18. Juli 2005 21:56
Umkehrbefreit: ZDK ist nicht mehr römisch-katholisch
@Gotthart

Lieber Gotthart,

sollten Sie es noch nicht bemerkt haben, daß nicht mehr alles katholisch ist wo katholisch draufsteht?

Das Forum Deutscher Katholiken wurde von jenen Persönlichkeiten gegründet deren Vorfahren (von Löwenstein, von Heeremann, von Westphalen etc.) schon 1848 die Laienorganisiation als Vorläufer des ZDK gründeten.
Die verantwortlichen Personen des „Forums Deutscher Katholiken“ sind ehem. ZDK-Mitglieder bzw. Präsidialmitglieder die den Ökumenismus und linksliberalenm Zeitgeist sowie das ständige Opponieren gegen die Kirche Christi satt hatten.

Ut unum sint – Damit alle eins seien!
Mit dieser Brigade von ZDK-Leuten ist keine Kirche mehr lebending zu machen. Die Positionen die sich zum Teil gegen das Wort Gottes richten, schreien zum Himmel.
Das Zentralkomitee wird einmal genauso überflüssig werden wie jenes in Russland mit dem selben Namen!
Montag, 18. Juli 2005 19:59
Konrad: Dem ZdK
kommt theologisch im Blick auf die Königsherschaft des auferstandenen Christus seit seiner antirömischen Kritik überhaupt keine relevante Stellung zu. Was Gotthard zitiert, ist Schnee von gestern. Wer beauftragt ihn?
Montag, 18. Juli 2005 19:27
Gotthard: Vereine
Das ‘Forum Deutscher Katholiken’ und die ‘Aktionsgemeinschaft katholischer Laien und Priester in den deutschsprachigen Diözesen’ haben am Sonntag eine Erklärung veröffentlicht.
Was sind das denn für Vereine, die sich anmaßen, derart gegen das „Zentralkomitee der deutschen Katholiken“ (ZdK) zu giften?
Das ZdK ist aus den 1848 entstandenen Kathlikentagen hervorgegangen und 1868 zum ersten Mal gewählt worden.

„Das Engagement galt drängenden Fragen der Kirche und der Gesellschaft wie Diaspora und Mission, Freiheit des Papsttums und Bindung der katholischen Kirche in Deutschland an Rom, Caritas, Wissenschaft, Wirtschaft, Publizistik, Bildung und soziale Gerechtigkeit.“
Das ZdK ist offizielles Organ des Laienapostolates in unserer deutschen Kirche.

Diese giftsprühenden privaten Vereine sollen sich mal nicht so wichtig nehmen, auch wenn Kardinal Ratzinger zu einer Versammlung hatte kommen wollen. Dadurch haben sie keine päpstliche Anerkennung und sollen sich nicht eine Stellung anmaßen, die nur dem ZdK zukommt.
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