Die Kinderabtreibung durch das ‘Medikament’ Mifegyne spült Kinder in die öffentliche Kanalisation und bringt Mütter unter die Erde. Kirchliche Vertreter fordern ein sofortiges Verbot der umstrittenen Killerdroge.
(kreuz.net, USA) Die US-amerikanische „Food and Drug Administration“ (FDA) hat indirekt einen weiteren
Todesfall einer schwangeren Mutter durch die umstrittene Abtreibungspille Mifegyne (RU 486) zugegeben.
FDA ist die amerikanische Behörde, die für Zulassung von Lebensmitteln und Medikamenten und deren Qualitätsüberwachung
zuständig ist.
In einem Bericht vom 15. November hat die FAD eine Neuetikettierung der Mifegyne-Packung
bekanntgegeben. Die Begründung – der abermalige Tod einer schwangeren Frau durch die Abtreibungspille –
gibt die Behörde im letzten Satz an: „Der FDA liegen Berichte über ernstzunehmende bakterielle Infektionen,
Blutungen und Todesfälle, einschließlich eines jüngsten Todesfalles durch Blutvergiftung, vor.“
Eine
Anfrage um genauere Informationen zu diesem Hinweis durch amerikanische Lebensschutzorganisationen blieb
bisher unbeantwortet.
Im September letzten Jahres starb das kalifornische Mädchen Holly Patterson (19)
an einer Blutvergiftung, die durch die Abtreibungspille verursacht wurde. Seitdem sah sich die „Food and
Drug Administration“gezwungen, die Abtreibungspille verstärkt zu kontrollieren.
Die Reaktion der FAD
auf den erneuten Todesfall scheint sich auf die Neuetikettierung zu beschränken. Für die US-amerikanische
Bischofskonferenz ein Grund zur Kritik. RU 486 brauche keine bessere Präsentation, sondern müsse zurückgezogen
werden, so der Sprecher des Lebensschutzsekretariates der Bischofskonferenz. „Wie viele junge Frauen müssen
noch sterben bis diese Killerdroge vom Markt genommen wird?“
Auch in Europa wurde letzten März ein Todesfall
durch die Abtreibungspille verzeichnet. Eine 18-jährige schwedische Mutter ist nach der Abtreibung ihres
Kindes mit dem Hormonpräparat Mifegyne verblutet. Dabei habe die junge Frau, laut Angaben der Behörden
in Stockholm, das Präparat in korrekter Dosierung in einem Krankenhaus eingenommen und sei ärztlich
beobachtet worden.
Die Abtreibungspille RU 486 enthält ein Antihormon, das gegen das natürliche Schwangerschaftshormon
Progesteron arbeitet. Progesteron zeigt dem Leib der Mutter an, daß eine Schwangerschaft im Gange ist.
Diesen Effekt macht der Hormoncocktail Mifegyne zunichte und täuscht dem Körper so vor, daß das gezeugte
Kind nicht existiere. Daraufhin beginnt der Körper die Gebärmutterschleimhaut abzubauen und die Ernährung
des heranwachsenden Kindes zu stoppen. Das Kind stirbt nach etwa 48 Stunden und wird sodann unter Einsatz
weiterer künstlicher Hormone ausgetrieben.
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2 Lesermeinungen
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Abtreibung und Kirchengeschichte Vor einiger Zeit bin ich auf eine Frage gestoßen, auf die ich hier vor
einigen Tagen überhaupt keine inhaltliche Antwort bekommen habe. Vielleicht passt der obige Artikel zu
einem weiteren Versuch. Ich habe gelesen, dass die katholische Kirche erst seit relativ kurzer Zeit (ca.
1870) die Abtreibung unter die jetzt geltende strenge Strafandrohung gestellt hat (Exkommunikation als
Tatstrafe; anders übrigens als bei Mord und Totschlag – selbst an einem Säugling!). Vorher (also mit
kurzen Ausnahmen auch im gesamten Mittelalter) sei es (in Anlehnung an Thomas von Aquin) darauf angekommen,
ob der Fetus schon „beseelt“ (animatus) oder noch „unbeseelt“ (inanimatus) gewesen sei. Dies habe davon
abgehangen, wieviel Zeit seit der Empfängnis vergangen sei. Praktisch habe dies zu einer Straflosigkeit
der Abtreibung bis maximal zum 80. Tag geführt. Stimmte dies, dann hätte die Kirche jahrhundelang eine
Art „Fristenregelung“ praktiziert – mit praktisch ähnlichen Konsequenzen wie das geltende deutsche Strafrecht
(zumindest in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten). Vor diesem Hintergrund (wenn er denn zutreffend
ist) müsste man ja zumindest über Formen der künstlichen Befruchtung und der Stammzellentherapie (vielleicht
sogar der „Pille danach“) auch aus kirchlicher Sicht neu nachdenken. Auch wäre u.U. zweifelhaft, ob die
geltende Regel – jede Abtreibung wiegt schwerer als Mord oder Totschlag – haltbar ist. Denn was jahrhundertelange
Praxis in der Kirche war, würde doch durch die – zeitbedingte? – Entscheidung eines Papstes (hier wohl:
Pius IX.) nicht automatisch an Gewicht verlieren. Eine selektive „Entrümpelung“ (je nach politischer
Vorliebe) indes dürfte für Traditionalisten eigentlich nicht die Lösung sein. Oder doch? Weiß jemand
mehr?
#1 Catholicus 09:23:56 | Freitag, 19. November 2004
Bündnis für das Leben Der regelmäßige Bericht über Pro-Life-Themen auf kreuz.net ist zu begrüßen.
Dieses wichtige Thema darf nicht verschwiegen werden. Es gilt, viele Menschen für die „Kultur des Lebens“
zu sensiblisieren!