09:48:21 | Montag, 18. Juli 2005
Zwei bekannte katholische Organisationen sind dem bedrängten Bischof von Regensburg mit einer Stellungnahme zu Hilfe geeilt: Den Rebellen gegen Bischof Müller fehlten die Voraussetzungen – und die richtige Beschäftigung.
(kreuz.net, Kaufering) Das ‘Forum Deutscher Katholiken’ und die ‘Aktionsgemeinschaft katholischer Laien
und Priester in den deutschsprachigen Diözesen’ haben am Sonntag eine Erklärung veröffentlicht.
Darin
nehmen sie zu den
gegenwärtigen Angriffen gegen den Bischof von Regensburg, Mons. Gerhard Ludwig Müller,
Stellung.
Das Schreiben ist von Prof. Dr. Hubert Gindert, dem Vorsitzenden des ‘Forum Deutscher Katholiken’,
und von Gerhard Braun, dem Präsidenten der ‘Aktionsgemeinschaft’, unterzeichnet.
Das ‘Forum Deutscher
Katholiken’ und die ‘Aktionsgemeinschaft katholischer Laien und Priester in den deutschsprachigen Diözesen’
sind katholische Verbände, die sich um die Verbreitung und Verteidigung der katholischen Lehre in Kirche
und Welt bemühen.
Die Voraussetzung für die Mitarbeit in der Kirche ist eine „eindeutige kirchliche
Gesinnung“, heißt es in der Stellungnahme.
Die zwei Organisationen verweisen auf das Apostolische Schreiben
von Papst Johannes Paul II. über die ‘Berufung und Sendung der Laien in Kirche und Welt’ aus dem Jahre
1988.
Darin fordert der verstorbene Papst das „Zeugnis einer tiefen und überzeugten Gemeinschaft, in
kindlicher Anhänglichkeit zum Papst, der das bleibende und sichtbare Prinzip der Einheit der Universalkirche
ist, und zum Bischof – dem sichtbaren Prinzip und Fundament der Einheit der Teilkirche.“
Gegenwärtig
schwelt ein schwerer Konflikt zwischen dem Bischof von Regensburg und dem Vorsitzenden des dortigen Diözesanrates
Fritz Wallner über die Festsetzung der Satzungen für Pfarrgemeinderäte.
In diesen Streit hat sich
in der Zwischenzeit auch der Vorsitzende des ‘Zentralkomitees der deutschen Katholiken’, Hans-Joachim
Meyer, eingemischt.
Das ‘Zentralkomitee der deutschen Katholiken’ – kurz: ZdK – ist ein Zusammenschluß
von katholischen Verbänden, Gremienvertretern und Politikern und nicht – wie der mißverständliche Name
nahelegt – eine demokratisch legitimierte Vertretung der kirchlichen Laien in der Bundesrepublik.
Beim
Regensburger Konflikt liegt – so die Erklärung – Unkenntnis über die geltenden kirchenrechtlichen Bestimmungen,
sowie ein Mangel an kirchlicher Gesinnung und Loyalität gegenüber dem Bischof vor.
Der Vorsitzende
des ‘Zentralkomitees’, Hans-Joachim Meyer, habe schon früher in der Öffentlichkeit zum Widerstand gegen
Rom aufgerufen.
Er habe sich auch mit der von ihm geleiteten Gruppe gegen den erklärten Willen der Kirchenleitung
für die Gründung von ‘Donum vitae’ ausgesprochen.
‘Donum vitae’ ist eine unter Katholiken umstrittene
Schwangerenberatung. Sie stellt abtreibungswilligen Müttern Beratungsscheine aus, die für die Tötung
eines ungeborenen Kindes nach deutschem Recht notwendig sind.
Sein Widerstand gegen die Kirche disqualifiziere
Meyer, für die katholischen Laien zu sprechen.
Das ‘Zentralkomitee der deutschen Katholiken’ und der
Diözesanrat des Bistums Regensburg sollten sich – so die Empfehlung der Stellungnahme – jener Fragen
annehmen, für welche die Laien zuständig sind.
Das sei in einer Zeit besonders wichtig, in der die
Kirche immer mehr an den Rand der Gesellschaft gedrängt wird.
Als Arbeitsfelder für Meyer und sein
‘Zentralkomitee’ sieht das ‘Forum deutscher Katholiken’ die Revision der deutschen Abtreibungsregelung,
den Einsatz gegen die Gleichstellung von Homo-Konkubinaten mit der Ehe sowie das Engagement gegen die
Beschimpfung der Religion in der Öffentlichkeit.
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#8
hcr 13:28:05 | Dienstag, 19. Juli 2005
#7
Benedikt 13:22:09 | Dienstag, 19. Juli 2005
#6
Marcel 09:46:06 | Dienstag, 19. Juli 2005
#5
Umkehrbefreit 21:56:05 | Montag, 18. Juli 2005
#4
Konrad 19:59:32 | Montag, 18. Juli 2005
#3
Gotthard 19:27:05 | Montag, 18. Juli 2005
#2
bonifatius 19:16:38 | Montag, 18. Juli 2005
#1
apex 10:04:44 | Montag, 18. Juli 2005